Bewertet durch: Michael Prössel
(Höchstpunktzahl ist 6)
Obwohl uns schon das Grundspiel nicht überzeugen konnte, wollen wir der Erweiterung eine Chance geben, Versäumtes nachzuholen und Nichtvorhandenes nachzureichen. Dass die Hoffnung stets zuletzt stirbt, wurde durch diesen Gedankengang wieder einmal bewiesen.

Bevor wir zur Bewertung kommen, noch ein Satz zum Verständnis: Keltis mag ein nettes Familienspiel sein und viele mögen es leiden. Das wissen wir. Uns hat es aber nicht sonderlich gefallen, weil es ein typischer Knizia war: Mathematisch durchdacht, aber wenig Seele. Bei der Erweiterung ist es nicht viel anders. Und das gefällt uns nicht. Anderen schon, uns nicht.

Das alles soll eben nicht heißen, dass die Erweiterung schlecht ist, sie unterhält und erscheint uns auch ein wenig besser als das Grundspiel zu sein. Dennoch bleibt Keltis eben Keltis.
In der Box finden wir einen neuen Spielplan, der den alten ersetzt und 47 Wegeplättchen, die ebenfalls die alten ersetzen. Die Karten aus dem Grundspiel und auch die Figuren brauchen wir weiterhin. Wie auch im Grundspiel starten alle Spieler mit ihren Steinen auf einem großen Stein, von dem vier Wege abgehen. Mit unseren Karten können wir die nächsten Punkte auf unserer Reise in die "Endzone" erreichen. Auch hier gelten die Regeln aus dem Grundspiel: Ich spiele die unterschiedlich farbigen Karten entweder von 10 runter oder von 1 rauf. Habe ich nicht die beste Auswahl an Karten bekommen, kann ich entweder neue ziehen oder muss mit niedrigeren / höheren Karten eine Reihe beginnen. Das fordert natürlich eine Taktik, die allerdings erheblich von den Karten bestimmt wird, die ich auf der Hand halte. Neu an dem Weg ist, dass er sich zum einen verzweigt, ich als abbiegen kann und dass es neutrale Felder gibt, für die ich jede Farbe spielen kann. An verschiedenen Punkten auf dem Spielplan liegen die Wegeplättchen aus, die man nutzen kann, wenn man das entsprechende Feld betritt. Danach bleiben sie liegen und helfen so nachziehenden Spielern. Unterwegs ist es auch wichtig bunte Steine zu sammeln, die ebenfalls an bestimmten Punkte liegen, oder als verdeckte Wegplättchen. Sie geben am Ende des Spieles Extrapunkte, neben den Feldern, die ich mit meinen Steinen belege. Dabei zählt der große Stein doppelt.
Keltis - Neue Wege von Kosmos
Das Spiel endet entweder wenn alle Karten verbraucht wurden oder wenn fünf Spielsteine im oberen Bereich liegen. Dann werden die von den Spielern belegten Felder gezählt, die Punkte für die bunten Steine kommen dazu und ein Sieger steht fest.

Im Wesentlichen ändert die Erweiterung wenig am Spiel, die neutralen Felder machen es vielleicht ein wenig leichter voran zu kommen, da man nicht immer die richtige Farbe auf der Hand halten muss. Das gesamte Spielgeschehen ist immer noch sehr vom Glück abhängig, da meine Kartenhand mir vorgibt, wohin ich ziehen kann, beziehungsweise muss. Natürlich kann ich auch eine 3 auf eine ausliegende 10 legen und hoffen, das Plättchen zum Ablegen einer Karte zu ergattern, aber in der Regel versucht man ja schon seine Auslage und damit sein Vorankommen möglichst mit kleinen Differenzen abzulegen. Immerhin kann ich auch abgelegte Karten aufnehmen und muss nicht auf den verdeckten Nachziehstapel bauen. Wenn man aber im gesamten Spiel gerade mal drei grüne Karten auf die Hand bekommt, muss man schon viel Glück bei den ausliegenden Plättchen haben, um an bestimmten Stellen voranzukommen. Hier wäre eine Aufteilung der Farben in zwei Stapel wie bei Lucky Loop sicherlich nicht verkehrt. Auch wenn das die mathematische Durchdachtheit des Spieles eventuell durcheinander bringen könnte.

Für Freunde des Spiel des Jahres, die wenig andere Spiele spielen, sicherlich gut geeignet; für Strategen und Spieler, die ihr Geschick in die eigenen Hände nehmen wollen eher nicht.

Sie sollten Keltis - Neue Wege, neue Ziele kaufen, wenn Sie:
- das Grundspiel sehr gerne spielen
- seichte Unterhaltung suchen
- Spiele von Herrn Knizia mit Begeisterung spielen

Sie sollten Keltis - Neue Wege, neue Ziele nicht kaufen, wenn Sie:
- mehr in Richtung Vielspieler tendieren
- Spiele mit hohem Glücksfaktor nicht so sehr mögen

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