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Clans of Caledonia
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Clans of Caledonia



Clans von Caledonia ist ein mittelschwerres bis schweres Wirtschaftsspiel, welches im Schottland des 19. Jahrhundert spielt. Zu dieser Zeit stand Schottland vor den Übergang von einem landwirtschaftlichen zu einem Industrieland, das sich stark auf Handel und Export stützte. In den folgenden Jahren stieg die Nahrungsmittelproduktion deutlich an. Leinen wurde zunehmend durch die billigere Baumwolle ersetzt und die Schafe erhielten dadurch große Bedeutung. Immer mehr Destillerien wurden gegründet und Whisky wurde zum Premium-Alkohol in Europa. Die Spieler repräsentieren historische Clans mit einzigartigen Fähigkeiten um zu produzieren, zu handeln und landwirtschaftliche Güter und natürlich Whisky zu exportieren! Das Spiel beinhaltet neun verschiedenen Clans, ein modulares Board mit 16 Konfigurationen, neun Port-Boni und neun runden Scoring-Spielplanteile.

Clans of Caledonia, ein Spiel für 1 bis 4 Spieler im Alter von 12 bis 100 Jahren.
Autor: Juma Al-JouJou



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So wird Clans of Caledonia von unseren Kunden bewertet:



4 v. 6 Punkten aus 3 Kundentestberichten   Clans of Caledonia selbst bewerten
  • Wolfgang V. schrieb am 16.07.2018:
    Einleitung:

    Clans of Caledonia entführt die Spieler in das Schottland des 19. Jahrhunderts, als das Land einen Wandel vom Agrar- zum Industriestaat vollzog. Dadurch wurden sowohl der Import als auch der Export von Waren und Nahrungsmitteln immer wichtiger. Um siegpunktträchtige Aufträge zu erfüllen, produzieren die Protagonisten einfache Grundwaren, die sie mit entsprechenden Gebäuden in Edelwaren umwandeln. Doch auch der Markt bietet die Möglichkeit, durch Kauf an Ressourcen zu gelangen.

    Ablauf:

    Zunächst wird der Hauptspielplan aus vier Modulen zusammengebaut. Anschließend werden in den Ecken des Spielfelds vier zufällig gezogene Hafenplättchen platziert. Das Markttableau und das Exporttableau werden bereitgelegt und mit den entsprechenden Utensilien bestückt (transparenter Preismarker bzw. offene Aufträge). Jeder Spieler erhält ein eigenes Spielertableau, auf das er seine Spielfiguren platziert (Schafe, Rinder, Arbeiter, Gebäude, Äcker). Der letzte Spieler in der ausgelosten Spielerreihenfolge wählt sich als Erster einen ausliegenden Clan aus. Dann folgen seine Konkurrenten entgegen dem Uhrzeigersinn. Jeder Clan besitzt einen individuellen Vorteil, und außerdem werden den Clans die Startressourcen vorab zugeteilt (Geld und Waren). Nun setzen die Spieler noch zwei Arbeiter in Wälder oder Gebirge (kostenpflichtig) und schon kann es losgehen.

    Clans of Caledonia verläuft über fünf Runden, die jeweils in verschiedene Phasen unterteilt sind. In der Vorbereitungsphase werden die Aufträge auf dem Exporttableau aufgefüllt. Danach folgt die Aktionsphase, in der die Spieler reihum immer eine Aktion ausführen dürfen. Als Optionen stehen den Protagonisten folgende Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung:

    • Handel (Ein- und Verkauf von Waren mittels Händlermarker. Anschließend wird der Marktpreis angepasst)
    • Exportauftrag nehmen (wird von Runde zu Runde teuerer)
    • Schifffahrt verbessern (um über Flüsse und Seen expandieren zu können)
    • Technologie verbessern (um das Einkommen der folgenden Runden zu erhöhen)
    • Händler anwerben (um auf dem Markt mehr Möglichkeiten zu haben)
    • Exportauftrag erfüllen
    • Expandieren
    • Passen

    Nahezu alle Aktionen sind kostenpflichtig. Bei einer Expansion stellt der Spieler ein Gebäude, Tier oder einen Arbeiter auf ein benachbartes freies Feld. Sowohl die Gebäude / Tiere / Arbeiter als auch das ausgesuchte Feld kosten Geld. Sobald alle Spieler gepasst haben, beginnt die Produktionsphase. In dieser Phase erhalten die Spieler Ressourcen für eingesetzte Arbeiter (Geld) oder errichtete Gebäude / Tiere (Waren). Grundwaren können durch entsprechende Gebäude in Edelwaren umgewandelt werden. In der abschließenden Wertungsphase erhalten die Spieler Siegpunkte, wenn sie die Wertungsvorgaben der jeweiligen Runde erfüllen. Nach der fünften und letzten Runde endet das Spiel mit der Endabrechnung.

    In dieser Schlusswertung erhalten die Spieler Siegpunkte für übrig gebliebene Waren und verbliebenes Geld. Der Großteil der Siegpunkte hängt jedoch von den erfüllten Aufträgen ab. Je nach Wertigkeit, die durch das Exporttableau vorgegeben wird, sind Baumwolle, Tabak und Zuckerrohr jeweils 3, 4 oder 5 Siegpunkte wert. Hopfen bringt den Spielern grundsätzlich einen Siegpunkt. Weitere Siegpunkte gibt es für die meisten erfüllten Exportaufträge und für die meisten Siedlungen. Der Spieler mit den meisten Punkten hat dann gewonnen.
    Alternative Varianten machen das Spiel einfacher oder schwerer, außerdem wird eine Solovariante angeboten, in der ein Solospieler auf einen möglichst hohen Highscore spielt.

    Meinung:

    Mit seinem zweiten Werk ist dem Spielautor und Verlagschef Juma Al-JouJou ein ganz großer Wurf gelungen. Bereits im Vorfeld zur SPIEL 2017 wurde die Veröffentlichung über den grünen Klee gelobt, und das zu Recht.

    Clans of Caledonia lässt sich am einfachsten beschreiben mit der Charakterisierung „Terra Mystica meets Auf den Spuren von Marco Polo“. Aber obwohl diese beiden Vorbilder sicherlich Pate standen, hat Clans of Caledonia jede Menge Eigenständigkeit und Originalität zu bieten. Natürlich erfindet Caledonia das Rad nicht neu, aber welches Eurogame macht das schon? Es ist doch viel sinnvoller, wenn ein junger Autor etablierte Mechanismen neu anordnet und damit ein Spiel kreiert, das den Genrefreunden tierisch Spaß macht.

    Genau das ist Al-JouJou gelungen. Clans of Caledonia ist ein lupenreines Euro-Strategiespiel, das in erster Linie für Vielspieler und Experten geeignet ist. Die Regeln sind komplex, aber nicht unnötig kompliziert. Bereits nach kürzester Zeit hat man nach dem Studium der hervorragend verfassten Anleitung das Spielprinzip verstanden, und was noch wichtiger ist – die Regeln werden auch nicht vergessen. So manche Schwergewichte wie beispielsweise Vinhos sind derart verschachtelt konzipiert, dass man die Regeln komplett neu lernen muss, wenn das Spiel mal eine Weile nicht gezockt wurde. Nicht so Clans of Caledonia! Die Mechanismen sind stimmig und das Spielertableau beinhaltet alle benötigten Informationen auf einen Blick. Auch die gesamte Symbolik ist leicht verständlich und erfordert in den seltensten Fällen das Nachlesen im Regelwerk. Super! So muss ein Spiel bzw. eine Spielanleitung aufgebaut sein.

    Der Spielspaß ist ebenfalls vom feinsten. Wer Veröffentlichungen wie die bereits erwähnten Terra Mystica und Marco Polo mag, wird auch Clans of Caledonia lieben. Das Spiel ist anspruchsvoll und fordernd, aber definitiv nicht überladen. Genau das richtige Maß für den Großteil aller Eurogame-Liebhaber. Weiterhin lobenswert sind die verschiedenen Clans, die einen ausbalancierten Eindruck machen, obwohl sie gänzlich unterschiedliche Vorteile haben. In unseren Spielrunden hat sich jedenfalls kein spezieller Clan als zu mächtig entpuppt. Daher gibt es auch an der Balance überhaupt nichts auszusetzen.

    Einigen (wenigen) Spielern war der Spielplan ein bisschen zu klein bzw. die Komponenten zu „kleinfitzelig“. Der überwiegende Großteil der Spieler hatte damit aber keine Probleme. Das ist sicherlich Geschmackssache und auch eine Frage des Geldes, denn größere Spielmaterialien hätten den Preis der Veröffentlichung wahrscheinlich in die Höhe getrieben. An der Qualität des Materials gibt es definitiv nichts auszusetzen. Die Spielfiguren sind aus Holz und optisch toll designt, denn es handelt sich nicht nur um eckige Klötzchen, sondern um echte Formen, die den realen Vorlagen gut nachempfunden sind.

    Fazit:

    Alles in allem gibt es an Clans of Caledonia einfach nichts zu kritisieren. Das Spiel ist schlichtweg große Klasse und weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. Wer gerne schwere bis mittelschwere Eurogames spielt, kann hier bedenkenlos zuschlagen. Top!!!
  • Uwe S. schrieb am 10.09.2018:
    Clans of Caledonia ist ein "Worker-" (Arbeiter, Tiere, Feld, Gebäude) Placement-Spiel, bei dem nicht der Stelle sondern der "Worker" selbst die Funktion bestimmt. Jeder Spieler startet mit asynchronen Eigenschaften (Clan-Eigenschaft, Startvermögen). Arbeiter (Holzfäller, Bergarbeiter) produzieren Geld, Tiere (Rind=Milch, Schaf=Wolle) geben Fleisch, Feld liefert Getreide und Gebäude verarbeiten Grundwaren (Käserei=Milch->Käse, Bäckerei=Getreide->Brot, Destillerie=Getreide->Whisky. Diese Grund- und verarbeiteten Waren können nun auf dem Markt (mit Preisschwankungen) mittels Händlern gehandelt werden oder für die Erfüllung von Exportaufträgen benutzt werden. Auf dem Spielplan expandieren die Worker in Abhängigkeit von der erreichten Schifffahrt (keine, Fluß, ein Wasserfeld, ...), wobei die unterschiedlichen Kosten für die Worker und Felder zu zahlen sind. Zudem gibt es noch den Nachbarschaftsbonus (verbilligter Einkauf), den Technologiebonus (die Arbeiter produzieren mehr Geld), vier Hafen-Boni sowie Exportboni (verschiedene Vorteile) und am Ende jeder Runde einen variablen Siegpunktbonus. In der Endabrechnung werden die Waren, die Exporte sowie die per Schifffahrt verbundenen Siedlungen (per Landweg nicht verbunden).

    Fazit: Clans of Caledonia besitzt einfache Regeln, die im Zusammenspiel mit den jeweiligen Clan-Eigenschaften eine komplexe Taktik verlangen. Insbesondere der Clan Cunningham (Milch) aber auch Campbell (Gebäude) erscheinen auf den ersten Blick stärker als andere, was aber auch daran liegt, daß ihre Strategie recht offensichtlich ist. Es ist wichtig, die Clan-Eigenschaften konsequent zu spielen und bestehende große Siedlungen (für die Endabrechnung) durch gezielte Schlachtungen (Schaf/Rind entfernen->Fleisch) in kleinere zu trennen. Durch das Ziehen der Siegpunkt-trächtigen Exportaufträge besitzt das Spiel zwar eine nicht zu unterschätzende Glückskomponente, die den Spielspaß jedoch nicht sonderlich trübt.
    Uwe hat Clans of Caledonia klassifiziert. (ansehen)
  • Peter M. schrieb am 27.07.2018:
    Genau: Terra Mystica, Marco Polo ... nichts Neues! Gähn.
    Vielspieler die länger dabei sind und die Top Spiele der letzten Jahre kennen, könnten keinen Spaß finden. Vorsicht.

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