Eine eigene Bewertung für Troyes schreiben.
  • Frank L. schrieb am 11.11.2011:
    Die Spieler stellen die reichen Familien der mittelalterlichen Stadt Troyes in der Champagne dar. Sie beteiligen sich am Aufbau der Kathedrale sowie am wirtschaftlichen Aufstieg der Stadt und müssen sie vor Gefahren schützen. Sie lassen die verschiedenen Stände (Adel, Klerus, Handwerker & Bauern) für sich arbeiten und versuchen dadurch, den meisten Ruhm (Siegpunktchips) zu ernten. Neben den Siegpunkten werden auch Einflusspunkte vergeben, die man während seines Zuges in Sonderaktionen umwandeln kann (schlechte Würfelergebnisse verbessern oder neue Gefolgsleute erhalten).

    Die Arbeitskraft der Bewohner werden im Spiel durch die Würfel dargestellt, die für die Aktionen eingesetzt werden.
    Der Spielplan zeigt die unterschiedlichen Bereiche der Stadt. Im Stadtkern versammeln sich die Mitglieder der Stände, die sich die Spieler mit ihren Gefolgsleuten in den Hauptgebäuden Palast, Bischofssitz und Rathaus rekrutieren. Neben den Hauptgebäuden werden die Aktionskarten der jeweiligen Stände ausgelegt, deren Funktionen die Spieler nutzen können.
    Am unteren Rand - außerhalb der Stadt - erscheinen Ereignisse & Gefahren, die die Stadt bedrohen.

    In der Vorrunde setzen die Spieler reihum ihre Gefolgsleute in die Hauptgebäude der Stadt. Dadurch erhalten sie die ersten Bewohner (Würfel).

    Ablauf:
    Das Spiel geht über fünf Runden. Als Erstes erhalten die Spieler ein festes Einkommen und müssen die Löhne für ihre Gefolgsleute bezahlen, die in den Hauptgebäuden eingesetzt sind.
    Anschließend erhält jeder Spieler für jeden Gefolgsmann in einem Gebäude einen entsprechenden Würfel, die die Spieler gleichzeitig würfeln und in ihren Bezirk des Stadtkerns legen.
    Als nächstes werden einige Ereigniskarten aufgedeckt und nacheinander sofort ausgeführt. Spieler, die die Anforderungen nicht erfüllen können, verlieren Siegpunkte. Neben Ereignissen sind schwarze Würfel auf den Karten abgebildet. Sie symbolisieren Angreifer, die von den Spielern reihum mit Würfeln ihres eigenen Stadtteils bekämpft werden müssen. Für jeden abgewehrten Feind erhält der Spieler einen Einflusspunkt. Kann ein Spieler hingegen nicht zur Abwehr beitragen, so verliert er Siegpunkte.
    In der Aktionsphase führen die Spieler reihum eine Aktion aus. Dazu verwenden sie Würfel einer Farbe aus beliebigen Stadtteilen. Würfel des eigenen Stadtteils sind gratis, die von Mitspielern bzw. neutralen Spielern kosten Geld, das der entsprechende Spieler erhält.
    Mit den Würfeln kann man farbgleiche Aktionskarten aktivieren, um besondere Funktionen nutzen zu können wie Geld für eingesetzte Würfel, Siegpunkte für bestimmte Konstellationen oder Modifikation verschiedener Würfel.
    Weiße Würfel kann man einsetzen, um an der Kathedrale weiterzubauen und pro Würfel ein Klötzchen auf die Baustelle zu stellen. Dafür erhält man Sieg- und Einflusspunkte. Um Ereignisse zu bekämpfen, muss man Würfel einsetzen, die auf der entsprechenden Ereigniskarte angegeben sind. Dann setzt man dort einige eigene Klötzchen ein, wofür man sofort Einflusspunkte erhält. Sobald alle dortigen Felder belegt sind, ist das Ereignis besiegt. Der Spieler mit den meisten Klötzchen erhält die meisten Siegpunkte.
    Außerdem kann man Würfel verwenden, um eigene Gefolgsleute in Hauptgebäude der entsprechenden Farbe zu stellen. Betreibt man Landwirtschaft, kann man gelbe Würfel versilbern.
    Der erste Spieler, der passt, erhält Denare aus der Bank. In jeder Runde, in der die anderen Spieler weitere Aktionen ausführen, erhält er einen weiteren Denar aus der Bank.

    Nach der 5. Runde endet das Spiel. Die Spieler erhalten weitere Siegpunkte für ihre Klötzchen auf nicht beseitigten Ereignisse und verlieren Siegpunkte für jede Baureihe der Kathedrale, in der sich keines ihrer Klötzchen befindet. Für Gefolgsleute auf den Aktionskarten erhalten sie ebenfalls Siegpunkte.
    Weitere gibt es über die Persönlichkeitskarten, von denen jeder Spieler zu Beginn des Spiels eine verdeckt erhalten hat. So kann es weitere Punkte geben für Gefolgsleute in Gebäuden oder auf Aktionskarten, für besiegte Ereignisse, für die Beteilligung am Kathedralenbau, für Einflusspunkte oder Barvermögen.

    Fazit:
    Bei Troyes handelt es sich um ein eher anspruchsvolles Spiel. Hat man die Regeln aber erst einmal verinnerlicht, erhält man dafür ein sehr innovatives und spannendes Spiel. Es gibt immer sehr vielfältige Möglichkeiten, Siegpunkte zu machen: Bekämpfe ich Ereignisse, setze ich mich in Hauptgebäude um Würfel zu erhalten, nutze ich die Aktionskarten oder baue ich an der Kathedrale weiter?
    Auf dem ersten Blick scheint ein Glücksfaktor durch die Würfel ins Spiel zu kommen. Andererseits fällt er nicht so stark ins Gewicht, weil man die (guten) Würfel des Gegners für eigene Aktionen kaufen kann. Außerdem kann man schlechte Würfelergebnisse durch den Einsatz von Einflusspunkten ausgleichen (erneut würfeln oder auf Kehrseite drehen).
    Sehr gut gefällt mir der Mechanismus mit den Bedrohungen, die die Spieler schädigen und die man gemeinsam bekämpfen muss. Häufig ist man versucht sie zu vernachlässigen. Dann sammeln sie sich an und die Nachteile summieren sich. Dann kommt so richtig das Gefühl auf, bedroht zu werden. Manche Auswirkungen schädigen einen Spieler stärker als seine Mitspieler (z.B. wenn das oberste Kathedralenklötzchen entfernt wird). Dann muss er sich im eigenen Interesse für die gute Sache opfern.
    Interessant sind auch die Siegpunktbedingungen der Persönlichkeitskarten. Jeder Spieler kennt nur seine, obwohl alle verteilten Siegpunktbedingungen für alle Spieler gelten. Im Laufe der Spiels kann man häufig aus der Spielweise der Mitspieler erahnen, welche im Spiel sein werden. Spart ein Spieler z.B. sein Geld oder seine Einflusspunkte, wird es dafür bestimmt am Ende Siegpunkte geben.

    Die Illustration der Karten und des Spielplans erinnert an die Malerei der Romanik und lässt eine leicht düstere, mittelalterliche Stimmung aufkommen.

    Mir macht Troyes immer wieder Spaß. Deshalb sehr gute 5-6 Punkte - aufgerundet 6 ;o)
    Frank hat Troyes klassifiziert. (ansehen)
  • Beate B. schrieb am 02.12.2010:
    Die etwas ungewöhnliche Grafik hat mich zunächst davon abgehalten, mir das Spiel näher anzuschauen, aber da wäre mir ein echter Schatz entgangen.
    Obwohl viele Würfel im Spiel sind, wird man nicht vom Spiel gespielt. Es gibt immer ausreichend Gelegenheiten, an Geld oder Siegpunkte zu kommen - jedoch ist hier geschicktes Kombinieren der einzelnen Aktionen und das richtige Timing gefragt.
    Die Ergebnisse meiner bisherigen Partien zu zweit und zu dritt waren immer recht knapp. Auch ein Spieler, der nicht so einen guten Start hat, kann noch Anschluss an die Mitspieler finden.
    Beate hat Troyes klassifiziert. (ansehen)
  • Charley D. K. schrieb am 15.04.2013:
    Optisch hatte ich meine Bedenken bei Troyes, jedoch wurde ich bereits nach meiner ersten Runde eines besseren belehrt. Inzwischen habe ich mehrere Runden gespielt und inzwischen liebe ich es wirklich. Was mir besonders gut gefällt ist, dass zum einen jede Runde anders ist und man verschiedene Möglichkeiten hat, das Spiel zu spielen und zu gewinnen.

    Sicherlich ist es von Vorteil, wenn man die Besonderheiten der Persönlichkeit beachtet, da diese einem am Ende des Spiels noch einmal besonders viele Punkte einbringen. Dabei muss man jedoch auch zwischendurch mal darauf achten, was die anderen tun, so sie ihren Fokus drauf setzen, da man selbst von den Persönlichkeiten der anderen profitieren können.

    Ich denke, dass es eher nicht so gut für Gelegenheitsspieler geeignet hat, vielleicht in Verbindung mit anderen Vielspielern, die nicht auf Gewinn aus sind, sondern in der ersten Runde einfach mal nur unterstützen, um auch einem Anfänger eine Chance zu geben.

    In der Zweispieler-Variante, welche sehr gut spielbar ist, hat man jeweils zwei Persönlichkeiten. Ansonsten sehe ich keinen großen Unterschied im Spielvergnügen.
    Charley D. hat Troyes klassifiziert. (ansehen)
  • Edgar A. schrieb am 17.07.2012:
    Auf den ersten Blick mag „Troyes“ ein etwas unscheinbaren Eindruck hinterlassen, aber bei näherer Betrachtung merkt man schnell, dass es sich hier um ein relativ komplexes Spiel handelt. Obwohl die Regeln als solche relativ einfach und gut verständlich sind, dauert es selbst bei erfahrenen SpielerInnen eine gewisse Zeit, bis man die einzelnen Mechanismen und ihre Wirkungsweise auch tatsächlich kapiert hat. Insofern gilt es hier, zunächst eine vergleichsweise hohe Einstiegshürde zu überwinden, was es für GelegenheitsspielerInnen nicht unbedingt attraktiv erscheinen lässt. Wenn man dagegen das Spiel einige Male gespielt hat, ist man fasziniert davon, welche vielfältigen Möglichkeiten dieses Spiel einem eröffnet und wie fein die Mechanismen aufeinander abgestimmt sind.

    Kernstück des Spiels sind die insgesamt 24 verschiedenfarbigen Würfel. Faktisch gesehen haben wir es hier also mit einem taktischen Würfelspiel zu tun. Allerdings eins von der Sorte, wo das Würfelglück irgendwie weniger bedeutsam scheint, als bei anderen Spielen dieser Art oft ist. Denn die Würfel symbolisieren die Arbeitskraft der maximal 18 Einwohner der Stadt, welche im Rathaus (Wirtschaft), Grafen-Palast (Militär) oder im Bischhofssitz (Klerus) tätig sind. Jede Runde würfeln alle Spieler gleichzeitig mit den ihnen zugeordneten farbigen Würfeln. Für jede Aktion können sie anschließend reihum ein bis drei gleichfarbige davon nutzen. Die Benutzung eigener Würfel ist natürlich kostenfrei, will man dagegen die „Arbeitskraft“ anderer Spieler nutzen, muss man dafür zahlen.

    Das ist für viele SpielerInnen aber eine schwer zu überwindende gedankliche Barriere, dass die selbst gewürfelten Würfel, meist nur gegen ein relativ kleines Entgelt, auch vom Gegner verwendet werden können. Man würfelt also und hat dann eine ungefähre Übersicht darüber, welche Möglichkeiten einem so offen stehen. Die Möglichkeiten sind dabei vielfältig: Einerseits braucht man Geld, um weitere Würfel kaufen zu können und so Aktionskarten belegen und benutzen zu können. Dann kann man andererseits natürlich auch direkt an Würfel für die nächste Runde kommen, in dem man eigene Leute in die Hauptgebäude bringt. Außerdem gibt es da natürlich noch zahlreiche Aktionskarten und nicht zuletzt gilt es auch noch, Gefahren abzuwehren.

    Es bestehen also eine Menge Optionen. Bei den zahlreichen Möglichkeiten die "Troyes" für das Einsetzen von Würfeln bietet, kann man schon mal schnell vergessen, worum es eigentlich geht - nämlich um Prestige-Punkte. Da muss man natürlich versuchen, sich auf sein eigentliches Ziel zu konzentrieren. Allerdings sollte man während des gesamten Spiels neben der eigenen Position in der Zugreihenfolge und den Würfelergebnissen auch immer die der Mitspieler und der "neutralen Spieler" im Auge behalten – oft lohnt sich hier ein Zukauf. Es kann aber genauso gut passieren, dass einem die MitspielerInnen in die Parade fahren, indem sie sich bei den fremden Würfeln bedienen, die man ursprünglich für eine eigene Aktion schon eingeplant hatte. Dies betrifft insbesondere SpielerInnen, die in der Zugreihenfolge am Ende sitzen.

    Bei 3 und bei 4 Spielern ist das Glückselement in der Hinsicht schon größer, da man hier als letzter Spieler in der Zugreihenfolge schon mal ein Problemchen haben kann. Auch die Karten hätten noch besser angeglichen werden müssen, da bei 4 Spielern viele Karten von den erforderlichen Würfeln her einfach zu schwer zu bezahlen sind und bei vier Spielern die Ereignisse zum Teil doch relativ leicht und schnell abgewehrt werden können - ohne dass es wirklich jemandem weh tut. Da hätte es ggf. noch einen Korrektur-Faktor dahingehend geben sollen, dass z.B. der/die Letzte in der Zugreihenfolge etwas mehr Einkommen erhält, denn ansonsten ist der/diejenige welche gegenüber den anderen doch ein wenig im Nachteil.

    Ein zweites, nicht minder wichtiges Element des Spiels sind die Aktions- und Ereigniskarten. So wird in jeder der ersten drei Runden des Spiels eine Aktionskarte je Bereich zur Benutzung freigegeben. Ab der dritten Runde stehen den Spielern also neun Aktionskarten zur Verfügung. Diese Karten wurden zu Beginn des Spiels aus insgesamt 27 Karten gezogen. Dadurch ergibt sich eine unglaublich hohe Variationsvielfalt. Als kleiner Gegenpol zum ständigen Fortschritt kommen pro Runde mindestens zwei zufällig gezogene, meistens negative Ereigniskarten ins Spiel, welche solange permanent wirken, bis sie durch die Spieler beseitigt wurden. Auch hier kann es mal zu einem „wie gewonnen, so zerronnen“ kommen, wo man eines Vorteils verlustig geht, den man sich gerade erst mühsam erarbeitet hat.

    Bei den Aktions- und Ereigniskarten muss man in den ersten Spielen doch noch häufiger in der Spielregel nachsehen, um die Symbolik zu verstehen und um die z.B. die Kosten bzw. den Aufwand errechnen zu können, um an eine Aktionskarte zu kommen oder um eine Gefahr zu beseitigen. Hat man all diese Einstiegshürden einmal überwunden, dann freut man sich über die vielfältigen taktischen Möglichkeiten, die einem das Spiel bietet. Zumindest hat sich in unseren bisherigen Spielrunden noch kein Königsweg herauskristallisiert, wie man am Ende am wahrscheinlichsten als SiegerIn dasteht. Nur selten war schon vor der Auszählung der Prestige-Punkte klar, wer gewonnen hat. In jedem Fall ist es hilfreich, möglichst viele Prestige-Punkte zu machen, indem man bei möglichst vielen Ereignis- und Aktionskarten die punkte-trächtigen Plätze belegt, wobei dann die Auswirkungen der Karten häufig noch ein netter Nebeneffekt sind.
    Edgar hat Troyes klassifiziert. (ansehen)
  • Matthias H. schrieb am 18.03.2014:
    Troyes ist ein außergewöhnliches Spiel, außergewöhnlicher Spielmechanik, außergewöhnliche Illustration, außergewöhnlich gut!

    Das Design des Spielplans von Troyes ist eine Love or Hate Geschichte, mir persönlich gefällt das Design sehr gut. Ich finde es sehr stimmig und gut zum Spiel passend. Die Mechanik ist eine Mischung aus Workerplacement und Aktionspunkteverteilung, diese sind jedoch in 3 Farben untergliedert und werden erwürfelt. Wenn die eigenen Punkte nicht ausreichen kann man neutrale oder gegnerische Würfel hinzukaufen.

    Im Laufe der ersten 3 von 4, 5 oder 6 Runden werden weiter Aktionskarten ins Spiel gebracht welche den Spielern Aktionen ermöglichen, sofern man eine eigene Figur auf der Karte sitzen hat und diese mit seinen Aktionspunkten aktivieren kann.

    Punkte werden im Spiel selbst gesammelt, über verschiedene Möglichkeiten und jeder Spieler verfolgt außerdem verdeckte Ziele die auf einer Karte vorgegeben sind und am Spielende für alle Spieler gelten. Natürlich ist es dann möglich zu schauen was dieser Mitspieler denn für Ziele verfolgen könnte und auf gut dünken dann die gleichen Ziele zu verfolgen...

    Das Spiel hat einen sehr geringen Glücksfaktor, denn wenn man mal wenig Aktionspunkte erwürfelt kann man Würfel zukaufen, und wenn man wenig Geld hat erhält man über die Spielmechanik welches, und ist somit in der nächsten Runde gut gerüstet.

    Troyes ist sehr ausgewogen, denn egal welche Strategie man verfolgt, alle führen zu ähnlichen Ergebnissen. Trotz würfeln gewinnt am Ende doch meistens der Spieler der am besten gespielt hat. Troyes bietet eine Vielzahl von Aktionsmöglichkeiten und Strategien und hat dadurch einen irre hohen WIederspielreiz.

    Fazit:
    Wer ein unverbrauchtes Thema mit interessanten Spielmechanismen sucht. Wer eine schöne und nicht standardisierte Illustration möchte. Wer ein unheimlich abwechslungsreiches Spiel mit Lernkurve sucht, welches für viele, viele, ungezählte Partien große Freude bereitet der sollte zugreifen. Dieses Spiel stellt für mich ein Must Have für jede Spielesammlung dar

    6 Punkte - für ein klasse Spiel
    Matthias hat Troyes klassifiziert. (ansehen)
  • Martina K. schrieb am 29.03.2011:
    Meine Eindrücke nach zwei Partien:

    1. Partie:
    - Wir haben nach einer längeren Erklärung mehrere Stunden gespielt, der Einstieg war also durchaus eher anstrengend
    - richtig interessanter Mechanismus mit den Würfeln, sehr reizvoll
    - viele Aktionsmöglichkeiten müssen erst einmal erfasst und sinnvoll miteinander kombiniert werden; spielt man eher "aus dem Bauch raus", kann es dazu führen, dass man schnell abgehängt ist und wenig mit dem Ausgang des Spiels zu tun hat
    - ein Spielplan, der beim ersten Blick eher düster und auch etwas unübersichtlich wirkte, gibt sich aber schnell


    2. Partie:
    Es lief alles schon deutlich flüssiger, ich habe die sich ergebenden Möglichkeiten eher durchschauen und abwägen können. (Optimierern gelingt das vielleicht schon eher im ersten Spiel.) Damit stieg auch der Spielspaß und Wiederspielreiz bei mir deutlich an. Ich freue mich nun auf weitere Partien! :-)


    Gesamteindruck:
    Ich denke ein spannendes Spiel für Vielspieler, die bereit sind, beim ersten Mal die recht hohe Einstiegshürde zu meistern. Daher 5 Punkte bei einem Abzug für die hohe Einstiegshürde und die dadurch gefühlt sehr lange Spieldauer (im ersten Spiel).
    Martina hat Troyes klassifiziert. (ansehen)
    • Claudia G., Jutta S. und 6 weitere mögen das.
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    • Mahmut D.
      Mahmut D.: Martina, ich hatte dieses Spiel ein Tag später als Burgen von Burgund auf dem Tisch, somit hatte es bei mir auch ne 5 bekommen wegen dem... weiterlesen
      09.04.2011-14:56:43
    • Martina K.
      Martina K.: Habe die Burgen und Troyes jetzt jeweils drei Runden in verschiedenen Besetzungen gespielt: Im Vergleich schneidet Troyes für mich auf Dauer... weiterlesen
      01.08.2011-14:32:39
  • Sabine S. schrieb am 10.06.2011:
    Die Spielanleitung ist katastrophal. Wenn man sie jedoch überwunden hat oder das Spiel von einem Kenner erklärt wurde, ist es großartig.
    Sabine hat Troyes klassifiziert. (ansehen)
  • Manu U. schrieb am 12.11.2011:
    Troyes ist ein sehr schönes Spiel. Der Mechanismus ist nett aber ich finde jetzt nicht das es sich dabei um einen Überflieger handelt. Das einsetzen von Würfeln etc. ist nichts neues dennoch ist das Thema stimmig umgesetzt.

    Das erlernen eine eigenen Sprache finde ich persönlich das größte Defizit was dieses Spiel besitzt. Denn das erhöt die Einsteigerhürde welches für ein Spiel mit mittlerer Komplexität sicherlich nicht unbedeutend ist.

    Auch würde ich das Spiel niemals mit 4 Personen spielen da es dann gut 3-4 Stunden dauern kann.

    Fazit: Ein schönes Spiel (gerade für 2 Personen) welches aber Aufgrund der Einsteigerhürde wohl eher selten gespielt wird. Spiele wie "Im Wandel der Zeit" , "Twilight Struggle" oder das vermeitlich ähnliche Kingsburg sind um einiges schneller zu erlernen.
  • André G. schrieb am 11.12.2011:
    Da Peter Marschall das Spiel schon sehr gut beschrieben hat, hier nur eine schnelle Meinung:

    Der Mechanismus steht für mich in keinem Zusammenhang mit dem Thema. Zu keiner Zeit hat man das Gefühl eine mittelalterliche Stadt zu verwalten. Auch zwischen Kartentiteln und Effekt lässt sich nicht immer ein Zusammenhang ziehen.

    Der Mechanismus selbst ist jedoch interessant und innovativ. Trotz der vielen Würfel ist es kein Glücksspiel sondern sehr taktisch.

    Fazit: Unbedingt antesten!
    André hat Troyes klassifiziert. (ansehen)
  • Heiko B. schrieb am 06.12.2011:
    Troyes ist ein Spiel bei dem man im ersten Moment denkt: "Hilfe...wieder so ein glückslastiges Würfelspiel" doch dieser Schein könnte durchaus trügen.
    Auf dem Spielplan "kontrolliert" jeder Spieler ein Stadtviertel welches lediglich zur Auslage eigener Würfel dient und sonst keine spieltechnischen Vor- oder Nachteile bietet aber zurück zu den Würfeln. Wir haben 4 unterschiedliche Würfelfarben von denen 3 mit Gebäuden auf dem Spielplan übereinstimmen: gelb, weiß und rot --_ diese Würfel können sich im Besitz der Spieler befinden; abhängig davon wie man seine Figuren in den Gebäuden platziert hat. Schwarze Würfel sind lästig und müssen abgewehrt werden und können sich niemals im Besitz der Spieler befinden. Zu Beginn einer Runde kommt es zu negativen Ereignissen bei denen u.a. schwarze Würfel geworfen werden. Der Startspieler muß(mindestens) den höchsten davon abwehren wobei er eigene würfel einsetzen muß die ihm dan für andere ationen fehlen. so geht es reihum weiter bis alle schwarzen würfel abgewehrt sind. Erst dann ist jeder reihum mit seinen Aktionen dran. Nun kommt eine kleine Gemeinheit zum tragen: Man kann anderen Spielern Würfel abkaufen und davon wird oft Gebrauch gemacht, besonders wenn diese hohe Zahlen gewürfelt haben. Das Würfelglück spielt zwar schon eine gewisse Rolle, doch ist einem dieses Glück nicht hold kann man mit genügend finanziellen MItteln sich bei seinen Mitspielern bedienen.

    Wie bei vielen Spielen geht es auch hier darum Im Spielverlauf möglichst viele Siegpunkte einzuheimsen. Die Möglichkeiten dafür sind zahlreich und nehmen in den ersten 3 von 6 Runden in denen von jeder Farbe (wir erinnern uns: weiß, gelb und rot) eine Karte mit Aktionsmöglichkeiten aufgedeckt wird.

    Mit meinen Würfeln kann ich verschiedene Aktionen durchführen:
    - Negative Karten "bekämpfen" (bringt Siegpunkte)
    - Einkommen erzielen
    - Aktionskarten nutzen
    - an der neutralen Kathedrale bauen
    - Gebäude nutzen um eventuell mehr Würfel zu bekommen

    Die Gebäude sind dabei nicht zu verachten. Mittels carcassonneähnlichen Figuren setzt man hier Gefolgsleute ein. Am Anfang jeder Runde muß ich diese bezahlen, bekomme aber für jede Figur einen Würfel der entsprechenen Farbe. Doch gibt es auch hier eine kleine Gemeinheit denn diese Figuren können von ihrem Platz verdrängt werden wodurch man in der nächsten Runde entsprechend weniger Würfel bekommt.

    Wem dies alles noch nicht genug war, dem sei gesagt das es auch noch eine Einflußskala gibt. Einflußpunkte sind eine Art Tauschwährung die mir verschiedene Vorteile bietet wie beispielsweise den Einsatz eines Gefolgsmannes oder 1 eigenen Würfel erneut werfen zu können.

    Insgesamt ist Troyes sehr interaktiv. Man tut alles andere als nur stumpf vor sich herspielen. Das kommt trotz einiger kleinen Gemeinheiten gut an. Grafisch mag es etwas altmodisch und gewöhnungsbedürftig sein doch ist es insgesamt stimmig umgesetzt.

    Heiko hat Troyes klassifiziert. (ansehen)
  • Matthias N. schrieb am 28.09.2011:
    Troyes ist ein wirklich bemerkenswertes Spiel. Schon die Klassifizierung fällt schwer: Ist es ein Worker-placement-Spiel, oder aber ein Würfelspiel (das Spiel enthält, glaube ich, 24 Würfel!) oder ein Kartenbrettspiel ala Agricola oder ein Strategiebrettspiel? Es ist von jedem etwas und zwar in einer äußerst gelungenen Mischung. Etwas regellastig zwar und durchaus komplex, aber auch nicht sooooo kompliziert.

    Auf eine Inhaltsangabe will ich hier verzichten; das haben andere schon hervorragend gemacht (siehe z.B. die tolle Bewertung von Peter). Nur soviel: Es geht um Einfluss in einer mittelalterlichen Stadt, die vor Plünderungen und Krieg zu verteidigen ist, deren Kathedrale es zu errichten gilt, Wohlstand erhalten und vermehrt werden sollte usw.

    Herrlich auch die vielen Entscheidungszwänge, die das Spiel einem abverlangt: Setze ich meine Würfel ein, um meine Gefolgsleute in den Gebäuden zu platzieren (dies würde mir in der nächsten Runde einen höheren Würfeleinsatz und somit mehr Entscheidungsmöglichkeiten bringen), oder aber besorge ich mir Geld, um Mitspielern Würfel abzukaufen oder aber engagiere ich für das Geld einen Fachmann um eine Aktionskarte aktivieren zu können, mit der ich per Würfeleinsatz Einflusspunkte erhalte, oder Einflusspunkte in Siegpunkte tauschen kann, Geld erziele, Würfelergebnisse modifizieren kann, oder bekämpfe ich Ereignisse, die einen zu Beginn einer jeden Runde ganz schön zu schaffen machen können, oder baue ich weiter an der Kathedrale, um mir Einfluss- und Siegpunkte zu sichern. Dabei muss ich auch noch darauf achten, dass ich die Bonuspunkte durch die Persönlichkeitskarten erhalte. Es gibt also viele Strategien und Möglichkeiten, in dem Spiel zu Siegpunkten zu kommen. Aber vorsicht: Hat man sich eine Strategie zurechtgelegt, kann es vorkommen, dass die lieben Mitspieler einem die Würfel, die man dafür braucht, abkaufen (dagegen kann man sich nicht wehren). Schon ist die schönste Strategie im Eimer und man muss dann flexibel genug sein, umzudenken und eine andere Strategie zu verfolgen.

    Trotz der vielen Würfel (und einigen verdeckt gezogenen Karten) ist das Spiel in keiner Weise ein Glücksspiel. Es kommt darauf an, die Würfelergebnisse sinnvoll zu nutzen und ggf. fehlende Würfel bei den Mitspielern zu erwerben. Also in keinem Spiel bisher hat bei uns der Glücklichere gewonnen, sondern es war immer Strategie und Taktik ausschlaggebend für Sieg oder Niederlage.

    Das Design des Spiels kommt ein wenig düster daher. Die Farbe Schwarz hat schon einen dominanten Einfluss. Aber wir spielen hier im Mittelalter! Und der Begriff "finsteres Mittelalter" wurde eben konsequent auf das Spielmaterial übertragen und trägt somit viel zu einem mittelalterlichen Flair bei. Die kupferstichartigen Illustrationen auf den Karten sind gewöhnungsbedürftig aber durchaus originell.

    Ich bin selten von einem Spiel so gefordert und so gut unterhalten worden! Volle Punktzahl!
    Matthias hat Troyes klassifiziert. (ansehen)
  • Jörg K. schrieb am 18.10.2011:
    "Strategisches Vielspielerspiel, das mit jeder weiteren Partie immer taktischer wird und unabhängig von der Spieleranzahl sehr gut funktioniert!" Link zum Test: http://www.cliquenabend.de/spiele/928000-Troyes.html
    Jörg hat Troyes klassifiziert. (ansehen)
  • Torsten F. schrieb am 19.01.2016:

    1. Einstiegslevel: 08/10
    2. Maximale Spieldauer: 90 Min.
    3. Verarbeitung des Themas: 60%
    4. Variabler Spielablauf: 70%
    5. Glück/Taktik/Interaktion: 33/33/33
    6. Grafik + Spielmaterial: 50%
    7. Spielspaß/Wiederspielreiz: 85%


    Die Gestaltung des Spielbretts erinnert an eine Kinderzeichnung und ist nur erträglich, weil das Spiel ausschließlich über Karten und Würfel gesteuert wird. Das Spiel ist nicht einfach zu erlernen. Aber hat man mal eine Partie hinter sich, will man gleich noch eine spielen. Was das Spiel fast einzigartig macht ist die absolute Ausgewogenheit zwischen Glück, Taktik und Interaktion. Ich habe zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten und muss mich doch für eine entscheiden, um dem Mitspieler dann ggf. die andere zu überlassen - das bedeutet Spannung bis zum Schluss. Ein tolles Spiel!
    Torsten hat Troyes klassifiziert. (ansehen)
  • Benjamin G. schrieb am 07.03.2012:
    Troyes ist ein sehr gutes Strategie- und Taktikspiel, dass auch sehr gut für 2 Spieler geeignet ist. Es spielt sich sehr flüssig, da die Aktionsmöglichkeiten pro Zug begrenzt sind. Die Komplexität steigt Runde für Runde an. Obwohl viele Würfel im Spiel sind, ist der Glücksanteil sehr gering. Dies liegt auch an der Vielzahl der Einsatzmöglichkeiten der Würfel. Die Interaktion ist durch Abkauf von Würfel(n), Verdrängen von Figuren und durch den Kathedralenbau gegeben. Der Wiederspielreiz ist hoch, da pro Spiel 9 von 27 Karten zum Einsatz kommen. Die Spieldauer ist durch die Rundenzahl auf ca 1h (2 Spieler) angelegt.

    Fazit: bedingungslose Kaufempfehlung
    Benjamin hat Troyes klassifiziert. (ansehen)
  • Michael J. schrieb am 01.11.2012:
    Selten gab es in unserer Runde unterschiedlichere Meinungen zu einem Spiel wie zu diesem.

    Das fing schon bei der Optik an.
    Während ich den Grafikstil gerade sehr atmosphärisch (dazu noch etwas mittelalterliche Musik laufen lassen) finde, durfte ich mir von anderen immer wieder anhören wie häßlich das doch gemacht wäre, naja, Geschmackssache halt.
    Einzig die Symbolik ist nicht immer selbsterklärend, aber nach ein paar Runden muss man nicht mehr nachschauen.

    Zum Ablauf wurde ja schon viel geschrieben, daher einfach kurz unsere Eindrücke:

    positiv:
    -originelles Spielprinzip
    -flottes Spiel zu 2-3 (bei 4 doch längere Spieldauer und weniger planbar)
    -gut aufeinander abgestimmte, vielfältige Aktionsmöglichkeiten
    -vor allem die Ereignisse sind eine tolle Idee
    -das die Vorteile, die die geheim vor sich liegenden Persönlichkeitkarten bringen, am Ende für alle Spieler gelten! (macht Spaß zu bluffen bzw. durch das Herausfinden welche Karten im Spiel sind, kann man selbst profitieren)
    -hat man die Regeln einmal verstanden nicht kompliziert

    negativ:
    -Startspielerreihenfolge nicht selbst beeinflussbar, dies führt letztlich doch zu recht großem Glückseinfluss bzgl. der Wahl der Aktionskarten (Startspieler zu sehr im Vorteil)
    -Spiel endet gefühlt einfach zu schnell
    -die schwarzen Würfel könnten mächtiger sein
    -auf Dauer sind die vorhandenen Aktionskarten dennoch etwas zu wenig
    -Neueinsteigern das Spiel zu erklären zieht sich etwas, man muss es erstmal schaffen denjenigen so lange am Tisch zu behalten ;)

    Für mich wegen der Originalität trotz nachlassendem Wiederspielreizes noch eine 5, aber andere hätten auch nur 2-3 Punkte vergeben - man sollte es möglichst gründlich antesten..

    Michael hat Troyes klassifiziert. (ansehen)
  • Markus T. schrieb am 24.12.2011:
    Ich mache es ganz kurz - trotz Würfel - kein Glüksspiel.

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