Kleine Würfelkunde

Wenn sie sich einen Würfel vorstellen sollen, denken die meisten Menschen üblicherweise an einen sechseitigen, mit Punkten beschrifteten Standardwürfel, normalerweise mit 16mm Kantenlänge. Ohne Zweifel ist das auch der am weitesten verbreitestste und wichtigste unter den Würfeln. Aber es gibt noch viele mehr.

Würfel, die vom 6-Seiten-Schema abweichen, werden als polyseitige Würfel bezeichnet (poly=viel). Üblicherweise haben sie eine gerade Anzahl von Seiten. Meistens werden sie für Rollenspiele oder Tabletop-Strategiespiele benötigt. Da in solchen Spielen sehr häufig gewürfelt werden muss, wurde für die einzelnen Würfeltypen eine klares System zur Abkürzung der Schreibweise entwickelt:

In den USA, wo die ersten modernen Rollenspiele erfunden wurden, wurden die Abkürzungen d4, d6, d8 usw. üblich, wobei die Zahl die jeweilige Seitenanzahl des Würfels angibt. Das d steht für das englische Wort dice (Würfel).

Im Deutschen wurde das System übernommen, das d aber üblicherweise durch ein w ersetzt. So heißen die Würfel hier jetzt z.B. w4, w6 oder w12.

Ein übliches Würfelset für Rollenspieler oder Tabletop-Strategen enthält je einen der folgenden Würfel w4, w6, w8, w10, w12, w20 und w100/10. Sie sehen bereits die Besonderheit: der w100/10 ist ein 10-seitiger Würfel, der üblicherweise von 00 bis 90 in 10ner Schritten beschriftet ist. Er wird manchmal auch als Prozentwürfel bezeichnet. In einigen Rollenspielen wird das Würfeln mit einem w100 verlangt. Da solche Würfel bis vor kurzem nicht existierten, half man sich, indem man mit je einem w10 und einem w100/10 gewürfelt hat und beide Werte addierte (ein normaler w10 Würfel ist beschriftet von 0-9). Inzwischen gibt es aber auch Würfel mit echten 100 Seiten: den sogenannten Zocchihedron von Gamescience Inc.. Bei Würfel-Offensive.de wird dieser als w100 bezeichnet.
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