Bewertet durch: Michael Prössel
(Höchstpunktzahl ist 6)
Panem et circensem
Im Alten Rom war eigentlich immer etwas los. Wie auf der Rückseite der Schachtel zu lesen ist, gab es an 200 Tagen im Jahr Spiele im Circus Maximus oder auch in den Arenen. Das ist häufiger als heutzutage Bundesliga oder Formel 1. Und um die antike Version der Formel 1 geht es dann auch: Sie sind der Wagenlenker einer Quadriga, die sie nach 3 Runden möglichst als Erster durch das Ziel führen. Da wir Fans von Rennspielen sind – Um Reifenbreite, Das Motorsportspiel, Turf Master, Motor Champ, Formula D – waren wir sofort Feuer und Flamme. Ein solcher Satz fordert eigentlich eine Einschränkung, und die unter Ihnen, die das auch erwarteten, sollen nicht leer ausgehen. Auch wenn das Spiel wirklich schön gestaltet ist, so richtig überzeugen kann es nicht.

Die Regeln sind sehr einfach und ohne Ausnahmen oder Sonderregeln. Jeder Spieler bekommt einen Satz Karten, 24 Stück, die die Zahlen von 1 bis 6 zeigen. Diese sind sehr schön gestaltet, die Grafiker haben sich wirklich Mühe gegeben. Alle Spieler decken nun eine Karte auf, wer die höchste aufdeckt, ist Startspieler. Natürlich wird bei Gleichstand eine weitere aufgedeckt. Der Startspieler stellt sein Wagengespann auf Position I und die anderen Spieler folgen entweder im Uhrzeigersinn, oder nach der Wertigkeit der Karten. Dann wird die Karte wieder untergemischt, der Stapel verdeckt abgelegt und die obersten drei Karten genommen. Fertig.
Wer an der Reihe ist, spielt eine Karte aus und zieht sein Gespann entsprechend weit. Und zieht eine Karte nach. Kann er nicht die volle Anzahl an Feldern ziehen, muss er entweder eine andere Karte spielen, oder aussetzen. Nur der Spieler, der das Feld anführt, darf keine „6“ spielen. Die Außenbahnen haben in der Regel mehr Felder als die Innenbahnen. Da ich nur die 24 Karten zur Verfügung habe, muss ich gut haushalten, aber in den wenigsten Fällen reichen die Karten nicht bis ins Ziel. Sollte ich allerdings nur außen fahren, kann dies schon vorkommen.
In einer der ersten zwei Runden muss ich zum Kaisergruß in die Kaisergasse einbiegen. Dort muss ich auch zum Stehen kommen, so dass der Kaiser glücklich ist. Habe ich das hinter mir, gebe ich die Münze ab und muss nun keinen Stopp mehr einlegen. Nur wenn die Gasse in den ersten beiden Runden durch andere Gespanne blockiert ist, darf ich auch in der dritten Runde hineinfahren. Ansonsten gibt es wenig Zugregeln; ich darf diagonal ziehen, aber nicht in das direkt benachbarte Innen- oder Außenfeld. Vor Schikanen darf ich die Bahn wechseln, in Schikanen, wenn also eine Mauer die Bahnen trennt, natürlich nicht.

Es gibt zwei Strecken, der Spielplan ist also doppelt bedruckt. Das ist sehr schön, wenn auch keine der Strecken historisch korrekt ist. Aber ein einfaches Oval ist vielleicht auch zu langweilig. Im Spiel gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzungen, wie in anderen Rennspielen, Sie können also kurz vor der Kurve Vollgas geben und brauchen keine Angst haben, aus der Kurve zu fliegen. Es gibt auch keine Kollisionen, wer nicht ziehen kann, bleibt stehen. Insgesamt wird das Spiel dadurch schneller, verliert aber auch taktische Raffinessen.
Während meines Zuges brauche ich nicht viel beachten, ich muss nur eine Karte spielen und Felder abzählen können. Das ist zu wenig für ein Spiel, das ab 12 Jahren ist. Zum Vergleich, Battlelore, Australia und Carcassonne sind ab 10. Natürlich stimmen die Altersangaben in den seltensten Fällen, aber eine Empfehlung „Ab 12“ deutet mittlerweile auf ein anspruchsvolles Erwachsenenspiel hin. So wie Caylus mit einer Empfehlung „Ab 12 Jahren“. „Ave Caesar“ können auch schon Achtjährige spielen, sicher eher als Personology.

So schön der Spielplan auch ist, so fein die Karten gestaltet sind, so wenig richtige Spannung kommt auf. Abbremsen, Boxenstopp, Auffahren oder Abdrängen wären Regeln gewesen, die dem Spiel gut getan hätten. So ist es ein nettes Rennspiel für Anspruchslose. Einzig die Möglichkeiten andere zu blockieren geben dem Spiel ein wenig Pfiff. An einigen Stellen ist der Parcours so eng, dass nur ein Wagengespann dort stehen kann. Dieses kann man nicht überholen, also ist Warten angesagt. Diese Momente, wenn die anderen sich aufstauen und ärgern, sind die besten. Davon hätten wir gerne mehr gehabt.
Sehr löblich ist noch der historische Hintergrund, der auf einer Seite der Anleitung genannt wird.



Sie sollten Ave Caesar kaufen, wenn Sie:
- Rennspiele mögen, die einfache Regeln haben
- das Thema Rom mögen
- die Grafik wichtiger als das Spielgeschehen finden
- schnelle Spiele ohne viel Aufhebens spielen wollen
Sie sollten Ave Caesar nicht kaufen, wenn Sie:
- Rennspiele mit vielen Regeln wollen
- mit dem Thema Rom nichts anfangen können
- Ihnen Pferde einfach zu langsam sind, außer sie sind schwarz auf rot
- mehr Interaktion wollen
- lieber hässliche, aber komplexere Spiele spielen

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