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Testberichte und Bewertungen von Kunden für Trismegistus - Der Stein der Weisen




Produktdetails | 4 v. 6 Punkten aus 7 Kundentestberichten | Variante hinzufügen | Dieses Spiel im Spielernetzwerk
Eine eigene Bewertung für Trismegistus - Der Stein der Weisen schreiben.
  • Johannes H. schrieb am 01.12.2019:
    Trismegistus ist ein anspruchsvolles Expertenspiel.
    Meiner Meinung nach hat das Spiel einige spannende Ideen und Mechanismen und ich finde es schade, dass nicht mehr daraus geworden ist.
    Man merkt dem Spiel den renommierten Autor definitiv an. Die redaktionelle Bearbeitung durch den Verlag und die graphische Umsetzung sind meines Ermessens jedoch fern von dem was man von größeren Verlagen gewohnt ist.
    Meine Hauptkritikpunkte:
    - Trismegistus ist ein anspruchsvolles Spiel. Die Bebilderung und Symbolik des Spiels trägt dem aber leider nicht Rechnung. Standard-Layout-Dinge wie Piktogramme zur Bebilderung von Aktionsmöglichkeiten gibt es faktisch nicht. Die Spielhilfe ist krytisch und verzichtet auf Rundenablauf und Erläuterung der wichtigsten Spielprinzipien. Es gibt auf BGG Fotos von einem User, welcher das Spiel mit einer Labelmaschine bearbeitet hat, um es spielbarer zu machen. Ich finde das spricht Bände.
    - Es gibt Fehler in der graphischen Gestaltung: Schwarze Experimente müssen in einen fablich nicht passenden Slot (gelb). Die Vorraussetzungen der Experimente haben eine Doppelfunktion als zu sammelnden Symbole für Publikationen. Das Symbol mit der angedeuteten Meisterschaftsleiste passt nicht wirklich dazu. Die Essenzen sind in ihrer Gestaltung nicht homogen.
    - Die Würfelsymbole sind sehr ähnlich. Es besteht große Verwechslungsgefahr.
    - Publikationen sind eine wichtige Siegpunktquelle. Man sammelt und erfüllt sie am Spielende. Man hat einige davon am Spielende davon auf der Hand. Um die Publikationen zu punkten braucht man Symbole von Experimenten und Artefakten. Die Artefakte hat man jedoch oft verdeckt vor sich liegen. Es ist dementsprechend schwer Überblick zu halten und man muß immer wieder neu zählen und abwägen. Mit ein wenig Redaktion hätte es wohl einen Track zum Nachhalten der Symbole auf dem Board gegeben.
    - Das Spiel skaliert in keinster Weise. Mehr Spieler: Es wird einfach länger und zu zweit ist es schon ein abendfüllendes Spiel. Eine befreundete Vielspielerunde hat da zu viert zuletzt gut 5 Stunden mit verbracht.
    - Es gibt Reaktionsplättchen mit denen man an der Spieleraktion teilhaben kann. Jeder wird das mindestens 2 mal pro Runde machen. In meiner 2-Personenpartie konnte ich das ab der zweiten Runde 12 mal machen. Gleichzeitig gibt es eine flexible Spielerreihenfolge. Es geht also nicht reihum, sondern kreuz und quer über den Tisch. Folglich ist Chaos vorprogrammiert und man kommt immer wieder aus dem Spielfluss raus. Die Downtime ist immens.
    Ich könnte noch mehr schreiben aber ich glaube mein Punkt wird klar: Das Spiel fühlt sich wie ein Prototyp eines Spieles an, welches groß hätte werden können.
    Ein Freund von mir ist sich sicher, dass wir Trismegistus andernorts noch einmal überarbeitet sehen werden.
    Ich mag Heavy-Euros sehr. Diesen hier würde ich mir nie mehr geben. Es gibt viele bessere Spiele.
    Johannes hat Trismegistus - Der Stein der Weisen klassifiziert. (ansehen)
  • Torsten F. schrieb am 01.11.2019:

    1. Einstiegslevel: 10/10
    2. Maximale Spieldauer: 180 Min.
    3. Verarbeitung des Themas: 30%
    4. Variabler Spielablauf: 100%
    5. Glück/Taktik/Interaktion: 20/50/30
    6. Grafik+Spielmaterial: 60%
    7. Spielspaß/Wiederspielreiz: 40%

    Das Spiel ist bei mir mit wehenden Fahnen durchgefallen. Zwar wird einem hier ein großartiger Spielmechanismus geboten. Aber schon die Grafik finde ich wenig ansprechend. Und warum lege ich zum grünen Feld grüne Experimente, zum gelben Feld aber schwarze Experimente? Aber das ist nur ein verwunderlicher Nebenaspekt...
    Viel gravierender ist der Brei an Aktionen, Kombinationen und Optimierungen. Denn diese sind so vielfältig und unübersichtlich, dass das Thema nicht mehr stattfindet. Wenn ich nicht mehr in ein Strategiespiel eintauchen kann, weil sowieso alles abstrakt und nicht mehr greifbar ist, dann möchte ich es auch nicht spielen. Es gibt sicher einige Spieler, die dann erst richtig in Fahrt kommen und sich für das Spiel begeistern. Ich kann damit jedenfalls nix anfangen.

    Torsten hat Trismegistus - Der Stein der Weisen klassifiziert. (ansehen)
  • Bernd W. schrieb am 10.11.2019:
    Ich vergebe in Summe knappe 5 Punkte, obwohl ich ein Stück weit auch die 3 Punkte vom Torsten verstehen kann.

    Das Spiel ist schön gestaltet, Auch thematisch wird versucht, dem Spiel Leben einzuhauchen. Was m.E. auch gelungen ist - wäre da nicht die Vielzahl von Verzahnungen, die nicht wirklich intuitiv sind und der einzige Sinn darin besteht, das Spiel unnötig komplex zu machen. Weniger wäre hier mehr gewesen.
    Warum z.B. muss bei der Auswahl des Artefaktes die Farbe des Würfels beachtet werden?
    Warum z.B. muss bei der Auswahl des Experiments das Symbol des Würfels beachtet werden?

    Wenn man als 1. Maßnahme einen Würfel wählt (und davor Meisterexperiment und Postulat), hat das die nächsten ca. 3 Aktionen Einfluss auf.....

    + Welches Experiment ich auswählen darf
    + Welche 2 Artefakte übrigen bleiben zur Auswahl
    + Welche Transmutation ich nutzen kann
    + Welche Rohstoffe ich kaufen kann
    + Welche Essenzen ich nehmen kann

    Man sollte also schon einen klaren Plan haben - vor dem Nehmen des Würfels-, welche Experimente ich kurzfristig erfüllen will und wie ich langfristig das Meisterexperiment und das Postulat erfüllen kann.

    Aber insgesamt ein bisserl zuviel der Verzahnung.

    Die grundsätzliche Idee aber , einen Würfel auszusuchen, den man mittels mehreren Aktionen "verbraucht" und innerhalb dieser Aktionen eingeschränkt ist auf Farbe und Symbol des Würfels finde ich klasse und neu. Und auch die eingeschränkte (idR nur 2x in einer RUnde) Möglichkeit der Reaktion finde ich gut. Dies hat sich ja bei einigen Spielen eingebürgert, um die Downtime zu reduzieren. In einem 4P Spiel ist diese Möglichkeit mächtiger, da man 3 Möglichkeiten hat, seine "Wunschaktion" durchzuführen, bei einem 2P Spiel eben nur eine ;-)

    Als 1. Hausregel würde ich bei den ersten Partien empfehlen,dass man beliebige Artefakte und Experimente nehmen kann. Erst wem das zu einfach ist, kann hier nachschärfen.

    Ich finde die Idee aber insgesamt toll, Material und Thema ist stimmig. Und die komplexen Verzahnungen kann man ohne Weiteres auch entzahnen ;-)

    Im Fazit ist hier ein Expertenspiel entstanden, das abstrakt und komplex ist und viele Runden benötigt, damit man das Spiel beherrscht und nicht das Spiel einen selbst
    • Bernd W. mag das.
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    • Andreas J.
      Andreas J.: Hallo Bernd, deine Rezension kommt meinem Eindruck nach einer Messe-Anspielrunde noch am nächsten. Ich tendiere allerdings eher zu vier Punkten... weiterlesen
      18.11.2019-00:06:55
    • Bernd W.
      Bernd W.: Mittlerweile denke ich eher an eine glatte 5. Man braucht bei bei dem Spiel hier eine ähnliche Lernkurve wie bei Bruxelles oder Kanban: Am... weiterlesen
      18.11.2019-15:38:17
  • Dirk S. schrieb am 26.11.2019:
    Das Spiel beeindruckt auf den ersten Blick mit üppigem, schön gestaltetem Material. Auf den zweiten Blick muss man leider sagen, dass eine schöne Gestaltung noch keine gute ist. Farbschema und Symbolik sind alles andere als Intuitiv, was den Zugang zur durchaus originellen Spielmechanik spürbar erschwert. Auch die Anleitung ist nicht sehr übersichtlich. Zwar gibt es eine Übersicht des Spielbrelles, in der man sehen kann, die Karten mit dem Symbol kommen dahin, die Plättchen dieser Sorte auf das Feld, aber wie die karten und Plättchen heißen muss man sich aus den Erläuterungstexten zusammensuchen. Man ist also tändig am hin- und herblättern und findet dann manches doch nicht auf anhieb wieder. Da haben die Autoren etwas zu viel mühe darauf verwendet das Thema Geheimwissenschaft schon in der Anleitung umzusetzen. Ein kleines Manko, das vor allem den Solo-Modus betrifft sind die viel zu eckigen Würfel. Der Standard-6W rollt praktisch gar nicht und wird in meinem Spiel umgehend ersetzt. Das Regelstudium war also einigermaßen ermüdend und zermürbend und entsprechend zäh die erste Runde. Es lohnt sich aber, sich da durchzuquälen, denn wenn es einmal Klick gemacht hat, stellt man fest, dass das Spiel gar nicht so schwierig ist wie die Anleitung. Trismegistus ist komplex, aber gut durchdacht und ausgewogen.
    Es wird definitiv öfter auf den Tisch kommen. Das Spiel selbst ist grandios. Schade dass einem der Einstieg durch grottige Anleitung und Layout so schwer gemacht wird.
    Dirk hat Trismegistus - Der Stein der Weisen klassifiziert. (ansehen)

Eine eigene Bewertung für Trismegistus - Der Stein der Weisen schreiben.

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