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Bewertet durch: Michael Prössel
(Höchstpunktzahl ist 6)
Konfuses Mekka der Strategie

Zu manchen Spielen baut man eine gestörte Beziehung auf. So spielen wir einige Spiele gleich mehrmals am Abend (selten) andere sofort nächste Woche wieder und am Wochenende mit Jan und Sylvia oder Ben und Caro. Andere wieder werden einmal gespielt, dann liegen sie erst einmal im Regal und werden nur nach einer langen Zeit wieder hervor geholt. Dabei sind dies beileibe keine schlechten Spiele. Sie können uns einfach nicht fesseln. Dann stehe ich wieder an einem Mittwoch vor dem Regal und denke, was spielen wir denn heute. Sehe ich ein Spiel dieser Art, bekomme ich immer ein schlechtes Gewissen. Das liegt schon so lange, eigentlich ist es doch ganz gut, was denken bloß die Leute vom Verlag von dir, und so weiter (So viel weiter auch nicht, denn sehr viel mehr Gedanken mache ich mir dann doch nicht).

Also bleibt das Spiel wieder liegen und starrt mich vorwurfsvoll an.
Aber es gibt Abende, da nehme ich es dann in die Hand und denke, heute Abend ist dein Tag, zeig uns, was wir verpassten und mach uns glücklich!
Manche Spiele hören auf mich, andere sind wohl zu beleidigt um uns einen netten Abend zu gönnen.
Il Principe hat uns, zumindest dreien von vieren, einen netten Abend beschert. Und am Wochenende dann noch gleich einen hinterher. Auch wenn es schon länger im Regal liegt, hat es uns unsere Behandlung verziehen. Danke!
Nun kommt es also endlich zu seiner Rezension, die ich auch nicht länger in die selbige ziehen möchte. Es gibt noch viel zu tun.

Italien, irgendwann früher in der Renaissance. Die Menschen wünschen sich etwas Abwechslung in ihre Tristesse. Die Fürsten, die Principe, sollen es richten und die Städte ausbauen, verschönern und erweitern. Dies kostet natürlich eine Menge Gold; Gold, das mit Sicherheit die Herrschenden den Beherrschten vorher aus der Tasche gezogen haben. Sie als Spieler und Fürst versuchen ihren Einfluss auf Ämter und Städte sowie Regionen auszuweiten und somit die Städte zu verschönern. Alles zu dem einzigen Zweck, dass Ihre Taschen sich mit Gold füllen und Ihr Name in den Geschichtsbüchern verewigt wird.

Jeder Spieler beginnt relativ bescheiden mit 5 Goldstücken und vier Gebäudekarten. Diese gibt es in fünf verschiedenen Farben, die ihrerseits fünf verschiedene Bereiche darstellen, zum Beispiel Kunst, Kirche, Handel. Je Farbe gibt es eine Chef und eine Vize-Karte. Die Chefkarte erhält, wer bei der Wertung der Karten die meisten einer Sorte offen vor sich liegen hat. Der Spieler mit den zweit meisten Karten bekommt die Vizekarte.
Aber der Reihe nach.

Von den vier Karten, die jeder Spieler zu Anfang jeder Runde erhält, legt er zwei verdeckt in den „Pott“. Haben alle Spieler dies getan, werden sie aufgedeckt und nach Farben sortiert. Der Spieler, der als letzter Fürst war, äh, in Italien war, ist für die erste Runde der Principe. Links von ihm beginnt der Spieler mit dem Gebot für die erste Farbe. Es beginnt immer mit Grün, dann Weiß, Rot, Blau und schließlich Gelb. Gibt es keine Karten einer Farbe, werden auch keine versteigert. Wer einmal passt, darf für die Karten dieser Farbe nicht wieder bieten. Die Karten gehen natürlich an den Meistbietenden. In allen außer der ersten Runde hat dieser Spieler nun eine Sonderaktion und darf, wenn er will, in einer der vier ausliegenden Städte bauen. Dazu benötigt man die angegebene Menge Karten in den einzelnen Farben. Für Rimini zum Beispiel zwei blaue, eine grüne, eine weiße und ein gelbe. Hat man diese noch nicht alle vor sich ausliegen, darf man seine Auslage um die fehlenden ergänzen. Nun muss man noch den Goldbetrag an die Bank zahlen und schon darf man sich die Belohnungen einsacken: 8 Siegpunkte und 2 Wappen, die in die an Rimini angrenzenden Regionen gelegt werden müssen. Dann wird noch geschaut, wer als Chef und Vize an dem Bau beteiligt war. Wir erinnern uns, blau, grün, weiß und gelb. Jeder Chef bekommt nun 2 Siegpunkte und jeder Vize einen. Dabei kann ein Spieler auch mehrere Ämter innehaben.
Genauso wird nach den Versteigerungen der anderen Farben verfahren. Sind die alle aufgelöst, kommt es zum Bauen: Angefangen beim Principe darf jeder Spieler entweder 1 bis alle Karten einer Farbe vor sich auslegen, oder in einer Stadt bauen, wie schon bei der Versteigerungsphase.
Haben nun auch alle Spieler diese Phase hinter sich, kommt es zum Verteilen der Chef und Vizekarten.
Der Spieler, der nun die meisten grünen Karten vor sich liegen hat, offen, nicht vergessen, bekommt den Chef, muss aber auch die aufgerundete Hälfte seiner grünen Karten verdecken. Der Spieler mit den zweit meisten muss keine Karte umdrehen. Gibt es einen Gleichstand bei den meisten Karten, wird wieder versteigert. Dann gibt es aber keine Vizekarte. Sollte es einen Gleichstand bei den zweit meisten geben, wird ebenfalls versteigert. Den Bonus, den eine dieser Karten gibt, muss man sofort nutzen, sonst verfällt er.
Sind alle Ämter verteilt worden, beginnt eine neue Runde damit, dass alle Spieler wieder vier Karten und 5 Goldstücke bekommen. Am Ende zählt eigentlich fast alles:

- Die Siegpunkte auf der Kramer’schen Leiste, klar.

- 5 Punkte gibt es für denjenigen, der die meisten Wappen in einer Region hat, 2 für den Zweiten

- 2 Punkte für jede Chef- und 1 Punkt für jede Vizekarte

- 2 Siegpunkte für je ein Set, das der Spieler vor sich liegen hat (je eine Karte der fünf Farben)

- 2 Punkte für das meiste Gold

- 2 Punkte für den Spieler mit den meisten Gebäuden auf der Hand

Gibt es dann immer noch einen Gleichstand, gewinnt der Spieler mit den meisten ausgespielten Gebäuden. Gibt es dann immer noch einen Gleichstand, gewinnt der Spieler mit der höheren Ämterkarte. Nun ist aber wirklich Schluss! (Was aber, wenn keiner von beiden in dieser Runde ein Amt bekommen hat? Wer gewinnt dann? Hilfe!!)

Wie man sehen kann, ist das Spiel nicht gerade komplex…. pfft! Na gut, wohl doch, aber wenn man erst einmal einige Runden gespielt hat, entwickelt es einen ganz eigenen Reiz, der sich allerdings Burkhard nicht erschließen konnte.

Im Spiel geht es also darum abzuwägen, wie viel einem Karten einer bestimmten Farbe wert sind. Kann man damit in einer Stadt bauen oder schnappe ich sie lieber Gerd weg, der so viel bietet? Oder treibe ich den Preis in die Höhe, damit er möglichst viel Geld los wird und doch nicht mehr in seiner Extrarunde bauen kann? Wie viele Karten muss ich ausspielen, damit ich den Chef bekomme? Lohnt sich das, da ich ja die Hälfte umdrehen muss? Kann ich alle Möglichkeiten Punkte zu bekommen im Auge behalten? Habe ich etwas übersehen, zum Beispiel, dass die einzige Stadt in der ich bauen kann, eine rote Karte benötigt, ich aber keine habe? Oder dass das Geld dann nicht mehr langt?
Fragen also über Fragen und die machen das Spiel ein wenig konfus. Für andere mag dies das Mekka der Strategie sein, denn vieles lässt sich doch irgendwie beeinflussen. Wenn auch nur über Umwege.


Sie sollten Il Principe kaufen, wenn Sie:
- ein Spiel suchen, das Sie erst auf den zweiten
Blick lieben
- Taktik mögen, die durch die richtige Prise Glück ergänzt wird
- viele verschiedene Möglichkeiten wollen
- nicht den Überblick verlieren

Sie sollten Il Principe nicht kaufen, wenn Sie:
- leicht den Überblick verlieren
- Taktik ohne Glück wünschen
- nur an einer Baustelle bauen wollen

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