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  • Michael S. schrieb am 24.07.2016:
    Ziel des Spiels
    Jeder Spieler hat zwei verdeckte Würfel, deren Augenzahl nur er kennt. Nach und nach werden dann bis zu fünf allgemeine Würfel geworfen. In der ersten Runde drei, in der zweiten und dritten Runde jeweils einer. Die Spieler müssen Runde für Runde entscheiden, ob sie das Ergebnis, das sie mit den offenen und ihren verdeckten Würfeln nehmen und auf ihrem Tableau eintragen, oder ob sie eine weitere Runde spielen. In der dritten Runde darf allerdings nur noch ein Spieler sein Ergebnis schreiben, nämlich der Spieler, der den höchsten Wurf erzielt hat. Aussteigen oder weitermachen? Ein spannendes Würfelspiel, bei dem es nicht auf die Höhe der Würfelaugen ankommt, sondern nur auf ihre Menge.

    Aufbau
    Jeder Spieler nimmt sich ein Tableau in seiner Farbe und zwei Würfel. Der dritte Würfel jeder Farbe wird nur in der Profi-Variante benötigt. Dann nimmt sich jeder Spieler einen Würfelbecher und einen Stift. Zum Schluss werden noch die fünf weißen Würfel bereitgelegt, ein Startspieler bestimmt und schon geht es los.

    Spielablauf
    Jedes Spiel geht über mehrere Durchgänge, wobei ein Durchgang immer aus drei Runden besteht.
    Das Spiel endet erst, wenn ein Spieler auf seinem Tableau eine Zeile komplett mit Kreuzen voll hat.

    Die erste Runde
    In der ersten Runde werfen die Spieler ihre beiden Würfel in die Bodenöffnung, also die schmale Seite, ihres Würfelbechers.
    Dieser hat nämlich keinen Boden und so kann jeder Spieler seinen eigenen Würfelwurf von oben durch den Boden anschauen.
    Sobald die beiden Würfel jedes Spielers im Würfelbecher liegen, dürfen die Augen dieser Würfel nicht mehr verändert werden.
    Auch dürfen die anderen Spieler niemals diese Würfelaugen sehen, bis der Spieler aussteigt oder die dritte Runde gespielt wird.
    Der Startspieler nimmt nun drei der weißen Würfel und würfelt diese offen auf dem Tisch.
    Jetzt müssen die Spieler schauen, ob sie mit den drei offenen und ihren beiden verdeckten Würfeln eine hohe Kombination haben.
    Dann müssen sich alle Spieler, beginnend beim Startspieler, entscheiden, ob sie aussteigen oder weiterspielen.

    Aussteigen
    Steigt ein Spieler in der ersten Runde aus, so hebt er seinen Würfelbecher und zeigt den anderen Spielern seine beiden Würfel.
    Dann sagt er, welche Kombination er damit erreicht hat und auf seinem Tableau ankreuzen möchte.
    Die Ankreuzfelder werden immer von links nach rechts gefüllt.
    Zusätzlich darf sich jeder Spieler, der in der ersten Runde ausgestiegen ist, ein Kreuz in der Zeile "1. Runde ausgestiegen" machen.
    Wer nicht ausgestiegen ist, für den geht es in die zweite Runde.

    Die Kombinationen
    Das Interessante bei diesem Spiel ist, dass es zwar ähnliche Kombinationen wie bei Kniffel gibt, es aber einen entscheidenden Unterschied gibt.
    Die Zahl der Würfelaugen, mit denen die Kombination erreicht wurde, ist völlig egal.
    Es ist also egal, ob man einen Kniffel (= fünf Würfel mit der gleichen Zahl) mit fünf Einsern oder fünf Sechsern gewürfelt hat.
    Es geht nur darum, die Kombination mit den offen gewürfelten Würfeln überhaupt zu erreichen.
    Es gibt in der normalen Variante folgende Kombinationen:
    Paar, Zwei Paare, Dreierpasch, Full-House, Große Straße, Viererpasch und Kniffel.
    Je hochwertiger die Kombination, desto mehr Punkte ist ein Kreuz in dieser Reihe wert.
    So gibt ein Paar zum Beispiel nur 2 Punkte pro Kreuz, ein Vierer-Pasch aber 9 Punkte.

    Zweite Runde
    Der Startspieler würfelt einen weiteren weißen Würfel.
    Auch jetzt muss wieder jeder Spieler, beginnend beim Startspieler, entscheiden, ob er aussteigt oder weiterspielt.
    Steigt ein Spieler in der zweiten Runde aus, so darf er auch ein Kreuz neben der erreichten Kombination machen.
    Ansonsten bekommt er aber keine zusätzlichen Kreuze, aber wenigstens bekommt er noch Kreuze.
    Das kann in der dritten Runde nämlich ganz anders aussehen.

    Dritte Runde
    Auch hier würfelt der Startspieler einen weiteren weißen Würfel. Dann müssen alle Spieler, die in der dritten Runde dabei sind, ihre Würfelbecher heben.
    Jetzt wird geschaut, welcher Spieler die höchste Kombination erwürfelt hat. Nur dieser Spieler darf sich dort ein Kreuz machen.
    Alle anderen Spieler, erhalten in diesem Durchgang KEINE Kreuze. Nur der Gewinner der dritten Runde wird also belohnt.
    Darum ist es oftmals besser / sicherer, in der ersten oder zweiten Runde schon auszusteigen.
    Da sind einem die Punkte / Kreuze wenigstens sicher.
    Zusätzlich darf sich der Spieler, der diesen dritten Durchgang gewonnen hat, auch in der Zeile "3. Runde gewonnen" ein Kreuz machen.
    Haben mehrere Spieler die höchste Kombination, so dürfen alle ein Kreuz machen, aber keiner hat die 3. Runde gewonnen.

    Ende eines Durchgangs
    Wenn ein Durchgang beendet ist, wird der Spieler zur Linken des Startspielers der neue Startspieler.
    Jeder Spieler nimmt sich wieder seine beiden Würfel und weiter geht´s.

    Spielende
    Sobald ein Spieler in einer der Zeilen sein letztes Kreuz gemacht hat, wird das Spielende eingeleitet.
    Die Runde wird dann noch zu Ende gespielt, dann werden die Punkte gezählt.

    Schlusswertung
    Jeder Spieler zählt nun pro Zeile seine Kreuze und multipliziert diese mit dem Wert an Ende der Zeile.
    Das Ergebnis schreibt man pro Zeile in das weiße Feld. Dann zählt man alle Punkte zusammen und hat einen Endwert.
    Der Spieler mit dem höchsten Endergebnis hat das Spiel gewonnen.

    Spiel zu dritt
    Spielt man nur zu dritt, so sollte man einen Dummy-Spieler mitspielen lassen.
    Dieser wird vom Startspieler gewürfelt und geht immer bis zur dritten Runde.
    Erst dann wird sein Becher aufgedeckt und die Spieler sehen, was er gewürfelt hat.
    Wenn es dumm läuft, dann gewinnt der Dummy-Spieler die dritte Runde.
    Er schreibt sich allerdings keine Punkte auf und kann das Spiel so auch nicht gewinnen.

    Profi-Variante
    In dieser Variante dreht man das Tableau um und nimmt sich seinen dritten Würfel mit dazu.
    Hier gibt es einfach noch weitere Kombinationen, die mehr Würfel benötigen.
    So gibt es zum Beispiel einen "Royal Pasch" mit sechs gleichen Würfelaugen oder einen "Highway" mit aufsteigenden Augen von 1 bis 6, usw.

    Kleines Fazit
    Als Fan von Kniffel hat mir das Spielprinzip gleich gefallen.
    Durch die verdeckten und offenen Würfel kommt ein Hauch von Hold´em Poker auf.
    Jeder muss für sich entscheiden, wann er aussteigt, um ein Kreuz für seine Kombination zu bekommen.
    Um so mehr Spieler mitspielen, umso spannender wird das Ganze natürlich.
    Wer geht mit zur dritten Runde? Wer steigt vorher aus?
    Natürlich spielt der Glücksfaktor eine große Rolle, aber das ist bei Kniffel und Würfelspielen generell der Fall und gehört zum Spielspaß dazu.
    Genial ist auch das abwaschbare Tableau der Spieler und die Stifte dazu.
    So muss man keine Angst haben, dass einem die Blätter ausgehen, sondern ein feuchtes Tuch garantiert endlosen Spielspaß.
    Uns hat das Spiel sehr gut gefallen, aber wir sind auch alle bekennende Kniffel-Fans.
    Jeder, der auf Würfelspiele steht, sollte einmal einen Blick auf Zock n Roll werfen.
    ___________________________________
    Die komplette Spielevorstellung inklusive Fotos und das Regelvideo findet ihr hier:
    http://www.mikes-gaming.net/spiele-komplettliste/komp­lettliste-aktuelle-spiele-alphabet/item/584-zock-n-roll.html­
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    Michael hat Zock´n´Roll klassifiziert. (ansehen)

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