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Versailles
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Versailles



Mitte des 17. jahrhunderts beschließt Louis XIV von Frankreich das Jagdschloss seines Vaters zu einem Palast, der eines Sonnenkönigs würdig ist, umzubauen. Dazu benötigt er die besten Baumeister des Landes und eine Armee von Handwerkern. Zusammen sollen sie ein architektonisches Juwel schaffen, wie es die Welt noch nie gesehen hat. Am Ende erhält jedoch nur einer von ihnen den Dank und die Gunst des Sonnenkönigs selbst. Wem gelingt es, seinen Namen als Baumeister unsterblich zu machen?


In Versailles ringen 2-5 Baumeister um die Gunst Louis' XIV und um den Titel des Obersten Baumeisters. Sie entsenden ihre Arbeiter an wichtige Orte in dem vielschichtigen Netzwerk des gigantischen Schlossgeländes. Jeder Ort bietet wichtige Ressourcen oder einen Weg diese wieder auszugeben. So können Teile des Schlosses errichtet, beeindruckende Dekorationen für das Schloss oder die könglichen Gärten entworfen und neue Arbeitsmethosen entwickelt werden. Der einzigartige Bewegungs- und Aktivierungsmechanismus bietet den Spielern dabei eine besondere taktische Herausforderung. Denn wenn der König höchstselbst eintrifft, möchte jeder beweisen, dass er der beste Baumeister von Versailles ist.

Versailles, ein Spiel für 2 bis 5 Spieler im Alter von 12 bis 100 Jahren.
Autor: Andrei Novac

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So wird Versailles von unseren Kunden bewertet:



4 v. 6 Punkten aus 4 Kundentestberichten   Versailles selbst bewerten
  • Edgar A. schrieb am 25.04.2015:
    Bei diesem Spiel erinnert mich vieles an "Die Säulen der Erde". Der Einsetzmechanismus ist zwar ein etwas anderer, aber es gibt deutliche Parallelen: Man bewegt seine Meeples auf dem Spielplan hin und her, um damit an Rohstoffe zu gelangen, mit denen man später Bauteile für ein Schloss errichtet, wofür man dann Siegpunkte kassiert. Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass sich nicht immer alle Bauteile regelkonform verbauen lassen, aber auch für ungebaute Bauabschnitte gibt es am Ende noch Trost-Siegpunkte. Die Regeln sind relativ eingängig, die Grafik ansprechend und die Spieldauer hält sich mit rund 20-30 Minuten pro Mitspieler auch in einem überschaubaren Rahmen. Es bietet eine gewisse taktische Tiefe, aber für Vielspieler ist es eher leichte Kost, während es für ein Familienspiel schon recht anspruchsvoll ist.
    Edgar hat Versailles klassifiziert. (ansehen)
  • Pascal V. schrieb am 27.02.2015:
    Workerplacementspiel für 2-5 Spieler ab 12 Jahren von Andrei Novac.

    Die Spieler agieren als Baumeister für König Louis, XIV und wetteifern um seine Gunst. Denn nur, wer sich als der wahre Künstler erweist, wird der persönliche Architekt des Königs werden. Also ran an die Zeichenbretter und die Arbeiter auf den Weg geschickt, es gibt viel zu tun.


    Spielvorbereitung:
    Das Spielbrett kommt in die Tischmitte und alle Ressourcenwürfel auf ihre vorgesehenen Plätze (Holz (braun) zum Sägewerk, Marmor (weiß) zum Steinbruch, Gold (gelb) zur Goldmine).
    Die Schlossbauteile werden gemischt und als verdeckter Stapel bereitgelegt, fünf von den Kärtchen werden offen auf die Leiste der Gilde der Baumeister gelegt. Die Dekorationsmarker werden sortiert und neben die Gilde der Kunsthandwerker gelegt und die Königsfigur wird auf das erste Feld des Königswegs gestellt.

    Die Spieler erhalten in ihrer Wunschfarbe die Arbeiterfiguren und Fortschrittsmarker sowie den Aktivierungs- und Siegpunktmarker und je 2 Doppel-Bewegungsmarker.
    Je einen Fortschrittsmarker setzen sie auf einer der drei Arbeitsmethoden bei der Gilde der Alchemisten ab und den Siegpunktmarker auf das Starfeld der Siegpunktleiste.
    2 Arbeiter kommen auf das "Ankunftsfeld der neuen Arbeiter" und je nach Spielerzahl dürfen die Spieler noch weitere Arbeiter auf dem Spielfed unterbringen (s. Tabelle), alle anderen Arbeiter kommen aus dem Spiel.


    Spielziel:
    Die meisten Siegpunkte (SP) zu erhalten!


    Spielablauf:
    Das Spiel verläuft über mehrere Runden und der jeweils aktive Spieler führt alle seine Aktionen durch, bevor der nächste Spieler folgt. Es gilt seine Arbeiter zu bewegen und an den jeweiligen Standorten die zugehörigen Aktionen auszuführen.

    Pro Zug muss der Spieler mindestens einen seiner Arbeiter von einem Standort zu einem anderen bewegen und zwar generell immer entlang der Richtungspfeile, die an jedem Pfad angebracht sind.
    Der Spieler kann aber immer entscheiden, ob er einen normalen Bewegungszug für einen Arbeiter ausführt oder eine sogenannte Doppel-Bewegung.

    Erstere Bewegung erlaubt dem Spieler 1 Arbeiter um 1 Standort weiter zu bewegen und muss dabei die Pfeilrichtung beachten.
    Zweitere gestattet den Einsatz eines Doppel-Bewegungs-Markers - sofern noch (aktiv) vorhanden - und damit die Bewegung von 2 Arbeitern gemäß der "normalen" Fortbewegung (beide vom selben Ort zum selben Ort) oder das Fortziehen 1 Arbeiters entlang zweier Richtungspfeil, wobei ein Standort übersprungen werden muss. Der Marker wird danach auf die "Erschöpft"-Seite gedreht.

    Am Zielort der ausgeführten Bewegung setzt der Spieler dann noch seinen Aktivierungsmarker ein, welcher es erlaubt den Standort zu aktivieren, sprich dessen Effekt/Aktion zu nutzen. Es dürfen aber niemals Arbeiter zu einem Standort gezogen werden, an dem sich der Aktivierungsstein befindet!

    Alle Orte gestatten, entsprechend der eigenen Arbeiterzahl dort, Vorteile, die zur richtigen Zeit richtig eingesetzt werden wollen.

    - Steinbruch; wird der Steinbruch aktiviert, erhält der Spieler entsprechend seiner dort abgestellten Arbeiter (1, 2, 3 oder mehr) Marmorressourcen (1, 2, 3) in den eigenen Vorrat.

    - Goldmine; wird die Goldmine aktiviert, erhält der Spieler entsprechend seiner dort abgestellten Arbeiter (1, 2, 3 oder mehr) Goldressourcen (0, 1, 2) in den eigenen Vorrat.

    - Sägewerk; wird das Sägewerk aktiviert, erhält der Spieler entsprechend seiner dort abgestellten Arbeiter (1, 2, 3 oder mehr) Holzressourcen (1, 2, 3) in den eigenen Vorrat.

    - Gilde der Baumeister; hier sind verschiedene Aktionen je nach eingesetzten Arbeitern möglich.

    Das Nehmen eines Schloßteils setzt 1 Arbeiter voraus und das erste Teil kostet zudem 1 Gold. Bis zu 4 Schloßteile darf ein Spieler vor sich ausliegen haben. Die übrigen Schloßteile werden nicht aufgerückt.

    Es können 1 oder 3 Schloßteile aus der Auslage entfernt werden, wenn 1 oder 2 Arbeiter eingesetzt wurden. Die übrigen Schloßteile werden sofort aufgerückt.

    Ausserdem besteht hier einmal die Wahlmöglichkeit mit dem Einsatz 1 Arbeiters einen seiner Doppel-Bewegungsmarker wieder auf die aktive Seite zu drehen.

    Wurden alle gewünschten Optionen dieses Standorts genutzt, endet der Zug hier und die Schloßteile werden evtl. noch aufgerückt und die Auslage nun wieder auf 5 ergänzt. Sollten hiernach nur noch 7 oder weniger Kärtchen im Nachziehstapel verbleiben, endet das Spiel sofort.

    - Gilde der Kunsthandwerker; hier können die punkteträchtigen Dekoraktionen gekauft werden. Entsprechend der dort abgebildeten Tabelle werden dazu X Arbeiter und X Ressourcen benötigt.

    - Gilde der Alchemisten; das Aktivieren dieses Standorts ermöglicht das Weiterrücken der Fortschrittsmarker der Arbeitsmethoden. Dabei werden immer die Kosten (und die Arbeiterzahl) der nächsten Position fällig, zu der ein Marker gerückt wird.

    Die verschiedenen Arbeitsmethoden generieren Vorteile für den Spieler, wie den Erhalt von zusätzlichen Ressourcen, das Nutzen von Standorten, ohne sie selbst aktiviert zu haben oder den Erhalt von Ressourcen, wenn ein Mitspieler einen entsprechenden Standort aktiviert.

    - Zentraler Bauhof; hier legt der Spieler bei Aktivierung eigene Schloßteile passend ab oder an.
    Dazu benötigt er jeweils soviele Arbeiter, wie auf dem entsprechenden Schloßteil angegeben ist und bezahlt die ebenfalls angegebenen Ressourcen und Dekorationen.
    Sollte auch nach Drehen des Schloßteils kein gültiger Anlegeplatz gefunden werden können, darf dieses Teil nicht genutzt werden.
    Bei erfolgreichem "Bau", erhält der Spieler noch die auf dem Kärtchen verzeichneten Siegpunkte, die er sofort auf der Siegpunkteleiste vermerkt.

    - Lieblingsplatz des Königs (Ankunftsort neuer Arbeiter); hier können neue Arbeiter ins Spiel geholt werden (wenn 2 oder 3 Arbeiter zur Aktivierung eingesetzt werden) und die Doppel-Bewegungs-Marker wieder auf ihre aktive Seite gedreht werden (beide Marker mit dem Einsatz 1 Arbeiters).
    Die Neueinstellung (das Herausbewegen vom Standortauslagefeld auf das Wegfeld) geschieht aber erst am Ende des Zuges, so dass die Arbeiter nicht sofort genutzt werden können.

    Hinweis:
    Jedesmal, wenn der "Lieblingsplatz des Königs" aktiviert wird oder ein Arbeiter mit einem Doppelzug darüber hinweg bewegt wird, wird die Königsfigur um genau ein Feld vorgerückt! Erreicht der König das Ende seines Weges, endet das Spiel sofort.


    Spielende:
    Das Spiel endet sofort - und der aktive Spieler darf seinen Zug nicht zu Ende bringen -, wenn eine der folgende Bedingungen ausgelöst wird: der König erreicht das letzte Feld seines Weges, der zentrale Bauhof ist komplett belegt oder der Stapel der Schlossteile ist aufgebraucht und die Ablage verfügt nicht mehr über mindestens 7 Kärtchen, um deinen neuen Stapel zu bilden.

    Es folgt die Schlusswertung und der Spieler mit der höchsten Siegpunktzahl gewinnt:

    Je 3 Holz, 3 Marmor und 2 Gold sind 1 SP wert.
    Jedes Schloßteil im Besitz ist 1 SP wert.
    Jedes Dekorationsteil im Besitz ist 3 SP wert.


    Fazit:
    "Versailles" ist ein sehr hübsches Workerplacement-Spiel, bei dem sich viele Möglichkeiten bieten, um den Sieg davon zu tragen.

    Die gegebene taktische Tiefe ist dabei in jedem Zug zu spüren und die abwechslungreich gestalteten Aktionsmöglichkeiten halten die Kurzweil stets aufrecht.

    Allerdings plätschert nach einigen Spielen das Prinzip doch etwas dahin, denn bei aller Motivation bleibt der Kern des Spiels immer gleich. So weiß das Bewegen und Aktivieren zunächst zu überzeugen, aber auf Dauer helfen nur noch die mitgegebenen Erschwernisse (König schneller vorrücken,...), um die Spannung zu halten.

    Um dies nicht falsch zu verstehen, das Spiel macht Laune und das für eine ganze Zeit, nur nach all den Testrunden, braucht es doch erstmal Pause, bevor es wieder auf den Tisch kommt.

    Die Kritik, die mancherorts zu lesen ist, dass mitten im Spiel keine Anlegemöglichkeit mehr für Schloßteile besteht, konnten wir (noch) nicht nachvollziehen, aber es gibt ja auch andere Taktiken, um Siegpunkte zu generieren.

    Rundum liegt hier ein feines Spiel vor, dass gerne in die Sammlung gelangen darf, aber nicht zwangsläufig zu den Top Ten gehört - vllt. ändert da eine evtl. Erweiterung etwas dran?!




    weiterführende Hinweise:
    - Verlag: NSKN Games
    - BGG-Eintrag: http://www.boardgamegeek.com/boardgame/ ... versailles
    - HP: http://www.nskn.net/en2/games/versailles/
    - Anleitung: englisch
    - Material: sprachneutral
    - Fotos (und lesefreundliche Text-Formatierung): http://www.heimspiele.info/HP/?p=10358
    - Online-Variante: -
    Pascal hat Versailles klassifiziert. (ansehen)
  • Helga H. schrieb am 10.02.2015:
    Mehrere Orte am Spielbrett und wer am Zug ist, kann seinen Arbeiter um einen oder zwei Schritte weit ziehen. Der erreichte Ort wird aktiviert und seine Funktion genutzt.

    Als ich die Spielanleitung las, erinnerte es mich an das Spiel Istanbul - und doch war das Spielen grundsätzlich verschieden.

    Gleich ist der Sammelcharakter. Statt Edelsteine sind es bei Versailles Marmor, Gold, Holz oder Verzierungen. Das Andersartige liegt in den Motiven, warum jemand sammelt, denn in Versailles wird ein Schloß gebaut. Doch der Reihe nach.

    Der große Spielplan zeigt eine zentrale Baustelle, außenherum führen Wege zu Orten:
    - Steinbruch, Goldmine und Sägewerk sind selbsterklärend (man erhält Marmor, Gold oder Holz ;))
    - In der Gilde der Kunsthandwerker können sich die Spieler Dekorationen herstellen lassen (Tausch von Marmor/Gold/Holz gegen eines von sechs Schlossverzierungen).
    - Die Gilde der Baumeister erlaubt es, ein oder mehrere ausliegende Bauplättchen zu nehmen oder nicht mehr brauchbare wegzulegen.
    - Die Gilde der Alchemisten irritiert wegen des Namens. In ihr kann der eigene Fortschritt (bei Arbeitsmethoden, in der Schichtarbeit oder in der Spezialisierung) optimiert werden. Dabei können z. B. Gebäude benutzt werden, wenn andere Spieler sie aktivieren und man selbst Arbeiter, die normalerweise passiv wären, vor dem Gebäude stehen.
    - Am 'Lieblingsplatz des Königs' kann der Spieler bis zu zwei zusätzliche Arbeiter erhalten und
    - am zentralen Bauplatz bauen schließlich die Spieler das Schloß mit den Bauplättchen, Dekorationen und Rohstoffen, was zu Siegpunkten führt.

    soweit wirkt alles irgendwie bekannt. Auch dass die Bauplättchen in der Baustelle nur passend angelegt werden dürfen und es dabei zu Grübeleien führt, ob man das eine oder andere Plättchen bei den Baumeistern nehmen soll...

    Anders als bei den normalen Arbeitereinsatzspielen werden die Arbeiter jedoch nicht mehr vom Brett genommen. Sie bleiben auf dem Brett, stehen an den Orten herum und gehen von einem Ort zu anderen mittels Einbahnstraßen. Das führt dazu, dass die Spieler auch Orte aufsuchen, die sie aktuell eigentlich gar nicht brauchen, wie z. B. den 'Lieblingsplatz des Königs'. Dieser ist jedoch wichtig, da seine Aktivierung den König einen Schritt näher gehen lässt und sein Erreichen des Schlosses eines der Spielendebedingungen ist. Die anderen beiden sind das Beenden der Bauarbeiten (alle Plätze sind verbaut) oder das Aufbrauchen der Baukärtchen.

    Fazit:
    + kurze, verständliche Regel
    + Planung ist erforderlich. Es gilt zu bedenken, an welchen Orten die Arbeiter stehen. Diejenigen haben Vorteile, die das Benötigte erhalten, ohne selbst am Zug zu sein.
    + nur geringe Glücksabhängigkeit (Bauplättchen)
    - keine Variationsmöglichkeiten am Spielbrett (Orte und Wege sind fest)
    - Spielsteine sind nicht optimal; Siegpunkt-, Fortschrittsmarker zu klein, 5er-Materialstein nur wenig größer als 1er-Materialstein, leicht zu verrutschen und schwer zu unterscheiden
    Helga hat Versailles klassifiziert. (ansehen)
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