Die Nutzerklassifizierung von Elysium


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Hier sehen Sie die genaue Anzahl von Stimmen, die "Elysium" in den jeweiligen Spieleeigenschaften erhalten hat. Damit können sie sich ein noch genaueres Bild vom Wesen dieses Spiels machen. (Grün hinterlegt sind die Eigenschaften, die wir aus den Abstimmungsergebnissen als am wichtigsten ermittelt haben.)

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Irene Q. schrieb am 15.01.2020:
Elysium ist ein Kennerspiel ist ein Kennerspiel für 2 bis 4 Spieler ab 14 Jahren. Es ist angesiedelt in der griechischen Mythologie und kann durch verschiedene Kartensätze jedes Mal unterschiedlich gestaltet werden.
Elysium war zum Kennerspiel des Jahres 2015 nominiert, hat aber damals gegen Broom Service verloren.

Zunächst einmal zum Material:
Das Spiel hat schön gestaltete Karten und auch ansonsten sind Spielertableaus und andere Elemente passend zum Thema gestaltet und qualitativ hochwertig. In meinem Exemplar waren die Stanzungen nicht so wirklich perfekt, man musste beim Auspöppeln höllisch aufpassen, damit man nichts einreißt.
Ganz klasse ist das Inlay. Es gibt wirklich für alle Elemente den passenden Platz, und auch wenn man das Spiel transportiert, kommt nichts durcheinander, wenn man alles richtig einsortiert hat. Tütchen sind völlig überflüssig.

Spielablauf:
Man spielt über fünf "Epochen", die jeweils aus vier Einzelzügen pro Spieler bestehen. In jeder Epoche werden Karten je nach Spielerzahl ausgelegt, die sich die Spieler dann über die Runden sichern. Dazu braucht es Vorausplanung, da man in jeder Epoche vier verschiedenfarbige Säulen zur Verfügung hat, die man beim Kartenerwerb nach und nach verbraucht - aber jede Karte hat auch eine Säulenvoraussetzung, über die man für den Erwerb noch verfügen muss. Bei den Karten kommt es in Deckbuilding-Manier darum, gut zueinander passende Karten zu bekommen. Aber allein das Sammeln reicht noch nicht aus, denn am Ende kommt der Hauptteil der Siegpunkte dadurch zustande, dass man die Karten ins Elysium verschiebt, denn erst dann können sie zum Teil des Mythos werden.
Die Spieldauer ist für ein Kennerspiel eher am unteren Ende, jedenfalls wenn man niemanden dabei hat, der endlos nachdenkt. Das empfinde ich als positiv.

Einschätzung:
Ich finde die verschiedenen Spielelemente von Elysium eigentlich ganz spannend. Man muss sich einen Überblick über die Karten verschaffen, die in einer Epoche zur Verfügung stehen, man muss gut mit seinen Säulen haushalten und im Auge behalten, welche Säulen man noch braucht, um in den späteren Runden noch die Karten erwerben zu können, die man gerne möchte. Man muss gut abwägen, wann man seine Karten ins Elysium schickt. Und natürlich muss man auch im Auge behalten, was die Gegner so machen, und ggf. deren Pläne durchkreuzen.
Trotzdem funktioniert das Ganze für mich nur bedingt. Erstens entfaltet das Spiel, wie viele Spiele dieser Art, seine ganze Komplexität und damit auch die potenziellen Feinheiten erst, wenn man mit möglichst vielen Spielern spielt. Gleichzeitig passiert dann aber so viel von einem meiner Züge zum nächsten, dass ich oft das Gefühl hatte, nicht planen zu können, sondern halt jedes Mal bei meinem Zug das beste nehme, was ich noch kriegen kann. Dabei müssen bei mehreren Spielern die noch nicht einmal durchdacht meine Züge durchkreuzen, sondern spätestens bei vier Spielern wird irgendwer schon rein nach seiner Strategie genau die Karte nehmen, die ich eigentlich brauche. Das liegt auch daran, dass die Karten schon deutlich unterschiedlich stark sind und manche halt einfach nur dann funktionieren, wenn man auch bestimmte andere Karten erstens zur Verfügung hat (also in der Auslage) und sie zweitens auch bekommt. Dadurch empfinde ich den Glücksfaktor als für ein Kennerspiel ungewöhnlich und unangenehm hoch. Gleichzeitig ist es bei vier Spielern kaum noch möglich, alle Gegner im Auge zu behalten und ihre Strategien vorherzuahnen, um sie ggf. durchkreuzen zu können. Und selbst wenn mir das gelingt, wird es wiederum durch - ggf. rein zufälliges - Durchkreuzen von deren Strategien durch andere Spieler auch da irgendwann nur noch unvorhersehbar.
Mit zwei Spielern funktioniert es in meinen Augen etwas besser, denn man kann stärker taktieren und stärker eigene Strategien verfolgen und Strategien der Gegner durchkreuzen. Gleichzeitig fühlt es sich dann allerdings immer so an, als würde man das Potenzial des Spiels noch nicht ausschöpfen.
Was ich auch als negativ empfinde, ist der viele Text auf den Karten, und zwar spielrelevanter Text. Solange man das Spiel noch nicht beherrscht, fängt man in jeder Epoche wieder neu an, alle ausliegenden Karten ganz genau zu studieren. Dass es dann auch noch verschiedene Kartensätze gibt, die das Spiel flexibler machen, macht es am Anfang nur schlimmer. Klar kann man sich am Anfang immer auf dieselben Kartensätze konzentrieren, aber das fühlt sich dann auch nicht befriedigend an.
Aus demselben Grund macht es wenig Spaß, neue Spieler an das Spiel heranzuführen. Wenn die dann in jeder Epoche lange Kartentexte studieren müssen, sitzt man als erfahrener Spieler daneben und langweilt sich.

Fazit:
Das Spiel hörte sich für mich vielversprechender an, als es am Ende war. Ich kann nachvollziehen, warum es zum Kennerspiel des Jahres nominiert wurde, aber ich kann auch nachvollziehen, warum es nicht gewonnen hat und warum es sogar gegen ein allgemein eher schwach eingeschätztes Kennerspiel des Jahres verloren hat.
Ich glaube, dass es Spieler gibt, die das Spiel toll finden werden. Vermutlich sind das eher Spieler, die viel Erfahrung mit Kennerspielen und mit Deckbauspielen haben, und es sind vermutlich Spieler, die viel in einer festen Runde spielen. Ich könnte mir vorstellen, dass das Spiel besser wird, je häufiger man es spielt. Gerade wenn man die Karten dann gut kennt und mit unterschiedlichen Kombinationen von Kartensätzen spielt, kann es auch seine Variabilität ausschöpfen. Dann kann es möglicherweise zu einem richtigen Hit werden.
Für mich hat es sich aber nicht so entwickelt. Nach ein paar Partien gab es immer andere Spiele, die wir lieber spielen wollten.

Unboxing: https://youtu.be/8zRV6KZPfto
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