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  • Yannick R. schrieb am 16.05.2020:
    Riverboat ist ein sehr stimmiges Plättchenlegespiel für 2-4 Personen, bei dem wir einen möglichst punkteträchtigen Hafen am Mississippi gestalten wollen, nein genauer gesagt wollen wir nicht nur den Hafen haben, sondern auch eine florierende Landwirtschaft, wo wir z.B. Kartoffeln oder Mais anbauen.

    Wir bestellen unsere Felder in 4 Jahren in denen wir in jedem Jahr zunächst die Felder bestellen, dann darauf aussäen, um im Anschluss unsere Waren für bestimmte Aufwertungen zu verkaufen. Mögliche Siegpunktekarten zu nehmen und schließlich eine neue Runde vorzubereiten. Die Regeln sind gut geschrieben und verständlich aufbereitet und das Material ist funktional und gut. Im Kern stehen wir immer wieder vor mehreren Dillemata:
    1. Meine Arbeiter sind begrenzt. Wenn ich also Felder bestelle, brauche ich für jedes Feld einen Arbeiter. Ich möchte diese allerdings möglichst lange stehen lassen, damit ich möglichst große Flächen von bestelltem Land auf einmal ernten kann, wodurch ich vermutlich mehr Siegpunkte bekomme.
    2. Beim aussäen habe ich die Wahl zwischen 1er (0 Punkte), 2er (1 Punkt) und 3er (2 Punkte) Plättchen. Allerdings haben die 3er nur 2 gleiche Waren und die meisten 2er nur 2 unterschiedliche Waren. Wie gesagt ist aber mein Ziel möglichst große zusammenhängende Flächen zu erzeugen.
    3. Ich kann jede Runde zusätzliche Punkte bekommen, wenn ich jetzt schon bestimmte Dinge werte, oder aber Arbeiter in den Stadtrat schicke. Allerdings bedeutet das, dass ich gegebenenfalls weniger Punkte in Kauf nehmen, weil mir diese Personen nicht mehr zur Verfügung stehen.

    Das schöne an Riverboat ist, dass es flott geht, obwohl es doch spannende Entscheidungen mit sich bringt. Die Phase des Bestellens von Feldern spielen alle parallel, später wird abwechselnd gespielt. Die einzelnen Mechanismen fügen sich gut zusammen und dass ich durch Abgabe von schwer zu erhaltenden Münzen meine Aktionen modifizieren kann, bringt zusätzliche Würze in das Spiel. Am Ende ist Riverboat mehr oder weniger ein Solitärspiel, dem man anmerkt, dass darauf aufbauend Heaven & Ale erfunden wurde, dass in meinen Augen zwar härter ist, dafür allerdings auch noch reizvoller und mit dem "Rennmechanismus" ausgestattet, der zusätzliche Interaktion bringt.

    Riverboat ist insgesamt ein schönes Spiel, dass ich immer gerne mitspiele, aber nicht unbedingt haben muss.
    Yannick hat Riverboat klassifiziert. (ansehen)
  • Silke R. schrieb am 24.06.2018:
    Riverboat ist ein anspruchsvolles Spiel für 2 - 4 Personen. Es geht darum, die Felder zu bewirtschaften und die Erträge auf möglichst großen Schiffen (1 - 7) zu beladen. Man darf in den ersten drei Runden maximal zwei Schiffe kaufen, in der letzten Runde bis zu drei. Jedes Schiff gibt einen besonderen Bonus: entweder man darf seinen Hafenmeister bis zu drei Schritte weit ziehen, erhält eine Geldmünze, bis zu drei Siegpunkte, die sofort gegeben werden, erhalten eines Gutachters, Möglichkeit des Einsetzens eines Arbeiters in New Orleans oder der Erhalt einer Scheune.

    Der Hafenmeister ist für die Schlußwertung wichtig: es werden nämlich nur die Schiffe mit ihren Siegpunkten gewertet, bei denen der Hafenmeister entweder steht oder hinter sich gelassen hat. Volle Punktzahl bekommt übrigens nur der Spieler, dessen Hafenmeister am weitesten vorne ist; alle anderen erhalten "nur" halbe Punkte.

    Die Arbeiter erfüllen nur drei Zwecke: auf jedem Feld, auf dem ein Arbeiter steht, darf man auch Feldfrucht-Chips legen. Es gibt einzelne, doppelte oder auch dreifache Felder. Wie bei Burgen von Burgund sollte man sich bemühen, alle Felder einer Farbe zu befüllen - dann bekommt man am Spielende Extra-Punkte. Wobei die Farbe der Felder nichts über die Feldfrüchte aussagt - die Kartoffel z.B. kann man auch auf gelben, ockerfarbenen, weißen, grauen oder braunen Feldern bauen. Es muß auch nicht darauf geachtet werden, ob man nur Mais an Mais legt oder wild durchmischt - mehrere Felder mit derselben Frucht bringt aber extra Punkte wenn man z.B. eine Scheune mitten hineinbaut oder einen Brunnen darauflegt. Sowohl Scheune als auch Brunnen erfordern für die Wertung jedoch einen Gutachter (grüner Meeple). Die Arbeiter sind weiß. Will man ernten, nimmt man die entsprechende Anzahl der Arbeitern von den abzuerntenden Gemüse. Die Anzahl des geernteten Gemüses zeigt an, welches Schiff man sich kaufen kann - aus der offenen Auslage kostenlos, beim Nachziehstapel jedoch eine Münze.

    Arbeiter, die man nach New Orleans schickt, geben nur bei entsprechenden Bonuskarten oder eben in der Schlußwertung Punkte. Auch hier gilt: Wer die meisten hat, bekommt die meisten Punkte. Bei Gleichstand erhalten alle die Punkte, wenn auch das Geld gleich ist.

    Der Ablauf einer Runde gliedert sich in fünf Aktionen: 1. Felder bestimmen, auf denen angebaut werden kann. Derjenige, die diese Karte wählt, bekommt einen extra Meeple. 1. Felder bepflanzen - hier schaut jeder nach, wo die Meeple stehen - umsetzen kostet eine Münze pro Meeple. Je nachdem, kann man jetzt entweder ein 3er, 2er oder 1er Plättchen nehmen - so die Arbeiter richtig stehen. Es wird solange genommen, bis alle Meeples versorgt sind - fehlen Plättchen, werden diese aufgefüllt.
    3. Schiffe kaufen und beladen. 4. Bonuskarte auswählen - die Bonuskarten geben am Spielende noch Punkte oder auch während des Spieles, wenn der Spieler diese werten möchte. Hierfür benötigt er jedoch die Gutachter - nach einmaliger Wertung ist die Karte abgearbeitet.

    Am Spielende werden die letzten Karten oder Aktionen noch gewertet. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

    Ich gebe hierfür fünf Punnkte, da dieses Spiel taktische Tiefe besitzt, allerdings auch eine gehörige Portion Glück - bekommt man die gewünschten Gemüseplättchen, zieht man zur richtigen Zeit die richtige Anzahl von Arbeitern vom Feld und stellt sich nach New Orleans oder wählt man die richtige Bonuskarte, die einem am Ende noch Punkte bringt? Schafft man es, den Hafenmeister so weit wie möglich nach vorne zu bringen und hat noch genügend Geld in Reserve, um ein Unentschieder für sich zu entscheiden? Eine falsche Entscheidung kann einem den Sieg kosten, nur in einem Bereich zu gewinnen, heißt nicht, daß man das Spiel für sich entscheidet.
    Silke hat Riverboat klassifiziert. (ansehen)
  • Peter M. schrieb am 21.04.2018:
    Macht spaß und ist auch recht anspruchsvoll.
  • Stefan B. schrieb am 03.03.2018:
    Riverboat ist ein Spiel mit komplex ineinander greifenden Mechaniken und funktioniert prinzipiell sehr gut. Im Vergleich zu ähnlich komplexen Spielen bot es für uns sowohl vom Material als auch vom Thema her nicht so viel Spielspaß wie andere Spiele.
    Stefan hat Riverboat klassifiziert. (ansehen)

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