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Pascal V.

Pascals Errungenschaften:

Ägyptologe
Pascal mag Spiele, die das alte Ägypten zum Thema habenMag ich-Möger
Pascal klickt lieber einfach auf "mag ich", anstatt etwas zu kommentieren.Grünspieler
Pascal spielt gern mit Grün.Quasselstrippe
Pascal redet viel und gerne beim Spielen, und das nicht nur in den Pausen.Cubus
Pascal mag Spiele mit Ecken und Kanten.Graf Ludo 2014
Pascal hat an der Abstimmung zum Graf Ludo 2014 teilgenommenJapan 2011
Pascal ist in Gedanken bei den Menschen in Japan.Zoowärter
Pascal mag Tiere und Spiele mit TierenTwitter-Supporter
Pascal hilft uns, um auf Twitter bekannter zu werden.Spieleschachtelsammler
Pascal bringt es nicht über das Herz, die Spieleschachteln der Erweiterungen zu vernichten, obwohl sich das Material im Grundspiel befindet.Meckerfritze
Pascal meckert ständig über neue Spiele, gewinnt am Ende aber doch immer.Höfling
Pascal spielt Spiele mit Diplomatie und Intrige.
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Von Pascal V. bewertete Spiele (1381 Stück):



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  • Gardens - Wer pflanzt die schönsten Blumen? Pascal über Gardens - Wer pflanzt die schönsten Blumen?
    Legespiel für 2-4 Spieler ab 8 Jahren von Perepau Llistosella.

    Die Spieler bauen als Gärtner eine schöne Blumenlandschaft auf und versuchen dabei ihre Lieblingsblume(nfarbe) mehrheitlich zu pflanzen.


    Spielvorbereitung:
    Das große Gartenstartplättchen wird in die Tischmitte gelegt und die 96 bunten Gartenplättchen gut gemischt und in mehreren Stapeln in der Nähe platziert.
    Die Spieler erhalten in ihrer Wunschfarbe (gelb, blau, rot, rosa) je 2 Spielfiguren, 8 Blumenbeetplättchen und ein einfarbiges Gartenplättchen.
    Eine Spielfigur kommt auf das zugehörige Startfeld auf dem großen Gartenplättchen, die andere Figur verbleibt zunächst beim Spieler.


    Spielziel:
    Am Spielende die Mehrheit bei den meisten Blumenbeeten zu besitzen. Dies gelingt durch das Platzieren der eigenen Blumenbeetplättchen auf zusammengeführten Ecken der Gartenplättchen, die so angelegt wurden, dass die eigene Blumenfarbe mehrheitlich vorhanden war.


    Spielablauf:
    Der aktive Spieler führt folgende Aktionen immer aus: ein Gartenplättchen von einem Stapel ziehen und dieses am großen (Gesamt-)Garten anlegen.
    Der Spieler kann alternativ auch einmalig sein spezielles (einfarbiges) Gartenplättchen anlegen, anstatt ein Plättchen zu ziehen.

    Dabei gilt zu beachten, dass die aufgedruckten Wege und Wasserläufe immer passend zueinander angelegt werden - Weg an Weg, Wasser an Wasser - es dürfen sich keine Sackgassen oder widersprüchliche Anlagen ergeben! Ausserdem muss anschliessend eine Spielfigur des Spielers über den präsenten Weg zu diesem neuen Gartenplättchen gezogen werden können. Andere Figuren (fremde und die eigene), die dabei im Weg stehen, blockieren diesen komplett und dürfen nicht übersprungen werden!
    Falls der Spieler seine zweite Figur noch nicht eingesetzt hat, kann er dies nun (auf das neue Plättchen) tun, anstatt die vorhandene Figur zu bewegen.

    Wenn der Spieler das gezogene Gartenplättchen aktuell überhaupt nicht anlegen kann oder will, wird dieses aus dem Spiel genommen und eine Spielfigur - nur wenn schon beide eingesetzt sind - muss vom Garten entfernt werden. Dies kann hilfreich sein, wenn man aus taktischen Überlegungen heraus, die Figur anderswo neu einbringen möchte.

    Zusätzlich darf der Spieler (optional) die zweite Spielfigur - so denn sie schon "im Spiel" ist und noch nicht in irgendeiner Weise bewegt wurde - über die Wege regelkonform zu einer anderen Stelle bewegen. Die Zugweite ist dabei immer egal.

    Wenn sich am Ende des Zuges ein fertiges Blumenbeet ergeben hat, wird dieses direkt gewertet.
    Die Gartenplättchen haben an ihren vier Ecken jeweils einen Eckteil eines Blumenbeetes in einer Farbe abgebildet und führt man nun vier Gartenplättchen über ihre Ecken zusammen, ergibt sich ein 4er-Feld Blumen und somit ein Blumenbeet.
    Die Farbe, die hier nun vorherrscht, hat die Mehrheit und deren Spieler darf auf dieses 4er-Feld eines seiner Blumenbeetplättchen legen - dies kann auch für einen im Moment nicht beteiligten Spieler geschehen.
    Bei Gleichstand, erhält niemand das Legerecht und das Blumenbeet bleibt einfach offen.

    Das Spiel endet, sobald ein Spieler alle 8 Blumenbeetplättchen verlegen konnte oder insgesamt nur noch 4 Gartenplättchen zum Nachziehen vorhanden sind. Die laufende Runde wird dann noch zu Ende gespielt und anschliessend gezählt, wer nun die meisten Blumenbeete für sich beanspruchen konnte und zum Gewinner gekürt wird.


    Als Varianten stehen noch die 2-Spieler- und Teamspiel-Variante "2 vs. 2" zur Verfügung.


    Fazit:
    Anfängliche Befürchtungen hier läge ein zu ähnliches Spiel zu Leelawadee oder Sanssouci vor, können getrost abgehakt werden. Das Spiel ist selbstständig und anders genug und kann höchstens in einem Themenabend über Gärten mit den anderen zusammengebracht werden :).
    Gardens ist ein schnelles, einfaches und doch recht taktisches Legespiel.
    Die Zugänglichkeit, Optik und der Ablauf sorgen dabei aber dafür, dass es in jeder Besetzungsform gespielt werden kann und für eine vergnügliche knappe Stunde sorgt.
    Oft muss man an verschiedenen "Baustellen" zugleich Obacht geben und sich mehr als einmal für das kleinere Übel entscheiden, wenn man einem Mitspieler zu einem Blumenbeet verhilft, um z.B. bessere Durchgangswege zu schaffen^^.
    Wir hatten in verschiedenen Runden mit Spielern unterschiedlicher "Spieleherkunft", Ausdauer und Alter *G* gleich viel Spaß.
    Man muss aber natürlich sagen, dass Gardens kein abendfüllendes Spiel oder eine riesige Innovation ist, aber es ist ein hübsches Spiel, dass gerne immer wieder mal hervorgeholt werden wird.

    Pascals Wertung:
  • Azteka Pascal über Azteka
    Logik-Puzzler für 2-3 Spieler ab 8 Jahren von Andrea Mainini.

    Die Spieler kämpfen im Kreis des Lebens um die Vorherrschaft. Dabei verkörpern sie das Leben oder den Tod und müssen gemäß ihrer Natur den Gegner überwältigen.


    Spielvorbereitung:
    Zunächst wird der Lebenskreis (das Spielfeld; Hartplastikdrehscheiben) zusammengesteckt. Das Spielfeld ist dabei in 4 Ringe mit je 8 Steckplätzen unterteilt und stehen vier Steckplätze in Linie zueinander ist dies ein Abschnitt.
    Die Spieler erhalten die 14 Figuren ihrer gewählten Seite - diese wird in der zweiten Runde getauscht.


    Spielziel:
    Innert 2 Runden je ein Ziel der eigenen Seite zu erfüllen.
    Ziel des Todes: Beherrschung; ein kompletter Abschnitt oder Ring muss mit eigenen Figuren besetzt sein!
    Ziel des Lebens: Verbreitung; eine eigene Figur muss in jedem Abschnitt und Ring stehen!
    Allgemeines Ziel: Alle eigenen Figuren auf dem Spielfeld abstellen!


    Spielablauf:
    Der Lebensspieler beginnt immer. In seinem Zug hat der aktive Spieler eine von zwei Möglichkeiten, etnweder er platziert eine Figur auf einem freien Platz - sie muss aber waagerecht oder senkrecht an eine eigene schon Platzierte angrenzen! - oder er dreht einen der Ringe um einen Abschnitt (45°).
    Danach folgt der Gegenspieler.

    Als Sonderfähigkeit bringen die Lebensfiguren noch die "Geburt" mit, d.h. hier, wenn ein kompletter Abschnitt mit Lebensfiguren besetzt wurde, darf eine weitere Figur beliebig - nach den Setzregeln - platziert werden.
    Die Todesfiguren haben dagegen den "Zerfall" inne und dieser ersetzt eine Lebensfigur durch eine Todesfigur, sobald eine Lebensfigur komplett von Todesfiguren umzingelt wurde (je 2 Felder also waagerecht und senkrecht).

    Eine Runde endet, sobald ein Spieler eines seiner beiden Ziele (das Eigene oder Allgemeine) erreicht hat. Hiernach folgt die zweite Runde mit Rollentausch.
    Ist die zweite Runde ebenfalls beendet, endet auch das Spiel und gewonnen hat, wer beide Runden siegreich bestreiten konnte. Haben beide Spieler je eine Runde gewonnen, siegt, wer weniger Figuren zum Erreichen des Ziels benutzt hat.


    Varianten:
    - 2-Personen-Aggro-Version: Änderungen: die Figuren dürfen beliebig aufgestellt werden, es gibt zu den zwei möglichen Aktionen noch eine weitere und zwar einen Ring um 90° zu drehen, wenn man mehr Figuren auf dem Ring hat, als der Gegner und es gibt keine Sonderfähigkeiten.

    - 3-Personen-Spiel: Änderungen: jeder Spieler hat 12 Figuren, der dritte Spieler erhält die "Mumien" und es gibt nur noch allgemeine Ziele, nämlich "Verbreiten" (mindestes eine Figur muss sich in jedem Abschnitt und jedem Ring befinden) und "Beherrschen" (ein kompletter Abschnitt oder kompletter Ring muss mit eigenen Figuren besetzt sein). Es besteht immer die Zugreihenfolge Lebensspieler, Todesspieler, Mumienspieler und es gibt nur die beiden Aktionsmöglichkeiten eine Figur beliebig zu platzieren oder einen Ring um 45° zu drehen. Sonderfähigkeiten gibt es hier keine.


    Fazit:
    Azteka ist ein wunderbar schlaues Spiel und fordert die Mitspieler bis zum Ende genau aufzupassen, denn einmal nicht genau vorausgeschaut, beendet plötzlich der Gegenspieler die Runde. Es gilt somit nicht nur die eigenen Möglichkeiten gut im Blick zu haben, sondern räumlich vor allem die Drehmöglichkeiten der Ringe zu beachten, um nicht sichergeglaubte Plätze auf einmal schwinden zu sehen!
    Material und Aufmachung sind dabei hochwertig und spartanisch zugleich, aber mehr als das Gelieferte braucht es auch nicht, um die Motivationskurve durchgehend aufrecht zu erhalten, da die volle Konzentration auf den Feldern liegt und nicht auf möglichen hübschen Grafiken, etc.
    Beachten sollte man nach ein paar Probeläufen aber, dass gleichstarke Spieler miteinander konkurrieren, denn sonst kann schnell Frust aufkommen, wenn ein Spieler mehrfach nicht nachvollziehen kann, wieso der andere so schnell fertig wurde.
    Es eignet sich also durchaus für zwischendurch und/oder mehrere Runden, aber man sollte schon ein Faible für das Quälen der eigenen grauen Zellen haben *G*.

    Pascals Wertung:
  • Karolinchen Pascal über Karolinchen
    Karten-Würfelspiel für 2-5 Spieler ab 6 Jahren von Carmen Kleinert.

    Die Spieler führen ihre Würmchen durch einen herrlichen Obstgarten und lassen sie durch Fressen der Früchte immer weiter wachsen. Wessen Wurm zuerst ausgewachsen ist, gewinnt.


    Spielvorbereitung:
    Jeder Spieler wählt sich einen Wurm aus und erhält hierzu die 7 passenden Karten und die Wurmfigur. Die Farbwürfel kommen in die Tischmitte.
    Jeder Spieler deckt die Karte mit dem Wurmkopf (ohne Lorbeeren) auf und platziert hier seine Wurmfigur. Die Karte mit dem Wurmschwanz wird auf die Fruchtseite gedreht und vor den Kopf gelegt.


    Spielziel:
    Es als Erster schaffen, die Fruchtseiten aller eigener Wurmkarten mit passenden Würfeln besetzt zu haben und so den Wurm zu vervollständigen.


    Spielablauf:
    Der Startspieler wirft die sechs Farbwürfel in der Tischmitte, so dass alle gut die Farbergebnisse sehen können.
    Nun schaut er, ob von den Farbwürfeln einer oder mehrere zu seinen ausgelegten Früchten passen. Die Farben der Würfel korrespondieren mit den Früchten auf den Wurmkartenrückseiten, von denen die Aktive immer vor dem Spieler ausliegt.
    Passen Würfel, legt er sie auf die Früchte seiner Karte, passt keiner, geschieht nichts. In jedem Fall bleiben übrig gebliebene Würfel liegen und es folgt der nächste Spieler im Uhrzeigersinn und schaut nun seinerseits nach, ob er Würfel passend legen kann.

    Wird hierbei eine ausliegende Früchtekarte bereits vollends mit Würfeln belegt, darf sofort eine neue Karte ausgewählt und mit angelegt werden. Passen hier dann gleich auch Würfel, können diese ebenfalls gleich dort platziert werden.
    Kann er keine gebrauchen, darf er die noch übrigen Würfel erneut würfeln und kontrolliert das Ergebnis erneut. Klappt es immer noch nicht, folgt wiederum der nächste Spieler, usw.

    Wurden alle Würfel aufgebraucht, folgt direkt das große Fressen und jeder Spieler setzt - sofern möglich - seine Wurmfigur auf den Platz des zuletzt gelegten Würfels auf der Früchtekarte. Die Würfel kommen allesamt wieder in die Tischmitte.
    Sollte hierbei eine Fruchtkarte "leer" gefressen worden sein, wird sie umgedreht und mit ihrer Wurmseite nun passend an die Kopfkarte bzw. das letzte Wurmglied angelegt, auf die Art wächst der Wurm nach und nach.

    Das Spiel endet, sobald ein Spieler die letzte Wurmkarte anlegen kann und so den Wurm vervollständigt. Er darf sofort die Kopfkarte umdrehen und zeigt so das strahlende Wurmsiegerlächeln mit Lorbeerkranz.


    Fazit:
    Der Wurmepos findet hier seine Fortsetzung. Nachdem "Da ist der Wurm drin" das süße Würmchenkrabbeln begonnen hatte und mit "Streifentoni" seinen indirekten Nachfolger fand, geht es nun in die dritte Runde. Und wieder ist ein tolles Spiel dabei herausgekommen.
    Karolinchen macht einfach Spaß, ist simpel im Ablauf, bei kurzweiliger Spielmechanik und passt wunderbar in das bisherige Wurmiversum!
    Es funktioniert schon ab 2 Spielern gut und zieht sich auch bei voller Besetzung nicht in die Länge. Die Altersangabe ist passend, aber auch Erwachsene haben ihre Freude mitzuspielen.

    Pascals Wertung:
  • Schmatz Spatz Pascal über Schmatz Spatz
    Ein kooperatives Kinderspiel für 2-4 Spieler ab 4 Jahren von Edith Grein-Böttcher.

    Die Spieler versuchen gemeinsam den Spatzeltern zu helfen ihre Kinder zu füttern. Gelingt dieses, bevor die Würmchen ausgehen, gewinnen sie gemeinsam!


    Spielvorbereitung:
    Der Unterkarton dient als Spielfeld. Dessen Ecken werden noch mit den beiliegenden Pflanzenklebern verschönt und die Rondellauflagen werden eingelegt.
    Die Bildscheibe unter der Drehscheibe des Rondells zeigt verschiedene Motive, die den Würfelseiten entsprechen. Je nachdem, wie das Rondell gedreht wird, sind einige Spatzenmäulchen (Schlitze) gesperrt oder offen.
    Die Holzvögel werden auf ihre Plätze gesteckt, der Würfel kommt zur Seite und die Würmchen und Schnäbelchen werden als Vorrat bereitgelegt.


    Spielziel:
    Gemeinsam alle Spatzenkinder zu füttern, bevor es keine Würmchen mehr gibt.


    Spielablauf:
    Der Spieler am Zug gibt an, welchen Vogel er nutzen möchte und würfelt. Entsprechend des Wurfergebnisses bewegt er das Rondell solange im Kreis, bis vor dem gewählten Vogel das gesuchte Motiv erscheint.
    Nun nimmt er den Vogel vom Rondell herunter und steckt diesem ein Würmchen aus dem Vorrat in den Schnabel, sucht sich ein zur Farbe des Vogels passende Spatzenkind auf dem Spielfeld aus und füttert es. Dazu wird das Würmchen in den Schnabel-Schlitz gesteckt und wenn sich das Würmchen gänzlich hinunterdrücken läßt, wurde das Spatzenkind erfolgreich gefüttert - als Anzeichen für die Sättigung wird nun ein Schnabel in den Fütterungsschlitz gesteckt.
    Blockiert der Pappwurm aber (s.o., je nach Drehstellung des Rondells), war das Küken schon satt und der Wurm verschwendet - er wird vor dem Spieler abgelegt und kann nicht nochmal genutzt werden.

    Nach dem Zug folgt der nächste Spieler im Uhrzeigersinn.
    Das Spiel verläuft so nun weiter, bis entweder alle Spatzenküken erfolgreich gefüttert wurden oder keine Würmchen mehr übrig sind. Im ersten Fall gewinnen alle gemeinsam, im Zweiten verlieren alle gemeinsam.


    Fazit:
    Schmatz Spatz ist ein tolles Spiel für die Kleinen. Material und Aufmachung sind absolut hochwertig und zuckersüß anzuschauen. Das Spielprinzip ist simpel und schnell erklärt und die Rundenabläufe kurzweilig und aufregend durch den Zufallseffekt des Rondells.
    Die Kinder (3-7 Jahre) waren in den Spielrunden total begeistert und hielten auch mehrere Spiele hintereinander "durch".
    Problemlose Empfehlung für die Altersklasse!

    Pascals Wertung:
  • Norderwind Pascal über Norderwind
    Handelsspiel für 2-4 Spieler ab 10 Jahren von Klaus Teuber.

    Die Spieler übernehmen die Rollen von Handelskapitänen, die im Handelsbund der Küstenstädte Norderkap, Trutzhavn und Olesand, durch regen Kauf und Verkauf zu Reichtum gelangen und zudem die plündernden Piraten zurücktreiben sollen.


    <u>Spielvorbereitung:</u>
    Vor dem Spiel werden einmalig die 3D-Modelle der Spielerhandelsschiffe zusammengesteckt - hiernach können sie im Karton Platz finden, wenn die Masten abgenommen werden. Ferner wird das Spiel soweit vorbereitet, dass alle Meereskarten gut gemischt und je 7 (+1 "Zielhafenkarte") an die Hafenstädte der Spieltafel angelegt werden. Die Waren Getreide, Fisch, Salz, Holz und Wein sowie die Piratenkapitänsfiguren und Goldmünzen (1er, 5er) kommen als Vorrat zur Seite, dito die beiden Würfel.
    Die Spieler erhalten zu ihrem Schiff noch jeweils 5 Gold als Startkapital und 1 Handelsbrief. Darüber hinaus für den späteren Einsatz 10 Siegpunktsteine, 4 hellblaue Mannschaftsfiguren und 4 Kanonen. Das Segel stecken sie am Mast auf Stufe 4 und eine Kanone gibt es zu Anfang geschenkt^^.

    Das <b>Spielerschiff</b> ist in drei Bereiche aufgeteilt. Am Bug werden maximal 2 Piratenkapitäne gefangen gehalten, im Laderaum bis zu 6 Waren aufgehoben und in der Kajüte am Heck haben bis zu 4 Mannschaftsmitglieder Platz sowie einer auf dem Ausguck.

    Die <b>Spieltafel</b> zeigt über den drei Hafenstädten je 9 Zielfelder mit Bedindungen, die erfüllt werden müssen, um hier je einen <b>Siegpunktstein</b> abstellen zu dürfen.
    Außerdem gibt es noch einen Siegpunktsteinplatz für die Mehrheit in jeder Hafenstadt sowie auf der rechten Leiste der Tafel noch Bonusplätze für den Einsatz aller 4 Mannschaftsfiguren und der Versorgung aller Zielhäfen.

    Die <b>Meereskarten</b> dienen dem eigentlichen Spielablauf und zeigen unterschiedliche Symbole, die zu Aktionen führen, wenn der Spieler sie nutzen möchte oder muss.
    Da gibt es die "<i>Handelshäfen</i>" für alle Warenprodukte zum An- und Verkauf in den Preisklassen 1 und 3 Goldmünzen (außer dem Wein, der immer zu 2 Goldmünzen gehandelt wird), die "<i>Ausrüstungshäfen</i>", für den Ankauf von Segeln, Kanonen oder Mannschaftsfiguren und die "<i>Händler</i>" gestatten den einmaligen Kauf oder Verkauf einer beliebigen Ware für 2 oder 3 Goldmünzen.
    Bei diesen drei Aktionskarten besteht für die Mitspieler die Chance, sie ebenfalls zu nutzen, wenn sie gar nicht am Zug sind, wenn das abgebildete "A" (für Aktionskarte) unterstrichen ist! Dafür geben sie einen Handelsbrief ab und führen die Aktion anschliessend ganz normal durch, nachdem der aktive Spieler diese abgeschlossen hat.

    An weiteren <b>Meereskarten</b> gibt es noch "<i>Schiffswrack durchsuchen</i>", welche immer 2 Goldmünzen einbringt und "<i>Zielhafen</i>", der es gestattet in der zugehörigen Hafenstadt eine der Bedingungen zu erfüllen, um die Siegpunksteine setzen zu können - aber immer nur einen pro Zug!
    Die letzte <b>Meereskarte</b> ist der "<i>Nebel</i>", der aufgedeckt den Spieler zwingt den <b>Ereigniswürfel</b> zu werfen. Zeigt der Würfel 1, 2 oder 3 Totenköpfe, greifen Piraten an und der Spieler muss nun den <b>Kampfwürfel</b> nutzen.
    Gelingt es mit diesem die Piraten zu besiegen, erhält er eine Piratenkapitänsfigur.
    Er darf so oft "kampfwürfeln"^^, wie er Kanonen auf seinem Schiff hat und der besagte Würfel sollte entsprechend oft eine Kanonenkugel (oder die Doppelkugel, wenn der Spieler eine Mannschaftsfigur beim Kanonier stehen hat) zeigen, ansonsten verliert der Spieler - allerdings bedeutet dies nur das sofortige Zugende.
    Alternativ kann der Würfel auch eine Goldmünze zeigen, welches bedeutet einen Schatz gefunden zu haben und eben genau 1 Goldmünze einbringt.


    <u>Ziel:</u>
    Als Erster alle 8-10 (je nach Spielerzahl) <b>Siegpunktsteine</b> eingesetzt zu haben!


    <u>Spielablauf:</u>
    In seinem Spielzug kontrolliert der Spieler immer zuerst seinen <b>Goldmünzenstand</b>, denn hat er keine Münzen, erhält er eine aus dem Topf für Arme :).

    Danach sucht er sich einen der drei Meereskartenstapel unter den Hafenstädten aus und zieht nach einander soviele Karten, wie sein <b>Segelstatus</b> am Schiff anzeigt (zu Anfang 4, ausbaufähig zu 5 und 6).
    Dabei muss er für jede gezogene Karte erst entscheiden, ob deren Aktion nutzen will oder muss (Nebelkarte).
    <b>2 Aktionen</b> darf er immer durchführen und dreht die genutzte Meereskarte dann um 45°, um deren Nutzung anzuzeigen - Nebelkarten zählen hier nicht als Aktion, da diese durchgeführt werden müssen, wohl aber zur Gesamtzahl der gezogenen Karten.

    Priorität hat hier am Anfang sicherlich das Ausrüsten des eigenen Schiffes und somit der Kauf von Segel, Kanonen und Mannschaft in den <b>Ausrüstungshäfen</b>.
    Hier beginnt schon die erste taktische Entscheidung, ob man lieber auf die Boni der Mannschaft setzt (der "<i>Kanonier</i>" ist hier besonders wertvoll, mit der Anschaffung von zusätzlichen Kanonen, da so durch mehrfache Wurfversuche die Chancen drastisch erhöht werden, die Piraten zu besiegen), um sich auf hoher See besser zu schlagen (weitere Vorteile sind da der "<i>Ausguck</i>", der erlaubt die oberste Meereskarte eines Stapels anzusehen und bei Nichtgefallen unter den Stapel zu schieben, oder der "<i>Buchhalter</i>", durch den bei jedem Verkauf eine Goldmünze pro Ware mehr verdient wird).

    Der Handel ist natürlich das A und O in diesem Spiel und so sollte man sich schnell merken, in welchen Stapeln die günstigen <b>Handelshäfen</b> stecken, um eben billig einkaufen und teuer verkaufen zu können.
    Geldprobleme entstehen so auch nie wirklich, so dass man sich bald auf das Erfüllen der Aufträge in den <b>Zielhäfen</b> konzentrieren kann, um so rasch die eigenen Siegpunktsteine los zu werden und die Bonussiegpunkte sowie Mehrheiten zu sichern.

    Wurde eine Zielhafenkarte gezogen und sind die aktuellen (immer das unterste(!), unbesetzte Feld des jeweiligen Hafens) Voraussetzungen erfüllt, gibt der Spieler die Waren, das Gold und/oder den gefangenen Piraten ab und setzt einen Siegpunktstein auf das entsprechende Feld.

    Hat er soviele Karten gezogen, wie er durfte oder musste vorher aufhören (Piratenüberfall), mischt er den genutzten Stapel komplett durch und legt ihn verdeckt wieder an seinen Platz. So ist gewährleistet, dass jeder Spieler bei Wahl desselben Meereskartenstapels eine andere Reihenfolge"chance" beim Ziehen der Karten hat.

    Es folgt im Uhrzeigersinn der nächste Spieler.
    Das Spiel endet, sobald ein Spieler alle nötigen Siegpunktsteine setzen konnte - dieser Spieler gewinnt.


    <u>Fazit:</u>
    Klaus Teuber hat wieder ein schönes Spiel erschaffen. Es ist leicht zugänglich, hat kurzweilige Rundenabläufe und motiviert die Hamsterer und Händler gleichermaßen. Darüber hinaus sieht es hübsch aus und die Materialien sind trotz der Bastelei sehr wertig.
    Wer aber nun ein adäquates Pendant zu den berühmten Siedlern erwartet hat, wird enttäuscht, denn zu simpel ist der Spielablauf, zu einfach die möglichen Vorgehensweisen und zu vorhersehbar.
    Echte Probleme, die es dann taktisch zu lösen gäbe, kommen nicht vor und das Glücksmoment bei den Piratenkämpfen kann man mit etwas Geduld und Ausrüstung leicht aushebeln.
    Einzig das Wettrennen um die Vorherrschaft in den Zielhäfen bringt Spannung zu den Spielern, wem es wohl zuerst gelingen mag, die Mehrheit zu erlangen und sich dort abzusetzen und so den Bonussiegpunkt zu sichern.
    Ansonsten konkurrieren die Spieler nicht wirklich miteinander und jeder kann so vor sich hinspielen.
    Das Spielprinzip an sich funktioniert gut, Teuber halt^^, und das auch in jeder Besetzungsgröße und -runde, Spaß macht es auch für ein paar Spiele, aber ein Dauerbrenner wird es wohl leider nicht werden.
    Bleibt die Frage, ob es das sein muss oder ob ein Teuber nicht auch mal leichte Kost produzieren darf. Von uns aus, ja, aber die Erwartungshaltung war natürlich eine andere und Norderwind ist halt "nur" ein Leichtgewicht. Dafür dann aber auch gut als Familienspiel einsetzbar, das rundenweise Freude bereitet, ohne zu komplex zu werden.

    Pascals Wertung:
  • Dimension Pascal über Dimension
    Mehrdimensionales Kombinationsspiel für 1-4 Spieler ab 8 Jahren von Lauge Luchau.

    Die Spieler versuchen Aufgaben durch Setzen und Auflegen von Kugeln auf beschränktem Raum zu lösen.


    Spielablauf:
    Die Spieler erhalten Tableaus (mit kleinen Gummifüßchen, die für eine gewisse Höhe sorgen, damit die Kugeln auch gut aufliegen), auf denen sie ihre farbigen Kugeln (5x3 in weiß, schwarz, blau, grün und orange) am äusseren vorbereiteten Rand aufsetzen können. In der Mitte des Tableaus befinden sich 7 Löcher für den Aufbau der Kugeln. Ferner bekommen sie Punkte-Chips im Wert von 10 und eine Übersichtstafel mit Bilderklärungen der Aufgaben.
    Die restlichen Chips werden als Vorrat sortiert neben die Bonuschips gelegt und die Aufgabenkarten gut gemischt als Nachziehstapel vorbereitet, die Sanduhr wird mittig des Spielgeschehens aufgestellt.

    Jede der 6 zu spielenden Runden verläuft gleich. Die obersten 6 Aufgabenkarten werden gezogen und in der Tischmitte für alle gut sichtbar aufgedeckt.
    Die Sanduhr wird umgedreht und nun müssen alle Spieler gleichzeitig versuchen, die vorgegebenen Aufgaben mit ihren Kugeln zu realisieren. Dazu legen sie sie entsprechend auf ihrem Aktionsbereich in der Mitte des eigenen Tableaus ab.
    Ist die Sanduhr durchgelaufen, müssen alle aufhören und dürfen keine Kugeln mehr ein- oder umsetzen.
    Es folgt abschliessend immer eine Wertung, bei der jeder Spieler pro gesetzter Kugel erst einmal 1 Punkt erhält. Für jede nicht erfüllte Aufgabe müssen aber anschliessend 2 Punkte in Chipform abgegeben werden.

    [Es kann übrigens vorkommen, dass sich Aufgaben widersprechen und so eine oder mehrere nicht lösbar sind, dies muss man dann hinnehmen und die Punktechips am Rundenende opfern :)!]

    Bsp.:
    Vorgaben: es müssen 2 orange Kugeln platziert werden, schwarze und blaue Kugeln müssen sich berühren, grüne und weße Kugeln dürfen sich dagegen nicht berühren, es darf keine schwarze Kugel auf irgendeine andere Farbe gesetzt werden, es müssen mehr orange als schwarze Kugeln platziert werden und es sollen insgesamt 4 weiße und orange Kugeln genutzt werden.

    Auflösung: es werden 2 orange, 2 schwarze und 2 weiße Kugeln sowie eine grüne Kugel als Basis eingesetzt. Auf diese kommen eine weiße und zwei blaue Kugeln und zum Schluß noch eine orange Kugel ganz oben drauf.

    Somit wurde die Vorgabe von 2+4 orangen und weißen Kugeln erfüllt (die erste Vorgabe 2 orange Kugeln und die Zweite mit insgesamt 4 weißen UND orangen Kugeln, hier 3 Weiße + 1 Orange). Es sind auch mehr orange als schwarze Kugeln vertreten (3 zu 2) und bei richtiger Positionierung liegen sich die weißen Kugeln und die grüne Kugel zu unterst gegenüber und somit weit auseinander, die blauen Kugeln liegen auf den Schwarzen auf, womit sich diese brav berühren. Auch liegt keine schwarze Kugel auf einer Anderen.
    Es wären weniger Kugeln nötig gewesen, dies zu realisieren, aber es geht hier ja um Punktemaximierung :).

    Hierfür gäbe es 11 Punkte für die Kugeln, 0 Punkte Abzug, da alle Aufgaben erfüllt wurden und einen Bonuschip, da alle Farben benutzt wurden.

    Bonuschips gibt es immer, wenn ein Spieler alle Aufgaben gelöst hat! Und hier dann dafür, wenn er alle Farben benutzt hat und/oder weniger Kugeln platziert hat, als ein anderer Spieler.

    Die Bonuschips sind am Ende des Spiels wichtig, denn erst ab einer gewissen Anzahl gibt es auch wirklich Bonuspunkte für sie, ansonsten Mali (0 = -10 Punkte, 1 = -6, ... 5 = 1 Punkt, 6 = 3 Punkte, ... 12 = 36 Punkte).

    Am Rundenende kommen die 6 Aufgabenkarten aus dem Spiel, die Kugeln wieder in die Aussparungen des Tableaus, die Sanduhr wird evtl. vorbereitet und die nächste Runde beginnt mit dem Aufdecken von 6 neuen Aufgabenkarten.
    Nach der 6. abgehandelten Runde endet das Spiel und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

    Als Varianten bringt das Spiel noch die Möglichkeit des Solospiels mit sowie die Idee mit 8 Aufgabenkarten zu spielen, um die Runden noch kniffliger zu gestalten und/oder dem Aussortieren von Aufgabenkarten, die sich widersprechen.


    Fazit:
    Dimension ist ein tolles Puzzlespiel, das viel Umsicht und Durchsicht^^ erfordert. Da passen die Kugeln hier, aber dort wieder nicht, da sieht das Gebilde gut aus, nur um bei der Kontrolle aufzuzeigen, dass sich die innerst liegende Kugel doch mit der falschen Nachbarschaft einläßt :), usw. usf.! Es gilt vieles zu beachten und gegen zu checken, bevor man sich gemütlich zurücklehnt^^.
    Der Zeitdruck und das hämische Grinsen der Mitspieler tut seines noch dazu, dass wirklich viel Kurzweil vorherrscht und die Zeit somit wahrlich im Nu verfliegt.
    Es macht Spaß in jeder Rundengröße, da ja keine sogenannte "Downtime" aufkommt, wenn alle gleichzeitig spielen und die Wertungen gehen flink von der Hand. Zudem kommt es mit sehr wertigem Materail daher, so dass auch deswegen schon gern damit gespielt wird. Gerne wird man sich dann auch zu mehreren Runden zusammenfinden oder mal alleine üben.
    Hier liegt ein motivierendes Logikspiel für jedwede Spielerklientel vor!

    Pascals Wertung:
  • Talo Pascal über Talo
    Bau- und Kletterspiel für 2-4 Spieler ab 6 Jahren von Uta Krüger, Bernd Poloczek und Jens-Peter Schliemann.

    Die Spieler bauen auf demselben Feld mit Holzsteinen verschiedener Länge ihr Werk in die Höhe und müssen zugleich mit ihrer Figur treppenstufenartig hinaufklettern, um als Erste die 10.Ebene zu erreichen.


    Spielablauf:
    Das Bauplatzspielbrett kommt, flankiert von den beiden Vorratsbrettern, für alle gut erreichbar in die Tischmitte und die verschieden langen Holzsteine werden auf den Vorratsplätzen passend (1er-10er Längen) abgelegt. Die Messlatte und der Würfel werden griffbereit beiseite gelegt und die Spieler suchen sich jeder eine Spielfigur aus, welche sie auf einem der vier Startplätze aufstellen.

    Die Aufgabe ist für jeden Spieler - im Uhrzeigersinn abwechselnd - gleich, er würfelt (bis zu 3mal, falls ein Baustein nicht mehr vorhanden ist) mit dem 10-seitigen Würfel und nimmt sich, gemäß der Augenzahl einen oder mehrere Holzsteine zur Hand und verbaut diese.
    Wird z.B. eine 8 gewürfelt, kann der Spieler einen 8er-Baustein nehmen, genauso wie zwei 4er oder 5er und 3er einen 6er und 2er oder 7er und 1er. Je nach Spielfortschritt und Bausituation nimmt man das Passende(re).

    Beachtet werden muss dabei nur, dass man innerhalb des Rasters der Baufläche bleibt, erst ab Ebene 2 darf ein Baustein darüber hinausragen. Ebenfalls müssen die Bausteine am Rasterfeld (horizontal/senkrecht) ausgerichtet sein und dabei im Gleichgewicht (falls mehrere Bausteine verbaut werden, darf einer als Gegengewicht dienen) bleiben. Im Falle eines Zusammenbruchs des Konstrukts, verliert der Auslöser sofort das Spiel.

    Das Ziel seine Figur auf die 10. Ebene zu bringen, erreicht der Spieler dadurch, dass er "Treppen" anlegt und/oder die Konstrukte der Mitspieler mitbenutzt. Das Versetzen der eigenen Figur kann vor, nach und auch während des Bauens (wenn mehrere Holzsteine genutzt werden) geschehen, die einzige Regel dabei ist, dass die Figur immer nur einen Höhenunterschied auf einmal nehmen darf, dies aber nach oben wie nach unten. Somit müssen die Steine eben treppenartig angelegt werden, damit immer eine Ebene nach der anderen bestiegen werden kann, niemals 2 oder mehr auf einmal!
    Auf der aktuellen Ebene kann die Figur so weit ziehen, wie es der Platz erlaubt - also kein Hindernis im Weg liegt.
    Andere Figuren dürfen nicht übersprungen werden und können auch nicht verdrängt/geschlagen werden (wäre aber eine nette Variante^^).

    Ein Zug beinhaltet also das Würfeln, das Anlegen von Holz(bau)steinen und das eventuelle Bewegen der eigenen Figur. Danach folgt der nächste Spieler.

    Das Spiel endet, sobald ein Spieler so die 10. Ebene erreicht hat!


    Fazit:
    Talo ist ein verzwickt gutes Bauspiel, das sich dadurch von anderen abhebt, dass die Spieler schlussendlich am selben Konstrukt arbeiten (können), um ihr Ziel zu erreichen. Die Vorgabe immer dem Würfel entsprechend Bausteingrössen nehmen zu müssen und diese dann zum Teil weit im voraus planend hinlegen muss (eine 9er-Länge in der 2. Runde ist schon sehr hinderlich *G*), um später darüber mal an Höhe zu gewinnen, hat etwas für sich.
    Der Glücksanteil durch das Würfeln kann einem da natürlich schon manchmal einen Strich durch die Rechnung machen, andererseits fordert das Spiel den Akteur so auch heraus, immer wieder umzudenken und neu zu planen. Gerade für den Wiederholungsfalle kommt so auch ein Motivationsschub zustande, da jedes Spiel zwangsläufig komplett anders verläuft.
    Die ganz Kleinen dürfen auch einfach mal frei drauf losbauen, ansonsten ist das Spiel eigentlich rundenbesetzungs-universell einsetz- und spielbar *G*, kurzweilig, leicht zu verstehen und vom Material her sehr wertig mit den schweren Holzsteinen.

    Pascals Wertung:
  • Xalapa Pascal über Xalapa
    Logikpuzzler für 1-6 aufmerksame Spieler ab 8 Jahren von. Lauge Luchau.

    Ein Wettstreit unter Schamanen soll zu Tage tragen, welcher der Beste im Dorf ist, um die aufkommende Dürre abzuwehren. Dazu werden von einem mystischen Orakel verschiedene Aufgaben gestellt, die es zu meistern gilt.


    [u][b]Spielablauf:[/b][/u]
    Der Spielplan kommt in die Tischmitte, die Orakel- und Positionskarten werden sortiert und gut gemischt, die Sanduhr wird bereitgestellt und das Tagesplättchen kommt auf das erste Tagesfeld. Die Spieler erhalten jeweils ein Spielertableau, 8 Orakelsteine, 5 Missgunstplättchen und einen Schamanenstein zur Punkteanzeige auf der entsprechenden Leiste.

    Das Spiel geht über 7 Runden (Tage, an denen eben herausgefunden werden soll, wer der beste Schamane ist^^) und in jeder Runde gilt es bestimmte Vorgaben (durch ausgelegte Karten) per Setzen der Orakelsteine auf dem eigenen Tableau, zu erfüllen.
    Das Spielertableau zeigt dabei schachbrettartig auf fast allen Feldern Symbole und quer über die Fläche hinweg drei farbig geschwungene Linien (blau, gelb, rot).
    Das Ziel, die bis zu 7 Vorgaben am Tag richtig zu erfüllen und das mit so wenig Steinen wie möglich, ist somit immer genau zu schauen und zu suchen, wo der geeignetste Platz für einen Orakelstein ist.

    [b]Bsp.[/b]
    [u]Vorgaben:[/u] Die Steine sollen so angeordnet sein, dass drei von ihnen ein Dreieck bilden würden, würde man sie mit Linien verbinden. Zudem musss mindestens 1 Stein auf einem Feld mit einem Kaktus-Symbol liegen, 2 Steine sollen je auf einem Feld liegen, das von der roten Linie berührt wird, ein Stein muss in einem Eckviertel des Tableaus liegen und 2 Steine sollen noch je auf einem Feld mit einem Gecko platziert werden.

    Das heisst also, es sollte bei der Feldsuche^^ immer geschaut werden, ob nicht schon eine oder mehrere Bedingungen mit dem Platzieren von nur einem Stein erfüllt werden.
    Zum Beispiel durchkreuzt die rote Linie hier bestimmt irgendwo ein Feld, auf dem ein Gecko abgebildet ist und vielleicht ist dieses auch gleich in einem Eckviertel des Feldes, usw.

    Ist ein Spieler der Meinung, er habe alles geschafft, ruft er dies laut aus und dreht die Sanduhr um. Die Mitspieler haben nun noch soviel Zeit, um ihrerseits alle Vorgaben "richtig" zu platzieren, bis die Uhr abgelaufen ist.

    Die Wertung am Ende jeder Runde ist da nämlich unerbitterlich^^ und zeigt auf, welche Fehler im Detail steck(t)en, bei Feldern bzw. Bedingungen von denen man 100% sicher war, sie erfüllt zu haben *G*.
    Spielerweise wird nämlich genau geprüft, ob die jeweiligen Felder richtig besetzt wurden. Für jede Bedingung, die nicht korrekt erfüllt wurde (vllt. nur einen statt der zwei verlangten Steine platziert? Ist vllt. auch ein drittes Feld von der roten Linie betroffen, obwohl es nur 2 sein sollten? etc.^^), muss der Spieler ein Missgunstplättchen auf das zugehörige Tagesfeld ablegen, am Ende der Überprüfung werden diese zusammengezählt (je 3 Punkte) und die Anzahl der verwendeten Orakelsteine hinzuaddiert. Die Summe wird dann auf der Punkteleiste mit dem Schamanenstein vorgezogen - je mehr "Punkte", desto schlechter, denn es sind MISSGUNSTpunkte :)!

    [b]Bsp.:[/b] 5 Steine gesetzt, 3x Fehler begangen = 5 + (3x3) = 14 Missgunstpunkte!

    Das Spiel verläuft genau so weiter, bis das 7. Tagesfeld erreicht wurde und nach dessen Erledigung, endet das Spiel. Es gewinnt der Spieler mit den WENIGSTEN Punkte :)!

    Das Spiel bringt auch noch ein paar Varianten mit, so läßt sich z.B. der Schwierigkeitsgrad um 5 Stufen erhöhen oder durch Vorhersagen der Spielablauf noch spannender gestalten.


    [u][b]Fazit:[/b][/u]
    Das Spiel ist ganz schön gemein! Jedesmal, wenn man denkt, man hat wirklich alles bedacht, kommt irgendwo ein Fetzen eines Farbstreifens daher, der vorher bestimmt noch nicht da war^^. Oder es war absolut eindeutig, dass die Vorgabe nur von einem Stein in der Ecke sprach und nicht wie bei der Wertung auf einmal von Zweien *G*.

    Ob das nun am Zeitdruck liegt, oder den vielen verwirrenden Symbolen, die von dreisten Farbverläufen durchwoben werden und man gleichzeitig versucht, alle Bedingungen zu bedenken, während die Augen wild hin und her schielen. Ich denke da eher an eine hinterhältige Verschwörung von schamanischen Heinzelmännchen, die ganz bestimmt die Karten auf dem Spielbrett austauschen, während man auf sein Tableau starrt^^.

    Es ist schon ein vertracktes Logik-Puzzle, das da Runde für Runde gelöst werden will. Aber es macht dabei auch verdammt viel Spaß :) - das ist ja noch das Perfide am Spiel^^!
    Die 7 Runden sind recht schnell gespielt und danach schreit die Masse i.d.R. eigentlich gleich nach mehr! Die Spielmechanik ist simpel, aber hochkompliziert im Ablauf (der Augenkoordination^^), die Runden kurzweilig, aber zu schnell vorbei, die Optik und Haptik der Materialien absolut wertig, aber irritierend. Rundum also ein tolles Spiel für schräge Vögel^^ und alle, die ihre grauen Zellen gefordert wissen wollen.
    Für Vielspieler, Gelegenheitsspieler, Solisten, 6er-Gruppen und Familien gleichermaßen zu empfehlen, wird hier jeder bald erkennen, eine Perle entdeckt zu haben. Uluru, Ubongo und alle anderen müssen sich warm anziehen, hier kommt ein feister Brocken angeflogen und strebt nach deren Thron :).

    Pascals Wertung:
  • Der Schatz von Castellina Pascal über Der Schatz von Castellina
    Ein wunderbares Tast- und Memory-Spiel für 2-4 Spieler ab 5 Jahren.

    Das Ziel des Spiels ist es als Erster alle "eigenen" Edelsteine aus der Schatzkammer des Schloss' herauszuholen.

    Zuvor wird das Schloss aufgebaut. Dazu wird die Schatzraumbodenfläche auf den Innenkarton gelegt und die Vorderseite des Schlossgemäuers hierauf gesteckt. Die Seitenmauer angelegt mit einstecken und schliesslich den magischen Höhlenschlosseingang halbrund "falten" und im Eingangsbereich einhängen.
    Das ganze ist schliesslich wesentlich stabiler, als es sich gerade anhört^^ und die Pappteile sind auch sehr wertig in der Dicke und überhaupt schön gestaltet.

    Die verschieden farbigen (gelb, grün, rot, blau, weiss) Holzklötzchen, in grosser und kleiner Quader-Form sowie ein Rad, werden zufällig in die Schatzkammer geschüttet und ein bisschen verteilt - im vorderen "Eingriff"bereich (am Boden ist ein Gitter gezeichnet) sollten keine "Edelsteine" liegen, da diese zum einen im Weg wären und zum anderen, an die Seite gedrückt, übergangen werden könnten.

    Die Spieler suchen sich eine Farbe aus und erhalten dazu passend einen Schatzkistenmarker (eine geöffnete Schatzkiste, die auf Rasen steht).
    Ist alles vorbereitet dürfen sich nun alle Mitspieler gemeisam die Schatzkammer für 10 Sekunden anschauen und versuchen sich zu merken, wo ihre Edelsteine (zu ihrer Farbe gehörig) liegen. Dazu merkt man sich am besten, was so in der Nähe eigener Steinchen liegt :) ...z.B. liegt ein eigener grosser Holzklotz linksräumig direkt neben mehreren anderen kreisförmigen Holzsteinchen, usw.!

    Der jüngste Spieler beginnt. Das Schloss wird mit der Vorderseite zu ihm gedreht, so dass der "Eingriff" direkt vor ihm ist - es sollten alle so (hoch) sitzen, dass sie nicht durch den "Eingriff" hindurchsehen können.
    Nun steckt er eine Hand hindurch und versucht einen seiner Edelsteine zu ergreifen. Dazu darf er tasten und fühlen und auch ein bisschen herumwuscheln, wenn es denn hilft^^. Die anderen Spieler können in die Schatzkammer einsehen, dürfen aber keine Tipps geben (die Vorgabe kann man per Hausregel ja aufweichen^^) - aber durch die Beobachtung sehen, ob sich was an der Position ihrer Steine etwas ändert, bis sie selbst dran sind.
    Es darf immer nur ein Stein herausgezogen werden. Ist dies tatsächlich ein eigener, wird er auf der Schatztruhe abgelegt und der Spieler darf es gleich nochmal versuchen - solange, bis er einmal keinen "Richtigen" mehr erwischt, dann ist der nächste Spieler an der Reihe und das Schloss wird entsprechend gedreht.

    Erwischt man einen Edelstein in der Farbe eines Mitspielers, gibt man ihm diesen. Erwischt man einen weissen Edelstein, ist man einer Fälschung aufgesessen und muss diesen bei sich unter der Schatztruhe auf den Rasen legen! Sammelt man drei dieser falschen Edelsteine, scheidet man aus dem Spiel aus!
    Sollte eine Farbe gezogen werden, die gar nicht "mitspielt", wird der Edelstein über die Zinnen der Burg wieder in die Schatzkammer "geworfen" und man darf nochmal einmal sein Memory-Glück^^ versuchen.

    So geht das Spiel reihum weiter, bis ein Spieler alle 10 Edelsteine seiner Farbe gesammelt hat oder im schlimmsten Fall, alle Spieler ausgeschieden sind.

    Das Spiel ist rundum gelungen und für Kids hervorragend geeignet. Auch die Grösseren machen da noch gerne mit, denn der Wettstreit im "Fühlen&Merken" spornt alle an. Auch für Eltern gut geeignet zum Mitspielen, denn es ist teils gar nicht so einfach, das vorher gemerkte "Schatzkammerbild" im Kopf vernünftig zu verarbeiten und "mit zu drehen", wenn man dran ist, so dass man immer noch in die richtige Richtung greift bei dem Versuch die eigenen Edelsteine von den anderen zu unterscheiden - da tun sich die Kinder oft leichter^^. Fies auch, wenn die runden Holzsteinchen sich wegbewegen, wenn ein Mitspieler gegen sie stösst oder auch beim Drehen des Schlosses, wenn sie auf "Kante stehen" und durch die Kammer rollen *G*.
    Das Material ist toll und sehr schön gestaltet und die thematische Atmosphäre wird gut transportiert. Das Spiel ist auch prädestiniert für diverse Varianten und Hausregeln, so dass da so schnell keine Langeweile aufkommt. Durchaus als Familienspiel für viele Runden zu empfehlen!

    Pascals Wertung:
  • TOP TRUMPS - Der Hobbit Smaugs Einöde Pascal über TOP TRUMPS - Der Hobbit Smaugs Einöde
    Der Hobbit kehrt mit seinen Zwergenkameraden nicht nur auf der großen Leinwand wieder, sondern auch im Kartenspiel^^. Das neue Quartett von Top Trumps hat die Charaktere des Films zum Thema und setzt dies thematisch sehr schön um!

    Die Karten repräsentieren so ziemlich alle Charaktere (Bilbo Beutlin, Gandalf, Fimbul, Thorin Eichenschild, Noril, Beorn, Azog, u.v.a.) des Epos in atmosphärisch ausgeschnittenen Nahaufnahmen, nebst Namen, Attributen und einem Info-Text, der so manches Wissenswertes für die Fans aufweisen kann.

    So werden die Hintergrundinformationen zu Wargen oder den Elben aus dem Düsterwald erklärt, oder die Motivation Thorin Eichenschilds für diese abenteuerliche Reise.

    Als Spielattribute gibt es hier: Größe, Stärke, Mut, Magie und Bedrohlichkeit. Die Werte passen gut zu den Charakteren und unterstützen das Flair der Filme thematisch gut.

    Bei einem Quartett kommt es darauf an, 4 Karten einer Gruppe zu sammeln, um am Ende die meisten Gruppierungen zu haben, aber die Top Trump - Editionen gehen gleich ans Eingemachte und lassen die Spieler mit den Werten ein Stichspiel spielen. Wer möchte kann sich aber Gruppierungen ausdenken bzw. solche festlegen und klassisch spielen, beides gelingt gut und kurzweilig - wobei das Wertespiel etwas länger dauern kann, da die Charaktere allesamt recht ausgewogen sind.
    Für Fans und Neugierige durchaus empfehlenswert.

    Pascals Wertung:
  • Groovy Pips Pascal über Groovy Pips
    Schnelles Würfelspiel für 2-6 Spieler ab 8 Jahren von Lukas Zach und Michael Palm.

    Die Spieler müssen per Würfelwurf Kartenvorgaben erfüllen und die so gewonnenen Karten sammeln, um am Ende hoffentlich die meisten Punkte eingefahren zu haben.


    Spielablauf:
    Jeder Spieler erhält einen Satz Karten in seiner Wunschfarbe, die Würfel werden bereitgelegt.

    Von seinen Karten sucht sich jeder Spieler zum Spielstart eine aus, die dann verdeckt abgelegt wird. Sind alle bereit, werden die Karten gemeinsam aufgedeckt.
    Auf diese Karten hat nun jeder Spieler Zugriff.

    Das Ziel ist es in seinem Zug mit dreimaligen Würfelwurf die Vorgabe einer ausliegenden oder einer Hand-Karte zu erfüllen. Die Karten geben dabei Drillinge zu den Zahlen 1-6, eine Straße, ein Full-House, einen Vierling und einen Fünfling wider.
    Die Würfel können innert der drei erlaubten Würfe beliebig beiseite gelegt und/oder getauscht werden. Spätestens nach dem dritten Wurf zählt aber das Ergebnis.
    Gelang es dem aktiven Spieler einer Karte zu entsprechen, nimmt er diese an sich bzw. legt er diese aus - diese Karte zählt am Ende Siegpunkte gemäß ihrem Aufdruck (oben und unten zwischen den Würfel-Symbolen für die Vorgabe).

    Bsp.: es liegen von Mitspielern eine 3er-Drillingskarte sowie 2 Fünflinge-Karten aus, der Spieler hat noch alle Karten, ausser der 2er-Drillingskarte, auf der Hand und würfelt mit 3 Würfen 3, 3, 3, 1, 5 ...damit kann er sich die ausliegende 3er-Drillingskarte nehmen und den Zug beenden. Die eigene 3er-Drillingskarte behält er auf der Hand, gibt sie ihm doch die Chance nochmals auf die "3" zu setzen in einem späteren Zug, so denn die Würfel es so wollen^^.

    Es folgt der nächste Spieler im Uhrzeigersinn.
    Sollten einmal keine Karten mehr ausliegen, müssen wieder alle Spieler eine Karte nach Wahl auslegen. Dasselbe gilt für einen Spieler, wenn er in seinem Zug keine Karte erwürfeln konnte, nun muss er "zur Strafe" eine Handkarte offen auslegen, die nun alle ergattern könnten - hierzu wählt man vorzugsweise eine vermeintlich schwere Karte (gerne werden zuerst die Fünflings-Karten abgegeben).

    Das Spiel endet, sobald ein Spieler seine letzte Handkarte gewinnen konnte oder ablegen musste. Die Runde wird zu Ende gespielt und hiernach die Punkte der gewonnenen Karten gezählt. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt.


    Fazit:
    Groovy Pips ist ein feines, kleines und schnelles Glücksspiel basierend auf bekannten Mechanismen. Es macht trotz der Nähe zu Kniffel bzw. Yahtzee und anderen Klonen, viel Spaß, weil durch die Möglichkeit Karten von Mitspielern zu ergattern die Schadenfreude und auch der Anreiz nochmal so groß ist :)! So gewinnt am Ende selten der glücklichste Würfler, sondern meist der glücklichere Sammler *G*. Ein kleines Maß an Taktik kann man auch hineindichten, wenn es darum geht, welche Karte ausgelegt wird und in welcher Folge man versucht Karten zu erwürfeln. Material und Optik sind ok. Für flinke Runden zwischendurch sehr gut zu haben, empfiehlt sich das Spiel an Familien und Gelegenheitsspieler allemal.

    Pascals Wertung:
    • Edgar A., Dagmar S. und 5 weitere mögen das.
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    • Pascal V.
      Pascal V.: Hm, die beiden genannten Spiele hab ich bisher nur gesehen und nicht gespielt. Die Mechanik hier ist sicherlich keine Innovation, aber es... weiterlesen
      24.03.2014-21:12:36
    • Timo A.
      Timo A.: Bei Pescado kann man Plättchen des Gegners erwürfeln, die er in der vorherigen Runde erwurfelt hat. Aber vielleicht sollte man einfach mal... weiterlesen
      24.03.2014-21:25:31
  • Carolus Magnus Pascal über Carolus Magnus
    Ein Strategiebrocken für 2-4 Spieler ab 12 Jahren von Leo Colovini.

    Die Spieler bemühen sich durch geschicktes Vorgehen Provinzen und Regionen mit ihren Burgen zu besetzen, um am Ende die Vorherrschaft des gesamten Gebiets zu erlangen.

    Nach einem etwas fummeligen Aufbau des großen Materialsortiments, geht es eigentlich recht zügig in die Spielrunden. Das Prinzip ist einfach erklärt und gespielt, aber ohne bedachtes Vorgehen kann man die erhofften Provinzen und Regionen leicht in die Hände der Gegner spielen.

    Das Ziel ist es durch Einsetzen von "Soldaten" (farbige Holzwürfelchen) die Mehrheiten der verschiedenen Adelsfamilien zu beeinflussen. Diese sitzen nämlich in den verschiedenen Provinzen und beanspruchen diese. Die Spieler wollen ihnen diese jedoch abluchsen, indem sie dort jeweils eigene Burgen einsetzen.
    Um dies nun zu bewerkstelligen, setzen die Spieler am Burghof (kl. Spielertableaus an die die farbigen Holzwürfelchen angelegt werden können) entsprechend "Soldaten" in den Farben der Adelsfamilien ein, um dahingehend auf die Mehrheiten einzuwirken, dass die Provinzen leichter zu erobern sind. Eine Eroberung findet statt, wenn die in der Provinz ausliegende Farbe in Mehrheit dem aktiven Spieler gehört, wenn er dort die Spielfigur des Königs platziert und eine eigene Burg platziert.
    Dies kann noch zum Vorteil des Spielers verändert werden, wenn Soldaten, anstatt an den Burghof in Provinzen gestellt werden.

    Bei Rundenbeginn wählt jeder einen seiner 5 Zahlenchips (1-5) verdeckt aus, um die Reihenfolge festzulegen, in der gezogen werden darf. Dabei gilt, die niedrigste Zahl beginnt.
    Der so ermittelte Startspieler kann nun X Soldaten einsetzen (je nach Spielerzahl) und so die Mehrheitsverhältnisse beeinflussen. Anschliessend bewegt er die Königsfigur um bis zu soviele Felder (Provinzen, Regionen) voran, wie sein Zahlenchip angab. Besitzt der Spieler auf dem anvisierten Feld die Mehrheit, kann er nun - sofern nicht schon vorhanden - eine Burg einsetzen und damit diese Provinz für sich beanspruchen. Liegen so mehrere Provinzen desselben Spielers nebeneinander, werden diese zu einer Region zusammengeführt (die Landschaftsplättchen werden aneinandergelegt und ergeben so ein größeres Gebiet mit mehr Soldaten und Burgen und somit auch schwerer von Gegnern übernehmbar).
    Abschliessend wird mit den drei Farbwürfeln gewürfelt, um zu ermitteln, welche "Soldaten" als Nachschub vom Vorrat wieder in die Reserve kommen.

    So wird reihum immer weitergespielt, bis entweder ein Spieler alle seine Burgen platzieren konnte oder insgesamt nur noch 4 oder weniger Regionen/Provinzen verbleiben.

    CM ist einfach toll, da mit einem relativ simplen Spielprinzip soviel gemacht werden kann. Die Mechanik einmal verinnerlicht sitzen die Spieler durchgehend alles um sich herum scharf beobachtend am Tisch und grübeln um die Wette, wie die Mehrheiten zu ihren Gunsten zu verschieben sein könnten. Das Material ist dabei zweckmäßig hübsch^^.
    CM hält sich bei uns schon lange Zeit und findet immer wieder den Weg zum Spieltisch :)!

    Pascals Wertung:
  • Captain Jacks Gold Pascal über Captain Jacks Gold
    Seeräuberisches Glücksspiel für 2-4 Spieler ab 8 Jahren von Christian Fiore und Knut Happel.

    Die Spieler versuchen als Piraten möglichst zügig Münzen einzuheimsen, indem sie bestimmte Kartenkombinationen sammeln und abgeben. Wer zuerst X Münzen (je nach Spielerzahl) zusammen hat, gewinnt.

    Nach einer schnellen Vorbereitung stürzen sich die Piraten in spe auch schon ins Abenteuer und müssen fortan rundenweise entscheiden, welche Karte sie ziehen wollen, um ihr Schiff für Kaperfahrten auszurüsten. Da gibt es die leichten Karten ("Küste"), die für Ausrüstungen, wie mehr Segel und Kanonen sorgen, die moderaten Karten ("Schiffspassage"), bei denen der Handel im Vordergrund steht, so dass Waren an Bord genommen werden können und die schweren Karten ("Hohe See"), bei denen es in erster Linie gilt, andere Schiffe zu kapern.
    Gemäß den ausliegenden Kaper"briefen" (-karten) müssen die Spieler, um Münzen zu verdienen, bestimmte Schiffe angreifen oder Warenkombinationen sammeln. Haben sie dies geschafft, fahren sie zum Hafen (auf die Insel) und geben dort die gesammelten Karten ab und erhalten die zugehörige Belohnung.

    Zu Anfang sollte man also sein Schiff (Spielertableau) erstmal gut ausrüsten, um dann auf hoher See richtig Beute zu machen.
    Spielt man gleich mit den Varianten, gilt es hier noch Sonderkarten und -aktionen zu beachten und abzuhandeln. Da gibt es Seeungeheuer zu bekämpfen, Stürme zu überstehen, Sandbänke zu umschiffen, uvm.!

    Gewonnen hat, wer als Erster die vorgegebene Zahl an Münzen verdient hat.


    CJG ist ein hübsches, schnelles Spiel, bei dem sich eigentlich jeder gleich wohlfühlt. Es ist zwar glückslastig, durch das Kartenziehen, aber auch sehr abwechslungsreich durch die vielen Geschehnisse auf hoher See. Ein wenig Taktik kommt auch hinzu, wenn es um die Entscheidungen geht, womit am schnellsten Münzen verdient sind und nicht zuletzt deswegen lohnen sich auch mehrere Runden des Spielens. Erwähnenswert sind die maßgeblichen Münzen, denn hier wurden der Spieleschatzkiste richtig schwere, wertige Spielmünzen beigelegt, die herrlich scheppern und klimpern auf dem Tisch, arr arr arr!

    Pascals Wertung:
  • Le Fantome del´Opera Pascal über Le Fantome del´Opera
    Ein sehr hübsches Deduktionsspiel für 2 Spieler ab 9 Jahren.

    In dieser Version^^ des "Phantoms der Oper" gilt es nach "Mr. Jack"-Manier dem unheimlichen Treiben in der Oper auf die Schliche zu kommen, bevor der Gaststar, die Diva "La Charlotta" vollends ihr Nervenkostüm wegwirft und nach Mailand abreist - was einem Ausfall des viel gepriesenen Auftritts gleich käme und eine Blamage für die französische Polizei, ja das ganze Land, wäre!
    So treten also 2 Spieler gegeneinander an - einer als Phantom, der andere als Inspektor - und versuchen die Diva zu vertreiben bzw. den Auftritt zu retten!

    Die beiden beteiligten Spieler entscheiden sich also für eine Rolle und bereiten das Spiel vor.
    Hierzu wird das Spielbrett, welches das schöne Opernhaus, mit 10 beleuchteten Räumen und (Geheim-)Gängen, darstellt in die Tischmitte gelegt mit Ausrichtung zum Inspektor.
    Die Rundenkarte wird mit der "Inspektor"-Seite neben das Spielbrett gelegt, genauso wie die 11 gut gemischten Alibi- und 8 Charakterkarten je als verdeckte Stapel.

    Die 8 Charaktersteine (runde Holzmarker, beidseitig beklebt: verdächtig/unverdächtig) werden zufällig auf die Räumlichkeiten der Oper verteilt (1 pro Raum, nur die beiden mittleren Räume bleiben zu Anfang immer frei) - mit der "nicht verdächtig"-Seite nach oben.
    Der Marker "Stromausfall" (im Raum ist es immer dunkel) wird in den selben Raum gelegt, in dem sich der graue Charakterstein ("Joseph Buquet") befindet und der Marker "Vorhängeschloss" (nur Mme Giry kann hier durchgehen) kommt zwischen die beiden Räume im Uhrzeigersinn gesehen des blauen Charaktersteins ("Madame Giry").

    Der Marker der Diva kommt auf eines der 7 hellen Felder der Schreckenleiste. So kann eingestellt werden, wie schwierig bzw. leicht das Spiel für den oder die Spieler ablaufen soll.
    Wenn z.B. der Inspektor-Spieler schon erfahrener ist, als der Phantom-Spieler, sollte der Marker innert dieser Felder weiter nach rechts gesetzt werden.

    Erreicht der Diva-Marker das letzte rechte Feld, war der Terror zuviel für sie und sie reist nach Mailand ab!

    Der Spieler der Phantom-Rolle zieht sich noch eine Alibi-Karte (darunter die 8 Charaktere und 3 Phantomkarten), um festzulegen, welcher der Charaktere das Phantom ist und legt diese Karte auf seiner Seite dezent^^ unter das Spielbrett!
    Sollte er dabei eine Phantomkarte ziehen, mischt er diese wieder ein und zieht erneut.

    Das Spiel verläuft über mehrere Runden und beginnt beim Inspektor (Rundenkarte = Inspektor-Seite).
    Dabei ist der Ablauf immer gleich: die Spieler ziehen 4 Charakterkarten und legen sie offen aus. Dann wählt der aktive (erste) Spieler eine davon aus und bewegt die Figur in Oper umher und nutzt eventuell deren spezielle Fähigkeit. Danach kommt der gegnerische Spieler an die Reihe und wählt zwei der noch ausliegenden Charaktere und bewegt sie ebenfalls. Abschliessend ist wieder der erste Spieler dran und wählt die letzte Karte.

    Das Bewegen ist recht simpel. Jeder Charakterstein^^ darf sich um soviele Räume bewegen, wie sich Charaktere in seinem "Start"raum gerade befinden. Bsp.: Madame Giry, Meg Giry und Joseph Buquet stehen allesamt im selben Raum; Madame Giry soll bewegt werden; sie darf sich bis zu 3 Räume weit bewegen!
    Zu beachten ist hierbei, dass alle Charaktere sich nur über die normalen Gänge/Treppen von Raum zu Raum bewegen dürfen, nur Meg Giry (die Tochter der Hausmeisterin ist im Opernhaus aufgewachsen und kennt jeden Winkel^^) darf auch die (rosafarbenen) Geheimgänge nutzen!

    Die Charaktere haben zudem alle unterschiedliche Eigenschaften, die es geschickt zu nutzen gilt. Manche davon MÜSSEN ausgeführt werden, manche sind optional, in jedem Fall werden sie immer bei der Bewegung ausgeführt!
    Bsp.:
    - "Joseph Buquet" muss den "Stromausfall"-Marker nach seiner Bewegung in einen anderen Raum (nach Wahl) legen.
    - "Christine Daae" kann nach ihrer Bewegung alle Charaktere aus umliegenden Räumen zu sich in den Raum locken.
    - "M. Richard" kann sich normal bewegen oder den Platz mit einem belieb igen anderen Charakter tauschen

    Wurden die 4 aktuellen Charaktere bewegt und evtl. Aktionen ausgeführt, wird überprüft, ob sich das Phantom gezeigt hat.
    Dazu muss der Phantom-Spieler bekanntgeben, ob er sich zeigen konnte, oder nicht!

    Das Phantom kann sich "zeigen" (nicht wirklich, aber es gibt dies vor, damit der Inspektor Ausschlussverfahren nutzen kann^^), wenn seine korrespondierende Figur alleine in einem beleuchteten Raum steht oder in einem verdunkeltem Raum mit egal wievielen anderen Personen.
    Steht das Phantom mit mindestens einem anderen Charakter in einem beleuchtetem Raum, muss es sich bedeckt halten!
    Hiernach kann der Inspektor all die Charaktersteine auf die "nicht verdächtig" - Seite drehen, die durch diese Bedingungen ihre Unschuld bewiesen haben^^.

    Bsp.:
    - Das Phantom kann sich nicht zeigen, da es sich mit einer anderen Person in einem beleuchteten Raum befindet. Somit kann der Inspektor ausschliessen, dass diese Personen, die alleine in einem beleuchteten oder allein oder zu mehreren in dem verdunkelten Raum (es gibt immer nur einen, da nur ein Stromausfall-Marker vorhanden ist^^) stehen, das Phantom sein könnten.
    Unter Umständen sind so auf einen Schlag 50% der Verdächtigen ausgeschlossen.

    - Das Phantom sagt, es kann sich zeigen, somit weiss der Inspektor, dass alle Personen, die sich zu mehreren in einem beleuchteten Raum befinden unschuldig sein müssen.

    In jedem Fall kommt nun zum Rundenende die Schreckenswertung für die arme Diva^^.
    Entsprechend der Anzahl der noch verdächtigen Charaktere wird die Diva auf der Schreckensleiste vorgezogen Richtung Abreise! Sie bewegt sich ein Feld zusätzlich, wenn sich das Phantom zeigen konnte!
    (Es gibt ausserdem eine Charakterkarte, welche die Diva - in der Bewegungsphase - ebenfalls um ein Feld weiterziehen läßt, wenn statt einer Alibi- eine Phantomkarte gezogen wird^^.)

    Das Spiel wird nun so weitergeführt, bis entweder nur noch eine verdächtige Person übrig bleibt und somit der Inspektor gewinnt oder die Diva das Abreisefeld erreicht hat und das Phantom sich hämisch freuen kann.

    L.F.d.l.O.^^ ist ein sehr feines Detektivspiel, mit schöner Gestaltung und so passender Atmosphäre. Man fühlt sich richtig hineingezogen in das Ambiente dieser Geschichte.
    Spielerisch überzeugt es durch die ausgewogene (weil auch bekannte) und flüssige Spielmechanik und der kurzen Spieldauer. Einmal bekannt, sollte eine Partie maximal 30min. dauern und somit eignet sich das Spiel durchaus für mehrere Runden am Stück. Kurzweil und Motivation hierfür bietet es allemal.
    Sicherlich keine Innovation und kein Schwergewicht, aber im Genre eine der besseren Versionen! Empfehlenswert.

    Pascals Wertung:
  • Risiko - Der Herr der Ringe Pascal über Risiko - Der Herr der Ringe
    Der Strategie-Klassiker nun in einer nicht weniger klassischen Herr der Ringe - Edition für 2-4 Spieler ab 10 Jahren.

    In dieser Version spielt man nach den klassischen Regeln nur eben auf dem tolkienischen Plan oder nach den HdR-Regeln und schlägt sich dabei auf die gute oder böse Seite und versucht die Macht an sich zu reissen. Indem die Spieler möglichst viele Gebiete auf ihre Seite ziehen (erobern), wenden sie das Schicksal Mittelerdes.

    Im Kern des klassischen Risikos erhalten die Spieler zufällig eine bestimmte Anzahl an Ländern und vorgegebene Armeen. Per Würfel wird entschieden, ob ein Angreifer (aktiver Spieler) ein benachbartes Lande erobert oder nicht. Wer alle Gegner besiegt und somit alle Länder erobert, gewinnt.

    Die Herr der Ringe - Edition geht da nun gemäß des Epos' um einiges weiter.
    Zunächst gibt es nur 2 Fraktionen: das Gute und das Böse - beide gibt es in je 2 Farben als komplette Sets und die Einheiten rekrutieren sich aus Elben-Schützen, Reiter von Rohan und Adler bzw. Orks, Schwarze Reiter und Höhlentrolle. Bei 3 Spielern, übernimmt ein Spieler beide gute Armeen.

    Als weitere Neuerungen kommen hinzu:

    - es gilt genügend Punkte zu sammeln, durch Gebiets- und Regionseroberungen, Bestehen von Abenteuer(karten) und gehaltene Festungen, bevor die Gefährten Mittelerde verlassen.

    - Gebiete, die durch Berge oder Flüsse (ohne Brücke) getrennt sind, sind nicht benachbart, da die diese Übergänge unüberwindbar sind.

    - einige Gebiete haben besondere Funktionen: "Festungen" erhöhen den höchsten Würfelwurf des Besitzers um 1, "Stätten der Macht" erlauben das Ziehen einer Abenteuerkarte, wenn eine Armee hier einmarschiert, "Der Weg der Gefährten" beendet das Spiel, wenn die Gefährten - von Auenland startend und durch den einen Ring symbolisiert (Pappmarker)^^ - den Schicksalsberg erreichen, nachdem sie nach den meisten vollendeten Spielzügen immer ein Feld weiter vorrückten.

    - es gibt eine zusätzliche Einheit pro Armee: das Schild, dies steht für den jeweiligen Heerführer. Sie bringen in Schlachten einen Bonus (+1 auf den höchsten Wurf) mit und können Abenteuerkarten ziehen bzw. ausspielen.

    - es gibt zwei unterschiedliche Kartenarten: "Gebietskarten" und "Abenteuerkarten".
    Die Gebietskarten ähneln dem Original und die Abenteuerkarten sind in "Missionskarten" (Aufträge bestimmte Stätten der Macht zu erobern), "Ereigniskarten" (positive oder negative Einflussnahme auf das aktuelle (eigene) Geschehen) und "Machtkarten" (Verschiebung der Machtverhältnisse) unterteilt.

    Bei der Vorbereitung für 4 Spieler erhalten die guten und bösen Spieler je die Hälfte der entsprechenden Gebietskarten zufällig ausgeteilt und besetzen diese mit ihren Einheiten. Bei 3 Spielern erhält ein Spieler alle 16 Karten der guten Seite und die beiden anderen Spieler je 8 der bösen Seite. Bei 2 Spieler erhält jeder alle 16 der entsprechenden Fraktion. Hiernach werden alle Karten zusammengemischt und dienen als Nachziehstapel.
    Danach werden abwechselnd die restlichen Gebiete nach Wahl besetzt.
    Die Heerführer werden nach dem Setzen der ersten Verstärkungsrunde ins Spiel gebracht und auf ein beliebiges, eigenes Gebiet gestellt - beide aber nie auf dasselbe!
    Jeder Spieler erhält verdeckt eine Gebietskarte sowie vier Abenteuerkarten.

    Der Spielablauf verläuft dann für jeden Spieler immer gleich:
    Erhalten und Platzieren von Verstärkungseinheiten bei Zugbeginn, Kämpfe ausführen (optional), Gebiete hiernach verstärken (optional), Gebietskarte ziehen (wenn mind. ein Kampf erfolgreich zu einer Eroberung führte), Abenteuerkarte ziehen (wenn ein Heerführer in ein neu erobertes Gebiet mit einer "Stätte der Macht" gezogen wurde), einen Heerführer platzieren (wenn noch keiner auf dem Spielbrett steht) und die Gefährten bewegen (immer!!! Der Ringmarker wird entlang seines Weges von jedem Spieler nach Zugende um ein Feld vorbewegt).

    Die Verstärkungen, also das Erhalten neuer Einheiten in jeder Runde, setzt sich aus verschiedenen Abhängigkeiten zusammen. Zu Beginn erhalten alle Gebiete mit einer Festung schon mal eine Einheit, danach werden klassisch die Gebiete gezählt und durch drei geteilt, die Summe ergibt die Anzahl weiterer Einheiten, die beliebig verteilt werden können. Zudem kann es noch Boni geben für die Kontrolle ganzer Regionen und für das Eintauschen von Gebietskarten-Sets (wie im Original: drei gleiche oder drei unterschiedliche Symbole (auf den Karten)).

    Soweit die Änderungen und Ergänzungen, der Spielablauf verläuft ansonsten klassisch.

    Will der Spieler einen Angriff durchführen, benennt er das Ziel- und Ausgangsgebiet des Kampfes. Er nimmt sich die 1-3 (je nachdem mit wievielen Einheiten er angreift) roten Angriffswürfel und der Verteidiger die schwarzen Verteidigungswürfel (1 oder 2, je nachdem wieviele Einheiten er zur Verfügung hat).
    Nun wird abwechselnd gewürfelt und die Ergebnisse gegenübergestellt. Dabei gewinnt immer die jeweils höhere Augenzahl, bei Gleichstand allerdings immer der verteidigende Spieler.

    Bsp.: der Angreifer wirft 3 Würfel (er greift mit 4 Einheiten an, 1 muss immer ausgenommen werden, da ein Planet immer mit 1 Einheit besetzt bleiben muss!) mit dem Ergebnis 5, 3, 2 und der Verteidiger mit 1 Würfel (er hat nur 1 Einheit auf dem Zielplaneten) eine 5. Damit gewinnt der Verteidiger diese Würfelrunde und der angreifende Spieler muss eine seiner Einheiten vom Ausgangsplaneten entfernen.
    Will er weiterhin angreifen, darf er nun nur noch mit 2 Würfeln agieren.
    Er entscheidet sich dafür und wirft 6, 4. Dem Verteidiger gelingt nur der Wurf einer 2, somit muss er seine Einheit vom Planeten entfernen und der Aggressor hat den Planeten erobert. Er darf nun 1 oder 2 der verbleibenden Einheiten auf dieses neue Gebiet versetzen [3 Einheiten sind zwar noch bei seinem Ausgangsplaneten vorhanden, aber 1 muss ja, zwecks Besetzung, zurückbleiben!].

    Beachten: wenn eine Festung und/oder ein Heerführer anwesend ist/sind, ändern sich die Ergebnisse des höchsten Würfelwurfs (s.o.)!

    Nun kann sich der aktive Spieler entscheiden weiterhin zu kämpfen und dies mit anderen Gebieten fortzuführen oder den Zug zu beenden.
    Möchte er nicht weiterkämpfen, kann er nun noch Einheiten zwischen benachbarten oder durch Fluglinien verbundenen eigenen Gebieten verschieben, um so eine andere Ausgangsposition für seinen nächsten Zug zu erreichen oder eine bestimmte Region abzusichern.
    Im Falle eines erfolgreichen Eroberns von mindestens einem fraktionsfremden Gebiet, darf er noch eine Karte vom Gebietskartenstapel ziehen (immer nur 1)!

    Während eines Spielzuges kann es sein, dass eine Mission erfüllt wird, wenn z.B. ein Heerführer ein Gebiet mit einer "Stätte der Macht" betritt. Die Karte wird dann offengelegt und die Belohnung sofort eingenommen.
    Machtkarten helfen während der eigenen Kampfphase oder bei denen der Mitspieler.
    Die Spieler dürfen soviele Abenteuerkarten ausspielen, wie sie wollen/können, solange noch keine neue Karte gezogen wurde. Das Handkartenlimit liegt bei 4.

    Die Gefährten werden ja am Ende jeden Zuges den (gestrichelten) Weg entlang weitergezogen, erreichen sie jedoch ein Gebiet mit einem Würfel, geht es für sie erst weiter, wenn der aktive Spieler für sie mindestens eine 3 gewürfelt hat, ansonsten verharren sie dort, bis zum Zugende des nächsten Spielers.

    Das Spiel verläuft so rundenweise weiter, bis die Gefährten ihr Ziel, den Schicksalsber, erreicht haben. Wird hier nun eine höhere Augenzahl als 3 gewürfelt, wurde der eine Ring zerstört, das Spiel endet und der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt. Wird niedriger geworfen, geht das Spiel nochmal weiter.

    Die Punkte berechnen sich nach der Anzahl der besetzten Gebiete (je 1 Punkt), der eigenen Festungen (je 2 Punkte), Punkte entsprechend der ausgespielten Abenteuerkarten und Zusatzpunkte für die Kontrolle über ganze Regionen.

    Hinweis: Erobert ein Spieler alle Gebiete von Mittelerde, bevor die Gefährten die Todessümpfe verlassen, gewinnt er das Spiel sofort!

    Varianten: 2 Spieler, Standard, Allianz, Team (inkl. "den Ring finden").


    Fazit:
    Hier liegt eine Risiko-Version vor, die nicht nur einfach eine bekannte Lizenz aufgedrückt bekam, sondern diese wunderbar ins Spielgeschehen einflechtet.
    Die HdR - Atmosphäre ist im ganzen Spiel zu spüren und das Spielprinzip an sich eignet sich hervorragend für dieses Universum.
    Für Risiko wie auch HdR - Fans ein absolutes Muß, kommt das Spiel ausserdem auch in einer schönen Aufmachung daher. Der Spielplan und die Spielkarten weisen die typischen Symbole, Schriften und viele Skizzen aus der Trilogie auf.

    Allerdings muss man schon gute Kenntnisse der tolkienischen Geographie haben, um alle Gebiete immer gleich zu finden :), die schöne elbisch-angehauchte Schrift ist nicht immer leicht zu lesen und die Orientierung fällt auf dem großen, längsseitig ausgerichtetem Spielplan ab und an mal schwer. Da gehört schon eine gewisse Geduld zum Platzieren und Wiederfinden der Einheiten bzw. Gebiete dazu^^.

    Der bekannte Spielmechanismus des taktisch klugen Setzens und Versetzens von Einheiten gepaart mit Fortunas bösem Blick^^ bei den allgegenwärtigen Würfelentscheidungen wurde hier gut thematisch umgesetzt. Die zusätzlichen Aktionsmöglichkeiten durch die Ereignisse, Missionen und Abenteuer geben dem Spieler mehr Möglichkeiten an die Hand und Abwechslung ins Spiel.

    Eindeutiger Kaufbefehl für alle Interessierten!

    Pascals Wertung:
  • Cluedo Sherlock Holmes Pascal über Cluedo Sherlock Holmes
    Das berühmte Detektiv-Spiel gibt es nun in einer speziellen "Sherlock Holmes"-Edition, nach der erfolgreichen TV-Serie um den berühmten Detektiv, welche aber in unserer Zeit spielt, für 2-6 Spieler ab 8 Jahren.

    Der Spielablauf bleibt dabei klassisch, ein Mord ist geschehen und zwar am Gentleman-Verbrecher Jom Moriarty höchstpersönlich und die Spieler müssen herausfinden, wer der Täter und welches die Mordwaffe war und wo der Mord geschah. Wem dies zuerst gelingt, gewinnt das Spiel.


    Basis-Spielablauf:
    Das Spielbrett wird hierfür in die Tischmitte gelegt, die Spielfiguren kommen alle auf ihre Startplätze und die Tatwaffen werden zufällig auf die Örtlichkeiten verteilt.
    Von den 21 Spielkarten (6 Verdächtige, 6 Tatwaffen, 9 Orte) werden je eine pro Kategorie zufällig verdeckt gezogen und in die Fallakte gesteckt, ohne dass jemand die Karten erkennen kann. Die restlichen Karten werden gut gemischt und verdeckt an die Spieler verteilt.

    Die Spieler suchen sich jeder eine Spielfigur (-Farbe) aus und erhalten ein Blatt vom Detektiv-Block.
    Auf diesem können sie sogleich ihre Handkarten vermerken, da diese ja nun nicht in der Fallakte stecken können und somit nicht am Mord beteiligt sind. Im Laufe des Spiels werden hier weitere Hinweise vermerkt, indem betreffende Personen, Waffen und Orte ausgestrichen oder vorgemerkt werden^^.

    Der aktive Spieler nimmt die Würfel und zieht anschliessend dem Wurf entsprechend seine Spielfigur. Das Ziel ist dabei immer eine Örtlichkeit, denn nur dort kann ein Spieler einen Verdacht äußern, in dem er eine Person benennt und deren Spielfigur zur selben Örtlichkeit zieht, wie auch die vermutete Waffe.
    So hat er dann Ort, Person und Waffe zusammen, benennt diese noch einmal laut und offiziell und läßt sich nun von seinen Mitspielern im Uhrzeigersinn aufklären, inwiefern er Recht hat.

    Die Mitspieler müssen dem aktiven Verdachtsäusserer^^ nun heimlich eine Karte zeigen - auch wenn sie mehrere der Benannten hätten, immer nur eine! -, so dass sie kein anderer Spieler sehen kann. Der Spieler am Zug notiert sich dies auf seinem Notizzettel und beendet damit seinen Zug.
    Sollte der direkte Nachbar keine Karte auf der Hand haben, die den Verdächtigungen entspricht, kommt der nächste Spieler an die Reihe, um etwas aufzuzeigen, kann dieser das auch nicht, geht es so weiter.

    Konnte kein Mitspieler den Verdacht widerlegen, kann der aktive Spieler nun Anklage erheben und in der Fallakte nachsehen, ob er richtig liegt. Wenn dem so ist, zeigt er die dort einliegenden Karten allen Mitspielern und gewinnt. Sollte er falsch liegen, muss er schweigen und scheidet aus dem Spiel.
    Was aber, wenn ihm keiner eine Karte zum Widerlegen des Verdachts zeigen konnte und er nicht in die Fallakte schauen will? Hm, sollte er selbst geblufft haben, um einen bestimmten Teil auszuschliessen? :)

    So verläuft das Spiel immer weiter, bis schliesslich einem klar ist, wer der Mörder war, welche Waffe er oder sie eingesetzt hat und wo die Tat stattfand.


    Editions-Spielablauf/-änderungen:
    Die "Sherlock Holmes"-Edition nun bietet hier nicht die klassischen Räumlichkeiten der altherrschaftlichen Villa, sondern bekannte Plätze des Seriengeschehens in London, alle jeweils mit einem Foto präsentiert: Irenes Wohnung, 221B Baker Street, Baskerville, The Tower of London, Das Schwimmbad, Battersea Power Station, Dartmoor, Das Labor und Mrs. Hudsons Küche^^.

    Als Spiel-Charaktere erscheinen hier als Ermittler und Verdächtige zugleich: Detective Inspector Lestrade, Mrs. Hudson, Irene Adler, John Watson, Sherlock Holmes und Mycroft Holmes.

    Der eigentliche Spielablauf verhält sich sonst wie im Original!


    Diese Edition ist hübsch anzuschauen und bemüht sich erfolgreich Fans zu überzeugen. Atmosphärisch fühlt man sich so auch gleich wie in einer TV-Folge.
    Die nötigen Änderungen sind nahtlos gelungen und passen sich schön in das Spielprinzip ein.
    Die Rundenabläufe sind eingängig und kurzweilig mit dezenten Längen je nach Würfelglück, zwecks Erreichen der Tatorte - wobei mancher auch schon geschickten Gebrauch von den Geheimgängen machte^^.
    Im Kern bleibt Cluedo jedoch Cluedo und ob es nun eine spezielle Edition braucht oder das Original reicht, entscheiden die Fans des Spiels der Serie.
    Das Spiel selbst gehört zu den besten Deduktionsspielen und wer noch ein "Sherlock Holmes"-Spielegeschenk sucht, ist hier sicherlich gut bedient.

    Pascals Wertung:
  • Charon Inc. (engl.) Pascal über Charon Inc. (engl.)
    Ein Taktikspiel für 2-5 Spieler ab 13 Jahren von Emanuele Ornella und Fred Binkitani.

    Die Spieler vertreten Großunternehmen, die nicht mehr die Rohstoffe der Erde plündern, sondern unlängst darüber hinaus im All nach Planeten und Monden Ausschau halten.
    Fündig geworden sind sie schliesslich auf Charon, dem größten Mond des Zwergplaneten Pluto und nun beginnt der Wettstreit um die lukrativsten Schürfgebiete dort.


    Zur Vorbereitung des Spiels wird das Spielbrett aufgebaut, die Spielerfähnchen zusammengesteckt und 5 davon auf die Aktionsfelder gestellt, eines auf die Zugreihenfolgeleiste und eines vor den jeweiligen Spieler, zwecks Zugehörigkeitserkennung^^. Die Karten (die #12er-Karten vorher heraussortieren und zusammen mit zwei später zufällig gezogenen Karten als Ablagestapel vorbereiten!) wollen gut gemischt und als Nachziehstapel abgelegt sein und die Edelsteine werden sortiert als Vorrat bereitgelegt.

    Zu Beginn des Spiels zieht jeder Spieler drei Karten, in den späteren Runden nur noch je zwei.
    Von den Edelsteinen kommen noch bei jedem Rundenbeginn je nach Spielerzahl pro Farbe je 3-5 in den Leinenbeutel und aus diesem wird dann so je ein Edelstein zufällig gezogen und auf ein Gebiet auf den Plan gelegt, bis der Spielerzahl entsprechend 14-20 davon ausliegen - das gesamte Gebiet ist für 3-5 Spieler entsprechend passend aufgeteilt. Die noch fehlenden und farblich passenden Edelsteine in einigen Gebieten (es können dort immer je 1-3 ausliegen) werden aus dem allgemeinen Vorrat genommen und hinzugefügt.

    Das Ziel ist es nun durch taktisches Platzieren eigener Fähnchen auf den Gebieten möglichst viele (und die richtigen) Erze zu sammeln, um mit diesen Gebäude bauen zu können, die wiederum Punkte einbringen.

    Dazu suchen die Spieler bei Rundenbeginn jeder heimlich eine ihrer Hand(gebäude)karten aus und legen sie verdeckt ab, um sie dann alle gemeinsam umzudrehen. Dies sind die Gebäude, die in dieser Runde als Auslage dienen und jeder Spieler kann ein Beliebiges hiervon bauen.

    Anschliessend folgt im Uhrzeigersinn, beginnend beim (anfänglich zufällig bestimmten) Startspieler, abwechselnd das Setzen der Fähnchen - immer nur eins auf einmal.
    Diese werden von den Aktionsfelder genommen und zu einem Wunschgebiet gesetzt. Dies hat den Sinn, dass jeder gut überlegen muss, welches Fähnchen er/sie nimmt, da die Aktionsfelder nur genutzt werden können, wenn man selbst der Spieler mit dem letzten (2-3 Spieler) oder der Besitzer eines der beiden letzten (4-5 Spieler) Fähnchen dort ist.

    Die Gebiete sind durch Stra0en unterteilt und auf diesen wiederum sind Positionspunkte aufgebracht, auf welche die Fähnchen gestellt werden können. Durch die Überkreuzungen der Straßen kann ein Fähnchen somit auf eine Ecke gestellt werden und zählt für vier Gebiete. Steht ein Fähnchen direkt auf einer Straße zählt es für die beiden angrenzenden Gebiete und als dritte Stellmöglichkeit kann das Fähnchen direkt in der Gebiet platziert werden.
    Und so rechnet sich auch die Wertigkeit (ähnlich der Zahlenplatzierung beim Roulette^^), sollten mehrere Spieler das selbe Gebiet beanspruchen, überwiegt die simple Mehrheit eines Spielers.
    Bei einem Gleichstand aber, wird kontrolliert, wer seine Position am meisten eingegrenzt hat, also statt vier Gebieten durch einen Eckpunkt (Kreuzung), nur auf 2 Gebiete setzte oder gar nur auf eines.
    Bsp.: Haben zwei Spieler je 2 Fähnchen an einem Gebiet stehen, aber einer von ihnen nur durch zwei Eckpunkte und der anderen durch einen Eckpunkt und eine Straße, gewinnt Zweiterer, weil er "näher" dran ist.

    Der Vorteil ist klar, wer auf Eckpunkte setzt, kann auf mehreren Hochzeiten tanzen, verliert aber evtl. Entscheidungskämpfe. Wer sich "spezialisiert" erhält am Ende zwar etwas sicherer, aber vllt. weniger als möglich.

    Während des Gebieteabsteckens kann schon die erste Aktionsmöglichkeit genutzt werden, so denn verfügbar: "Industriespionage", sie erlaubt das nachträgliche Versetzen eines Fähnchens!

    Haben alle Spieler ihre 4 erlaubten Fähnchen platziert, folgt das Fördern der Edelsteine. Dazu wird pro Gebiet kontrolliert, wer die Mehrheit bzw. bessere Position besitzt und diesem Spieler die zugehörigen Edelsteine gegeben.
    Sind alle Gebiete abgehandelt folgen noch die 2 nächsten Aktionsfelder "Fund eines seltenen Minerals" und "Technischer Fortschritt".
    Wer hier mit seinem fünften und letztem Fähnchen stehend das Recht auf Nutzung hat, kann sich bei der ersten Aktion einen (von sechs) Joker-Edelsteinen nehmen, der beim Bauen dann für eine beliebige Farbe eingesetzt werden kann.
    Die zweite Aktion erlaubt das Durchsuchen und beliebige Nehmen einer Gebäudekarte des Ablagestapels oder der offenen Auslage - die Anzahl der Handkarten ist nicht begrenzt.

    Wurde dies abgehandelt wird als Nächstes die Zugreihenfolge (neu) bestimmt, der Spieler mit den meisten Edelsteine in seinem (aktuellen) Besitz erhält Platz 1, die Mitspieler folgen entsprechend.

    Hiernach folgt das Ausspielen der Gebäudekarten. Die Spieler können soviele Karten aus ihrer Hand ausspielen und diese somit bauen, wie sie möchten bzw. können und EINE aus der Auslage.
    Die Gebäudekarten geben vor, welche und wieviele Edelsteine zum Bau nötig sind - jeder Spieler darf dabei jeden Gebäudetypen nur einmal bauen.
    Während dieser Phase darf die Aktion "Synchrotron" genutzt werden, welche es erlaubt eine beliebige Anzahl gleicher Edelsteine gegen entsprechend viele Edelsteine einer anderen Farbe zu tauschen.
    Generell ist das Tauschen 3:1 erlaubt (drei beliebige gegen einen beliebigen Edelstein)!

    Zum Rundenende wird alles für die nächste Runde zurückgesetzt und die letzte Aktionsmöglichkeit tritt in Kraft: "Untertagelager". Dieses Lager erlaubt dem Besetzer^^ das Mitnehmen von bis zu 6 Edelsteinen in die nächste Runde - erlaubt sind regulär nur 2!
    Übrige Gebäudekarten der Auslage werden aus dem Spiel genommen, die Spieler setzen all ihre Fähnchen wieder auf die Aktionsfelder, nicht erbeutete Edelsteine verbleiben in ihren Gebieten.

    Das Spiel endet nach der vierten Runde und die Punkte auf den ausgelegten Gebäudekarten zählt jeder Spieler für sich zusammen und es gewinnt der Spieler mit der höchsten Gesamtpunktzahl.


    Charon ist ein feines Taktikspiel mit zweckmäßiger Schönheit^^ und hohem Wiederspielreiz. Es funktioniert in jeder Besetzungsgröße und erlaubt das pure Planen ohne störende Glückselemente.
    Die Rundenabläufe sind schnell eingängig und es herrscht durchgehend Kurzweil, da selbst lästige Extremgrübler rasch zum Zuge kommen (können^^).
    Es taugt aufgrund seiner an sich simplen Abläufe auch als Familienspiel, wird aber insgesamt eher die puren Taktiker ansprechen.
    Ein Kleinod, wie sich beim Testen herausstellte, welches offenbar von der Masse (noch) übersehen wurde.

    Pascals Wertung:
  • Keyflower Pascal über Keyflower
    Ein Taktik-Aufbauspiel mit Optimierungswahn für 2-6 Spieler ab 12 Jahren von Sebastian Bleasdale und Richard Breese.

    In diesem optisch an eine Mischung aus Carcassonne und Siedler erinnerndem Taktikbrocken können die Spieler in guten 2 Stunden durch vielerlei Varianz Punkte gutmachen, indem sie geschickt bieten, vorausplanen und ein florierendes Dorf aufbauen.

    Der aufwendige Spielaufbau beinhaltet diverses Sortieren von sehr vielen Markern (Holzklötzchenfiguren, -rohstoffe und Werkzeuge) und Landschaftsplättchen (in 4 Jahreszeiten, Startdörfer, Rundenanzeiger, Schiffe,...) und die Spieler dürfen sich hinter gefalteten und zusammengesteckten Sichtschirmen verstecken^^.

    Generell haben die Spieler im Ablauf immer zwei Möglichkeiten ihre rundenweise zugeteilten Arbeiterfiguren einzusetzen. Entweder wird auf ein Landschaftplättchen geboten oder es wird eines genutzt.
    Das Bieten bietet^^ sich an, um sein eigenes Dorf auszubauen und die Möglichkeit, die das Gebäude bzw. die Landschaft anbietet^^ dauerhaft zu nutzen, indem es eben vom Spieler bei sich angelegt wird.

    Dafür muss er Arbeiter an das Plättchen stellen (und zwar an "seine" Seite; die Seite des Sechsecks die ihm zugewandt ist, daher werden auch alle Landschaftsplättchen immer gleich ausgerichtet ausgelegt, wenn sie neu ins Spiel kommen - bei Vollbesetzung sollten die 6 Spieler da genau drauf achten^^!) und hoffen, dass er nicht überboten wird.
    Um einen Spieler an einem Plättchen zu überbieten muss man mindestens einen Arbeiter mehr dort hinstellen (an die eigene "Seite"^^!), aber die Arbeiter müssen(!) derselben Farbe entsprechen, wie der/die zuerst dort abgestellten Arbeiterfiguren.
    Maximal 6 Arbeiter dürfen dabei insgesamt pro Plättchen und Runde dort abgestellt werden, also im Idealfall: 1 + 2 + 3 oder wenn man ein Plättchen unbedingt sicher haben will und die Arbeiter in der Farbe besitzt, stellt man gleich als Erster drei Arbeiter dorthin, denn zum Überbieten müsste der nächste Spieler vier Arbeiter abkommandieren und das ergäbe eine Summe von 7, welches nicht erlaubt ist!

    Am Jahresende (also dem Rundenende), darf sich der Höchstbietende das Landschaftsplättchen nehmen und an sein Dorf anlegen und zwar so, dass die Wege sich ergänzen. Alle postierten Arbeiter - auch die von unterlegenen Mitspieler, die ihre Figuren nicht mehr wegbewegt haben - werden in den allgemeinen Vorrat(sbeutel) gelegt! Alle nicht erworbenen Plättchen kommen aus dem Spiel.

    Um ein Plättchen benutzen zu können, stellt man seine,n Arbeiter AUF das Plättchen (auch wieder dezent seitlich in die eigene Richtung blickend^^). Dies kann man bei den neuen, noch zu erwerbenden Plättchen in der Mitte machen, aber genauso bei den eigenen im Dorf natürlich und bei denen der Mitspieler.
    Am Rundenende erhält man dann die Rohstoffe oder Dienstleistung und nimmt die Arbeiter im eigenen Dorf wieder zu sich, in der Mitte werden sie mit entsorgt, falls das Plättchen niemand erworben hat und bei Mitspielern gehen die Arbeiter danach in deren Besitz über.

    Dieser Spielablauf wiederholt sich im Groben bis zur vierten und letzten Jahreszeit und nach dem Winter folgt dann auch die große Abrechnung.
    Gebäude bzw. Landschaftsplättchen bringen festgeschriebene Punkte ein und so manches noch zusätzliche Punkte durch bestimmte Kombinationen vorhandener Rohstoffe, Arbeiter, etc.!
    Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt schliesslich.


    Keyflower ist um einiges komplexer, als die obige Kurzzusammenfassung wahrscheinlich wiedergibt, denn soviele taktische Vorgehensweisen und Möglichkeiten bieten sich an.
    Das Spiel benötigt denn auch mindestes eine Probepartie, damit sich die Abläufe allen erschliessen. Auch das Studium der vielen Gebäude und Landschaften im Vorfeld empfiehlt sich, um besser planen zu können. Dann aber macht das Spiel durchweg Spaß und das auch über mehrere Spielrunden, da es immer wieder was Neues zu erproben gilt. Als Familienspiel geht es schwerlich durch, aber sitzt einmal das Spielprinzip ist es auch kein reines Strategenspiel, es liegt irgendwo dazwischen und wer anfängliche Geduld mitbringt, wird auch bald warm werden mit dem Spiel :)!
    Allen Vielspielern sei es aber auf jeden Fall direkt empfohlen.

    Pascals Wertung:
    • Andreas H. und Pascal V. mögen das.
    • Einloggen zum mitmachen!
    • Pascal V.
      Pascal V.: f. Fotos s.: http://www.heimspiele.info/HP/?p=4761
      10.03.2014-00:07:43
    • Pascal V.
      Pascal V.: Korrektur:

      "Maximal 6 Arbeiter dürfen dabei insgesamt pro Plättchen und Runde dort abgestellt werden, also im Idealfall: 1 2 3 oder wenn... weiterlesen
      12.03.2014-20:57:44
  • Risiko - StarCraft Pascal über Risiko - StarCraft
    Der Strategie-Klassiker nun in einer Starcraft - Edition für 2-6 Spieler ab 10 Jahren.

    Mit dieser Version werden gleich vier Modi geboten, um das Risiko-Erlebnis im Starcraft-Universum vollends zu ergründen^^.
    Dabei geht es nicht nur um die All-Eroberung^^, um zu gewinnen, sondern auch um Vorgaben, z.B. eine bestimmte Anzahl Erfolge zu erreichen.

    Im Kern des klassischen Risikos erhalten die Spieler zufällig eine bestimmte Anzahl an Ländern (hier Planeten^^) und vorgegebene Armeen (Soldaten). Per Würfel wird entschieden, ob ein Angreifer (aktiver Spieler) ein benachbartes Lande (Planeten) erobert oder nicht. Wer alle Gegner besiegt und somit alle Länder (Planeten) erobert, gewinnt.

    Die Starcraft - Edition geht da nun weiter.
    Zunächst gibt es hier drei Fraktionen: die Protoss, die Zerg und die Menschen. Allen gemein ist dabei der schiere Überlebenswille.

    Je nach Spielerzahl werden diese Fraktionen entsprechend aufgeteilt.
    Bei 3 Teilnehmern übernimmt jeder Spieler eine Rasse. Bei 4 Spieler sind die Menschen zweimal vertreten, bei 5 Spielern ebenso die Protoss, bei 6 Spielern sind wieder alle je zweimal vertreten.

    Die Spieler erhalten nach Vorgabe der zu spielenden Variante (Grundausbildung, Kommandozentrale, Totale Eroberung, Teamspiel) entsprechend viele Starteinheiten, sowie eine Basis (die es zu halten gilt!) und eine Heldenfigur.

    Die Helden dienen zur Verstärkung von platzierten Einheiten, wenn sie sich das selbe Gebiet teilen - sind aber keine eigenständige Einheiten, sie müssen mit anderen regulären Einheiten gemeinsam bewegt werden.
    Ein Held erhöht den höchsten Wurf beim Angriff sowie der Verteidigung um 1 und kann somit durchaus eine Kampfentscheidung herbeiführen.

    Als weitere Neuerung kommen zu den Einheitenfiguren und Basen noch die Mineralienfelder. Auf 15 Gebieten wird je ein Kristall platziert, welcher dann bei der Bestimmung des Nachschubs (Einheitenzahl, die der Spieler bei Zugbeginn immer erhält) für je "+1" dazuzählt.

    Die Fraktionskarten dieser Edition werden nach den drei Rassen sortiert und getrennt gemischt und als verdeckte Nachziehstapel bereitgelegt.
    Ähnlich dem Original, erhält ein Spieler eine ihm zugehörige Fraktionskarte, wenn er mindestens ein Gebiet in seinem Zug erobert hat.
    Die Fraktionskarten sind alle gleich aufgebaut: Name, Anzahl der Verstärkungssterne, Name und Beschreibung der Fähigkeit, Anweisungen für die Fähigkeit und eine Gebietsangabe (wichtig für den Aufbau der Grundvarianten).

    Ein Spieler kann in seinem Zug beliebig viele Fraktionskarten ausspielen, er muss aber (für jede) entscheiden, ob er sie als Set für Verstärkungen nutzen möchte (z.B. bringen 4 Verstärkungssterne 7 extra Einheiten - hierzu gibt es eine Übersichtstabelle) oder die spezielle Fähigkeit (z.B. bei Defensiv-Fähigkeiten den Angreifer zu einer bestimmten Einheitenzahl für den Kampf zu zwingen^^).

    Als weitere Ergänzung dienen bei Risiko Starcraft die Erfolge. Dies sind silberne und goldene Pappmarker mit verschiedenen Vorgaben, die es zu erfüllen gilt.
    Bsp.: "Kontrolliere alle 12 Gebiete auf dem Planeten CHAR", "Kontrolliere mindestens 8 Mineralienfelder", "Übernimm mindestens 10 Gebiete, die Du zu Beginn des Zuges noch nicht kontrolliert hast" oder "Kontrolliere 2 feindliche Basen".

    Und dafür gibt es dann silberne und goldene Belohnungen: "Zusätzliches Manöver", "Garantierte Karte", "Angriffswürfel", "2 Einheiten", u.a.

    Soweit die Änderungen und Ergänzungen, der Spielablauf verläuft ansonsten klassisch.

    Der aktive Spieler zählt immer die Anzahl seiner besetzten Gebiete auf den Planeten sowie evtl. Boni durch Planeten und Mineralienfelder, teilt dies durch 3 und erhält die abgerundete Zahl als Einheiten für seinen Zug (mindestens jedoch immer 3), hier werden dann noch evtl. Einheiten durch Verstärkungssets addiert.

    Diese Verstärkung verteilt er nun auf seine Planeten, entsprechend seiner geplanten Vorgehensweise.
    Danach kann er einen Angriff ausführen oder passen und das Spiel weitergeben.

    Will er einen Angriff durchführen, benennt er das Ziel- und Ausgangsgebiet des Kampfes. Er nimmt sich die 1-3 (je nachdem mit wievielen Einheiten er angreift) roten Angriffswürfel und der Verteidiger die schwarzen Verteidigungswürfel (1 oder 2, je nachdem wieviele Einheiten er zur Verfügung hat).
    Nun wird abwechselnd gewürfelt und die Ergebnisse gegenübergestellt. Dabei gewinnt immer die jeweils höhere Augenzahl, bei Gleichstand allerdings immer der verteidigende Spieler.

    Bsp.: der Angreifer wirft 3 Würfel (er greift mit 4 Einheiten an, 1 muss immer ausgenommen werden, da ein Planet immer mit 1 Einheit besetzt bleiben muss!) mit dem Ergebnis 5, 3, 2 und der Verteidiger mit 1 Würfel (er hat nur 1 Einheit auf dem Zielplaneten) eine 5. Damit gewinnt der Verteidiger diese Würfelrunde und der angreifende Spieler muss eine seiner Einheiten vom Ausgangsplaneten entfernen.
    Will er weiterhin angreifen, darf er nun nur noch mit 2 Würfeln agieren.
    Er entscheidet sich dafür und wirft 6, 4. Dem Verteidiger gelingt nur der Wurf einer 2, somit muss er seine Einheit vom Planeten entfernen und der Aggressor hat den Planeten erobert. Er darf nun 1 oder 2 der verbleibenden Einheiten auf dieses neue Gebiet versetzen [3 Einheiten sind zwar noch bei seinem Ausgangsplaneten vorhanden, aber 1 muss ja, zwecks Besetzung, zurückbleiben!].

    Nun kann sich der aktive Spieler entscheiden weiterhin zu kämpfen und dies mit anderen Gebieten fortzuführen oder den Zug zu beenden.
    Möchte er nicht weiterkämpfen, kann er nun noch Einheiten zwischen benachbarten oder durch Fluglinien verbundenen eigenen Gebieten verschieben, um so eine andere Ausgangsposition für seinen nächsten Zug zu erreichen oder eine bestimmte Region abzusichern.
    Im Falle eines erfolgreichen Eroberns von mindestens einem fraktionsfremden Gebiet, darf er noch eine Karte seines Fraktionsstapels ziehen (immer nur 1, s.o.)!

    Das Spiel verläuft so rundenweise weiter, bis eine Fraktion ihr Ziel erreicht hat.


    Hier liegt eine Risiko-Version vor, die nicht nur einfach eine bekannte Lizenz aufgedrückt bekam, sondern diese wunderbar ins Spielgeschehen einflechtet.
    Die Starcraft - Atmosphäre ist im ganzen Spiel zu spüren und das Spielprinzip an sich eignet sich hervorragend für dieses Universum - wobei man schon die PC-Spielereihe und oder die Bücher/Comics kennen sollte.
    Für Risiko wie auch Starcraft -Fans ein absolutes Muß, kommt das Spiel ausserdem auch in einer schönen Aufmachung daher. Der Spielplan und die Fraktionskarten weisen die typischen Symbole und viele Skizzen aus den Spielen auf.
    Die zwar etwas fummeligen Einheiten ließen sich wohl nicht wesentlich größer gestalten - aufgrund der schieren Anzahl (über 330 Einheiten) und dem dann vorherrschenden Platzmangel in der Schachtel und auf dem Spielbrett - dafür aber ziemlich detailliert, womit der Wiedererkennungswert absolut gegeben ist.
    Auch der Rest ist passend zum Thema gehalten, wie die stabilen Pappmarker.
    Der bekannte Spielmechanismus des taktisch klugen Setzen und Versetzen von Einheiten gepaart mit Fortunas bösem Blick^^ bei den allgegenwärtigen Würfelentscheidungen wurde hier sehr gut erweitert. Die zusätzlichen Aktionsmöglichkeiten geben dem Spieler mehr Möglichkeiten an die Hand.
    Das Einbringen der unterschiedlichen Fraktionen beschert zudem eine weitere Pro-Spiel - Motivation, da es so immer wieder gern hervorgeholt wird, um mal die "andere" Seite zu spielen.
    Eindeutiger Kaufbefehl für alle Interessierten!

    Pascals Wertung:
  • Cluedo - Die drei ??? Pascal über Cluedo - Die drei ???
    Das berühmte Detektiv-Spiel nun in einer speziellen "Drei Fragezeichen"-Edition für 2-6 Spieler ab 8 Jahren.

    Der Spielablauf bleibt dabei klassisch, ein Mord ist geschehen und die Spieler müssen herausfinden, wer der Täter und welches die Mordwaffe war und wo der Mord geschah. Wem dies zuerst gelingt, gewinnt das Spiel.


    Basis-Spielablauf:
    Das Spielbrett wird hierfür in die Tischmitte gelegt, die Spielfiguren kommen alle auf ihre Startplätze und die Tatwaffen werden zufällig auf die Örtlichkeiten verteilt.
    Von den 21 Spielkarten (6 Verdächtige, 6 Tatwaffen, 9 Orte) werden je eine pro Kategorie zufällig verdeckt gezogen und in die Fallakte gesteckt, ohne dass jemand die Karten erkennen kann. Die restlichen Karten werden gut gemischt und verdeckt an die Spieler verteilt.

    Die Spieler suchen sich jeder eine Spielfigur (-Farbe) aus und erhalten ein Blatt vom Detektiv-Block.
    Auf diesem können sie sogleich ihre Handkarten vermerken, da diese ja nun nicht in der Fallakte stecken können und somit nicht am Mord beteiligt sind. Im Laufe des Spiels werden hier weitere Hinweise vermerkt, indem betreffende Personen, Waffen und Orte ausgestrichen oder vorgemerkt werden^^.

    Der aktive Spieler nimmt die Würfel und zieht anschliessend dem Wurf entsprechend seine Spielfigur. Das Ziel ist dabei immer eine Örtlichkeit, denn nur dort kann ein Spieler einen Verdacht äußern, in dem er eine Person benennt und deren Spielfigur zur selben Örtlichkeit zieht, wie auch die vermutete Waffe.
    So hat er dann Ort, Person und Waffe zusammen, benennt diese noch einmal laut und offiziell und läßt sich nun von seinen Mitspielern im Uhrzeigersinn aufklären, inwiefern er Recht hat.

    Die Mitspieler müssen dem aktiven Verdachtsäusserer^^ nun heimlich eine Karte zeigen - auch wenn sie mehrere der Benannten hätten, immer nur eine! -, so dass sie kein anderer Spieler sehen kann. Der Spieler am Zug notiert sich dies auf seinem Notizzettel und beendet damit seinen Zug.
    Sollte der direkte Nachbar keine Karte auf der Hand haben, die den Verdächtigungen entspricht, kommt der nächste Spieler an die Reihe, um etwas aufzuzeigen, kann dieser das auch nicht, geht es so weiter.

    Konnte kein Mitspieler den Verdacht widerlegen, kann der aktive Spieler nun Anklage erheben und in der Fallakte nachsehen, ob er richtig liegt. Wenn dem so ist, zeigt er die dort einliegenden Karten allen Mitspielern und gewinnt. Sollte er falsch liegen, muss er schweigen und scheidet aus dem Spiel.
    Was aber, wenn ihm keiner eine Karte zum Widerlegen des Verdachts zeigen konnte und er nicht in die Fallakte schauen will? Hm, sollte er selbst geblufft haben, um einen bestimmten Teil auszuschliessen? :)

    So verläuft das Spiel immer weiter, bis schliesslich einem klar ist, wer der Mörder war, welche Waffe er oder sie eingesetzt hat und wo die Tat stattfand.


    Editions-Spielablauf/-änderungen:
    Die "Drei Fragezeichen"-Edition nun bietet hier nicht die klassischen Räumlichkeiten der altherrschaftlichen Villa zum Mord an Graf Eutin (Uralt-Version^^), sondern bekannte Plätze des Örtchens^^ Rocky Beach.
    Zudem wird hier (kindgerechter) nicht ein Mordfall aufgeklärt, sondern "???"-gemäß ein sonderbarer Diebstahl. Es gilt zu beantworten, was wurde von wem gestohlen und wo hat er oder sie es versteckt!?

    Hier gibt es also - jeweils mit einer hübschen Zeichnung versehen - die aus der Hörserie bekannten Örtlichkeiten, wie den Strand, die Highschool, Marios Eispalast, das alte Stadttheater, den Friedhof, das Memorial Hospital, die Art Gallery Hall, die Bibliothek und den Palisades Park.
    Als Spiel-Charaktere sind natürlich Justus Jonas, Peter Shaw, Bob Andrews, Tante Mathilda, Onkel Titus und Inspektor Cotta vertreten - allesamt mit einer speziellen Fähigkeit, die sie im Spiel nutzen dürfen.

    Statt modellierten Waffen gibt es hier die Gegenstände als große runde Pappmarker, dies trifft auch auf die Verdächtigen zu, da hier nicht die Ermittler zu den Tatorten zitiert werden^^.
    Zusätzlich sind hier Vorteilskarten beinhaltet, die die Spieler wahlweise inkludieren können. Diese erlauben bestimmte Aktionen, die der Spieler asuführen kann, wenn er auf ein schwarzes Vorteilsfeld gezogen hat - z.B. als Alternative, weil die Augenzahl nicht bis zum gewünschten Tatort gereicht hat.

    Der eigentliche Spielablauf verhält sich sonst wie im Original!

    Als Variante gibt es in dieser Edition neu ein "Cluedo-Duell" für 2 Spieler!


    Diese Edition ist sehr hübsch anzuschauen und bemüht sich erfolgreich Fans zu überzeugen. Atmosphärisch fühlt man sich so auch gleich wie in einem der Hörspiele.
    Die nötigen Änderungen sind nahtlos gelungen und passen sich schön in das Spielprinzip ein.
    Als Familienspiel mach es zudem alles richtig, wenn die Spieler denn ein Detektivspiel aussuchen wollen :)! Die Rundenabläufe sind eingängig und kurzweilig mit dezenten Längen je nach Würfelglück, zwecks Erreichen der Tatorte - wobei mancher auch schon geschickten Gebrauch von den Geheimgängen machte^^.
    Im Kern bleibt Cluedo jedoch Cluedo und ob es nun eine spezielle Edition braucht oder das Original reicht, entscheiden die Fans des Spiels der Serie.
    Das Spiel selbst gehört zu den besten Deduktionsspielen und wer noch ein "???"-Spielegeschenk sucht, ist hier sicherlich gut bedient.

    Pascals Wertung:
  • Dungeon Roll Pascal über Dungeon Roll
    Würfelabenteuerspiel für 1-4 Spieler ab 8 Jahren von Chris Darden.

    Der oder die Spieler kämpfen sich glücksbetont durch einen imaginären Dungeon auf der Jagd nach Erfahrungspunkten und Schätzen.

    Die Schatzmarker bleiben allesamt in der Kiste (praktischer Gag des Spiels bzw. gute Zweitnutzung des Aufbewahrungs"kartons"), die Erfahrungsmarker kommen als Vorrat beiseite und die Würfel werden getrennt (weiß/schwarz) bereitgelegt. Auf Wunsch erhält jeder Spieler noch eine Übersichtskarte.

    Der aktive Spieler wirft die 7 weißen Gruppen-Würfel und hat so seine Abenteuergruppe zusammengestellt, denn die Würfel zeigen nun bestimmte Heldensymbole an (Champion, Krieger, Dieb, Zauberer, Priester). Mit dieser Gruppierung muss der Spieler nun durch den Dungeon ziehen.
    Der Spieler zur Linken übernimmt dabei immer die Rolle des Dungeon Lords und dreht den 10-seitigen Dungeonlevel-Würfel auf die aktuelle Level-Seite (zu Beginn auf die 1, nach jeder Runde um eins erhöht) und rollt entsprechend viele der schwarzen Dungeon-Würfel (zu Beginn also einen).
    Gemäß dem Wurfergebnis muss der Spieler nun reagieren und entweder Monster bekämpfen (Kobolde, Skelette, Schleimwesen), einen Trank zu sich nehmen oder Schatztruhen plündern. Die letzten beiden Möglichkeiten können erst nach einem evtl. Kampf ausgeführt werden. Die 6. Würfelseite kann einen Drachenkopf zeigen, dieser Würfel wird dann beiseite gelegt (in den Drachenhort) und ab drei hiervon muss der Spieler gegen den erwachten Drachen kämpfen.

    Ein Kampf gegen die "normalen" Monster sieht einfach vor, dass ein Gruppen-Würfel pro Monstertyp entfernt werden muss (kommt auf den Friedhof und ist für diese Runde aus dem Spiel, ausser er wird erneut "beschworen"). Vereinfacht wird dies aber dadurch, dass die Helden gegen bestimmte Monster besonders effektiv kämpfen können und so nicht nur einen Würfel, sondern gleich alle Würfel dieser Monstergattung entfernen können (Bsp. Priester sind gut gegen Skelette gewappnet und somit könnte ein Priester-Würfel bis zu 7 Skelett-Würfel entfernen!). Belohnungen gibt es hier keine.

    Der Drachenkampf gibt vor, dass drei verschiedene Helden antreten müssen, um den Kampf zu überleben. Hat der Spieler keine drei verschiedenen Helden mehr zur Verfügung, muss er sich sofort geschlagen geben und aus dem Dungeon flüchten.
    Ansonsten gewinnt er automatisch und erhält seine Belohnungen: einen Schatzmarker aus der Kiste und einen Erfahrungsmarker. Die Drachenwürfel kommen wieder zum Würfelvorrat zurück und können erneut vom Dungeon Lord geworfen werden.

    Ein Trank erlaubt es einen beliebigen Gruppen-Würfel vom Friedhof zurückzuholen und auf eine Seite nach Wahl zu drehen - so wird ein ehemaliges Gruppenmitglied zurückbeschworen.

    Eine Schatztruhe kann von einem beliebigen Gruppenmitglied geöffnet werden und erlaubt das Ziehen eines Schatzmarker (die übrigens entweder am Rundenende Erfahrungspunkte bringen können oder Heldenwürfel ersetzen) aus der Kiste. Diebe und Champions können gleich mehrere Truhen auf einmal öffnen!

    Ist dies alles abgehandelt, entscheidet der Spieler, ob er weiterspielen möchte - also tiefer in den Dungeon eindringt - oder ob er aufhören will.
    Hört er auf, erhält er soviele Erfahrungsmarker, wie der Dungeonlevel-Würfel gerade anzeigt. Macht er weiter, wird der Level-Würfel um eins erhöht und der Dungeon Lord in spe würfelt entsprechend viele schwarze Würfel und das Prozedere beginnt von vorn.

    Insgesamt spielt jeder 3 Runden, also kann dreimal in den Dungeon hinein, bevor das Spiel endet und der Spieler mit den meisten Erfahrungsmarkern obsiegt.
    Solospieler versuchen einfach ihren eigenen Highscore^^ zu übertreffen.
    Alle können sich zudem noch an der Errungenschaftstabelle in der Anleitung messen lassen.


    Dungeon Roll ist ein nettes Würfelspiel und macht auch durchaus Spass - der wiederum ist aber sehr stark vom Würfelglück abhängig, so waren unsere ersten Testrunden so glücklich verlaufen, dass wir mit derselben Heldentruppe immer durchmarschiert sind, ohne irgendwelche Probleme zu haben (es wurden permanent nur Tränke und Truhen gewürfelt, nur einmal Drachen und mit allen erhaltenen Schatzmarker-Sonderfähigkeit war es ein reiner Spaziergang).
    Die Anleitung ist zudem auch nicht wirklich klar formuliert und die Texte sind dort, wie auch auf den Karten viel zu klein gedruckt. Die Würfel sind in Ordnung, nur die gut gemeinte Gruseldruckschrift des Levelwürfels benötigt bei einigen Zahlen viel Fantasie zum Entziffern. Kiste und Karten sind etwas dünn.
    Fragt sich, ob hier Pegasus mal wieder stark eingespart hat oder das Spiel von vornherein so "wertig" gedacht war, die Crowdfundingphase des Erstentwurfs ging an uns vorbei, daher kann dies nachträglich nicht beurteilt werden.
    Vielleicht bringt die angekündigte Mini-Erweiterung etwas mehr Pepp ins Spiel, ansonsten bleibt es nur ein netter Glückswürfler mit Fantasy-Thema.

    Pascals Wertung:
  • Zug um Zug - Niederlande Erweiterung Pascal über Zug um Zug - Niederlande Erweiterung
    Erweiterungskarte für Zug um Zug für 2-5 Spieler ab 8 Jahren von Alan R. Moon.

    Diesmal reisen die Spieler quer durch die Niederlande (und ein paar Grenzstädten^^) und müssen diesmal nicht nur geschickt die Wagenplanung bedenken, sondern auch gut mit ihrem Mautkapital haushalten, da die Strecken durchgehend mit Brücken versehen sind und für die Überquerung eine Mautgebühr fällig wird.

    Für die Erweiterung werden aus dem Basisspiel je 40 Wagen pro Spieler, je ein Zählstein und 110 Zugkarten benötigt.
    Die Erweiterung bringt neben der neuen Landkarte, 44 Zielkarten und die Mautmarker mit.

    Das Spiel wird wie üblich vorbereitet (Karten mischen und verteilen, Vorräte anlegen) und die Spieler erhalten zusätzlich noch je 18 Mautmarker (zwei "4er", sechs "2er" und zehn "1er").

    Der bekannte Spielablauf (Zugkarten ziehen bzw. eine Strecke planen) greift hier ebenfalls, nur, dass diesmal beim Planen der Strecke, also dem Platzieren der Zugwaggons, eben noch Gebühren fällig werden.
    Die Gebührenhöhe ist neben den Strecken auf dem Plan aufgedruckt und reicht von 1-4.
    Kann eine Gebühr nicht bezahlt werden, muss ein Kredit aufgenommen werden. Dazu nimmt der Spieler sich eine der "-5"-Karten aus dem Vorrat und hat damit die Gebühr abgegolten - egal, wie hoch diese war! Am Ende des Spiels werden diese 5 Minuspunkte auf der Siegpunktleiste abgetragen - eine Rückzahlung des Kredits ist nicht möglich!
    Sobald ein Spieler einen solchen Kreditschein vor sich liegen hat, kann er auch nicht an der Bonuspunkteverteilung am Ende des Spiels teilnehmen!

    Die Doppelstrecken sind diesmal, unabhängig von der Spielerzahl, komplett nutzbar und wenn der erste Nutzer einer solchen Strecke die Maut noch an die Bank bezahlt, muss der zweite Nutzer die Maut an den Spieler zahlen, der zuerst hier gebaut hat!

    Das Spiel endet auch hier auf bekanntem Wege (ein Spieler hat nur noch 0-2 Waggons am Ende seines Zuges) und läutet die Schlusswertung ein.
    Die Spieler, die noch Mautmarker am Ende übrig und keinen Kreditschein vor sich liegen haben, nehmen noch an der Bonuspunktevergabe teil.
    Hier erhält der Spieler mit dem höchsten Gesamtwert an Mautmarkern noch 55 Punkte, der Zweitplatzierte 35, der Dritte 20 und der Vierte 10 Punkte. Der fünfte Platz geht leer aus.
    Der Spieler mit der höchsten Gesamtpunktzahl gewinnt.

    Als Varianten gibt es noch eine ohne die Brückenmaut und eine 2-Spieler-Version mit neutralem dritten Mitspieler.


    Diese Erweiterung bringt das Basisspiel wieder vermehrt auf den Spieltisch zurück, machen die kleinen, aber feinen Zusätze doch eine Menge Spaß und Mehrwert aus. Die Maut bringt eine zusätzliche Note für das Taktieren mit ein und die Doppelstrecken haben nun einen zusätzlichen Ärgerfaktor, wenn der Mitspieler bezahlt werden muss^^.
    Schliesslich rundet die Hollandkarte auch das Portfolio der Erweiterungen für den Sammler gut ab.
    Eine sehr gelungene ZuZ-Erweiterung, die unbedingt gespielt werden will und muss :)!

    Pascals Wertung:
  • Via Appia Pascal über Via Appia
    Straßenbau für 2-4 Spieler ab 8 Jahren von Michael Feldkötter.

    Rom benötigt dringend eine schnellere Reiseverbindung nach Brundisium und so bauen die Spieler die Via Appia, Steinplatte für Steinplatte, auf und reisen dabei selbst voran, um als Erste das Ziel und die höchste Siegpunktzahl zu erreichen.

    Das Spiel ist ein wenig aufwändig vorzubereiten, so müssen die diversen Marker auf dem Spielbrett sortiert untergebracht werden und der Steinbruch zusammengebaut und mit den (Holz-)Steinen versehen werden - dafür schauts dann auch ganz hübsch aus^^.
    Die Einkommenskarten (Nachziehstapel und 7 Offene als Auslage), die Bank und die Städtemarker kommen neben das Spielbrett.
    Die Spieler erhalten einen zusammen zu setzenden Sichtschirm, eine Spielfigur und einen Zählstein in ihrer Wunschfarbe sowie ein Transportkarrentableau zur späteren Ablage der Steine. Außerdem erhalten sie noch in Spielerreihenfolge ein gewisses Startkapital Sesterzen und Steine.

    Der aktive Spieler hat immer eine Aktion zur Verfügung und wählt hierbei aus "Einkommen", "Steinbruch", "Straßenbau" oder "Reisen".

    Das "Einkommen" ermöglicht den Spielern Sesterzen, welche sie dringend für die Reise benötigen werden, oder Steine, die wiederum für den Steinbruch nötig sind, um Steinplatten herzustellen, zu erhalten.

    Der "Steinbruch" erlaubt den Spielern bis zu 2 (3 mit Sondermarker "+1 Plättchen schieben") Steine auf den Steinbruchbau zu legen und per Holzschieber hoffentlich so glücklich (geschickt^^) über den Rand zu schubsen, dass von den heruntergefallenen Steinen so Platten hergestellt werden können.
    Das sieht folgendermaßen aus: der Steinbruch ist eine erhöhte Pappkonstruktion auf der eine gewisse Anzahl Steine liegen, die von zwei Seiten"wänden" eingegrenzt werden, wenn nun vom einen Ende aus, neue Steine aufgelegt und gegen die anderen geschoben werden, fallen meist zwangsläufig am anderen Ende Steine herunter^^.
    Diese können dann in ihre Pappmarker-Pendants (Steinplatten) getauscht oder jeweils für 1 Sesterze verkauft werden.

    Der "Staßenbau" läßt die Spieler ihre erworbenen Steinplatten nun verbauen, wofür sie Punkte und Bonusmarker sowie evtl. Sesterzen erhalten.
    Die auf dem Transportkarren verladenen Pappmarker können nun auf die größenmäßig passenden freien Felder des Spielplans gelegt werden und zwar immer bis zu zwei.
    Pro verlegter Steinplatte nimmt sich der Spieler dann einen Bonusmarker des Streckenabschnitts (A, B, C) und bei zwei verbauten Platten zusätzlich eine Sesterze.
    Für die Steinplatten erhält der Spieler umgehend Punkte und zwar für die kleinen 1, für die mittleren 3 und für die großen Platten 6 Punkte, die auf der Siegpunktleiste mit dem Marker vorangegangen werden.
    Als Bauregel gilt, dass nur innerhalb eines Abschnitts gebaut werden darf, den der Spieler schon bereist hat und somit an die besuchten Städte angrenzt und das die Straßenplatten über die eingezeichneten Verbindungswege auch verbunden bleiben.

    Das "Reisen" schliesslich bringt die Spieler vorwärts - immer bis zu 3 Felder pro Zug. Pro Steinplatte muss er allerdings Sesterzen zahlen und zwar für 1 eine Sesterze, für 2 drei Sesterzen und für 3 6 Sesterzen. Gezogen werden darf dabei auch nur über Steinplatten, die miteinander verbunden sind. Auf kleinen und mittleren Steinplatten darf nur eine Spielfigur stehen, auf großen zwei. Besetzte Felder können übersprungen werden, werden aber mitgezählt.
    Sobald ein Spieler eine Stadt erreicht, erhält er den dort zu oberst ausliegenden Siegpunktmarker und legt einen Stadt(holz)marker auf das zugehörige Feld.
    Dadurch wird die Reise zur Stadt für die Nachfolgender günstiger, da die Strecke nun etabliert ist. Sie zahlen nun je 1 Sesterze weniger pro Stadtmarker und pro Feld.
    Bsp.: in der Zielstadt liegen 2 Stadtmarker, damit muss ein Spieler auf der Strecke dorthin nur noch 1-2 (0, Auszahlung gibt es keine^^), 3-2 oder 6-2 Sesterzen zahlen.

    Das Spiel endet sofort, wenn ein Siegpunktplättchen bei Erreichen der Stadt Brundisium vergeben wurde oder die Via Appia komplettiert ist - die laufende Runde wir aber noch zu Ende gespielt.

    Die Schlusswertung bringt noch extra Siegpunkte für die Spieler. So erhält der Spieler mit den meisten Sesterzen noch 2 Siegpunkte und der Spieler mit den meisten Streckenbonusplättchen (A, B und C zusammen) 8 Siegpunkte extra.
    Gewonnen hat der Spieler mit der höchsten Siegpunktzahl.


    Via Appia ist ein schön anzuschauendes Spiel mit viel (wertigem) Material.
    Die Regeln sind relativ gut zu erklären bzw. verständlich und der Spielablauf "sitzt" recht zügig. So verlaufen die Runden auch sehr kurzweilig, da es immer etwas zu tun gibt, sei es zunächst Kaptial anzuhäufen oder Steine zu "kloppen" :).
    Taktisches Vorgehen erschliesst sich dem Spieler dagegen nur kaum, da lediglich beim Straßenbau etwas geplant werden kann, ansonsten überwiegt der Zufall. Dies ist für die leichte Runde mit Gelegenheitsspielern sicherlich nicht hinderlich, macht aber über viele Spielrunden hinweg nicht mehr soviel Spass.
    Als Familienspiel für einige Runden somit sehr schön geeignet, aber auf lange Sicht eher mager, bleibt zumindest eine hübsche Präsentation.

    Pascals Wertung:
  • Spectaculum Pascal über Spectaculum
    Taktikspiel mit Gauklerthema für 2-4 Spieler ab 8 Jahren von Reiner Knizia.

    Die Spieler steuern zusammen vier Gauklertruppen, die durch die Landen von Dorf zu Dorf ziehen und durch ihre Auftritte hoffentlich viel Geld verdienen. Da jeder Spieler jeden Trupp bewegen darf, gilt es vorausschauend zu planen, um den Mitspielern nicht zuviel Gewinn zu ermöglichen, dabei aber selbst gut zu kassieren.

    Das Spiel braucht ein wenig zur Vorbereitung, da das Spielbrett mit allen Dorfplättchen (zeigen den möglichen Verdienst an: -3 bis +3) auf den zugehörigen Feldern versehen sein will. Die 96 Wandersteine kommen allesamt in den Stoffbeutel und werden schön verwuschelt^^, die Münzen werden als Bank abgelegt, die Markierungssteine auf die Startfelder der Gauklerwerteleiste und die Gauklerkarten jeweils an die farbig zugehörige Spielbrettseite.
    Die Spieler erhalten jeder eine Übersichtskarte, 20 Dukaten Startkapital, von jedem Gauklertrupp eine Karte, die die Spieler offen vor sich auslegen und 3 zufällig gezogene Wandersteine.

    Der aktive Spieler hat immer die Möglichkeit in seinem Zug 0-2 Gaukler(karten) zu kaufen oder zu verkaufen ("unterstützen"/"entlassen"). Er muss die drei Wandersteine einsetzen und am Ende des Zuges drei neue Steine aus dem Beutel ziehen.
    Der Kartenver-/kauf muss dabei immer vor oder nach dem Setzen der Steine abgehandelt werden, nie dazwischen!
    Der Preis einer Karte richtet sich nach dem Wert, den der Markierungsstein auf der passenden Gauklerleiste gerade anzeigt.

    Das Ziel ist es also die Wandersteine auf dem Brett so zu setzen, dass die präferierte Gauklerfarbe zu den aktuell passenden Dorfplättchen hinwandert. Besitzt man also z.B. viele blaue Karten, möchte man das deren Wert steigt, also sollte die blauen Wandersteine so platziert werden, dass sie die "+1", "+2" und/oder "+3" -Dorfplättchen erreichen, um den entsprechenden Wert steigt der Markierungsstein aufwärts und die Karten lassen sich hoffentlich zu einem wesentlich besseren Kurs verkaufen, als sie gekauft wurden. Entsprechend dreht man den Spiess um, wenn man Karten kaufen, also Gaukler unterstützen will, da sollte der Wert sinken, um sie günstig einkaufen zu können, denn am Ende gewinnt, wer das meiste Geld besitzt.

    Zusätzlich gibt es bei den Dorfplättchen noch zwei Sondermarker, die einmal Geld einbringen ("Zahltag", pro Karte in dieser Farber erhält man 1 Münze) und einmal recht kostspielig werden können ("Seuche", pro Karte in dieser Farbe im Besitz muss 1 Münze bezahlt werden).
    Man kann also auch bei den anderen Spieler wunderbar die Geldbörse beeinflussen^^.

    So verläuft das Setzspiel rundenweise weiter, bis nur noch ein unbesetztes Dorfplättchen übrig ist und ein Gauklertrupp die Königsstadt in der Spielfeldmitte erreicht hat.


    In unseren Testrunden wusste das Spiel sehr zu gefallen. Sicherlich kann man darüber streiten, ob das Thema nun aufgesetzt ist oder nicht, aber die Spielmechanik funktioniert und sorgt für kurzweilige Runden. Hr. Knizia brachte in letzter Zeit auch wirklich keine Überflieger mehr heraus, aber gesunde Kost allemal. Für ein Taktikspielchen zwischendurch jederzeit geeignet, können wir Spectaculum beruhigt in der Sammlung belassen.
    Glücksmomente durch das Nachziehen der Wandersteine motivieren eher, als das sie im Wege stehen, da so die geplante Taktik eben angepasst werden muss, ansonsten verläuft alles recht logisch, wird aber durch die ansprechende Optik der Gaukler thematisch untermalt.

    Pascals Wertung:
  • Es war einmal Pascal über Es war einmal
    Kreatives Erzählspiel für 2-6 Spieler ab 8 Jahren von Richard Lambert, Andrew Rilstone und James Wallis.

    Die Spieler schlüpfen in die Rollen von Märchen-Onkeln und -Tanten^^ und erzählen mit Hilfe der Spielkarten eine Geschichte. Das Ziel ist es, diese zu einem passenden Ende zu bringen und dabei alle Karten ausgespielt zu haben, um zu "gewinnen".

    Vor Spielbeginn entscheiden sich die Spieler für eines (oder alle) der drei inkludierten Themensets "Adel", "Bürgerliche" oder "Kreaturen & Gefahren" und sortieren die zugehörigen Erzähl- und Märchen-Ende-Karten heraus. Gut gemischt erhält jeder Spieler von diesen eine Märchen-Ende- und 5-9 Erzählerkarten, je nach Spielerzahl, auf die Hand.

    Der aktive Spieler erzählt eine Geschichte mit Hilfe seiner Handkarten, indem er sich einen Begriff aussucht, diesen auslegt und beginnt. Man ist nie ausschliesslich an die Kartenbegriffe gebunden, aber wenn man eine Karte auslegen will, muss die Begrifflichkeit in der Erzählung vorkommen.
    Die Mitspieler dürfen dabei immer beurteilen, inwiefern die Geschichte (für ein Märchen) Sinn macht, oder ob der aktive Spieler nur radebrecht :)!

    Um den Erzähler zu unterbrechen und eigene Karten ins Spiel zu bringen, können die Mitspieler sogenannte Unterbrecher-Karten spielen und/oder passende eigene Karten bei Erwähnung durch den Erzähler - dabei darf er ruhig vorsichtig in die entsprechende Richtung "gedrängt"/gefragt werden^^.

    Die aktuelle Geschichte endet, sobald ein Spieler eine Märchen-Ende-Karte als Letzte ausspielen konnte, die auch zur Geschichte passt.

    Es können soviele Runden gespielt werden, wie die Kreativität die Laune oben hält *G*.


    "Es war einmal..." ist ein tolles Gruppenspiel, dass die Kreativität, Fantasaie und das freie Sprechen/Erzählen fördert und dabei sehr viel Spass macht. Die richtige Gruppe vorausgesetzt, können hier ganze Bücher neu geschrieben werden :)!
    Spannung und Freude, Staunen und Ärger können sich hier schnell abwechseln und wenn sich die Spieler darauf einlassen, wird das ganze zu einer unvergesslichen Stunde.
    Sicher nicht für jeden geeignet, sollte es aber mal von jedem zumindest getestet werden^^.

    Pascals Wertung:
  • Qwixx – Das Kartenspiel Pascal über Qwixx – Das Kartenspiel
    Taktik angehauchtes Glückskartenspiel mit Rechenallüren für 2-5 Querdenker^^ ab 8 Jahren von Steffen Benndorf und Reinhard Staupe.

    "Wer das Eine mag, wird das Andere lieben!" heißt es auf der Packung. Alle Qwixx-Fans werden sicherlich hellhörig, wenn das geniale Würfelspiel nun als Kartenversion vorliegt. Das Prinzip bleibt auch das gleiche, hat es aber auch denselben Charme?


    Spielablauf:
    Die 11 Jokerkarten können aus dem Spiel genommen werden, wenn nicht die Joker-Variante gespielt werden soll. Die 44 Spielkarten werden gut gemischt und jeder Spieler erhält vier Karten auf die Hand, der Rest wird als Nachziehstapel abgelegt und die 4 obersten Karten daneben als Auslage (mit der neutralen Farbseite nach oben!) hingelegt. Schliesslich erhält jeder Spieler noch ein Punkteblatt und einen Stift.

    Die Karten zeigen allesamt Zahlen von 2 bis 12 auf - die Rückseite zeigt die Zahlen dabei in schwarz-weiß auf einer blauen Hintergrundfarbe, die Vorderseite einen weißen Hintergrund mit den Zahlen in den vier Farben: rot, gelb, grün und blau.

    Der aktive Spieler führt in seinem Zug immer die folgenden drei Aktionen durch:

    1) er nimmt immer soviele Karten von der Auslage(!), bis er 5 Karten auf der Hand hat. Hiernach werden die Lücken in der Auslage sofort vom Nachziehstapel aus gefüllt.
    2) er benennt nun die Zahl, die auf dem Nachziehstapel zu oberst liegt, alle Spieler haben nun die Möglichkeit diese Zahl auf ihrem Punktezettel in einer beliebigen Reihe anzukreuzen, wenn sie wollen.
    3) der Spieler muss mindestens eine Karte ausspielen - er darf bis zu drei Karten ausspielen, dabei müssen die Zahlen aber in derselben Farbe vorliegen und aufeinander folgen, nur eine Lücke ist erlaubt, Bsp.: "2 und 3" oder "2 und 4" oder "2, 3, 5" - nicht erlaubt wäre: "2 und 5" oder "2, 3, 6" oder "2, 4, 6"!
    Die Zahl(en) der ausgespielten Karte(n) muss (nur) er nun in der zugehörigen Farb-Reihe eintragen/ankreuzen, wenn er das möchte - er muss eine Zahl eintragen, er kann alle eintragen.

    Kann der Spieler weder in 2) noch in 3) eine Zahl verwerten, muss er ein Kreuz bei den Fehlwürfen machen!

    Hiernach folgt der nächste Spieler im Uhrzeigersinn mit dem selben Prozedere.

    Das Ziel bleibt dem Original treu, es müssen 2 der 4 Farbreihen geschlossen werden.
    Um eine Reihe schliessen zu dürfen, muss der Spieler in dieser mindestens 5 Kreuze gesetzt haben und dann die letzte Zahl ganz rechts inkludieren, entweder als Fünfte oder hiernach, je nach Zahlenglück^^. Schliesst er so eine Reihe, kreuzt er das Schloss-Symbol neben der letzten Zahl ebenfalls mit an und darf dieses als zusätzliches Kreuz bei der späteren Wertung mitzählen.
    Es bleibt der taktischen Überlegung jeden Spielers vorbehalten, ob er möglichst rasch zum Spielende gelangen oder lieber besonders viele Punkte (mehr Kreuze pro Reihe) machen will. Natürlich gilt es dabei die Mitspieler zu beobachten und abzuwägen, ab wann es riskant wird, eine Reihe nicht mehr abschliessen zu können.

    Eine wichtige Änderung zum Würfel-Original: die Spieler schliessen die Reihen nur für sich selbst! Die anderen Spieler können diese Reihe weiterhin auf ihrem Punktezettel nutzen!

    Das Spiel endet, sobald ein Spieler entweder zwei Reihen geschlossen hat oder 4 Fehlwürfe eintragen musste.
    Nun werden die Kreuze in den Reihen gezählt, mit den Wertungen abgeglichen und unten auf dem Punktezettel der passenden Farbe nach eingetragen sowie evtl. Fehlwürfe (-5) abgezogen. Der Spieler mit der höchsten Gesamtpunktzahl gewinnt das Spiel.

    Die Jokervariante erlaubt die namensgebenden 11 Karten in den Kartenstapel mit einzumischen. Die Zahlen der Jokerkarten sind vorgegeben, aber die Farbe darf sich der Spieler beim Ziehen dann auswählen.


    Fazit:
    Qwixx als Kartenspiel macht genauso viel Spaß, wie die Würfelversion. Zumindest ergaben dies unsere vergleichenden Testrunden. Sicherlich ist es auch eine Geschmackssache, denn mancher bevorzugt Würfel, manch anderer verteufelt sie^^. Der Glücksfaktor bleibt gleich, da die neutrale Rückseite der ausliegenden Karten so gar nichts verrät :) und auch der taktische Hauch bleibt erhalten, wie man nun am besten mit seinen Punkten/Kreuzen vorgehen will.
    Die Änderung beim Schließen einer Reihe bringt ein wenig mehr Solitär-Mehrspieler-Feeling^^, da man nun noch etwas weniger abhängig von den Mitspielern ist (sie können einem quasi nichts "verbauen"/"kaputt machen"), allerdings muss etwas mehr auf die Mitspieler geachtet werden, wie weit sind sie, wo machen sie die Kreuze genau, etc.! Aber unterm Strich bleibt sich eigentlich alles gleich.
    Qwixx ist und bleibt ein tolles Spiel! Nun schauen wir mal, ob sich die Herren Autoren noch eine Brettspielvariante einfallen lassen *G*.


    edit:
    Korrektur zu Aktion 3)

    "3) der Spieler muss mindestens eine Karte ausspielen - er darf bis zu drei Karten ausspielen, dabei müssen die Zahlen aber in derselben Farbe vorliegen und aufeinander folgen, nur eine Lücke ist erlaubt, Bsp.: "2 und 3" oder "2 und 4" oder "2, 3, 5" - nicht erlaubt wäre: "2 und 5" oder "2, 3, 6" oder "2, 4, 6"!
    Die Zahl(en) der ausgespielten Karte(n) muss (nur) er nun in der zugehörigen Farb-Reihe eintragen/ankreuzen, wenn er das möchte - er muss eine Zahl eintragen, er kann alle eintragen."



    Korrekt ist, dass man bis zu drei beliebige Karten einer Farbe ausspielen kann und die Abstände zwischen den Zahlen erst beim Ankreuzen auf dem Punktezettel beachten muss! Auf diese Weise wird man nämlich ungeliebte Karten los, die sonst die Hand blockieren!

    Die zuvor geschriebene "Variante" könnte man als zusätzliche Schwierigkeit benutzen *G*.

    Pascals Wertung:
    • Stefan K., christiane S. und 7 weitere mögen das.
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    • Zeige alle 4 Kommentare!
    • Till M.
      Till M.: Hey, Pascal,

      zweifellos eine schöne Rezension. Das Spiel ist nett und elegant konstruiert. Allein, mir fehlts an der Interaktion.
      Irgendwie... weiterlesen
      14.03.2014-21:27:09
    • Pascal V.
      Pascal V.: hm, hrhr, nun, die spielerische Interaktion ist vllt. wahrlich etwas eingeschraenkt, aber dafuer wurde bei uns am Tisch so viel interagiert dabei^^!
      14.03.2014-21:54:57
  • Basari Pascal über Basari
    Ein verflixxt gutes Handelsspiel für 3-5 Spieler ab 10 Jahren von Reinhard Staupe.

    Die Spieler wollen durch Anhäufung von Edelsteinen die meisten Punkte einheimsen, um zu gewinnen. Doch wehe die geheimen Aktionen hierfür lassen sich nicht alleine durchführen, dann gilt es zu verhandeln und da gewinnt nicht nur das glückliche Händchen^^.


    Spielablauf:
    Die Edelsteine werden nach ihren Farben (nach ihrer Wertigkeit: rot, gelb, blau, grün) sortiert und als Vorrat beiseitegelegt und die Basarkarten gut gemischt zum Nachziehstapel.
    Die Spieler erhalten jeder drei Aktionskarten (A, B, C) und je drei der Edelsteine als Startkapital.
    Die Übersichtskarte wird neben den Nachziehstapel gelegt, so dass jeder sie gut sehen kann.
    [Die Aktionskarten "D" werden nur für 5 Spieler-Partien benötigt - hier wird dem Spieler ermöglicht Edelsteine 1:2 zu tauschen oder 1 zu nehmen.]

    Jede Runde besteht aus 3 Phasen.
    In der ersten Phase ("Basarkarte nehmen") erhält jeder Spieler eine Basarkarte, die er offen vor sich hinlegt (nachfolgende Basarkarten werden auf diese leicht nach unten versetzt gelegt, so dass man immer die Arbeiterzahl der Karten sehen kann).
    Auf den Basarkarten sind immer oben die Arbeiter zu sehen (1-4 Männchen), in der Mitte die Siegpunkte (große Zahl) und unten die Edelsteine.

    In der zweiten Phase ("Aktionskarte wählen") entscheidet sich jeder Spieler geheim für eine der drei möglichen Aktionen:

    A: der Spieler nimmt sich die oberste Basarkarte und legt sie offen auf seine ausliegende,n Karte,n
    B: der Spieler erhält die Siegpunkte, die auf der aktuellen Basarkarte (die er in Phase 1 gezogen hat!) abgebildet sind
    C: der Spieler erhält die Edelsteine, die auf der aktuellen Basarkarte (die er in Phase 1 gezogen hat!) abgebildet sind

    Haben sich die Spieler entschieden und die gewählte Karte hingelegt, drehen alle gleichzeitig die Karte um.

    Es folgt die dritte Phase ("Aktionen ausführen").

    Hat ein Spieler eine Aktion als einzigster gewählt, kann er diese direkt für sich ausführen. Wurde eine Aktion von 3 oder mehr Spieler gewählt, fällt sie aus - niemand kann sie nutzen!
    Sollte eine Aktion jedoch von genau 2 Spielern ausgesucht worden sein, müssen die beiden nun miteinander verhandeln, um festzulegen, wer sie tatsächlich nutzen darf.

    Derjenige Spieler fängt an, der mehr Edelsteine besitzt (erst in rot, dann gelb, dann grün, dann blau) oder mehr Arbeiter (wenn beide Spieler bei allen Edelstein einen Gleichstand erreichen).
    Dieser Spieler muss nun ein Angebot in Form von Edelsteinen abgeben, dass er die Aktion nutzen möchte.
    Der Gegenspieler nimmt das Angebot an oder kontert es seinerseits, indem er die Anzahl der Edelsteine erhöht oder deren Wertigkeit. Danach folgt wieder der erste Spieler und kann sein ausliegendes Angebot korrigieren oder die Auslage komplett austauschen, auf jeden Fall muss sein Angebot wiederum höher sein, wenn er denn die Aktion "gewinnen" will. Dies geht solange so weiter, bis einer der beiden "Handelspartner" das Angebot des anderen annimmt und alle ausliegenden Edelsteine an sich nimmt. Der Handelspartner hingegen erhält nun den Zuschlag zur Ausführung der Aktion.

    Bsp.:
    Eröffnungsangebot Spieler A: 1 grüner Edelstein - überboten durch 2 blaue Edelsteine von Spieler B - kontriert durch 1 grünen und einen blauen Edelstein von A - überboten durch 2 gelbe Edelsteine von B - überboten durch 1 gelben und 1 roten Edelstein von A - B nimmt die Edelsteine, A die Aktion.

    Es kann Sinn machen auf eine Aktion zu verzichten, um je nach Angebot an bestimmte Edelsteine quasi umsonst zu gelangen. Andererseits macht es je nach Spielsituation auch nichts, einmal drauf zu zahlen, hauptsache die Aktion wird gewonnen! Dies hängt mitunter jeweils von der verfolgten Taktik ab.

    Haben alle Spieler ihre möglichen Aktion durchgeführt, beginnt eine neue Runde.
    Die Spieler nehmen ihre Aktionskarten zurück und erhalten wieder jeder eine Basarkarte, die sie vor sich ablegen (evtl. auf vorhandene). Wieder werden Aktionen gewählt und ausgeführt - mit evtl. vorheriger Verhandlung. Dies wird solange weitergeführt, bis ein Spieler mindestens 15 Arbeiter vor sich ausliegen hat. Die laufende Runde wird noch beendet und es kommt zu einer Wertung.
    Alle Spieler, die mindestens 15 Arbeiter erreicht haben (durch die ausliegenden Basarkarten) bekommen 12 Punkte. Nun werden die Edelsteine von rot bis blau abgerechnet, dazu kann die Übersichtskarte zur Hilfe genommen werden.
    Der Spieler, die nun die meisten roten Edelsteine besitzt, erhält 14 Punkte, bei Gleichstand mehrerer Spieler wird die Punktzahl aufgeteilt (abrunden). Dasselbe gilt für gelb (12 Punkte), grün (10 Punkte) und blau (8 Punkte).
    Wurden alle Punkte notiert, beginnt ein neuer Durchgang nach dem selben Schema.

    Wurden drei Durchgänge gespielt, endet das Spiel und es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.


    Fazit:
    Basari ist ein raffiniertes Kartenspiel, bei dem es, neben etwas Glück beim Ziehen der Karten, in erster Linie darauf ankommt geschickt zu taktieren und den Mitspielern immer eine Nasenlänge voraus zu sein.
    Man muss immer den Edelsteinvorrat aller Mitspieler im Auge haben und gemessen am eigenen und dem Wissen um die Wertungstafel entsprechend die Aktionen einsetzen. So kann man dann versuchen Mehrheiten bei den Edelsteinen zu erreichen und/oder durch schnelles Sammeln von Karten und damit Arbeitern die Runde fix beenden. Wem es gelingt durch trickreiches Verhandeln die Mitspieler gegeneinander um ihre Edelsteinmehrheiten ringen zu lassen, kann auch durch reines Siegpunktesammeln via Aktion "B" einen Vorsprung herausarbeiten.
    Das Spiel bietet reichlich Möglichkeiten durch verschiedene Vorgehensweisen ein Spiel für sich zu entscheiden. Dies motiviert ungemein für mehrere Runden, zumal diese auch recht kurz ausfallen - angenehme 30min. kann man für 3-4 Spieler veranschlagen, wenn der Ablauf allen bekannt ist.
    Das Spiel ist auch kurzweilig und eingängig genug, um Viel- wie auch Gelegenheitsspieler einzufangen.
    Material und Optik machen auch was her, die Kunststoff-"Edelsteine" und die zweckmäßig hübschen Karten lassen ein gewisses Basar-Feeling schon aufkommen und im kleinen Karton ist das Spiel auch schnell überall mit hingenommen.
    Man darf rundum zufrieden sein mit dem Kartenspiel und es kann bedenkenlos als schnelles, feines Taktik-Spiel empfohlen werden.

    Pascals Wertung:
  • Pinguintanz Pascal über Pinguintanz
    Ein schönes Logikpuzzle für 1 Spieler ab 6 Jahren.

    Die SMART Games - Reihe ist ja bekannt für ihre schön aufgemachten Solitärspiele und kniffligen Logikpuzzle.
    Auch hier liegt wieder ein tolles Exemplar vor. Das Material ist hochwertig und die 5 Spielsteine (Eisschollen) sind wandelbar - sie lassen sich mit einem Schiebemechanismus in verschiedene Formen bringen, um so den Puzzleaufgaben gerecht zu werden.
    Es gilt die festgeklebten Pinguine auf ihren Eisschollen nach bestimmten, vorgegebenen Mustern auf der Wasserfläche (dem kleinen Spielbrett) unterzubringen. Dafür gibt es 60 im Schwierigkeitsgrad (Starter, Junior, Expert, Master) langsam steigende Aufgaben - das stabile Ringheft gibt da zunächst viel Hilfe bei den Aufgaben (Starter: hier werden die Steine umrandet dargestellt und die Pinguinpositionen angegeben, man muss quasi nur noch die Steine in die richtige Form bringen), um schliesslich nur noch rudimentär die Aufgabe vorzugeben (Expert: Es wird nur noch ein Raster mit den Pinguinpositionen vorgegeben, somit muss Position, Ausrichtung und Form der Steine überlegt werden).
    Wie immer gibt es am Ende des Buches die Lösungen nachzuschlagen.

    Das Spiel begeisterte bei uns Jung und Alt, wobei wir auch große Fans dieser Spiele sind. Aber ich denke auch rein objektiv muss man dem Spiel zugestehen, dass es sehr hübsch ist und viele knifflige, abwechslungsreiche Stunden bereitet.

    Pascals Wertung:
  • Bang! The Dice Game Pascal über Bang! The Dice Game
    Ein kurzweiliges Würfel-Rollenspiel im Wilden Westen für 3-8 Spieler ab 8 Jahren von Michael Palm und Lukas Zach.

    Die Spieler erhalten geheim eine Rolle als Sheriff, Hilfs-Sheriff, Bandit oder Gesetzloser zugeteilt. Entsprechend ihrer Rolle haben sie unterschiedliche Ziele und damit Aufgaben, der Sheriff muss alle Banditen und Gesetzlosen ausschalten und der Hilfs-Sheriff hilft ihm dabei, die Banditen wiederum wollen den Sheriff und seinen eventuellen Gehilfen loswerden. Der Gesetzlose ist gegen alles und jeden und will als Einziger übrig bleiben.
    Anders als beim großen Bruder, der mit vielen Erweiterungen versehenen und damit sehr umfangreichen Kartenspiel-Edition, wird hier alles recht flink mit Würfeln entschieden.

    Je nach Spielerzahl werden entsprechend viele oder wenige Karten der jeweiligen Rollen vergeben - für 3 Spieler gibt es eine Sonderregel.
    Die Spieler schauen sich ihre Rollenkarten geheim an und lassen diese bis zum Ende des Spiels verdeckt vor sich liegen. Nur der Sheriff muss seine Karte offenbaren!

    Nun werden noch Charakterkarten (gemischt und zufällig) an die Spieler verteilt, um zu ersehen, wen sie darstellen und welche Voraussetzungen sie mit in den "Kampf" bringen. Die Patronen auf den Karten geben an, wieviele Lebenspunkte der Spieler nun hat und er erhält entsprechend viele Marker (der Sheriff immer +2). Ferner gibt noch ein Info-Text eine besondere Fähigkeit des Charakters wieder, welche alle laut vorlesen.
    Die Übersichtskarten werden noch verteilt, die restlichen Patronenmarker und die Pfeilmarker kommen als Vorrat beiseite.

    Der Sheriff beginnt das Spiel und erhält dazu die 5 Würfel, im Uhrzeigersinn folgen dann die Mitspieler.

    Der aktive Spieler darf bis zu 3mal würfeln, wobei nach jedem Wurf geschaut wird, ob evtl. ein Würfel gewertet/ausgeführt werden muss. Er kann Würfel beiseite legen und für einen weiteren Wurf wieder hinzunehmen. Nach dem dritten Wurf steht aber das Wurfergebnis fest, wird endgültig gewertet und der Zug endet.

    Die Würfel haben folgende Symbole abgebildet:

    - "Pfeil", dieser Würfel muss sofort gewertet werden und gibt dem Spieler einen Pfeilmarker, danach kann der Spieler diesen Würfel erneut benutzen. Ist der Pfeilvorrat einmal aufgebraucht, greifen die Indianer an und jeder(!) Spieler verliert einen Lebenspunkt, hiernach werden alle(!) Pfeilmarker wieder in den Vorrat zurückgelegt.

    - "Dynamitstange", der einzige Würfel, der bei seinem Wurf sofort beiseitegelegt werden muss und nicht erneut geworfen werden darf. Bei drei oder mehr dieser Würfel erleidet der aktive Spieler sofort 1 Lebenspunkt Schaden und sein Zug endet unmittelbar.

    - "1", der erste Spieler rechts oder links vom aktiven Spieler erhält 1 Schadenspunkt.

    - "2", der zweite Spieler rechts oder links vom aktiven Spieler erhält 2 Schadenspunkte.

    - "Bierkrug", ein beliebiger Spieler erhält einen Lebenspunkt.

    - "drei Einschusslöcher", wenn drei dieser Würfel gesammelt wurden, wird die Gatling (Minigun) genutzt und fügt jedem anderen Spieler 1 Schadenspunkt zu.

    Verliert ein Spieler bei diesen Aktionen alle seine Lebenspunkte (Patronenmarker), scheidet er aus dem Spiel aus!

    Das Spiel endet, sobald der Sheriff gestorben ist oder alle Banditen und Gesetzlosen. Im ersten Fall gewinnen die Banditen (als Team), wenn mind. einer von ihnen noch lebt oder der Gesetzlose, wenn er als Einzigster überlebt hat. Im zweiten Fall gewinnt der Sheriff (evtl. zusammen mit den Hilfssheriffs als Team).


    Ganz der Bruder^^, aber genau richtig entschlackt, ohne vom schicken Flair und Spielmechanismus zuviel zu opfern! Die Würfel sorgen natürlich für einen gehörigen Glücksanteil, dafür geht das Spiel aber so flink vonstatten, das man dies gern in Kauf nimmt - ausserdem steckt hier auch ein Hauch Realismus drin, da ja im Wilden Westen eine Trefferquote nie wirklich 100% vorhergesagt werden konnte^^.
    Die Runden verlaufen also angenehm schnell und kurzweilig, auch in größerer Besetzung und machen durchweg Spaß. Mehrere Runden mit dann voraussichtlich anders verteilten Rollen motivieren so auch, nicht zuletzt um alle Charaktere und deren Besonderheiten kennenzulernen, so ist die Fähigkeit von "Willy, the Kid"^^ sehr praktisch nur 2 Gatling-Symbole würfeln zu müssen, um allen Schaden zuzufügen, wenn man ein Gesetzloser ist. Als Sheriff bietet sich vllt. "Paul Regret" an, der hingegen niemals durch eine Gatling verletzt werden kann^^.
    Alle Charaktere sind schön übersichtlich auf der Rückseite der Anleitung aufgelistet.
    Die Würfel-Variante darf also gerne empfohlen werden, für Fans, für die Kartenbesitzer und für Gelegenheitsspieler!

    Pascals Wertung:
  • Skull King Pascal über Skull King
    Hübsches Stichspiel für 2-6 Spieler ab 8 Jahren von Brent Beck.

    Die Spieler müssen durch Vorhersagen ihrer beabsichtigen Stichzahl Punkte generieren und nutzen dabei Sonderkarten zur weiteren Verwirrung der Gegner.


    Spielablauf:
    Alle Karten werden gut zusammengemischt und an jeden Spieler pro Runde aufsteigend eine mehr verteilt. In der ersten Runde also 1 Karte an jeden, in der zweiten Runde 2 Karten an jeden, usw. bis zur zehnten Runde, in der jeder Spieler 10 Karten auf die Hand bekommt. Die restlichen Karten werden immer beiseite gelegt.

    In alter Piratenmanier kündigen die Spieler, nach Ansicht ihrer Handkarten, an, wieviele Stiche sie voraussichtlich machen werden. Dazu streckt jeder, der bereit ist eine Faust zur Tischmitte hin und wenn alle Mitspieler soweit sind wird mit einem YO-HO-HO die Faust auf und ab bewegt, um beim "HO" schliesslich auf dem Tisch landend soviele Finger zu zeigen, wie Stiche geplant sind^^! Bei mehr als 5 Stichen, sagt der Spieler die gewünschte Zahl gleichzeitig laut an.

    Ein Spieler notiert dies auf dem beiliegenden Punkteblock in der schmalen Spalte für jeden Spieler und dann geht es los.

    Der Spieler links vom Kartengeber (dieser wechselt jede Runde reihum im Uhrzeigersinn) fängt an und spielt eine Karte aus.
    Die nachfolgenden Spieler müssen diese bedienen, wenn sie eine Karte dieser Farbe auf der Hand haben. D.h., legt der aktive Spieler eine blaue 5 aus, muss der nachfolgende Spieler ebenfalls eine blaue Karte ausspielen (eine höhere, wenn er den Stich machen will, eine niedrigere, wenn er den Stich nicht haben will).
    Hat er keine blaue Karte, kann er eine beliebige andere Farbkarte abwerfen, damit verzichtet er auch auf den Stich, da nur eine höhere Zahlenkarte derselben Farbe greifen würde.
    Hat er allerdings eine Sonderkarte auf der Hand, kann er das gezwungene Bedienen vermeiden und stattdessen diese ausspielen!

    Die Karten sind in den Farben Blau, Gelb, Rot und Schwarz mit den Werten 1-13 vorhanden. Wobei Schwarz quasi die Trumpffarbe im Spiel ist - mit ihr übernimmt man einen Stich, den man nicht bedienen kann, sie dient nicht zum Abwerfen bei einer anderen Farbe, Bsp.: die schwarze 3 sticht eine gelbe 10.
    Hinzu kommen noch Sonderkarten, wie die weiße Flagge ("Escape"), deren Wert immer "0" ist und somit i.d.R. dazu dient einen Stich auf keinen Fall bekommen zu wollen. Ferner die Meerjungfrau ("Mermaid"), die über allen Farben steht und zudem als Einzige den Obermotz "Skull King" schlagen kann (sie verführt ihn^^), die schreckliche Mary ("Scary Mary"), welche nach Wahl als "weiße Flagge" oder als "Pirat" dienen kann und natürlich die Piraten, die alle Farbkarten und die Meerjungfrau übertrumpfen sowie schliesslich den Chef ("Skull King"), der alle schlägt.

    Rangfolge aufgeschlüsselt: Skull King (*) > Pirat/Scary Mary > Meerjungfrau (*) > Schwarz > Blau, Gelb, Rot > weiße Flagge/Scary Mary.

    Wurden alle Karten der aktuellen Runde ausgespielt, folgt die Kontrolle und Wertung.
    Dabei wird reihum geschaut, ob die Spieler ihrer Ankündigung folgen konnten.
    Hat ein Spieler die Voraussage erfüllt, bekommt er die angesagte Stichzahl mit 20 multipliziert gutgeschrieben (Bsp. 3 Stiche angekündigt, 3 Stiche gemacht = 60 Punkte). Im Falle einer angesagten und erfüllten Null-Runde, also der Spieler will keinen Stich machen, erhält der Spieler die aktuelle Runden"nummer" mal 10 als Punkte gutgeschrieben (Bsp. in Runde 4 wären das 4x10 = 40 Punkte).

    Hat ein Spieler mehr oder weniger Stiche gemacht, als er angesagt hatte, erhält er die Differenz mit 10 multipliziert als Minuspunkte (Bsp. 4 angesagt, 2 gemacht = 2x10 = 20 Minuspunkte).
    Im Falle der oben erwähnten Null-Runde würde dies bedeuten, die aktuelle Runden"nummer" mal 10 als Minuspunkte, wobei hier egal ist, um wieviele Stiche der Spieler falsch lag (Bsp. 0 gesagt, 3 gemacht in Runde 6 = 6x10 = 60 Minuspunkte).

    Bonuspunkte gibt es für das "Fangen" von Piraten und/oder des Piratenanführers.
    Wenn der "Skull King" in seine Stich Piraten fängt, erhält er für jeden 30 Punkte extra! Fängt die Meerjungfrau in ihrem Stich den "Skull King" erhält sie dafür 50 Punkte!

    Nach der zehnten Runde endet das Spiel und der Spieler mit der höchsten (positiven^^) Punktzahl gewinnt.


    Fazit:
    Ja, es handelt sich um einen Wizard-Klon und ja, damit ist der Spielablauf bekannt und nichts Neues und die Karten sind thematisch genauso hübsch anzuschauen.
    Dennoch oder gerade deswegen macht das Spiel aber genausoviel Spaß. Und es hat seine Berechtigung neben dem Original im Regal zu liegen, da es durch die Sonderkarten und eine dezent abweichende Rechnungsart genügend Andersartigkeit an den Tag legt.
    Das Spielprinzip spielt sich locker leicht, ohne dabei aber monoton zu werden, denn das rundenweise erneute Einschätzen der eigenen Chancen gegen Fortunas Kartenvergabe und dem taktischen Vorgehen der Mitspieler motiviert jedesmal.
    Die Rangfolge der Karten sitzt so auch schon nach den ersten Runden und so kann man sich ganz auf die eigene Spielweise und die der Mitspieler^^ konzentrieren.
    Ein weiterer Unterschied ist, dass sich Skull King schon ab 2 Spieler spielen läßt, Wizard erst ab 3. Dennoch bleibt es spannender je größer die Spielrunde ist!
    Auf jeden Fall lohnt sich das Spiel - erst recht, wenn man den Vorgänger noch gar nicht besitzt - und jeder geneigte Kartentaktiker sollte unbedingt probespielen.

    Pascals Wertung:
  • Big Deal Pascal über Big Deal
    Raffiniertes Geldkartenspiel für 2-6 Spieler ab 8 Jahren von Brent Beck.

    Die Spieler sammeln Vermögenswerte mit dem Ziel nach wenigen Runden die Millionengrenze zu brechen, doch nur durch ehrliches Sammeln ist noch niemand Millionär geworden *G*.


    Spielablauf:
    Sämtliche Karten werden gut durchgemischt und an jeden Spieler 4 ausgeteilt, der Rest kommt als Nachzugstapel in die Tischmitte und die oberste Karte wird offen ausgelegt.

    Der aktive Spieler kann immer nur eine Aktion ausführen und zur Wahl stehen da:
    ein Set mit den Handkarten bilden und auslegen, ein Set mit Hilfe der Auslage bilden und auslegen, einem Mitspieler das zu oberst ausliegende Set zu stehlen versuchen oder eine Karte abwerfen.

    Die Karten zeigen allesamt luxuriöse Werte, wie ein klassisches Auto, eine Yacht, das versteckte Geld unter der Matraze^^, ein Sparschwein^^, Aktien, ein Haus, das Bankkonto, Juwelen, die Münz- oder Briefmarkensammlung sowie Silber und Gold - wobei die Edelmetalle als Joker fungieren.

    Ein Set besteht immer aus 2 Karten desselben Wertgegenstandes. Hat der Spieler also 2 gleiche Karten auf der Hand, kann er diese vor sich auslegen - das erste Set ist dabei geschützt, kann also nicht gestohlen werden. Jedes weitere Set wird leicht versetzt auf das Vorherige gelegt, damit immer alle Sets zu sehen sind.

    Liegt in der Auslage eine Karte, die der Spieler benutzen kann, um ein Set zu erstellen, weil er keine zweite Karte auf der Hand hat oder nutzen will, darf er diese oberste ausliegende Karte zur Setbildung nutzen.

    Sieht der Spieler bei einem Mitspieler die Möglichkeit dessen oberstes Set an sich zu reissen^^, kann er dies tun, indem er eine gleiche Karte ausspielt und ihn somit \"angreift\". Der Mitspieler kann sich \"verteidigen\", indem er seinerseits eine gleiche Karte, des anvisierten Sets, ausspielt und so den Angriff abwehrt. Nun kann der angreifende, aktive Spieler wiederum eine gleiche Karte ausspielen, um den Angriff fortzusetzen, usw., bis einer der beiden Beteiligten, keine passende Karte mehr hat. Der \"Gewinner\" erhält dann das Set sowie alle bis hierhin ausgespielten Karten und ergänzt das Set um diese - diese einzige Möglichkeit, das ein Set aus mehr als 2 Karten besteht! Alternativ zur nötigen Karte, kann immer ein Joker ausgespielt werden.

    Wenn der Spieler keine der Aktionen nutzen kann oder möchte, wirft er eine Handkarte auf den Ablagestapel offen ab.

    Am Ende seines Zuges füllt der aktive Spieler seine Kartenhand wieder auf 4 auf und der nächste Spieler im Uhrzeigersinn folgt.

    Das Spiel verläuft so weiter, bis der Nachzugstapel aufgebraucht ist und ein Spieler keiner Karten mehr auf der Hand hat - es wird also evtl. noch etwas weitergespielt, wenn der Nachziehstapel leergezogen wurde - alle anderen Spieler werfen ihre Handkarten dann ohne Wertung ab.

    Nun folgt die Rundenwertung. Die Spieler zählen alle vor sich liegenden Kartenwerte zusammen und notieren das Endergebnis.
    Es wird soviele Runden gespielt, bis ein Spieler mindestes 1 Million zusammengetragen hat. Es gewinnt dann der Spieler mit dem höchsten Betrag vor sich!


    Fazit:
    Big Deal ist ein simples, schnell gelerntes bzw. erklärtes Spiel mit hübsch-witzigen Karten aus stabilem Karton. Es ist ein herrliches Ärgerspiel mit großem Glücksfaktor, aber auch dezenten taktischen Überlegungsmöglichkeiten, denn weder pures Sammeln, noch übereiltes \"Angreifen\" bringen den Reichtum nach Haus^^. Oft heißt es wagemutig abwarten und zum richtigen Zeitpunkt zuzuschlagen - immer vorausgesetzt, die richtigen Karten in der passenden Anzahl auf der Hand zu haben.
    Die Sets, um die sich lange \"gestritten\" wird, sind die wertvollsten und oft lassen sich diese als sogenannter lachender Dritter, leicht abstauben :)!
    Das Kartenspiel geht flüssig von der Hand, die Runden sind schnell und es kommt nie Langeweile auf, da ständig die Auslage der Mitspieler mit der eigenen verglichen und geflucht und gebannt auf den Kartenstapel geschaut wird, was da wohl als Nächstes gezogen wird. Die \"Raff-Raff-Rüpli\"-Manier wird durch die amüsant gezeichneten Karten sehr schön unterstützt und eine Runde vergeht flinker, als zunächst bei dem recht großen Kartenstapel vermutet.
    Alter uns Besetzungsgröße der Runde spielte fast keine Rolle, wir konnten in den Testrunden jederzeit gleich viel Spaß ausmachen.
    Ein feines Kartenspiel für zwischendurch oder auch mehrere Runden!

    Pascals Wertung:
  • Monopoly Der Hobbit - Smaugs Einöde Pascal über Monopoly Der Hobbit - Smaugs Einöde
    Der Klassiker um Geld und Immobilien findet seine Fortsetzung mit der Lizenz zum 2. Teil der Hobbit-Trilogie "Smaugs Einöde" für 2-6 Spieler ab 8 Jahren.

    Das Spielprinzip bleibt natürlich gleich. Jeder Spieler versucht für sich durch glückliches Würfeln viele Felder (hier sind es bekannte Orte und in erster Linie die Behausungen der teilnehmenden Charaktere, wie z.B. "Beorns Haus", "Düsterwald", "Kili, der Zwerg" oder "Legolas") in Anspruch nehmen zu können, um diese zügig mit Gebäuden zu bebauen und so die Mieten noch zu erhöhen, die jeder Mitspieler, der auf eben diesen Feldern landet bezahlen muss^^.


    Spielablauf:
    Das Spiel ist klassisch schnell aufgebaut, jeder sucht sich eine Spielfigur aus und erhält Startkapital, die Bank und Grundstückskarten werden sortiert vorbereitet und die Häuser und Hotels (hier Boote und Steghäuser) als Vorrat beiseite gelegt.

    Die Spielerfiguren wandern auf dem Spielbrett herum und kaufen möglichst alles auf, befolgen Anweisungen, wenn sie einmal auf einem Ereignisfeld (hier "Düsterwaldweg" bzw. "Schatztruhe") landen und Karten ziehen müssen oder zahlen Strafen auf den Steuerfeldern (hier für "Gefangen im Netz" oder "Gefangen in einem Fass").
    An Mitspieler werden Mieten, so denn sie es mitbekommen, wenn man auf einem Feld steht, das ihnen gehört^^, bezahlt.

    Irgendwann wird es nur noch einen Spieler geben, der über genügend liquide Mittel verfügt und das Spiel gewinnt.

    Diese Edition ändert daran nichts, aber lässt das Spiel im Hobbit-Style atmosphärisch aussehen!
    Das Geld wurde angepasst und zeigt so die Zwergentruppe auf ihrer Wanderschaft.
    Die Ereignis- und Gemeinschaftskarten (s.o.) und das Spielbrett zeigen natürlich reichlich Szenen aus der Serie und erzeugen großen Wiedererkennungswert für alle Tolkien-Fans.
    Ein Highlight sind auch noch die 6 sehr wertigen, schweren und detailreichen Zinnfiguren, welche berühmte Utensilien aus den Filmen darstellen.

    Der normale Spielablauf kann noch etwas beschleunigt werden, wenn der beiliegende rote Tempo-Würfel hinzugenommen wird, dessen Augenzahlen (1, 2, 3) werden zum Wurf der beiden normalen, weißen Würfel hinzuaddiert. Wird der "Bus" gewürfelt, darf man sich aussuchen, ob man einen oder beide weiße Würfel nutzt und bei "Mr. Monopoly" führt man den Zug normal aus, darf danach aber noch bis zum nächsten freien Grundstücksfeld ziehen und diese kaufen.


    Fazit:
    Das Spiel gefällt und macht Spass, sieht hübsch aus und ist ein Sammlerstück für alle Hobbit-Fans. Wer heutzutage nichts mehr mit dem Monopoly-Prinzip anfangen mag, kann sich immerhin an der Optik erfreuen^^.
    Alle anderen, die sich gerne noch mal ans Kartensammeln und Miete-Kassieren ergötzen mögen und zudem noch den alten neuen Gefährten^^ etwas abgewinnen können, müssen zuschlagen!

    Pascals Wertung:
  • Mystery Rummy - Jack the Ripper Pascal über Mystery Rummy - Jack the Ripper
    Eine Mischung aus dezentem Ausschlussverfahren und dem Kartenspiel Rommé für 2-4 Spieler ab 8 Jahren von Mike Fitzgerald.

    Die Spieler versuchen in dieser Geschichte Jack, the Ripper zu enttarnen, indem sie verschiedene Kartensätze ausspielen und so nach und nach durch Punktemehrheit dem Übeltäter auf die Schliche kommen.

    Jeder Spieler erhält eine Übersichtskarte und die 62 Spielkarten werden gut gemischt als Nachziehstapel abgelegt, wobei je nach Spielerzahl jeder noch 8-10 Handkarten erhält und eine Karte offen die Ablage beginnt.
    Unter den Karten finden sich Hinweise (36 Charakter-, Brief- und Jokerkarten), Ereignisse (25 Aktionen und Charaktere, darunter Verdächtige, Opfer, Tatorte und Alibi-Karten) und die "Der Ripper entkommt"-Sonderkarte.
    Dabei sind die Karten alle gleich aufgebaut, mittig findet sich oben der Name, darunter ein Konterfei und unten ein Spieltext (i.d.R. auszuführende Aktion) sowie Infotext. Rechts oben steht der Wert der Karte und links oben der Typ.

    Der Spieler links vom Kartengeber beginnt und im Uhrzeigersinn folgen die anderen Spieler reihum.
    Der aktive Spieler hat dabei immer drei Aktionen abzuhaken: er muss eine Karte ziehen (vom Nachziehstapel oder die Oberste von der Ablage), er kann Karten ausspielen und er muss eine Karte ablegen.

    Um nun Charaktere ausschliessen oder beschuldigen zu können, müssen Karten ausgespielt ("gemeldet") werden und dies verläuft ähnlich wie bei Rommé. Um auslegen zu dürfen, muss man mindestens drei Karten einer Farbe ausspielen und zwar von den Hinweisen (s. auch Kartentyp), die Anzahl der ausgespielten Charakterkarten deutet dann darauf hin, wer wohl der Verdächtige Nr. 1 sein wird - je mehr einer Person, desto verdächtiger ist er oder sie^^.
    Einzelne Karten können ebenfalls vom Spieler vor sich ausgelegt werden, wenn von diesem Charakter schon ein "Set" woanders (bei einem Mitspieler) ausliegt, dies sind dann Ergänzungen und bringen am Ende des Durchgangs direkt ihren Kartenwert als Punkte ein.
    Derlei Hinweise abzulegen funktioniert aber nur, wenn ein Opfer ausliegt, evtl. werden also einige Runden vergehen, bis schliesslich Karten ausgespielt werden können.
    Joker-Karten können hierbei übrigens fehlende Farben ersetzen.

    Ereignisse werden hingegen immer einzeln ausgespielt, mal in den eigenen Spielbereich, mal direkt auf die Ablage. Der Kartentext gibt vor, was genau zu tun ist. Es darf aber nur ein Ereignis pro Zug ausgespielt werden!

    Das Spiel verläuft so reihum, bis entweder ein Spieler seine letzte Handkarte ausspielt oder verliert (durch eine Aktion), der Ripper entkommt oder der Nachziehstapel 2mal "durch" ist.

    Hiernach folgt die Punktewertung und zwar unterschieden danach, ob der Fall gelöst wurde, oder nicht.
    Existiert mindestens ein Verdächtiger ohne Alibi und endete das Spiel normal, durch das Ablegen einer letzten Karte, wurde der Fall gelöst. Verloren gilt die "Untersuchung", wenn der Ripper entkam oder keine Verdächtigungen ausliegen.

    Im ersten Fall erhalten die Spieler die Kartenwerte aller bei sich ausliegenden Karten als Punkte gutgeschrieben. Handkarten bringen dagegen Minuspunkte ein.
    Der große Punktebonus kommt aber durch die verdächtige und so überführte Person (der Charakter, dessen gesamten ausliegenden Karten den höchsten Wert haben und der kein Alibi, aber einen Verdacht ausliegen hat!), alle Spieler, die hiervon Karten bei sich ausliegen haben, erhalten deren Werte je verdoppelt aufgeschrieben.

    Im zweiten Fall addieren die Spieler die Kartenwerte aller Opfer- und Tatort-Karten in ihrem Spielbereich. Der Spieler, der die "Ripper entkommt"-Karte evtl. ausspielte, erhält 35 Punkte.

    Nach X Runden gewinnt, wer zuerst mind. 100 Punkte erreicht.


    Mystery Rummy macht erstaunlich viel Spaß und funktioniert in jeder Besetzungsgröße sehr gut. Die bekannten Mechanismen und die leicht strategischen Rundenabläufe motivieren durchaus für mehrere Runden und so kommt man leicht auf die 100 Zielpunkte. Ein bisschen Glück beim Kartenziehen, etwas Taktik, wann man welche Karte ausspielt (oder besser nicht^^) und dezentes Einschätzen der Mitspieler sorgen für genügend Abwechslung beim Spielen.
    Die Karten sind thematisch hübsch anzuschauen und sehr stabil und auch der passend große Karton macht nicht nur optisch was her, sondern glänzt mit einer tollen Aufgeräumtheit.

    Pascals Wertung:
  • Matchball Pascal über Matchball
    Geschicklichkeits- und Partyspiel für 2-6 Spieler ab 8 Jahren von Andrew und Jack Lawson.

    Triff mit dem Ball in die Punkteringe und gewinne als Erster mit 15 Punkten. Ganz einfach, kennt man von jeder Kirmes...achja? *G*


    Spielablauf:
    Zum Aufbau sucht man sich viel Platz, es bietet sich ein grosser bzw. langer Tisch an (oder ein entsprechendes Pendant oder draussen auf der Spielstrasse oder ein Gartentisch, o.ä.) und legt die Innenschachtel mit den 9 Vertiefungen an ein Ende des Tisches und auf die Vertiefungen nach Vorgabe die farbigen Punkteringe. Hinter den Vertiefungen wird die "Abprall"-Wand eingesteckt und Würfel und Ballzange werden bereitgelegt. Die Zahlenmatten 1, 2 und 3 kommen noch vor die Schachtel und dienen als Aufschlagfelder.
    Die Spieler entscheiden sich noch, ob sie jeder gegen jeden oder in Teams spielen wollen. Ein Startspieler wird bestimmt und los geht es.

    Zum Wurf muss der aktive Spieler mindestens 50cm vom Tischrand entfernt stehen.
    Zuvor wird noch der Würfel geworfen, dieser gibt vor, welches Aufschlagfeld unbedingt genutzt werden muss, bevor der Ball in die Schachtel fliegt.

    Bsp. es wurde eine "2" gewürfelt, damit die nun hoffentlich getroffenen Ringe auch Punkte bringen, MUSS der Spieler das Aufschlagfeld "2" treffen und von dort muss der Ball dann zu den Ringen "hüpfen"^^.

    Jeder Spieler darf die drei Bälle einmal werfen und so versuchen, möglichst viele Punkte zu machen (drei 1er-, zwei 2er-, drei 3er- und einen 4er-Punktering,e gibt es).
    Dies geht abwechselnd solange weiter, bis ein Spieler (Team) mindestens 15 Punkte erreicht hat, die Runde wird dann noch zu Ende gespielt und bei Gleichstand gibt es ein "Sudden Death"-Stechen.

    Man kann sich vorher entscheiden, ob ein Spieler den Spielleiter mimt und als solcher das "unparteiische" Würfeln übernimmt, die Punkte aufschreibt und klärt, ob ein Wurf gültig war :).

    Als Varianten gibt es dann noch die "Punktlandung", ähnlich dem Dart-Spielen muss hier exakt die 15 erreicht werden, ansonsten müssen die überzähligen Punkte "rückwärts" heruntergespielt werden (auf die 15). Oder das Spiel mit Handicap, der Gewinner der letzten Runde muss von einem immer grösser werdenden Abstand aus werfen.
    Die Punkteringe lassen sich noch beliebig umverteilen und man könnte ohne Würfel spielen. Ohne Würfel könnte auch heissen, dass man mit dem ersten Ball das Aufschlagfeld "1", mit dem zweiten Ball die "2" und mit dem dritten Ball das Feld "3" zuerst treffen muss! Die Partyvariante sieht vor, dass die Spieler komische Verrenkungen machen müssen und in dieser Pose versuchen den Ball geschickt zu werfen und bei mehr als 4 Spielern könnte man sich überlegen nur mit zwei Bällen oder nur bis 12 Punkte zu spielen, damit nicht zu lange Wartezeiten entstehen.


    Fazit:
    Matchball ist keine Innovation, aber ein tolles und sehr unterhaltsames Geschicklichkeitsspiel! Material und Aufmachung sind dabei sehr wertig und fröhlich bunt^^. Für die Partyspiel-Ecke oder lustige Runden jederzeit geeignet und genauso auch für den Kindergeburtstag. Die Ähnlichkeit zu CuPonk, diversen Trinkspielen und Kirmes-Varianten ist sicherlich nicht ungewollt, bringt das ganze aber nun nach Hause in einem kompakten Stil!
    Die zahllosen Anpassungsmöglichkeiten ermutigen zu vielen noch spassigeren Haus- bzw. Outdoor^^-Regeln und die famose Kurzweiligkeit motiviert zu mehreren Runden oder gar Turnieren :).
    Unserer Erfahrung nach ist die Wartezeit auch bei großen Gruppen absolut im Rahmen und verschmerzbar. Das Spiel ist so simpel im Ablauf und doch (je nach Agilität^^) schwer zu meistern, das sich Vollzeitnörgler, die das Spielegenre nicht mögen, hier wunderbar wohl fühlen können *G*, alle anderen haben einfach nur Spaß!
    Matchball will ein - Achtung! Neu-Deutsch^^ - Fun-Game sein und das erfüllt es voll und ganz!

    Pascals Wertung:
  • Monopoly Teenage Mutant Ninja Turtles Pascal über Monopoly Teenage Mutant Ninja Turtles
    Der Klassiker um Geld und Immobilien findet Einzug in die Welt der Ninja Turtles für 2-6 Spieler ab 8 Jahren.

    Das Spielprinzip bleibt natürlich gleich. Jeder Spieler versucht für sich durch glückliches Würfeln viele Felder (hier sind es bekannte Orte und "Straßen", wie z.B. "Splinters Dojo", "Kraang Versteck" oder ""Eingang Abwasserkanal") in Anspruch nehmen zu können, um diese zügig mit Gebäuden zu bebauen und so die Mieten noch zu erhöhen, die jeder Mitspieler, der auf eben diesen Feldern landet bezahlen muss^^.

    So wandern die Spielerfiguren auf dem Spielbrett herum und kaufen möglichst alles auf, befolgen Anweisungen, wenn sie einmal auf einem Ereignisfeld (hier "Turtle Power" bzw. "Mutagen") landen und Karten ziehen müssen oder zahlen Strafen auf den Steuerfeldern (hier für Pizza oder Reparaturen^^).
    An Mitspieler werden Mieten, so denn sie es mitbekommen, wenn man auf einem Feld steht, das ihnen gehört^^, bezahlt.

    Irgendwann wird es nur noch einen Spieler geben, der über genügend liquide Mittel verfügt und das Spiel gewinnt.

    Diese Edition ändert daran nichts, aber lässt das Spiel im Turtles-Style schön aussehen!
    Das Geld wurde angepasst und zeigt neben dem Turtles-Logo Pizzastücke (ihre Lieblingsspeise^^), als "Sicherheitsmerkmal" *G*.
    Die Ereignis- und Gemeinschaftskarten (s.o.) und das Spielbrett zeigen natürlich reichlich Szenen aus der Serie und erzeugen eine heimische Atmosphäre für alle TMNT-Fans.
    Ein Highlight sind auch noch die 6 sehr wertigen, schweren und detailreichen Zinnfiguren, welche die berühmtesten Persönlichkeiten darstellen: Splinter, Shredder, Raphael, Michelangelo, Donatello und Leonardo.

    Der normale Spielablauf kann noch etwas beschleunigt werden, wenn der beiliegende rote Tempo-Würfel hinzugenommen wird, dessen Augenzahlen (1, 2, 3) werden zum Wurf der beiden normalen, weißen Würfel hinzuaddiert. Wird der "Bus" gewürfelt, darf man sich aussuchen, ob man einen oder beide weiße Würfel nutzt und bei "Mr. Monopoly" führt man den Zug normal aus, darf danach aber noch bis zum nächsten freien Grundstücksfeld ziehen und diese kaufen.

    Das Spiel gefällt und macht Spass und ist ein guter Übergang für Kids vom Monopoly Junior hin zum "normalen" Monopoly, sieht hübsch aus und ist ein Sammlerstück für alle Turtles-Fans. Wer heutzutage nichts mehr mit dem Monopoly-Prinzip anfangen mag, kann sich immerhin an der Optik erfreuen^^.
    Alle anderen, die sich gerne noch mal ans Kartensammeln und Miete-Kassieren ergötzen mögen und zudem noch den Kanal-Kröten^^ etwas abgewinnen können, müssen zuschlagen!

    Pascals Wertung:
  • TOP TRUMPS - Monster High Pascal über TOP TRUMPS - Monster High
    Die Zeichentrickcharaktere der berühmt-berüchtigen Monster High kommen nun auch zum geneigten Quartett-Fan nach Hause. Das neue Quartett von Top Trumps hat die Charaktere der TV-Serie zum Thema und setzt dies thematisch sehr schön um!

    Die Karten repräsentieren so ziemlich alle Charaktere (Count Fabulous, Cleo de Nile, Neptuna, Clawd Wolf, Venus McFlytrap, Operetta, Jackson Jekyll, Sir Hoots a Lot, Robecca Steam, Lagoona Blue, u.v.a.) der Trickserie in atmosphärisch ausgeschnittenen Nahaufnahmenzeichnungen, nebst Namen, Attributen und einem Info-Text, der so manches Wissenswertes für die Fans aufweisen kann.

    So werden die Hintergrundinformationen zu sämtlichen Charakteren der Serie erklärt, wenn auch die gewählte Schreib-Schrift - zwar optisch passend, aber - etwas klein geraten ist.

    Als Spielattribute gibt es hier: Alter, Killerstyle, Monster-Freund, Wildheit und G.E.-Ergebnis ("Grusel-Eignungstest-Ergebnis"). Die Werte passen natürlch genau zu den Charakteren und unterstützen das monströse Flair der Serie thematisch ziemlich gut.

    Bei einem Quartett kommt es darauf an, 4 Karten einer Gruppe zu sammeln, um am Ende die meisten Gruppierungen zu haben, aber die Top Trump - Editionen gehen gleich ans Eingemachte und lassen die Spieler mit den Werten ein Stichspiel spielen. Wer möchte kann sich aber Gruppierungen ausdenken bzw. solche festlegen und klassisch spielen, beides gelingt gut und kurzweilig.
    Für Fans und Neugierige durchaus empfehlenswert.

    Pascals Wertung:
  • Deutschland - Das Kartenspiel Pascal über Deutschland - Das Kartenspiel
    Ein neckisches Orientierungsspiel für 2-4 Spieler ab 10 Jahren von Günter Burkhardt.

    Die Spieler müssen versuchen die Position von Orten in Deutschland mit Tippkarten zu bestimmen und dabei angeben in welcher Himmelsrichtung der Ort am ehesten liegt und/oder wieviele Einwohner dort leben.


    Spielablauf:
    Die 96 Ortskarten werden gut gemischt und mit der Namensseite nach oben als Nachziehstapel bereitgelegt, rechts davon werden die vier Obersten genauso ausgelegt.
    Die Spieler erhalten in ihrer gewünschten Farbe je einen Satz Tippkarten (N, O, S, W, meisten Einwohner, wenigsten Einwohner).

    Ein Startspieler wird bestimmt und folgend müssen die Spieler reihum eine ihrer Tippkarten an die vier ausliegenden Ortskarten legen.
    Jeder Spieler muss dabei drei Tippkarten abgeben - alle Spieler legen die Tippkarten in Reihenfolge unter die Ortskarten, dies ist für die Punktevergabe wichtig.
    Jeder entscheidet sich also, ob er/sie je nach Ortskenntnis^^ den Ort in eine bestimmte Himmelsrichtung zu platzieren gedenkt und/oder die Einwohnerzahl bestimmen will.

    Auf der Rückseite einer Ortskarte findet sich der Name, die Einwohnerzahl, ein Infotext und die Rastereinteilung in Zahlen 0-150 (Nord - Süd) bzw. 0-90 (West - Ost).

    Die Tipps werden immer in Relation abgegeben, d.h. wie weit südlich liegt Ort A im Vergleich zu den anderen drei Orten, sprich, welcher Ort liegt am südlichsten? Diesem würde der Spieler dann das "S", für Süden, anlegen. Dito, welcher der vier Orte hat die meisten Einwohner, usw.

    Bsp.:
    "Friedrichshafen" (Baden Württemberg), 57.150 Einwohner, N-S: 147, W-O: 34
    Die Stadt liegt als fast ganz im Süden und relativ mittig auf der West-Ost-Achse und hat eher wenig Einwohner.

    "Mönchengladbach" (Nordrhein-Westfalen), 255.090 Einwohner, N-S: 76, W-O: 4
    Die Stadt liegt eher mittig auf der Nord-Süd-Achse, aber ziemlich weit westlich und hat relativ viele Einwohner.

    Die beiden Städte im Vergleich:
    Von den beiden Städten liegt Friedrichshafen "am südlichsten" und hat die wenigsten Einwohner. Mönchengladbach liegt "am westlichsten" und hat die meisten Einwohner.

    Auf die Weise müssen die Spieler nun die VIER ausliegenden Ortschaften für sich "vergleichen", wenn sie ihre Tippkarten ausspielen.

    Wenn jeder Spieler seine dritte Karte ausgelegt hat, endet die Tipprunde und die Ortskarten werden umgedreht und offenbaren nun ihre wahren Positions- und sonstigen Daten.
    Für die Wertung kontrollieren die Spieler nun gemeinsam, ob die angelegten N, O, S, W bzw. Einwohner-Tippkarten richtig liegen. Falsch angelegte Karten werden entfernt, dadurch rücken evtl. weiter unten liegende Karten hoch (s.o., die Karten werden pro Ortschaft untereinander angelegt), um die Lücken zu schliessen.
    Nach der Kontrolle werden die Tipps gewertet, dabei zählen die Karten in der ersten Reihe - also direkt unter den Ortskarten - drei Punkte, die Karten darunter zwei Punkte und darunter einen Punkt. Ab der vierten Reihe gibt es keine Punkte mehr - aber das Anlegen dort kann sich evtl. doch lohnen, wenn eben ein vorheriger Spieler eine Karte falsch angelegt hat und so die eigenen aufrückt.

    Die Punkte werden notiert und eine neue Runde beginnt.
    Die Spieler erhalten all ihre Tippkarten zurück und die vier ausgelegten Ortskarten kommen aus dem Spiel und vier neue Orte werden vom Stapel gezogen.
    Wieder wird bis zu dreimal getippt, usw.

    Das Spiel verläuft bei 2-3 Spielern über 6 Runden und bei 4-6 Spielern über 8 Runden. Es gewinnt jeweils der Spieler mit den meisten Punkten.


    Fazit:
    Die Kartenvariante des großen Bruders (Deutschland - Finden Sie Minden) ist durchweg gelungen. Die Runden- bzw- Tippabläufe wurden stark vereinfacht, machen aber nach wie vor Spaß und die Karten geben dabei immer noch das Wichtigste an Informationen preis. Die Karten sind zwar etwas klein, aber übersichtlich genug und recht stabil. Die Anleitung gibt auf ihrer Rückseite eine Deutschlandkarte preis, mit aufgelegtem Raster (0-150, 0-90), so dass genau nachgeschaut werden kann, wenn Uneinigkeit bestünde.
    Die beigefügte Variante die Tippkarten verdeckt abzulegen ist ebenfalls recht unterhaltsam und gibt dem ganzen noch etwas Würze, da man sich so bei Unsicherheit nicht an den Mitspielern orientieren kann^^.
    Als kleinere, mobile Version ist das Spiel für Geographie-Fans also absolut zu empfehlen!

    Pascals Wertung:
  • Crazy Cat - Wilde Jagd Pascal über Crazy Cat - Wilde Jagd
    Niedliches Leiterspiel für 2-4 Spieler ab 5 Jahren.\r\n\r\nDie wilden Katzen wollen zum Käse, doch dazu müssen sie die Kanalisation durchqueren, um ans Ziel zu gelangen. Der Weg dorthin ist aber vollgestopft mit Mäusen, die immer wieder versuchen die Katzen abzulenken und sie mal hierhin, mal dorthin durch Abflussrohre locken. Welchem Spieler gelingt es dennoch als Erstem das Ziel zu erreichen?\r\n\r\n\r\nSpielablauf:\r\nDie Spielplan wird zusammengepuzzelt und die Spieler stellen ihre Figuren auf den Startplatz. Der gewählte Startspieler erhält den Zahlenwürfel, der Sonderwürfel kommt zunächst beiseite.\r\n\r\nDer aktive Spieler wirft also immer den Zahlenwürfel und bewegt sich um die entsprechende Augenzahl viele Felder vorwärts. Gelangt er dabei auf ein Feld mit einem Abflussrohr, in dem das Hinterteil einer Maus zu sehen ist, folgt er diesem nach oben oder unten, je nachdem in welche Richtung sich die Maus bewegt.\r\n\r\nWird mit dem Zahlenwürfel eine Maus gewürfelt, kommt der Sonderwürfel zum Einsatz und muss ebenfalls geworfen werden. Zeigt dieser anschliessend ein Käsestück, darf der aktive Spieler den Platz seiner Figur mit dem Führenden tauschen, zeigt er dagegen eine Maus auf, muss er den Platz mit dem Hintersten tauschen.\r\n\r\nDas Spiel verläuft so also weiter reihum, bis es schliesslich einem gelingt ins Ziel zu kommen und den Käse für sich zu beanspruchen :)!\r\n\r\n\r\nFazit:\r\nCrazy Cat ist ein sehr hübsch anzuschauendes und klassisch spassiges Leiterspiel. Die Kinder sind begeistert und schwenken zwischen Schadenfreude und \"kleinen\" Wutausbrüchen^^ hin und her, je nach Würfelglück - von sich selbst, wie auch den Mitspielern *G*. Erwachsene spielen auch gerne eine Runde mit, aber für mehrere Runden geht einem da schon die Puste aus, da sich diese durchaus mal bis zu 30+ Minuten ziehen kann - die Kleinen findens aber toll.\r\nEtwas ungewöhnlich fehlt die klassische \"Leiter\" die das halbe Spielfeld überqueren läßt und in der letzten Feldreihe, kann man nicht mehr runterrutschen. Aber sonst macht man als Käufer hier nichts falsch, da die Leiterspiele zur Zeit eh nicht so doll verbreitet sind.\r\nSpassig auch der Look, den sich Kosmos da hat einfallen lassen für ihre neue Kids-Reihe \"Crazy Cat\", das Spiel kommt in einer Plastikmülltonne daher und das Spielfeld besteht aus lauter Puzzleteilen, damit es überhaupt da rein passt. Aber so gibt es auch immer gleich eine kleine Aufgabe für die Kids, bevor das Spiel losgeht.\r\nIn den Testrunden kam diese positiv an, es kann natürlich auch mal lästig sein, da es nicht sofort losgeht.\r\nFür Sammler vielleicht interessant, die weiteren 4 Spiele dieser Reihe kommen somit ebenfalls in einer Mülltonne daher, aber jede andersfarbig, so kann man sich was hübsch Buntes ins Kinderspielregal stellen^^.

    Pascals Wertung:
  • Jupiter Pascal über Jupiter
    Feines Taktikspiel für 2-4 Spieler ab 8 Jahren von Reiner Knizia.

    Die Spieler setzen abwechselnd ihre Sonden auf einem Planquadrat und müssen dabei geschickt die Jupitermonde umrunden, um möglichst viele Punkte zu erhalten.

    Der 4x6-Felder große Spielplan wird ausgelegt und die Spieler erhalten in ihrer Wunschfarbe 6 Sonden (gr. Spielsteine) und 1 Wertungsstein. Die 6 großen Würfel werden zur Seite gelegt.
    Je nach Spielerzahl wird nur ein Teil des Spielfeldes genutzt, bei 2 Spielern ein 4x4 - Feld, bei 3 Spielern ein 4x5 Feld und nur bei 4 Spielern das ganze 4x6 Feld.

    Der aktive Spieler muss nun entweder eine seiner "Sonden" platzieren oder einen Würfel werfen und diesen dann auf einem Feld platzieren - gesetzt werden darf auf jedes freie Feld.
    Die Idee hier ist nun, so zu setzen, dass man möglichst viele Punkte macht, ohne den Mitspielern ebenfalls Punkte zu schenken!
    Wenn eine Sonde eingesetzt wird, erhält der Spieler für sie Punkte von allen Würfeln, die in waagerechter oder senkrechter Reihe liegen.
    Wird ein Würfel eingesetzt (mit der geworfenen Augenzahl nach oben), erhalten die Spieler der Steine, die senkrecht oder waagerecht in Reihe zu ihm liegen, die Augenzahl als Punkte gutgeschrieben.

    Das Spiel verläuft so rundenweise, bis kein Feld mehr auf dem Spielfeld frei ist.
    Es gewinnt, wer die meisten Punkte sammeln konnte.

    Ein sehr gutes, wenn auch simples und kleines Spiel für alle Taktikfreunde.
    Der Glücksfaktor des Würfelns ist obsolet, da die geschickte Platzierung der Steine und Würfel das Wichtigste ist, die Punktehöhe ist da zu vernachlässigen.
    Es funktioniert in jeder der drei möglichen Besetzungsgrößen gleich gut und fordert durch den Wunsch immer wieder eine andere Herangehensweise zu probieren auch zu vielen Runden auf^^.
    Die beiden Varianten von Knizia in dieser franjos-Edition sorgen zusätzlich für weitere Abwechslung und spielen sich ebenfalls sehr interessant.
    Durchaus also ein Spiel zum Wiederholen *G*.

    Pascals Wertung:
  • 6 nimmt! Jubiläumsedition Pascal über 6 nimmt! Jubiläumsedition
    Der Klassiker in der 20 Jahres-Jubiläums-Edition für 2-10 Spieler ab 10 Jahren von Wolfgang Kramer.

    Noch immer geht es darum, Zahlenkarten an die Auslage anzulegen, aber diesmal kann man die Reihen schneller und fieser füllen mit den Null-Komma-Karen *G*.


    Spielablauf:
    Die Zahlenkarten werden gut zusammengemischt und an jeden Spieler 10 ausgeteilt. Vier weitere Karten werden offen untereinander ausgelegt, der Rest der Karten wird nicht mehr benötigt.

    Die Spieler müssen nun eine ihrer Karten aussuchen und verdeckt vor sich ablegen, um schliesslich alle gemeinsam, die Karten umzudrehen. Der Spieler, der die niedrigste Zahl ausgespielt hat, beginnt und danach in entsprechender Folge die restlichen Spieler.

    Der aktive Spieler muss seine Karte an eine der vier Reihen anlegen und zwar genau dort, wo seine Karte in der Zahlenfolge aufsteigend und von der Differenz her am ehesten passt.
    Bsp.: es liegen eine 4, 30, 76 und 93 aus...der Spieler spielt eine 19. Die Karte muss demnach an die 4 angelegt werden, da sie größer als die 4 ist, aber kleiner als alle anderen.

    Dadurch, dass man nie weiss, welche Zahlen die Mitspieler ausspielen, kann es durchaus schwierig werden, die eigene Karte so anzulegen, wie gedacht^^. Häufig hat dann doch noch der ein oder andere Spieler ein Karte, die gerade so noch "dazwischen" passt und schwupps liegt man mit dem Anlegen ganz hinten.
    Das ist insofern blöd^^, da eine Reihe ab der 5. angelegten Karte beendet ist!
    Wer auch immer die 6. Karte an diese Reihe anlegen "muss", nimmt die gesamte Reihe an sich und legt die neue (sechste) Karte an deren Stelle hin.
    So kann es durchaus vorkommen, dass die Spieler mehrere Male so eine Reihe nehmen müssen, bis die Spielrunde endet oder wer glücklich spielt niemals :)!

    Auf den Karten sind unterschiedlich viele, kleine "Hornochsenköpfe" *G* abgebildet und die werden am Rundenende zusammengezählt und notiert.

    So geht es reihum weiter, bis alle Spieler ihre 10 Karten ausgespielt haben.

    Wer nach X Runden dann die niedrigste(!) "Punkt"zahl vorweist, hat gewonnen.

    Diese Jubiläumsversion bringt nun 3 Varianten und eine neue Kartengattung mit.
    Zu den üblichen Zahlenkarten gesellen sich nun die 0,0 bis 0,9 hinzu^^!

    Bei der ersten Variante, erhalten alle Spieler zunächst eine dieser neuen Zahlenkarten zufällig zugeteilt und der Rest wird zu den anderen Zahlenkarten gemischt. Das Spiel verläuft dann normal weiter, nur eben mit 11 statt 10 Handkarten.
    "0,"-Karten dürfen nicht aneinander angelegt werden, aber an eine beliebige Reihe, da sie den Wert ja nur dezent^^ erhöhen.

    Die zweite Variante zwingt die Spieler erst eine Karte zum linken Nachbarn zu schieben, dann erst die zu ihnen geschobene Karte (von rechts^^) aufzunehmen und dann erst regulär eine Karte verdeckt zum Ausspielen abzulegen.
    Nur die letzte Karte wird ganz normal genutzt.

    Die dritte Variante macht das Spiel schön taktisch, denn hier erhalten alle Karten mit mindestens 2 Hornochsen eine Sonderfunktion.

    2 Hornochsen: sobald eine solche Karte in eine Reihe gelegt wird - egal an welche Position! - darf nur noch EINE weitere Karte angelegt werden und die muss die Reihe nehmen!

    3 Hornochsen: dito, nur dass noch ZWEI Karten angelegt werden dürfen und diese letzte Karte muss die Reihe nehmen!

    5 Hornochsen: dito, nur dass noch VIER Karten angelegt werden dürfen und diese letzte Karte muss die Reihe nehmen!

    7 Hornochsen: dito, nur dass noch SECHS Karten angelegt werden dürfen und diese letzte Karte muss die Reihe nehmen!

    Diese Sonderfunktionen gelten immer nur für die ERSTE (passende) Karte einer Reihe!


    Fazit:
    "6nimmt!" bleibt ein Klassiker und ein wunderbares Ärgerspiel, das in keiner Kartensammlung fehlen darf.
    Diese Edition nun bringt mit den neuen Karten einen weiteren Schub Spielspaß mit und rechtfertigt alleine deswegen schon die erneute Anschaffung des (selben) Spiels^^.
    Die Varianten spielen sich ebenfalls sehr interessant und kurzweilig und peppen die normalen Runden gehörig auf!
    Es bleibt nicht viel zu urteilen, Material und Aufmachung sind ebenfalls wieder wertig und hübsch hornochsig^^ und wer sich auch nur annähernd mit Schätzspielen anfreunden kann, kommt um "6nimmt!" nicht herum :)!

    Pascals Wertung:
  • Quiddler Pascal über Quiddler
    Forderndes KartenWORTspiel für 1-8 Spieler ab 10 Jahren von Marsha J. Falco.

    Die Spieler erhalten Buchstabenkarten mit denen sie Worte bilden sollen, der Haken, sie müssen alle Karten auf einmal ablegen können.


    Spielablauf:
    Die Karten (A-Z, CH, ER und QU) werden gut durchgemischt und der älteste Spieler wird zum (ersten) Kartengeber und verteilt an jeden Spieler in der ersten Runde 3 Karten (jede weitere Runde kommt eine Karte hinzu!). Die restlichen Karten bilden einen Nachziehstapel, wobei die oberste Karte offen ausgelegt wird.

    Der Spieler links vom Geber beginnt.
    Der aktive Spieler muss immer eine Karte ziehen (die offenliegende Karte oder vom Nachziehstapel), schauen, ob er Karten ablegen kann und zum Schluss noch eine Karte abwerfen.
    Im Falle der Wortauslage, muss also eine Karte zum Abwerfen übrig bleiben!

    Hat der Spieler ein oder mehrere Wörter "auf der Hand", so kann er sie ausspielen - es muss immer die komplette Hand ausgespielt werden!
    Damit wird auch zugleich die letzte Runde eingeläutet, alle Mitspieler haben nun noch eine Chance ebenfalls Worte abzulegen. Die Rundenwertung folgt sogleich und die Spieler erhalten für korrekt (im Zweifelsfalle ein Wörterlexikon heranziehen oder eine Einigung erzielen^^) ausgelegte Wörter die Punkte der Buchstabenkarte addiert als Summe aufgeschrieben, abgezogen werden dabei alle noch auf der Hand verbliebenen Buchstabenkarten.
    Dabei zählen die Buchstaben jeweils nur einmal, wenn sie mehrmals im Wort vorkommen!

    Bsp.: "Speer" wurde ausgelegt, "S" = 2, "P" = 7, "E" = 2, "ER" = 7 Punkte 0 18 Punkte. Wäre das Wort mit 2 "E" und 1 "R" statt dem "ER" gelegt worden, würde das "E" nur einmal für die Punkte gezählt werden!

    Zusätzlich gibt es je 10 Punkte für den Spieler mit den meisten Worten und/oder dem längsten Wort. Herrscht hier ein Gleichstand, bekommt niemand die Extrapunkte.

    Wenn ein Spieler mindestens ein Wort ausgelegt hat, aber noch Karten auf der Hand verbleiben, werden deren Punkte vom ausgelegten Wort zwar abgezogen, aber bei dieser Form der Wertung gibt es keine Minuspunkte, ein Spieler kann also nur 0 Punkte erhalten. Hat ein Spieler kein Wort ausgelegt, kann er dagegen sehr wohl unter 0 Punkte, also Minus-Werte erhalten.

    Bsp.: das oben ausgelegte Wort ergibt 18 Punkte, nun verbleiben dem Spieler aber noch 2 Karten auf der Hand: "I" = 2 und "Z" = 7 Punkte, also werden von den 18 noch 9 abgezogen = 9 Punkte gesamt.

    Nach der Rundenwertung beginnt die nächste Runde mit neuem Kartengeber und nun einer ausgeteilten Karte mehr.

    Das Spiel endet nach der 8. Runde (10 Karten). Der Spieler, der nun die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt.


    Fazit:
    Ein nettes Wortakrobatikspiel, eine Mischung aus Scrabble und Rommé.
    Die Buchstabenkarten sind etwas gewöhnungsbedürftig, da sie allesamt sehr verschnörkelt gestaltet wurden. Gut aber ist die Idee mit den Doppelbuchstabenkarten "ch", "er" und "qu", die in der Konstellation ja häufiger benötigt und einzeln eher selten gezogen werden. Das Glück spielt hier natürlich eine besonders große Rolle, denn noch so großer Intellekt kann sich eben nicht mit Fortuna anlegen und so passiert es desöfteren, dass man auf halbgaren Worten einfach sitzenbleibt.
    Auch ist die Versuchung groß mit simplen Füllwörtern über die Runden zu kommen, gerade in den ersten Spielrunden mit noch wenigen Karten.
    Je nach Gruppengröße kann sich mit Grüblern der Rundenablauf auch gut ziehen, was etwas lästig werden kann, da eine ablenkende Unterhaltung währenddessen schwerfällt.
    Erfreulich aber für Freunde des Solitärs ist die Solo-Variante, die durchaus zu gefallen weiß.
    Wer in größeren Gruppen wert auf gepflegte non-verbale Unterhaltung legt^^, ist hier sicher gut aufgehoben, alle anderen suchen sich dann etwas "aktivere" Wortspiele.

    Pascals Wertung:
  • Saboteur 2 Pascal über Saboteur 2
    Erweiterung zum (semi-)kooperativen Wettlaufspiel um Zwergenbuddler für 2-12 Spieler ab 8 Jahren von Frederic Moyersoen.

    Wieder buddeln die Spieler zielstrebig dem Goldschatz entgegen, aber diesmal sind noch mehr Hindernisse, aber auch Kontermöglichkeiten, im Spiel^^.


    Spielablauf:
    Die Grundregeln und der Aufbau bleiben dem Basisspiel treu [Wege- und Aktionskarten von beiden(!) Spielen zusammenmischen; Goldkarten kommen aus dem Spiel, dafür gibt es nun Gold-Chipmarker; zwischen Start und Ziel sieben Kartenbreiten Platz lassen; jeder Spieler erhält 6 Handkarten], nur, dass nun schon 2 Spieler um die Wette buddeln können und insgesamt bis zu 12 Spieler teilnehmen dürfen.

    Was ändert sich also?
    Zum Einen werden alle Zwergenkarten gegen die 15 Neuen ausgetauscht, da gibt es nun nämlich 4 blaue und 4 grüne Goldsucher, 1 Chefzwerg^^, 1 Profiteur und 2 Geologen sowie 3 Saboteure.

    Die "normalen" Zwerge arbeiten nun in Teams, d.h., wenn ein blauer Zwerg den Schatz korrekt erreicht, haben alle Spieler gewonnen, die ebenfalls einen blauen Zwerg zugeteilt bekommen haben.

    Die anderen Zwerge arbeiten auf eigene Faust. Der "Chef" steht über dem Teamgedanken und gewinnt einfach mit den Grünen oder den Blauen, je nachdem, wer halt zuerst ankommt^^ bekommt allerdings 1 Gold weniger - ausser er erreicht den Schatz und die Teams wurden durch Türen in den Gängen an einer direkten Verbindung gehindert und es spielt kein Profiteur mit, dann erhält er alleine 4 Gold :)!

    Der "Profiteur" gewinnt immer, egal ob die Goldsucher oder die Saboteure gewinnen, allerdings erhält er vom Ertrag 2 Gold weniger. Gewinnt er alleine, erhält er 3 Gold und zwar dann, wenn er den Schatz erreicht, kein Chef im Spiel ist und die Teams durch verschlossene Türen keine Verbindung herstellen können. Ausserdem gewinnt er 3 Gold, wenn nimaned es zum Schatz schafft^^.

    Die "Geologen" graben für sich alleine ohne Interesse am Schatz, sie erhalten aber am Ende soviel Gold, wie sie unterwegs Kristalle freigeschaufelt haben - auf einigen Wegekarten sind Kristalle abgebildet. Sind beide Geologen im Spiel, teilen sie sich das Gold.

    Der Spielablauf wird um eine Aktion erweitert, neben dem Auslegen von Wege- oder Aktionskarten oder dem Passen kommt nun noch die Option hinzu, 2 Karten abzuwerfen, um 1 Sperrkarte zu entsorgen! Sehr nützlich, allerdings spielt man fortan mit einer Karte weniger (5 statt 6), da beim Nachziehen nach wie vor nur 1 Karte gezogen wird.

    Neue Wegekarten gibt es natürlich auch, da wäre einmal die "Brücke" (2x), bei der mindestens einer der beiden Wege angeschlossen werden muss, die "Doppelkurve" (2x), bei der auch der Anschluss eines Weges genügt sowie ein Weg mit einer "Leiter" (4x), der eine direkte Verbindung mit dem Startfeld herstellt und somit Blockierungen unterwegs quasi umgeht und den Weg mit "Tür" (grün/blau; je 3x), der für ein Team den Weg ganz einfach versperrt!

    Bei den Aktionskarten gibt es auch einige Neuzugänge.
    Per "Diebstahl" (4x) ist es möglich am Ende einer Runde, wenn das Gold verteilt wird, einem Mitspieler 1 Gold zu klauen^^ - allerdings darf der Dieb nicht im Gefängnis sitzen!
    Der "Mützentausch" (2x) erlaubt es, sich eine neue Zwergenkarte (von den Nicht-Verteilten) zu ziehen und die Alte abzuwerfen.
    "Gefangen" (3x) wird, wer von einem Mitspieler diese Karte vor sich gelegt bekommt. Dieser Spieler ist temporär gesperrt und darf keine Wegekarten ausspielen, keinen Diebstahl durchführen und wird auch bei der Rundenwertung ausgelassen!
    Wird ein solcher Spieler mit der Karte "Befreit" (4x) wieder zum Spiel zugelassen^^, wirft er beide Karten ab.
    "Hände weg" (3x) entfernt eine "Diebstahl"-Karte.
    Die "Inspektion" (2x) erlaubt es die Zwergenkarte eines Mitspielers heimlich anzuschauen.
    Und "Handkarten tauschen" (2x) macht genau dies^^, der Spieler tauscht mit einem beliebigen Mitspieler die komplette Kartenhand (unabhängig von der Kartenzahl) - der betroffene Spieler darf allerdings eine Karte nachziehen.

    Das Rundenende - nach drei Runden endet das Spiel - tritt ebenfalls ein, sobald ein Spieler den Schatz erreicht hat und die Wertung verläuft aber dezent anders.
    So bekommen alle beteiligten Gewinner entsprechend ihrer Anzahl (die Mitglieder eines Teams sowie evtl. Chef und Profiteur) 1 - 5 Gold. Bsp.: Blau (2 Spieler) erreicht das Ziel, Grün (2 Spieler) ist durch eine Tür gesperrt, ausserdem sind noch ein Chef und ein Profiteur dabei, somit gibt es 4 Gewinner (2x blau, Chef, Profiteur) und es erhält jeder 2 Gold.
    [1 Gewinner = 5 Gold, 2 = je 4, 3 = je 3, 4 = je 2, 5+ = je 1.]


    Fazit:
    Für Fans des Basisspiels ist die Erweiterung Pflicht! Für alle die Saboteur noch nicht kennen, aber gerne in grösseren Gruppen spielen, sind nun beide Spiele Pflicht! :)
    S2 macht alles richtig und erweitert das Spiel sinnvoll an den richtigen Stellen, ohne das Grundspiel zu überladen oder zu verfremden. Der Spielfluss und die Atmosphäre bleiben gleich, es sieht immer noch alles (thematisch) hübsch aus und die Motivation für viele Runden wird eher noch gesteigert.
    Die neuen Wege-, Aktions- und Zwergkarten passen sich sehr gut ein und bringen das richtige Maß an frischer Abwechslung mit.
    Durch den Team- bzw. Einzelkämpfer-Gedanken macht das Spiel auch tatsächlich Sinn und Spaß in einem reinen (2er-)Duell und bei 12 Spielern wird es herrlich chaotisch, aber nie unübersichtlich (nicht selbst mitgespielt, in Runde beobachtet!).
    Uneingeschränkte Empfehlung für diese Erweiterung! :)

    Pascals Wertung:
  • Saboteur Pascal über Saboteur
    (Semi-)Kooperatives Labyrinth-Wettlauf-Spiel für 3-10 Buddler ab 8 Jahren von Frederic Moyersoen.

    Die Spieler schlüpfen in die Rolle von zwergischen Bergarbeitern und sollen einen Stollen nach dem anderen graben, um einen großartigen Goldschatz zu finden. Der Haken dabei, ein Teil der Spieler kann dabei heimlich zur Rolle eines Saboteurs verdingt worden sein und diese müssen verhindern, dass der Schatz jemals gefunden wird.


    Zu Spielbeginn werden die Wege- und Aktionskarten gut zusammengemischt und als Nachziehstapel bereitgelegt, dito der Goldkartenstapel.
    Die Startkarte (Leiter) und die drei Zielkarten (verdeckt; eine davon zeigt den Goldschatz) werden so ausgelegt, dass zwischen Start und Ziel sieben Karten gelegt werden können.
    Die Spieler erhalten je nach Teilnehmerzahl 4-6 Karten vom Nachziehstapel auf die Hand. Zudem werden noch entsprechend viele Zwergen- und Saboteurkarten zusammengemischt und zufällig an die Spieler verteilt, welche sich diese heimlich anschauen und verdeckt halten bis zum Ende des Spiels - so kennt nun auch jeder seine Rolle :).

    Der aktive Spieler hat nun immer die Möglichkeit eine Wegekarte auszuspielen und an einen vorhandenen Wegeanschluss regelkonform anzulegen, eome Aktionskarte zu nutzen oder zu passen.

    Durch das Ausspielen von Wegekarten entsteht von der Startkarte weg über die sieben Kartenbreiten ein Labyrinth aus Gängen, welches vielerlei Abzweigungen und auch Sackgassen aufweisen kann. Sobald eine der drei Zielkarten erreicht wurde, wird diese umgedreht und offenbart entweder .....nichts^^ oder den gesuchten Goldschatz.
    Die Zwerge müssen versuchen, möglichst gezielt durchgehende(!) Verbindungen zwischen Start und Ziel zu legen und die Saboteure versuchen dies natürlich zu verhindern oder zumindest zu erschweren.

    Aktionskarten werden immer vor einen Spieler ausgelegt. Da gibt es Sperrkarten, die so lange verhindern, dass ein Spieler Wegekarten auslegt, bis er genau diese Sperrkarte mit ihrem Gegenstück entfernen kann. So kann man auch bei sich selbst eine Sperrkarte entfernen. Dann gibt es da noch die Geröllkarte, die es erlaubt eine Wegekarte zu entfernen sowie eine Karte, die es dem aktiven Spieler ermöglicht, eine der drei verdeckten Zielkarten anzuschauen.
    Es werden immer alle beteiligten Karten nach der Aktion abgeworfen!

    Wenn ein Spieler passt, muss er eine Handkarte verdeckt abwerfen.

    Sobald ein Spieler die Zielkarte mit dem Goldschatz aufdeckt, endet die laufende Runde und alle beteiligten Spieler erhalten zur Belohnung Goldkarten.
    Ist ein ununterbrochener Weg vom Startfeld zum Zielfeld vorhanden, haben die Goldsucherzwerge gewonnen und es werden soviele Goldkarten gezogen, wie Spieler teilnehmen. Der Spieler, der die Zielkarte aufgedeckt hat, erhält alle Karten und sucht sich eine davon aus, die restlichen Karten gibt er dann gegen den Uhrzeigersinn an den nächsten Spieler, bis alle Karten aufgeteilt wurden - es kann dazu kommen, dass so einige Spieler mehrere Goldkarten erhalten. Die Saboteure gehen leer aus.
    Wurde die Zielkarte nicht korrekt erreicht, haben die Saboteure gewonnen. Je nach Sabteurzahl bekommen die Spieler 2-4 Goldstück-Karten. Die Zwergenspieler gehen leer aus.
    Die Spieler sollten ihre Goldkarten verdeckt halten!

    Nach der dritten Runde endet das Spiel und es gewinnt der Spieler mit den meisten Goldstücken.


    Saboteur ist ein tolles Verwirr- und Bluffspiel, da man erst nach und nach erahnen kann, wer auf welcher Seite steht, denn nicht immer sind die vermeintlich offensichtlichen Aktions- oder Wegekarten verräterisch - gerade am Anfang -, sondern meist eher die Verhaltensweisen am Spieltisch *G*.
    Die Runden verlaufen angenehm kurz - auch mit lästigen Extremgrüblern^^ - und die Spielmechanik ist schön simpel, so dass sich hier alle Spieler-Proflie wiederfinden und wohl fühlen dürften. Richtig Spaß macht es denn auch ab 5 Spielern, da die Verwirrtaktiken hier so richtig aufgehen können^^. Gestaltung und Material sind darüber hinaus auch völlig in Ordnung und passen wunderbar zum Thema.
    Sehr schön auch, die Möglichkeit der wechselnden Rollen, da bei jedem Rundenbeginn die Karten neu verteilt werden.
    Rundum ein tolles Gruppenspiel, sehr zu empfehlen!

    Pascals Wertung:
  • Money Lisa Pascal über Money Lisa
    Kunst-Auktionsspiel für 3-4 Spieler ab 10 Jahren vom Belser Verlag.

    Die Spieler treten als Kunstsammler bei verschiedenen Auktionen auf und versuchen die beste Sammlung zu erstellen, um am Ende mit den meisten Prestige-Punkten zu gewinnen.

    Die Spielvorbereitung ist schnell erledigt, der Spielplan wird zurechtgelegt, die Gemäldekarten gemischt und je 9 auf die vier Plätze auf dem Spielfeld abgelegt, die Trickkarten kommen ebenfalls als gut gemischter Nachziehstapel auf ihren Platz.
    Die Spieler erhalten je einen Satz Geldkarten (1-10) und eine Spielfigur sowie einen Zählstein in ihrer gewählten Farbe. Der Startspieler erhält noch den Würfel und darf als Erster mit seiner Spielfigur auf einem Auktionshaus nach Wahl Platz nehmen, um die Erste von 2 Gemäldekarten als Startanlage zu nehmen. Schlussendlich sucht sich noch jeder eine Geldkarte aus, die er verdeckt bei sich unter den Spielplan legt, diese Karte zählt bei der gr. Ausstellung als zusätzliche Prestigepunkte für den Letztplatzierten! Nachdem dies reihum jeder Spieler durchgeführt hat, beginnt das Spiel.

    Der aktive Spieler würfelt zunächst immer und bewegt seine Figur um die entsprechende Augenzahl vorwärts - bei der Sonderseite 1/2/3/4 des Würfels, kann sich der Spieler die Zugweite aussuchen.

    Der Rundgang zeigt dabei verschiedene Aktionsfelder, deren Ausführung je folgendes bewirkt:

    - Trickkartenfeld: der Spieler nimmt sich die oberste Karte vom korrespondierenden Nachziehstapel - bis zu 6 Trickkarten darf jeder Spieler verdeckt bei sich halten. Ab der 7. Karte muss eine Beliebige abgeworfen werden. Mögliche Karten: +/- 1 Million $, +/- 2 Millionen $, neu würfeln oder STOP! (zum Verhindern einer Angriffsaktion).

    - Falsche Expertise: der Spieler kann bei einem beliebigen Mitspieler eine der obersten, ausliegenden Karten umdrehen - diese kann dann bei einer kl. oder gr. Ausstellung nicht mitgewertet werden! Alternativ kann er eine eigene Karte wieder umdrehen.

    - Zwangstausch: der Spieler kann mit einem beliebigen Mitspieler eine offene, obenliegende Gemäldekarte tauschen.

    - kl. Ausstellung: es gibt 4 dieser Felder und die Aktion wird aktiv, sobald 2 Felder zugleich von Spielfiguren besetzt sind. Alle offen ausliegenden Gemäldekarten der Spieler können nun themen- oder farbenweise gewertet werden (1 = 1, 2 = 4, 3 = 9 Punkte) und den Spielermarker entsprechend auf der Prestigepunkteleiste vorziehen.

    - Auktionshaus (offen/verdeckt): der Spieler entscheidet sich auf diesem Feld für eine der beiden vorgegebenen Auktionsarten (offen: höchstes Gebot/niedrigstes Gebot gewinnt bzw. höchstes Gebot (nur mit geraden Zahlen der Geldkarten)/niedrigstes Gebot (nur mit ungeraden Zahlen der Geldkarten) gewinnt - verdeckt: höchstes Gebot/niedrigstes Gebot gewinnt bzw. höchstes Gebot + Würfel gewinnt) und anschliessend legen alle Spieler eine ihrer Geldkarten offen/verdeckt aus und der Spieler, der nach Vorgabe gewinnt, erhält die oberste Gemäldekarte vom am Auktionshaus angrenzenden Stapel.

    Nach 9 Auktionen endet die erste Sammelnrunde und es findet eine gr. Ausstellung statt. Wieder werden die Serien offener Gemäldekarten gewertet, diesmal mit 1 = 1 Punkt, 2 = 4, 3 = 9, 4 = 16, 5 = 25, 6 = 36 Punkte. Jede Karte kann dabei natürlich nur Teil einer Serie (Thema, Farbe) sein!

    Nach der gr. Ausstellung der zweiten Sammelrunde endet das Spiel und der Spieler mit den meisten Prestigepunkten gewinnt.


    Das Spiel ist schön ausgestattet (Originalkopien der bekanntesten Gemälde) und informativ (auf jeder Gemäldekartenrückseite sind ausführliche Informationen zu Bild und Künstler zusammengestellt - der Belser Verlag ist hier u.a. besonders durch seine "Wie erkenne ich (Kunst)?"-Reihe bekannt) und kann auch Nichtkunstkenner gut unterhalten. Der Bietmechanismus sowie die Rundenabläufe sind simpel und eignen sich für jede Form der Spielrundenbesetzung gleichermassen.
    Die Runden verlaufen recht zügig und es kommt nie wirklich Langeweile auf, natürlich wiederholen sich die Abläufe, bringen aber gerade in den ersten Runden genug Spass und Abwechslung mit.
    Am Ende bleibt ein gutes Gelegenheitsspiel für Jedermann :).

    Pascals Wertung:
  • Monster unterm Bett Pascal über Monster unterm Bett
    Kooperatives Kartenspiel für 1-5 Spieler ab 5 Jahren von Antoine Bauza.

    Die Monster sind los und die Spieler müssen dem armen Kind im Bett in den geruhsamen Schlaf helfen und die Monster vertreiben. Gut, dass jedes anständig erzogenes^^ Monster Angst vor einem bestimmten Spielzeug hat, denn damit werden die Spieler die Alptraumverursacher einen nach dem anderen in die Flucht schlagen.

    Zur Vorbereitung wird erst das Bett erstellt, dazu werden für das einfache Spiel die 20 normalen Monsterkarten genommen - die 5 Karten mit den Doppelmonstern sind für die Profi-Ghostbuster^^ - und gut gemischt als Stapel auf die Karte mit dem Sonnenaufgang gelegt. Das Bett ist gemacht :) - um das Bett herum muss Platz für je 1 Karte an allen Seiten sein.
    Die Zeitkarten I-III werden an der Seite ausgelegt und die Spielzeugplättchen - bis auf die "Alte Socke" und den "Hasenfuss", welche für eine Variante benutzt werden - verdeckt und gemischt bereitgelegt. Die Schrankkarte kommt abseits vom Bett auf den Tisch - hier drunter werden die vergraulten Monsterkarten abgelegt.
    Abschliessend wird noch die erste Monsterkarte gezogen und offen ans Kopfende des "Betts" gelegt.

    Der aktive Spieler schaut sich immer zuerst die um das Bett ausliegenden Monster an und versucht sich zu erinnern, wo das, in einer Gedankenblase über dem jeweiligen Monster abgebildete, Spielzeug wohl liegt.
    Dann nimmt er sich eines der Spielzeugplättchen und dreht es um, ist es eines der bei den Monstern abgebildeten Objekte, vertreibt er damit diese "in den Schrank" und legt das Plättchen wieder verdeckt an seinen Platz.
    War es ein Spielzeug, vor dem keines der ausliegenden Monster Angst, wird das Plättchen wieder zurückgelegt und die nächste (erste) Zeitkarte wird umgedreht.
    In beiden Fällen folgt der nächste Spieler.

    War das vertriebene Monster, das z.Z. einziges Monster am Bett, wird direkt eine neue Monsterkarte gezogen und ans Kopfende gelegt.
    Wurde die dritte Zeitkarte umgedreht, haben die Spieler zu lange erfolglos herumprobiert und ein weiteres Monster fasst seinen Mut zusammen und kommt unter dem Bett hervorgekrochen - eine weitere Monsterkarte wird gezogen und angelegt.

    Die Spieler gewinnen, wenn die letzte Monsterkarte aufgedeckt wird und so die Sonnenaufgangskarte sichtbar wird - die noch verbliebenen Monster fürchten sich im Hellen und flüchten von allein.
    Die Monster "gewinnen", sobald es ihnen gelingt, das Bett vollständig zu umzingeln!

    Als Varianten kann man probieren, die Zeitkarten einzeln wegzulassen, so dass nur zwei oder gar nur eine Karte ausliegt, bevor ein neues Monster erscheint.
    Oder die Plättchen "Alte Socke" und "Hasenfuss" kommen ins Spiel, dabei ist die Socke nur im Weg, denn wer sie "zieht", erreicht nichts, kein Monster fürchtet sich vor einer alten Socke^^ und beim zweiten Ziehen des Hasenfussplättchens - beim ersten Mal passiert nichts, das Kind kriecht einfach nur unter die Decke^^ - wird sofort ein Monster an eine freie Bettseite gelegt.
    Die dritte Variante bringt die Doppelmonster-Karten ins Geschehen, hier muss der aktive Spieler zwei Plättchen ziehen und beide Spielzeuge müssen passen.

    Insgesamt ein schön aufgemachtes Spiel mit Herz & Witz und für die Kleinen schon eine Herausforderung, aber leider auf Dauer, trotz Varianten, kein Dauerbrenner. Auch die mäßig kurzweiligen Spielabläufe bringen nur für die erste Runde genügend Motivation auf, sobald etwas ältere Kinder mitspielen und Erwachsene betreuen das Memory-Spiel auch mehr, als das sie dort mit eintauchen könnten.
    Kein wirklich schlechtes Spiel, aber eher ein Nischenprodukt.

    Pascals Wertung:
  • Monster auf der Flucht Pascal über Monster auf der Flucht
    Ein spassiges Laufspiel für 2-5 Aliens ab 8 Jahren von Andreas Pelikan.

    Das Amt zur Erhaltung ausserirdischer Monster schlägt Alarm, denn die Sonne der ortsnächsten Galaxie droht zur Supernova zu werden und die ansässigen Monster sollen unverzüglich evakuiert werden.
    Die Spieler greifen rettend ein, indem sie nach und nach Monsterkarten ausspielen und dieselben vorwärts bewegen, weit weg vom Zentrum der nahenden Explosion. Kommt es schliesslich zum Knall gewinnt der Spieler, dessen Monster seiner zuvor abgeschlossenen Wette entsprechend in der Fluchtreihenfolge gut platziert ist^^.

    Zu Spielbeginn werden die Monsterkarten gut durchgemischt und in drei etwa gleichgroße Stapel aufgeteilt. Zwei der Stapel werden wieder zusammengelegt und bilden den Nachzugstapel und zugleich die Mitte der Galaxie (künftige Supernova^^). Von diesem Stapel aus, wird mit den restlichen Karten eine Spirale großzügig ausgelegt, die sich zu einem Tischrand hin orientiert.
    Auf der ersten ausgelegten Karte nebem dem Stapel werden die 5 Monsterfiguren zum Start positioniert.
    Je eine der 5 Monsterkarten (offen) und je eines der 5 Monsterplättchen (verdeckt) werden an die Spieler verteilt. Dies sind nun die Monster, auf die die Spieler wetten, dass sie die beste Position erreichen werden - welches übrigens nicht unbedingt der erste Platz sein muss^^!
    Abschliessend erhält jeder noch 2 Monsterkarten vom Stapel auf die Hand.

    Der jüngste Spieler beginnt und fortan zieht der aktive Spieler eine Karte vom Nachziehstapel und spielt eine Karte aus.

    Auf den Karten sind entweder Monster abgebildet, das entsprechende Monster wird dann um ein Feld vorwärts bewegt - ist das Zielfeld besetzt, wird solange weiter "gesprungen", bis ein freies Feld erreicht wird - oder eine Aktion.
    Aktionen können sein: mehrere Monster sind abgebildet, da darf man sich eines aussuchen, oder "Platzwechsel", dann dürfen 2 Monster miteinander ihren Platz tauschen - allerdings darf kein anderes Monster dazwischen stehen! - oder der offen ausliegende Favorit darf mit einem Mitspieler getauscht werden.

    Das Spiel verläuft dann reihum so weiter, bis der Nachziehstapel aufgebraucht ist, dann werden die ausliegenden Karten der Spirale von hinten aufgezwirbelt^^ und sobald eine Karte genommen werden müsste, auf der noch ein Monster steht, endet das Spiel - alternativ, sobald ein Monster die letzte, äusserste Karte erreicht.

    Nun werden die Platzierungschips I-V (0, 3, 2, 1, -1 Punkt,e) an die Monster, entsprechend ihrer Position, gelegt und hiernach umgedreht. Die dort nun aufgedruckten Punkte werden mit den beiden Monstern jeden Spielers zusammengezählt und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

    Rundum ein tolles und spassiges Wettlaufspiel mit zuckersüßen Zeichnungen auf den Karten - Monster zum Liebhaben^^ - und viel Kurzweil. Die Kids unterhalten sich dabei genauso gut, wie die Erwachsenen, von daher ein zu empfehlendes Familienspiel!

    Pascals Wertung:
  • Hoppladi Hopplada Pascal über Hoppladi Hopplada
    Ein irrwitziges Würfelspiel für 2-7 Spieler ab 8 Jahren von Markus Kropf.

    Es gilt mit bestimmten Würfelkombinationen auf mindestens 333 Punkte zu kommen, um das Spiel in die letzte Runde zu bringen und anschliessend mit den meisten Punkten zu gewinnen.

    Die 7 Würfel zeigen dabei folgende Symbole: EInzelhase, Doppelhase/Zweierstall, Dreierstall, Viererstall, Fünferstall, Möhre.

    Der aktive Spieler darf so oft würfeln, wie er mag, er muss dabei nur immer mindestens einen Hasen erwürfeln. Hasen und Ställe werden beiseite gelegt, um auf Punkte-Kombos zu kommen und der Rest nochmal geworfen.
    Ist bei einem Wurf kein Hase dabei, endet der Zug sofort und es gibt keine Punkte.
    Hört der Spieler freiwillig auf, zählt er seine erreichten Punkte zusammen, notiert sie und der nächste Spieler im Uhrzeigersinn folgt. Dieser kann sich dann entscheiden, ob er den vorhandenen Punktewurf übernimmt und nur noch mit den übrigen Würfel sein Glück versucht. Gute Gelegenheit für geschenkte Punkte, aber mit hohem Risiko, denn würfelt er keinen Hasen, ist der Zug direkt punktelos vorbei.

    So geht es reihum weiter, bis das Spiel endet. Am besten wird über mehrere Runden gespielt und am Ende gewinnt der Spieler mit der höchsten Gesamtpunktzahl.

    Ein teils recht wirres (Punktekombinationen), aber immer witziges Würfelspiel für die Gelegenheitsrunden.

    Pascals Wertung:
  • Dig Mars Pascal über Dig Mars
    Feines, kleines und schnelles Familienspiel für 2-4 Schatzsucher ab 8 Jahren.

    Auf dem Mars wurden geheimnisvolle Entdeckungen gemacht und die großen Erdkonzerne, die eine Expedition realisieren könnten, wittern das große Geschäft mit außerirdischen Artefakten und Erfindungen.
    Die Spieler vertreten je eines dieser Konsortien und landen auf dem Mars, um Grabungen nach diesen Schätzen vorzunehmen. Wer wird die wertvollsten Entdeckungen machen?


    Spielablauf:
    Die 48 Entdeckungskarten werden gut gemischt und zufällig in einem 4x4 Raster ausgelegt, dabei liegen immer 3 Kärtchen übereinander. Die Schatzpunktmarker kommen als Vorrat neben das Spielfeld.
    Die Spieler erhalten in ihrer Wunschfarbe (schwarz, blau, rot, weiß) je 4 Stationsspielsteine und 3 Ausrüstungsmarker.
    Ein Startspieler wird bestimmt und dieser darf als Erster einen seiner Stationssteine auf einer beliebigen Entdeckungskarte platzieren - dies ist sein Startplatz -, die anderen Spieler folgen im Uhrzeigersinn und platzieren ihrerseits je einen Stationsstein auf dem Ausgrabungs(spiel)feld.
    Ihre Ausrüstungsmarker legen die Spieler jeweils auf das Level 1-Feld ihrer Ausrüstungskarten (Grabungs- und Bergungsausrüstung und Expeditionsflotte). Das Spiel kann beginnen.

    Der aktive Spieler hat immer drei Aktionen zur Auswahl, welche er in beliebiger Reihenfolge nutzen kann.

    Graben: der Spieler kann auf dem Feld unter einem seiner Stationssteine eine Grabung vornehmen. Dazu muss der Level seiner Grabungsrüstung, dem des Gesteins entsprechen (Ausrüstungslevel = 2, Gestein = 2 Pfeile nach unten = Level 2; passt, Ausgrabung kann durchgeführt werden)!

    Bergen: der Spieler kann den ausgegrabenen Schatz unter einem seiner Stationssteine heben. Dazu muss der Ausrüstungslevel der Bergungsausrüstung mindestens dem des Schwierigkeitgrades auf dem Schatzkärtchen entsprechen.

    Versetzen: der Spieler kann einen Stationsstein in der Reihe senkrecht oder waagerecht auf den nächsten Kartenstapel versetzen. Leere Felder können dabei übersprungen werden. Eine Platzierung auf einem leeren Feld macht Sinn, wenn man im späteren Zug die Richtung wechseln will.

    Aufrüsten: Gegen Bezahlung von Schatzpunkten (auf den geborgenen Schatzkarten abgebildet; die Schatzmarker im Vorrat dienen hier als "Wechselgeld"), kann die Ausrüstung aufgelevelt werden.
    So erlaubt das Aufrüsten der Grabungs- und Bergungsausrüstung das Graben in härterem Gestein und das schwierigere Bergen von Schätzen. Wenn die Expeditionsflotte aufgerüstet wird, darf sofort ein weiterer Stationsstein ins Spiel gebracht und auf ein beliebiges Kartenfeld gestellt werden.

    Nachdem der Spieler seine drei Aktionen durchgeführt hat, folgt der nächste Spieler im Uhrzeigersinn.

    Gelegentlich stehen mehrere Spieler mit ihren Stationssteinen auf dem selben Feld, hier wird eine Kooperation fällig, wenn eine Grabung oder eine Bergung vorgenommen wird.
    Vorteil: höhere Gesteins- bzw. Schatzlevel können bewältigt werden (Ausrüstungslevel des aktiven Spielers +1 pro zusätzlich anwesendem fremden Stationsstein).
    Nachteil: Bei der Bergung wird der Schatzwert geteilt, wobei der aktive Spieler immerhin einen evtl. Punktrest erhält (Schatz = 5 Punkte, 2 Spieler, der aktive Spieler erhält 3, der Mitspieler 2 Schatzpunkte).

    Einige Schatzkarten weisen Bonussymbole auf, diese können zusätzliche Aktionen (extra Grabung oder Bergung; fremden oder eigenen Stationsstein versetzen; beliebige, verdeckte Karte heimlich anschauen) erlauben oder einen extra Schatzpunkt einbringen.

    Das Spiel endet, sobald je nach Spielerzahl eine bestimmte Punktzahl erreicht wurde (2 Spieler = 40 Punkte, 3 = 30, 4 = 20). Der entsprechende Spieler muss dies innert seines Zuges bekanntgeben, um zu gewinnen. Er gewinnt auch, wenn zum gleichen Zeitpunkt jemand anderes ebensoviele oder mehr Punkte erreicht hat (z.B. durch Schatz teilen).
    Sollten die Entdeckungskärtchen aufgebraucht sein, ohne dass sich jmd. als Sieger gemeldet hat, gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.


    Fazit:
    Dig Mars bringt mit seinem Material eine schöne marsianische Atmosphäre mit und verläuft kurzweilig und simpel genug, um als braves Familienspiel durchzugehen. Wirkliche Taktik findet sich hier keine, aber auch alles entscheidende Glücksmomente gibt es nicht - so gesehen ist das Spiel wunderbar ausbalanciert.
    Das abwechselnde Platzieren der Spielsteine und die zugehörigen Aktionen unterhalten Spieler schon ab knapp 7 Jahren und die Testrunden machten in verschiedenen Besetzungen (jung&alt, Männlein/Weiblein, 3er/4er-Runden) gleichviel Spaß.
    Es ist somit kein Schwergewicht und die Spielmechanik bestimmt keine Innovation, aber irgendwie bringt der Spielablauf dennoch reichlich Flair herüber und wurde gerne mehrmals erprobt.
    Mit knappen 30min. Spielzeit ist es daher ein klassischer - angenehmer - Lückenfüller, also gut als Starter, Absacker oder eben für zwischendurch.
    Ein Spiel zum Gernhaben^^.



    [Wir danken Brain Games für das Testexemplar!]

    Pascals Wertung:
  • Om Nom Nom Pascal über Om Nom Nom
    Om Nom Nom ist ein herrlich gemeines Würfel-, Karten- und Schätzspiel für 1-6 Spieler ab 8 Jahren.

    Der Schätzanteil des Spiels bezieht sich darauf, dass die Mitspieler eingeschätzt^^ werden wollen, welche Tierkarte sie wohl ausspielen werden. Denn es gilt die fetteste Beute zu machen und sie mit einem sättigenden "OmNomNom"-Mampf-Geräusch genüsslich zu verspeisen.

    Die drei sehr hübschen und jeweils in drei Tier-Bereiche unterteilten Spielflächen werden nebeneinander auf dem Tisch und die 15 Tiersymbol-Würfel daneben bereit gelegt.
    Die Spieler erhalten alle einen Satz Karten (Wolf, Hase, Igel, Frosch, Katze, Maus) in ihrer Wunschfarbe.

    Das Ziel ist in der Stadt, im Wald und um das Biotop herum^^ die Nahrungskette zu seinem Vorteil zu nutzen :)!
    Bei Rundenbeginn werden die Würfel geworfen und ihren Symbolen entsprechend auf den Spielflächen verteilt - also z.B. die Fliegen am untersten Ende der Biotop-Nahrungskette^^, darüber der Frosch und ganz oben der Igel.
    Wurde dies korrekt vorbereitet legen die Spieler nun alle verdeckt eine ihrer Handkarten ab und drehen sie alle gleichzeitig um. Nun werden die Karten ebenfalls auf die zugehörige Tierfläche gelegt, um sie anschliessend auswerten zu können.
    Bleiben wir bei dem obigen Beispiel und nehmen uns das Biotop vor. Wenn hier nun ein Spieler einen Igel ausgespielt hat und ein anderer einen Frosch, wurden die Karten dort passend abgelegt. Nun steht aber der Igel in der Nahrungskette über dem Frosch und frisst diesen. Also nimmt der Besitzer der Igelkarte alle Frösche an sich, die dort liegen - Würfel und Karte(n).
    Der Froschspieler ärgert sich verzweifelt, während seiner letzten Atemzüge, über seine Gier, da er so gerne die 6 ausliegenden Fliegenwürfel unter sich genommen hätte und der Igel mampft schmatzend "OmNomNom" vor sich hin.

    Eigentlich^^ legt der Igelspieler aber seine Igelkarte vor sich hin und schiebt gefangene Froschkarten darunter und legt die Froschwürfel oben auf. Am Spielende ergeben die Karten und Würfel Siegpunkte.

    Sollten nun mehrere Spieler ihre höchsttaktischen Überlegungen in Richtung desselben Tierbereichs gelenkt haben, muss entschieden werden, wer wieviel Beute erhält.
    Dazu besagt die Regel, dass im verschwenderischen Falle von mehr Beute als Nutzniesser, die Beute gleichmässig aufgeteilt wird und alles "Überschüssige" einfach liegen bleibt.
    Falls es aber mehr gierige Mampfer gibt, als Beute vorhanden ist, gehen alle Tiere hungrig nach Hause.
    Dann freut sich der Spieler, der vielleicht noch als Einziger das höchstplatzierte Tier auf der Hand hat und dieses beim nächsten Zug ungefährdet einsetzt.

    In jedem Fall werden alle eingesetzten Tierkarten von den Spielflächen genommen und spielen diese Runde nicht mehr mit - dazu kann man die Karten z.B. unter das jeweilig genutzte Spielbrett schieben.

    So verläuft jede Spielrunde über 6 Setzrunden, bis also alle Karten verwendet wurden. Sollte am Ende noch Beute ausliegen, verfällt diese.
    Nun wird ausgewertet, welche Beute die Spieler gemacht haben.
    Hierfür zählt jeder Spieler seine Karten (Beute und die genutzte Tierkarte), die je 1 Punkt einbringen und die gefangenen Würfel. Dabei zählen die schwarzen Würfel 1 und die roten Würfel (Käse, Fliege, Möhre) 2 Punkte.
    Die Summe wird auf dem mitgelieferten Notizblock bei jedem Spieler notiert und es beginnt die nächste Runde, nachdem die Spielfläche wieder mit neu geworfenen Würfeln vorbereitet wurde und die Spieler ihre Karten auf die Hand zurückgenommen haben.

    Das Spiel endet nach der 3. Runde und der Spieler mit der höchsten Siegpunktzahl gewinnt.

    Die Solitärvariante lässt den Spieler gegen 2 (einfach) oder 3 (schwierig) imaginäre Gegner antreten. Dazu nimmt er sich einen Kartensatz und legt für die Mitspieler in spe auch je einen verdeckt aus.
    Das Spiel verläuft nach den Grundregeln und der Solist deckt in der Kartenphase einfach die oberste Karte des jeweiligen Decks der Pseudomitspieler^^ auf, wobei er selbst immer als Erster seine Karte aufdeckt.
    Für die Auswertung notiert die Punkte für alle "Spieler".


    Mit Om Nom Nom liegt ein vertrackt tolles Familienspiel vor, welches die gängigen Mechanismen mit Würfeln und Karten abdeckt. Es ist ein Glücksspiel, aber eines das zu motivieren weiss, wenn auch häufig auf einer positiv-ärgerlichen Ebene *G*. Denn als Spieler will man häufig einfach nicht wahrhaben, dass ein anderer Spieler so falsch eingeschätzt wurde, wenn dieser dann doch das gerade denkbar ungünstigste Tier im auserkorenen Bereich ausgespielt hat und so die Beutehoffnung zunichte macht. Und doch will es gleich in der nächsten Setzrunde heimgezahlt werden - und gelingt es hier ebenfalls nicht, dann aber auf jeden Fall in der folgenden Spielrunde und wenn da nicht, dann aber..........!
    Herrlich, das Spiel weiss mit Mitteln zu motivieren, bei denen andere den Spieler schon längst, sich Haareraufend, vertrieben haben.
    Dabei hilft es dem Spiel auch ungemein, dass es mit so einem netten Charme daher kommt. Optisch stimmt einfach alles und das Material ist ebenfalls wertig.
    Die Spieldauer ist angenehm kurz, die Regeln einfach und schnell erklärt - die paar Übersetzungsausreisser können getrost ignoriert werden.
    So kam in 3er und 4er - Testrunden über mehrere Spiele hinweg immer wieder (Schaden-)Freude auf, die auch ansteckend genug war, das sogar absolute Pechvögel ein Schmunzeln nicht verheimlichen konnten.
    Ein gelungenes, kurzweiliges Spiel, dass mehr als ein Geheimtipp werden sollte!



    [Wir danken Brain Games für die Bereitstellung des Testexemplars!]

    Pascals Wertung:
  • Social Network Pascal über Social Network
    Schnelles Kartenspiel für 2-6 Spieler ab 8 Jahren.

    Die Spieler müssen versuchen ihre Karten, im Rahmen eines social-media-Wettbewerbs, am schnellsten los zu werden und erhalten dafür je nach Erfolg rundenweise Punkte gutgeschrieben. Wer wird die meisten Punkte einheimsen?


    Spielablauf:
    Die Spieler erhalten jeweils ihren Satz Karten (25x), sortieren die beiden Abstimmungskarten heraus, mischen den Rest gut durch und legen sie als verdeckten Nachziehstapel vor sich ab. Zum Start ziehen sie hiervon 5 Karten auf die Hand.

    Auf ein Startzeichen beginnen alle Spieler gleichzeitig ihre Karten auszuspielen - es gibt keine Reihenfolge - und dürfen jederzeit, wenn sie weniger als 5 Karten auf der Hand haben, entsprechend Karten nachziehen. Auch ist erlaubt, jederzeit Karten, die einem gerade nicht passen, unter den Nachziehstapel zu schieben und genauso viele Karten wieder nachzuziehen. Im Laufe des Spiels ergibt sich bei jedem Spieler ein Stapel ausgespielter Karten, dies ist sein "Profil".

    Besondere Karten:
    - "Galerie"-Karte (Fotoapparat); die Karte wird auf das eigene Profil gelegt und wird so zur eigenen Galerie - der Spieler kann dies auch à la Facebook & Co. auch entsprechend umschreiben, wenn er dies sofort allen Mitspielern mitteilt!
    - "Gefällt mir"-Karte (Daumen hoch); die Karte kann nur auf andere Profile abgelegt werden und da nur auf eine "Galerie"- (da aber nur 1mal) oder eine andere "Gefällt mir"-Karte!
    - "Wettbewerb"-Karte (Sieges-Podest); die Karte wird auf das eigene Profil gelegt und dann wird umgehend laut und deutlich eine Aufgabe gestellt (Bsp.: "Dreimal in die Luft springen!" oder eine Wissensfrage stellen, etc.). Der Spieler, der die Aufgabe als Erster erledigt und der Aufgabensteller dürfen dann beide eine Karte (von Hand oder vom Nachziehstapel) extra ablegen - aber mit der Bildseite nach unten. Der Spielfluß wird hierbei nicht unterbrochen!
    - "Quiz"-Karte (Fragezeichen); die Karte wird auf das eigene Profil gelegt und sofort "STOP!" gerufen. Das Spiel wird nun kurzzeitig unterbrochen (niemand kann mehr Karten ausspielen!) und der auslösende Spieler muss eine Behauptung in den Raum^^ stellen (Bsp. "Meine Lieblingsfrucht ist die Banane!") und legt seine Antwort per Abstimmungskarte verdeckt vor sich ab. Die Mitspieler müssen nun ihrerseits eine Abstimmungskarte (wahr/falsch) auswählen und auslegen. Liegen alle Karten aus, werden sie gleichzeitig umgedreht und gewertet.
    Lagen alle Spieler mit ihrer Einschätzung richtig, dürfen alle, ausser dem Quizsteller, eine Karte (von Hand oder dem Nachziehstapel) mit dem Bild nach unten auf ihr Profil ablegen. Haben nur einige Mitspieler richtig geschätzt, dürfen sie und der Quizsteller eine Karte ablegen. Hat keiner richtig geraten, darf nur der Quizsteller eine Karte ablegen.

    Das Umdrehen der extra abzulegenden Karten (als Belohnung) dient dazu, dass diese Karte nicht wirksam wird.

    Sobald ein Spieler seine letzte Karte ausgespielt hat, endet die Runde und die Punkte werden gezählt.
    Jeder Spieler erhält einen Punkt pro Karte seines Profils (eigene und fremde) und zieht sich einen Punkt pro Handkarte und verbleibende Karten des Nachziehstapels ab!
    Nach der dritten Runde endet das Spiel und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.


    Fazit:
    Social Network ist ein reines Kartenablegespiel mit aufgesetztem Modethema - die fashion addicts wird es freuen. Die Regeln sind etwas umständlich formuliert und es braucht einige Runden, um diese hoffentlich richtig umsetzen zu können. Material und Aufmachung passen ziemlich gut zum Thema, sind die Kartenrückseiten doch einer PC-Maus aus der Draufsicht nachempfunden und sämtliche Symbolik im Spiel den klassischen Icon-Grafiken der bekannten Netzwerke nachgebildet.
    Der Spielablauf ist dann relativ kurzweilig, weil jeder zur selben Zeit aktiv ist, aber so richtig Spaß will in dem Chaos irgendwie nicht richtig aufkommen. Die Aufgabenstellungen und "Quiz"-Fragen zwischendrin, bringen nicht die erhoffte Abwechslung, auch wenn es zum Thema passt sich im Netzwerk durch entsprechende Fragen näher zu kommen bzw. kennen zu lernen.
    Die Motivation reicht dann gerade - in einer lustigen Runde - das Spiel über die drei Runden zu beenden, aber ob es nochmal hervorgeholt wird, wage ich zu bezweifeln.
    Schade, auch wenn uns das Thema des Spiels nicht so wirklich interessiert hat, könnte es ja die Massen ansprechen, wenn man sich die smarten Verkaufszahlen so ansieht, aber dafür müßte das Spiel dann m.E. einfach mehr Pepp bieten.



    [Wir danken Brain Games für das Testexemplar!]

    Pascals Wertung:

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