Bewertet durch: Michael Prössel
(Höchstpunktzahl ist 6)
Geld stinkt nicht!
Schon die Schachtel bringt Freudentränen in die Augen und lässt uns in Gedanken zu einem Film zurückkehren. Brian, der von der judäischen Volksfront, oder war es die Volksfront von Judäa?, dazu gebracht wurde "Romanes eunt domus" an eine Wand zu schreiben flackert wieder vor unserem Auge. Die nachfolgende Szene mit der Berichtigung durch die römische Patrouille, inklusive Ohrenziehen und Demütigung, erinnerte uns damals schon so sehr an unseren eigenen Lateinunterricht, viele Grüße an dieser Stelle an Herrn Thurow, dem wir eine sehr hohe Zahl an Nicht-das-Latinum-Habern zu verdanken hatten. Aber dies soll kein Ort für kleinliche Aufrechnung sein. Nun, jedenfalls erinnerte uns dieser nette kleine, korrigierte, denn es muss "Romani ite domum" heißen, Satz an den Film "Das Leben des Brian" und unsere Herzen waren schon mal heiter.
Pecunia non olet - Wie vielleicht alle wissen stammt diese goldene Weisheit aus dem Munde des Kaisers Vespasian, der eine Steuer auf die Kloake und die Kanalisation einführte. Sein Sohn Drusus, der noch eine Menge lernen musste, fragte ihn, ob er denn Geld haben wolle, das durch eine so schmutzige Steuer erwirtschaftet wurde. Darauf antwortete der weise Vater, Geld stinke nicht, "und außerdem willst du ja einen Vierspanner haben, wo soll das Geld denn sonst herkommen? Kann ich' vielleicht Geld scheißen?" (Nun, er nicht, aber seine Bürger.)

Die 2-6 Spieler dieses, nehmt's mir nicht übel, "Scheißspiels" sind Latrinenbesitzer und bitten die Drücker und Presser zur Kasse. Jeder Spieler verfügt über drei Sitzplätze, die er an vier verschiedene Römertypen vermieten kann: Sklaven, Senatoren, Bürger und Römerinnen. In den linken und rechten Ecken der Römerkarten sind zwei Zahlen zu finden: Links eine braune, die angibt, wie lange diese Person den Thron okkupiert und rechts eine goldene, die nach Bezahlung aussieht. Manche Scheißer hocken sage und schreibe 5 Runden, um man gerade eine läppische Sesterze zu blechen. Diese sollte man versuchen loszuwerden. Bei der Sitzwahl gibt es noch zwei Dinge zu beachten: Senatoren sitzen niemals neben Sklaven und Römerinnen können auch zu zweit auf einen Latrinenplatz.
Unter dem Donnerbalken liegt die Warteschlange, am Anfang besteht sie aus 5 Personen. Auf die schon auf den Latrinen Hockenden kommen, je nach brauner Zahl, 1 bis 5 braune Holzstäbchen. Eine Runde besteht immer aus folgenden Aktionen: Je Klohocker eine braune Wurst entfernen, eventuell Geld kassieren, wartende Römer nachrücken lassen und eine Aktionskarte nachziehen. Seine Aktionskarten kann man zu jeder Zeit innerhalb des eigenen Zuges spielen. Mal kann man unliebsame Scheißer loswerden, mal die Reihenfolge ändern oder eine Senatssitzung bei einem Spieler ausrufen, so dass alle Senatoren verschwinden ohne zu zahlen. Das Spiel endet, wenn ein Spieler 20, bei 3 Spielern 25 Sesterzen kassiert hat.

"Pecunia non olet" ist mal etwas anderes. Nicht so sehr der Mechanismus, der erinnert stark an "Guillotine" von Amigo. Es ist zwar anders, aber so ein bischen gleich dann doch. Aber das Thema ist schon sehr nett verpackt. Alle Römer haben eigene Namen und lustige dazu. Schade, dass sich auch hier ein Produktionsfehler eingeschlichen hat: Ein Bürger ist irrtümlich ein Sklave geworden. Das Bild stimmt und auch der Name passt zum Bürger, aber leider steht da Sklave. Nun, wir behandeln den armen Mann mal als freien Bürger der Stadt Rom. Sehr schön ist auch die Idee der "Villa Dixius", die es erlaubt einen weiteren Kacker unterzubringen.
"Pecunia non olet" ist ein schnelles Spiel, das man auch gerne einige Male am Abend spielen mag. Es ist kein Abendfüller, aber das soll es auch nicht sein. Stimmige Grafik mit gutem Material und einer humorvollen Umsetzung machen das Spiel zu einem schönen Zeitvertreib an dunklen Winterabenden.

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