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Bewertet durch: Michael Prössel
(Höchstpunktzahl ist 6)
Aus Bier wird ein Palast

Friedemann Frieses Spiele sind ja in der Regel nicht ohne. Strategie und Taktik werden hier groß geschrieben, das gefällt Axel. Aber wehe, wenn man den Goldenen Weg gefunden hat. Dann muss ein Spiel auch schon einmal ein Jahr im Schrank liegen, bis es wieder auf den Tisch kommen darf. Den Goldenen Weg findet in der Regel Jan, auch wenn er am Ende nicht als Sieger dasteht. Das allein reicht aber schon ein Spiel zu verdammen: "Bringt doch nichts das noch einmal zu spielen, wir wissen doch, wie man gewinnt!", soweit Axel. Aber vielleicht hatte Jan ja nur einen der Goldenen Wege gefunden und es gibt noch mehr? Vielleicht führen viele Goldene Wege zum Sieg? Könnte man das nicht einmal austesten? Wäre das nicht ein Grund ein Spiel wieder zu spielen? Nur bedingt, denn selbsterfüllende Prophezeihungen neigen nunmal dazu erfüllt zu werden. Und so gewann ich dann auch mit Jans Goldenem Weg. Was aber nicht heißen soll, dass es nicht noch andere Wege gibt. Kommt eben immer darauf an, wie die anderen Spieler spielen.

Vor jedem Spieler liegt sein kleines Fürstentum. Es besteht aus sechs Feldern, die man im Laufe des Spieles mit Gebäuden oder Rohstoffabbaubetrieben bebauen kann. Zu Anfang sieht es eher kümmerlich aus, auf den unteren drei Feldern sprudelt eine magere Quelle, wächst ein wenig Korn und ebenso eine Handvoll Hopfen. Allerdings sind dies die besten Zutanten für des Deutschen liebsten Getränk: das Bier. Deswegen wollen auch bis zu fünf Brauereien unsere Rohstoffe kaufen. Aber wie immer bestimmt die Nachfrage den Preis: Alle Spieler können zwar ihre Vorräte in der Marktphase verkaufen, aber je nach der einzelnen Menge kann dies zu Preisverfall oder Preissteigerung führen. Verlagt eine Brauerei zum Beispiel drei Wasser, aber es werden in der Runde fünf an diese Brauerei verkauft, so sinkt der Preis um zwei Punkte. Werden dagegen nur zwei Wasser verkauft, steigt der Preis um einen Punkt. So kann der Preis zwischen 0 und 3 Talern variieren. Dies findet aber erst statt, wenn alle Spieler verkauft haben. Während der Verkaufsphase sinkt der Preis für die gerade verkauften Rohstoffe ebenfalls, wenn man über die Nachfrage hinaus verkauft.

Sinn und Zweck des Ganzen ist nicht nur das Scheffeln von Geld, sondern der Bau eines Palastes, der aus insgesamt sechs Feldern besteht. Wie, sechs Feldern? Aber dann habe ich ja keine Einkünfte mehr! Genau! Das ist der Kasus Knacksus. Baue ich einen Palstteil, reduziere ich meine Einkünfte. Reduziere ich meine Einkünfte kann ich vielleicht das letzte Palastteil nicht mehr bauen (siehe Axel). Während des Spieles kann ich meine Rohstofffelder verbesssern, so dass sie bis zu 3 Rohstoffe produzieren. Oder einfach mehr dazu bauen. Natürlich kostet das alles Geld, gut für den, der von Anfang an einen Baukran hat, der die kosten um ein Gold reduziert. Oder eine Bank, die zusätzliches Geld einbringt.
Welche Karten ich zu Beginn zur Verfügung habe, ist von Spiel zu Spiel unterschiedlich. Jeder Spieler verfügt über den gleichen Satz an Karten (bis zu 28), den er gut mischt und dann zwei zieht. Ohne Gebäude, die die Kartenhand erweitern, darf ich nicht mehr als zwei Karten auf der Hand halten. Und nur eines bauen. Wenn schon der Mangel nicht durch das Spiel vorgegeben ist, so schafft man ihn eben selbst! Stets werde ich mit der Frage konfrontiert, welches meiner Gebäude oder Ertragsplättchen ich überbauen möchte. Oder muss. Bauen alle Spieler das gleiche Gut an, ist es natürlich sinnvoll, etwas anderes an- oder abzubauen, damit ich von den steigenden Preisen profitieren kann. Dies hängt aber sehr stark damit zusammen, welche Karten wo im Stapel liegen. Und nicht nur in meinem Stapel, sondern in auch in den Stapeln der anderen Spieler. Jans Goldener Weg ist der Aufbau eines Monopols. Sicherlich, das hilft, an das begehrte Geld zu kommen, damit man später die immensen Baukosten der Palastteile bezahlen kann. Denn immer wenn vier Teile, egal durch wen, gebaut wurden, steigt der Preis. Und zum Vorhandensein des Geldes kommt noch das Ziehen der richtigen Karten zur richtigen Zeit dazu. Im Grundspiel kann man jedes Teil bauen, wann man will. Manch einer startet also mit Teil Nummer V. Im fortgeschrittenen Spiel muss man die Paläste auch noch in der richtigen Reihenfolge bauen. Also nix mit "Oh, ich habe gerade Nummer III auf der Hand, also schnell auf das Tableau damit!" Nein, nein, das wäre für Experten zu einfach. Dafür gibt es aber zwei neue Karten: Den Reiseführer und den Lumpensammler. Außerdem hat man nur eine Karte auf der Hand.

Fürstenfeld hat uns dann doch gefallen, auch wenn einige Spieler sich mit ihren Rohstoffen verrechnet haben und am Ende zwar mit dem letzten Palastteil auf der Hand dastanden, aber es leider nicht mehr errichten konnten. Fürstenfeld ist bestimmt kein Spiel für Gelegenheitsspieler, da man einfach zu viel falsch machen kann, besonders im ersten Spiel - oder man macht eben alles richtig - so dass der Wunsch nach einer weiteren Partie doch eher klein ist. Dafür ist die Spielzeit aber überschaubar, an manchen Stellen mag ein wenig mehr gegrübelt werden, aber wenn man nur zwei oder gar nur eine Karte auf der Hand hält, hält sich das Zaudern welche Karte gespielt wird doch eher in Grenzen.


Sie sollten Fürstenfeld kaufen, wenn Sie:
- gerne Spiele spielen, die mit Bier und Palästen zu tun haben
- gerne anderen Spielern die Preise kaputtmachen
- gut haushalten können und wissen wann was gebaut werden sollte

Sie sollten Fürstenfeld nicht kaufen, wenn Sie:
- es nicht mögen immer die richtigen Karten zur falschen Zeit zu ziehen
- notorisch klamm bei Kasse sind
- andere Spiele beneiden, weil diese Glück beim Mischen hatten

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