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Constantinopolis
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Constantinopolis



Mitte des sechsten Jahrhunderts nach Christus galt die Stadt Konstantinopel als das größte Handelszentrum des byzantischen Reiches. Am Ufer des Marmarameers gelegen, direkt am Eingang zum Bosporus, war Konstantinopel der bedeutendste Hafen der Region. Kaufleute strebten hier nach Reichtum und Einfluss und förderten den sich rasch entwickelnden Seehandel und die Ausfuhr lokaler Produkte zu benachbarten Städten nach besten Kräften.

In Constantinopolis werdet ihr zu einem solchen Kaufmann der byzantinischen Hauptstadt. Ein aufstrebender Händler, der versucht, durch den Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens immensen Reichtum anzuhäufen.

Steuert die Warenproduktion, um die Güternachfrage ferner Städte mittels der zur Verfügung stehenden Flotten optimal zu erfüllen. Regt die lokale Handelstätigkeit an, so dass wohltätige Spenden an das Volk und die Finanzierung von öffentlichen Gebäuden ermöglicht werden.

Dies ist das Geheimnis eures Erfolgs und eures unvergänglichen Ruhmes!

Constantinopolis, ein Spiel für 2 bis 5 Spieler im Alter von 12 bis 100 Jahren.
Autor: Giancarlo Fioretti

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So wird Constantinopolis von unseren Kunden bewertet:



5 v. 6 Punkten aus 6 Kundentestberichten   Constantinopolis selbst bewerten
  • Reinhard O. schrieb am 26.09.2011:
    Titel: Constantinopolis

    Spieltyp: Brettspiel, Handelsspiel

    Spieler: für 2 bis 5 Spieler ab 12 Jahren

    Spielidee / Spielziel:
    Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Kaufleuten und versuchen Aufträge ausländischer Städte zu erfüllen und lokale Handelstätigkeiten zu entwickeln. Mit Güterspenden an die Stadt und der Finanzierung öffentlicher Gebäude erhalten die Spieler Ruhmespunkte. Wer am Ende die meisten Ruhmespunkte hat, gewinnt das Spiel.

    Spielvorbereitung:
    • Der Spielplan wird ausgelegt.
    • Verdeckter Auftragskartenstapel, Goldmünzen, Güter und Gebäude werden bereit gelegt
    • (aktuelle und zukünftige) Markttafeln auslegen
    • Jeder Spieler erhält 1 Spielertafel, 1 Karte *Kleines Schiff* (restliche Schiffe werden ausgelegt); und 30 Gold.
    • Spielsteine austeilen (für Amt, Ruhmespunkte, Produktionsstufen und Handelsposten)
    • Die Amt-Spielsteine werden zufällig auf die Felder Ämter gestellt

    Spielablauf:
    Ablauf einer Spielrunde:
    1. Ämter versteigern: Die Spieler bieten um die jeweiligen Ämter. Jedes Amt hat spezielle Vorteile. Man kann sein besetztes Amt behalten, auf ein freies oder auf ein bereits besetztes Amt bieten. Der Spieler, der sein Amt hergeben muss kann kostenlos sofort das freigewordene Amt besetzen. Dies geschieht reihum.

    2. Schiffe bewegen / Aufträge erfüllen: Es gibt drei Schiffstypen (groß, mittel, klein). Jedes Schiff hat eine unterschiedliche Ladekapazität (Fracht / Personen) und ist unterschiedlich lang bis zum Zielhafen unterwegs. Die Spieler (alle gleichzeitig) schieben alle Schiffe auf der Spielertafel ein Feld nach rechts (Richtung Zielhafen). Die Schiffe, die im Hafen angekommen sind bringt dem Spieler Gold und ggfs. einen Ruhmespunkt ein

    3. Güter produzieren: Jeder Spieler (alle gleichzeitig) nimmt sich die Anzahl der Güter (auf den Produktionsgebäuden abgebildet) aus dem Vorrat und legt sie auf die entsprechenden Produktionsgebäude.

    4. Gebäude bauen
    • Gebäude kaufen: Jeder Spieler kann ein Gebäude jeder Gebäudeart kaufen und muss den entsprechenden Kaufpreis bezahlen. Ein Spieler darf nie zwei Gebäude mit gleichem Namen besitzen (Ausnahme: Stadtmauer)
    • Kauf / Verkauf von Gütern am Markt: Der aktive Spieler kann jederzeit Güter auf dem städtischen Markt kaufen oder verkaufen. Es gibt fünf verschiedene Marktorte. Zu jedem gibt es eine spezielle Marktkarte, die anzeigt, wie viele Güter einer Sorte verkauft oder gekauft werden können, die Kauf- und Verkaufspreise und welche Güter man der Bevölkerung spenden kann (gibt Ruhmespunkte)
    • Wirtschaftsgebäude nutzen: Sie erlauben produzierte Güter in Gold und Ruhmespunkte umzuwandeln. Jedes Wirtschaftsgebäude kann einmal pro Runde aktiviert werden. Der Spieler darf nur dann ein Wirtschaftsgebäude aktivieren, wenn er die benutzen Güter auch selber produzieren kann (muss das entsprechende Produktionsgebäude besitzen)

    5. Auftragskarten ziehen: Jeder Spieler zieht die Anzahl an Auftragskarten gemäß seiner Produktionsstufe (Produktionsstufe 1 = 1 Auftragskarte; 2/2; 3/2; 4/3; 5/4; 6/4; 7/5). Pro unbenutzten Handelsposten dürfen die Spieler eine weitere Karte ziehen.

    6. Aufträge annehmen:
    • Aufträge zuordnen: Die Spieler (alle gleichzeitig) dürfen gemäß ihrer verfügbaren Ladekapazität auf den Schiffen, Aufträge annehmen und dem jeweiligen Schiff zuordnen.
    • Kauf / Verkauf von Gütern am Markt: In dieser Phase dürfen die Spieler jederzeit Güter kaufen und verkaufen
    • Wirtschaftsgebäude nutzen: wie in der Phase *Gebäude bauen*
    • Schiffe kaufen: Die Spieler dürfen jederzeit Schiffe kaufen. Da die Anzahl der Schiffe begrenzt ist muss ein Spieler den anderen über seine Kaufabsicht informieren. Sollten zwei Spieler dasselbe Schiff kaufen wollen, hat der Spieler der zuerst in der Spielerreihenfolge kommt das Vorkaufsrecht.

    7. Güter spenden: Die Spieler (alle gleichzeitig) können nun Produktionsgüter an die Einwohner spenden, um Ruhmespunkte zu erhalten.

    8. Ende der Runde
    • Markt wechseln: Die oberste Karte des Stapels der *zukünftigen Märkte* wird nun auf den Stapel *Aktueller Markt* gelegt
    • Güter lagern / abwerfen: Alle Güter, die ein Spieler nicht lagern kann oder will, werden in den allgemeinen Vorrat zurückgelegt. Jeder Spieler darf bis zu einem Gut lagern. Der Spieler, der das Gebäude *Horreum* gekauft hat, kann bis zu 5 beliebige Güter lagern

    Spielende:
    Das Spiel endet, sobald ein Spieler das letzte verfügbare öffentliche Gebäude kauft (die Runde wird zu Ende gespielt) oder der Stapel der zukünftigen Märkte wird zum zweiten Mal komplett aufgebraucht (auch hier wird die Runde zu Ende gespielt).

    Fazit:
    Ein facettenreiches Handelsspiel! Die Spielregeln sind sehr umfangreich, aber dennoch sehr gut und verständlich dargestellt.
    Unterschiedliche Mechanismen wirken in diesem Spiel - z.B. Ämter erhalten = Bieten. Das Bieten und Feilschen um die Ämter bringt viel Interaktion. Mit diesem ersteigerten Amt können bestimmte Fähigkeiten genutzt werden. So sichert beispielweise der Consul ein Vorkaufsrecht etc.
    Ein anderer Mechanismus ist das Bauen von Gebäuden - eigentlich kaufen von Gebäuden. In gebauten Produktionsstätten können dann Güter produziert und anschließend auf den wechselnden Märkten verkauft werden.
    Auch das Bauen von Schiffen und das Verschiffen der Waren mittels der Aufträge ist ein gefälliges Element. Beispielsweise ist es von Vorteil, vor dem Ende des Spiels noch möglichst viele Schiffe auf die Reise zu schicken, denn die werden alle noch gewertet.
    Ich finde, dass die Mechanismen gut ineinandergreifen, ohne dabei *revolutionäre* Neuerungen zu bringen. Die taktischen Interventionen stehen gegenüber dem Glücksfaktor im Vordergrund.
    Das Spiel wirkt sehr ausgewogen und bietet Spannung bis zum Schluss. Das Spielmaterial ist wirklich schön gestaltet und auch die angemessene Spieldauer (ca. 90 - 120 Minuten) animieren zum erneuten Spielen.

    In meiner Bewertung ist es fünf Punkte wert.
    Reinhard hat Constantinopolis klassifiziert. (ansehen)
  • Matthias H. schrieb am 29.12.2010:
    Ein tolles Handelsspiel, bei dem man seine Wirtschaft mit Gebäuden aufbauen muss, um effektiver handeln zu können. Der erwirtschaftete Geldsegen hilft dann, bestimmte Ämter zu erkaufen, die die Spielerreihenfolge festlegen, zugleich aber auch bestimmte Privilegien für den Inhaber mit sich bringen. Daneben gilt es dann noch, Schiffe zu kaufen, um Waren und Passagiere zu transportieren, um Geld und vor allem Ruhm zu bekommen. Schöne Mechanismen und eine tolle Ausstattung - insgesamt ein wirklich schönes Spiel!
    Matthias hat Constantinopolis klassifiziert. (ansehen)
  • Matthias N. schrieb am 16.04.2012:
    Ein tolles Handels- und Optimierungsspiel mit historischem Hintergrund und einladendem Spielmaterial.

    Gespielt wird im 6. Jahrhundert in der alten byzantinischen Kaiserstadt Constantinopel. Als Kaufmann und Händler versucht man, ein möglichst großes und effektives Handelsimperium aufzubauen und den erworbenen Reichtum in Macht und Einfluss ("Ruhmespunkte") umzuwandeln.

    Das Spielmaterial ist durchaus umfangreich. Es besteht aus einem (sehr bunten) großem Spielplan und 5 Spielertableaus, Holzwürfel in 5 Farben (für 5 verschiedene Warensorten), Holzfiguren (für die Ämterwahl) und Holzscheiben (Ruhmespunkteanzeiger, Produktionsstufenanzeiger), jede Menge Auftragskarten, Schiffskarten (drei verschiedene Arten von Schiffen), 5 Markttafeln und natürlich jede Menge Gebäudeplättchen für 5 verschiedene Gebäudearten.

    Der Spielplan dient in erster Linie als Ablage für die zu erwerbenden Gebäude, der Marktanzeigen für den aktuellen und den zukünftigen Markt, der Produktionsstufenanzeigen, der Ämterwahl-Leiste, der Ruhmespunkteanzeige und (sehr erfreulich) einer Spielphasenbeschreibung. Für meinen Geschmack ist der Spielplan etwas zu bunt und darunter leidet etwas die Übersichtlichkeit. Die Spielertableaus dienen zur Ablage der erworbenen Gebäude, der Lagerung der Waren und des Geldes sowie der eigenen Schiffsanzeigen.

    Zu Beginn einer jeden Runde werden 5 Ämter versteigert. Jedes dieser Ämter bringt verschiedene Vorteile (4 Geldmünzen, oder eine zusätzliche Ware, Baurecht an der Stadtmauer, Vorkaufsrecht bei Gebäuden, zusätzliche Auswahl bei den Aufträgen).

    Dann kommen die Schiffe aus den Vorrunden in den Häfen an (oder ziehen bei der großen Fahrt ein Seefeld weiter) und bringen Geld und Ruhmespunkte ein. Schließlich erfolgt die Warenproduktion. Hierfür benötigt man entsprechende Produktionsgebäude. Schließlich kann man Gebäude bauen (naja: eigentlich nur kaufen!). In dieser Phase darf man Waren auf dem aktuellem Markt kaufen oder verkaufen. Allerdings ist die Anzahl der verschiedenen Waren, die man handeln darf, limitiert. Der Markt wechselt von Runde zu Runde. Ebenfalls in dieser Phase kann man seine Wirtschaftsgebäude benutzen und sich dadurch zusätzliches Geld und Ruhmespunkte verschaffen.

    Schließlich darf man vom verdeckten Stapel Aufträge ziehen. Hier ist die Produktionsstufe des Spielers wichtig: Je mehr Produktionsgebäude er bisher gebaut (gekauft) hat, je mehr Auftragskarten hat er in dieser Phase zur Auswahl. Verfügt er dann auch noch über das Amt, dass ihm drei zusätzliche Aufträge zur Auswahl zugesteht, hat er in dieser Phase gegenüber seinen Mitspielern unschätzbare Vorteile.

    Nun können die Spieler entscheiden, ob sie die Aufträge annehmen. Dazu ist die Kapazität und Geschwindigkeit der eigenen Schiffe zu beachten und die zuvor produzierten oder noch im Lager befindlichen Waren spielen eine Rolle. In dieser Phase können die Spieler auch neue Schiffe kaufen, bisher noch nicht genutzte Wirtschaftsgebäude nutzen und Warenhandel auf dem Markt betreiben (dabei ist das für diese Runde bestehende Warenlimit zu beachten).

    Damit endet die Runde und nun wird der Markt gewechselt und die restlichen auf den Produktionsgebäuden verbliebenen Waren können vorher noch entweder gespendet werden (falls möglich) oder im eigenen Lager gelagert werden. Hier gilt es, eine Lagerkapazität von nur einer Ware zu beachten; es sei denn, man besitzt die Lagerhalle. Dann kann man bis zu 5 Waren lagern. Kleiner Tip: Es empfiehlt sich dringend, die Lagerhalle möglichst früh zu erwerben!

    Nach maximal 9 Runden ist das Spiel beendet. Noch auf See befindliche Schiffe erreichen jetzt den Hafen und bringen Geld und Ruhmespunkte ein. Der Spieler mit den meisten Ruhmespunkten gewinnt.

    Fazit:

    Ein typisches Handels- und Optimierungsspiel. Durch den sehr stimmungsvollen Spielplan kommt schon ein wenig byzantinisches Flair auf. Aber man muss schon ehrlich sein: Das Thema ist austauschbar! Viele Elemente kommen mir irgendwie bekannt vor. Das Annehmen und Erfüllen von Aufträgen erinnert mich schon sehr stark an "Merkator" von Uwe Rosenberg. Auch die anderen Elemente (Gebäude bauen und Vorteile nutzen, Waren handeln, Schiffe beladen und Waren verschiffen) kommen in vielen anderen Handels- und Optimierungsspielen immer wieder vor.

    Recht innovativ finde ich aber die Ämterversteigerung. Hier kommt auch Interaktion auf, die sich ansonsten auf den Wettlauf um die nur limitiert vorhandenen Gebäude und eventuell bei voller Besetzung auch um die limitiert vorhandenen Schiffe beschränkt. Solche Spiele sind aber (das liegt in der Natur der Sache) nun mal nicht auf starke Interaktion ausgelegt. Das weis man aber vorher und so sollten die Interaktionsfans von vornherein solche Spiele meiden, da sie nicht die Zielgruppe sind.

    Dennoch schlägt die Regel eine optionale Handelsregel vor. Hier dürfen die Spieler völlig frei untereinander Handel treiben, was die Interaktionen in diesem Spiel natürlich deutlich anhebt.

    Trotz der vielen bekannten Elemente ist es m.E. dem Autor gelungen, ein wunderbar aufeinander abgestimmtes Spiel zu entwickeln, dass mir auch nach mehrmaligem Spielen immer noch großen Spaß macht. Zwar sind einige kleine Glückselemente im Spiel vorhanden (insbesondere beim verdecktem Ziehen von Aufträgen), aber es gibt genügend Möglichkeiten im Spiel, diese Glückselemente zu beeinflussen, z.B. durch die richtige Ämterwahl zum richtigen Zeitpunkt.

    Schönes, stimmungsvolles Spielmaterial und ein Spiel, dass durchaus Spaß macht. Nicht gerade die Neuerfindung des Rades, aber sehr gute 5 Punkte ist mir dieses Spiel allemal wert!
    Matthias hat Constantinopolis klassifiziert. (ansehen)
    • Pascal V., Nati M. und 7 weitere mögen das.
    • Einloggen zum mitmachen!
    • Angela D.
      Angela D.: Danke für die Rezi Matthias, das Spiel steht schon länger in meinem Regal und wartet noch auf den ersten Einsatz. Ich habe es auf meiner *muss... weiterlesen
      16.04.2012-14:34:54
    • Matthias N.
      Matthias N.: Hallo Angela: Also das Spiel lohnt wirklich, gespielt zu werden!
      16.04.2012-18:04:26
Alle 6 Bewertungen von Constantinopolis ansehen

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