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Notre Dame - 10 Jahre Jubiläumsedition
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Notre Dame - 10 Jahre Jubiläumsedition



Paris, im ausgehenden 14. Jahrhundert. Im Schatten der alles überragenden Kathedrale Notre Dame wetteifern die 2-5 Spieler um die Vor­­­herrschaft in der Stadt. Dabei nutzen sie ihre Karten klug und bestechen die rich­tigen Per­sonen auf ihrem unauf­halt­samen Weg nach oben. Ein abwechslungsreiches Stra­tegie­spiel, bei dem viele verschiedene Mög­lich­keiten zum verdienten Sieg führen.

HINWEIS: Diese Jubiläumsedition enthält zusätzlich die zwei Erweiterungen „Neue Personen I“ & „Neue Personen II“, sowie die Erweiterung „Die Handelsstraßen“ für das alea-Spiel „Die Burgen von Burgund“!

Notre Dame - 10 Jahre Jubiläumsedition, ein Spiel für 2 bis 5 Spieler im Alter von 10 bis 100 Jahren.
Autor: Stefan Feld



Translated Rules or Reviews:

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So wird Notre Dame - 10 Jahre Jubiläumsedition von unseren Kunden bewertet:



6 v. 6 Punkten aus 5 Kundentestberichten   Notre Dame - 10 Jahre Jubiläumsedition selbst bewerten
  • Michael S. schrieb am 10.01.2018:
    Ziel des Spiels
    Als einflussreiche Pariser Bürger im 14. Jahrhundert wetteifern die Spieler im Schatten der Kathedrale von Notre-Dame um die Vorherrschaft in der Stadt. Dazu hat jeder Spieler ein eigenes Stadtviertel, das er ausbauen muss. Das geschieht mittels Aktionskarten, die sich jeder Spieler von seinem Stapel zieht, aber nachdem er sich eine Karte ausgesucht hat, sie dann reihum an die anderen Spieler weitergibt. Mit diesen Aktionen müssen die Spieler dann überlegen, wie sie an ihrem Stadtviertel weiterbauen möchten. Da gilt es Geld, Einflusssteine und vor allem Prestigepunkte zu beschaffen, Handel zu treiben oder auch die Seuche im Griff zu haben. Mit ihren Einflusssteinen werden dabei benutzte Gebiete immer ergiebiger. Am Ende einer Runde gilt es noch Personen zu bestechen, die einem sofort helfen können. Wer am Ende des Spiel die meisten Prestigepunkte hat, gewinnt.

    Aufbau
    Je nach Spieleranzahl legt man das entsprechende Notre-Dame-Plättchen in die Mitte des Tisches. Dort legt man dann für jeden Spieler ein Spielplanteil an. Die Prestigepunkte und die Münzen legt man neben den Spielplan, wobei sich jeder Spieler drei Münzen als Startkapital nehmen darf. Dann bekommt jeder Spieler einen Vertrauten, eine Kutsche, vier Einflusssteine (die restlichen legt man in einen allgemeinen Vorrat), vier Handelsplättchen, neun Aktionskarten (die man gut gemischt verdeckt vor sich legt) und einen Rattenstein. Diesen legt man auf die 0 der Leiste in seinem Stadtviertel. Die Handelsplättchen legt man auf die vier Handelsplätze auf seinem Spielplan, aber nicht auf den mittleren, dort stellt man die Kutsche ab. Nun werden noch die Personenkarten vorbereitet. Dazu gibt es die sechs normalen Personenkarten, die man einfach gut mischt und neben den Spielplan legt. Die neun Karten mit den Buchstaben darauf werden pro Buchstabe gemischt und dann zu einem Stapel zusammengelegt, wobei oben die A-Karten liegen und unten die C-Karten. Ein Spieler wird der Startspieler und bekommt den Glöckner und schon geht es los.

    Spielablauf
    Das Spiel geht über drei Durchgänge mit jeweils drei Runden. Diese Runden sind in einzelne Phasen unterteilt.

    a) Personenkarten auslegen
    b) Aktionskarten auswählen
    c) Aktionskarten ausspielen
    d) Personen bestechen
    e) Seuchenwert ermitteln

    Nachdem die Spieler alle Phasen erledigt haben, wird die nächste Runde gespielt.
    Schauen wir uns jetzt kurz die einzelnen Phasen an.

    a) Personenkarten auslegen
    Man nimmt die beiden obersten Karten des normalen Personenstapels und legt sie nebeneinander auf den Tisch. Dazu legt man dann die oberste A-Karte. Diese drei Personen sind diese Runde im Spiel und können später bestochen werden.

    b) Aktionskarten auswählen
    Jeder Spieler hat einen Stapel mit Aktionskarten vor sich liegen. Von diesen Karten nimmt er die drei obersten auf die Hand und schaut sie sich an. Eine dieser Karten behält man und die anderen beiden gibt man an den Spieler zur Linken weiter. Von diesen beiden Karten, die man dann bekommt, sucht man sich wieder eine Karte aus und gibt die letzte Karte nach links weiter. Diese letzte Karte muss jeder Spieler einfach nehmen. Somit hat jeder Spieler jetzt drei Aktionskarten auf der Hand.

    c) Aktionskarten ausspielen
    Diese Phase ist die wichtigste und umfangreichste. Der Spieler mit der Startspielerfigur spielt jetzt eine seiner drei Aktionskarten aus und führt die Aktion darauf aus. Dann ist der nächste Spieler im Uhrzeigersinn an der Reihe. Wenn jeder Spieler eine Aktionskarte ausgeführt hat, beginnt es wieder beim Startspieler, der eine zweite Aktionskarte ausspielt. Die dritte Aktionskarte wird allerdings nicht ausgespielt! Sie wird einfach hinter die zweite Aktionskarte geschoben und zusammen mit dieser ausgespielt. Niemand soll aber sehen, welche Aktion die dritte gewesen ist.

    Es gibt folgende Aktionen, die ich nur kurz erklären möchte:

    1. Klosterschule
    Als erstes legt man einen eigenen Einflussstein auf das Kloster. Dann nimmt man sich aus dem allgemeinen Vorrat so viele Einflusssteine, wie jetzt Steine auf dem Kloster liegen.

    2. Bank
    Spielt man diese Karte, so legt man einen Einflussstein auf die Bank in seinem Viertel und nimmt sich dann so viele Münzen, wie jetzt Einflusssteine in der Bank liegen.

    3. Residenz
    Hier legt man auch einen Einflussstein auf das Gebiet und nimmt sich so viele Prestigepunkte, wie jetzt Einflusssteine dort liegen.

    4. Kutscherei
    Als erstes legt man einen Einflussstein auf die Kutscherei. Dann bewegt man seine Kutsche auf direktem Wege um höchstens so viele Felder, wie Einflusssteine auf der Kutscherei liegen.
    Die Kutsche wird immer von Markt zu Markt bewegt. Auf dem Markt, auf dem man zum Stehen kommt, das kann auch in einem Stadtviertel eines anderen Spielers sein, nimmt man sich das Handelsplättchen und bekommt die Belohnung darauf. Das Handelsplättchen legt man dann zu sich. Wichtig ist jetzt, dass man von dieser Farbe kein weiteres Handelsplättchen mehr nehmen darf, bis man nicht auch von den anderen Farben jeweils ein Handelsplättchen gesammelt hat. Erst dann darf man sich ein beliebiges zweites Handelsplättchen besorgen, um dann wieder von den anderen Farben jeweils eines anfahren zu können, usw.

    Die Belohnungen sind:
    - vier Prestigepunkte
    - drei Prestigepunkte und den Rattenstein eins zurückfahren
    - zwei Prestigepunkte und einen Einflussstein
    - einen Prestigepunkt und eine Münze

    5. Gasthaus
    Auch hier legt man einen Einflussstein auf das Gebäude. Allerdings passiert erst ab dem dritten Einflussstein etwas Spezielles.
    Im Normalfall darf man sich entweder eine Münze oder einen Einflussstein aus dem Vorrat nehmen oder den Rattenstein um ein Feld zurückziehen.
    Sobald man den dritten Einflussstein dort platziert hat, darf man die doppelte Menge nehmen, auch Verschiedenes.

    6. Vertrauter
    Statt einem Einflusstein setzt man seine Vertrautenfigur auf ein beliebiges Gebiet, außer den Hafen mit den Ratten. Der Vertraute zählt dann einfach wie ein Einflussstein mit dem Unterschied, dass er mit der Aktionskarte einfach umgesetzt werden darf. Natürlich führt man auch die Aktion des entsprechenden Gebiets aus.

    7. Park
    Man setzt einen Einflussstein in den Park und zieht sofort den Rattenstein ein Feld zurück.
    Sobald man zwei Einflusssteine auf dem Park hat, muss man aufpassen. Man darf auch dann den Rattenstein nur ein Feld zurückziehen, aber ab jetzt bekommt man immer einen Prestigepunkt mehr, wenn man Prestigepunkte bekommt. Daran muss man einfach denken. Sollte man vier Einflusssteine im Park haben, so gibt es sogar immer zwei Prestigepunkte mehr.

    8. Hospital
    Auch hier platziert man einen Einflussstein und zieht, wie beim Park, sofort seinen Rattenstein um ein Feld zurück.
    Zusätzlich darf man in der Seuchenphase pro Einflussstein auf dem Hospital eine Ratte auf den Personenkarten ignorieren.

    9. Notre Dame
    Ein Einflussstein wird auf die Kathedrale gelegt. Zusätzlich muss der Spieler aber auch eine Spende abgeben.
    Kann er dies nicht, so darf er keinen Einflussstein auf Notre Dame legen. Je nachdem, wieviel man spendet, bekommt man aber auch Prestige.
    Spendet man eine Münze, so bekommt man einen Prestigepunkt, bei zwei Münzen drei und bei drei Münzen sechs.
    Die Einflusssteine auf Notre-Dame werden erst nach der jeweils dritten Runde ausgewertet.

    d) Personen bestechen
    Wenn alle Spieler ihre beiden Aktionskarten ausgespielt haben, kommt diese Phase.
    Jeder Spieler darf jetzt eine der drei Personen bestechen, um deren Aktion auszuführen.
    Das Bestechen kostet genau eine Münze. Wer nicht will oder kann, muss keine Person bestechen.
    Jeder Spieler darf pro Runde aber nur eine Person bestechen, aber eine Person kann von mehreren Spielern bestochen werden.
    Beim Bestechen gibt es Dinge wie Geld, Prestige, Einflusssteine, Verschieben von Einflusssteinen, Prestige für leere Gebiete oder volle Gebiete, usw.

    e) Seuchenwert ermitteln
    Unten auf den Personenkarten sind Ratten abgebildet. Diese sollte man sich schon zu Beginn der Runde anschauen, um entsprechend schon während der Runde darauf reagieren zu können.
    Diese Ratten ergeben in Summe die Strecke, die der Rattenmarker bei jedem Spieler vorwärts zieht. Dieser Wert kann sich durch das Hospital jedes Spielers noch verringern. Sobald ein Spieler den Rattenstein über das neunte Feld hinausziehen müsste, gibt es einen Seuchenausbruch. Dann muss der Spieler zwei Prestigepunkte zurück in den Vorrat legen und aus dem Gebiet, in dem er die meisten Einflusssteine liegen hat, einen entfernen. Der Rattenstein bleibt aber auf der 9 liegen. Der Spieler sollte sich also in der nächsten Runde darum kümmern, den Seuchenwert schnellstens zu senken.

    Rundenende
    Am Ende der Runde werden die drei Personenkarten unter die jeweiligen Stapel geschoben. Die benutzten Aktionskarten der Spieler werden auf einen gemeinsamen Ablagestapel gelegt. Diese Karten bekommt man erst nach der dritte Runde zurück. Der Glöckner geht zum nächsten Spieler weiter und eine neue Runde beginnt.

    Dritte Runde
    Immer wenn drei Runden gespielt wurden, bekommen die Spieler ihre Aktionskarten zurück und Notre Dame wird gewertet.
    Auch werden die sechs normalen Personenkarten neu gemischt, da diese nach drei Runden aufgebraucht sind.
    Die Aktionskarten der Spieler kann man anhand ihrer Kartenrückseite wieder gut auseinander sortieren.
    Die Karten werden auch wieder gut gemischt und dann vor jedem Spieler abgelegt.

    Wertung von Norte Dame
    Nach der dritten Runde wird Notre Dame gewertet. Dazu zählt man die Einflusssteine aller Spieler auf Notre Dame zusammen und teilt damit den Wert auf dem Notre Dame Plättchen. Bei drei Spielern ist das der Wert 8. Liegen vier Einflusssteine der Spieler auf Notre Dame, so ergäbe das den Wert 2. Jetzt bekommt jeder Spieler für jeden Einflussstein auf Notre Dame zwei Punkte. Die Einflusssteine kommen dann wieder in den allgemeinen Vorrat.

    Keine Einflusssteine mehr
    Hat man keine Einflusssteine mehr, so darf man auch einen Stein vom Spielplan in ein anderes Gebiet bewegen.

    Spielende
    Nach der neunten Runde wird noch einmal Notre Dame abgerechnet, dann ist das Spiel vorbei.
    Der Spieler mit den meisten Prestigepunkten gewinnt das Spiel.

    Erweiterungen
    Dem Spiel liegen noch zwei Erweiterungen bei, dies sind einfach weitere Personenkarten.
    Diese bringen noch einmal neuen Schwung in die Partien, denn hier gibt es schon coole Karten.

    Kleines Fazit
    Ich kannte die alte Version von Notre Dame nicht und kann daher nur für die Jubiläumsedition sprechen.
    Besonders haben uns die taktischen Möglichkeiten gefallen, die man aber eben nicht vorhersehen kann.
    Man kann sich nur eine Karte von seinen aussuchen und muss dann die Dinge nehmen, die man von den anderen Spielern bekommt.
    Dadurch kann man nicht jeden Zug taktisch durchplanen, sondern muss auch ein bisschen Glück haben.
    Auch die Personen, die man bestechen kann, kommen zufällig und können nicht fest eingeplant werden.
    Man sollte auch die Seuche nie außer Acht lassen, denn das kann auf Dauer viele Prestigepunkte kosten.
    Durch die beiden Erweiterungen kommen tolle, neue Personen ins Spiel, die für weitere Abwechslung sorgen.
    Das Spielmaterial fanden wir auch sehr ordentlich und die Illustrationen sind sehr hübsch.
    Die Anleitung ist umfangreich und es dauert einige Zeit, bis man neue Spieler an das Spiel heranführt.
    Das eigentliche Spiel läuft dann aber sehr flüssig und man muss kaum noch die Anleitung bemühen.
    Wer gerne Worker-Placement Spiele spielt und die alte Version noch nicht hat, sollte mal einen Blick riskieren.
    ______________
    Die komplette Spielevorstellung inklusive Fotos und das Regelvideo findet ihr hier:
    http://www.mikes-gaming.net/spiele-komplettliste/komplettliste-aktuelle-spiele-alphabet/item/819-notre-dame.html
    ______________
    Michael hat Notre Dame - 10 Jahre Jubiläumsedition klassifiziert. (ansehen)
  • Wolfgang V. schrieb am 08.07.2017:
    Einleitung:

    Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums veröffentlicht Ravensburger bzw. Alea eine Neuauflage von Stefan Felds Klassiker Notre Dame. Dem Spiel liegen die beiden Erweiterungen Neue Personen I und Neue Personen II bei, außerdem ist die Erweiterung Die Handelsstraßen für Die Burgen von Burgund beigefügt.

    Ablauf:

    Nachdem der Spielplan aufgebaut wurde, erhält jeder Spieler einen Vertrauten, eine Kutsche, vier Einflusssteine, neun Aktionskarten, drei Geldmünzen, einen Rattenstein für die Streckenleiste und vier Botschaften, die auf den Marktplätzen des eigenen Viertels verteilt werden.

    Notre Dame verläuft über drei Durchgänge, die jeweils aus drei Runden bestehen. Zunächst werden immer drei Personenkarten aufgedeckt, die später bestochen werden können. Anschließend zieht jeder Spieler drei Aktionskarten von seinem Stapel und behält eine davon. Die beiden anderen Karten werden an den linken Nachbarn weitergegeben. Nun wird eine dieser Karten ausgewählt und die letzte Karte weitergedraftet, so dass alle Spieler jetzt wieder drei Karten auf der Hand haben.

    Beginnend mit dem Startspieler spielt jeder Protagonist reihum eine seiner Aktionskarten aus. Anschließend wird eine zweite Aktionskarte ausgespielt und die entsprechende Aktion ausgeführt. Die dritte Karte wird lediglich abgelegt. Über Aktionskarten werden Stadtviertel aktiviert, in die dann ein eigener Einflussstein platziert wird. Auf diese Weise erhalten die Spieler Siegpunkte, Geld und neue Einflusssteine. Außerdem können sie ihre Kutsche bewegen und die Botschaftsplättchen einsammeln. Des Weiteren dürfen Rattensteine auf der Seuchenleiste zurückgesetzt werden und es besteht die Möglichkeit, für die Kirche zu spenden. Sämtliche Aktionen sind kumulativ, d.h. je mehr Einflusssteine in einem Viertel liegen, desto größer ist der Bonus.

    Nachdem alle Spieler ihre zwei Aktionen abgehandelt haben, dürfen die Konkurrenten eine ausliegende Persönlichkeit bestechen und erhalten den Bonus dieses Charakters (z.B. Geld, Siegpunkte etc.). Nun wird anhand der ausliegenden Personenkarten der aktuelle Seuchenwert ermittelt, und die Spieler rücken ihren Rattenstein entsprechend viele Felder vor. Erreicht ein Spieler das Ende der Seuchenleiste muss er Siegpunkte abgeben und einen Einflussstein aus seinem stärksten Viertel entfernen. Am Ende jeder dritten Runde werden die Spenden für die Kirche abgerechnet und die Spender erhalten Siegpunkte dafür. Das Spiel endet nach der neunten Runde, und der Spieler mit den meisten Prestigepunkten (=Siegpunkte) hat dann gewonnen.

    Meinung:

    Alter schützt vor Klasse nicht. Auch nach zehn Jahren hat Notre Dame nichts von seinem Reiz verloren, und selbstverständlich ist diese Wiederveröffentlichung absolut verdient und ohne jegliche Abstriche weiterempfehlbar.

    Freunde von Optimierspielen kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Und dabei ist Notre Dame nicht mal besonders komplex. Sämtliche Aktionsmöglichkeiten sind schlüssig konzipiert und passen thematisch gut ins Mittelalter. Natürlich gibt es auch bei Notre Dame bevorzugte Aktionen, aber in der Regel werden nahezu alle Optionen gerne wahrgenommen. Die einzige Ausnahme ist das Gasthaus, welches vermutlich das schwächste Gebäude des Spiels ist. Hinsichtlich des Schwierigkeitsgrads ist Notre Dame zweifellos auch von ambitionierten Gelegenheitsspielern zu bewältigen, wobei Vielspieler trotzdem das primäre Klientel der Veröffentlichung sind.

    Der Spielspaß ist vom feinsten. Allerdings sollte erwähnt werden, dass Notre Dame eher ein Taktik- als ein Strategiespiel ist. Das hängt schlicht und einfach damit zusammen, dass man in einer Runde schließlich nur drei Karten auf der Hand hält und davon sogar eine Aktion verfallen lassen muss. Das Ziehen der „richtigen“ Karten oder der Erhalt von gewünschten Karten beim Drafting ist also ein kleines bisschen glückslastig, wobei dieser Glücksfaktor relativ anzusehen ist (absolut vernachlässigbar, zumal alle Spieler von dem Mechanismus betroffen sind). Ungewöhnlich für ein Spiel dieser Güteklasse ist die relativ kurze Spieldauer. Eine Partie dauert nur knapp über eine Stunde, und das ist bei dem tollen Spielspaß sicherlich ein Sonderlob wert. Weiterhin erhöht dieses Element den ohnehin schon großen Wiederspielreiz, was Notre Dame zu einer Veröffentlichung der Spitzenklasse macht.

    Aufgewertet wird die Neuausgabe anlässlich des zehnjährigen Bestehens durch die beigefügten Erweiterungen Neue Personen I und II. Dabei handelt es sich zwar nur um 18 neue Karten, aber die machen das Spiel ein bisschen abwechslungsreicher, und das Aufdecken der Personenkarten pro Runde wird dadurch spannender, weil man ja nie weiß, welche Charaktere ins Spiel kommen. Ein weiteres Schmankerl ist die Burgen von Burgund Minierweiterung Die Handelsstraßen, die das Herz aller Burgund-Fans sicherlich erfreuen dürften.

    Fazit:

    Vielen Dank an Alea / Ravensburger für diese Wiederveröffentlichung, die ohne Wenn und Aber weiterempfohlen werden kann. Auch nach zehn Jahren weiß Notre Dame noch auf ganzer Linie zu begeistern, und wer das Spiel noch nicht kennt, kann hier natürlich bedenkenlos zuschlagen.

  • Martina B. schrieb am 30.05.2017:
    Das Spiel macht Spaß und ist kurzweilig. Hat allerdings relativ viel Glücksfaktor, also nichts für Leute, die hauptsächlich Strategie spielen wollen.
    Vom Material bin ich allerdings enttäuscht. Die Pappe des Spielplans wellt sich und man kann die Teile nur schlecht aneinander legen.
    Martina hat Notre Dame - 10 Jahre Jubiläumsedition klassifiziert. (ansehen)
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