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Manitoba



Wild, faszinierend und schier grenzenlos erstreckt sich die kanadische Provinz Manitoba über
nahezu unermessliche Weiten: zahllose Seen, majestätische Berge, eine riesige Tundra im Norden
und endlose Prärien im Süden.

Manitoba – ein Land, dessen Name sich direkt von „Manitou“, dem großen Schöpfergeist der
amerikanischen Ureinwohner ableiten lässt.

Und so schlüpfen 2 bis 4 unerschrockene Spieler ab 12 Jahren jeweils in die Rolle eines Stammesführers der Cree-Indianer und versuchen dabei, über eine gute Stunde fesselnder Spielzeit, zum Häuptling aller aufzusteigen.

Das gelingt nicht ohne Weiteres: Es gilt, die Launen der Natur und der Jahreszeiten zu beherrschen und seinem Clan nicht nur materiellen Wohlstand, sondern auch spirituelle Erfüllung zu verschaffen.

So ist im Laufe der Jahreszeiten auf einiges zu achten: Wann und wo will ich in den Jagdgründen Manitobas aktiv werden, wann besser auf spirituelle Entwicklung setzen und mystische Pfade beschreiten? Wie lassen sich meine Ressourcen am besten tauschen und verwerten? Viele reizvolle Situationen also, die weise Entscheidungen verlangen.

Originell und neu wirkt hierbei das sogenannte „Totem“, ein aus Holzscheiben gebildeter, ritueller „Pfahl“, den die Spieler manipulieren können und somit wesentlichen Einfluss auf die eigenen Aktionsmöglichkeiten sowie die der Mitspieler nehmen.

Atmosphärische Illustrationen von Dennis Lohausen, stimmiges Spielmaterial und eingängige
Regeln auf Kennerspiel-Niveau runden das Brettspiel aus der Feder der beiden italienischen
Autoren Marco Pranzo und Remo Conzadori zu einem gelungenen Ganzen ab.

Wer wird am Ende seinen Clan am besten durch den strengen Winter in ein neues Jahr bringen?

Manitoba, ein Spiel für 2 bis 4 Spieler im Alter von 12 bis 100 Jahren.
Autor: Marco Pranzo, Remo Conzadori



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So wird Manitoba von unseren Kunden bewertet:



5 v. 6 Punkten aus 5 Kundentestberichten   Manitoba selbst bewerten
  • Jörn F. schrieb am 24.03.2019:
    Viel bin ich umhergereist in meinem Leben und kann sehr viel mit den Spieletiteln der Szene anfangen. Meistens kann ich das den Ländern zuordnen, aber bei Manitoba war ich überfordert. Weder wusste ich, was das heißt, noch hatte ich eine Ahnung um was für ein Thema es sich handelt. Nun bin ich wieder etwas schlauer und weiß, das Manitoba in Kanada liegt. Nach dem betrachten des Covers war klar: Indianer! Ich mag dieses Thema und gebe zu, so richtig übersättigt wurde man damit noch nicht. Wikinger, Orks, Cowboys, Zombies - alles fällt zeitweilig in Massen über diesen Markt, aber Indianer bleiben eine kleine Oase in der Spielewelt. Nun also springt dlp Games mit dem Gesellschaftsspiel von Marco Pranzo und Remo Conzadori auf diesen Zug und macht das richtig gut! Wir führen hier einen Clan von Indianern und versuchen, auf verschiedenen Pfaden möglichst viele Siegpunkte zu erreichen.
    Jeder bekommt seinen Spielplan mit Zeromonienplatz, seinen Lagern, Dorfplatz und einem Platz für das Totem. Vier verschiedene Pfade werden in Totemanordnung zusammengelget und deren Farben entsprechen den Totemholzsteinen, mit denen wir spielen und Entscheidungen treffen. Bis auf Blau, die Farbe ist im Visionspfad nicht vertreten. Der Totem besteht eben aus diesen fünf Holzfarbsteinen und die dazugehörigen Pfade geben uns einige Vorteile.

    Gespielt wird über vier Jahreszeiten, zu jeweils fünf Zügen. Nur der Beginn, der Winter, dient als Einstieg und beinhaltet nur zwei Züge. In der Mitte des Tisches legen wir nun Territoriumteile je nach Spieleranzahl aus und legen die jeweils passenden Güter auf die passenden Landschaften. Diese wiederum entsprechend auch den Farben des Holztotems. Zusätzlich gibt es noch Wampumplättchen im Spiel, die uns Siegpunkte einbringen. Dazu später mehr. Das Spiel verläuft eben über 15 Runden, wenn man den Winter nur als Einstieg sieht, denn mehr ist er nicht und dient dem Ausgleich bei der Startspielerreihenfolge. Als erstes setzten wir einen Cree (Indianer) auf ein Territorium und nehmen uns das dort liegende Gut. Drei Cree kommen ins Zelt zum Schlafen und sind erst Mal unbeteiligt und einer geht auf die Siegpunktleiste und der Rest steht im Dorf zur Handlung bereit.
    Der aktive Spieler nimmt sich den Holztotem und dreht ihn so, dass die ihm angenehme Farbe oben ist. Nun hat er in diesem Bereich zwei Aktionen. Die oben liegende Farbe gibt dem aktivem Spieler an, wo er einen Cree auf dem Territorium einsetzen darf. Am Anfang geht das nur angrenzend an den eigenen Cree. Das darauf liegende Gut legt man entweder in das passende Lager seines Dorfes oder auf einen der Zeremonienplätze. Federn gelten dabei als Joker und ersetzen alles. Anschließend darf der aktive Spieler auf dem passenden farbigen Pfad des Totems seinen Cree weiterbewegen oder eben einsetzten. Hat man im Verlaufe des Spiels alle Indianer am Schlafen kann man auch, je nach abgehobener Anzahl der Holzsteine, deren Anzahl an Crees wieder aufwecken.
    Die passiven Spieler können nun aus aus dem gesamten Holzstapel eine Farbe aussuchen und dort entweder auf dem Visionenspfad ebenfalls ihren Cree weiterbewegen oder aber einen Cree in ein passendes Feld des Territoriums setzten. D. h., der aktive Spieler hat immer eine Doppelaktion und die folgenden habe eben nur eine Aktion, dafür aber aus mehreren Farben die Auswahl, wenn der aktive Spieler das zulässt. Auf den Pfaden gibt es Siegpunkte, Waren oder eben Vorteile für das Spiel. Danach führt jeder Spieler das Ereignis aus das durch die Jahreszeitenkarte vorgegeben ist. Bei der dritten und fünften Karte gibt es dabei dann auch noch Wertungen. Diese werden durch verschiedene Wolken jedesmal anders platziert.
    Bei der Wertung heißt es dann, die gewerteten Waren abzugeben und die angegebene Punktzahl zu erhalten. Umgehen kann man das nur auf bestimmten Feldern des Visionenpfades. Die Waren werden dann wieder abgegeben und die Crees kommen vom Territorium zurück in das Dorf zum Schlafen und sind somit erst mal aus dem Spiel. Die Federn kommen nach jeder Wertung aus dem Spiel, es sei denn sie liegen auf dem Zeremonienplatz. Ist dieser mit drei bzw. fünf verschiedenen Waren gefüllt, bekommen wir auch hier Wampumplättchen. Diese ermöglichen es uns entweder eine Traube gegen eine beliebige Ware zu tauschen oder einen Cree aufzuwecken. Nutzen wir dieses, gibt es am Ende dafür aber nur einen Siegpunkt, ungenutzt gibt es zwei. Nachdem die fünf Karten einer Jahreszeit durchgespielt wurden, folgt die nächste und der Kampf um die Punkte geht weiter. Die nicht genommen Steine werden oben auf das Holztotem gelegt, sodass wieder eine andere Konstellation entsteht. In jeder dieser einzelnen Runden wechselt natürlich der aktive Spieler, sodass man oft vor dem Dilemma steht: Wie viel lasse ich den andern zu? Am Ende müssen wir dann auch nochmal von allen Gütern eine Ware abgeben, sofern man nicht auf dem weißen Visionspfad am Ende angekommen ist, der das erlässt, und es wird gewertet.
    Manitoba ist ein richtig gutes Spiel für Experten.
    Das ist schon ein komplexes Spiel und man braucht eine Weile ehe man den ganzen Rhythmus durchschaut. Jeder einzelnen Weg der Pfade zu beschreiben würde die Rezensionslänge sprengen und diese sind hervorragend im Anhang der Anleitung erklärt. Leider sind sonst die kleinen Erklärungshilfen dabei gar keine Hilfe. Für ungeübte Spieler sind sie gut wie gar nicht zu gebrauchen. Die Grafiken auf den Karten sind unverständlich.

    Aber sonst ist Manitoba ein ungewöhnliches Spiel mit einer enormen Tiefe. Bis jetzt habe ich noch keine Siegstrategie erkennen können und jedesmal führte ein anderer Weg zum Ziel. Das klingt gut und das ist es auch, aber ebend ehr für die gehobene Spielerklasse. Ein Familienspiel für einen Weihnachtsabend ist es keineswegs. Die angegebene Altersgrenze ab 12 ist hier echt das Minimum. In allen Spielegruppen kam das Spiel gut an, aber es sind ebend auch Spieler. Für den Familienspieler sind die Zusammenhänge doch sehr komplex, obwohl es für mich ganz schlüssig war.
    Manitoba strahlt eine angenehme Tiefe und Ruhe aus und will in allen Facetten erforscht werden. Denn hier siegte jedesmal ein anderer Weg. Es ist schon ein Dilemma zu entscheiden, wie viele Holzsteine ich den anderen lasse oder ob ich praktisch mal aussetze, um meine Crees aufzuwecken. Da ist viel versteckte Interaktion bei, denn immer sind alle Spieler am Geschehen dran. Ein Spiel, das irgendwie anders ist und aus der Masse der Neuerscheinungen hervorsticht. Tolle Grafiken, tolle thematische Einbettung und eine angenehme Spieldauer für die Komplexität lassen hier einem Vielspieler das Herz höher schlagen. Manitoba ist ruhig und anders, aber es gibt uns ein intensives Spielgefühl. Gehört für mich auf alle Fälle auf die Liste der Kennerspiele dieses Jahres. lassen wir uns überraschen!
    Jörn hat Manitoba klassifiziert. (ansehen)
  • Uwe S. schrieb am 22.06.2019:
    Manitoba ist ein durch 5 Spielscheiben gesteuertes Worker-Placement-Spiel mit einem aus mehreren Teilen (5 unterschiedlichen Gebiete: Bison, Beere, Pferd, Adler, Kanu) zusammengesetzten Territorium sowie einem Visionspfad (4 Pfade mit Vorteilen, für das Kanu gibt es keinen Pfad). Der aktive Spieler sucht sich aus dem Stapel eine Scheibe aus, hebt den Stapel bis zu dieser Scheibe ab und legt ihn auf seinem Spielbrett umgedreht ab, sodaß die gewählte Scheibe (Farbe) oben liegt. Er darf sowohl im entsprechenden Territorium eine Ware nehmen als auch im entsprechenden Visionspfad (falls vorhanden: siehe Kanu) jeweils die Aktion durchführen. Die anderen Spieler dürfen sich aus dem Stapel auf dem Spielbrett des aktiven Spielers eine Scheibe auswählen und dort eine Aktion durchführen (Territorium oder Visionspfad). Der Reststapel wird, nachdem alle Spieler ihren Zug gemacht haben, auf den Stapel auf dem Spielbrett des aktiven Spielers gestellt. Die erhaltenen Waren kann der Spieler entweder direkt ins Lager oder auf einen der beiden Zeremonienplätze legen. Die Adlerfedern stellen Joker dar, die Beeren können mittels Wampun in andere Waren getauscht werden. Mit einem vollständig gefüllten Zeremonienplatz erhält der Spieler, nachdem er die Waren "verzögert" ins Lager geräumt hat, ein Wampun-Plättchen (Boni: Siegpunkte, Arbeiter zurückholen, Beere in anderes Ware tauschen). Bis zum Spielende wird in Abhängigkeit von zufälligen Wertungen sechs mal je ein Warenlager gewertet. Die Arbeiter des Spielers, die sich auf dem von ihm gewerteten Gebieten befinden, werden vom Plan entfernt und "schlafen" (zurück mittels Wampun oder spezieller Aktion) gelegt.

    Fazit: Manitoba "lebt" von der Spielscheiben-Steuerung, hier kommt es einerseits darauf an, den Mitspielern nicht zuviel Auswahlmöglichkeiten zu geben (kleine Stapel), und andererseits (vielleicht) seine nächste Aktion sicherzustellen (oberste Scheibe des Reststapels, diese muß der nächste aktive Spieler in "seinen" Stapel nehmen). Ein schönes Spiel ohne großen "Tiefgang".
    Uwe hat Manitoba klassifiziert. (ansehen)
  • Marco S. schrieb am 31.12.2018:
    Wir haben jetzt nach Weihnachten Manitoba auf den Tisch gebracht und wir sind auf keinen Fall enttäuscht. Dies wird definitiv keine Erklärung zum Spiel oder dessen Regeln selbst. Ich möchte hier nur einmal meine Meinung zum Spiel kundtun:
    Es ist das was ich erwartet habe. Ob Manitoba nun ein gehobenes Familienspiel oder doch eher ein Kennerspiel ist, darüber kann man sich ja bekanntlich streiten. Das merkt man ja auch von Jahr zu Jahr deutlicher bei den Nominerungen deutscher Spielepreise... ich sag mal so, wer es ohne großes Nachdenken spielt für den ist es ein Familienspiel. Wer etwas plant und begrenzt taktisch spielt, für den dürfte es ein Kennerspiel sein. Auf jeden Fall bringt es kurzweiligen Spaß und hat nahezu keine Downtime. So in Richtung lockeres als Absacker angelegtes Spiel. kann man vielleicht vom Anspruch her Richtung Rajas legen, aber doch knapp dahinter. Wer solche Spiele mag, dem kann ich es empfehlen. Das Material ist so oder so über jeglichen Zweifel erhaben. Unverständlich auf jeden Fall, dass es so gar keine Beachtung 2018 nach Essen bekommen hat. Das hat das Spiel definitiv nicht verdient. Von uns ein Daumen hoch. Es bleibt auf jeden Fall in unserer Sammlung. Für das was es ist, kann man guten Gewissens eine 4-5 von 6 geben.
    Marco hat Manitoba klassifiziert. (ansehen)
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