Bewertet durch: Michael Prössel
(Höchstpunktzahl ist 6)
Was, bitte, soll das wohl sein?!

Normalerweise beginnt ein gutes Spiel mit einer guten Anleitung: Man packt das Spiel aus, baut es der Anleitung entschprechend auf und dann liest einer der Spieler vor, die anderen lauschen andächtig und am Ende der Regeln gibt es keine Fragen mehr. Dies ist der Idealfall, der leider so nur in meiner Fantasie vorkommt. Bei uns geht es stets anders zu: Einer liest die Regel vor, dann unterhalten sich erst einmal zwei oder drei der Spieler über etwas total Unerhebliches, diese Spieler werden netterweise einmal ermahnt, dann wird wiederholt, weil ja nicht aufgepasst wurde. Es folgt mein Lieblingsmoment: die Fragen, die bisher noch nicht beantwortet wurden, weil man noch nicht so weit in der Regel war. Meistens ist das Thema der Frage die nachfolgende Überschrift; und so hangelt man sich durch die Regel, bis am Ende ein Spieler sich outet und bekennt, dass die Live-Verfolgung eines Fußballspieles auf dem Smartphone doch irgendwie wichtiger war. Also alles noch einmal zusammen gefasst.
Mit dieser Regel wird man solche Probleme wohl kaum haben, da sie keine 6 Minuten Vorlesezeit benötigt. Schwerer sind da schon die Formulierungshürden, die uns die Regel selbst auferlegt: "Für die Spieler mit einer geraden Zahl (4, 6 oder 8):" Bin ich eine gerade Zahl oder doch eher ungerade? Sind Männer generell ungrade und Frauen gerade, oder was möchte die Regel von uns? Erwartungsgemäß dauert es nicht so lange, bis man hinter die Bedeutung der Worte gekommen ist. Gemeint waren die Spieleranzahlen, nicht die Spieler selbst. Logisch. Ein anderer Satz verursachte weniger Stirnrunzeln als Gesichtsschmunzeln: "Werft einen Block auf die Farbe der Spirale..." Welcher Block kann wohl gemeint sein? Oder ist es eher ein materieloser Blick, den wir werfen sollen? Bestimmt.
Davon mal abgesehen, ist es nicht so schwer dem Spielmechanismus zu folgen. Jeder Spieler bekommt einen Block mit einer farblich anderen Spirale. Dazu erhält man einen Stift und ein Wischtuch, sowie eine Karte. Der Würfel entscheidet, welchen der sechs Begriffe man nehmen soll. Diesen schreiben wir auf die Seite, auf die wir auch unseren Namen schreiben. Ist unsere Anazhl gerade, öffnen wir alle daraufhin die erste Seite und zeichnen den Begriff. Spielen wir mit einer ungeraden Spieleranzahl, reichen wir den Block weiter und der nächste Spieler zeichnet unseren Begriff. So geht es stets reihum: Einer zeichnet, der nächste rät, der nächste zeichnet und so weiter, bis der Block wieder bei uns angekommen ist. Nun kommt es zur Auflösung.

Der Regel nach sollen wir nun Punkte verteilen, aber wen interessieren bei diesem Spiel Punkte? Uns nicht, denn der Spaß ist es ja eher zu sehen, was aus den einzelnen geratenen Wörtern geworden ist und wie weit sich das Endwort vom Ausgangswort entfernt hat. Darin liegt der eigentliche Spaß! Nicht so sehr darin zu sehen, dass alle perfekt zeichnen und raten konnten. Wenn aus, wie im Beispiel der Regel, "Engelsflügel" am Ende "Dracula" wird oder aus einem harmlosen "Meeresfrüchte" eine verstörende "Wassermine", dann lachen alle in der Runde und haben ihren Spaß. Wenn aber ein "Fernseher" am Ende immer noch ein "Fernseher" ist, haben sich zwar alle Spieler sichtlich Mähe gegeben, aber der Spaß ist nur halb so groß.

Ich habe das Spiel in sehr unterschiedlichen Gruppen gespielt und stets wurde herzlich gelacht. Ob mit Kindern oder nur mit Menschen jenseits der 30; dieses einfache Prinzip begeistert (fast) jeden. Dabei ist es wirklich egal, ob man ein guter Zeichner ist oder nicht. Oft sahen meine Ideen in meinem Kopf sehr gut aus, was dann aber auf dem Block zu sehen war, hätte mir auch Schwierigkeiten beim Erraten gemacht. Dass die Stifte ein wenig zu dick sind, ist bestimmt mit Bedacht gewählt, denn so zeichnen auch gute Zeichner ein wenig weniger gut. Mit den 1200 Begriffen hat man zudem eine lange Zeit seine Freude, besonders, wenn man das Spiel immer mal wieder in unterschiedlichen Gruppen spielt. Dabei ist es aber auch so, dass die abstrakten Begriffe, wie "Liebesbeweis" oder "Kaffeklatsch" deutlich schwieriger zu zeichnen und folglich auch zu raten sind als "Zahnspange" oder "Brezel". So wurde aus einem Liebesbeweis zum Schluss ein Ehevertrag. Diese #Schwierigkeit haben aber alle Zeichnenspiele, konkrete Dinge lassen sich immer leichter verbildlichen als abstrakte.

So bleibt mit Stille Post - Extrem ein herrliches Parteyspiel, das mit mehr Spielern auch mehr Spaß bereitet, da die Begriffe so häufiger weitergegeben werden. Und mit einem Preis von unter 30 Euro ist es wirklich sein Geld wert.

Sie sollten Stille Post-Extrem kaufen, wenn Sie:
- gerne lachen und Spaß mit Spielen haben
- Spiele mit Malen und Raten mögen
- ein kleiner Van Gogh sind

Sie sollten Stille Post-Extrem nicht kaufen, wenn Sie:
- nicht gerne malen
- nicht gerne beim Spielen lachen
- keine Kritik an Ihren Malfertigkeiten ertragen

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