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Testberichte und Bewertungen von Kunden für Räuber der Nordsee - Grundspiel




Produktdetails | 5 v. 6 Punkten aus 15 Kundentestberichten | Variante hinzufügen | Dieses Spiel im Spielernetzwerk
Eine eigene Bewertung für Räuber der Nordsee - Grundspiel schreiben.
  • Marcus G. schrieb am 16.08.2019:
    Wikinger sind ein ganz beliebtes Themen in verschiedenen Medien. Auch uns Brettspielern kommt dieses Thema in vielen Varianten immer wieder auf den Tisch, sei es in Champions of Midgard, Vikings Gone Wild oder wie zuletzt bei Tal der Wikinger. Mit Räuber der Nordsee (engl. Raiders of the North Sea, die Version, die ich besitze) schauen wir uns heute mal ein Spiel an, das es auf die Nominierungsliste zum Kennerspiel des Jahres 2017 stand.

    Kennerspiel des Jahres – das hört sich kompliziert an, ist es aber glücklicherweise nicht. Zwar gibt es vieles im Auge zu behalten bei Räuber der Nordsee, der eigentliche Spielmechanismus ist aber tatsächlich recht einfach.

    In Räuber der Nordsee übernehmen wir die Rolle eines Wikingers, der das Stammesoberhaupt beeindrucken möchte. Und da die Wikinger ein kriegerisches Völkchen waren, verschafft man sich Eindruck (=Siegpunkte) nur durch Plünderungen umliegender Ortschaften (Häfen, Außenposten, Klöster oder Festungen), durch gute Kampfausrüstung, durch heldenhaften Tod im Kampf oder durch Darbietungen an das Stammesoberhaupt.

    Um all diese Ziele zu erreichen, schicken wir jede Runde einen Arbeiter los und holen einen zurück. Bei beiden Aktionen darf ich die Vorteile des Standortes nutzen. Im Dorf gibt es diverse Orte, an denen wir Ressourcen (Nahrung, Silber oder Handkarten) sammeln oder Aktionen ausführen (Anheuern von Crewmitgliedern, Ausspielen von Karten, Darbietungen bringen). Der Clou bei diesem im Grunde klassischen Arbeitereinsetzspiel ist: die Arbeiter haben unterschiedlichen Farben (schwarz, grau und weiß). Je nach Arbeiter ändern sich die Möglichkeiten an einigen Orten. Und da ich meinen Arbeiter nur auf ein unbesetztes Feld stellen kann und von einem besetzten nehmen kann, ergeben sich viele spannende Taktiken, sich selbst Vorteile zu verschaffen und gleichzeitig die Möglichkeiten des Gegners zu blockieren.

    Habe ich genügend Ressourcen gesammelt und eine ausreichend große Crew angeheuert, darf ich auf Plünderfahrt gehen – sofern sich in meiner Hand gerade ein fürs Ziel farblich passender Arbeiter befindet. Für jedes der Plünderziele gibt es bestimmte Voraussetzungen (Crewgröße, Nahrung, eventuell auch Gold). Während die Häfen leichte Beute sind, brauche ich für die anderen Ziele auch eine bestimmte Mindeststärke bei meinen Crewmitgliedern, um aus einer erfolgreichen Plünderung Siegpunkte zu ziehen. Als Beute bekomme ich Gold, Fleisch oder Erz, die ich entweder als Darbietung in Punkte oder im Dorf in andere Vorteile umsetzen kann. Allerdings gibt es auch immer wieder Walküren unter der Beute, was bedeutet, dass eins meiner Crewmitglieder nach Walhalla gehen muss. Am Ende bekomme ich dafür auch noch Siegpunkte, erst einmal ist es aber hinderlich.

    Apropos Crew: die Crew, die ich gegen Silber im Dorf von meinen Handkarten anheuere, bringt nicht nur ihre Kraft ein, sondern auch permanente Vorteile. So gibt es Crewmitglieder, die im Dorf mehr Ressourcen ergeben, andere geben Extra-Siegpunkte beim Plündern bestimmter Ziele oder senken die Voraussetzungen zum Plündern. Hier ist also auch ein Augenmerk drauf zu legen.

    Das Ende wird eingeläutet, wenn es keine Darbietungsplättchen zum Nachziehen gibt, nur noch ein ungeplündertes Festungsfeld gibt oder alle Walküren vom Feld verschwunden sind. Es gewinnt derjenige, der in der Endabrechnung die meisten Punkte hat.

    Natürlich kann und will ich hier nicht auf jedes Element und Regeldetail eingehen, dafür gibt es die Anleitung und viele tolle Beschreibungen im Internet.

    Räuber der Nordsee ist ein wirklich schönes Arbeitereinsatzspiel, dessen Spielmechanismus im Grunde simpel ist, da jeder Zug aus dem Einsetzen und Wegnehmen eines Arbeiters besteht. Durch die verschiedenen Farben und deren Einschränkungen wird das Spiel richtig interessant. Es sind ausreichend viele Spielelemente im Auge zu behalten, dass auch Vielspieler gefordert sind, ohne andere Spieler zu überfordern. Mir gefällt Räuber der Nordsee ausgesprochen gut. Es ist optisch sehr ansprechend, die Symbolik ist sehr gut gewählt, da entstehen keine Zweideutigkeiten. Die Materialqualität ist spitze, es liegen tatsächlich echte Münzen dem Spiel bei. Das Regelwerk ist gut geschrieben und klar strukturiert und hilft auch gut beim Einstieg.

    Dass Räuber der Nordsee nicht Kennerspiel des Jahres 2017 geworden ist, liegt übrigens nicht an der fehlenden Qualität dieses schönen Spiels, sondern an der Tatsache, dass mit dem modernen Klassiker Terraforming Mars und E.X.I.T. zwei noch größere Schwergewichte auf der Nominierungsliste standen.

    Deshalb kann ich jedem nur empfehlen, sich in einer Proberunde mal an dieses schöne Arbeitereinsetzspiel heranzuwagen.

    Mit Bildern gibt es das ganze auch unter: http://werne-spielt.de/2019/08/raeuber-der-nordsee/
    Marcus hat Räuber der Nordsee - Grundspiel klassifiziert. (ansehen)
  • Mario G. schrieb am 27.05.2018:
    Ich möchte mich kurz zu Räuber der Nordsee äußern und ein wenig auf die beiden Erweiterungen "Felder des Ruhms" und "Halle der Helden" eingehen, die es, warum auch immer, noch nicht in der SO gibt.

    Für mich ist RdN eines der Besten und aktuell bei mir das meistgespielte Spiel, was bei meiner Sammlung schon was heißen will. RdN ist das komplexeste Spiel innerhalb der Nordsee-Trilogie, auch wenn der Spielmechanismus an sich gar nicht so komplex erscheint (ich setze einen Arbeiter ein - ich nehme einen anderen Arbeiter vom Brett und mache jeweils dadurch eine Aktion), die Fülle an verfügbaren Aktionsmöglichkeiten muss man zu Beginn erst mal verinnerlichen und ergründen wann mir welche Aktion was bringt. Hinzu kommen die vielen unterschiedlichen Karten, die ich kennen muss, um sie taktisch gut einsetzen zu können. Doch tiefer wollte ich gar nicht in das Basisspiel einsteigen. Wichtig ist, das das Grundspiel einem schon so viele Optionen bietet, dass man sich Fragen muss: Braucht man dazu eigentlich überhaupt eine Erweiterung?
    Dazu die klare Antwort: Nein braucht man nicht! RdN bietet in seiner Basis schon ein gutes komplexes Spiel auf Kennerspielniveau, welches sicher viele Stunden Spielspaß bietet...

    Wer es aber noch etwas komplexer mag oder schon die zigste Partie hinter sich hat, dem kann eine zusätzliche Erweiterung sicher noch auf die Sprünge helfen...

    Felder des Ruhms im einzelnen:
    - 30 Neue Wikinger Karten - speziell mit den Aktionen und Mechanismen dieser Erweiterung verwoben
    - Spielmaterial für einen 5. Spieler
    - 2 Walkürewürfel - ersetzen die roten Würfel aus dem Grundspiel, wenn du möchtest - der Unterschied: auf der II ist ein Walküresymbol, d.h. du verlierst zusätzlich einen deiner angeheuerten Wikinger, wenn du schlecht würfelst.
    - Neuer Ort zum Plündern: Weiher - kann unter ähnlichen Bedingungen wie ein Hafen erobert werden
    - Ruhmesleiste: Eine zusätzliche Quelle für Siegpunkte, wenn du dich besonders Stark zeigst
    Vor allem aber führt FdR die "Jarls" ein. Mächtige Gegner die sich dir während deiner Raubzüge entgegen Stellen. Du hast die Wahl, ob du vor einem Jarl fliehst, ihn besiegen oder sogar in deine Mannschaft anheuern möchtest.
    - fliehst du = verlierst du 1 Ruhm oder Siegpunkt
    - besiegst du ihn = erhälst du Ruhm aber deine Mannschaft erhält Wundenmarker, welche die Mannschaft schwächen (jede Wunde veringert die Stärke eines Wikingers um 1)
    - unterwirfst du ihn = erhält deine Mannschaft weniger Schaden, aber du erhältst einen fähigen Mitstreiter der dir am Spielende nochmal Siegpunkte einbringen kann.
    Im Spiel mit den Jarls muss man noch gewiefter vorgehen, wann ist der richtige Zeitpunkt sich dieser Herausforderung zu stellen. Mein Tipp: Du solltest genauso bereit dafür sein einen Jarl zu töten, wie auch ihn in deine Mannschaft zu holen.

    Halle der Helden im einzelnen:
    - 30 Neue Wikinger Karten - speziell mit den Aktionen und Mechanismen dieser Erweiterung verwoben
    - 6 Spieletableaus
    - Spielmaterial für einen 5. (bzw. 6. Spieler mit beiden Erweiterungen)
    - Neuer Ort im Dorf: Das Langhaus – erlaubt dir entweder einen Auftrag zu erfüllen oder dir einen von 3 ausliegenden Wikingern auf die Hand zu nehmen, dabei erhältst du zusätzlich 1-2 Met.
    - Aufträge: Um Aufträge zu erfüllen musst du Wikingerkarten von der Hand abwerfen, deren Gesamtstärkewert mindestens so hoch ist wie der Stärkewert der auf dem Auftrag angegeben ist. Dafür erhältst du die aufgedruckten Ressourcen und am Ende des Spieles Siegpunkte.
    - Met - kannst du in Kämpfen einsetzen, was deine Stärke um je 1 Punkt erhöht. Der eingesetzte Met muss danach abgeworfen werden.
    - Ansehensplättchen: Es kommen zufällig 4 Ansehensplättchen ins Spiel. Du kannst ein solches Plättchen erwerben indem du 3 gleiche Aufträge (es gibt 3 Arten von Aufträgen) erfüllst.


    Tipp für den Spielaufbau mit Halle der Helden: Zu Beginn des Spiels mischt alle Aufträge und verteilt sie verdeckt auf den Beutefeldern bevor ihr die Beute zufällig auf diesen verteilt. Wird das Beutefeld dann beraubt, deckt ihr das Auftragsplättchen auf. Leicht wird sonst vergessen, diese Plättchen nach dem Beutezug auf das Beutefeld zu legen oder man fragt sich bei einem schon genommenen Auftrag: War auf dem Beutefeld schon ein Auftrag gelegen?

    Meine Meinung: Beide Erweiterungen verlängern das Spiel jeweils um weitere 20 Minuten, pro weiteren Spieler 5. und 6., kann man getrost auch nochmal 20-30 Minuten Spiellänge mit einrechnen. Natürlich generiert man dadurch auch mehr Downtime, zumal man noch weniger den eigenen Zug vorausplanen kann, bis man wieder an der Reihe ist. Thematisch und Spielmechanisch fügen sich beide Erweiterungen phantastisch in das Spiel ein, wodurch es mir echt schwer fällt einzuschätzen welche der beiden Erweiterungen ich mehr empfehlen kann. Wir bekommen neue Optionen für taktische Überlegungen und zusätzliche Quellen für noch mehr Siegpunkte und es fühlt sich an als würden die Erweiterungen schon immer dazu gehören. Für mich sind sie kaum wegzudenken, aber es gestaltet sich schon schwierig mutige Spieler zu aquirieren um in den vollen Genuss des Spieles zu kommen, denn es ist jetzt mit allen Modulen schon ein 2,5 - 3h Hammer (zumindest bisher) und das zu viert. Das Spiel legt mit einer Erweiterung schon eine Schippe Komplexität zu und mit beiden Erw. ist es HD. Was nicht zuletzt der hochwertigen Qualität geschuldet ist (es setzt zwar gegenüber dem Grundspiel nichts mehr drauf, aber es hält den hohen Standard). Trotzdem, der Preis macht die Musik. Für 35€ kann ich mir schon ein vollwertiges Spiel ala Dice Forge zulegen und das kostet hier nur eine der Erweiterungen. Klar, eine so gute Qualität kostet, aber 70€ für beide Erweiterungen gegenüber 45€ für das Basisspiel (was ich schon als obere Preisklasse bezeichne) das ist recht happig für einen kleinen Geldbeutel und dafür das dies ebendem nur eine bzw. zwei Erweiterungen sind. Meiner Ansicht nach hätte es völlig ausgereicht, beide Erw. zum Preis des Grundspiels in einer Box raus zu bringen...
    Hier muss aber jeder für sich selbst abwegen, ich habe mich dazu hinreißen lassen, es zu kaufen und bereue es noch nicht, da es, wenn auch nicht immer mit allen Erweiterungen, immer wieder den Weg auf meinen Spieltisch findet…

    @Sammlerbox:
    Vorteil: - du bekommst hölzerne Proviantmarker
    - du bekommst alles aus RdN incl. Erweiterungen schön sortiert in eine Box
    Nachteil: - kostet 25€
    - passt nicht mehr zu den anderen Nordseeboxen, weil größer
    - ich erhalte 3 Leerboxen

    Meine Meinung: Ich habe außer den 6 Spielertableaus (die man für das Spiel nicht zwingend braucht) alles aus den Erweiterungen in der kleinen RdN Basisbox untergebracht. incl. Metallgeld für 6 Spieler.
    Die 6 Spielertableaus passen Prima in Schiffbauer der Nordsee mit dazu, die ich auch gerne mal mit auf Spielabende nehme...wenn ich RdN dabei habe.
    Mario hat Räuber der Nordsee - Grundspiel klassifiziert. (ansehen)
  • Pascal V. schrieb am 09.11.2018:
    Review-Fazit zu „Raiders of the North Sea“, einem taktischen Wikinger-Workerplacementspiel.


    [Infos]
    für: 2-4 Spieler
    ab: 12 Jahren
    ca.-Spielzeit: 60-120min.
    Autor: Shem Phillips
    Illustration: Mihajlo Dimitrievski
    Verlag: Garphill Games
    Anleitung: englisch
    Material: englisch

    [Download: Anleitung]
    dt., engl., frz., jap., ung., ital., holl.: https://www.boardgamegeek.com/boardgame/170042/raiders-north­-sea/files

    [Fazit]
    Um­ ihrem Häuptling zu gefallen ziehen die Wikinger des Dorfes los und überfallen Dörfer, Klöster und Festungen, bekämpfen Walküren, rauben Gold und Vieh und spenden^^ es dem Chef.
    Um dies alles zu bewerkstelligen und so auch allmählich immer mehr Punkte zu generieren, setzen die Spieler ihren Wikinger (Arbeiter) der Wahl entweder im Dorf ein – hier wird dann die Aktion des ausgesuchten Feldes ausgeführt und dann gleich ein (anderer!) Wikinger zurückgenommen, wobei dessen Aktionsfeld ebenfalls aktiv wird – oder auf See, um auf Raubzug zu gehen. Für Raubzüge muss nicht nur die „Arbeiter“-Figur entsprechend platziert werden (dies ist nicht überall für jede Figur möglich!), der Spieler muss auch über eine bestimmte Anzahl Proviant und Kämpfer verfügen. Werden so die Bedingungen des angegriffenen Ortes erfüllt, erhält der Spieler die dort liegenden Ressourcen und entführt eventuell dort ansässige „Arbeiter“ – und nur auf diesem Wege kommt man an spezialisierte „Arbeiter“, die dann im eigenen Dorf wiederum weitere Aktionsfelder nutzen können. Ist eine Walküre vor Ort, stirbt automatisch ein eigener Soldat!

    Auf die Art verbessern die Spieler nach und nach ihre Punktebalance und Möglichkeiten, bis eine der Endbedingungen ausgelöst wird (z.B. alle bis auf eine Festung wurden erobert) und es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

    „RotNS“ spielt sich von Beginn an flüssig – wenn man auch in den ersten Runden immer gleich Ressourcen sammeln muss, aber immerhin werden diese jedesmal neu und verschieden verteilt -, dank des strukturierten Spielzugangs, aufgrund der guten Anleitung. Der meist taktische und vorausschauende Spielablauf, mit dezenten Glücksanteilen beim Würfeleinsatz, ist immer interessant und bietet fast keine Längen. Die wunderschön gestalteten Spielkomponenten bieten dazu reichlich Abwechslung und für den Wiederkehrer immer wieder neue Herausforderungen durch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Karten. So kann z.B. jedesmal ein komplett anderer Schwerpunkt auf die Mannschaftszusammenstellung gelegt werden, wenn es um Raubzüge geht. Auch die Gewinnoptionen sind variabel, ob man nun in erster Linie z.B. durch Kämpfe oder Spenden punktet, kann sich je nach Spielverlauf auch immer anders entwickeln.
    Eine Interaktion zwischen den Spielern ist durchaus gegeben, je nach genutzten Kartenfähigkeiten und vor allem durch den Arbeitereinsatz, denn fast immer, wird der, für den nächsten Zug, erhoffte Aktionsplatz bzw. die geplante Reihenfolge, in der man die gegebenen Aktionen nutzen möchte (oder muss) quasi-blockiert. Auch durch die Vorgabe, dass die richtig interessanten Plätze eben spezialisiertere Arbeiter benötigen kann für ordentliche Ärger-Taktiken sorgen^^.

    Ein sehr gutes Wikingerspiel, mit forderndem Workerplacement-Mechanismus, das unbedingt in jede Sammlung von Vielspielern gehört und Gelegenheitsspielern auch auf jeden Fall vorgestellt werden muss! Es funktioniert mit jeder Spielerzahl gleich gut, ist entsprechend ausbalanciert und bietet sehr wertiges Spielmaterial. Die zugehörigen Erweiterungen dürften das Spiel noch interessanter machen, obwohl es das eigentlich gar nicht nötig hat.

    [Note]
    6 von 6 Punkten.


    [Links]
    BGG: https://www.boardgamegeek.com/boardgame/170042/raiders-north­-sea
    HP:­ http://garphill.com/product/raiders-of-the-north-sea
    Ausgep­ackt:­ n/a

    [Galerie]
    http://www.heimspiele.info/HP/?p=26917

    ­
    Pascal hat Räuber der Nordsee - Grundspiel klassifiziert. (ansehen)
  • Silke R. schrieb am 21.01.2018:
    Räuber der Nordsee ist ein sehr interessantes Spiel für 2 - 4 Spieler. Interessant unter anderem deshalb, weil man es fertig gebracht hat, ein komplexes Spiel mit hochwertigen Spielmaterial in einer kleinen, optimalen Spieleschachtel zu verpacken!

    Und noch ein wichtiger Punkt: die Spieleanleitung ist einfach und verständlich geschrieben! So wünscht man sich eine Spieleanleitung!

    Zwar gilt auch hier: derjenige, der die meisten Siegpunkte hat, gewinnt das Spiel. Allerings - es gibt viele Wege das Ziel zu erreichen! Zunächst gehen die Spieler davon aus, daß die Siegpunkte ausschließlich durch die Plünderung der Festungen zu holen sind - das ist auch richtig. Dabei werden jedoch auch die Siegpunkte durch die Darbringungsplättchen, als auch die Walkürensiegpunktleiste gewaltig unterschätzt! Aber zunächst einmal: jeder Spieler erhält zu Spielbeginn zwei Silbermünzen, 1ein schwarzer Arbeiter und eine Schiffskarte in der Farbei seiner Wahl (mit der 50 SP-Seite nach unten).

    Jetzt zieht jeder Spieler fünf Karten aus dem Dorfbewohnerstapel; davon werden drei ausgesucht und den Rest zurück unter den Nachziehstapel gelegt. Jeder Spieler darf maximal acht Silber und acht Handkarten besitzen!

    Um Schiffsbesatz anheuern zu können, muß man seinen schwarzen Arbeiter in die Baracke stellen - und die Kosten für die Karte bezahlen. Geld bekommt man in der Silberschmiede - bei dem schwarzen Arbeiter sind es drei Silbermünzen, bei grauen oder weißen Arbeitern erhält man nur noch zwei Silbermünzen. Solange man nur über schwarze Arbeiter verfügt, darf man nur die Häfen angreifen, bei grauen die Klöstern und nur bei weißen darf man die Festungen angreifen.

    Jetzt liegen in den Häfen auch die schwarzen Steine - die Walküren. Um die zu erhalten, muß man ein Besatzungsmitglied abgeben - je mehr man also Walküren sammelt, desto mehr Besatzungsmitglieder gehen verloren - abert desto mehr Siegpunkte bekommt man auf der Walkürensiegpunkteleiste! Auch der Darbietungsstapel sollte beachtet werden, man nimmt sich ein Darbietungsplättchen und füllt diese mit den geforderten Beutestücke auf - am Spielende bekommt man die aufgedruckten Siegpunkte (zwischen 3 und 6 Siegpunkte). Vieh sind am Spielende sind ein Punkt wert - pro zwei Vieh. Pro Gold und Eisen bekommt man jeweils einen Siegpunkt. Auch bei den Manschaftskarten gibt es teilweise noch Siegpunkte - sofern sie die Beutefahrten überlebt haben. Um die Beutefahrten jedoch erfolgreich durchführen zu können, sollte man auch die Rüstungsleiste hochsetzen - auch hier gibt es noch Siegpunkte.

    Bei unserem Spiel räumte mein Mann fast im Alleingang die Festungen ab - gewonnen habe allerdings ich - mit den Darbietungsplättchen und der vollen Walkürenpunkteliste. Wir beide haben dieselben Punkte bei der Rüstungspunkteliste und bei den Manschaften...

    Was uns noch zu unserem Glück noch fehlt, sind Erweiterungen, um das Spiel noch abwechslungsreicher zu machen. Dennoch - fünf Punkte ist das Spiel allemal wert!
    Silke hat Räuber der Nordsee - Grundspiel klassifiziert. (ansehen)
  • Uwe S. schrieb am 14.09.2017:
    Räuber der Nordsee - Grundspiel ist ein Worker-Placementspiel, bei dem mit verschieden farbigen Arbeitern (schwarz, grau, weiß) die jeweilige Aktion (die Farben der Arbeiter besitzen teilweise Einschränkungen) beim Einsetzen (arbeiten, plündern) und Aufnehmen (nur arbeiten) ausgelöst wird. Im Dorf wird gearbeitet (Handkarte ziehen, ausspielen, abwerfen oder anheuern, Rüstungen, Proviant oder Silber erhalten, Siegpunkte beim Häuptling erzielen). In den Siedlungen (Hafen, Außenposten, Kloster, Festung) wird, sofern die jeweiligen Bedingungen erfüllt sind, geplündert, dabei Beute (Walküren, Gold, Eisen, Vieh, Siegpunkte) gemacht und wiederum ein Arbeiter aufgenommen. Kurz gesagt, man beginnt seinen Zug mit einem Arbeiter, setzt ihn ein und nimmt zum Schluß seines Zuges einen anderen Arbeiter auf. Die Dorfbewohner (Handkarten) haben eine militärische Stärke, Kosten zum Anheuern sowie eine Mannschafts- (beim Anheuern) und Ratshallen-(beim Ausspielen) Aktion.

    Fazit: Räuber der Nordsee - Grundspiel besitzt mit dem Mechanismus beim Setzen und Aufnehmen von Arbeitern jeweils eine Aktion ausführen zu können ein interessantes Konzept. Ständig muß man auf die Reihenfolge der Aktionen (zuerst Arbeiter einsetzen, dann aufnehmen) sowie die Einschränkungen durch die Farbe der Arbeiter im aktuellen Zug als auch im nächsten Zug achten. Die Taktik-Möglichkeiten sind meiner Meinung nach jedoch stark begrenzt.
    Uwe hat Räuber der Nordsee - Grundspiel klassifiziert. (ansehen)
  • Torsten F. schrieb am 06.01.2018:

    1. Einstiegslevel: 06/10
    2. Maximale Spieldauer: 60 Min.
    3. Verarbeitung des Themas: 70%
    4. Variabler Spielablauf: 60%
    5. Glück/Taktik/Interaktion: 20/70/10
    6. Grafik+Spielmaterial: 80%
    7. Spielspaß/Wiederspielreiz: 75%

    Räuber der Nordsee macht Spaß. Spielmaterial und Spielprinzip machen einen sehr runden Eindruck. Das Spiel spielt sich flüssig und ist für geübte Spieler schnell erlernt. Euphorie bricht bei mir aber keine aus. Das liegt vermutlich daran, dass die Entfaltungsmöglichkeiten doch sehr begrenzt sind und sich die Spielzüge auf Dauer ähnlich anfühlen. Im Dorf holt man eben immer wieder neuen Anlauf zur nächsten Plünderung, was sich dann auch mal ziehen kann. Dennoch ist das Spiel gelungen und für Strategen eine klare Kaufoption.

    Torsten hat Räuber der Nordsee - Grundspiel klassifiziert. (ansehen)
  • Christian E. schrieb am 23.02.2018:
    Ein würdiger Kennerspiel-Kandidat! Ein wunderbar einfach zu erlernendes und umso schwerer zu meisterndes Worker-Placement-Spiel mit sehr schöner Grafik und zahlreichen Mechanismen, die das Spiel auch nach zahlreichen Wiederholungen spannend bleiben lassen. Auf jeden Fall ein Dauerbrenner.
    Christian hat Räuber der Nordsee - Grundspiel klassifiziert. (ansehen)
  • Alexander S. schrieb am 30.07.2017:
    Spaßiger und planerischer Raubzug durch die Wikingergefilde. Super Workermechanismus. Optisch ein Highlight. Wäre für mich der verdientere Kennerspielpreisträger gewesen.
    Alexander hat Räuber der Nordsee - Grundspiel klassifiziert. (ansehen)
  • Thomas S. schrieb am 08.01.2018:
    Räuber der Nordsee ist ein waschechtes Workerplacement-Spiel. Nicht mehr und nicht weniger. Nach den vielen tollen Beurteilungen hier, haben wir viel erwartet. Aber im Kern erfindet Räuber der Nordsee das Genre nicht wirklich neu. Ganz im Gegenteil, es vereinfacht es. Und das ist die Stärke des Spiels. Workerplacment-Spiele sind meist Vielspielern vorbehalten, da die Aktionsmöglichkeiten Spieleinsteiger oder Gelegenheitsspieler häufig erschlagen. Räuber der Nordsee vereinfacht das System, in dem man immer nur einen einzigen Arbeiter (Wikinger) einsetzen bzw vom Spielbrett entfernen darf. Daher sind die Handlunsgmöglichkeiten beschränkt und der Einstieg schnell gemeistert. Leider muss man aber auch sagen: Wer bereits schon einige Workerplacement-Spiele im Spieleschrank hat, wird hier nicht wirklich die neue Offenbarung finden. Ganz im Gegenteil: Für den doch sehr hohen Preis für das Spiel, dürfte im Kern Räuber der Nordsee für Vielspieler zu flach daher kommen und zu einfach strukturiert sein. Aber wenn man Einsteigern mal eine Workerplacement-Spiel näher bringen will, ist es genau das richtige Spiel.

    Mein Fazit: Wer ein Workerplacement-Spiel für die ganze Familie sucht, ist hier gut aufgehoben. Wer schon Workerplacement-Spiele zu Hause hat, bekommt hier allerdings nicht viel Neues geboten.
    Thomas hat Räuber der Nordsee - Grundspiel klassifiziert. (ansehen)
  • Thomas S. schrieb am 25.08.2019:
    Workerplacement mit dem neuen Kniff der Doppelaktion (quasi Placement und Removement), dazu sehr schönes Spielmaterial und ausgewogenes Verhältnis von Komplexität, Erlernbarkeit, Spieltiefe und Spielspaß.
    Thomas hat Räuber der Nordsee - Grundspiel klassifiziert. (ansehen)
  • Peter B. schrieb am 05.03.2018:
    Räuber der Nordsee vereint das genial simple Prinzip des Loveletter (eins legen, eins nehmen) mit einem sehr schön illustrierten und toll ausgestatteten Brettspiel. Das hätte der große Wurf werden können, wenn, ja, wenn es kein Worker Placement geworden wäre.
    Ich gebe zu, ich mag das Spielprinzip des Worker Placements allgemein nicht. Das hat einen einfachen Grund, der sich bei den Nordseeräubern wieder mal sehr deutlich zeigt:
    - Die einzige Interaktion besteht darin, sich gegenseitig Felder und Ressourcen weg zu nehmen. Ansonsten sammelt und plündert jeder so vor sich hin. Schnarch.
    - Die Downtime ist furchtbar. Ich mache meinen Zug (ca zwei Minuten) und schlafe dann die nächste viertel Stunde, bis mich mein rechter Nachbar anstubst. Ich mache wieder meinen Zug und schlafe danach wieder. Denn das Problem, typisch Worker Placement: Ich kann erst dann wirklich planen, wenn ich dran bin. Denn ob ein Aktionsfeld für mich frei sein wird oder nicht bestimmt letztlich mein rechter Nachbar. Bis dahin kann ich mir die Fngernägel abkauen, mich ärgern, weil "mein" Kloster geplündert wurde oder einfach den Vögelchen im Garten zuschauen. Vielleicht hätte ich mir auch ein Buch mitbringen sollen...
    Wir haben zu viert gespielt, etwa zwei Stunden lang. Meine drei Mitstreiter waren begeistert von dem Spiel und etwas entsetzt, dass ich, nachdem ich gewonnen hatte, nur meinnte, dass ich das Spiel furchtbar langweilig finde.


    Fazit:
    + Schön illustrierte Karten und Spielbrett
    + opulent ausgestattet mit viel Holzmaterial
    + extrem simples und rasch erlernbares Spielprinzip: Eins hinstellen (Feld auslösen), eins wegnehmen (Feld auslösen)

    - Geringe Interaktion zwischen Spielern
    - Downtime (gefühlt) lange, besonders, wenn ein "Grübler" dabei ist
    - Siegpunkte sammeln. Das IMHO lahmste Siegen ist das nach Punkten.

    Wer Placements wie Agricola, Puerto Rico und Co. mag wird Räuber der Nordsee lieben. Wer Interaktion mag wohl eher nicht.
    Für mich nur drei Punkte, sorry!
    Peter hat Räuber der Nordsee - Grundspiel klassifiziert. (ansehen)
    • Heike K. mag das.
    • Martin D. mag das nicht.
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    • gelöschte P.
      gelöschte P.: Zitat: "Eventuell krittel ich demnächst ein Wenig an Deiner "Siegpunktwertung""

      Kannste gerne machen. Weiß zwar nicht warum, wenn es keine... weiterlesen
      11.07.2018-00:36:41
    • Peter B.
      Peter B.: Übrigens ist Outlive eines jener seltenen Worker Placement Spiele, das die oben genannten Fehler nicht macht. Relativ hohe Interaktionsdichte,... weiterlesen
      14.08.2018-14:57:23
  • Sandro D. schrieb am 01.12.2017:
    grundspiel schon sehr stark, mit erweiterung bombe!
    easy to learn , easy to teach!
    • Marcus G. und Peter B. mögen das nicht.
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    • gelöschte P.
      gelöschte P.: Ganz einfach: Mit deinen Pro's in Deiner Rezi kann das Spiel doch fast schon keine "3" mehr werden. Bei den Con's sehe ich keine spezifischen... weiterlesen
      01.07.2018-11:34:01

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