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Eine eigene Bewertung für Rokoko schreiben.
  • Sven F. schrieb am 03.12.2013:
    Zur Mechanik wurde ja genug hier geschrieben.

    Mein Fazit:

    Schönes, unverbrauchtes Thema. Optisch sehr schön und klare Symbole, wie auch schon bei Village.
    Die Mischung aus Deckbau und Optimierung hat uns sehr gut gefallen.
    Die Spieldauer ist auch sehr angenehm (4 Personen ca. 75-90 Minuten).

    Für unsere Spielrunde eines der Highlights aus Essen dieses Jahr.
    Macht sehr viel spaß!
    Sven hat Rokoko klassifiziert. (ansehen)
  • Holger K. schrieb am 05.07.2014:
    Das Rokoko entwickelte sich aus dem Spätbarock, hatte seinen Ausgangspunkt in Frankreich und brachte eine Verfeinerung des gesamten höfischen Lebens mit sich. Aufwändige Bälle wurden veranstaltet und am französischen Hof entstand eine Kleidermode, dich sich in ganz Europa ausgebreitet hat. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich im Spiel Rokoko aus dem Hause Eggert alles um die Ausrichtung eines Balles mit allem was dazugehört dreht und die Spieler nicht nur für die Bereitstellung der passenden Garderobe für die Gäste zuständig sind, sondern auch für die musikalische Untermalung, die dekorative Gestaltung der Ballsäle und das große Abschlussfeuerwerk am Ende verantwortlich sind.

    Eventplaner dürfte die Rollen der zwei bis fünf Mitspieler am ehesten beschreiben, auch wenn die Spielanleitung "nur" von der Leitung eines Schneidereibetriebes durch die Spieler spricht, der am Ende der Veranstaltung durch seinen Beitrag zum Fest möglichst viel Ansehen erworben haben will. Fünf Arbeiter sind in den Schneidereien der Spieler anfangs beschäftigt und werden in Form von Karten dargestellt, mit denen die vielschichtigen Aufgaben wahrgenommen werden müssen. 15 Livre Startkapital, einmal Spitze und einmal Garn in Form von weißen bzw. grauen Holzsteinchen runden die Ausgangssituation der Spieler ab.

    Der Spielplan zeigt nicht nur die fünf Ballsäle und die Terrasse, von der aus sich das Abschlussfeuerwerk am besten beobachten lässt, sondern auch das Lagerhaus, in dem sich die Spieler die für die Kleider benötigten Stoffe und sonstigen Materialien besorgen können, und natürlich die Schneiderei, in der auf neun Positionen die zufällig aus einem Stoffbeutel gezogenen Kleiderwünsche potentieller Gäste ausliegen. Diese Plättchen zeigen auf der einen Seite das fertige Kleidungsstück, auf der anderen Seite die benötigten Stoffe und liegen im Bereich der Schneiderei natürlich mit ihrer "unfertigen" Seite nach oben aus.
    Darüber hinaus sind noch ein Gunstfeld, über das man sich die Position des Startspielers für die kommende Runde sichern kann, und mehrere Einstellungsfelder zu finden, bei denen in jeder Runde vier neue Mitarbeiter ausliegen. Diese können durch die Schneidereibetriebe angeheuert werden um das Mitarbeiterteam zu verstärken und dadurch letztlich mehr Aktionen flexibler nutzen zu können.

    Aus seinen Arbeitern wählt jeder Spieler zu Beginn einer jeden Runde drei Arbeiter aus, mit denen die laufende Runde bestritten werden soll. Dabei ist einiges zu beachten, denn nicht jeder Arbeiter kann jede Aktion ausführen und einmal verwendete Arbeiter stehen erst dann wieder zur Verfügung, wenn der Arbeitervorrat komplett eingesetzt wurde. Die Aktion "Arbeiter einstellen" beispielsweise, die einem gegen eine von der Anzahl der noch zur Verfügung stehenden Arbeitern abhängigen Gebühr einen zusätzlichen, noch in der laufenden Runde einsetzbaren neuen Mitarbeiter beschert, darf nur mit einem Meister ausgeführt werden während die "Gunst der Königin", die einem das Startspielerrecht für die kommende Runde gewährt, auch mit einem Gesellen erworben werden kann. Der Erwerb von Stoffen, deren Preise von der Anzahl der angebotenen Stoffe einer Auslage abhängen, oder die Finanzierung von Ausstattung für den Ball, also Musiker, Statuen, Brunnen oder Feuerwerke, die in den Ballsälen bzw. auf der Terrasse zu finden sind, sind einfachere Tätigkeiten, die auch von einem Lehrling geleistet werden können.

    Darüber hinaus kann man einen Mitarbeiter auch an den Hof des Königs entsenden. Dort verweilt er dann für den Rest des Spiels, d.h. er ist quasi aus dem Spiel und kann nicht mehr genutzt werden, bringt dafür aber seinem Arbeitgeber in Abhängigkeit von seinem Rang (Lehrling, Geselle, Meister) 4, 7 oder 10 Livre in die Kasse. Eine schnelle und einfache Möglichkeit an dringend benötigte Finanzmittel zu kommen, die dafür aber dauerhaft die Anzahl an Arbeitern verringert.

    Etwas differenzierte ist die Sache beim Schneidern von Kleidungsstücken. Grundsätzlich benötigt es dafür einen Meister oder zumindest einen Gesellen, doch einige Kleider zeigen neben den benötigten Stoffen auch einen goldenen Fingerhut, der das Herstellen dieses Kleidungsstücks als eine besonders schwierige Angelegenheit kennzeichnet, für die nur ein Meister in Frage kommt.

    Ein weiterer Punkt, der bei der Auswahl der Arbeiter für eine Spielrunde beachtet werden sollte, ist der Arbeiterbonus. Etliche der Arbeiterkarten zeigen im unteren Bereich eine Bonusaktion, die immer dann ausgeführt werden darf, wenn dieser Arbeiter für eine Aktion eingesetzt und diese Aktion durchgeführt wurde. Diese Bonusaktionen sind nicht zu unterschätzen, bringen sie einem doch Geld, günstige Einkaufsmöglichkeiten von Stoffen oder Materialien, Ansehenspunkte für bestimmte erreichte Ziele, beispielsweise 1 Ansehenspunkt für je zwei finanzierte Ausstattungen usw.
    Einige Arbeiterboni bringen ihre Ansehenspunkte auch nur einmalig und erst in der Schlusswertung, dafür fallen diese dann aber meist deutlich höher aus, zumindest wenn man sich bemüht hat, die geforderten Ziele so gut wie möglich umzusetzen.

    Mit der Auswahl seiner drei Mitarbeiter für eine Runde werden also bereits die Weichen für die kommende Runde gestellt. Beginnend mit dem Startspieler setzt reihum jeder einen Mitarbeiter ein, indem er die entsprechende Mitarbeiterkarte ausgespielt. Anschließend wählt und führt er eine passende Aktion und anschließend die ggf. vorhandene Bonusaktion aus und legt den Mitarbeiter schließlich auf seinen Ablagestapel. Das geht reihum, bis alle Spieler alle ihre Mitarbeiter, evtl. auch die in der laufenden Runde neu angeheuerte Arbeiter, ausgespielt haben.

    Eine der wichtigsten Aktionsmöglichkeiten dabei ist das Schneidern von Kleidungsstücken, auf die ich nochmal einen genaueren Blick werfen will. Wer an der Reihe ist, einen Meister oder zumindest einen Gesellen für die Aktion "Kleid schneidern" einsetzt, muss zunächst ggf. einen Geldbetrag zahlen, um das gewünschte Kleidungsstück überhaupt schneidern zu dürfen. Die Höhe dieses Geldbetrages ist dabei abhängig von der Position des gewählten Kleidungsstückes in der Auslage. Während die beiden Kleider ganz rechts in der Auslage kostenlos geschneidert werden dürfen, steigt der Betrag immer weiter an, je weiter links man in der Auslage auswählen will.
    "Teure" Kleider(-vorlagen) werden, sofern sie nicht gewählt wurden, in den nächsten Runden normalerweise aber immer günstiger, da evtl. entstandene Lücken in der Auslage erst durch neue Kleiderplättchen geschlossen werden, wenn alle noch ausliegenden Kleiderplättchen soweit als möglich nach rechts aufgerückt sind.

    Nach der also evtl. anfallenden Gebühr für das Schneidern müssen anschließend natürlich auch die geforderten Materialien abgegeben werden, also Stoffe in den angegebenen Farben, ggf. auch Spitze und Garn. Das fertige Kleidungsstück wird anschließend sofort entweder verkauft oder verliehen. Ein Verkauf bedeutet, dass das Kleidungsstück aus dem Spiel ist und am Ende keine Ansehenspunkte einbringt, dafür aber sofort Geld in Höhe des auf dem Kleidungsplättchen angegebenen Wertes in die Kasse spült.
    Verleihen bedeutet, dass zwar kein Geld verdient ist, das Kleidungsstück aber an einen Gast des Balls verliehen, d.h. mit einem Marker des entsprechenden Spielers markiert auf einem Ablagefeld eines Ballsaals auf dem Spielplan abgelegt wird. Dort bringt es dann die auf dem Kleidungsstück angegebenen Ansehenspunkte am Ende des Spiels.
    Geld oder Punkte, keine leichte Entscheidung wenn man bedenkt, dass die Ansehenspunkte letztlich über Sieg und Niederlage entscheiden, Geld aber dringend für den Erwerb von Stoffen, Garn und Spitze benötigt wird und nur wenige alternative Einnahmequellen zur Verfügung stehen. Das Entsenden von Mitarbeitern bringt zwar Geld, der Arbeiter ist allerdings verloren und die regelmäßigen Einnahmen am Ende einer Runde sind zwar vorhanden doch recht überschaubar, auch wenn sie sich durch Mitfinanzieren des Ausstattungsstücks Brunnen etwas erhöhen lassen.

    Verleiht man Kleidungsstücke, versucht man diese Gäste nach Möglichkeit im Thronsaal unterzubringen, denn von da aus besteht die Möglichkeit rechtzeitig zum Feuerwerk auf die Terrasse zu wechseln, was die Punkte für das Kleiderplättchen vervielfacht. Voraussetzung ist dabei allerdings, dass der entsprechende Spieler auch eine Feuerwerksausstattung auf der Terrasse gesponsert hat, die ihm den entsprechenden Platz auf der Terrasse sichert.
    In den anderen Ballsälen gilt es vor allem darauf zu achten sich Mehrheiten zu sichern, denn die bringen bei der Schlusswertung, nach sieben Spielrunden, Bonuspunkte, die man natürlich gerne mitnimmt.

    Aber nicht nur die an Gäste verliehenen Kleider bringen den Spielern am Ende Ansehenspunkte. Die Gunstkarte, die normalerweise das Startspielerrecht gewährt, bringt bei Spielende 3 Ansehenspunkte, je 10 Livre bringen einen weiteren Ansehenspunkt und auch einige der evtl. angeheuerten Arbeiter bringen durch ihren einmaligen Arbeiterbonus bei Spielende nochmal ordentlich Ansehen genauso wie Statuen, zumindest wenn man möglichst oft Sätze aus vier Kleidern in allen vier Farben in den Ballsälen unterbringen konnte.
    Sind alle Punkte abgerechnet weiß jeder Spieler, wie viel Ansehen ihm sein Beitrag zum Gelingen des Balls eingebracht hat und welcher Scheidereibetrieb dabei am erfolgreichsten war.

    Rokoko ist aus meiner Sicht nicht die leichte Kost die man möglicherweise zunächst dahinter vermutet. Ressourcenmanagement, Deckbuilding, Workerplacement, all diese bewährten Mechanismen kommen hier zum Einsatz, kombiniert mit einem relativ geringen Glücksfaktor und das könnte Gelegenheitsspieler möglicherweise überfordern.

    Zahlreiche Entscheidungen sind immer wieder zu treffen, bei denen es auch sehr oft auf das richtige Timing ankommt. Lohnt es sich noch seine Kleider zu verkaufen um seine Finanzen aufzubessern oder sind jetzt die Ansehenspunkte wichtiger, da das Spielende naht und/oder immer mehr Plätze in den Ballsälen besetzt sind? Schneidere ich das Kleidungsstück schon in dieser Runde, obwohl eine teure Gebühr zu zahlen ist, oder warte ich noch eine Runde, in der Hoffnung dass es günstiger wird.
    Aber habe ich in der nächsten Runde überhaupt den möglicherweise benötigten Meister zur Hand? Oder hat die Konkurrenz ebenfalls ein Auge auf dieses Kleidungsstück geworfen und schnappt es mir am Ende noch vor der Nase weg? All das sind Fragen mit denen die Spieler Runde für Runde konfrontiert werden.

    Abgerundet wird das Ganze durch ein unverbrauchtes und stimmiges Thema, das auch optisch äußerst ansprechend umgesetzt und einwandfrei ausgestattet ist. Zugegeben, Rokoko strotz nicht vor Innovation, aber das ist aus meiner Sicht auch wirklich das einzige, das man dem Spiel vorwerfen könnte, wollte man denn auf hohem Niveau jammern. Mir hat Rokoko sehr gut gefallen und mir scheint auch genügend Langzeitmotivation geboten zu sein, dass sich das in absehbarer Zeit auch nicht ändert.
    Holger hat Rokoko klassifiziert. (ansehen)
  • Pascal V. schrieb am 31.05.2014:
    Optimierungsspiel für 2-5 SPieler ab 12 Jahren von Matthias Cramer, Louis Malz und Stefan Malz.

    In Rokoko setzen die Spieler ihre Arbeiterkarten ein, um bestimmte Aktionen auslösen zu können und so im Spielverlauf immer mehr Ansehen zu erhalten. Wer bei Spielende dann über das größte Ansehen verfügt, gewinnt.

    Das Spiel ist recht zugänglich und der Spielablauf an sich simpel. Wenn man einmal die Anleitung durchgearbeitet hat, wird alles spätestens in den ersten Spielzügen klar und die Runden verlaufen recht eingängig.

    Die Spieler sollen bis zum großen Ballereignis in wenigen Wochen (7 Runden) fleissig Schneiderarbeiten durchführen und so die Kunden zufrieden stellen, die sich die Kleider und Röcke ausleihen und sie bei Hofe zur Schau tragen. Besonders schöne Ballkleider erwecken natürlich besondere Aufmerksamkeit und damit steigt das Ansehen des Künstler, der er geschneidert hat.
    Für die schnelle Münze zwischendurch können Kleider auch verkauft werden, ansonsten "lebt" der Schneider von seinem Einkommen am Rundenende.

    Als Möglichkeiten zur Verbesserung seines Einkommens und dem Schneiderhandwerk obliegt es dem Spieler neue Arbeiter anzuheuern, mit vielfältigen neuen Fähigkeiten (z.B. sparsamer mit den Stoffen umgehen oder zusätzliches Ansehen generieren, Geld für eine bestimmte Anzahl Arbeiter(karten) zu erhalten, u.v.m.), oder Stoffe, Garn und Spitze einzukaufen, Kleideraufträge anzunehmen, Ausstattungen zum Ballhaus beizutragen oder gar Arbeiter zu entsenden (für Geld an den Königshof zu vermitteln).

    Mit vielerlei Möglichkeiten ausgestattet, taktiert es sich also dezent durch die Runden und als Ziel wird natürlich immer im Auge behalten, viele Kleider zu kreieren und im Ballhaus unterzubringen, denn wer am Ende die meisten Kleider verliehen hat, hat deutliche Vorteile bei der Punktewertung.

    Material und Aufmachung sind wunderbar thematisch angepasst und von guter Qualität.
    Der Spielverlauf ist angenehm gehalten, da jeder immer etwas zu tun hat und die Glücksmomente sind recht stark reduziert.
    Bei einer Spielzeit von ca. 1,5 Stunden wird man gut unterhalten und behält das Spiel mit ziemlicher Sicherheit in guter Erinnerung, so dass es rasch wieder auf den Tisch kommt!
    Pascal hat Rokoko klassifiziert. (ansehen)
  • Clev W. schrieb am 07.03.2016:
    Da das Spiel mehrere Taktiken und ein interessantes Thema mit Kleider ausstatten liefert, bin ich voll zufrieden. Das Spielmaterial ist ohne Beanstandung. Das Spiel hätte den Kennerspielpreis verdient, ist aber nicht zu schwierig für Wenigspieler.
    Clev hat Rokoko klassifiziert. (ansehen)
  • Karsten S. schrieb am 02.02.2014:
    Rokoko, ein muss!!! Ein wunderschönes Brettspiel, dass allein schon zum Hinschauen einlädt und einen festhält. Rokoko zur Zeit Louis XV, ist ein Strategiespiel mit vielen Möglichkeiten, um in das Spielgeschehen einzugreifen. Spielablauf grob: Personenkarte ausspielen, Aufgaben erledigen, Material kaufen, ein Kleid oder Rock schneidern, in die Ausstattung des Balls investieren. Ein wunderschönes Brettspiel das einfach ein muss ist!!! Höchste Prioritätsstufe!!! Spielen!!! Testen!!! Kaufen!!!
    Karsten hat Rokoko klassifiziert. (ansehen)
  • Hans C. schrieb am 03.12.2013:
    Schönes Spiel, welches mir nur beim ersten mal etwas langwierig erschien. Auch gefiel mir die Startspielerregel nicht. Jeder sollte reihum einmal Starspieler sein. Die Optik ist wunderbar und es greift alles prima ineinander.Wichtig ist immer zu bedenken das alles auf die Endabrechnung zielt (zwischendurch ist fast nix zu holen)
    Hans hat Rokoko klassifiziert. (ansehen)
  • Timo A. schrieb am 03.12.2013:
    Rokoko ist ein Optimierungsspiel mit Deckbuilding-Elementen.

    Als Schneidermeister versuche ich, möglichst erfolgreich einen Bal zu organisieren. Dazu lehe ich nicht nur Adeligen die von mir produzierten Kleider für den Ball, ich kann auch Musiker, Feuerwerk und verschiedene Dekorationselemente wie Statuen und Feuerwerk beisteuern. Rohstoffe müssen beschafft und Kleider geschneidert werden, neue Mitarbeiter verstärken das Team. Durch meine Anstrengungen und die meiner Konkurrenten ist es kein Problem, die rauschende Ballnacht in einem spektakulären Feuerwerk auf dem Dach enden zu lassen.
    Motor des Spiels ist mein Kartendeck, bestehend aus unterschiedlich starken Karten. gesellen können nur maximal drei der sechs möglichen Aktionen ausführen, besitzen aber einen starken Bonus. Meister können alle Aktionen ausführen, die gewährte Zusatzaktion bleibt aber eher schwach. Im Laufe des Spiels kann ich mein Kartendeck aufstocken und bekomme immer bessere Karten auf die Hand, wobei sich an den grundsätzlichen Fähigkeiten der Karten nichts ändert. Das Glück beim Nachziehen der Karten aus meinem Kartenpool ist nicht vorhanden, da ich immer aus den nch nicht gespielten Karten auswählen kann, Vorausplanung ist gefragt. Um sein Deck schlank zu halten, sollte man von Zeit zu Zeit auch Mitarbeiter entlassen.

    Nichts an Rokoko ist wirklich neu. Der Markt für die Rohstoffe erinnert an Fresko, Deckbuilding ist seit Dominion auch ein alter Hut. Geld ist immer knapp und die Konkurrenz ist groß, sogar bei zwei Spielern kann man sich nicht immer aus dem Weg gehen. Es gibt Siegpunkte für dieses und für jenes, aber hauptsächlich für die Mehrheiten in den verschiedenen Festsälen.
    Das Material ist von guter Qualität, auch wenn die Siegpunktplättchen etwas fitzelig zu handhaben sind. Die grafische Gestaltung ist absolut gelungen und atmosphärisch, die regel verständlich und micht acht Seiten überschaubar kurz. Trotzdem mangelt es Rokoko nicht an Spieltiefe.
    Die thematische Einbindung ist mager. Man ist eher Event-Manager als Schneider. Ich glaube nicht, dass sich Schneider wirklich um Feuerwerk und Musik kümmern mussten, geschweige denn so reich waren, dass sie Adeligen die Kleider leihen konnten. Aber Schwamm drüber.

    Was in meinen Augen am meisten zählt, ist das Spielgefühl. Bei Rokoko ist es geprägt von hartem Konkurrenzkampf, Mangel und kniffligen Entscheidungen. Am Ende folgt die überbordende Schlusswertung und man sackt nach ca. 90 Minuten zu zweit und 120 Minuten zu viert leicht erschöpft, aber prächtig unterhalten, über dem Spieltisch zusammen. Bei relativ kurzen und einfachen Regeln muss man ständig überlegen und planen und wenn die Mitspieler dazwischenfunken ist es besser, einen Ausweichplan und ständig ein Auge auf die Konkurrenz zu haben. Insgesamt spielt sich Rokoko sehr rund und flüssig, lässt man einfach mal die Randgruppe der Grübler außen vor.

    Timo hat Rokoko klassifiziert. (ansehen)
  • Martin G. schrieb am 20.03.2014:
    Rokoko
    Endlich habe ich die letzte Neuerwerbung aus Essen ausgepackt und gespielt. Der Spielablauf ist ja schon zu genüge in den verschiedensten Rezensionen beschrieben worden, von daher nur meine Eindrücke:
    Es ist mal ein Spiel mit einem neuen Thema. Ich kann mich nämlich nicht erinnern wann ich einmal ein Spiel mit dem Thema „Kleider nähen“ auf den Tisch hatte. Das finde ich schon mal gut, denn Korn, Stein, Erz, etc. und Siedlungen bauen gibt es mittlerweile in genügend Ausprägungen. Optisch schön ist auch der Spielplan und das Zubehör geworden. Die Kleider sind nett anzusehen und die Personenkarten sprechend gestaltet.
    Die Anleitung ist leicht verständlich und lässt auch keine Fragen offen. Bei den Sonderfunktionen der Personenkarten haben wir mal nachgeschaut, aber eigentlich kein Problem. (Warum die Spiele-Offensive ein 1-stündiges Erklärvideo braucht sei mal dahin gestellt ;-) ). Zwar hält die Heftung der Anleitung nur ein Spiel aus, was ich mehr peinlich als ärgerlich finde, aber sei es drum.
    Beim Spielablauf gibt es mal die ein oder andere kleine Ärgerlichkeit. Die Plätze am Brunnen sind schon sehr wichtig und wer da leer ausgeht muss schon kämpfen –äh- nähen um aufzuholen. 7 Runden dauert das Ganze und obwohl ich nicht ein Freund von Rundenspielen bin (ich mag das plötzliche Ende von Puerto Rico), halte ich es ausreichend und gut austariert. Falls jemand es schafft zu Anfang ein sehr teures Kleid zu Geld zu machen, hat auch erst einmal ausgesorgt und kann auf Siegpunktjagd gehen.
    Apropos Siegpunkte, schön ist an dem Spiel meiner Meinung nach dass es keine Zählleiste gibt und so der Zwischenstand einigermaßen geheim ist. So kommt zumindest kein Frust auf bzw. die Jammerer fangen nicht sofort an rumzunörgeln. Punkte kann man auf viele Arten machen und das ist gut so. Ich mag Spiele grundsätzlich lieber die keine eindeutige Strategie vorschreiben um gewinnen zu müssen. So hat man es schließlich selbst verbockt und nicht der andere verbaut. (Man muss es nur hinterher zugeben)
    Abschließend kann man sagen dass es sich um ein zwar komplexes, aber durchaus locker flockiges Spiel handelt. Je mehr Spieler (max. 5) desto besser. Dann gibt es echte Warenknappheit und verleiht dem ganzen noch einen Extrareiz. Für mich volle 6 Punkte.
    Martin hat Rokoko klassifiziert. (ansehen)
  • Petra D. schrieb am 03.02.2014:
    Bei Rokoko handelt es sich um ein Brettspiel für 2 bis 5 Personen. Das Speilbrett ist beidseitig bedruckt. Je nach Anzahl der Personen wählt man die entsprechende Brettseite aus. Ziel des Spiels ist es genug Kleider zu schneidern und damit die Ballsäle zu füllen. Die Spielregeln sind einfach und verständlich.

    Jeder beginnt mit 5 Arbeiterkarten. Hiervon gibt es drei verschiedene Arbeiter, den Lehrling, den Gesellen und den Meister. Je höher der Rang des Arbeiters, desto mehr Hauptaktionen stehen dem Spieler zur Auswahl. Das Spiel geht über 7 Runden bestehend aus je vier Phasen. Die erste Phase ist die Rundenvorbereitung, in welcher im Lagerhaus die Rohstoffe und in der Schneiderei die Kleider aufgefüllt werden. Des weiteren werden vier neue Arbeiterkarten ausgelegt, die man in einem seiner Züge erwerben kann. Die zweite Phase besteht aus Auswählen von drei Arbeiterkarten meines Kartendecks. Die dritte und längste Phase besteht aus Ausspielen dieser Karten und Ausführen der entsprechenden Aktionen der Handkarten. Der Startspieler spielt eine seiner drei Handkarten, wählt je nach Rang aus bis zu 6 Hauptaktionen eine aus, führt diese durch und kann dann, wenn vorhanden den auf der Karte abgebildeten Arbeiterbonus nutzen. Danach spielt der nächste Spieler eine seiner Handkarten aus. So geht es reihum bis kein Spieler mehr eine Handkarte auf der Hand hat. Erwirbt mam als Aktion einen neuen Arbeiter kommt dieser auf die Hand und kann in der Runde sofort genutzt werden. Die ausgespielten Handkarten kommen auf einen eigenen Ablagestapel. Als vierte Phase erfolgt die Abrechnung, in denen das Einkommen ermittelt und ausgezahlt wird. Danach folgt die nächste Runde.

    Die Wahl der Handkarten in Phase zwei erfolgt analog des Deckbausystems. In Phase drei stehen 6 Hauptaktionen zur Auswahl, von denen ich lediglich eine wählen und durchführen darf, je nach Rang der gespielten Karte. Der Lehrling darf Rohstoffe erweben (= Rohstoffplättchen kaufen), Arbeiter entsenden (= Geld) oder aber die Ausstattung finanzieren (= Punkte). Der Geselle darf darüber hinaus die Gunst der Königin erwerben (= Geld und Startspieler) und ein Kleid in der Schneiderei schneidern, welches er dann entweder in eines der Ballsäle stellt (=Punkte/Geld) oder aber verkauft (= Geld). Der Meister darf als Einziger des Weiteren noch neue Arbeiter einstellen (= Ausbau des Kartendecks und mehr Arbeiterboni zur Verfügung). Das Einkommen in Phase vier beträgt für alle 5 Livres und kann je nach Ausstattungspunkten und Kleidern pro Runde erhöht werden. Am Ende zählen dann das Geld, die Kleider und die Ausstattungspunkte.

    Das Spiel ist gut zu zweit zu spielen und liegt so bei einer Stunde. Je mehr Spieler um so mehr Konkurrenz beim Kauf der Rohstoffe, der Kleider und der Arbeiter...

    Zu bemängeln an der Ausstattung des Spieles sind die Plättchen der sog. Ansehenspunkte (= Siegpunkte). Hier stehen kleine Plättchen mit den Werten 1, 2, 5, 10 und 20 zur Verfügung. Hier wäre eine Nummernleiste entlag des Spielfeldes oder aber ein separates Tablet mit Punketfeldern mit einem zustätzlichen Marker pro Person weitaus sinnvoller gewesen.

    Für mich ein schönes Spiel, was nicht zu lange dauert und durch einfache Regelungen einen schnell ins Spiel bringt. Durch die Aktionsphasen und deren etwas komplexeren Auswahlmöglichkeiten hat es schon einen gewissen Anspruch, da man genügend Geld und Materialien benötigt, um handlungsfähig zu bleiben. Hier muss man gut abwägen, welche Handkarten und somit Aktionsmöglichkeiten man in der Runde zur Verfügung hat und darf hoffen, dass der Mitspieler einem nicht zuvor wertvolle benötigte Rohstoffe oder günstige Kleider sowie interessante neue Arbeiter wegschnappt.
    Petra hat Rokoko klassifiziert. (ansehen)
  • Andre K. schrieb am 21.11.2016:
    Ich habe das Spiel schon etliche Male inzwischen gespielt und muss gestehen, das es mir jedesmal ein wenig besser gefällt. Leider habe ich es noch nie geschafft erster zu werden und daher ist mein Ehrgeiz immer noch hoch es einmal zu gewinnen. Alleine optisch ist das Spiel eine Wucht und das schöne Spielmaterial ist auch überragend schön ausgefallen. Allerdings wird man anfangs von den vielen Optionen im Spiel ein wenig erschlagen und ist etwas ratlos welchen Weg man zu beginn einschlagen soll. Kleider schneidern und sie an die Ballgäste ausleihen oder sich lieber als Sponsor der Veranstaltung festlegen mit dem Geld das man aus verkauften Kleidern erlangt hat. Neue Mitarbeiter anheuern und andere an den Hof senden oder eine Mischform aus allem? Spätestens im Laufe des Spieles versteht jeder das Spiel und schon in der ersten Partie ist der Spielspaß hoch. Doch ich kann versprechen, er wird immer größer je öfter man eine Partie wagt. Ich bin schon sehr gespannt welche Neuerungen die Erweiterung mit sich bringen wird.
    Andre hat Rokoko klassifiziert. (ansehen)
  • André P. schrieb am 12.11.2015:
    Durchweg gelungenes Kennerspiel!
    Zugegeben: Durch die Anleitung muss man sich erstmal durchkämpfen. Aber nach ein bis zwei Partien greifen die Automatismen langsam und man entdeckt nach und nach das ganze Potential des Spiels. Ich muss zwar festhalten, dass die Schneiderei-Thematik für mich jetzt nicht das Non plus ultra ist, aber insgesamt ist dieser thematische Hintergrund schon stimmig aufgebaut. Der Spielmechanismus selbst bietet eine Fülle von Möglichkeiten, die von mir nach ein paar Partien noch längst nicht alle erschlossen sind. Von daher ist der Wiederspielreiz nicht zu unterschätzen.
    Fazit: Leicht zu erlernen und nur eben für zwischendurch ist das Spiel sicher nicht, aber dafür bietet es eine Fülle von taktischen und strategischen Möglichkeiten und ist somit ein anspruchsvollen Spiel (eben für Kenner). Unter den artverwandten Spielen würde ich aber in letzter Instanz "Village" leicht den Vorzug geben.
    Insgesamt 5 Würfelaugen.
    André hat Rokoko klassifiziert. (ansehen)
  • Christoph K. schrieb am 13.05.2014:
    Die Regeln von Rokoko sind ja schon hinlänglich erklärt worden, daher möchte ich nur meine Eindrücke von Rokoko schildern:

    + sehr schön gestaltetes und qualitativ hochwertiges Spielmaterial
    + interesster Mechanismus (Aktionen sind je nach Meister/Geselle/Lehrling gesperrt)
    - teilweise eingeschränkte Aktionsmöglichkeiten, sodass man sich etwas vom Spiel gesteuert fühlt
    - Endabrechnung der Punkte erscheint ist sehr umfangreich und daher etwas unübersichtlich, sodass es zu glückbehaftet wirkt
    - Spieldauer für diese Spieltiefe zu lange

    Daher (leider) nur 4 Punkte.
    Christoph hat Rokoko klassifiziert. (ansehen)
  • Markus S. schrieb am 02.11.2013:
    Das Thema ist Geschmackssache, will ich nicht kritisieren. Manche meinen, dass es frisch ist. Ich kann mich nicht so gut reinversetzen.

    Aber am Wichtigsten ist natürlich das Spiel selbst. Das ist gut, übdurchschnittlich gut, aber nicht sehr gut. Zum einen ist die Varianz von Partie zu Partie zu gering. Mehrheitenwertungen gefallen mir persönlich auch nicht besonders gut. Der letzte Punkt ist, dass mir die Spieldauer für das Gebotene etwas zu hoch ist. Deshalb ein überdurchschnittliches 4/6.

    Update: Nach ein paar Partien muss ich das Spiel leider abwerten: Es läuft oft auf die Punktekarten bei Spielende hinaus, z.B. für jede Spitze+Garn gibt es 3 Punkte. Auf diese Punktekarten muss man spielen und am Schluß hat man oft keine Kontrolle darüber, ob man diese Karte bekommt oder nicht. Im Gegenteil, es können dann andere Spieler sagen, dass sie einem nicht die 21 Punkte (wenn man die Kombination 7x hat) gönnen. Dagegen kann man nicht viel machen, höchstens sich um den Startspieler bemühen, aber die anderen Spieler wollen diesen ja auch um ihre wertvolle Karte zu bekommen oder die eigenen Pläne zu zerstören. Kurz gesagt: Die Punktekarten sind zu wertvoll und es ist zu unplanbar ob man sie bekommt.
    Markus hat Rokoko klassifiziert. (ansehen)
  • Torsten F. schrieb am 17.12.2016:

    1. Einstiegslevel: 06/10
    2. Maximale Spieldauer: 60 Min.
    3. Verarbeitung des Themas: 100%
    4. Variabler Spielablauf: 80%
    5. Glück/Taktik/Interaktion: 30/60/10
    6. Grafik+Spielmaterial: 100%
    7. Spielspaß/Wiederspielreiz: 75%

    Rokoko ist eine Mischung aus Fresko, Concordia und Dominion und gefällt sofort mit dem wunderschön gestalteten Spielmaterial. Die Regeln sind nicht schwer und übersichtlich und dennoch hat das Spiel eine schöne Spieltiefe. Allein das Thema finde ich persönlich nicht so reizvoll, dass ich das Spiel ständig spielen könnte. Dennoch klare fünf Punkte!
    Torsten hat Rokoko klassifiziert. (ansehen)
  • Jörn F. schrieb am 16.11.2014:
    Hier gibt es schon so viele Eräuterungen, wie das Spiel funktioniert und ich kann mich den guten Meinungen nur anschließen! EinS piel, bei dem von Worker Placement bis Deckbuilding so alles vorhanden ist. Alles ist ziemlich gut verzahnt und es macht Spaß zuzusehen, wie sich die Ballräume mit den Ballkleidern füllen! Ein Spiel bei dem es viele Wege zum Sieg gibt und bei dem es auch Spaß macht noch andere Strategien zu erkunden. Nicht umsonst auf der Kennerliste, da es diese Zielgruppe gut unterhält!Mir jedenfalls macht es viel Spaß!!!
    Jörn hat Rokoko klassifiziert. (ansehen)
  • Peter M. schrieb am 04.04.2014:
    Top Spiel mit einigen guten Ideen. Wie zum Beispiel, dass nicht alle Aktion von allen Handwerkern erledigt werden können. Alle Aktionen können von den Meistern erledigt werden aber nur ganz wenige von den Lehrlingen. Viele von den Gesellen. Dieses Spiel ist sehr strategisch und an Vielspieler gerichtet.
    Peter hat Rokoko klassifiziert. (ansehen)

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