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  • Deutscher Spielepreis
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    2015
    Silber
  • Spiel der Spiele
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    2015
    Spiele Hit für Experten
  • International Gamers Award
    International Gamers Award
    2015
    Mehrspieler - Finalist
  • Kennerspiel des Jahres
    Kennerspiel des Jahres
    2015
    Nominierungsliste
  • J.U.G.
    J.U.G.
    2015
    Bestes Spiel
Achtung: Nicht für Kinder unter 36 Monaten geeignet.

Orléans



Erlangen Sie die Vorherrschaft durch Handel, Bautätigkeit und Wissenschaft im mittelalterlichen Frankreich. Im Mittelpunkt steht die Stadt Orléans und die Gegend an der Loire, wo man Handelsreisen in andere Städte unternehmen kann, um an begehrte Waren zu kommen und Kontore zu bauen.

Der Clou am Spiel, ist die Art und Weise, wie man Aktionen auslöst. Benötigt werden dazu nämlich verschiedene Personen wie Bauern, Handwerker, Ritter oder Mönche. Die Gefolgschaft stellt sich jeder Spieler im Laufe des Spiels selbst zusammen. Jeder Berufsstand ist mit bestimmten Vorteilen verbunden. So vergrößern Ritter den eigenen Aktionsradius und werden zugleich benötigt, um Handelsreisen zu begleiten. Im Dorf kann man Handwerker engagieren, die beim Bau von Kontoren helfen und Werkzeug herstellen. Gelehrte sind wichtig, um den Fortschritt voran zu treiben. Und nicht zuletzt lohnt es sich, im Kloster aktiv zu werden, denn mit Hilfe der Mönche ist man dem Schicksal weniger stark ausgeliefert.

Immer möchte man mehr Aktionen ausführen als man kann und der Wege, die zum Ziel führen, gibt es viele. Das Spiel bietet jede Menge Möglichkeiten: Man kann zusätzliche Aktionen erwerben, sich in dem einen Bereich engagieren oder in dem anderen. Je nach Strategie sollte man seine Gefolgschaft sowie auch alle anderen Spielelemente bewusst wählen und aufeinander abstimmen. Orléans ist ein Leckerbissen für Strategie-Fans.

Das Spiel ist umfangreich ausgestattet: 2 Spielpläne, 4 Spielertableaus, Stoffbeutel, über 70 Holzteile und jede Menge Stanzteile.

Orléans, ein Spiel für 2 bis 4 Spieler im Alter von 12 bis 100 Jahren.
Autor: Reiner Stockhausen



Translated Rules or Reviews:

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So wird Orléans von unseren Kunden bewertet:



6 v. 6 Punkten aus 25 Kundentestberichten   Orléans selbst bewerten
  • Reinhard O. schrieb am 30.06.2015:
    Titel: Orléans

    Autor: Reiner Stockhausen
    Spieltyp: Bag-Building-Spiel
    Spieldauer: ca. 90 bis 120 Minuten
    Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler ab 12 Jahren

    Spielziel/-idee:
    Die Spieler werden in das mittelalterliche Frankreich versetzt. Dort versuchen sie mittels Warenproduktion, Handel, Entwicklung und mit ihrem Engagement fürs Gemeinwohl, Waren, Münzen und Punkte zu erringen.

    Spielvorbereitung:
    • Der große Spielplan und der Spielplan *Segensreiche Werke* werden ausgelegt
    • Die Technikplättchen werden als Stapel auf das jeweilige Feld des Spielplans ausgelegt.
    • Die Stundenglaskärtchen (Ereignis pro Runde) werden als verdeckter Stapel ausgelegt. Das Plättchen *Wallfahrt* (helles Plättchen) kommt oben auf den Stapel und ist das Startplättchen.
    • Die Würfel der Spieler kommen auf die Startfelder der unterschiedlichen Leisten
    • Die neutralen Personenplättchen werden sortiert nach Berufsstand als Stapel neben die entsprechende Leiste des Spielplans gelegt
    • Die 13 Bürgerplättchen werden auf die jeweils gekennzeichneten Flächen gelegt. Eines kommt auf den Reiseplan
    • Das Geld wird bereit gelegt
    • Jeder Spieler erhält 1 Gefolgsleutebeutel, 5 Geld, 7 Würfel, 1 Händlerfigur, 10 Kontore, seine 4 Gefolgsleute und 1 Spielertableau
    • Die Händlerfigur jedes Spielers kommt nach Orléans
    • Die Warenplättchen werden verdeckt gemischt und anschließend aufgedeckt. Die restlichen Plättchen kommen als Vorrats-Stapel links oben auf den Spielplan
    • Die Ortskarten werden nach Stapel I und II sortiert und als verdeckte Stapel ausgelegt (*Badehaus* spielt nicht mit, weil es zu mächtig ist).

    Spielablauf:
    Das Spiel läuft über 18 Runden und jede Runde besteht aus 7 Phasen:
    • 1. Stundenglas: Der Stundenglasstapel ist gleichzeitig der Rundenanzeiger. Wird das letzte Plättchen aufgedeckt endet das Spiel am Ende dieser Runde. Das Stundenglasplättchen zeigt ein Ereignis, das für alle Spieler gilt und in Phase 6 abgehandelt wird.

    • 2. Volkszählung: Hier schaut man, wer die wenigsten und wer die meisten Bauern hat. Der mit den (alleinig) wenigsten muss ein Geld zahlen, der mit den meisten Bauern erhält ein Geld aus der Bank.

    • 3. Gefolgsleute: Der Spieler zieht die ihm erlaubte Anzahl (Ritterleiste) an Gefolgsleuten aus seinem Beutel und platziert sie auf dem Markt seines Spielertableaus. Es dürfen nur so viele platziertwerden wie Platz auf dem Markt ist.

    • 4. Planung: Personen, die auf dem Markt stehen, können nun auf die farblich passenden Aktionsfelder der Orte platziert werden. Man kann diese Plättchen auch dort liegen lassen und später nutzen. Die Orte lösen in der nächsten Phase Aktionen aus

    • 5. Aktionen: die aktivierten Orte können nun reihum (eine Aktion, dann der nächste, etc.) ausgelöst werden. Die eingesetzten Gefolgsleute kommen nach Ausführung sofort in den Beutel. Ausnahme: Technikplättchen (bleibt dort dauerhaft liegen, wo es einmal hingelegt wurde = Joker). Haben alle Spieler gepasst kommt Phase 6.

    • 6. Ereignis: Das in Phase 1 aufgedeckte Stundenglas wird nun abgehandelt.

    • 7. Wechsel: Der Startspieler wechselt zum linken Nachbarn.

    Spielende:
    Das Spiel endet nach der 18. Runde. Der Spieler, der die meisten Kontore gebaut hat, erhält das Bürgerplättchen (bei Gleichstand, bekommt es keiner). Es erfolgt die Wertung:
    • Jede Münze ist 1 Siegpunkt
    • Die Warenplättchen bringen Siegpunkte gemäß ihrem aufgedruckten Wert
    • Die Anzahl der eigenen Kontore plus Bürgerplättchen werden multipliziert mit dem Wert der Entwicklungsleiste = Siegpunkte
    Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt, bei Gleichstand, der der auf der Entwicklungsleiste weiter vorne ist.

    Bewertung / Fazit:
    Bei Orléans handelt es sich um ein vielfältiges, spannendes und kurzweiliges Strategiespiel. Die Spielanleitung ist klar und gut verständlich verfasst. Es sind zahlreiche Vorbereitungen zu treffen, bis so jedes Plättchen seinen richtigen Platz bzw. das richtige Säckchen gefunden hat.

    Dieses Säckchen bildet im Verlauf des Spiels den Vorrat an Gefolgsmännern für den Spieler, die er für seine Aktionen benötigt. Man zieht aus dem Säckchen die erlaubte Anzahl, setzt diese auf seinem Tableau ein, um einen weiteren Gefolgsmann zu erwerben und mit diesem gleichzeitig eine Aktion auszulösen. Genauso wie, man sein Säckchen befüllen kann, kann man es mit der Rathaus-Aktion wieder bereinigen/leeren. Wenn man dies geschickt anstellt, kann man dafür heißbegehrte Bürgerplättchen erhalten, die bei Spielende als Multiplikatoren dienen.

    Das Spiel zeigt eine große Vielfalt, denn es bietet unterschiedliche Strategien an:

    Die Universitätsleiste bringt einen Gelehrten und Entwicklungspunkte für die Entwicklungsleiste. Ist man hier der Schnellste kann man das ein oder andere Bürgerplättchen kassieren, zusätzlich ist der Endwert auf dieser Leiste Teil der Punktemultiplikation.

    Im Bauernhaus gibt es einen Bauern und Warenplättchen, die am Ende unterschiedlich viele Punkte bringen, oder auch zum Teil helfen das Rundenereignis zu neutralisieren. Der Erste erhält zudem noch ein Geld – allerdings muss der Letzte eines zahlen.

    Die Burgleiste erzeugt Ritter und bestimmt die Anzahl an Gefolgsleuten, die aus dem eigenen Beutel gezogen werden dürfen. Die Ritter sind unabdingbar für das Reisen und das Bauen von Kontoren. Diese sind ebenfalls Teil der Punktemultiplikation.
    Wer hier schnell loslegt schafft sich schon einen gewissen Vorsprung gegenüber den Mitspielern, da an jedem Ort außer in Orléans nur ein Kontor gebaut werden darf. Außerdem kann man sich als erster auch die wertvolleren Warenplättchen sichern.

    Auf der Handwerkerleiste gibt es einen Handwerker und man erhält ein Technik-Plättchen, das als Joker dient. Dabei muss man sich allerdings frühzeitig festlegen, wohin man diesen Joker bis zum Spielende einsetzt. Anstelle eines Mönchs dürfen diese Plättchen allerdings nie verwendet werden.

    Die Händlerleiste bringt einen Händler und erlaubt, sich zusätzliche Orte zu schaffen, die unterschiedliche Vorteile und zusätzliche Aktionsmöglichkeiten bringen, bis hin dass man seine auf 8 Felder begrenzte Marktauslage erweitern darf.
    Meine bisherigen Spiele wurden allesamt ohne das Badehaus gespielt. Diesem Ort wird eine spielentscheidene Dominanz nachgesagt, die ich aber bisher nicht erprobt habe.

    Geht man ins Kloster erhält man einen Mönch. Dieser stellt einen universell einsetzbaren, flexiblen Joker dar. Sichert man sich rechtzeitig ein paar davon, ist man während des Spiels schon vielseitiger und am Ende schafft man es vielleicht auf dem Plan der *Segensreichen Werke*, noch das eine oder andere Bürgerplättchen zu bekommen.

    Ich finde, dass die verschiedenen Möglichkeiten, sich sehr gut ergänzen und sich im Spiel sehr gut aufeinander abgestimmt präsentieren. Es entsteht ein flüssiger Spielablauf mit relativ kurzen Wartezeiten, da die Planungsphase parallel verläuft.
    Die Interaktion ist insbesondere beim Reisen, oder beim Voranschreiten auf den Leisten ausgeprägt. Gegen Ende des Spiels auch noch in der Bestückung des Plans *Segensreiche Werke*. Die Interaktion schafft Spannung durch Konkurrenz, ohne sich dabei spielbeherrschend in den Vordergrund zu schieben.

    Das Material ist sehr ansprechend gestaltet. Ob die Plättchen auf Dauer den Anforderungen eines häufigen Spielgebrauchs standhalten, bleibt offen. Ein häufiger Einsatz von Orléans ist bei dem ausgesprochenen hohen Wiederspielreiz quasi vorgegeben. Möglicherweise tut dann irgendwann die Erweiterung Not, um Plättchen gegen Figuren auszutauschen.

    Orléans ist eines der Spiele aus der Kategorie *gebe-ich-niemals-her* und ist mir deshalb 5 (bis 6) Punkte wert.
    Reinhard hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Edgar A. schrieb am 10.04.2015:
    Hallo Zielgruppe!
    Ein beliebtes Spielprinzip bei Strategiespielen ist ja der sogenannte „Deck-Building-Mechanismus“. Dabei wird es einer Reihe von Spielkarten ein Deck gebildet, das einem bestimmte Eigenschaften, Sonderfähigkeiten oder Boni gibt. Entweder hat man das Deck offen vor sich ausliegen oder man zieht aus dem eigenen Deck Karten nach. Und dann gibt es da noch die Variante, das Nachziehen entweder zufällig oder nach einem bestimmten Muster vorzunehmen. Das war dem DLP-Verlag irgendwie zu blöd und die haben sich gesagt: „Das können wir besser!“ So hat man für das Spiel Orléans dann kurzerhand den sogenannten „Bag-Building-Mechanismus“ ersonnen. Hier tut man eine Reihe von Spielchips, die einem gewisse Fähigkeiten oder Boni gewähren in einen Sack und zieht daraus die Chips verdeckt nach. Das ist zwar nicht wirklich neu, aber zumindest ein netter Marketing-Gag. Was das Spiel noch so kann, dazu mehr in diesem Bericht.

    SPIELZIEL

    In Orléans geht es darum, im mittelalterlichen Frankreich auf möglichst vielen Gebieten des Handels und der bürgerlichen Ehre herausragende Ergebnisse vorzuweisen. Dazu setzen die Spieler Gefolgsleute auf ihrem persönlichen Tableau ein, erhalten so weitere Gefolgsleute, oder bewegen ihre Händler auf dem Spielplan und errichten dabei Kontore in Orléans und anderen Städten der Region. Wer am Ende die meisten Siegpunkte hat, gewinnt.

    SPIELVORBEREITUNG

    Zu Beginn bekommt jeder seinen Beutel, fünf Münzen, ein Spielertableau, sowie zehn Kontore und sieben Holzwürfel jeweils in seiner Spielerfarbe, die auf dem Hauptspielplan auf den verschiedenen Entwicklungsleisten platziert werden. Dazu kommt noch eine Händlerfigur (die zwischen den Orten, die über Land- und Wasserwege untereinander verbunden sind, rund um Orléans umherreist ) und anfänglich vier Gefolgsleute (in Form von Pappchips) in seiner Farbe, die vier Berufsstände darstellen: Den Schiffer, Händler, Handwerker, und den Bauer. Die anderen Personenplättchen (Berufsstände) können später durch Fortschreiten auf betreffenden Entwicklungsleisten von jedem Spieler angeworben werden. Außerdem werden auf dem Landschaftsplan zufällig Warenplättchen auf die Wege zwischen den Orten gelegt. Die restlichen Warenplättchen werden auf dem Warenmarkt abgelegt.

    Dann werden dreizehn Bürgerplättchen, die am Ende wichtig für die Abrechnung sind, auf bestimmten Feldern abgelegt. Wer als erster diese Felder überschreitet, bekommt das jeweilige Bürgerplättchen. Nun werden noch die Ortskarten und der Extra-Spielplan „segensreiche Werke“ ausgelegt. Diese Orte können einem im späteren Verlauf des Spiels noch bestimmte Boni, Sonderaktionen oder Siegpunkte einbringen. Auf dem Extra-Spielplan kann im späteren Spielverlauf überzählige Gefolgsleute einsetzen und erhält dafür ebenfalls bestimmte Vergünstigungen in Form von Geld oder Siegpunkten. Zu guter Letzt werden noch die achtzehn sogenannten Stundenglaskarten ausgelegt, die einem anzeigen, welches Ereignis zum Ende der jeweiligen Spielrunde stattfindet. Wenn diese Vorbereitungen alle getroffen sind, kann das Spiel beginnen.

    SPIELABLAUF

    Eine Runde beginnt mit dem Aufdecken einer der sogenannten Sandglaskarten, die die Ereignisse ankündigen, die meist am Ende der Runde abgehandelt werden. So hat man mehr oder weniger die Möglichkeit, sich auf die sowohl günstigen, als auch negativen Vorkommnisse vorbereiten, weil man weiß, was am Ende der Runde auf einen zukommt. Danach bekommt derjenige mit den meisten Bauern (oberste Entwicklungsleiste) eine Münze, und der mit den wenigsten Bauern bezahlt eine. Im Zentrum eines Durchgangs stehen jedoch Aktionsplanung und -durchführung: Abhängig von der eigenen Platzierung auf der Ritterleiste darf jetzt jeder Spieler vier bis 8 Plättchen mit Gefolgsleuten zufällig aus seinem Beutel ziehen. Diese legt man erst mal auf den Markt und beginnt mit der Planungsphase, die bei allen Spielern parallel läuft.

    In der Planungsphase verteilt man die gezogenen Plättchen auf den Aktionsfeldern in seinem Tableau, sodass man entweder neue Gefolgsleute dazubekommt, sie auf den Extra-Spielplan wieder los wird, oder auf dem Hauptplan mit seinem Händler reist, oder Kontore baut. Dabei gilt die Regel, dass – außer in Orléans – neue Kontore nur in Orten errichtet werden können, wo noch kein Kontor vorhanden ist. Zu beachten ist, dass im nächsten Schritt nur solche Aktionen gespielt werden können, die die geforderte Kombination von Plättchen aufweisen. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass man in einer Runde Plättchen auf dem "Markt" zwischenparkt oder auch nur einen Teil der Felder belegt, um dann später die fehlenden Plättchen hinzuzufügen. Im Übrigen ist man nicht verpflichtet, bereits frei geschaltete Aktionen auch tatsächlich auszulösen, sondern man kann auch damit warten, um auf unerwartete Spielverläufe reagieren zu können. Reihum führen die Spieler jeweils eine Aktion aus. Nach ihrer Aktivierung wandern die Plättchen direkt zurück in den Beutel. Die Aktionen werden so lange durchgeführt, bis alle Spieler gepasst haben.

    Dieser Ablauf wird Runde für Runde wiederholt. Am Ende der achtzehnten Runde erfolgt dann die Schlusswertung. Bei Gleichstand gewinnt der Spieler, der auf der Entwicklungsleiste weiter vorn steht.

    SPIELMATERIAL

    Das Spiel enthält folgendes Spielmaterial:
    1 großer Spielplan,
    1 kleiner Spielplan (segensreiche Werke),
    4 Spielertableaus,
    4 Stoffsäckchen (Gefolgsleutebeutel),
    4 Händlerfiguren (1 für jede Spielerfarbe),
    40 Kontore (jeweils 10 pro Spielerfarbe ),
    28 Holzwürfel (jeweils 7 pro Spielefarbe)
    104 Personenplättchen,
    90 Waren (24 x Getreide, 21 x Käse, 18 x Wein, 15 x Wolle, 12 x Brokat),
    16 Technik-Plättchen,
    14 Bürger-Plättchen,
    47 Münzen,
    20 Ortskarten,
    18 Stundenglaskarten,
    2 Übersichtskarten,
    sowie 1 Startspielerplättchen.

    Das ist eine Menge Holz – oder besser gesagt: Eine Menge Pappe. Hinsichtlich der Qualität des Materials gibt es nichts auszusetzen. Die Pappteile sind sehr solide und fallen nicht gleich auseinander, wenn man sie mal schräg ansieht. Die Gestaltung des Materials ist nicht nur zweckmäßig und übersichtlich, sondern auch sehr schön und der Thematik durchaus angemessen. Jedenfalls tut man gut daran, sich noch zusätzliche Zip-Lock-Beutel zu besorgen, damit das ganze Material sinnvoll lagern kann und nicht jedes mal vor Spielbeginn alles neu sortieren muss. Das ist dann aber auch schon der einzige Kritikpunkt an dieser Stelle und der fällt auch nicht sonderlich ins Gewicht.

    MEINE MEINUNG

    In den ersten Spielrunden liegt der Schwerpunkt gewöhnlich auf der Rekrutierung weiterer Gefolgsleute. Die neuen Plättchen wandern direkt in den Beutel und können dann ebenfalls in den nächsten Runden gezogen werden. In der Folge rückt der eigene Markierungswürfel auf einer der sechs Leisten vor, die den einzelnen Personentypen zugeordnet ist. So erhält man Boni wie Waren (Bauern) oder Geld (Schiffer). Ab der zweiten Runde kann man auch Mönchsplättchen ergattern. Mönche können als Joker für jede andere Person eingesetzt werden können. Handwerker bringen sogenannte Technikplättchen, die dauerhaft auf Aktionsfelder gelegt werden und fortan die geforderte Person ersetzen. Durch Erwerb von Rittern wird dahingegen die Anzahl der Plättchen erhöht, die man in einer Runde ziehen darf. Mithilfe von Gelehrten aus der Universität wiederum geht man auf der Entwicklungsleiste voran. Wer hier als Erster bestimmte Felder erreicht oder überschreitet, erhält Geld oder die bereits erwähnten Bürgerplättchen. Letztere sind wichtig für die Endwertung: Neben den Punkten durch Geld und Waren erhalten alle Spieler noch einmal so viele Punkte, wie das Produkt aus erreichtem Entwicklungswert (maximal sechs auf der Entwicklungsleiste) und der Summe von Kontoren und Bürgerplättchen ergibt.

    Teilweise sehr attraktiv sind auch die Ortskarten, die man durch Anwerben des Kaufmanns erhält: Sie bieten einem weitere spezielle Aktionen, die sonst niemand anderem zur Verfügung stehen. Beim ersten Mal hat man nur Zugriff auf Ortskarten der ersten Kategorie, bei weiterem Voranschreiten auf der Leiste kann man dann auch Karten der etwas attraktiveren zweiten Kategorie zu erwerben. Da sie jeweils nur einmal vorhanden sind, zwingen sie die Spieler zur Spezialisierung: Da gibt es u. a. Produktionsgebäude für bestimmte Waren oder Generatoren für Geld und Entwicklung. Noch interessanter sind spezielle Ortskarten, die Standardaktionen günstiger machen oder sogar noch während der Aktionsdurchführung Nachschub an neuen Plättchen bringen. Im weiteren Verlauf des Spiels wird es zunehmend wichtiger, sich im "Rathaus" an den "segensreichen Werken" zu beteiligen. Dies ist die Möglichkeit, seinen möglicherweise zuvor erheblich aufgeblähten Personalbestand zu verschlanken und bis zu zwei Personenplättchen dauerhaft freizustellen, dabei aber noch ein letztes Mal Vorteile einzustreichen. Insgesamt gibt es acht Werke, die eine bestimmte Anzahl von bestimmten Personen erfordern. Sie bringen Siegpunkte in Form von Geld oder Entwicklungsschritten. In dem Zusammenhang ist es wichtig, zu erwähnen, dass derjenige als Bonus noch ein Bürgerplättchen erhält, der die letzte Person für ein Werk einsetzt. Daher ist man oft bemüht, den Konkurrenten keine Vorlagen zu liefern.

    Was sich auf den ersten Blick kompliziert anhört, ist bei näherer Betrachtung relativ einfach. Die Regeln sind eingängig und nach spätestens zwei Runden hat man den Spielablauf verinnerlicht. Die Regelung mit der größtenteils parallelen Planungsphase hat den Vorteil, dass unnötige Wartezeiten vermindert werden. Das Spiel lässt sich selbst in voller Besetzung relativ zügig durchspielen, da die einzelnen Phasen einer Runde – vor allem in der ersten Spielhälfte – schnell absolviert sind. Die vorgegebene Anzahl von 18 Runden sind für die Entwicklung der eigenen Möglichkeiten absolut sinnvoll und auch notwendig. Sie bieten einen kurzweiligen Spannungsbogen und hinterlassen am Ende auch ein gutes Spielgefühl, weil man immer den Eindruck hat, voranzukommen. Es kristallisiert sich schnell heraus, dass es für den Spielsieg von Bedeutung ist, das "Deck" der eigenen Plättchen gut zu verwalten. Wenn man zunächst darauf setzt, möglichst viele Personen im Beutel und dann auf dem Aktionstableau zu haben, wird man später auch die Möglichkeit des Rathauses nutzen, um die erwünschten Sorten aus dem Beutel zu ziehen.

    Auffällig in unseren Partien war, dass es bei ungefähr gleichstarken Mitspielern keine wirkliche „Killer-Strategie“ gibt. Durch die zufällige Auslage von Waren auf dem Spielplan oder durch die Konkurrenz um weitere attraktive Boni sind die Spielverläufe jeweils von unterschiedlichen Faktoren bedingt. Allerdings muss man auch zugeben, dass man ohne den Bau von Kontoren, ohne eine gute Position auf der Entwicklungsleiste und ohne nennenswerte Beteiligung an den "segensreichen Werken" den Spielsieg nur schwer erringen kann. Wenn man sich dagegen auf eine reine Mono-Strategie (etwa auf die Kontor- oder Geld-Strategie) konzentriert, werden die Spielzüge oft als recht mechanisch empfunden, selbst wenn sie am Ende zum Gewinn des Spiels führen. Wenn man davon absieht, sind die Spielverläufe ansonsten in jeder Besetzung spannend und herausfordernd. Selbst das vermeintliche Schreckgespenst der „Killer-Strategie“ kann den Spielreiz sogar noch erhöhen, da man natürlich alles daran setzt, diese Strategie auszuhebeln. Umso erfüllender ist es, wenn das am Ende auch tatsächlich gelingt.

    An dieser Stelle soll aber auch nicht unterschlagen werden, dass das Spiel einige kleine redaktionelle Mängel aufweist. An einigen Stellen merkt man doch, dass noch der letzte Feinschliff fehlt bzw. einige Dinge doch mit heißer Nadel gestrickt wurden. Insbesondere fällt hier das Ungleichgewicht der Ortskarten hinsichtlich ihres jeweiligen spielerischen Nutzens auf. Dazu kommt die tendenzielle Harmlosigkeit der Ereignisse, die im Endeffekt verpuffende Drohung mit der "Folter" bei Zahlungsunfähigkeit oder das ungenutzte Potenzial, das die Wechselwirkungen von Geld, Waren und Ortskarten bieten könnten. An dieser Stelle ist sicher noch Raum für einige Regel-Ergänzungen bzw. -Varianten, wie sie zum Teil auch schon im Internet kursieren oder aber auch für mögliche Erweiterungen des Spiels.

    FAZIT

    Trotz der besagten Mängel besitzt Orléans noch soviel Potenzial und Charme, dass es aus der großen Masse herausragt und immer wieder eine Menge Spielspaß bereitet. Angesichts der monierten Mängel bleibt zu hoffen, dass es noch eine Erweiterung mit interessanten neuen Orts- oder Ereigniskarten herauskommt, die das ganze dann in sich noch runder gestalten. Von mir gibt es da 5 von 6 möglichen Jungfrauen und eine klare Kaufempfehlung für Gelegenheits- und Vielspieler.

    DETAILS

    Autor: Rainer Stockhausen
    Grafik: Klemens Franz
    2-4 Mitspieler
    Spieldauer: ca. 20-30 Minuten pro Mitspieler
    Erscheinungsjahr: 2014
    Verlag und Vertrieb: dlp-games
    Edgar hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Andreas S. schrieb am 03.09.2015:
    Der Bag Building Mechanismus macht großen Spaß und wird nicht langweilig.
    Es gibt viele verschiedene Strategien, und man möchte alle ausprobieren.
    Zudem ist es klasse die erhoffte Personenkombo aus dem Beutel zu ziehen!
    Durch die vielen Ortskarten entsteht eine große Vielfalt.
    Das Spiel hat einen leichten Zugang, und gut geschriebene, schnell verinnerlichte Regeln.
    Alles in allem ein Spiel ohne echte Schwachstellen, deshalb erhält Orleans von mir die Höchstnote!
    Andreas hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
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