Bewertet durch: Michael Prössel
(Höchstpunktzahl ist 6)
Im Tal der sieben Drachen

Drachen haben es uns ja schon immer angetan. Ob es damals die Drachen aus AD&D waren, oder der Drache in Talisman, in Fantasyspielen kommt man ohne sie nicht aus. Mal sind sie Klug und können sprechen, mal sind es feuerspeiende Bestien, die nur eines im Kopf haben: Jungfrauen fressen. DIe Drachen aus Dragons gehören irgendwie zu allen Arten, wenn man sich die schönen Grafiken einmal genauer anschaut. So ist der Rote ein Feuerspeier, der Gelbe eher ein Sammler von Gold und Schätzen, der Grüne erscheint als nobles Reittier während der Schwarze etwas von einem Nekromanten hat. Auf den 51 Drachenkarten sind bis zu vier dieser edlen Tiere auf einmal zu sehen. Daneben gibt es noch 15 Aktionskarten und 5 Zielkarten, von denen jeder Spieler eine bekommt, die ihm sein geheimes Spielziel zeigt- Von den insgesamt 66 Spielkarten bekommt jeder Spieler drei, die seine Hand bilden. Jetzt noch die Karte mit dem Silberdrachen in die Mitte legen und es kann losgehen.

Ziel ist es nun seine Karten so anzulegen, dass dabei eine Reihe mit sieben Drachen gleicher Farbe herauskommt. Da der erste Drache keiner der anderen Farben trägt, darf ich an seine vier Seiten alle Drachen anlegen. Später muss mindestens ein Drache farblich passen. So sind die Karten zum Beispiel entweder vertikal oder horizontal in zwei unterschiedliche Farben getailt. Aber auch Karten mit nur einem Drachen oder drei und vier gibt es auch zu sehen. Mit Hilfe meiner geheimen Zielkarte weiß ich, welchem Drachen ich zu einer Reihe von sieben Kumpanen verhelfen muss. Auch wenn meine Mitspieler meine geheime Zielkarte nicht kennen, werden sie irgendwann heraus bekommen, welchen der fünf Drachen ich favorisiere. Das alles würde bis hierhin ein eher einfachen Legespiel bedeuten, aber der Autor hat uns ja noch die Aktionskarten beschert. Bei manchen dieser Karten möchte man von eine "Schönen Bescherung" sprechen, da sie unter anderem dazu taugen unsere Zielkarten um einen Spieler weiter zu schieben. Auch können sie bedeuten, dass ich meine Zielkarte mit der eines bestimmten Spielers tauschen darf. Die übrigen zwei Aktionskarten können einen Spieler dazu zwingen mit mir sämtliche seiner Handkarten zu tauschen oder eine beliebiege ausliegende Drachenkarte regelkonform an einer anderen Stelle wieder anzulegen.
Damit wir nicht irgendwann ohne Karten dastehen, dürfen wir zu Beginn unseres Zuges eine Karte ziehen und, sollten wir beim Anlegen es schaffen, dass eine angelegte Karte an mehreren passenden anderen Farben liegt, bekomme ich eine bis drei Extrakarten.
Es gewinnt der Spieler, der als erster sieben Drachenkarten einer Farbe aneinander gereiht hat und dessen geheime Zielkarte dies in dieser Farbe verlangte. Dazu darf man pro Zug eine Karte anlegen, einzige Anlegeregel war, dass auf einer der anzulegenden auch ein Drache der selben Farbe zu sehen ist und dies auch noch genau da, wo die beiden Karten aneinanderliegen werden. Auch wenn es letztlich nur eine Regel ist, manchmal macht sie einem das Leben schwer. Im Zug gilt es abzuwägen ob ich lieber auf mehr Handkarten spiele oder meine geheime Mission voran bringe. Tue ich dies aber zu offensichtlich, kommt die nächste "Zielkarte-bewege-sich"-Karte bestimmt. Ein ausgewogenes Vorgehen ist also gefragt.

Sollte ein anderer Spieler aus welchen Gründen auch immer die siebte Karte legen, obwohl es nicht seiner Zielkarte entspricht, gewinnt er nicht, sondern der Spieler mit der passenden Karte. Ersterer sollte nun mit einer Kopfnuss oder anderen Aufmerksamkeiten für unaufmerksame Spieler belohnt werden. Nicht, dass dies bei uns passiert wäre, aber es könnte.

Im Grunde ist Dragons ein solides Spiel. Allerdings machen uns die Sonderkarten das Leben schwer, denn sie nehmen dem Spiel jeglichen taktischen Ansatz. Was nutzt das beste Planen, wenn zwei Runden vor Schluss Axel unserer Zielkarten tauschen lässt und niemand dies revidiert? Ja, was nutzen selbst die besten Karten, wenn Axel das einfach so machen kann? Für ältere Semester, die gerne etwas Beständigkeit im Spiel sehen, ist dieser Mechanismus unzumutbar und kam deshalb nicht gut an. Ohne ihn wiederum ist das Spiel auch nicht überzeugend, da es dann zu wenig Action bietet. Für uns im fortgeschrittenen Alter sind diese plötzlichen Umschwünge von roten Drachen zu blauen Drachen und wieder zurück, leider nichts mehr. Das verkraften wir nicht. Junge Spieler, die sich gerne die Butter vom Brot nehmen und sich blitzschnell an veränderte Situationen gewöhnen können, ja, diese Spieler mögen Spaß daran haben von 90 auf 0 gebremst zu werden, wir leider nicht.

Wer sich nun noch fragt, warum es 51 Drachenkarten bei fünf Drachenkarten gibt, hat aufgepasst und soll eine Antwort erhalten. Die übrige Karte ist der Regenbogendrache, der als Joker fungiert. Mit ihm kann man aber leider keine Bonuskarten bekommen, da dies dann doch zu einfach wäre. So fügt es sich dann auch, dass auf der Schachtel insgesamt sieben Drachen zu sehen sind, fünf plus Regenbogen- und Silberdrache.


Sie sollten Dragons kaufen, wenn Sie:
- Spiele mit Drachen spielen
- gerne anderen Spielern in die Suppe spucken oder diese zumindest versalzen
- Spaß am Frust haben

Sie sollten Dragons nicht kaufen, wenn Sie:
- wenig Spaß am Frust haben
- keine versalzenen Suppen mögen
- die Ernte für Ihre Arbeit auch selbst einstreichen wollen

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