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  • Roland S. schrieb am 04.11.2019:
    ROLL PLAYER ist ein Würfel-Manipulationsspiel, bei dem alle Spieler versuchen, einen möglichst perfekten Fantasy-Charakter zu generieren. Dieser zeichnet sich aus durch: Rasse, Klasse, Gesinnung und Hintergrundstory - so wie man es von Oldschool-Rollenspielen (à la D&D) noch kennt. Es geht aber hierbei nicht wirklich darum, einen Charakter zu generieren, sondern es geht darum, Würfel zu optimieren. Das Charaktersetting steht nur als Spielthema Pate.

    Die Grundidee ist simpel: Die Klasse verlangt spezifische Werte in den 6 Attributen, die mittels Würfeln erzeugt werden. Jedes Attribut hat drei Stellflächen (Slots) für Würfel, deren Augensumme ergibt dann den Attributswert. Für jedes Attribut, bei dem man die vorgegebenen Endwerte erreicht, winken unterschiedlich viele Siegpunkte. Die Gesinnung bietet ebenfalls Siegpunkte, wenn sie zum Spielende spezielle Ausprägungen annimmt (z. B. Chaotisch/Gut), die die Gesinnungskarte vorgibt. Die Hintergrundstory wiederum verlangt spezielle Würfelfarben an speziellen Stellen im Raster. Je mehr Übereinstimmungen mit der Vorgabe man hier erzielt, desto mehr Siegpunkte winken. Und dann gibt es noch Gold, mit dem man von den zahlreichen Marktkarten pro Runde eine erwerben kann. Diese Marktkarten liefern neben Waffen und Rüstungen auch Eigenschaftskarten und Fertigkeitskarten. Waffen bringen spezielle Effekte, Rüstungen bieten weitere Siegpunkte, Eigenschaftskarten bringen ebenfalls Siegpunkte ein, wenn gewisse Bedingungen erfüllt werden und Fertigkeitskarten erlauben vielfältige Manipulationen im gesamten Umfeld des Spiels.

    Das Spiel ist so aufgebaut, dass man verschiedene Möglichkeiten hat, um Würfelpech auszugleichen, und das ist auch bitter nötig, denn prinzipiell ist jede im Raster eingesetzte 1 oder 2 bereits verheerend für die Erfüllung des zugehörigen Attributsziels, das eigentlich immer 14 oder höher beträgt. Manchmal sogar 18 oder höher (was tatsächlich durch Boni erreicht werden kann). Bedeutet also eine 1 quasi schon das Aus für ein Attributsziel? - Nein, natürlich nicht. Durch geschicktes Einsetzen von Würfeln kann man Manipulationsaktionen ausführen, beispielsweise einen Würfel auf die gegenüberliegende Seite drehen - so wird aus einer 1 plötzlich eine 6. Oder an anderer Stelle darf man einen beliebigen Würfel neu würfeln und sich zwischen dem alten und dem neuen Ergebnis entscheiden. Oder man darf zwei Würfel auf dem Raster miteinander die Plätze tauschen lassen, so dass ein wichtiger Würfel an eine siegpunktstarke Stelle kommt und ein mieser Würfel zu einem Attribut, das eh nur einen lumpigen Siegpunkt gebracht hätte. Und dann gibt es noch besagte Eigenschaftskarten, die beispielsweise besagen: "Du bekommst zwei Siegpunkte, wenn dein Intelligenz- oder Weisheitsattribut 8 oder weniger beträgt." Und auf einmal ist damit das Intelligenz-Attribut, wo man alle miesen Würfel geparkt hat, wieder im Rennen, vielleicht sogar wertvoller als zuvor.
    Man sieht, es gibt zahlreiche Möglichkeiten, aber man muss sich genau überlegen, welches Mittel man zu welchem Zeitpunkt optimal nutzt, denn alle sind nur wenige Male verwendbar und/oder kosten etwas. Hier kommen die Optimierer voll auf ihre Kosten.

    ROLL PLAYER ist trotz seiner wenig komplexen Regeln und der Tatsache, dass es sich auch gut erklären lässt, dennoch kein Gelegenheitsspiel, sondern eher ein Kennerspiel. Es zu lernen, ist einfach. Es zu meistern, nicht so sehr. Hier muss geknobelt, kombiniert und richtig taktiert werden. Obendrein sollte Fortuna auch in ausreichendem Maße mitspielen. ROLL PLAYER fordert den Spielern diverse Entscheidungen ab: Nimmt man einen "besseren" Würfel aus dem Pool der verfügbaren Würfel, ist dann aber dafür bei der Marktphase später dran und muss sich mit den Restposten begnügen? Oder nimmt man einen Würfel mit niedriger Augenzahl, manipuliert ihn mit den zahlreichen Mitteln des Spiels später auf einen passablen Wert und dafür in der Marktphase die freie Auswahl unter allen angepriesenen Gütern? Nimmt man sich den goldenen Würfel, weil er zusätzliches Gold einbringt oder doch lieber einen blauen Würfel, weil dieser am Ende Siegpunkte wert ist, während Gold am Spielende nur den Tiebreaker bei Siegpunkt-Gleichstand darstellt? Entscheidungen über Entscheidungen.
    ROLL PLAYER ist kein Spiel, das man mit Leuten spielen sollte, die Schwierigkeiten mit Entscheidungen haben und dazu tendieren, stundenlang über Wahlmöglichkeiten zu brüten ("Analysis Paralysis")!! Auch diejenigen, die am Knobeln, Taktieren und Optimieren keinen Spaß haben, werden vermutlich dieses Spiel nicht zu ihrem Lieblingsspiel erklären.

    Mein Fazit: ROLL PLAYER hat mir persönlich sehr viel Spaß gemacht. Die erste Partie diente primär dem Kennenlernen und Einschätzen der Spielelemente, Spieler mit Erfahrung sind hier absolut im Vorteil gegenüber Neulingen, was ggf. durch ein Siegpunkt-Handicap ausgeglichen werden sollte. Die zahlreichen Mechanismen des Spiels liefern genug Möglichkeiten, um aus Pech doch noch Gold zu machen, das Artwork ist sehr schön, und die Würfel sind von guter Qualität. Viele stören sich am Thema des Spiels (Erschaffung eines Fantasy-Charakters), aber darüber kann ich mit Leichtigkeit hinwegsehen, mich stört das nicht. Der Wiederspielwert ist vorhanden, dürfte aber nicht übermäßig sein. Das Spiel weist zudem einen Solo-Modus auf, den ich allerdings nicht ausprobiert habe und somit hier nicht bewerten kann.
    Ich vergebe dem Spiel solide 4 Punkte.

    Meine Punktewertung:

    1 - Gefällt mir überhaupt nicht / langweilig / kein Wiederspielreiz vorhanden
    2 - Geht so... naja, haut mich nicht vom Hocker, gibt bessere Spiele
    3 - Nichts Besonderes, macht Spaß, gefällt mir, gelegentlich.. Wiederspielreiz vorhanden
    4 - Ja, könnte ich öfters spielen, gefällt mir...
    5 - Ein super Spiel, empfehle ich gerne weiter, macht viel Spaß
    6 - Wow das ist DAS Spiel, ich bin süchtig danach...
    Roland hat Roll Player klassifiziert. (ansehen)
  • Holger H. schrieb am 22.02.2020:
    Nettes Spiel, Interaktions- und Optimierungsmöglichkeiten kommen aber erst nach einigem Spielen raus. Bis dahin wirkt es etwas eintönig.

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