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Bewertet durch: Michael Prössel
(Höchstpunktzahl ist 6)
Wie soll man etwas Schlechtes über ein Spiel mit 6 Sternen sagen? Indem man ein wenig forscht, die richtigen Leute fragt und bestenfalls die richtigen Antworten bekommt. So wunderten wir uns, warum die Währung im Spiel Cruzados hieß, obwohl wir in Vasco da Gama mit Escudos bezahlt haben. Die richtigen Leute gefragt bekamen wir folgende Antwort: Cruzados war die Einheit, mit der man in Brasilien bezahlt hatte, aber niemals in Portugal. Warum ein fast perfektes Spiel an so einer Kleinigkeit scheitern muss? Wir wissen es nicht. So schwer kann es doch nicht sein, die richtige Währung herauszubekommen. Ein Makel auf der sonst blütenreinen Weste.

Aber eigentlich ist das natürlich total egal. Navegador ist eines der besten Spiele seines Jahrgangs und hat uns nach wiederholtem Spiel gezeigt, dass es mehr als nur eine Strategie gibt, das Spiel zu gewinnen. Mal baut man Schiffe wie ein verrückter deutscher König Schlösser baute, mal heuert man Unmengen an Arbeitern an. Natürlich beeinflussen auch die Aktionen der anderen Spieler meinen Erfolg; verkauft Jan immer Zucker, dann kann ich ihn sehr gut weiterverarbeiten und verdiene eine Menge Escudos - der historischen Exaktheit zu liebe wollen wir diesen Faux pas zumindest an dieser Stelle ausbügeln.

Dies ist sicherlich ein großes Pfund, mit dem das Spiel wuchern kann: der Wiederspielwert. So manches Spiel hat man nach zwei, drei Partien durchschaut und weiß genau, was man machen muss, damit man später auf dem Siegertreppchen stehen wird. Oder es ist so willkürlich, dass es gar nicht erst eine Taktik geben kann. allerdings ist anders. Je öfter man es spielt, desto klarer wird es, dass es eben viele Wege zum Ziel gibt.

Worum aber geht es? Auch ohne Portugiesisch sprechen zu können, erkennt man gleich die Verwandtschaft des Wortes Navegador mit unserem heimischen Navigator. Namesgeber des Spieles ist aber Henrique o Navegador, also Heinrich der Seefahrer. Er verhalf Portugal zu Glanz und Gloria und machte den Portugiesen die Welt Untertan. So versuchen es ihm auch die Spieler nachzumachen, in dem sie Kolonien erwerben, Waren aus den Kolonien verkaufen oder verarbeiten, neue Länderreien entdecken und dabei jede Menge Geld scheffeln um all die Unternehmungen zu finanzieren.
Wie schon aus anderen Spielen des gleichen Autoren bekannt, treffen wir auf die Windrose, die uns die Aktionen zuweht. Bis zu drei Felder darf ich kostenlos gehen, jedes weitere kostet ein Schiff. So muss ich mich jede Runde erneut für eine Aktion entscheiden, als da wären: Markt, als einzige Aktion zweimal vertreten, Kolonie, Privileg, Schiffe, Baumeister, Segeln und Arbeiter.

Markt: Ich kann entweder die Waren aus den Kolonien verkaufen, zu dem jeweils aktuellen Preis, der aber pro verkaufter Einheit eine Stufe nach unten rutscht. Dies aber erst nach dem Verkauf. Oder ich nutze meine Faktoreien und verarbeite die Rohstoffe. Dazu benötige ich nur die gekauften Gebäude, keine Rohstoffe. Pro produzierter Ware rutscht der Marker entsprechend nach oben. So werden Rohstoffe billiger, wenn ich sie verkaufe und gleichzeitig verarbeitete Waren teurer. Gleiches gilt andersherum bei den verarbeiteten Waren.

Schiffe: Pro Werft, die ich besitze, kann ich ein Schiff für 50 Escudos erwerben, diese starten dann vor Portugal. Sollte ich mehr wünschen, kosten die weiteren mich in der ersten Phase 100, dann 200 und schließlich 300 E.

Arbeiter: Je Kathedral die ich besitze, kostet mich ein Arbeiter 50. Jeder weitere kostet so wie die Schiffe erst 100, dann 200 und schließlich 300 E.

Baumeister: Mit Hilfe des Baumeisters kann ich ein Gebäude errichten. Entweder eine der Faktoreien, eine Werft oder eine Kathedrale. Je mehr Gebäude einer Sorte gebaut wurden, desto teurer werden die weiteren. Für die Faktoreien benötige ich drei Arbeiter, für die Werften 4 und für die Kathedralen 5.

Kolonie: Befindet sich mindestens ein Schiff an der Küste eines fremden Landes, kann ich eine Kolonie kaufen. Die Plättchen der Kolonien unterscheiden sich nur im Preis; eine Kolonie, die Gold produziert, produziert genauso viel Gold, nämlich eine Einheit, auch wenn sie nur die Hälfte einer anderen Kolonie kostet. Es gibt drei verschiedene Kolonietypen: Zucker, Gold und Gewürze. Zu jedem Typ gibt es eine Faktorei.

Segeln: In der ersten Phase kann jedes Schiff ein Feld weit segeln. Später 2, dann 3. Um neues Land zu entdecken muss ich mit zwei Schiffen in ein noch nicht erkundetes Seegebiet fahren. Ein Schiff geht dabei verlustig. Erkunde ich ein neues Feld, bekomme ich einen Erkundungsmarker.

Privileg: Es gibt fünf unterschiedliche Privilegien. Für Kolonien, Faktoreien, Erkundungsmarker, Werften und Kathedralen. Für die Abgabe eines Arbeiters erhalte ich das Privileg meiner Wahl. Diese geben am Ende mehr Siegpunkte.

Wie auch die anderen Spiele von Herrn Gerdt ist man ständig in der Zwickmühle, welche der vielen Aktionen man nutzen sollte. Das Schöne am Spiel ist: Es gibt nicht nur eine Gewinnstrategie, die, wenn man sie einmal verstanden hat, jedes Spiel gewinnen kann. Außer, wenn irgendetwas extrem schief läuft. Navegador kann man immer wieder spielen und dabei verschiedene Taktiken ausprobieren. Nicht alle werden zum Erfolg führen, aber wir haben immerhin schon vier erfolgversprechende gefunden.
Eine weitere Eigenart des Spieles ist das Navegadorplättchen. Es trägt sehr zum spielerischen Erfolg bei, wenn der Regelerklärer die Grundbegriffe der Richtungslehre - rechts und links - eindeutig identifizieren kann. Denn nur, wenn der Navegador GEGEN den Uhrzeigersinn, also linksherum, um den Tisch wandert, wie anderorts der Joint, dann spielt man es richtig. Der Navegador gibt dem letzten Spieler in der ersten Runde den Vorteil, einmal, so lange bis er mit seinem Aktionsstein einmal herum ist, kostenlos zu Segeln. Danach wird das Aktionsfeld markiert, auf dem er steht und das Plättchen wandert nach LINKS weiter zum nächsten Spieler, der schon sehnsüchtig darauf wartet.
Zurück zu den Entscheidungen: Bringen Kolonien mehr als Faktoreien? Lohnt es sich viel zu Segeln und neue Länder zu entdecken? Was bringen mir die Privilegien, wenn ich mich auf die Kathedralen konzentriere? Oder sollte ich eine Sache gänzlich aus den Augen verlieren, weil sie mich nicht nach vorne bringt? Das Gemeine am Spiel ist, dass am Ende ein Mix aus Allem mir Siegpunkte auf das Konto spült. Auf meinem Spielertableau kann ich gut sehen, dass am Ende alle meine Kolonien mit dem Faktor 1 - es sei denn, ich erwerbe Privilegien, die diesen Faktor pro Privileg um einen erhöhren (Werften und Kathedralen werden um 2 erhöht) - multipliziert werden. Etwas mehr bringen schon die Faktoreien, hier liegt der Wert bei 2. Habe ich viel Land für Seine Majestät entdeckt, werde ich mit einem 4-fach Multiplikator entschädigt. Werften und Kathedralen bringen am Ende das Dreifache. Was also tun? Man kann auch ohne Kolonien und Entdeckungen gewinnen. Das haben wir festgestellt. Allerdings sollte man dann auf Faktoreien und Kathedralen setzen, ansonsten landen nicht genügend Punkte auf dem Konto. Man kann aber auch mit Kolonien gewinnen. Kein Problem. Ebenso möglich: Mit einem guten Mix. Aber wie es in diesen Fällen geht, gilt es selbst herauszufinden.

Navegador bietet also viele Wege zum Ziel und hat so einen sehr hohen Wiederspielwert. Wer gerne komplexe Spiele mag, die man aber gut in unter 10 Minuten erklären kann, wenn man sie mindestens zweimal gespielt hat, liegt hier absolut richtig. Unserer Meinung ist Navegador das bisher beste Spiel des aktuellen Jahrgangs.

Um der Richtigkeit zu ihrem angestammten Recht zu verhelfen, sei noch folgendes gesagt: Die Währung im Spiel müsste eigentlich Real heißen. Dies war die portugiesische Währung bis 1914. Danach gab es den Escudo. Somit ist auch die Währung bei Vasco da Gama nicht richtig. Die Cruzados waren eine Art Münze, wie vielleicht der Heiermann zu DM-Zeiten. Somit haben dann wohl alle Recht und Unrecht zugleich. Welch' Harmonie!


Sie sollten Navegador kaufen, wenn Sie:
- eines der besten Spiele des Jahrgangs 2010/2011 spielen wollen
- ein komplexes aber nicht kompliziertes Spiel suchen
- Spiele von Mac Gerdts lieben

Sie sollten Navegador nicht kaufen, wenn Sie:
- komplexe Spiele mit nur 6 Seiten Anleitung scheel anschauen
- immer auf die eine, wahre Taktik hin spielen wollen
- Spiele nur einmal spielen, um sie dann im Schrank zu bewundern

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