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  • Irene Q. schrieb am 01.07.2020:
    Spirit Island ist mit ziemlicher Sicherheit das komplexeste Spiel, das ich wirklich gerne mag und fast jederzeit spielen würde.

    Worum geht es?
    Man spielt (kooperativ) als einer der Naturgeister einer abgelegenen Insel, die man - gemeinsam mit dem einheimischen Stamm - gegen Eindringlinge verteidigt, die die Insel erkundigen und besiedeln wollen. Das Thema ist ansprechend und im Spielmaterial schlicht, aber passend und vom Material her hochwertig umgesetzt.
    Alle acht Naturgeister (in Mini-Erweiterungen und Erweiterungen noch weitere) haben sehr unterschiedliche Fähigkeiten und spielen sich - bis auf ein paar Grundmechanismen - extrem unterschiedlich. Sie sind dabei unterteilt in weniger komplexe und komplexere Naturgeister, so dass der Einstieg mit einfacher zu spielenden Geistern möglich ist. Da diese durchaus nicht schlecht sind, sondern teilweise auch komplexere Geister sehr gut ergänzen, ist es auch leicht, neue Spieler mit in eine Runde aufzunehmen. Daneben gibt es weitere kleine Regelanpassungen, die für Neulinge empfohlen werden, mit denen man aber später ganz individuell den Schwierigkeitsgrad steuern kann (wobei Spirit Island meines Erachtens immer ein schwieriges Spiel ist, das man nicht selbstverständlich gewinnt).
    Letztlich könnte man das Spiel als hochkomplexen Puzzler bezeichnen: Jede Runde gilt es, Probleme zu lösen, aber auch gut abzuwägen, welche negativen Resultat man ggf. in Kauf nehmen muss, um das Ziel, die Eindringlinge von der Insel zu vertreiben, in späteren Runden noch erreichen zu können. Dabei gibt es durchaus eine recht steile Lernkurve, die allerdings für ambitionierte Spieler mit Spaß am Austüfteln guter Lösungen ganz gut zu meistern ist, wenn man sich - zumindest als nicht ganz Vollprofi in Expertenspielen - an die Vereinfachungen für neue Spieler hält und sich langsam an die volle mögliche Komplexität heranwagt.
    In meinen Augen ist das Ausbalancieren von Zufallseffekten (über verschiedene Kartendecks der Geister, der Invasoren und der Furcht der Invasoren) und Taktik insgesamt gut gelungen. Es gibt definitiv Zufallseffekte, so etwa das Ziel der jeweiligen Erkundungen der Invasoren, aber wer das Spiel gut kennt, kann einkalkulieren, was in der nächsten Runde passieren könnte und entsprechend die geeigneten Vorbereitungen treffen, um von keinem möglichen Ereignis völlig überrumpelt zu werden. Ein wenig unzufrieden bin ich lediglich mit dem Zufall des Furchtdecks, dazu werde ich euch eine Variante aufschreiben. Schön ist auch, dass es für die weniger komplexen Geister vorgeschlagene Deckreihenfolgen gibt, mit denen man für Anfänger einen Teil der Zufallseffekte herausnehmen und vorhersehbar machen kann.
    Bei aller Komplexität empfinde ich das Spiel übrigens nach zwei, drei Einspielrunden überschaubar - man muss nicht immer wieder nachschlagen, wie was geht, sondern es erscheint bei den ersten paar Runden unübersichtlich, aber fast alles folgt einer einleuchtenden Struktur, die man schnell erlernt, bzw. ist auf den Geistertableaus und den Karten übersichtlich dargestellt. Die Anleitung braucht man nach den ersten paar Runden nur noch in seltenen Ausnahmefällen.

    Spiele mit mehreren Spielern:
    In einer Runde mit mehreren Spielern (bis zu vier im Grundspiel) liegt die Herausforderung darin, die Fähigkeiten der gespielten Naturgeister gut miteinander in Einklang zu bringen und sich nicht gegenseitig zu behindern, sondern vielmehr die Schwächen der anderen auszugleichen oder ihnen die Grundlage für das Ausspielen ihrer Stärken zu bieten. Dafür sind natürlich gute Absprachen nötig. Wie eigentlich immer bei kooperativen Spielen klappt das dann nicht gut, wenn ein Spieler allein das Kommando übernimmt und die anderen nur zu seinen Ausführungsgehilfen degradiert werden. Wenn man aber kooperativ und gleichberechtigt - oder bei unterschiedlicher Erfahrung mit dem Spiel wenigstens auf Augenhöhe -, dann macht das riesig Spaß.

    Solo-Spiel:
    Wegen der hohen Komplexität und der steilen Lernkurve geht es mir leider so, dass ich dieses Spiel häufiger alleine als in einer Spielrunde spiele. Das finde ich schade - ich würde dieses Spiel gerne auch häufiger mit anderen spielen. Andererseits ist es aber alleine in meinen Augen ein gleichwertiges Spielerlebnis. Das Solo-Spiel ist in keinster Weise eine abgespeckte oder notdürftig angepasste Version des Mehrspieler-Originals, wie man das ja leider häufiger mal hat, sondern wirklich das vollwertige Spiel. Ähnlich wie in manchen anderen Spielen ist zwar für das Solo-Spiel vorgesehen, dass man mit nur einem Geist spielt, aber es ist problemlos möglich, auch mit mehreren zu spielen - ob 2, 3 oder 4 bleibt völlig dem Spieler überlassen. Da keine strikten Reihenfolgen o.ä. zu beachten sind und man relativ leicht tracken kann, welche Aktionen man für welchen Geist in einer Runde schon verbraucht hat und welche nicht, finde ich es auch nicht allzu schwierig, dabei den Überblick zu behalten.

    Ich habe das Spiel noch nicht allzu lange, und bisher habe ich vor allem die weniger komplexen Geister gemeistert - und es macht trotzdem weiterhin Spaß, mit ihnen zu spielen, weil ein Sieg mit ihnen trotzdem kein Selbstläufer ist. Die komplexeren Geister bieten mehr Herausforderung und werden mich mit Sicherheit noch lange beschäftigen, einfach weil man mehr unterschiedliche Aspekte gekonnt unter einen Hut bringen muss, um mit ihnen zu gewinnen. Und dann kommt die neue Herausforderung hinzu, mehrere Geister zu finden, die gut miteinander zusammenarbeiten - oder mit Geistern, die schlecht harmonieren (und sich unter Umständen in ihren Effekten sogar behindern) trotzdem zu gewinnen.
    Nationen und Szenarien, die schon im Grundspiel vorhanden sind und weitere Komplexität und Variation hinzufügen, habe ich bisher noch gar nicht ausprobiert. Und sollte ich irgendwann der Meinung sein, dass ich all das ausgereizt habe und neue Herausforderungen brauche, gibt es schon mehrere Mini-Erweiterungen und Erweiterungen, die auch noch ausgereizt sein wollen ...

    Insgesamt denke ich, dass ich mit dem Spiel noch viel Zeit verbringen werde, was letztlich bedeutet, dass der nicht gerade geringe Preis gut angelegt ist.
    Voraussetzung dafür, dass man Freunde an dem Spiel hat, ist, dass man schwierige Herausforderungen mag, sich nicht zu leicht frustrieren lässt und entweder auch mal gerne alleine spielt oder aber Mitspieler hat, für die ebenfalls gilt, dass sie Herausforderungen lieben und sich nicht so schnell frustrieren lassen. Dann ist Spirit Island eins der schönsten komplexen Spiele, die es in den letzten Jahren gegeben hat.
    Irene hat Spirit Island klassifiziert. (ansehen)
    • Pierre N., Clev W. und 7 weitere mögen das.
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    • Cornelia S.
      Cornelia S.: Im Solospiel wähle ich immer 2 Geister, um auch die Effekte nutzen zu können, die es für andere "Geister" gibt.
      Zur Übersichtlichkeit habe ich ... weiterlesen
      01.07.2020-18:30:09
    • Cornelia S.
      Cornelia S.: Ich stimme Dir zu, ein sehr schönes Spiel.

      01.07.2020-18:30:59
  • Christian E. schrieb am 07.11.2018:
    Nichts für mich.
    Die Spielidee, einmal die guten Ureinwohner (bzw. deren Götter) bei der Abwehr der Invasoren zu spielen, ist toll. Das Design und die Mini sind auch toll. Aber für mich ist das Spiel mit seiner Kernidee, zwischen schnellen Aktionen (vor der Ausbreitung der Invasoren) und langsamen Aktionen (danach), die aber durch schnelle Aktionen ebenfalls zu schnellen Aktionen gemacht werden können, die Achillesferse des Spiels. Die ersten Runden blanker Verzweiflung, in denen sich die Eroberer über die Insel breit machen, können noch relativ leicht abgestimmt werden. Aber sobald mehr Aktionskarten zur Verfügung stehen, wird das Spiel in meinen Augen zu unübersichtlich und sieht zu sehr nach Arbeit aus. Die angegebene Spielzeit ist selbst (oder vor allem) mit einer gut mitdenkenden Gruppe nicht ansatzweise zu erreichen (einmal haben wir fast 4 Stunden gespielt), dafür sind einfach zu viele Kartenkombinationen der Mitspieler dabei. Für mich ist das zu anstrengend, für andere sicherlich total spannend.
    Christian hat Spirit Island klassifiziert. (ansehen)
  • Björn T. schrieb am 27.08.2020:
    Spirit Island ist alleine schon von der Thematik her super! Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Naturgeistern, die ihre kleine, heile Insel verteidigen müssen. Gegen wen? Natürlich gegen die Menschen, die einfach immer weiter die Insel erkunden, Dörfer und Städte bauen, und damit das Gleichgewicht der Natur durcheinander bringen.

    Die Grafik des Spieles ist passend dazu super umgesetzt. Anfänglich fand ich das Spielbrett und die Spielfiguren etwas langweilig, aber wenn man die Karten und Geister-Tableaus ansieht, muss man die Gestaltung einfach mögen.

    Auch wenn die Spielregeln von Spirit Island im ersten Moment recht umfangreich erscheinen, ist der grundsätzliche Spielablauf nicht all zu schwer. Die Geister spielen gemeinsam gegen das Spiel und versuchen die Insel zu schützen. Je mehr Furcht sie dabei unter den Menschen verbreiten, desto einfacher werden die Siegbedingungen.

    Sind die Geister am Zug, entscheiden sie sich für eine Art des Wachstums, spielen Karten und Fähigkeiten mit sofortiger oder verzögerter Wirkung aus und versuchen über neue Karten neue, stärkerer Fähigkeiten zu bekommen. Die Menschen hingegen breiten sich immer weiter auf der Insel aus und schaden damit zwangsläufig der Natur, den Geistern und den Ureinwohnern. So weit, so einfach.

    Das wirklich schwierige an Spirit Island ist, dass es unglaublich viele Fähigkeiten gibt, die man bestmöglich in den Spielrunden einsetzen muss. Hinzu kommt eine große Auswahl an Naturgeistern mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die sich alle unterschiedlich spielen lassen. Hier kommt der Kopf also richtig "ins qualmen".

    Spirit Island ist sicherlich von der Anforderung her kein einfaches Spiel, aber ich muss sagen, dass ich bisher kein besseres kooperatives Spiel kennengelernt habe. Die Gefahr, dass es einen "Leader" gibt, der allen anderen Spielern sagt, was sie wann zu tun haben, ist hier recht gering. Dafür sind die verschiedenen Geister zu unterschiedlich und haben zu viele verschiedene Fähigkeiten. In unseren bisherigen Spielerunden war jeder Spieler mehr als genug damit gefordert, seinen eigenen Naturgeist bestmöglich einzusetzen - und auch das ist uns nicht immer gut gelungen.

    Für mich also eine klare Kaufempfehlung, und ich freue mich schon auf die nächste Runde.
    Björn hat Spirit Island klassifiziert. (ansehen)
  • Bernd W. schrieb am 17.09.2019:
    Auch meine Meinung ist, dass Spirit Island ein lupenreines (schönes Wort ,-) )Expertenspiel ist. Man könnte es auch als thematisch aufgepepptes Schach betrachten.
    Die Schwierigkeit bei dem Spiel kann man durch die Auswahl der Geister beeinflussen, aber selbst bei den "einfach" zu spielenden Geistern ist es nicht einfach, sondern nur einfacher zu gewinnen ;-).
    Das Analysieren der jeweiligen Spielsituation ist sehr wichtig, die Anzahl der möglichen Aktionskombinationsmöglichkeiten steigt mit zunehmender Spielerzahl gefühlt exponentiell an. Deswegen habe ich es bislang auch nur zu zweit gespielt. Zu Dritt oder zu Viert kann ich es eigentlich nur empfehlen, wenn alle(!) Beteiligten das Spiel bereits sehr gut kennen.

    Man muss bei dem Spiel viel Denken und auch viel Knobeln, das muss man mögen. Es ist kein Spiel für einen seichten Spieleabend, sondern ein knallharter Kampf gegen die Invasoren. Wer sowas mag, der liebt das Spiel. Wem das Denken zu anstrengend ist, der findet auch das Spiel zu anstrengend. Mal eben so aus dem Bauch spielen ist ein Garant für eine Niederlage.
  • Wolfgang V. schrieb am 19.03.2019:
    Einleitung:

    Als Naturgeister einer abgelegenen Insel bekämpfen 1-4 Spieler einfallende Invasoren, um das Volk der eingeborenen Dahan zu schützen und dem Abbau der inseleigenen Ressourcen Einhalt zu gebieten. Doch die Anzahl der Eindringlinge ist erdrückend. Werden es die Protagonisten schaffen, dem Ansturm der Konquistadoren Stand zu halten und das Gleichgewicht der Natur zu bewahren?

    Ablauf:

    Zunächst einigen sich die Spieler auf ein Szenario und einen Schwierigkeitsgrad, bevor der Inselspielplan in die Mitte des Tischs platziert wird. Anschließend wird der Plan mit den vorgegebenen Invasoren- bzw. Dahan-Figuren bestückt. Alle sonstigen benötigten Materialien werden neben dem Invasorentableau bzw. neben dem Spielplan bereitgelegt.

    Jeder Spieler wählt einen Naturgeist und erhält das entsprechende Spielertableau sowie die dazugehörigen Startkarten. Das Spielertableau gibt vor, an welche Stellen die eigenen Geisterpräsenzen in Form von Holzscheiben eingesetzt werden. Im Verlauf einer Partie können weitere Präsenzen auf der Insel platziert werden. Dadurch erhöht sich das Einkommen von Energie und das Limit, wie viele Karten ein Spieler in seinem Zug ausspielen darf.

    Spirit Island wird über mehrere Runden gespielt, die immer in fünf Phasen untergliedert sind. In der Geisterphase wählt jeder Protagonist eine Wachstumsoption im oberen Bereich seines Geistertableaus aus. Dadurch kann er beispielsweise neue Präsenzen setzen, zusätzliche Energie erhalten, seine ausgespielten Karten zurück auf die Hand nehmen und neue Karten bekommen. Anschließend erhalten die Spieler ihr freigespieltes Energie-Einkommen und dürfen so viele Karten ausspielen, wie es der aktuelle Stand des Geistertableaus erlaubt. Das Ausspielen der meisten Karten kostet Energie. Sobald alle Spieler diese Phase abgeschlossen haben, werden die Sofort-Fähigkeiten der ausgespielten Karten aktiv und von den Protagonisten abgehandelt. Die Aktionsmöglichkeiten der Karten sind vielfältiger Natur, z.B. können Invasoren bekämpft werden (Schaden zufügen), Invasoren oder Dahan versammelt bzw. verschoben werden, Gebiete verteidigt werden usw. Danach folgt die Invasoren-Phase, in der die Eindringlinge Wüten, Bauen und Entdecken. In jeder Runde werden Invasoren-Karten gezogen und auf die Felder der drei Möglichkeiten verschoben. Die Aktion der Invasoren betrifft nur die Landschaftsfelder, die auf dem entsprechenden Feld liegt (z.B. wird nur im Dschungel gewütet oder in der Wüste gebaut etc.).

    Durch das Wüten im aktuellen Gebiet fügen die Invasoren dem Land und evtl. anwesenden Dahan Schaden zu. Unter Umständen wird das Landschaftsfeld verödet und anwesende Geisterpräsenzen werden aus dem Spiel genommen. Überlebende Dahan im entsprechenden Gebiet schlagen anschließend zurück und fügen den Invasoren Schaden zu. Danach bauen die Eindringlinge Dörfer und Städte und breiten sich über den Unterpunkt Entdecken weiter auf der Insel aus.

    Nun sind die Geister wieder an der Reihe, sofern sie Verzögerte Fähigkeiten ausgespielt haben. Weiterhin kommen Permanente Fähigkeiten zur Geltung, wenn die ausgespielten Spielerkarten dies ermöglichen. Nachdem diese Aktionen abgehandelt wurden werden die ausgespielten Karten auf die eigene Ablage gelegt und sämtliche verletzte Einheiten (Invasoren und Dahan) werden geheilt. Das Spiel endet siegreich, sobald das Spielziel des Szenariums erfüllt wurde. Sollte jedoch der letzte Ödnismarker platziert werden oder ein Geist vernichtet sein oder die Zeit abgelaufen sein, endet das Spiel sofort und die Geister haben gemeinsam als Team verloren.

    Meinung:

    Bevor wir zur eigentlichen Meinungsäußerung kommen, sollte erwähnt werden, dass die geschilderte Ablaufbeschreibung nur die Grundmechanismen von Spirit Island anreißt und viele Feinheiten bewusst auslässt, weil die Erläuterung aller Facetten den Rahmen einer vernünftigen Rezension sprengen würde.

    Spirit Island ist ein lupenreines Expertenspiel, das unzählige Stellschrauben beinhaltet, um den Schwierigkeitsgrad der Veröffentlichung zu beeinflussen. Das fängt bei der Auswahl der Geister an und geht weiter bis zur Hinzufügung einer Nationen-Variante und/oder eines Szenarios, das die Ausgangspositionen und ggf. die Siegbedingungen der Spieler verändert. Anfänger sollten jedoch mit der einfachsten Version des Grundspiels und den leichtesten Geistern beginnen, um problemlos in den Ablauf einer Partie reinzukommen. Sobald die Mechanismen des Spiels verinnerlicht sind, kann der Schwierigkeitsgrad nach Belieben angehoben werden.

    Aber egal, ob man das Basisspiel oder eine Fortgeschrittenenvariante spielt - Spirit Island macht tierisch Spaß und ist eine der besten Koop-Veröffentlichungen der letzten Jahre. Das Spiel ist spannend, fordernd und zugleich berechenbar, so dass vor allem Grübler und Tüftler voll auf ihre Kosten kommen. Aber Spirit Island kann auch halbwegs „aus dem Bauch heraus“ gespielt werden. Dann ist die Wahrscheinlichkeit eines Teamsiegs zwar nicht so hoch wie beim Extremanalysieren, aber Spaß macht diese Vorgehensweise trotzdem. Und sie kann auch zum Erfolg führen, sofern die Spieler nicht gar zu grobe Fehler machen.

    Zu Beginn einer Partie empfiehlt sich zumeist eine Ausbreitung der eigenen Präsenz, um mehr Einkommen / Karten freizuspielen und andererseits örtlich flexibler zu sein. Die nächste Empfehlung ist die Eindämmung der Bauaktivitäten der Invasoren und das zügige Freischaufeln von möglichst vielen Landschaftsfeldern. Und wie es so schön in der der Anleitung heißt – „tu so viel Du kannst“. Dieses Grundprinzip sollte immer beherzigt werden, um die Effizienz der Karten optimal auszuschöpfen.

    Einer der stärksten und effektivsten Geister ist sicherlich der Pfeilschnelle Blitzschlag, der zum einen äußert aggressiv ausgerichtet ist und zum anderen die Mitspieler durch eine bestimmte Karte beschleunigen kann (zwei Verzögerte Fähigkeiten können als Sofort-Fähigkeiten verwendet werden). Diesen Geist sollten speziell Novizen unbedingt aussuchen, um eine Partei erfolgreich absolvieren zu können.

    In späteren Partien können die Protagonisten die Rückseiten der Inselspielpläne verwenden. Diese sind optisch weitaus schöner illustriert aber schwerer zu erkennen. Zusammen mit einer Variante und/oder eines Szenarios wird Spirit Island dann richtig schwer und verzeiht wenig Absprachefehler. In diesem Zusammenhang muss übrigens auch die Skalierung des Spiels gelobt werden, denn Spirit Island funktioniert in jeder Besetzung tadellos (auch als Solospiel). Und wer jetzt denkt, dass die Lobhudelei irgendwann mal vorbei sein muss, sieht sich getäuscht, denn auch die Spielanleitung lässt weder Fragen noch Wünsche offen. Viel besser geht es nicht. Spirit Island fördert auch keinen „Alphaspieler“, der in Koop-Veröffentlichungen oftmals allein bestimmt, wo es lang geht. Durch die asymmetrischen Fähigkeiten der Geister ist jeder Spieler sein eigener Herr und muss selbst erkennen, wie er dem Team am besten weiterhilft.

    Fazit:

    Wer anspruchsvolle Kooperationsspiele mag kommt um Spirit Island nicht herum. Diese VÖ bietet wirklich alles, was das Koop-Herz begehrt. Und aufgrund der vielen Möglichkeiten („Stellschrauben“) besitzt Spirit Island einen überragenden Wiederspielreiz, wie man ihn nur selten findet. Einfach nur ganz große Klasse!

  • Klaus/Jutta P. schrieb am 10.06.2019:
    Pandemie für Experten!
    Ein weltklasse cooperatives Spiel. Sehr sehr schwer, da es viele verschiedene Möglichkeiten gibt miteinander zu interagieren. Das Zufallselement ist auf jeden Fall da, aber bleibt überschaubar.
    Der Leithundfaktor (der bei vielen coop-spielen ein Problem ist), droht hier, aber man kann kaum alle Möglichkeiten überblicken und muss sich ein Stück weit auf seine Mitspieler verlassen.
    Nichts für Grübler und Zugoptimierer! Die werden nicht fertig mit der Vorbereitung der einzelnen Züge. Der Einstieg ist nicht einfach (obwohl hier viel vom Spiel dafür getan wird!). Also sollte ein Profi mit am Tisch sitzen.

    - Super Ausstattung (3d- Miniaturen, schön illustiert)
    - Super Variabel (viele mögliche Charakter wählbar- unterschiedlicher Spielstil)
    - Schwierigkeit anpassbar
    - Spieleinstieg wir sehr erleichtert (vorgabe von Startcharakter und Fähigkeiten)
    - echtes Cooperatives Spiel. Alleine kann man kaum was bewirken, man braucht seine Mitspieler.
    - Spielplan wird variabel gestaltet (Je nach Anzahl der Mitspieler)
    Achtung! Abendfüllend!!

    Klaus/Jutta hat Spirit Island klassifiziert. (ansehen)
  • Torsten W. schrieb am 08.01.2019:
    Spirit Island ist ziemlich schnell eines meiner Lieblingsspiele geworden. Nach der ersten Partie (ein Freund hatte das Spiel über Kickstarter geholt, und die Thematik "Siedler andersrum" bzw. der Slogan auf der englischen Packung "The cooperative settler-destruction strategy game" hat mich stark angesprochen) haben mir die Mechanismen schon sehr gut gefallen, ich hatte nur Angst, dass es zu leicht sein könnte. Da wusste ich auch noch nicht, dass wir auf Schwierigkeitsgrad 0 (von 10) gespielt haben... :op

    Man kann sehr gut grübeln und optimieren, ohne dass es sich "nach Arbeit anfühlt". Und man hat eine enorme Variabilität mit den verschiedenen Geistern, den verschiedenen Angreifern (Siedler-Nationen) und Szenarien.
    Torsten hat Spirit Island klassifiziert. (ansehen)
  • Thomas S. schrieb am 03.01.2019:
    Spirit Island ist ein Titel der "Kennerspiel" auf jeden Fall verdient. Man hat anfangs nur wenig Möglichkeiten und erarbeitet sich im Laufe des Spiels immer mehr Möglichkeiten.

    Gemeinsam versucht man die Invasoren von der Insel zu vertreiben. Damit das gelingt muss man sich gut abstimmen und gegebenenfalls selbst mal nur als Supporter betätigen.

    Über ein zu einfaches Spiel kann man sich fast nie beschweren und sollte es einem doch zu leicht vorkommen gibt es im Spiel noch einiges um es noch Anspruchsvoller zumachen.

    Also ich bereue den Kauf kein bisschen, das einzige was stört sind ein, zwei Übersetzungsfehler und das manche Karten (in der deutschen Ausgabe) mehrere Auslegungen ermöglichen.

    Mein Fazit ist, dass man Spirit Island mit einer Gruppe gut spielen kann, die bereit ist die grauen Zellen zu beanspruchen, ebenso bereit ist "Für die Gruppe" zurück zustecken und eine längere Spielzeit hinzunehmen.
    Thomas hat Spirit Island klassifiziert. (ansehen)
    • Uwe S. mag das.
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    • Uwe S.
      Uwe S.: Hallo Thomas,
      wir haben das Spiel zu viert mit unterschiedlichen Spielern gespielt und brauchten es nicht anspruchsvoller! Die dritte Partie... weiterlesen
      03.01.2019-13:06:03

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