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  • Andreas F. schrieb am 26.02.2013:
    Snowdonia ist ein schönes Worker Placement-Spiel, welches auch thematisch sehr stimmig ist. Wer der Meinung ist, dass das Wetter einen ausbremst, muss dem halt entgegen wirken. Möglichkeiten mit verschiedenen Loks oder Aktionskarten gibt es dafür genug. Es gibt immer was zu tun, bei jedem Wetter!

    Unglücklich finde ich die Spielanleitung, die nicht alle Regelfragen klären kann. Massiv aufgefallen ist das bei den Aktionskarten. Die ist ein Blick in die englischsprachige Originalregel sehr hilfreich.

    Das Spiel spielt sich flott, es sei den Grübler sitzen mit am Tisch, dass bremst den Spass am Spiel deutlich aus.


    Das Spiel spielt sich zu zweit ebenso gut wie zu viert. Absolute Kaufempfehlung!
    Andreas hat Snowdonia klassifiziert. (ansehen)
  • Wolfram D. schrieb am 25.02.2013:
    Snowdonia ist für mich eines, wenn nicht das thematisch am besten umgesetzten Spiele des Jahrgangs.
    Die Spieler versammeln sich am Fuße des Snowdon und sollen die - real existierende - Eisenbahnstrecke hinauf zum Gipfel bauen. Dabei gilt es zunächst Geräll zu beseitigen, dann die Gleise zu bauen und natürlich auch die verschiedenen Haltepunkte auszubauen. Als Baumaterialien stehen uns Eisen & Stein zur Verfügung, zusätzlich auch Kohle um Loks zu erwerben oder einen extra Arbeiter aus dem Pub zum Arbeiten zu aquirieren. Eisen ist außerdem noch in Stahl umwandelbar, notwendig zum Bau der Gleise und für die Stationen.
    Zusätzlich steht uns noch ein Streckenvermesser zur Verfügung, den wir schon einmal den Berg hinauf schicken können. Am Spielende bekommen wir für den Vermesser Siegpunkte in Abhängigkeit seiner erreichten Station - je höher = je besser = mehr Punkte.
    Unsere Bautätigkeit ist dabei immer Abhängig von der aktuellen Wetterlage. Wer schon einmal in Wales (Schottland, England...)war kennt das schwankende Inselwetter. Je nach Wetterlage kommen unsere Arbeiter schneller, langsamer oder überhaupt nicht voran. Damit wir besser Planen können gibt es die Wettervorhersage für mehrere Tage.
    Um das Spiel voran zu bringen hat sich der Autor einen schönen Kniff einfallen lassen. Denn neben den Arbeitern der Spieler hilft das Spiel selbst beim Bauen mit. Dafür stehen weiße Klötzchen zur Verfügung, die - wenn sie aus dem Sack gezogen werden - ein oder mehrere Ereignisse auslösen. Unter anderem verkörpern sie eine Fremdgesellschaft die sich am Bau beteiligt, und so auch Streckenteile fertig stellen kann.
    Zu guter letzt gibt es noch Auftragskarten, die am Spielende einen Punktebonus für verschiedene erreichte Dinge geben, aber auch während des Spiels nutzbare & hilfreiche Eigenschaften besitzen.
    Am Snowdon fahren inzwischen 9 verschiedene, klassische Dampflokomotiven. Sieben davon sind im Spiel enthalten und können von uns Spielern erworben und genutzt werden. Die Vorteile sind sehr unterschiedlich, aber eben auch sehr hilfreich. Eine solche Lok zu besitzen lohnt sich auf jeden Fall.
    Snowdonia ist sehr gut umgesetzt und thematisch stark.
    Wolfram hat Snowdonia klassifiziert. (ansehen)
  • Matthias N. schrieb am 08.01.2013:
    Snowdonia - Ein Workerplacementspiel aus dem Hause Lookout-Games. Das alleine war mir ein Blindkauf wert und ich habe es nicht bereut!

    Im Grunde genommen bietet Snowdonia eigentlich nichts Neues: Ich habe eine begrenzte Anzahl Spielfiguren, die ich für Aktionen einsetze. Die Aktionen werden abgearbeitet und ich erhalte (hoffentlich) möglichst viele Siegpunkte. Allerdings werden in diesem Spiel bekannte Workerplacement- und Optimierungselemente geschickt und äußerst gelungen zusammen mit Eisenbahnspiel-Elementen zu einem wirklich guten Strategiespiel verwoben.

    Es geht darum, den höchsten Berg Wales im 19.Jahrhundert an das Eisenbahnnetz anzuschließen. Dafür gilt es, Gleiskarten, die um das Spielfeld herum ausgelegt sind, von Geröll zu befreien, die Gleise dann mittels Stahl zu legen, wobei der Stahl erst einmal hergestellt werden muss, wofür ich wiederum 3x Eisen benötige. Sobald die Gleiskarten von Geröll befreit worden sind, kann ich auch schon mit dem Stationsbau beginnen. Hierfür benötige ich bestimmte Materialien in bestimmter Anzahl, die ich wiederum vom Lager erwerben muss oder aber in den Werkstätten herstellen kann.

    Ich habe also pro Runde verschiedene Aktionen zur Auswahl: Gleise von Geröll befreien, Werkstoffe aus dem Lager holen, Geröll, Eisen u.a. in den Werkstätten veredeln (z.B. zu Stahl, oder Geröll zu Stein etc.), Gleise legen (wofür ich aber erst mal Stahl benötige und geräumte Gleiskarten vorhanden sein müssen), oder aber eine Lok kaufen, die im Laufe des Spiels sehr, sehr wichtig ist, oder aber ich erwerbe eine Auftragskarte und letztendlich kann ich noch meinen Vermesser den Berg hoch jagen, was von Station zu Station für die Endabrechnung immer attraktiver wird, denn je höher ich meinen Vermesser scheuche um so mehr Punkte verschafft er mir bei der Endabrechnung.

    Für all diese Aktivitäten stehen mir zunächst zwei Arbeiter (und somit pro Runde zwei Aktivitäten) zur Verfügung. Ich kann auch bestimmte Aktionen zwei Mal pro Runde benutzen, wenn die Aktionsplätze noch nicht vollständig belegt sind. Habe ich eine Lok und auch genügend Kohle in meinem Vorrat kann ich auch zu Rundenbeginn meinen versoffenen dritten Arbeiter aus dem Pub zerren und durch Arbeitstherapie versuchen, vom Trinken abzuhalten! Viel nutzen tut diese Arbeitstherapie aber offensichtlich nichts, denn der dritte Arbeiter verschwindet nach jeder Runde sofort wieder in den Pub und ich müsste ihn da erneut rauszerren, aber das kostet mich jedesmal eine Kohle, und Kohle ist in diesem Spiel eine echte Mangelware. Also nicht ganz einfach, den Arbeitstrupp zusammen zu halten. Der Vermesser turnt oben auf den Bergen rum und der Säufer hängt ständig im Pub ab. Nur zwei Arbeiter sind treu und fleißig und stehen bei jedem Wind und Wetter zur Verfügung. Apropos Wetter: Das spielt auch eine nicht unwesentliche Rolle. Mit jeder neuen Auftragskarte kommt ein Wetterwechsel ins Spiel. Scheint die Sonne, ist alles in Butter. Ich kann ein Geröll mehr abräumen und ein Gleis mehr legen. Bei Regen sieht das schon anders aus: Hier verringert sich die Anzahl der möglichen Geröllschaufeln, die ich pro Runde maximal abräumen darf. Auch der Gleisbau wird eingeschränkt. Ganz schlimm wird es bei Nebel. Da ist Geröllabräumen und Gleislegen gleich gar nicht möglich. Da möchte man sich am liebsten zu seinem Säufer in den Pub setzen.

    Und dann gibt es da noch die Ereignisse. Die können einem teilweise ganz schön die Pläne verhageln. Da hat man fleißig Werkstoffe gesammelt, um die eine derzeit erreichbare Station auszubauen (was immer lukrative Punkte bringt) und dann zieht man beim Auffüllen des Lagers aus dem Stoffbeutel diese kleinen fiesen weißen Steinchen und muss diese auf die Ereignisleiste auslegen. Und schon kann es passieren, dass die nächst erreichbare Station für den eigenen Bautrupp gesperrt wird. Echt übel. Und man hat nur 16 Markierungssteine pro Spiel zur Verfügung. Damit kann man seine gelegten Gleise markieren und seine Baustellen auf den Stationen kennzeichnen und sich somit die ausgeschriebenen Siegpunkte sichern. Aber vorsicht: Sind alle 16 Markierungssteine aufgebraucht, ist das Spiel für mich zu ende und ich kann mich erneut zu meinen Säufer in den Pub setzen und muss zähneknirschend zusehen, wie meine Konkurrenten in aller Ruhe die Bahnstrecke zu ende bauen.

    Ein wirklich tolles Spiel, das auch noch mit üppigem und guten Spielmaterial ausgestattet ist. Einziger Wehrmutstropfen ist die nicht gerade sehr verständliche Spielregel. Viele Begriffe werden vorne bereits erwähnt, aber hinten erst erklärt. Dass man für den Gleisbau genau einen Stahl benötigt wird überhaupt nirgends erklärt. Also das ist leider nur suboptimal gelöst. Auch zieht sich das Spiel am Ende dann doch ein wenig. Und so tue ich mich dann doch sehr schwer, diesem tollen Spiel 6 Punkte zu vergeben. Aber sehr sehr gute 5 Punkte hat das Spiel dann doch allemal verdient!
    Matthias hat Snowdonia klassifiziert. (ansehen)
  • Pascal V. schrieb am 26.10.2015:
    Workerplacementspiel für 1-5 Spieler ab 10 Jahren von Tony Boydell.

    Im Jahre 1894 helfen die Spieler beim Bau einer Eisenbahnstrecke zum höchsten Berg in Wales.
    Dabei setzen sie ihre Arbeiter und Loks ein, um Geröll weg- und Baumaterialien hochzuschaffen und heimsen ertragreiche Aufträge ein. Wenn das letzte Gleis schliesslich gelegt wurde, wird sich zeigen, wer am effektivsten mitgeholfen hat.


    Spielvorbereitung:
    Der Spielplan kommt in die Tischmitte und um diesen herum werden die (gelben) Stationskarten (je nach Mitspielerzahl bzw. Spielvariante kommen evtl. Karten aus dem Spiel bzw. werden die Karten mit ihrer blauen Rückseite ausgelegt) in aufsteigender Folge abgelegt, beginnend unten links von "Llanberis", mit "Llanberis" bis "Yr Wyddfa". Zwischen den Stationskarten sollte genug Platz für die Gleiskarten gelassen werden.
    Die Gleiskarten werden gut gemischt und dann immer soviele zwischen die Stationskarten zufällig abgelegt, wie auf der jeweiligen Stationskarte links oben - mit dem Pfeil nach links - vermerkt ist (Bsp. "Two Viaducts" zeigt eine "2" neben dem Pfeil, somit werden links dieser Station zwei Gleiskarten abgelegt, d.h. hier auch, dass links unten am Spielplan erst 2 Gleiskarten platziert werden und dann erst die erste Stationskarte).
    Hiernach werden auf die Gleis- und Stationskarten soviele Geröllmarker (braune Holzwürfel) abgelegt, wie dort Schaufeln abgebildet sind - bei den Stationskarten direkt auf das Baustellenfeld.
    Auf die Aktionsfelder A-G am oberen Spielplanrand werden je nach Spielerzahl evtl. noch spezielle Aktionskarten ausgelegt, ansonsten werden die Vordrucke benutzt.
    Auf die beiden Arbeitstempo-Leisten wird jeweils auf das zweite Feld eine schwarze Markerscheibe gelegt - weitere Scheiben kommen erst später ins Spiel.
    Die Auftragskarten werden gemischt (im Solitärspiel oder zu Zweit werden die Karten 28+29 zuvor entfernt) und als verdeckter Nachziehstapel auf das korrespondierende Feld abgelegt. Die obersten drei Karten werden noch verdeckt auf die drei zugehörigen Felder darunter gelegt.
    Um das aktuelle Wetter zu bestimmen, wird nun noch die passende Marker-Scheibe, die auf der mittleren dieser drei Karten zu sehen ist, auf das mittlere Sonnenfeld oberhalb abgelegt. Ebenso wird die passende Markerscheibe der rechten der drei Auftragskarten auf das rechte Sonnenfeld gelegt. Jetzt werden die drei Karten aufgedeckt.
    Nun werden noch die Lok-Karten unterhalb des Spielplans abgelegt. Bei 2-5 Spielern werden alle Karten gemischt und sechs hiervon offen ausgelegt - die übrige Karte kommt aus dem Spiel. Danach werden auf die Lok-Karten noch soviele Kohlen (schwarze Holzwürfel) gelegt, wie auf diesen (unten rechts) angegeben ist.
    Abschliessend werden noch 7 Eisen-, 4 Stein- und 1 Kohle-Marker auf die Vorratsfelder in der Spielplanmitte abgelegt und entsprechend der Spielerzahl noch 4-33 der jeweiligen Ressourcen in den Beutel gepackt (s. Tabelle), die Übrigen dieser Ressourcenmarker kommen aus dem Spiel.
    Die Holzmarker kommen komplett als allgemeiner Vorrat zur Seite.

    Die Spieler erhalten in ihrer Wunschfarbe 4 Spielfiguren und 16 Besitzmarker. Eine ihrer Figuren stellen sie als Vermesser auf "Llanberis" ab und eine Figur in den Pub, die anderen beiden verbleiben als Arbeiter im eigenen Vorrat. Der zufällig bestimmte Startspieler erhält noch die schwarze Startspielerlok.


    Spielziel:
    Die meisten Siegpunkte zu erhalten!


    Spielablauf:
    Den Spielern durchlaufen über die Runden folgende Aktionsphasen:

    1) Arbeiter einsetzen
    Beginnend beim Startspieler setzen die Spieler reihum einen Arbeiter aus ihrem Vorrat auf eines der Aktionsfelder, bis alle Spieler nacheinander alle Figuren platziert haben.
    Wer über eine Lok verfügt, kann sich vorher entscheiden, für die entsprechende Abgabe von 1-2 Kohle, den Arbeiter aus dem Pub für diese Runde mit zu nehmen.
    Platzierte Arbeiter müssen in der nächsten Phase die jeweils gewählte Aktion auch durchführen und können diese nicht übergehen! Ein Spieler kann auch mehrere Arbeiter auf dem selben Aktionsfeld platzieren, die Aktion wird dann mehrmals in entsprechender Reihenfolge durchgeführt.

    2) Aktionen durchführen
    Die Aktionsfelder A-G bieten allesamt unterschiedliche Funktionen für die Spieler und jeweils 2-4 Felder zum Abstellen der Arbeiterfiguren. Die Aktionen werden Von A-G nacheinander ausgeführt und dort jeweils in der Reihenfolge Feld 1-4 der platzierten Arbeiter.

    A) Lagerplatz
    Der Spieler nimmt sich bis zu 3 Ressourcenwürfel aus dem Lagerplatz (die drei Ressourcen-Felder in der Planmitte) und legt sie in den eigenen Vorrat - dabei darf aber immer nur 1(!) Kohle-Würfel genommen werden, sofern vorhanden!
    Ist dieses Aktionsfeld voll besetzt gewesen, erhält der Spieler des Arbeiters auf dem letzten Feld zusätzlich den Startspielermarker, ansonsten verbleibt dieser beim aktuellen Startspieler.

    B) Räumarbeit
    Das aktuelle Arbeitstempo (1-4) bestimmt, wieviel Geröll weggeschafft werden kann. Evtl. kommen hier Boni durch Lok- oder Auftragskarten hinzu.
    Der aktuelle Arbeiter nimmt dann entsprechend viele Geröllmarker von der Gleiskarte weg (sofern vorhanden, sonst "nur" den Rest) und erst, wenn alle Gleiskarten vor einer Station leergeräumt sind, kann auch Geröll von einer Stationskarte geräumt werden! Die Geröllmarker legt der Spieler in den eigenen Vorrat.
    Zu beachten bleibt, dass die Räumarbeiten von "unten nach oben" zu verlaufen haben, d.h. vom Tal zum Berg hoch, also von den Karten links ausgehend! Erst wenn eine Karte leergeräumt ist, kommt die Nächste dran, niemals eine beliebige Karte an anderer Stelle.

    Bei einer Stationskarte wird das Geröll entsprechend der Feldreihenfolge abgeräumt und derjenige Spieler, der das letzte Geröll von einer Station entfernt, stellt dort einen Besitzmarker auf die Baustelle, welcher ihm am Spielende Siegpunkte einbringt.

    Wird das letzte Geröllstück von der letzten Karte weggeräumt, kommt die zu Spielanfang herausgenommene Lok-Karte mit ihrer Rückseite wieder ins Spiel, denn diese wird nun so auf das Aktionsfeld "B" gelegt und bietet ab der nächsten Runde ein weiteres "Baufeld", anstatt den "Räumarbeiten", da diese ja nun nicht mehr nötig sind.

    C) Werkstatt
    Ein hier platzierter Arbeiter kann bis zu dreimal Material bearbeiten. Aus 3 Eisen wird 1 Stahl (aus dem allgemeinen Vorrat) und/oder aus 2 Geröll wird 1 Stein (aus dem Stoffbeutel, sofern noch vorhanden - nicht vorher nachgucken!). Eisen kommt hiernach in den Stoffbeutel, das Geröll aus dem Spiel.

    D) Gleise legen
    Entsprechend dem aktuellen Arbeitstempo, plus evtl. Boni durch Lok-Karten oder Auftragskarten, können X Gleise gebaut werden. Dazu legt der Spieler die gleiche Anzahl Stahlträger zurück in den Vorrat, dreht die Gleiskarten um und legt einen seiner Besitz-Marker auf die Karte - Voraussetzung ist natürlich, dass die Gleiskarte zuvor vom Geröll befreit wurde.

    E) Bauen
    Sobald eine Station erreichbar ist - d.h. alle Gleiskarten, die zu ihr hinführen sind (vom Geröll befreit und) gebaut -, können die auf der Karte dargestellten Bauvorhaben umgesetzt werden.
    Das auf der Stationskarten liegende Geröll, steht für die vorbeiführenden Gleise und hindert nicht am Bau in der Station.
    Der Spieler legt nun auf einen freien Bauplatz einen seiner Besitzmarker, wenn er die dort abgebildeten Kosten bezahlt (Stahl kommt dabei in den allgem. Vorrat und Steine in den Stoffbeutel) und hat damit das entsprechende Bauvorhaben durchgeführt.

    Alternativ hierzu, kann auch eine Lok gekauft werden, sobald das Ereignis "Lok jetzt verfügbar" eingetreten ist. Der Spieler zahlt die entsprechende Menge Stahl in den Vorrat und nimmt sich eine Lok.
    Dabei darf jeder immer nur eine Lok besitzen, diese kann aber jederzeit zurückgegeben werden - die Karte wird dann wieder abgelegt und erneut mit Kohle bestückt, sofern möglich.
    Als Beispiel für eine schicke Lok sei hier die "No. 4 Snowdon" genannt, die dem Besitzer bei Spielende 9 Siegpunkte einbringt.

    F) Baubüro
    Der Spieler nimmt sich eine der drei offenen Auftragskarten und legt sie vor sich ab (nutzt er diese, wird sie seitlich gedreht).
    Die Auftragskarten sind recht vielfältig, so gibt es z.B. den "Gleisbonus", der Spieler legt hierbei die Besitzmarker von X Gleiskarten auf diesen Auftrag, um am Spielende die hier angegebene Punktzahl zu erhalten.

    G) Vermesser bewegen
    Der Spieler bewegt seinen "Vermesser" eine Station weiter den Berg hinauf, egal, ob noch irgendwo Geröll liegt!

    3) Auftragskarten auffüllen
    Liegt eine Auftragskarte auf Position 1, wird sie verdeckt auf den Ablagestapel gelegt, alle anderen Karten rücken auf. Auf freie Felder werden neue Karten vom Nachziehstapel gelegt.

    4) Wettervorhersage aktualisieren
    Die Wetterscheiben werden ein Feld nach links verschoben, dabei zeigt die Scheibe ganz links das aktuelle Wetter - und damit auch das aktuelle Arbeitstempo, die Marker auf der zugehörigen Leiste werden entsprechend angepasst* - und die oberste Karte des verdeckten Auftragskartenstapels bestimmt die Farbe der Wetterscheibe, die nun ganz rechts hingelegt wird.

    *Sonne = Räumarbeiten: Marker 2 Felder nach rechts; Gleise legen: 1 Feld nach rechts
    Regen = Räumarbeiten: Marker 1 Feld nach links; Gleise legen: 1 Feld nach links
    Nebel = Räumarbeiten: die Marker bleiben liegen, wo sie sind, allerdings werden auf die Aktionsfelder "B" und "D" Nebelmarker gelegt, da diese in der kommenden Runde nun nicht zur Verfügung stehen

    Nach den Anpassungen, wird die ganz linke Wetterscheibe in den Vorrat zurückgelegt.

    5) Lagerplatz auffüllen
    Am Ende der Runde, werden entsprechend der Spielerzahl X Ressourcenwürfel aus dem Stoffbeutel gezogen und auf den Lagerplatz des Spielplans gelegt. Sind darunter weiße Würfel, werden sie auf die nächsten freien Felder der Ereignisleiste gelegt - Ereignisse werden sofort ausgeführt!

    Bei den eintreffenden Ereignissen 4, 7 und 10 werden anschliessend wieder drei Ereigniswürfel in den Stoffbeutel zurückgelegt.
    Es gibt dabei verschieden hilfreiche Ereignisse, wie z.B. "Fremdfirmen räumen Geröll", hier werden sofort alle Geröllwürfeln von sovielen Gleis- und Stationskarten entfernt, wie das aktuelle Arbeitstempo vorgibt.


    Spielende:
    Das Spiel endet in der Runde, in der auf die letzte Gleiskarte (neben der Station "Yr Wyddfa") Gleise gelegt wurden.

    In der Schlusswertung erhalten die Spieler Punkte für ihre Besitzmarker und zählen hierfür die auf den Gleis- und Stationskarten angegebenen Siegpunkte zusammen. Darüber hinaus gibt es Punkte durch evtl. erfüllte Auftragskarten und für den Besitzer der Lok "Snowdon". Der Vermesser bringt den Spieler noch die Punkte ein, die auf der Stationskarte oben rechts angegeben sind, auf der dieser steht.
    Der Spieler mit der höchsten Siegpunktzahl gewinnt.


    Varianten:
    Solitärspiel; das Solo-Spiel besteht aus 7 Partien, bei denen der Spieler jedesmal eine andere Lok zu Spielbeginn wählt. Beim Aufbau wird der Lagerplatz mit 6 zufällig gezogenen Ressourcenwürfel aus dem Stoffbeutel belegt. Bei der Wettervorhersage werden immer alle nicht genommenen Auftragskarten auf den Ablagestapel gelegt und drei Neue ausgelegt. Das Spiel endet frühzeitig, wenn der Spieler alle 16 Besitzmarker gelegt hat, bevor das letzte Gleis gelegt wurde.


    Fazit:
    "Snowdonia" ist ein gut austariertes und schönes Workerplacementspiel mit viel taktischem Tiefgang. Es bietet sich daher vor allem Vielspielern an und weniger dem breiteren Familienspielpublikum.

    Die Regeln und der Spielaufbau wollen die erste Partie in Ruhe angegangen werden, bieten dem geübten Spieler dann dafür aber im weiteren Verlauf ein angenehmes Spielgefühl.
    Die Testrunden konnten nach einiger Spielerfahrung deutlich spürbar ein ausbalanciertes Spielsystem erkennen, das vielfältige Vorgehensweisen ermöglicht, aber keine "UBER"-Taktik bietet.

    Der Wettlauf den Berg hinauf und damit der Wettstreit zwischen den Spielern um z.B. lohnende Räumarbeiten, sorgt natürlich für einen gewissen Grad an Interaktion, eine direkte Konfrontation bleibt aber aus.
    Dennoch kommt keine gruppierte Langeweile auf, da die Aktionen immer reihum ausgeführt werden.

    Das reichhaltige Spielmaterial ist von einer wertigen Produktion und wurde spielthematisch entsprechend gestaltet.

    Die Spielrunden verliefen allesamt sehr unterhaltsam und kurzweilig und nur anfänglich mit o.g. dezentem Stocken hie und da.

    Dem Spiel muss, abschliessend beurteilt, unbedingt eine gute Empfehlung ausgesprochen werden, denn einmal (richtig) gespielt, kommt es immer wieder auf den Tisch und mit den erhältlichen (kleineren) Erweiterungen wird auch für nochmal soviel Spielunterhaltung gesorgt.



    weiterführende Hinweise:
    - Verlag: Lookout Spiele
    - BGG-Eintrag: https://www.boardgamegeek.com/boardgame ... /snowdonia
    - HP: http://lookout-spiele.de/spiele/snowdonia/
    - Anleitung: deutsch
    - Material: deutsch
    - Fotos (und lesefreundliche Text-Formatierung): http://www.heimspiele.info/HP/?p=14771
    - Online-Variante: -
    Pascal hat Snowdonia klassifiziert. (ansehen)
  • Volker F. schrieb am 09.10.2013:
    Die Regeln und Abläufe wurden ja schon ausführlich beschrieben. Daher beschränke ich mich auf meine Eindrücke und Empfindungen.

    Habe es bislang jeweils in einer 5er-Besetzung gespielt. In dieser funktioniertz es hervorragend.

    Mein Eindruck: Grafik und Austattung gut gelungen, trotz des Tiefgangs mit einem schnellen Zugang, Regeln leicht verständlich, Workerplacement mit Anteilen einer Wirtschaftssimulation, es entsteht ein sehr realistisches Spielgefühl, atmosphärisch klasse, Mechanismen greifen sehr gut ineinander und sind zum Teil sogar völlig neuartig, das Thema passt ganz hervorragend zu den Abläufen.

    Besonder herzuheben ist der Einfluss des Wetters. Je nach Wetterlage gehen die Arbeiten langsamer voran oder sind zum Teil gar nicht ausführbar. Zum großen "Realismus" mit dem man das Thema hier nachspielt trägt auch die Idee bei, dass zunächst der Boden bearbeitet werden muss (Geröll entfernen) bevor man an das legen von Schienen denken kann. Gelungen auch der Einfluss den die Fremdfirmen nehmen in dem Punktoptionen verloren gehen und das Spielende beschleunigt wird. Dieser Mechanismus sorgt für einen zusätzlichen virtuellen Spieler.

    Mir gefällt das Thema und das Spielprinzip sowie vor allem der große Realitätsfaktor. Ein wirklich schönes Spiel und eine unbedingte Kaufempfehlung für alle die Workerplacement mögen.
    Volker hat Snowdonia klassifiziert. (ansehen)
  • Jörg K. schrieb am 31.03.2013:
    "Workerplacementspiel mit externen Einflüssen wie Wetter und Ereignissen. Spielerisch hat das Ganze durchaus seinen Reiz und macht Spaß!" vgl. Link zum Test und Video: http://www.cliquenabend.de/spiele/229100-Snowdonia.html
    Jörg hat Snowdonia klassifiziert. (ansehen)
  • Daniela u. Dietmar S. schrieb am 02.01.2013:
    Kann mich imGrunde nur den lobenden Worten meines Vorredners anschließen - für mich mein persönliches Spiele-Überraschungs-Highlight der Messe Essen 2012!

    Auch am Stand von Lookout gespielt und gleich im Anschluss daran dort gekauft (inkl. der Promokarten versteht sich....)

    Zuhause hat sich dieser erste "Messeeindruck" bestätigt - mir gefällt's!
    Daniela u. Dietmar hat Snowdonia klassifiziert. (ansehen)
  • Karsten S. schrieb am 14.02.2014:
    Text aus urheberrechtlichen Gründen entfernt
    Karsten hat Snowdonia klassifiziert. (ansehen)
  • Torsten F. schrieb am 16.09.2018:

    1. Einstiegslevel: 08/10
    2. Maximale Spieldauer: 120 Min.
    3. Verarbeitung des Themas: 90%
    4. Variabler Spielablauf: 70%
    5. Glück/Taktik/Interaktion: 30/60/10
    6. Grafik+Spielmaterial: 60%
    7. Spielspaß/Wiederspielreiz: 70%

    Snowdonia ist ein sehr taktisch geprägtes Workerplacement-Spiel, in das man sich lange hinein denken muss. Die Ideen und Mechanismen sind reizvoll, aber die Gestaltung vor allem des Spielbretts ist mir zu lieblos, so dass ich nicht unbedingt das Gefühl gewinne, dass ich eine Eisenbahnstrecke baue. Insgesamt nur für Strategen geeignet.
    Torsten hat Snowdonia klassifiziert. (ansehen)
  • Peter M. schrieb am 05.10.2013:
    Ich bin Vielspieler und mag am liebsten anspruchsvolle Spiele. Hier meine Bewertung: Snowdonia gehört für mich zu den drei besten Spielen dieses Jahrgangs!
    Peter hat Snowdonia klassifiziert. (ansehen)
  • Christian D. schrieb am 18.03.2013:
    Die Schachtel ist nicht wirklich hübsch und auch das sonstige Material hat uns nicht sofort angesprochen. Dazu hat man noch sehr viel Material im Karton, was im Spielaufbau vorbereitet werden will. Die Voraussetzungen waren also nicht gut, doch wir wurden positiv überrascht. Snowdonia ist ein gutes Spiel und die Grafik passt irgendwie zum Thema.
    Christian hat Snowdonia klassifiziert. (ansehen)
  • Uwe S. schrieb am 30.10.2017:
    Snowdonia ist ein Worker-Placementspiel, bei dem eine Eisenbahnstrecke auf einen Wolken verhangenden Berg gebaut werden soll. Somit behindert das launenhafte Wetter (mittels Auftrags-Karten bestimmt) sowie eintretende Ereignisse die Arbeiten (Geröll wegräumen, Gleise legen, Stationen bauen). Eine Lok gibt dauerhafte und Auftrags-Karten einen einmaligen Vorteile sowie mögliche Siegpunkte. Das Material für die Arbeiten kommt entweder vom zufällig gefüllten Lagerplatz (Eisen, Stein, Kohle) oder wird in der Werkstatt (Stein, Stahl) umgewandelt.

    Fazit: Snowdonia ist ein taktisches Spiel mit wohl-gestreuten Glückselementen, die aber zum Spielgefühl und nicht stören. Die Anleitung und der Stoffbeutel sind wahrlich nicht gut gelungen, das Spiel selbst jedoch schon.
    Uwe hat Snowdonia klassifiziert. (ansehen)

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