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Bewertet durch: Michael Prössel
(Höchstpunktzahl ist 6)
Pech im Spiel, Glück in der Liebe. So heißt es. Nun, da kann man ja noch hoffen, denn bei "Verflixxt!" geht es in erster Linie ums Glück. Die Momente, in denen man überlegen muss, sind auch vom Glück bestimmt, so dass es wirklich nur wenig Taktik gibt. Daher ist es auch eher ein Kinderspiel, auch wenn Erwachsene sicherlich genauso viel Spaß haben werden.

Jeder Spieler hat drei Pöppel. Diese stehen am Anfang alle auf dem Startfeld, so weit, so Cartagena. Anstatt nun Karten zu spielen, würfelt man. Der Parcours besteht aus drei Arten von Felderplättchen: Minus-, Plus- und Glücksplättchen. Zuerst kommen 8 Minusfelder, dann sechs Glücksfelder, gefolgt von 8 Plusfeldern und wieder 10 Minusfelder. Auf den sechs Glücksfeldern und den folgenden zwei Plusfeldern stehen also insgesamt acht Wächtersteine. Wer an der Reihe ist, würfelt. Dann kann er einen seiner Pöppel ziehen. Steht man alleine auf einem Feld und bewegt den Pöppel, muss man das Plättchen nehmen. Die Minusplättchen zählen von -1 bis -10, die Plusplättchen von +1 bis +8. Die Glücksplättchen drehen das höchste Minusplättchen um. Hat man gar mehrere Glücksplättchen, drehen sie entsprechend viele Minusplättchen um. So ist es interessant kurz vor Schluss, wenn man noch ein Glücksplättchen "übrig" hat, ein hohes Minusplättchen zu nehmen. Die Wächtersteine kann man bewegen, wenn man mit ihnen zusammen auf einem Plättchen steht. Dies ist sehr wichtig, da alle Spieler gerne die Glücksplättchen haben wollen, und man so einen Zug mehr hat, in dem man seine eigenen Pöppel nicht bewegen muss. Plättchen, die weggenommen wurden, gehen zu den Spielern. Die entstandenen Lücken zählen aber nicht als Felder. So schrumpft der Weg immer weiter zusammen. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt. In der Grundversion bringt das Spiel schon sehr viel Spaß, auch wenn es sehr glückslastig ist. Bei bestimmten Würfen muss ich schon überlegen, welchen Pöppel oder welchen Wächter ich am besten bewege. Allerdings brauch ich mir im Vorfeld keine Gedanken darüber machen, da ich ja nicht weiß, was ich werfe. Unverhofft kommt oft, und so passiert es oft, dass ein sicher geglaubtes Plättchen durch einen Wurf der Mitspieler wieder umkämpft wird.

Die Varianten, derer 5, sorgen für mehr Spannung. So kann man die Wegplättchen anders auslegen. Oder, wenn man eine "1" wirft, darf man entweder normal ziehen, stehen bleiben oder gar ein Feld zurückgehen. Normalerweise werden Plättchen, die nicht genommen wurden, aber hinter der letzten Figur liegen, entfernt. In Variante drei kann man diese ans Ende des Parcours legen. Das Spiel endet, wenn alle Figuren im Ziel sind. Um es etwas taktischer zu machen kommt Variante 4 ins Spiel. Dann endet das Spiel sofort, wenn ein Spieler seine dritte Figur ins Ziel gezogen hat. Die anderen Spieler müssen nun die Plättchen nehmen, auf denen ihre Figuren stehen. Gemein ist die letzte Variante. Der Spieler, der die vorletzte Figur ins Ziel befördert, beendet das Spiel. Der Letzte muss nun die noch ausliegende freie höchste Tafel nehmen und darf sie nicht umwandeln.

Mit den Varianten, einige zusammen oder auch nur eine, wird das Spiel besser. Es ist schon so ein lustiges Familienspiel, aber taktische Überlegungen kommen erst so richtig mit den Varianten ins Spiel. Wer Glück beim Würfeln hat, also nicht Burkhard, der steht aber immer besser da. Macht nichts, es soll schließlich gefallen und unterhalten. So gewinnt man das eine Spiel haushoch und im nächsten steht man mit Minuspunkten am Ende da. Für den Preis erhält man viel Spielspaß und einen sehr hohen Wiederspielwert. In großen Runden dauert es logischerweise länger, bis man wieder an der Reihe ist, was das Spiel ein wenig in die Länge zieht. Am besten sind vier Mitspieler. Die Jury wird es dieses Jahr nicht leicht haben, da die Spiele sehr unterschiedlich sind und verschiedene Schwerpunkte setzen.
Das Material ist sehr gut, die Schachtel durchdacht gestaltet. Alles findet seinen Platz und fliegt nicht hin und her. Interaktion ist relativ wenig vorhanden, da ich niemanden rausschmeißen kann, auch wenn man das gerne möchte. Besonders die Spieler, die von hinten ankommen und einem seine schönen Pläne zerstört. Aber auch diese Interaktion wird vom Würfel bestimmt.
Ob das Spiel auch zu zweit Spaß macht, glauben wir nicht. Wollen es aber auch nicht ausprobieren. Bei 5 oder 6 Spielern bekommt jeder Spieler nur 2 Pöppel.

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