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  • Christian E. schrieb am 07.11.2018:
    Nichts für mich.
    Die Spielidee, einmal die guten Ureinwohner (bzw. deren Götter) bei der Abwehr der Invasoren zu spielen, ist toll. Das Design und die Mini sind auch toll. Aber für mich ist das Spiel mit seiner Kernidee, zwischen schnellen Aktionen (vor der Ausbreitung der Invasoren) und langsamen Aktionen (danach), die aber durch schnelle Aktionen ebenfalls zu schnellen Aktionen gemacht werden können, die Achillesferse des Spiels. Die ersten Runden blanker Verzweiflung, in denen sich die Eroberer über die Insel breit machen, können noch relativ leicht abgestimmt werden. Aber sobald mehr Aktionskarten zur Verfügung stehen, wird das Spiel in meinen Augen zu unübersichtlich und sieht zu sehr nach Arbeit aus. Die angegebene Spielzeit ist selbst (oder vor allem) mit einer gut mitdenkenden Gruppe nicht ansatzweise zu erreichen (einmal haben wir fast 4 Stunden gespielt), dafür sind einfach zu viele Kartenkombinationen der Mitspieler dabei. Für mich ist das zu anstrengend, für andere sicherlich total spannend.
    Christian hat Spirit Island klassifiziert. (ansehen)
  • Bernd W. schrieb am 17.09.2019:
    Auch meine Meinung ist, dass Spirit Island ein lupenreines (schönes Wort ,-) )Expertenspiel ist. Man könnte es auch als thematisch aufgepepptes Schach betrachten.
    Die Schwierigkeit bei dem Spiel kann man durch die Auswahl der Geister beeinflussen, aber selbst bei den "einfach" zu spielenden Geistern ist es nicht einfach, sondern nur einfacher zu gewinnen ;-).
    Das Analysieren der jeweiligen Spielsituation ist sehr wichtig, die Anzahl der möglichen Aktionskombinationsmöglichkeiten steigt mit zunehmender Spielerzahl gefühlt exponentiell an. Deswegen habe ich es bislang auch nur zu zweit gespielt. Zu Dritt oder zu Viert kann ich es eigentlich nur empfehlen, wenn alle(!) Beteiligten das Spiel bereits sehr gut kennen.

    Man muss bei dem Spiel viel Denken und auch viel Knobeln, das muss man mögen. Es ist kein Spiel für einen seichten Spieleabend, sondern ein knallharter Kampf gegen die Invasoren. Wer sowas mag, der liebt das Spiel. Wem das Denken zu anstrengend ist, der findet auch das Spiel zu anstrengend. Mal eben so aus dem Bauch spielen ist ein Garant für eine Niederlage.
  • Wolfgang V. schrieb am 19.03.2019:
    Einleitung:

    Als Naturgeister einer abgelegenen Insel bekämpfen 1-4 Spieler einfallende Invasoren, um das Volk der eingeborenen Dahan zu schützen und dem Abbau der inseleigenen Ressourcen Einhalt zu gebieten. Doch die Anzahl der Eindringlinge ist erdrückend. Werden es die Protagonisten schaffen, dem Ansturm der Konquistadoren Stand zu halten und das Gleichgewicht der Natur zu bewahren?

    Ablauf:

    Zunächst einigen sich die Spieler auf ein Szenario und einen Schwierigkeitsgrad, bevor der Inselspielplan in die Mitte des Tischs platziert wird. Anschließend wird der Plan mit den vorgegebenen Invasoren- bzw. Dahan-Figuren bestückt. Alle sonstigen benötigten Materialien werden neben dem Invasorentableau bzw. neben dem Spielplan bereitgelegt.

    Jeder Spieler wählt einen Naturgeist und erhält das entsprechende Spielertableau sowie die dazugehörigen Startkarten. Das Spielertableau gibt vor, an welche Stellen die eigenen Geisterpräsenzen in Form von Holzscheiben eingesetzt werden. Im Verlauf einer Partie können weitere Präsenzen auf der Insel platziert werden. Dadurch erhöht sich das Einkommen von Energie und das Limit, wie viele Karten ein Spieler in seinem Zug ausspielen darf.

    Spirit Island wird über mehrere Runden gespielt, die immer in fünf Phasen untergliedert sind. In der Geisterphase wählt jeder Protagonist eine Wachstumsoption im oberen Bereich seines Geistertableaus aus. Dadurch kann er beispielsweise neue Präsenzen setzen, zusätzliche Energie erhalten, seine ausgespielten Karten zurück auf die Hand nehmen und neue Karten bekommen. Anschließend erhalten die Spieler ihr freigespieltes Energie-Einkommen und dürfen so viele Karten ausspielen, wie es der aktuelle Stand des Geistertableaus erlaubt. Das Ausspielen der meisten Karten kostet Energie. Sobald alle Spieler diese Phase abgeschlossen haben, werden die Sofort-Fähigkeiten der ausgespielten Karten aktiv und von den Protagonisten abgehandelt. Die Aktionsmöglichkeiten der Karten sind vielfältiger Natur, z.B. können Invasoren bekämpft werden (Schaden zufügen), Invasoren oder Dahan versammelt bzw. verschoben werden, Gebiete verteidigt werden usw. Danach folgt die Invasoren-Phase, in der die Eindringlinge Wüten, Bauen und Entdecken. In jeder Runde werden Invasoren-Karten gezogen und auf die Felder der drei Möglichkeiten verschoben. Die Aktion der Invasoren betrifft nur die Landschaftsfelder, die auf dem entsprechenden Feld liegt (z.B. wird nur im Dschungel gewütet oder in der Wüste gebaut etc.).

    Durch das Wüten im aktuellen Gebiet fügen die Invasoren dem Land und evtl. anwesenden Dahan Schaden zu. Unter Umständen wird das Landschaftsfeld verödet und anwesende Geisterpräsenzen werden aus dem Spiel genommen. Überlebende Dahan im entsprechenden Gebiet schlagen anschließend zurück und fügen den Invasoren Schaden zu. Danach bauen die Eindringlinge Dörfer und Städte und breiten sich über den Unterpunkt Entdecken weiter auf der Insel aus.

    Nun sind die Geister wieder an der Reihe, sofern sie Verzögerte Fähigkeiten ausgespielt haben. Weiterhin kommen Permanente Fähigkeiten zur Geltung, wenn die ausgespielten Spielerkarten dies ermöglichen. Nachdem diese Aktionen abgehandelt wurden werden die ausgespielten Karten auf die eigene Ablage gelegt und sämtliche verletzte Einheiten (Invasoren und Dahan) werden geheilt. Das Spiel endet siegreich, sobald das Spielziel des Szenariums erfüllt wurde. Sollte jedoch der letzte Ödnismarker platziert werden oder ein Geist vernichtet sein oder die Zeit abgelaufen sein, endet das Spiel sofort und die Geister haben gemeinsam als Team verloren.

    Meinung:

    Bevor wir zur eigentlichen Meinungsäußerung kommen, sollte erwähnt werden, dass die geschilderte Ablaufbeschreibung nur die Grundmechanismen von Spirit Island anreißt und viele Feinheiten bewusst auslässt, weil die Erläuterung aller Facetten den Rahmen einer vernünftigen Rezension sprengen würde.

    Spirit Island ist ein lupenreines Expertenspiel, das unzählige Stellschrauben beinhaltet, um den Schwierigkeitsgrad der Veröffentlichung zu beeinflussen. Das fängt bei der Auswahl der Geister an und geht weiter bis zur Hinzufügung einer Nationen-Variante und/oder eines Szenarios, das die Ausgangspositionen und ggf. die Siegbedingungen der Spieler verändert. Anfänger sollten jedoch mit der einfachsten Version des Grundspiels und den leichtesten Geistern beginnen, um problemlos in den Ablauf einer Partie reinzukommen. Sobald die Mechanismen des Spiels verinnerlicht sind, kann der Schwierigkeitsgrad nach Belieben angehoben werden.

    Aber egal, ob man das Basisspiel oder eine Fortgeschrittenenvariante spielt - Spirit Island macht tierisch Spaß und ist eine der besten Koop-Veröffentlichungen der letzten Jahre. Das Spiel ist spannend, fordernd und zugleich berechenbar, so dass vor allem Grübler und Tüftler voll auf ihre Kosten kommen. Aber Spirit Island kann auch halbwegs „aus dem Bauch heraus“ gespielt werden. Dann ist die Wahrscheinlichkeit eines Teamsiegs zwar nicht so hoch wie beim Extremanalysieren, aber Spaß macht diese Vorgehensweise trotzdem. Und sie kann auch zum Erfolg führen, sofern die Spieler nicht gar zu grobe Fehler machen.

    Zu Beginn einer Partie empfiehlt sich zumeist eine Ausbreitung der eigenen Präsenz, um mehr Einkommen / Karten freizuspielen und andererseits örtlich flexibler zu sein. Die nächste Empfehlung ist die Eindämmung der Bauaktivitäten der Invasoren und das zügige Freischaufeln von möglichst vielen Landschaftsfeldern. Und wie es so schön in der der Anleitung heißt – „tu so viel Du kannst“. Dieses Grundprinzip sollte immer beherzigt werden, um die Effizienz der Karten optimal auszuschöpfen.

    Einer der stärksten und effektivsten Geister ist sicherlich der Pfeilschnelle Blitzschlag, der zum einen äußert aggressiv ausgerichtet ist und zum anderen die Mitspieler durch eine bestimmte Karte beschleunigen kann (zwei Verzögerte Fähigkeiten können als Sofort-Fähigkeiten verwendet werden). Diesen Geist sollten speziell Novizen unbedingt aussuchen, um eine Partei erfolgreich absolvieren zu können.

    In späteren Partien können die Protagonisten die Rückseiten der Inselspielpläne verwenden. Diese sind optisch weitaus schöner illustriert aber schwerer zu erkennen. Zusammen mit einer Variante und/oder eines Szenarios wird Spirit Island dann richtig schwer und verzeiht wenig Absprachefehler. In diesem Zusammenhang muss übrigens auch die Skalierung des Spiels gelobt werden, denn Spirit Island funktioniert in jeder Besetzung tadellos (auch als Solospiel). Und wer jetzt denkt, dass die Lobhudelei irgendwann mal vorbei sein muss, sieht sich getäuscht, denn auch die Spielanleitung lässt weder Fragen noch Wünsche offen. Viel besser geht es nicht. Spirit Island fördert auch keinen „Alphaspieler“, der in Koop-Veröffentlichungen oftmals allein bestimmt, wo es lang geht. Durch die asymmetrischen Fähigkeiten der Geister ist jeder Spieler sein eigener Herr und muss selbst erkennen, wie er dem Team am besten weiterhilft.

    Fazit:

    Wer anspruchsvolle Kooperationsspiele mag kommt um Spirit Island nicht herum. Diese VÖ bietet wirklich alles, was das Koop-Herz begehrt. Und aufgrund der vielen Möglichkeiten („Stellschrauben“) besitzt Spirit Island einen überragenden Wiederspielreiz, wie man ihn nur selten findet. Einfach nur ganz große Klasse!

  • Klaus/Jutta P. schrieb am 10.06.2019:
    Pandemie für Experten!
    Ein weltklasse cooperatives Spiel. Sehr sehr schwer, da es viele verschiedene Möglichkeiten gibt miteinander zu interagieren. Das Zufallselement ist auf jeden Fall da, aber bleibt überschaubar.
    Der Leithundfaktor (der bei vielen coop-spielen ein Problem ist), droht hier, aber man kann kaum alle Möglichkeiten überblicken und muss sich ein Stück weit auf seine Mitspieler verlassen.
    Nichts für Grübler und Zugoptimierer! Die werden nicht fertig mit der Vorbereitung der einzelnen Züge. Der Einstieg ist nicht einfach (obwohl hier viel vom Spiel dafür getan wird!). Also sollte ein Profi mit am Tisch sitzen.

    - Super Ausstattung (3d- Miniaturen, schön illustiert)
    - Super Variabel (viele mögliche Charakter wählbar- unterschiedlicher Spielstil)
    - Schwierigkeit anpassbar
    - Spieleinstieg wir sehr erleichtert (vorgabe von Startcharakter und Fähigkeiten)
    - echtes Cooperatives Spiel. Alleine kann man kaum was bewirken, man braucht seine Mitspieler.
    - Spielplan wird variabel gestaltet (Je nach Anzahl der Mitspieler)
    Achtung! Abendfüllend!!

    Klaus/Jutta hat Spirit Island klassifiziert. (ansehen)
  • Torsten W. schrieb am 08.01.2019:
    Spirit Island ist ziemlich schnell eines meiner Lieblingsspiele geworden. Nach der ersten Partie (ein Freund hatte das Spiel über Kickstarter geholt, und die Thematik "Siedler andersrum" bzw. der Slogan auf der englischen Packung "The cooperative settler-destruction strategy game" hat mich stark angesprochen) haben mir die Mechanismen schon sehr gut gefallen, ich hatte nur Angst, dass es zu leicht sein könnte. Da wusste ich auch noch nicht, dass wir auf Schwierigkeitsgrad 0 (von 10) gespielt haben... :op

    Man kann sehr gut grübeln und optimieren, ohne dass es sich "nach Arbeit anfühlt". Und man hat eine enorme Variabilität mit den verschiedenen Geistern, den verschiedenen Angreifern (Siedler-Nationen) und Szenarien.
    Torsten hat Spirit Island klassifiziert. (ansehen)
  • Thomas S. schrieb am 03.01.2019:
    Spirit Island ist ein Titel der "Kennerspiel" auf jeden Fall verdient. Man hat anfangs nur wenig Möglichkeiten und erarbeitet sich im Laufe des Spiels immer mehr Möglichkeiten.

    Gemeinsam versucht man die Invasoren von der Insel zu vertreiben. Damit das gelingt muss man sich gut abstimmen und gegebenenfalls selbst mal nur als Supporter betätigen.

    Über ein zu einfaches Spiel kann man sich fast nie beschweren und sollte es einem doch zu leicht vorkommen gibt es im Spiel noch einiges um es noch Anspruchsvoller zumachen.

    Also ich bereue den Kauf kein bisschen, das einzige was stört sind ein, zwei Übersetzungsfehler und das manche Karten (in der deutschen Ausgabe) mehrere Auslegungen ermöglichen.

    Mein Fazit ist, dass man Spirit Island mit einer Gruppe gut spielen kann, die bereit ist die grauen Zellen zu beanspruchen, ebenso bereit ist "Für die Gruppe" zurück zustecken und eine längere Spielzeit hinzunehmen.
    Thomas hat Spirit Island klassifiziert. (ansehen)
    • Uwe S. mag das.
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    • Uwe S.
      Uwe S.: Hallo Thomas,
      wir haben das Spiel zu viert mit unterschiedlichen Spielern gespielt und brauchten es nicht anspruchsvoller! Die dritte Partie... weiterlesen
      03.01.2019-13:06:03

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