Bewertet durch: Michael Prössel
(Höchstpunktzahl ist 6)
Werde Phase 10 Master

Mein Neffe ist voll auf Phase 10 abgefahren. Im Sommer mussten wir es immer wieder spielen. Meine Nichte hingegen war nicht ganz so fasziniert, sie wollte lieber Dumm gelaufen spielen. Nun, auch das haben wir gerne getan, sind halte liebe Onkel und Tante. Immer wieder kann man beide Spiele nicht spielen, wenn, dann aber lieber Dumm gelaufen, da es schneller ist.
Phase 10 kann sich ziehen und das schlägt dann schon auf den Spielspaß. Jetzt gibt es ein neues Phase 10, das Phase 10 Master. Viel hat sich eigentlich nicht geändert, obwohl das, was verändert wurde, das Spiel anders macht. Die größte Veränderung ist unserer Meinung nach die Spielzeit. Die ergibt sich in der Regel aus der Schwere der Phasen und der „Denker“ am Tisch. Aber in allen Spielrunden dauerte das Spiel deutlich länger, als auf der Schachtel angegeben. Das erste Spiel zu fünft schlug mit fest 2 ½ Stunden zu Buche – ein bisschen viel, wenn auch nur minimal; für ein Kartenspiel!
In einer der nächsten Runden waren wir zu sechst und nach 90 Minuten bei Phase fünf und 1 Uhr nachts, so dass wir abbrachen und einen Sieger erklärten. Wenn Sie sich also an das neue Phase 10 herantrauen wollen, nehmen Sie sich nichts anderes vor. Was ist aber noch neu?
Wir haben 10 neue Phasen. Statt zwei Drillingen fangen wir mit 4 Paaren an. Insgesamt werden alle Phasen schwieriger zu schaffen, da die Kombinationen schwerer werden. Aber es gibt auch neue Karten, die uns das Leben ein wenig leichter machen sollen. So gibt es nun keine Joker mit einen Stern mehr, sondern Joker für bestimmte Farben und Zahlen. Es gibt 1-6 Joker und 7-12 Joker. Manche in zwei Farben, andere in vier Farben. Die gute alte Aussetzenkarte gibt es noch, aber drei weitere blaue kommen ins Spiel: „Gimme 5“ fordert sie Mitspieler auf 5 Karten offen auszulegen, von denen ich mir eine nehmen darf; reihum legen die Mitspieler eine Karte aus, bis fünf offen liegen. Im Spiel zu viert müssen einige Spieler mehr als eine Karte legen. Dann gibt es die „Alles meins!“-Karte. Lege ich sie offen vor mir aus, darf ich am Ende der Runde entscheiden, ob ich meine Handkarten behalte oder ob ich sie abgebe. Besonders dann, wenn ich fast eine Phase fertig habe, ist diese Karte hilfreich. So kann ich die nächste Runde mit den gleichen Karten wieder starten. Die letzte neue Karte ist die „Nimm zwei“-Karte. Mit ihr darf ich am Anfang meiner Runde zwei Karten aufnehmen und die bessere behalten. Es gibt nun auch Karten, die man in der Mitte anschneidet und seine Phasenkarte durchsteckt. So sieht man immer sofort, wo man steht. Allerdings sieht man dann nicht immer, wo die anderen gerade sind, was doch vorteilhaft wäre, bevor man eine passende Karte abwirft.
Dass man immer noch die Minuspunkte, also die Karten am Ende einer Runde, aufschreibt, verstehen wir nicht so ganz. Es gewinnt schließlich, wer als erster die 10. Phase geschafft hat, dabei ist es dann egal, wie viel Minuspunkte er hat. Okay, wenn zwei es in einer Runde schaffen, dann gewinnt der mit weniger Minuspunkten. Aber das ist so viel Arbeit.

Genau wie Phase 10 ist das neue Master sehr vom Glück bestimmt. Sehr sehr sogar. Ziehe ich einfach die falschen Karten, habe ich keine Chance. Öfters hatten wir es, dass einem Spieler seine Phase schon auf die Hand gegeben wurde. Das hat dann wirklich nichts mehr mit Taktik zu tun.
Die einzigen Momente in denen man überlegen muss, ist beim Abwerfen. Welche Karte könnte Benn anlegen oder gar gebrauchen um rauszukommen? Welche Karte biete ich ihm an, damit er keinen Vorteil von der „Gimme 5“-Karte genießt?
Auch wenn das Spiel Spaß bringt, es dauert einfach zu lange. Wie Ravensburger darauf kommt ca. 60 Minuten auf die Schachtel zu schreiben, ist uns ein Rätsel. Das Spiel zu zweit ist sicherlich nicht lustig, zu dritt sollten Sie also schon sein. Vielleicht dauert ein Dreierspiel ungefähr 60 Minuten, aber ab vier Spielern müssen Sie mit 120 Minuten rechnen. Vielleicht sind meine Mitspieler auch nur sehr langsam oder gar träge. Aber dass 12 Personen in unterschiedlichen Konstellationen gleich lange brauchen spricht schon fast für sich.

Haben Sie beim guten alten Phase 10 schon angefangen eigene Phasen zu entwickeln, so ist das neue Master etwas für Sie. Spieler, die sich dem Bestseller aus den USA anschauen wollen, fangen besser mit der alten Version an.


Sie sollten Phase 10 Master kaufen, wenn Sie:
- das normale Phase 10 und das Würfelspiel Phase 10 schon haben und als zu leicht empfinden
- sich gerne 2 Stunden mit einem Kartenspiel vergnügen
- ein Spiel mit viel Glück, wenig Taktik, wenig Kommunikation, langer Spielzweit und gutem Material suchen

Sie sollten Phase 10 Master nicht kaufen, wenn Sie:
- schon das normale Phase 10 nicht mochten
- kein Kartenspiel 2 Stunden spielen wollen
- mehr Interaktion wünschen
- mehr Kommunikation wünschen

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