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Die blutige Herberge
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Die blutige Herberge wurde die folgende Auszeichnung verliehen:
  • Graf Ludo
    Graf Ludo
    2016
    Nominierung - Familienspielgrafik
Achtung: Nicht für Kinder unter 36 Monaten geeignet.

Die blutige Herberge



In einer kleinen Herberge in einem abgelegenen Winkel des Départments Ardèche hat eine gierige Familie einen Plan. Sie wollen die vielen Durchreisenden, die eine ruhige Nacht suchen, ausrauben und um ihr Geld bringen. Doch auch wenn der Plan einfach ist: Dass dabei der eine oder andere Gast das Zeitliche segnet, ist unvermeidlich. Hauptsache man wird nicht erwischt und die Ordnungshüter finden keine Spuren. Es gibt also viel zu tun in der blutigen Herberge. Bis zu 4 Spieler müssen mit den richtigen Karten Gäste in die Zimmer locken und sich um ihr "Wohlergehen" kümmern. Gleichzeitig will das florierende Geschäft ausgebaut werden und die Polizeiermittler müssen sie auch noch loswerden.

Die blutige Herberge, ein Spiel für 1 bis 4 Spieler im Alter von 14 bis 100 Jahren.
Autor: Nicolas Robert

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So wird Die blutige Herberge von unseren Kunden bewertet:



4 v. 6 Punkten aus 6 Kundentestberichten   Die blutige Herberge selbst bewerten
  • Lars F. schrieb am 03.12.2015:
    Leider muss ich mich auch äußern, damit diesem (optisch) wunderschönen Spiel hier kein Unrecht getan wird.
    Tatsächlich war die Blutige Herberge für mich ein absoluter Blindkauf, die ich es einfach umwerfend schön fand. Ein wenig bang war mir vor der ersten Partie schon - würde ich es mögen, würde es meine Hoffnungen erfüllen...es konnte!

    Nachdem ein paar kleinere Klippen der Regel (Hä? Warum hat man so viele Schlüssel? Spielen wir was falsch? Wie jetzt, kann ich diese Funktion jetzt nutzen?) umschifft wurden, spielte sich die Blutige Herberge sehr zügig - man hat ja nur zwei Aktionen. Und das ist immer mindestens eine zu wenig: "Wenn ich jetzt den Priester besteche, dann könne ich mit meiner zweiten Aktion...ach nee! Ich muss ja dringend den Metzger beerdigen, denn es ist ja ein Ordnungshüter im Hotel! Aber um ihn zu beerdigen brauch eich ja noch..."

    Durch die schnelle Abfolge der Aktionen kam keine Langeweile auf, dafür wurde aber bisweilen schwer geseufzt, wenn mal wieder ein Ordnungshüter gezogen wurde mal wieder mögliche andere Pläne durchkreuzt. Und dann muss man ja auch noch irgendwann Geld tauschen, sonst bekommt man keines mehr...
    Und wenn man sein Opfer, wie geplant, um die Ecke bringen konnte, dann braucht man einen Anbau, unter dem man die Leiche verscharren kann, man braucht Komplizen, die einem dabei helfen - es ist immer genug zu tun.
    Und dazu die tolle Grafik!

    Eines meiner diesjährigen Messe-Highlights. Glück gehabt! :-D
    Lars hat Die blutige Herberge klassifiziert. (ansehen)
  • Pascal V. schrieb am 20.12.2015:
    Taktisches Kartenspiel für 1-4 Spieler ab 14 Jahren von Nicolas Robert.

    Die Spieler müssen die Gäste einer Herberge über Nacht berauben oder gar ermorden, um deren Börsen zu plündern. Dies muss geschickt vonstatten gehen, damit die Ordnungshüter davon nichts mitbekommen und die Mitspieler möglichst wenig abbekommen.


    Spielvorbereitung:
    Das Gasthaus-Spielbrett kommt in die Tischmitte. Die Gastkarten werden gemischt und zufällig 22-35 (je nach Spielerzahl) Karten entfernt, der Rest kommt als Nachziehstapel links des Spielplans an den Gasthauseingang.

    Die Spieler erhalten jeweils 2 Gastkarten "Bauer" und in ihrer Wunschfarbe 8 Schlüssel-/Zimmerservice-Plättchen, einen Holzmarker, den sie auf das 5 Francs-Feld des Spielbretts stellen sowie eine Spielerhilfe (diese Karte dient zugleich auch als Scheune (Anbau) für die Spieler) und einen 10 Francs-Scheck.
    Jeder Spieler legt noch einen seiner Schlüssel auf eine beliebige Zimmertür und je nach Spielerzahl werden noch neutrale (weiße) Schlüssel auf die freien Zimmer verteilt.
    Ein Startspieler wird bestimmt.


    Spielziel:
    Der reichste Spieler zu werden!


    Spielablauf:
    Das Spiel verläuft über mehrere Runden und jede Runde ist in drei Phasen unterteilt:

    1) Begrüssung der Reisenden (abends)
    Der Startspieler zieht die oberste Karte am Eingangsstapel und legt diesen Gast in ein freies Zimmer. Dies wiederholt er so lange, bis alle verfügbaren Zimmer (die, die über einen Schlüssel verfügen) besetzt wurden.
    Wird ein Bauer gezogen, wird dieser in die Gaststube gelegt, nicht in ein Zimmer!

    Sobald der Eingangsstapel das erste Mal aufgebraucht wurde, wird der Ausgangsstapel sofort gemischt und dient als neuer Eingangsstapel.

    2) Spieleraktionen (nachts)
    Nun können die Spieler 2 Aktionen nacheinander ausführen (erst entscheidet sich jeder für eine Aktion und führt diese aus, dann für die zweite Aktion) und aus folgenden wählen:

    - einen Gast bestechen; um einen Gast zu bestechen und dessen Karte aus dem Zimmer auf die Hand zu nehmen, muss der Spieler X Karten ausspielen, wobei X der Stufe des gewählten Gasts entspricht. Die ausgespielten Karten kommen auf den Ausgangsstapel, ausser denen, die über ein Geld-Symbol verfügen, die darf der Spieler wieder auf die Hand nehmen und den Bauern, welche zurück in die Gaststube kommen.
    Soll ein Bauer bestochen werden, wird dieser einfach der Gaststube entnommen - bis zu 2 können so genommen werden und Bauern kosten nichts.

    Zu Spielbeginn wird das Kartensammeln groß geschrieben!

    - einen Anbau errichten; hierzu wird ein Komplize (bestochener Gast) aus der Hand offen vor dem Spieler (mit der 'lebend'-Seite) abgelegt und dient fortan als Anbau zur Herberge.
    Dies wird nötig, wenn es darum geht Leichen zu beerdigen. Doch nicht jeder Anbau kann hierzu genutzt werden, dies gibt die jeweilige Stufe dann auf der Karte an und zudem gibt es einen zusätzlichen Nutzen bei den Anbauten, die sich in einer Übersicht nachlesen lassen (Bsp. "Metzger/Metzgerei, von nun an darf der Spieler mit einer 'Gast umbringen'-Aktion soviele Gäste um die Ecke bringen, wie er will."). Entsprechend der Stufe der ausgelegten Karte, müssen noch X Karten abgelegt werden.
    Die ausgespielten Karten kommen auf den Ausgangsstapel, ausser denen, die über ein Bau-Symbol verfügen, die darf der Spieler wieder auf die Hand nehmen und den Bauern, welche zurück in die Gaststube kommen.

    - einen Gast umbringen; um dies umzusetzen, wählt der Spieler einen Gast aus der Herberge und legt entsprechend dessen Stufe X Karten ab. Nun nimmt er die Gastkarte und legt sie mit der 'tot'-Seite vor sich ab - man kann beliebige viele Leichen "sammeln", sollte aber auf die Ordnungshüter achten!
    Die ausgespielten Karten kommen auf den Ausgangsstapel, ausser denen, die über ein Pistolen-Symbol verfügen, die darf der Spieler wieder auf die Hand nehmen und den Bauern, welche zurück in die Gaststube kommen.

    - eine Leiche beerdigen; ein ermordeter Gast will beerdigt werden, wenn er ausgeraubt werden soll - und darum geht es den Spielern ja hier. Um eine Leiche also zu beerdigen, muss der Spieler X Karten von der Hand ausspielen, entsprechend der Stufe der Leichenkarte. Ausserdem muss der Spieler über einen Anbau mit (mind.) einem freien Platz verfügen, um die Leiche eben dort zu begraben - dazu wird die Karte dann unter die Anbaukarte geschoben.
    Nun kann der Spieler soviel Geld auf der Francs-Leiste des Spielbrettes mit seinem Marker vorrücken, wie der Gast bei sich hatte.
    Falls der Spieler selbst über keinen freien Anbau verfügt, kann er die Leiche auch bei einem beliebigen Mitspieler begraben, so denn dieser über einen freien (Anbau-)Platz verfügt. Nun muss das Geld des Gastes aber mit diesem Spieler geteilt werden!
    Unter der Scheune (die Spielhilfekarte) kann einmalig ein Leiche begraben werden.
    Die ausgespielten Karten kommen auf den Ausgangsstapel, ausser denen, die über ein Sarg-Symbol verfügen, die darf der Spieler wieder auf die Hand nehmen und den Bauern, welche zurück in die Gaststube kommen.

    Zu beachten ist, dass ein Spieler nie mehr als 40 Francs "einnehmen" kann, alles was darüber hinausgehen würde, verfällt. Um mehr Geld machen zu können, muss das Geld gewaschen werden!

    - passen (und Geld waschen); möchte ein Spieler keine Aktion ausführen oder muss er dringend Geld waschen, passt er. Nun darf er den Notar im Dorf aufsuchen und kann nun Bargeld (von der Spielbrettleiste) in 10 Francs-Schecks wandeln, die er dann aus dem Vorrat erhält und entsprechend den Marker zurücksetzt oder umgekehrt, Schecks in Bargeld tauschen und den Marker vorsetzen.

    3) Rundenende (morgens)
    Wenn alle Spieler mit ihren Aktionen durch sind, folgt das Rundenende und mit diesem weitere durchzuführende Schritte.

    - polizeiliche Ermittlungen; wenn sich mindestens ein Ordnungshüter (grauer Hintergrund) in der Herberge aufhält, stellt dieser, ob der merkwürdigen Ereignisse um verschwundene Gäste, Ermittlungen an! Jeder Spieler, der zu diesem Zeitpunkt unbeerdigte Leichen bei sich liegen hat, muss den örtlichen Totengräber beauftragen und pro Leiche 10 Francs zahlen. Die Leichenkarten kommen dann aus dem Spiel.

    - Abreise; sollten Gäste die Nacht überlebt haben, erhält jeder Spieler, der in einem seiner Zimmer einen lebenden Gast beherbergt pro solchem Zimmer 1 Franc. Danach werden die Zimmer geleert und die Karten auf den Ausgangsstapel gelegt.

    - Löhne ausbezahlen; abschliessend der Runde muss jeder Komplize, der sich noch auf der Hand der Spieler befindet, bezahlt werden und erhält dafür 1 Franc. Komplizen erwarten ausschliesslich Bargeld, kann nicht genug bezahlt werden, werden die unbezahlten Komplizen abgelegt.

    Zuletzt gibt der aktuelle Startspieler die Startspielerkarte an den nächsten Spieler im Uhrzeigersinn weiter und es beginnt eine neue Runde.


    Spielende:
    Wenn der Eingangsstapel zum zweiten Mal aufgebraucht wurde, wird die laufende Runde noch zu Ende gespielt - ausser, es befinden sich weniger Gäste in der Herberge, als Spieler teilnehmen, dann endet das Spiel umgehend - und dann das Spiel beendet.
    Jeder Spieler, der nun noch unbeerdigte Leichen bei sich ausliegen hat, muss den Totengräber herbeiholen und dafür zahlen. Dann werden Stufe 3 - Anbauten gewertet, die noch Geld einbringen (auch hier muss das 40 Francs-Limit beachtet werden). Schlussendlich addiert noch jeder Spieler seine Schecks zum aktuellen Bargeldstand.
    Der reichste Spieler gewinnt.


    Fazit:
    "DbH" ist ein recht interessantes Spiel, der etwas anderen und vor allem martialischen Art.
    Gestaltung und Optik sind thematisch morbide und stützen das Spielgeschehen atmosphärisch.

    Der Spielzugang wird durch die überschaubaren Regeln nicht sonderlich erschwert, wenn auch hie und da genau gelesen werden will, was wann genau zu tun ist. Die Übersichten wollen in den ersten Partien regelmäßig zu Rate gezogen werden.

    Der Spielablauf ist dann recht kurzweilig und spannend, da man immer mehr machen möchte, als erlaubt ist. Somit muss laufend neu abgewogen werden, was aktuell wichtiger ist (Karten sammeln, um später wertvollere Gäste auszurauben, oder Anbauten errichten für geplante Morde, oder oder oder). Dabei kann einem so manche Gelegenheit entgehen, denn wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
    Die Spieler können sich dabei auch gegenseitig wunderbar ein Bein stellen.

    Das Spiel bringt zudem drei Varianten ("Wer zuerst kommt, mahlt zuerst", "Unbegrenzte Geldleiste", "Solitär-Variante") mit, die ein wenig mehr Abwechslung in das Spielgeschehen bringen.

    Die Spieldauer hält sich in Grenzen, nach maximal 45min. (mit Grüblern) kann schon eine neue Partie begonnen werden.

    Rundum kann man sagen, dass es sich hier um ein recht abwechslungsreiches Kartenspiel handelt, welches durchaus einen Blick wert ist.



    weiterführende Hinweise:
    - Verlag: Asmodee
    - BGG-Eintrag: https://boardgamegeek.com/boardgame/180593/bloody-inn
    - HP: http://www.asmodee.de/ressources/jeux_v ... rberge.php
    - Anleitung: deutsch
    - Material: deutsch
    - Fotos: http://www.heimspiele.info/HP/?p=15869
    - Online-Variante: -
    - Ausgepackt: -
    Pascal hat Die blutige Herberge klassifiziert. (ansehen)
  • Jörn F. schrieb am 29.11.2015:
    Ein Spiel, dem man mehrere Chancen einräumen sollte um es auf einen wirken zu lassen. Hier dauert es ein paar Partien, eh man den Zugang, zu einem zugegebenen außergewöhnlichen Spiel findet. Dann aber fetzt es und man bekommt einen gehörigen Spannungsbogen.. An sich hat man in der Herberge nur 2 Aktionen, aber die müssen wohl durchdacht sein. Es kommen jeder Runde verschiedene Personen in die Herberge, von denen jeder persönliche Vorteile aufweißt, die man für bestimmte Aktionen nutzen kann. Da geht es vom Hausbau, über morden, bestechen bis zum entsorgen der ermordeten Person. Das alles kostet Karten und man hat das Gefühl man kommt immer zu spät. Denn am Ende einer Runde müssen die Leichen entsorgt sein, sofern es Miliz in der Herberge gibt. Manchmal muss man auch einfach nur passen, um sein Geld in Sicherheit zu bringen. Denn auf der Geldleiste ist bei 40 Schluss und wenn man vorher nicht in Schecks eintauscht, geht das Geld verloren. Eine Menge Zwänge stecken in diesem Spiel, denn irgendwie sind diese 2 Aktionen gefühlt immer zu wenig. Das gefällt nicht jedem, aber es ist mal ein anderes Thema und das Artwork, ist wie gewohnt von Pearl Games, sehr speziell. Mit den richtigen Mitspielern rauchen hier die Köpfe und es entsteht einspannendes Spiel, das den Puls in die Höhe treibt. Zugeben muss man, daß aber auch bei uns, das nicht jedermann gefiel-deswegen vor dem Kauf unbedingt Probe spielen!!
    Jörn hat Die blutige Herberge klassifiziert. (ansehen)
    • Dagmar S., Andreas H. und 3 weitere mögen das.
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    • Mahmut D.
      Mahmut D.: Ja, uns hat es sehr enttäuscht. Aber Geschmäcker sind nunmal verschieden und das ist gut so. :-) Danke für deine Rezi.
      29.11.2015-19:26:47
    • Sarah R.
      Sarah R.: Du fasst meinen Eindruck der Herberge ziemlich gut in Worte. Mir gefällts richtig gut.
      29.11.2015-19:32:41
    • Jörn F.
      Jörn F.: Mir auch, aber beim ersten Mal dachte ich auch-Hmmmmm
      29.11.2015-19:37:42
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