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Bewertet durch: Michael Prössel
(Höchstpunktzahl ist 6)
Die Geschichte einer der berühmtesten Städte der Welt

Eigentlich geht es um die Geschichte der Stadt London. Dies ließ sich schon aus dem Titel schließen, aber am Ende ist es mal wieder wie so oft: Der Hintergrund ist beliebig austauschbar. Ist das schlimm? Nein, denn das Spiel ist sehr gut gemacht und auch die Informationen, will man sie denn aufnehmen, sind gut aufbereitet. Dass das Spiel, in unserer Version komplett in Englisch ist, ist ebenfalls kein Problem, da die gute deutsche Regel alle Karten erklärt und Fragen beantwortet.
Natürlich ist die nachgespielte Geschichte der Stadt keine, die bis jetzt andauert, so kann man keine modernen Gebäude erbauen, aber all diejenigen, die man bei Reisen in die englische Hauptstadt kennengelernt hat. Hinzu kommen noch einige weniger bekannte und schon steht einem angenehmen, spaßigen und gemütlichen Spieleabend nichts mehr im Weg.

Im Spiel verkörpern wir Spieler Städteplaner, die die Stadt nach dem verheerenden Brand von 1666 wieder zu neuem Glanz erstrahlen lassen wollen. Interessant sind vor allem die Mechanismen, die einem zuerst ein wenig gewöhnungsbedürftig erscheinen. Nach einigen Runden ist das dann Routine geworden und es besteht eigentlich nur noch Nachdenkbedarf dabei, wie man seine Aktionen und die damit verbundenen Vorteile am besten nutzt.

Zentral im Spiel sind die sogenannten Armutspunkte. Diese möchte keiner bekommen, bedeuten sie doch am Spielende Minuspunkte. Schon mal schlecht, dass jeder mit einigen davon startet. Immer, wenn man die Aktionen seiner Gebäude genutzt hat, werden am Ende dieser Phase Armutspunkte an den Spieler verteilt. Je mehr offene Kartenstapel, also Karten, deren Aktionen er nutzen kann, und Handkarten man auf der Hand hält, desto mehr Armutspunkte bekommt man. Da kann man nur hoffen Gebäude auf die Hand, beziehungsweise in die Auslage zu bekommen, die die Armutspunkte reduzieren. Auch übernommene Stadtteile tragen dazu bei, weniger dieser Minuspunkte zu erhalten.
Die Aktionsmöglichkeiten sind sehr überschaubar, was es aber nicht einfacher macht, sich für die richtige Aktion zu entscheiden. Alles beginnt damit, dass man sich eine Karte aus der Auslage oder vom Stapel aussuchen muss. Danach hat man vier verschiedene Möglichkeiten:

1. Ich spiele eine oder mehrere Karten und lege sie vor mir ab. Noch haben sie keinen Nutzen, allerdings können sie Kosten verursachen. Für jede gespielte Karte, muss ich eine in der gleichen Farbe in die Auslage legen. Ist die Auslage voll, je nach Spieleranzahl können 6 bis 10 Karten ausliegen, wird diese abgeräumt.

2. Ich möchte meine Karten nutzen und entscheide mich für "Die Stadt regieren". Nun muss ich die Kosten meiner Karten für die Aktionen bezahlen und Karten, die nur einmal genutzt werden können, umdrehen. Wichtig, wie erwähnt, am Ende bekomme ich Armutspunkte in der Summe aus Handkarten + Kartenstapel - Stadtbezirke - Armutspunkte, die durch Karten abgezogen werden.

3. Land kaufen ist eine recht schnelle und einfache Aktion: Ich entscheide mich, welchen Bezirk ich erwerben möchte. zahle den Betrag an die Bank, nehme mir die angezeigte Anzahl an Karten und entscheide mich schließlich, ob ich eine U-Bahn bauen möchte.

Die 4. und letzte Möglichkeit ist noch einfacher: Ich nehme schlicht 3 Karten. Wie auch bei dieser Aktion, muss ich immer am Ende meiner Runde darauf achten, dass ich nicht mehr als 9 Karten auf der Hand halte.

Im Prinzip sind dies die Regeln, eine Tatsache, die London als ein wirklich einfaches Spiel gelten lassen können. Allerdings hat das Spiel es wirklich in sich. Die vielen Karten wollen verstanden werden, ihr Nutzen gegen ihre Kosten aufgerechnet werden und man muss immer dafür sorgen, dass die beiden Ressourcen, Karten und Geld, in ausreichendem Maße vorhanden sind. Dies scheint leicht, ist es aber nicht immer. So wie der arme Joachim in einem Spiel wirklich ständig arm war, so hatten andere Spieler Probleme mit zu vielen oder auch mal mit zu wenig Karten. Habe ich nach der Aktion "Regieren" zu viele Karten auf der Hand, muss ich zu viele Armutspunkte nehmen, die ich vielleicht nie wieder loswerde. Das Schwierige ist es, die richtige Balance hinzubekommen. So muss man seine Aktionen dahingehend abstimmen, dass man nach einer Kartenspielphase nur noch die Karten auf der Hand behält, mit denen man die Aktionen der Gebäude bezahlen muss. Außerdem muss man darauf achten, dass nach einer Land-kaufen-Phase, genügend gute Karten auf der Hand sind, damit man in der nächsten Phase wieder interessante Gebäude bauen kann.

Und dies ist auch die Stelle des Spieles, wo es wirklich auftrumpfen kann. Die Karten und deren Aktionen sind sehr abwechslungsreich, der Zwang zur Diversifizierung ist groß. Baue ich nur Gebäude, die mir Geld bringen, kann ich mich zwar wie Dagobert Duck fühlen, werde aber nicht gewinnen, da diese Art der Gebäude kaum Siegpunkte bringt. Auf die Dauer nur Gebäude zu errichten, die Siegpunkte bringen kann man sich einfach nicht leisten. Und ohne hin und wieder mal einen Bezirk zu erwerben wird man am Ende auf seinen Armutspunkten sitzen bleiben.

Diese Mischung aus unterschiedlichen Zwängen, die das eigene Handeln bestimmen, ist nicht neu. Aber mit den anderen Mechanismen, wie zu Beispiel das Abgeben einer Karten beim Bau, hat Martin Wallace mit London ein außergewöhnliches und spannendes Spiel geschaffen.

Uns hat vor allem die dünne Regel überrascht, die, sobald jemand das Spiel erklärt, der es schon einmal gespielt hat, gar nicht mehr benötigt wird. So vorbildlich sollte es bei allen Spielen zugehen, aber leider bildet auch hier London eine Ausnahme. Wenn auch in diesem Fall eine äußerst positive.


Sie sollten London kaufen, wenn Sie:
- gerne Spiele zu Städten spielen
- gerne Aufbauspiele spielen, ohne viel Interaktion
- ein guter Planer sind

Sie sollten London nicht kaufen, wenn Sie:
- nicht gut planen können
- Probleme haben, eins nach dem anderen zu tun
- ungern Spiele mit einem historischen Hintergrung spielen

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