Bewertet durch: Michael Prössel
(Höchstpunktzahl ist 6)
Eisenbahnspiele hatten wir schon lange nicht. Und Spiele mit Aktien auch nicht. Da passte es ja hervorragend, dass Chicago Express beides beinhaltet.
Es ist die groß Zeit der Eisenbahnen. Nordamerika, mal wieder Schauplatz, besteht noch aus vorwiegend unberührter Natur und die Herren Eisenbahnmogule stehen in den Startlöchern, diese Tatsache zu verändern. Im Spiel gibt es insgesamt 5 Eisenbahnlinien, von denen vier an der Ostküste starten und eine erst später ins Spiel kommt, wenn überhaupt. Wie in den meisten Eisenbahnspielen versuchen die Spieler über den Kauf von Aktien reich zu werden und so das Spiel zu gewinnen. Im Gegensatz aber zu den meisten Spielen dieser Art können sie ihre Aktien nicht verkaufen und der Vorrat an ihnen ist extrem klein. So kam es oft vor, dass der eine oder andere Spieler viel zu viel Geld für eine Aktie ausgab, nur um an diesem Unternehmen beteiligt zu sein. Wenn man aber ein wenig rechnet, wird man leicht feststellen, dass sich der Kauf in bestimmten Fällen nicht lohnt.
Die Karte zeigt also Nordamerika von der Ostküste bis Chicago. Bevor das Spiel richtig startet werden von jeder Gesellschaft eine Aktie versteigert. Bei 6 Spielern und 4 Aktien muss man nicht Adam Riese heißen, um herauszufinden, dass einige Spieler leer ausgehen werden. Dafür behalten sie aber ihr Geld und können es später in neue Aktien investieren. Da das bezahlte Geld in den Geldpool der Gesellschaft geht, ein Mechanismus, den wir von Imperial kennen, kann es dazu kommen, dass eine Gesellschaft schnell an ihr finanzielles Limit gelangt. Der Aktienkurs berechnet sich immer aus dem aktuellen Wert der Aktie geteilt durch die schon verkauften und die zu versteigernde Aktie. Dabei wird immer aufgerundet.
Dieser Wert wird bei einer Ausschüttung an alle Anteileigner anteilig verteilt. Der Kaufpreis richtet sich immer danach, wie viel die Spieler bereit sind auszugeben.

Bin ich an der Reihe habe ich drei Möglichkeiten, zumindest am Anfang:
Ich kann ein Streckennetz von einer Gesellschaft erweitern, deren Aktie ich halte, oder
ich kann ein Feld ausbauen, das heißt es wertvoller machen und so den Aktienwert einer oder mehrerer Gesellschaften erhöhen, oder
ich kann eine Aktie versteigern.

Dabei muss ich das erste Gebot machen, dann reihum. Nicht immer stehen alle Aktionen zur Verfügung, denn sie sind begrenzt. Wer sich für eine noch vorhandene Aktion entscheidet, dreht den entsprechenden Pfeil ein Feld weiter. Befindet sich dieser auf dem roten Feld, kann man diese Aktion nicht mehr wählen. Stehen zwei Pfeile am Anfang eines Zuges auf Rot, kommt es zu einer Ausschüttung. Dann werden die Werte berechnet und das entsprechende Geld aus der Bank an die Spieler verteilt. Danach geht es mit einer normalen Aktion weiter.
Entscheide ich mich eine Strecke auszubauen, muss ich die Kosten dafür aus dem Geldvorrat der Gesellschaft nehmen. Kann sie sich meine Ideen nicht leisten, kann sie auch nicht bauen. Ganz einfach. Dabei kosten die unterschiedlichen Felder mal mehr mal weniger Dollar. Das Anschließen an Städten ist besonders teuer, wenn sich schon andere Gesellschaften in dieser Stadt befinden. So wird der aufgedruckte Preis mit der Anzahl der Gesellschaften, die schon da sind und gerade dahin wollen, multipliziert. Damit zahlt der Erste zum Beispiel 4 $, während der Zweite schon 8 $ hinlegen muss. Städte steigern aber den Wert der Linie, wenn man sie ausbaut sogar ein zweites Mal. Waldfelder kann man auch ausbauen, sie geben der Gesellschaft einmalig 2 $, während erschlossene Gebirgsfelder den Aktienkurs nach oben schnellen lassen.

Des weiteren gibt es Industriestädte, die mehr Punkte bringen, wenn man sie ausbaut. Am Ende des Spieles werden die Barschaften und die Werte der gehaltenen Aktien addiert und der Spieler mit dem meisten Geld gewinnt.

Ein Ziel ist es Chicago an ein Eisenbahnnetz anzuschließen, da Chicago zum einen der Namesgeber des Spieles ist und zum anderen die größte der Industriestädte. In unseren Spielen war es aber eher so, dass man die Eisenbahnlinien so gebaut hat, dass andere Linien von wertvollen Feldern abgeschnitten wurden und so deren Aktien nicht mehr steigen konnten. Bis Chicago zu bauen fiel dann leider flach. Aber auch ohne die Stadt an das Netz anzubinden macht das Spiel interessant. Dabei geht die meiste Gedankenkraft in die Fragen, wie viel ist die Aktie wert, die gerade versteigert wird. Und: Will ich mich an dieser Linie beteiligen oder nicht? Nicht immer lohnt es sich an allen Linien beteiligt zu sein. Allerdings bringt es gerade zu Anfang immer wieder Geld ein, da es zu einigen Ausschüttungen kommt. Da immer alle Eisenbahnlinien ausschütten bekommt auch der Spieler Geld, der Aktien einer Gesellschaft hält, die eigentlich schon tot ist. Dieser Umstand ermöglichte es Immo dann am Ende der reichste Spieler zu sein, auch wenn die Linien, von denen er Aktien hielt, nicht gerade die besten waren. Wir anderen kauften oft blind, denn man will den anderen ja die Butter auf dem Brot nicht gönnen. Hier hätte ein wenig mehr Nachdenken nicht geschadet.

Insgesamt ist Chicago Express ein etwas anderes Eisenbahnspiel, das Spaß bringt und mit ein wenig Überlegen auch den Sieg bringen kann. Dadurch, dass in der Regel mehr als ein Spieler Aktien einer Gesellschaft hält, kommt es oft dazu, dass zusammengearbeitet wird. Es denkt zwar jeder nur an seine eigene Brieftasche, aber manchmal muss man auch für die der anderen oder eines anderen handeln.
Das Ausbauen der Felder ist eine gute Möglichkeit auch Linien, die eigentlich schon tot sind, noch höhere Aktienwerte zukommen zu lassen. Hier muss man schon klug vorgehen, da in den Gebirgs- und Waldfeldern je nur eine Linie vertreten sein darf.
Dieses "Ich mache den anderen etwas kaputt" hat nicht allen gefallen, trifft aber auch nicht auf jedes Spiel zu, da die Aktienverteilung immer wieder unterschiedlich ist.
Ein gutes Vier-Sterne-Spiel!


Sie sollten Chicago Express kaufen, wenn Sie:
- gerne Eisenbahnspiele spielen
- gerne Aufbauspiele mit Aktien spielen
- interessante Ideen gutheißen
- keinen ganzen Abend ein Eisenbahnspiel spielen wollen

Sie sollten Chicago Express nicht kaufen, wenn Sie:
- keine Eisenbahnspiele mögen
- Spiele mit Aktien doof finden
- das Theme "Eisenbahn in Nordamerika" nicht mehr sehen können

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