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Andreas K.

Andreas Errungenschaften:

Online-Expo 2020
Andreas hat an der Spiele-Offensive Online-Expo 2020 teilgenommen.Tekhenu - Time of Seth
Andreas fügt sich Seths Willen.Brazil Imperial
Andreas baut strategisch ein Imperium auf.Squaring Circleville
Andreas formt eine Stadt um.armer Schlucker
Andreas hat schon über 1000 Punkte erhalten.Origins - Ankunft der Erbauer
Andreas drückt der Geschichte der Menschheit den persönlichen Stempel auf.Smoky Valley
Andreas industrialisiert den Norden Amerikas.Gelegenheitstester
Andreas hat 5 Rezensionen zu Artikeln verfasst.Spiele-Offensive.de Geburtstag
Andreas feiert mit der SO Geburtstag.SO Weihnachtsgeschenke-Markt-Besucher
Andreas hat einen virtuellen Glühwein auf dem SO-Weihnachtsgeschenke-Markt 2020 geschlürft.Florenz
Andreas gewinnt die Gunst der Medici.Venedig - Da Vincis Werkstatt
Andreas gondelt wieder durch Venedig.
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Von Andreas K. bewertete Spiele (6 Stück):



  • Arche Nova Andreas über Arche Nova
    Arche Nova ist ein neues Zoolege-/Zoobauspiel.
    Ein neues Zoolegespiel...???? NEIN!!!
    Bei Arche Nova handelt es sich meiner Meinung nach um ein komplexes Expertenspiel mit verschiedenen Spielelementen.
    Eines vorweg. Die Anleitung ist super geschrieben und leitet den Spieler (auch den Anfänger) super durch die Spieloptionen. Dazu gehört auch ein separates Glossar sowie eine ausführliche Symbolübersicht.
    Das Spielmaterial besteht aus 212 Zookarten, 11 Endwertungskarten, 12 Basisartenschutzprogrammen, sowie jeweils 5 Aktionskarten je Spieler (20 Stück), einem großen, rechteckigen Spielplan, 1 Verbandstableau (jeweils starke Pappe), 8 doppelseitigen Zooplänen (etwas dickeres Papier), sowie reichliche weitere Pappmarker (Gehege, Kioske/Pavillons, Sonderbauwerke, Partnerzoos, Universitäten, Bonusmarker und Geld). Aus Holz bestehen die Verbandsarbeiter (je 4 pro Farbe), die Zählsteine (je 3 pro Farbe) Markierungssteine (je 25 Würfelchen pro Farbe), sowie 1 Pausenmarker.
    Wie wird nun gespielt. Das ist ganz einfach. Jeder Spieler hat seine 5 Aktionskarten, die unterhalb seines Zooplanes angedockt sind. Von diesen spielt er pro Zug jeweils eine Karte aus und führt diese Aktion aus. Einfach, gell? Nein, dem ist nicht so. Alle Spieler haben zwar die gleichen Karten, die aber nicht alle die gleiche Stärke haben. Die ist nämlich abhängig, vom Dockingpunkt des Zooplanes. Wir haben hier 5 verschiedene Stärken der Aktionskarten, von 1 - 5. Das heißt, dass ich mit einer Aktionskarte auf Dockingplatz 3 diese Aktion mit einer Stärke von drei ausführen darf. Je höher die Zahl, desto stärker die Aktion. Zum Beispiel kann ich mit der Aktionskarte ´Bauen´ an Dockingstation 3 ein Bauwerk der Größe 3 bauen. An Dockingstation 1 nur eines der Größe 1. Habe ich also nun die Karte an Dockingstation 3 gespielt rücke ich die Karten auf 1 und 2 jeweils eine Stufe nach rechts und die gerade ausgespielte Karte auf die 1. So kann ich durch vorausschauendes Planen meine Karten zu den gewünschten Stärken hin spielen. Durch gewisse Boni kann ich meine Aktionskarten auf jeweils stärkere Aktionen upgraden, indem sie umgedreht werden. (Dieses Aktionskartensystem ist so ähnlich wie bei Concordia oder Flotilla, nur noch viel ´trickiger´).
    Ziel des Spiels ist es, den eigenen Zooplan mit diversen Ausbauten auszubauen und dafür Boni zu kassieren. Die Gehege wollen mit Tieren bestückt werden. Aber die Tiere fühlen sich nicht in jedem Gehege wohl. Hier liefern die super gestylten Karten einen Überblick, was die Tiere nun zum Wohlfühlen brauchen, quasi was für eine Gehegeart nötig ist. Für Nachhaltige Tierhaltung gibt es Bonuspunkte. Mann kann Verbindungen mit Partnerzoos der 5 Kontinente aufnehmen. (Jeder Spieler kann aber nur maximal 4 Partnerschaften eingehen!). Außerdem wird die Zusammenarbeit mit diversen Universitäten belohnt. Hier kann jeder Spieler mit dreien kooperieren.
    Feste Spielrunden gibt es nicht. Das Spiel endet, wenn sich die Zählsteine eines Spielers auf der Attraktions- und Artenschutzleiste überholen. (So ähnlich wie bei Raja of the Ganges).
    Dieses ist bis hier nur ein sehr grober Überblick über die Aktionen. Trotz nur 5 Aktionskarten ist hier ein super verzahntes Strategiespiel entstanden. Das Spielgefühl mit reichlichen Spielaspekten und Vorplanungen für die nächsten Spielzüge ist einfach nur klasse. Man hat nie das Gefühl nichts machen zu können. Im Gegenteil, DEN Zug zu machen ist das schwierige. Weil eben zu viel zu bedenken ist. Das ist aber nicht Spielmindernd, sondern macht eben den Reiz von Arche Nova aus. Der Wiederspielreiz ist auch extrem hoch. Die 8 doppelseitigen Zoopläne mit diversen Startvorteilen und die 212!!! Zookarten bieten auch auf lange Sicht viel Abwechselung für zukünftige Partien.
    Wie gesagt, ist dieser Artikel nur ein kleiner, grober Überblick über das Spiel.
    Ich habe das Freitag auf der Messe gekauft und im Vorfeld bei Feuerland vorbestellt. Diese 60€ sind für mich gut angelegt. Ich habe ein super Strategiespiel bekommen. Die Ausstattung und das Spielmaterial sind sehr gut. (stabile, gut bedruckte Karten usw). Das Einzige, was mich etwas stört sind die dünnen Zoopläne. Das ist aber jammern auf hohem Niveau.
    Matthias Wigge hat hier ein super Spiel auf den Weg gebracht. Ich würde dieses aufgrund der vielfältigen Spielmöglichkeiten und nötigen Vorausplanungen als Expertenspiel einstufen. Von mir auf jeden Fall eine Kaufempfehlung für Strategen und eine volle 6er Wertung!

    Andreas Wertung:
  • Everdell - Pearlbrook Erweiterung Andreas über Everdell - Pearlbrook Erweiterung
    Ich kann mich den vorherigen Meinungen komplett anschließen. Habe trotz dieser Wertungen für 49€ zugeschlagen. Bin wirklich ziemlich enttäuscht über den Inhalt (große Packung, wenig drin) und dem dafür unverschämten Preis!!!
    Da ist man von Pegasus nach allen Regeln der Kunst ausgenommen worden. Am meisten ärgere ich mich darüber, dass ich trotz der vorherigen Wertungen gekauft habe. Grrr.
    20€ wären für diese Erweiterung das höchste der Gefühle gewesen.

    Andreas Wertung:
  • Praga Caput Regni (dt.) Andreas über Praga Caput Regni (dt.)
    Mit Praga Caput Regni ist ein neues Schwergewicht von Vladimir Suchy, dem Erfinder von Underwater Cities, auf dem Markt. Ich habe die englische Version gekauft. Da das Spiel Sprachneutral ist reicht es, die deutsche Version von der Verlagsseite Delicious Games herunterzuladen.
    Für einen Preis von nur 46€ ist eine super Ausstattung in der Schachtel. Ein großer Spielplan mit einem Aktionsrad, Dreidimensionalen Gebäuden (St. Vitus Kathedrale, Hungermauer und der Karlsbrücke), sowie reichlich Marker aus stabiler Pappe. Für jeden Spieler gibt es außerdem noch ein Spielboard mit 2 Drehrädern für die Gold-/ und Steinminen, sowie Leisten für Technologie und Fortschrittsschritten. Diese Schritte werden mit Holzwürfeln markiert. Diese können nicht verrutschen, da das Spielboard hierfür Inlays bietet. Perfekt! Der Zusammenbau der Dreidimensionalen Elemente sowie der Spielboards erfordern einmalig etwas Zeit, die sich aber lohnt. Das Spiel ist nicht nur optisch eine Augenweide. Der Spielplan kommt zu Anfang etwas wuselig daher, man hat aber schnell raus wie man damit umgehen muss.
    Jeder Spieler hat insgesamt nur 16 Aktionen, die eine gute Planung erfordern, was wann am besten zu erledigen ist, um optimal zu punkten. Um an diese zu kommen gibt es trotz der nur 16 Spielzüge reichlich Möglichkeiten.
    Das Aktionsrad wird mit 6 Doppelseitigen Aktionsplättchen belegt. Ist man am Zug wählt man ein Plättchen und sucht sich eine der beiden Aktionen aus. Außerdem erhält man noch den jeweiligen Bonus des Rades, von wo man das Plättchen genommen hat. Es gibt kostenlose Aktionen, aber auch welche, die Geld kosten, je nach Lage des Plättchens auf dem Rad. Als Aktionen stehen der Ausbau und Förderung der Minen, der Bau von Gebäuden und Mauern, der Aufwertung unserer Aktionen, sowie der Wanderung zur Karlsbrücke zur Auswahl. Alle Möglichkeiten aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Man muss das Spiel und die Möglichkeiten, sowie der Verzahnung dieser erfühlen, bzw. erspielen. Das Ganze ist unheimlich verzahnt, was reichlich Siegmöglichkeiten für alle Spieler eröffnet. Es gibt nicht DIE eine Chance zum Sieg, sondern wirklich reichlich Chancen.
    Das Spiel ist für 1-4 Spieler (die Solovariante habe ich noch nicht gespielt), ab 12 Jahren bei einer Spieldauer von 45-150 Minuten ausgelegt. Bei zwei Spielern kommen durchaus 60-80 kurzweilige Minuten zusammen.
    Ich wollte das Spiel unbedingt haben und habe bei der Englischen Ausgabe zugeschlagen und das nicht im Mindesten bereut. Wie zu Anfang erwähnt, wurde die Deutsche Spielanleitung heruntergeladen (20 Seiten). Praga Caput Regni ist ein wundervoll durchdachtes Spiel. Die Ausstattung, inkl. des Spielmaterials und das bei einem Preis unter 50€, ist einfach super!!! Der Wiederspielreiz ist durch die Vielzahl von Plättchen, auch der Plättchen für die Dreidimensionalen Gebäude, hoch.
    Die Anleitung ist gut strukturiert und verständlich. Vielleicht hätten die Spielhilfen einfacher gestaltet sein können. Da sind für Einsteiger zu viele Symbole vertreten, die erst verstanden werden müssen.
    Vladimir Suchy hat nach Underwater Cities erneut ein Topspiel entwickelt!!!
    Von mir dafür 6 Punkte.


    Andreas Wertung:
  • Venedig Andreas über Venedig
    Venedig von GIANT ROC ist ein Spiel von David Turczi und Andrei Novac für 1-5 Gondoliere. Die Spielbox ist exakt wie die Box von Ragusa inkl. den praktischen Aufbewahrungsboxen aus Pappe für die Spielfiguren. Das Spielmaterial (pro Spieler je 10 Gehilfen, je 1 Gondoliere, je 4 Spielmarker), sowie 66 Ressourcenwürfel, der Spion, der Erste-Bewegung Marker und der Spielendemarker sind aus Holz. Die jeweils 2 Gondeln pro Spieler aus Plastik. Das restliche Spielmaterial (Münzen, Gebäudeplättchen und die Spielertableaus aus stabiler Pappe). \r\nAuch die insgesamt 104 Spielkarten (Vertrags-, Einfluss-, Gunst-,Schmuggler,- und Dogenkarten) sind wertig und stabil. \r\nWorum geht es in Venedig?\r\nWir bewegen uns mit unseren Gondeln durch die Kanäle von Venedig. Der Spielplan zeigt die Kanäle mit den angrenzenden Häusern (z.B. Kloster, Senat, Hafen etc) inkl. Anlegestellen. (Diese Gebäudeplättchen werden in jedem Spiel zufällig auf dem Spielplan verteilt, so dass kein Spiel dem anderen gleicht. Vor Spielbeginn werden pro Spieler 3 Auftragskarten gezogen, von denen ich zwei behalten darf. Diese Auftragskarten sind wichtig, um Siegpunkte und Geld zu bekommen. Außerdem geben sie bei Erfüllung diverse Boni bzw. Vorteile. Weiterhin setzt jeder Spieler seine beiden Gondeln auf zufällige Anlegestellen. Er stellt dort sofort jeweils einen Gehilfen auf das Plättchen, z.B. den Hafen. Das geht reihum, bis alle Spieler ihre Gondeln gesetzt haben. Wir haben nun aber das Problem, das wir zwar 2 Gondeln zur Verfügung haben, aber nur einen Gondoliere. Wir müssen uns also bei jeder neuen Spielrunde überlegen, welche Gondel wir nun besetzen und welche nicht. Nur mit einem Gondoliere fährt die auch. Diese Entscheidung ist kostenlos (wenn wir den Gondoliere in der nächsten Runde wechseln möchten) oder kostet 3 Geld, wenn er bleibt. Die verschiedenen Gebäude müssen wir abfahren, um an Rohstoffe, Münzen, Karten und dergleichen zu kommen. Nur mit Rohstoffen können wir unsere Aufträge erfüllen. Jedes Gebäude bietet Platz für 4 Gehilfen. Diese können im laufe des Spiels durch verschiedene Aktionen aufsteigen, bis zum 4. und letzten Feld. Auf diesem dürfen mehrere Gehilfen stehen, aber nur je einer pro Spielerfarbe. Da ich nur 10 Gehilfen zur Verfügung habe, aber es 12 Gebäude gibt (ohne die Kommunalen Gebäude auf denen keine Gehilfen platziert werden), muss ich mir schon überlegen, wo ich anlege und einen Gehilfen einsetze oder nicht. Denn dort, wo ich anlege, muss ich einen Gehilfen einsetzen, sofern noch keiner von mir dort steht.\r\nEs gäbe noch reichlich zu schreiben, was alles möglich ist und was ich bedenken muss. Bei 4 Spielern werden die Kanäle ziemlich voll und ich muss schauen, dass ich meine Gondeln so fahren lasse, dass für mich das optimale herauskommt. Die Intrigen im alten Venedig waren nicht zu verachten, auch nicht hier im Spiel. Und Verkehrsbeschränkungen gab es damals und auch im Spiel nicht.\r\nIch habe jetzt sicher noch einiges vergessen oder kann es nicht schreiben, weil die Strategie in Venedig ziemlich komplex, aber doch machbar (von der Schwierigkeit her) ist. \r\nAls Spielalter sind 12 Jahre empfohlen (das ist in Ordnung) und die Spieldauer ist mit 20 Minuten pro Spieler angegeben. Das ist aber abhängig vom jeweiligen Grübelfaktor der Mitspieler.\r\nDas Spielgefühl ist gut, die Siegstrategie und meine Einsetzmöglichkeiten sind schon fordernd, aber nicht überfordernd. Es macht einfach Spaß.\r\nDas Spielmaterial ist wertig und gut...bis auf die Gondeln aus Plastik. Diese sind, zumindest in meiner Spielschachtel, leicht verbogen und liegen nicht eben auf dem Spielplan. Bei einem Preis von über 60€ sollte das nicht sein. Das ist an der Ausstattung aber der einzige Kritikpunkt. Die Anleitung ist größtenteils gut strukturiert und führt einen gut in das Spielgefühl ein.\r\nVenedig ist ein gut vernetztes Strategiespiel mit vielen Spieloptionen (welche Gondel fährt, wo lege ich an, wo fahre ich vorbei, welche Rohstoffe brauche ich für meine Aufträge und.....) Ein typisches Turczi Spiel eben. Gut!\r\nAuch der Wiederspielreiz ist durch die immer wieder neu zu verteilenden Gebäudekarten gegeben. Kein Spiel gleicht dem anderen.\r\nAußerdem gibt es noch eine Solovariante, die ich aber noch nicht gespielt habe. Nach dem Studium der Soloregeln ahne ich auch hier eine Herausforderung. Demnächst werde ich mich daran wagen und den Dogen übertölpeln...oder er mich.\r\nFür Venedig gebe ich gute 5 Punkte. Abzüge für den Preis und für leichte Schwächen (Gondeln) des Materials. Ein gutes Spiel und guten Gewissens zu empfehlen.

    Andreas Wertung:
  • Throne of Allegoria Andreas über Throne of Allegoria
    Throne of Allegoria fristet bisher mit nur einer 1 Wertung ein kümmerliches Dasein, dass dem Spiel absolut nicht gerecht wird.
    Der Spielkarton ist gut gefüllt mit 1 zweiteiligen Spielplan, 4 Heimattableaus mit ausgestanzten Kerben für die Holzwürfel, 72 Arbeiterkarten, 72 Aufgabenkarten (24 Spielende Aufträge mit einem roten Siegel, 48 Während des Spiels Aufgaben mit einem blauen Siegel),jeweils 10 Arbeiter Meeples pro Spieler, je 7 Markierungswürfel pro Spieler, je ein Würfel und jeweils 7 Gebotsmarker (0 2x, 1 2x, 2 1x und ein Sternmarker. Außerdem noch weitere diverse Karten und Materialien. Das Material ist von guter Qualität. Alle Spielsteine und Marker sind aus Holz. Ebenso der Rundenmarker (1 Krone) und der Startspielermarker.

    In insgesamt 6 Spielrunden sollen die Siegpunkte eingefahren werden. Dafür stehen 7 Einsetzfelder (Während des Spiels Aufträge, Arbeiterkarten, Militär, Spion, Händler, Bankier und Gelehrter) zur Auswahl. Mit den 7 Gebotssteinen werden durch die Spieler reihum die Einsetzfelder besetzt. Hierbei kann reichlich geblufft werden, denn die Markierungssteine werden umgedreht platziert, so dass die Gegner unser Gebot nicht kennen. Nachdem alle Markierungssteine gesetzt wurden, werden diese je Einsetzfeld von Aktionsfeld 1 bis 7 nacheinander einzeln abgehandelt und umgedreht. Der Spieler mit den meisten Markierungspunkten darf das Aktionsfeld zuerst nutzen, der Rest folgt nach den jeweiligen Aktionspunkten. Diese werden je nach Zugreihenfolge geringer. Wer die jeweiligen Aktionen zuerst ausführen darf hat natürlich gewisse Vorteile. Schön sind hier die jeweils 2 Nuller Markierungssteine. Mit diesen kann man die Gegner bluffen und vielleicht zum setzen ihrer Aktionssteine auf Felder verleiten, die man selber nicht möchte.
    Hier jetzt alle Spielmöglichkeiten aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Das Spiel ist gut austangiert und lässt verschiedene Sieg- und Spielstrategien zu. Es gibt hier keinen Königsweg und Chancen zu gewinnen bleiben bis zum Schluss größtenteils offen.
    Die Spielanleitung und die Spielhilfen sind durchaus gewöhnungsbedürftig. Man muss sich reinfuchsen. Hat man das geschafft erschließt sich ein schönes Strategiespiel für zwei bis drei Stunden (bei 4 Spielern). Das Spielalter von 12 Jahren ist wirklich das niedrigste, denn es ist doch einiges an Regelwerk zu verinnerlichen und entsprechend umzusetzen.
    Ein großer Kritikpunkt ist der Preis. Mir erschließt sich nicht, warum dieses Spiel rund 90€ kostet. Das ist für mich komplett überteuert. Das Spielmaterial ist zwar in guter Qualität aber trotzdem nicht diesen Hochpreis wert. 50-60 € wären hier durchaus angemessen gewesen.
    Für das Spielgefühl und den hohen Spielreiz, auch dem Wiederspielreiz, vergebe ich hier gute 5 Punkte.

    Andreas Wertung:
  • Hallertau Andreas über Hallertau
    Nun ist es da, der "Neue Rosenberg" Hallertau. Und ich muss sagen, dass dieses Spiel ein Kracher ist.
    Der Spielkarton ist so ähnlich wie beim "Ein Fest für Odin". Große Schachtel, großer Inhalt. Das Innenleben dieser Schachtel beherbergt jede Menge Holzteile (Schafe, Flachs, Gerste, Hopfen, Roggen, Lehm, Fell, Fleisch, Milch, Wolle sowie 80 Arbeiterwürfel). Weiterhin gibt es 120 Einstiegskarten, 140 Hofkarten, 45 Bonuskarten, 25 Punktekarten sowie 6 Viertelkarten. Aus stabilen Karton gibt es einen zentralen Hofplan, 28 Ackerplättchen und 40 Geräteplättchen. Das persönliche Spielermaterial (4x) besteht aus jeweils 1 Ackerplan, 1 Stallplan, einem Hausplan, einem Hausplättchen (groß), 1 Schatullenplättchen, 10 Findlingsplättchen, 1 Schmuckmarke, 5 Handwerksplättchen sowie 1 Übersichtsplättchen.
    Puh, das muss erstmal aufgebaut werden und dauert ein bisschen, aber keine Angst, das macht sogar Spaß.
    Im Spiel versuchen wir unseren Ackerplan mit Äckern zu füllen und entsprechende Rohstoffe (z.B. Roggen) auszusäen und später zu ernten. Die verschiedenen Rohstoffe benötigen wir, um unser "Häuschen" auf dem Hausplan nach rechts zu schieben, nachdem zuvor unsere Handwerksplättchen (durch Bezahlen mit vorgegebenen Rohstoffen) ebenfalls nach rechts geschoben wurden. Nach dem Schieben wird im Fenster des Häuschens eine neue Zahl sichtbar. Diese gibt an, wie viele Arbeiter (Holzwürfelchen) ich in der kommenden Runde zur Verfügung habe. Zunächst habe ich nur 6 Arbeiter, die ich in insgesamt 6 Runden aber bis auf 12 vermehren kann. Außerdem werden im Fenster später Siegpunkte zu den Arbeitern freigeschaltet.
    Meine Arbeiter muss ich auf dem Aktionsplan sinnvoll einsetzen, um diverse Aktionen ausführen zu können und/oder Rohstoffe zu erhalten. Hier stehen mir 4 Stadtviertel zu je 4 Aktionen zur Verfügung. (z.B. Schafzucht, Metzgerei,Kleingewerbe, Düngung, Rathaus). Jedes Aktionsfeld hat 3 Zeilen für das Einsetzen der Arbeiter. Wer zuerst kommt, braucht nur einen Arbeiter einzusetzen, der Zweite braucht zwei und der Dritte muss schon drei Arbeiter einsetzen. Je nach Spielerzahl werden die Stadtviertel vorher zufällig (anhand der 6 Viertelkarten) mit Arbeitern besetzt. Außerdem kann ich durch Arbeitereinsatz an Karten und dem Startspielermarker kommen. Die Spielmechanik ist so aufgebaut, dass ich eigentlich immer gute, strategische Aktionen machen kann. Die werden nur entsprechend mehr Arbeiter benötigen. Sinnvolle Züge sind auch bei 4 Spielern eigentlich immer möglich. Man wird durch seine Mitstreiter zwar durchaus behindert, aber es ist nie so, dass ich "dumm" dastehe und nicht weiß, was jetzt noch zu machen ist.
    Die Vielzahl an Spielkarten, die auch noch in verschiedene Decks aufgeteilt sind, ergeben ein schönes Spielgefühl mit einer Fülle von Möglichkeiten und einem großen Wiederspielreiz. Die Decks sind so aufgeteilt, dass man die Spielstärke individuell "einstellen" kann. Es ist hier wirklich für jeden was dabei. (Anfänger, Strategen light sowie Experten kommen auf ihre Kosten).
    Natürlich gewinnt am Ende aber der Spieler mit den meisten Punkten.
    Schön ist auch noch, dass mit einfachen Mitteln (verschieben der Äcker nach oben oder unten) die Fruchtbarkeit der Äcker super simuliert werden. Außerdem muss man aufpassen, dass einem seine Schafe nicht "sterben". Die sollten tunlichst rechtzeitig in den Stall verbracht werden. (z.B. durch entsprechende Kartenausspiele usw.)
    Schön ist auch, dass es eine Solovariante gibt. Hierbei muss gar nicht viel an Regelwerk verändert werden und man kann praktisch gleich loslegen.
    Die Spielanleitung ist hervorragend strukturiert und lässt keine Fragen offen. Im Anhang finden sich zu allen Karten ein Glossar mit Kartenerklärungen. Perfekt. So stelle ich mir eine Regelanleitung vor. Großes, großes Lob!!!
    Insgesamt ist Hallertau ein super ausgewogenes Strategiespiel, dass in jeder Besetzung gut funktioniert. Laut Verlag ist ein Alter von 12+ angegeben worden. Das ist in Ordnung. Auch mit 10 Jahren hat es gut geklappt. Die Spielzeit wird mit 50 bis 140 Minuten angegeben. Auch das ist in Ordnung und durchaus zu schaffen.
    Alles in Allem kann ich hier ruhigen Gewissens eine "6" vergeben.
    Der einzige, kleine Wermutstropfen ist der Preis von rund 65€. Aber für dieses Spiel habe ich den gerne bezahlt.

    Andreas Wertung:
    • Thomas S. und Rainer K. mögen das.
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    • Zeige alle 4 Kommentare!
    • Mike S.
      Mike S.: Und am 18. Dezember ist das Spiel in der Spiee-Offensive noch immer nicht da.
      18.12.2020-00:38:32
    • Andreas K.
      Andreas K.: Hi Mike, das MUKK in Münster hatte vor Weihnachten noch reichlich Exemplare. Das MUKK bietet wegen des Lockdowns auch... weiterlesen
      30.12.2020-11:33:47

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