Zum Spiel ist ja nun wirklich schon sehr viel geschrieben worden. Deshalb beschränke ich mich hier auf die Erfahrung, die ich in meiner ersten Partie heute gemacht habe.
Anzahl der Spieler: 2
Alter: das 10jährige Töchterchen und der 60jährige Papa
Regelverständnis: Wir haben der Einfachheit halber das Regelvideo benutzt, damit der Erklärbär mal Pause hatte, und dabei gleichzeitig das Spiel aufgebaut. Alles war gut zu verstehen, es gab keine offenen Fragen.
Ausgeloste Charaktere: die Navigatorin und der Ingenieur.
Spielablauf: Überaus schnell kamen die "Flut-steigt"-Karten. Aber wir hatten wohl Glück mit unserer Charakterauslosung: der Ingenieur legte trocken, was trocken zu legen ging. Die Navigatorin unterstützte ihn nach Kräften, indem sie ihn an die entscheidenden Punkte versetzte. Trotzdem stieg die Wasserstandsanzeige beängstigend schnell.
Das erste Artefakt, der Erdstein, war schnell gefunden. Aber dann kamen auch schon Zweifel auf: Welche Karten sollte man abwerfen, welche auf der Hand halten. Unsere Entscheidung war nicht völlig falsch. Und während Randbereiche der Insel bereits wegbrachen, konnten wir uns die Statue des Windes und den Kristall des Feuers sichern.
Es fehlte nur noch der Kelch des Wassers, aber die Artefaktkarten waren aufgebraucht und wie ein Hammer brachen neue Flutsteigerungskarten über uns herein. Die Verbindung zum Landefeld beschränkte sich auf einen einzigen Weg, dann brach auch noch dieser Weg ab, ohne dass wir ihn rechtzeitig reparieren konnten.
Wir hatten damit gerechnet. Deshalb waren wir zusammen, auf demselben Teil des Spielfelds und in unmittelbarer Nähe des Poseidon-Palasts - und ich besaß 2 Helikopterkarten. Der Medusa-Palast war längst untergegangen. Endlich fand ich den vierten Kelch. Zwei waren in meiner Hand. Das Töchterchen gab mir in ihrem Zug ihre beiden dazu. Weitere Teile der Insel brachen weg, aber die entscheidenden Felder blieben erhalten.
Ich zog zum Poseidon-Palast, nahm den Kelch auf, zog zum Töchterlein zurück. Der Helikopter nahm uns auf und brachte uns zum Landeplatz, von wo aus wir gleich weiter flogen in die Sicherheit.
Wir wischten uns den Schweiß von der Stirn und fielen uns in die Arme.
Resummee: Wir sind keine koop-erfahrenen Spieler. Aber wir waren für ca. 45 Minuten "wirklich" auf einer Insel und kämpften gegen die erbarmungslosen Fluten, nahmen Rückschläge hin und freuten uns über Erfolge. Es war einfach grandios.
Ich kann das Spiel vorbehaltlos empfehlen und wünsche jedem so viel Spaß damit, wie wir gehabt haben.
Antonius hat Die verbotene Insel klassifiziert.
(ansehen)