Für die Funktion unseres Onlineshops sind Cookies unerlässlich (z.B. für die Warenkorbfunktion) und werden daher automatisch gesetzt. Zusätzlich möchten wir mit Ihrer Erlaubnis aber gern auch das 'Facebook-Pixel' von Facebook für statistische Zwecke verwenden. Dadurch können wir mit Hilfe eines Cookies feststellen, wie unsere Marketingmaßnahmen auf Facebook wirken und diese ggf. verbessern. Über Ihr Einverständnis hiermit würden wir uns sehr freuen. Informationen zum 'Facebook-Pixel', zu Cookies und dem Ihnen zustehenden Widerspruchsrecht erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. akzeptieren ablehnen
Eine eigene Bewertung für Orléans schreiben.
  • Frank L. schrieb am 02.07.2015:
    Beschreibung:
    Die Spieler führen eine mittelalterliche Gesellschaft und setzen die verschiedenen Berufsgruppen wie Bauern, Ritter, Gelehrte und Mönche auf die unterschiedlichen Aktionsfelder ihrer Spielertafeln. Sie bauen Gebäude, um weitere Aktionsmöglichkeiten zu erhalten und werben weitere Gefolgsleute an. Dadurch stellen sie sich ihre mittelalterliche Gefolgschaft zusammen. Außerdem begeben sich auf Reisen, um Waren zu sammeln und ihre Handelsrouten mit Kontoren auszubauen.

    Ablauf:
    Zu Rundenbeginn wird ein Ereignis aufgedeckt, das aber erst nach den Aktionen der Spieler abgehandelt wird.

    Dann ziehen alle Spieler gleichzeitig blind Gefolgsleute aus ihrem Beutel. Die Anzahl hängt davon ab, wie weit man jeweils auf der Ritterleiste vorangeschritten ist. Anschließend platzieren die Spieler ihre gezogenen Personenplättchen auf die passenden Felder der Aktionen (Orte) auf ihrer Spielertafel. Die Aktionen können gleichzeitig oder alternativ in Spielerreihenfolge geplant werden.

    Anschließend werden die geplanten Aktionen reihum ausgeführt. Damit eine Aktion aktiviert werden kann, müssen alle Personenfelder dieses Ortes mit passenden Gefolgschaftsplättchen belegt sein. Für die Schifffahrt benötigt man beispielsweise je einen Bauern, Ritter und Seefahrer.
    Verwendete Gefolgsleute kommen wieder zurück in den eigenen Beutel.
    • Bauernhaus: Spieler erhält einen Bauer für seinen Beutel und eine Ware
    • Dorf: Man wählt einen Schiffer, Handwerker bzw. Händler und erhält Münzen, Technikplättchen bzw. eine neue Ortskarte.
    o Technikplättchen belegen ein Personenfeld auf der eigenen Spielertafel, wodurch diese Aktion verbilligt wird (man benötigt weniger Personenplättchen zur Aktivierung).
    o Ortskarten bringen weitere Aktionsmöglichkeiten, durch die man z.B. Waren, Münzen, Fortschritt erhalten oder gezogene Personen Plättchen austauschen kann.
    • Universität: Einen Gelehrten und Schritte auf der Entwicklungsleiste
    • Burg: Man bekommt ein Ritterplättchen und erhöht die Anzahl der zu ziehenden Gefolgsleute
    • Kloster bringt einen Mönch. Mönche können jede andere Person ersetzen
    • Schiff/Wagen: Der Spieler zieht seine Händlerfigur auf der Landkarte über einen Wasser- bzw. Landweg zur nächsten Stadt und erhält die Ware, die auf diesem Weg liegt.
    • Gildenhaus: Man darf ein Kontor in der Stadt bauen, in der der eigene Händler steht
    • Über das Rathaus kann man Personen für segensreiche Werke abkommandieren (=entsorgen) und dafür Belohnungen kassieren (insbesondere Bürger-Plättchen).

    Danach wird das zu Rundenbeginn aufgedeckte Ereignis abgehandelt wie z.B. Pest (ein Personenplättchen verlieren) oder Steuern.

    Das Spiel endet nach 18 Runden. Einfache Siegpunkte bringen Münzen und Waren. Die meisten Siegpunkte erhält man über seinen Entwicklungsstand. Dafür addiert man die Anzahl gebauter Kontore und die über diversen Leisten verteilten Bürger-Plättchen. Die Summe multipliziert man mit dem Wert des erreichten Entwicklungsstands. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Siegpunkten.

    Fazit:
    Orléans greift den Mechanismus der zahlreichen Deckbuilding-Spiele wie Dominion, Thunderstone und Trains usw. auf, bei denen man sich sein eigenes Kartendeck zusammenstellt und darüber seine Aktionsmöglichkeiten steuert. Allerdings mit dem "kleinen" Unterschied, dass man hier nicht sein Kartendeck, sondern sein Plättchenset für seinen Beutel zusammenstellt. Es ist damit der Begründer einer neuen Spieleart: Der des Bagbuilding-Games.

    Bei Orléans hat man sehr viele strategische Möglichkeiten durch die zahlreichen Aktionsfelder der Spielertafeln. Geht man frühzeitig auf Reisen, hat man die größte Auswahl an Waren und freien Routen. Besorgt man sich Ortskarten, erhält man weitere Aktionsmöglichkeiten. Auch die Technikplättchen des Handwerkers, die die Aktionen verbilligen, sollte man nicht vernachlässigen. Insbesondere für Aktionen, die man in späteren Runden häufig verwenden möchte. Wichtig sind auch die Ritter, weil sie die Anzahl der zu ziehenden Gefolgs-Plättchen steigern und dadurch die Anzahl der Aktionen erhöhen, die man ausführen kann.

    Neben diesen Überlegungen sollte man ebenfalls die Zusammenstellung seiner Gefolgschaft im Beutel beachten. Diese sollte ausgeglichen sein, damit man später nicht immer die gleichen Personen zieht. Für die meisten Aktionen benötigt man nämlich mehrere verschiedene Plättchen. Trotz ausgeglichener Beutel-Planung kann es aber immer wieder vorkommen, dass Fortuna einem einen Strich durch die Rechnung macht und man seine gewünschte Aktion nicht ausführen kann, weil man die falschen Plättchen aus seinem Sack gezogen hat. Dagegen helfen Mönche, die man als Joker einsetzen kann. Außerdem gibt es Ortsplättchen, durch die man auch andere Personen als Joker verwenden kann.

    Trotz der vielen Optionen spielt es sich recht locker. Sehr gut finde ich, dass alle Spieler gleichzeitig ihre Aktionen planen können. Dadurch gibt es kaum Wartezeiten.

    Orléans ist ein sehr schönes Aufbauspiel: Man führt sein Fürstentum und sieht, wie es nach und nach wächst. Das gefällt mir immer sehr gut. Richtig viel Spaß macht mir das Aktivieren und Optimieren der Aktionen über die gezogenen Plättchen aus dem Beutel. Dabei stört mich auch nicht der Glücksfaktor beim Ziehen. Ich finde, dass das zum Spiel dazu gehört. Immerhin bleibt dann die Option, sich richtig schön darüber zu ärgern und darüber zu jammern ;-) Vor allem, wenn zum x-ten Mal ausgerechnet alle Joker im Beutel verbleiben.

    Orléans enthält eine Fülle hochwertigen Spielmaterials: Einen festen Spielplan, stabile Spielertafeln, sehr viele Pappplättchen, Ortskärtchen, Stoffbeutel und Holzfiguren. Die Illustrationen auf den Kärtchen und dem Spielplan erinnern stimmungsvoll an mittelalterliche Malerei, was mich sehr anspricht.

    Mir hat es zu dritt am besten gefallen. Zu viert kann es auf der Landkarte (schnell) eng werden. Dann muss man aufpassen, dass man nicht am Rand abgedrängt stehen bleibt. Dann benötigt man nämlich sehr viele Aktionen, um wieder den Anschluss an freie Bauplätze zu bekommen. Unter Umständen kann es sogar passieren, dass man gar nicht mehr reisen und damit auch keine weiteren Kontore mehr bauen kann. Die sind für die Endwertung aber besonders wichtig.

    Neue Auflage: In der ersten Auflage ist die Stärke und Funktion des Badhauses kritisiert worden. Darauf hat der Autor reagiert und es in der zweiten Auflage abgeschwächt.

    Insgesamt ein sehr schönes Bagbuilding-Aufbauspiel, das bisher allen Mitspielern sehr gut gefallen hat.
    Frank hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Wolfram D. schrieb am 05.11.2014:
    So, dann will ich auch mal. Da der Spielablauf etc. schon ausführlich beschrieben wurde, konzentriere ich mich mal wieder auf das, was mich an Orleans so begeistert.
    Denn ich gehöre auch zu denen, den Orleans ausgesprochen gut gefällt.
    Es gibt Spiele bei denen entwickelt sich während des Spiels viel Emotion, bei denen fiebert man mit, ob alle Züge auch so funktionieren wie gedacht, ob alles was man so im Spielverlauf gemacht hat am Ende zum Sieg reicht, man ist förmlich aufgewühlt während des Spiels, und redet hinterher noch ewig über alles was so im Spiel passiert ist, wo man ggf. noch etwas hätte besser machen können, oder welche Strategie man beim nächsten mal versuchen möchte. So ein Spiel ist - für mich - Orleans. Und solche Spiele mag ich, da hier das Spielen so unglaublich lebendig wird.
    Neben diesen emotionalen Gesichtspunkten finde ich aber auch den Mechanismus des Bag-Building, also des Zusammenstellen der Plätchen verschiedenster Personengruppen im Sack sehr reizvoll. Das ermöglicht verschiedener Strategien und Wege zum Sieg.
    Unterstützt wird diese Varianz durch unterschiedlichste Gebäude die man bauen kann, und verschiedene Möglichkeiten Punkte zu generieren.

    Bevor ich Orleans gekauft habe, hatte ich es bereits 2x gespiel, seit dem Kauf weitere 2x. Ich konnte mir also schon ein gutes Bild machen.

    Zum Schluss noch ein Wort zum Material und dessen Qualität. Die Stärke der Pappe ist gut, hätte aber auch etwas dicker ausfallen können. Allerdings konnte ich bislang keine Abnutzungserscheinungen feststellen. Orleans wurde in kleiner Auflage von einem kleinen Verlag produziert. Da - finde ich - sind etwas andere Maßstäbe an zu legen, auch wenn das Spiel doch einiges kostet. Ich hab mich dafür entschieden diese - in meinen Augen - großartige Spielidee zu unterstützen, in dem ich das Spiel gekauft habe.
    Von mir also klar Daumen hoch.
    Wolfram hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Jörn F. schrieb am 09.11.2014:
    Nun also Bag Building - nachdem Deckbuilding alles durch zu sein scheint und sich gewissermaßen wiederholt, gab es dieses Jahr gleich mehrfach das Bag Building! Jeder bekomt hier seine Sack und zieht sich seine passenden Teile raus, so das Grundkonzept!

    Und wie spielt es sich? Am Anfang denkt man die Komplexität erschlägt einen, aber das ist hier nicht der fall. Selbst ungeübte Spieler sind nach 2 Runden drin! Jeder bekommt seinen Beutel, 5 Münzen,10 Kontore, 1 Spielertableau, 7 Würfel, die auf dem Hauptspielplan auf verschiedenen Entwicklungsleisten abgelegt werden, 1 Händlerfigur ( die in der Landschaft rund um Orleans reist) und anfänglich 4 Gefolgsleute (Pappchips) in seiner markierten farbe. Diese 4 Chips stellen 4 Berufsgruppen dar, den Bauer, Schiffer, Handwerker und Händler.

    Auf dem Hauptplan findet mandie Landschaft Orleans mit verschiedenen Wasser & Landwegen, auf denen zufällig Warenplättchen auf die Wege zwischen den Orten gelegt werden. Die restlichen Warenplättchen werden auf dem Warenmarkt abgelegt. 18 Stundenglaskarten geben den Zeitplan für das Spiel dar, da jede Runde einer umgedreht wird und ein Ereignis darstellt, so daß definitv nach 18 Runden Schluß ist!Die anderen Personenplättchen (Berufsstände) werden auf Ihrer jeweiligen Entwicklungsleiste abgelegt, auf denen jeder einen Würfel hat. 13 Bürgerplättchen, die am Ende wichtig für die Abrechnung sind werden auf vorgelegte Felder abgelegt, dazu gehört dann auch noch ein Kleiner Spielpaln -segensreiche Werke. Zuletzt werden noch Ortskarten, die Vortiel bringen nach Gruppierung 1 & 2 bereitgelegt und das Spiel beginnt!

    Zuerst wird immer das Ereignis aufgelegt, so daß man weiß, was am Ende der Runde auf einen zukommt. Danch bekommt derjenige mit den meisten Bauern (oberste Entwicklungsleiste) eine Münze und der mit den wenigsten Bauern bezahlt eine. Nun der Clou: Jeder zieht so viele Personenchips aus dem Beutel, wie die Burgleiste anzeigt. Diese legt man erst Mal auf den Markt und führt dann die Aktionen durch. D.h. man verteilt sie auf seinem Tableau,so das man neue Gefolgsleute dazubekommt, oder auf dem Hauptplan mit seinm Händler reist oder Kontore baut. Dazu legt man einfach seine passenden Gefolgsleute, auf die gleichfarbigen Felder und bekommt den darüber abgebildeten Chip. Diese Aktionen sind alle schlüssig und gehen nach 2 Runden in Fleisch und Blut über. Da gibt es Technikplättchen, die Gefolgsleute ersetzen, es gibt zusätzliche Bauten die einem zusätzliche Optionen eröffnen und punkteträchtige Bürgerplättchen bei bestimmten Leisten. Man will immer überall sein, kann es aber gar nicht, weil man nicht die passenden chips zieht, oder nicht die genügende Anzahl. D.h. wieder die Anzahl erhöhen und auf anderes verzichten. Am Ende wird noch das Ereignis abgehandelt, das postiv wie auch negativ zu Buche schlagen kann. Da ist von Steuern zahlen, über Pest (Chips vernichten) bis zusätzliche Einnahmen alles drin. Aber mit den richtigen Ortskarten kann man die negativen einfach umgehen, wenn man denn die richtigen Chips zum rauflegen hat! danach wird das Starplättchen weitergegeben und der Ablauf geht von vorne los! Am Ende bekommt man Punkte für`s Geld für Waren und gebaute Kontore + Bürgerplättchen multipliziert mit dem Wert des Entwicklungstandes. Der Höchste gewinnt dann!

    Fazit

    Was sich kompliziert anhört ist im Ganzen schlüssig und spielt sich toll! Im Netz angesprochene Vorteile des Badhauses sind dabei zu sehen, aber man kann mit der richtigen Strategie auch dagegen gewinnen! Nur ist es für ein 1er Ortsplättchen schon übertrieben stark. Anfänger haben dann gegen erfahrenen Spieler keine Chance, wenn Sie das Badhaus nicht kennen. Man sollte schon auf deren Stärke hinweisen, wobei auch da das Problem entsteht, daß der Startspieler immer der erste sein wird, der das Badhaus bekommt, wenn er denn will. Ansonsten liegt hier ein Spiel vor, daß jeden Spieltyp anspricht, wobei man den Sack immer gut durchschütteln sollte. Sonst legen die gleichen Chips griffbereit, die man reingelegt hatte und wozu das führen kann weiß jeder.

    Hier stimmt von der Spannung , die Qual aus den fehlenden Chips das Beste zu machen, treibt den Puls in die Höhe- und das ist gut so!!!
    Jörn hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Denise P. schrieb am 23.10.2014:
    Orléons von Reiner Stockhausen konnten wir in Essen spielen und es hat uns sehr gefallen!
    Im Spiel müssen wir unsere, aus dem Säckchen gezogene, Gefolgsschaft auf unserem Tablau in Gebäude/Orte einsetzen, um Aktionen ausführen zu dürfen. So bekommen wir z.B. vom Bauern Warenplättchen wie z.B. Getreide oder Käse und vom Gelehrten in kombination mit dem Ritter, Entwicklungspunkte.

    Entwicklungspunkte laufen wir an einer Entwicklungsleiste entlang und passieren mit einem Stern makierte Felder, die als Multiplikator der Siegpunkte für das Spielende dienen.
    Dieser Multiplikator bringt uns aber nur vorran wenn wir in verschieden Aktionen spezielle Bürgerplättchen gesammelt oder Kontore auf dem Landschaftsplan gebaut haben.

    Auf dem Landsschaftsplan können wir durch Bewegung unserer Händlerfigur auf den Wegen und Flüssen, Kontore bauen und 5 verschiedene Warenplättchen sammeln. Diese sind für die Schlusswertung 1-5 Siegpunkte wert und bewaren uns bei Ereignissen wie z.B. bei der "Ernte" 5 Münzen abzugeben die wiederum diese Siegpunkte wert sind!

    Spielablauf:

    Am Anfang jeder Runde (es werden 18 gespielt) Wird ein Stundenglasplätchen mit einem Ereigniss aufgedeckt das am Ende der Runde in Kraft tritt.

    Nun wird auf der Bauernleiste bei der "Volkszählung" kontrolliert wer am weitesten vorn und hinten liegt. Der Vordeste bekommt 1 Münze der Hinterste verliert 1 Münze. Bei gleichstand passiert nichts.

    Nun werden die Personenplättchen aus eurem Säckchen gezogen und auf die dafür vorgesehene Ablage "Markt" auf dem Tablau gelegt.

    Anschließend platzieren entweder alle gleichzeitig oder mit dem Startspieler beginnend, alle ihre Personenplättchen auf ihren Gebäuden/Orten (es müssen nicht alle gelegt werden) Sichtschirm wäre evtl. sinnvoll.

    Beginnend mit dem Startspieler dürfen nun alle Gebäudeaktionen ausgeführt werden die voll belegt sind. Die dafür verwendetet Personenplättchen werden wieder ins Säckchen geschmissen.
    Z.B. mit dem Schiff den Fluss hinauf fahren

    Abschließend tritt nun das Ereigniss in Kraft und der Startspieler wird weitergegeben. (Es beginnt Runde 2 von 18)

    Fazit:
    Sehr gelungenes strategisches Spiel, dass mich mit seiner Grafik am Anfang nich ganz überzeugt hat. Das änderte sich aber im laufe des Spiels. Die Spielregel ist schnell erklärt und verstanden und es ist möglich, dass jeder seine eigene Taktik ausklügelt und trotzdem die gleichen Chancen hat das Spiel für sich zu entscheiden.
    Interessant fand ich den Mechanismuss des Rathauses, um die Aktion "segenreiche Werke" auszuführen.
    Dorthin können Personenplättchen entsendet werden und man bekommt für jede eingesetzte Person die angezeigten Münzen. Derjenige der den letzten Platz eines "segenreichen Werkes" verbaut bekommt sogar die darauf liegende Bürgerfigur!
    Deshalb gibt es immer abzuwägen ob man ein oder mehrere Personenplättchen auf einen Standort legt, an dem ein anderer Spieler, bei seinem anschließenden Aktion, diesen abschließen könnte um die Bürgerfigur zu bekommen. (zur Erinnerung: Die Bürgerfiguren dienen als Multiplikator der Siegpunkte mit den Entwicklungspunkten am Spielende!)




    Denise hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Pascal V. schrieb am 18.09.2015:
    Workerplacementspiel für 2-4 Spieler ab 12 Jahren von Reiner Stockhausen.

    Die Spieler müssen ihre anfängliche Gefolgschaft immer weiter aufstocken und dabei geschickt einsetzen, um die Warenproduktion, deren Entwicklung und den Handel im mittelalterlichen Frankreich zu der vorherrschenden Kraft zu bringen, die es benötigt, um das Spiel zu gewinnen.


    Spielvorbereitung:
    Das Spielbrett und die Spieltafel der "Segensreichen Werke" werden in der Tischmitte platziert und der Spielplan mit diversen Markern auf ihren dafür vorgesehen Ablagefeldern versehen (Technikmarker, Stundenglaskarten, Personenplättchen, Bürgerplättchen). Der Landkartenteil des Spielplans wird noch mit Warenmarkern auf den Feldern zwischen den Städten belegt, dazu werden alle Warenmarker verdeckt zusammengemischt und danach zufällig offen auf den Feldern verteilt, die übriggebliebenen Warenmarker werden als Vorrat auf der linken Seite des Spielplans auf die Warenablagefelder gelegt.
    Hinweis: im Spiel zu 2. und zu 3. werden einige Marker und Plättchen zuvor heraussortiert.
    Die Ortskarten (I, II) kommen zusammen mit den Münzen (1er, 5er, 10er) als Vorrat zur Seite.

    Die Spieler erhalten jeweils in ihrer Wunschfarbe 1 Spielertafel, 7 Holzsteine (Würfel), 1 Händlerfigur, 10 Kontore und die persönlichen Gefolgsleute (Bauer, Schiffer, Handwerker, Händler) sowie 1 Gefolgsleutebeutel und 5 Münzen. Ihre Holzsteine platzieren sie jeweils auf den Startfeldern der Personenleisten und der Entwicklungsleiste, die Händlerfigur auf die Stadt Orleans sowie ihre Gefolgsleuteplättchen auf die ersten vier Felder der Marktleiste ihrer Spielertafel.
    Der jüngste Spieler erhält noch den Startspielerstein.


    Spielziel:
    Die meisten Siegpunkte zu erhalten!


    Spielablauf:
    Das Spiel verläuft über 18 Runden und ist jeweils in 7 Phasen unterteilt:

    1) Stundenglas
    Zu Beginn jeder Runde wird die oberste Stundenglaskarte aufgedeckt, diese zeigt für Phase 6 das bevorstehende Ereignis an, so dass sich die Spieler evtl. darauf vorbereiten können.
    Mit dem Aufdecken der 18. Karte wird die letzte Runde eingeläutet.

    2) Volkszählung
    Hier wird jede Runde kontrolliert, wer auf der Leiste der Bauern, am weitesten vorne bzw. hinten steht. Der Spieler mit den meisten Bauern erhält 1 Münze aus dem Vorrat, der Spieler mit den wenigsten Bauern hingegen muss 1 Münze zahlen! Bei einem Gleichstand einer Platzierung entfällt die Zahlung bzw. der Erhalt.
    [Im Spiel zu 2. entfällt die Zahlung des hinteren Spielers!]

    3) Gefolgsleute
    [ab der 2. Runde]
    Die Spieler ziehen X Gefolgsleuteplättchen aus dem Gefolgsleutebeutel, entsprechend ihrer Platzierung auf der Ritterleiste, und legen sie auf ihrer Marktleiste ab. Sollte hier nicht mehr genug Platz vorhanden sein, werden übrige Gefolgsleuteplättchen zurück in den Gefolgsleutebeutel gegeben.

    4) Planung
    Personenplättchen, die auf dem Markt des Spielers verweilen, können von ihm nun eingesetzt werden. Dazu wählt er die entsprechenden Personen aus, die er zum Besetzen von Aktionsfeldern (Orte) benötigt, und legt sie auf das passende Feld des jeweiligen Aktionsortes ab.
    Jeder Ort muss mit allen nötigen Personenplättchen bestückt werden, damit dessen Aktion genutzt werden kann!
    Um die Aktion zu einem späteren Zeitpunkt zu nutzen, können aber schon Personen hierher beordert werden, die dann quasi auf ihren Einsatz warten.

    So müssen z.B. für die Aktivierung des Ortes "Burg" jeweils ein Bauer, Schiffer und Händler abgestellt werden, um in der nächsten Phase einen "Ritter" zu erhalten. Hat der Spieler noch nicht alle nötigen Personen, kann er aber z.B. schon mal den Bauern und den Händler dort ablegen und in einer kommenden Runde den Schiffer, um dann die Aktion ausführen zu können.

    5) Aktionen
    Hier nun werden die Aktionen ausgewertet, die die Spieler in der vorherigen Phase geplant haben.
    Sofern ein Ort mit allen benötigten Personen versehen wurde, wird dessen Aktion nun ausgeführt.

    Die Aktionen werden, beginnend mit dem Startspieler, von den Spielern abwechselnd und einzeln eine nach der anderen (in beliebiger Reihenfolge) ausgeführt. Wer passt, kann in dieser Runde keine Aktion mehr ausführen und lässt evtl. noch eingesetzte Personenplättchen einfach vor Ort liegen.
    Die eingesetzten Gefolgsleute, für die genutzte Aktion, kommen hiernach sofort zurück in den Gefolgsleutebeutel! Kam durch die Aktion eine neue Person hinzu, wird auch deren Plättchen direkt in den Gefolgsleutebeutel gegeben.

    Die Aktionsorte:

    - Bauernhaus; der Spieler nimmt sich ein Bauernplättchen vom Stapel der entsprechenden Leiste und zieht seinen Holzstein dort ein Feld weiter. Danach erhält er die abgebildete Warenbelohnung über der aktuellen Position des Holzsteins.

    - Das Dorf; der Spieler hat die Wahl sich ein Personenplättchen vom Stapel der entsprechenden Leiste der Schiffer, Handwerker oder Händler zu nehmen und zudem seinen dortigen Holzstein ein Feld vor zu rücken. Ausserdem erhält der Spieler dann die auf dem neu erreichten Feld der jeweiligen Leiste, die darüber abgebildete Belohnung (Schiffer: 2-5 Münzen, Handwerker: 1 Technikplättchen, Händler: 1 Ortskarte (I/II)).

    Technikplättchen dienen dazu Personen (niemals aber "Mönche") auf Aktionsorten dauerhaft zu ersetzen (die Plättchen bleiben auch nach Aktionsausführung dort liegen). Dabei darf pro Ort nur ein Technikplättchen abgelegt werden und das Erste darf nur einen Bauern ersetzen.

    Die Ortskarten bringen neue Aktionsorte ins Spiel werden vom Spieler an seine Spielertafel gelegt. Fortan kann er nun auch dort (sofern nötig) Personenplättchen ablegen, um die entsprechende Aktion nutzen zu können (Bsp. "Käserei", das Abstellen von zwei Bauern bringt hier die Ware "Käse").

    - Universität; der Spieler nimmt sich ein Personenplättchen "Gelehrter" und rückt seinen Holzstein auf dieser Leiste ein Feld weiter. Hiernach bekommt er noch die Entwicklungspunkte-Belohnung (dort 2-6 Felder vorrücken), die über dem Feld seines Holzsteines angegeben ist.

    - Burg; der Spieler nimmt sich ein Ritterplättchen und rückt seinen dortigen Holzstein ein Feld weiter. Das neue Feld gibt nun vor, wieviele Personenplättchen (4-8) er in der nächsten Gefolgsleutephase ziehen darf.

    - Kloster; der Spieler nimmt sich ein Mönchs-Plättchen. Der Mönch kann jede andere Person, wie ein Joker, ersetzen.

    - Schiff; der Spieler kann hier seine Händlerfigur über die Flussverbindungen zwischen Städten reisen lassen. Liegt zwischen den beiden Reisepunkten ein Warenplättchen, nimmt er dieses zu sich, liegen dort zwei Warenplättchen, darf er sich eines aussuchen.

    - Wagen; der Spieler kann hier seine Händlerfigur über die Landverbindungen zwischen Städten reisen lassen. Liegt zwischen den beiden Reisepunkten ein Warenplättchen, nimmt er dieses zu sich, liegen dort zwei Warenplättchen, darf er sich eines aussuchen.

    - Gildenhaus; über diese Aktion kann der Spieler ein Kontor in die Stadt bauen, in der sich seine Händlerfigur gerade befindet. In jeder Stadt darf nur EIN Kontor stehen - nur in Orleans darf jeder Spieler ein Kontor bauen!

    - Scriptorium; per dieser Aktion erhält der Spieler einen Entwicklungspunkt und bewegt sich auf der Entwicklungsleiste entsprechend ein Feld weiter.

    - Rathaus; dies ist der einzige Ort, an dem der Spieler wahlweise 1 oder 2 Personen abstellen kann. Diese lösen hier auch keine Aktion aus, sondern werden, wenn aktiviert, auf der Tafel der "Segensreichen Werke" abgestellt. Dazu sucht sich der Spieler ein bzw. zwei noch freie Plätze auf einer der dortigen Leisten aus, legt das Personenplättchen dort jeweils ab und erhält die dort bezeichnete Belohnung dafür. Wird eine Leiste komplett gefüllt, erhält derjenige Spieler zusätzlich das dort ausliegende Bürgerplättchen.

    6) Ereignis
    Das auf der Stundenglaskarte abgebildete Ereignis wird nun ausgeführt (Bsp. "Pest", jeder muss ein Personenplättchen aus seinem Gefolgsleutebeutel ziehen und wenn es kein persönliches Spielerplättchen ist, wird es zurück in den Vorrat gegeben).

    7) Wechsel
    Am Ende der Runde gibt der aktuelle Startspieler den Startspielermarker an seinen linken Nachbarn weiter.

    Entwicklungsleiste:
    Auf der Leiste sind verschiedene Ereignisfelder abgebildet, so erhält der Spieler, der als Erster ein Feld mit einem Bürgerplättchen erreicht, dieses in seinen persönlichen Vorrat. Die Münzfelder bringen jedem, der dieses erreicht bzw. überschreitet die abgebildete Anzahl an Münzen und die Felder mit einem Stern (Entwicklungsfeld) stellen die erreichte Entwicklung des Spielers und seiner Gefolgschaft dar. Ein solches Feld muss mindestens erreicht werden, um die entsprechende Stufe beanspruchen zu können (s. Punktewertung).

    [Bürgerplättchen sind an verschiedenen Stellen des Spiels zu erhalten (auf Personenleisten, wenn ein bestimmtes Feld zuerst ereicht wurde, auf der Tafel der "Segensreichen Werke", wenn ein Werk fertiggestellt wurde, u.a.)]


    Spielende:
    Das Spiel endet nach der 18. Runde. Jetzt erhält der Spieler mit den meisten Kontoren auf der Landkarte das zugehörige Bürgerplättchen - bei Gleichstand, erhält es niemand.
    Für die abschliessende Punktewertung gilt folgende Abrechnung:

    - 1 Münze = 1 Punkt
    - Warenplättchen "Brokat" = 5 Punkte
    - Warenplättchen "Wolle" = 4 Punkte
    - Warenplättchen "Wein" = 3 Punkte
    - Warenplättchen "Käse" = 2 Punkte
    - Warenplättchen "Getreide" = 1 Punkt
    - die Anzahl der gebauten Kontore wird mit der Anzahl der erhaltenen Bürgerplättchen addiert und diese Summe mit dem erreichten Entwicklungsstand multipliziert (Bsp. es wurde auf der Entwicklungsleiste das Feld mit dem 3. Stern erreicht und so werden die (5 Kontore + 2 Bürgerplättchen) mal 3 genommen = 21 Punkte).

    Der Spieler, der nun über die höchste Punktzahl verfügt, gewinnt das Spiel! Bei einem Gleichstand, gewinnt, wer auf der Entwicklungsleiste weiter vorangekommen ist.


    Varianten:
    Geübte Spieler können vor Spielbeginn noch Ortskarten (I oder II) nach Wahl aus dem Spiel nehmen.


    Fazit:
    Mit "Orleans" ist dem Autor wieder ein tolles Spiel gelungen, das vielfältige Spielerklientel anspricht. Trotz der zum Teil komplexen Verzahnungen taktischer Möglichkeiten, ist es kein reines Vielspieler-Spiel, sondern kann durchaus auch bei Gelegenheitsspielern punkten.

    Die Regeln sind eingängig umsetzbar, da gut erklärt und formuliert und die Rundenabläufe nach erstem Antesten schnell verinnerlicht.
    Auch gibt es viele Wege zum Ziel und so kann sich jeder "seine" Über-Taktik zurechtlegen und das alles bei kaum vorhandenen Glücks"problemen". Denn vorzeitig die Personenplättchen gemerkt bzw. richtig gewählt, wird auch das Ziehen derselben nicht zum Martyrium^^.

    Die Runden verlaufen auch angenehm kurzweilig, da jeder fast gleichzeitig spielen kann und nur in der Aktionsphase nacheinander die Planungen ausgeführt werden. Dadurch wird das Spiel in Sachen Interaktion sicherlich eingeschränkt, aber andererseits gibt es auch genug "Wettrenn"-Möglichkeiten auf der Landkarte, den Personenleisten und der Tafel der "Segensreichen Werke" - somit wird nicht nur das Zuschauen der Vorhaben anderer Spieler interessant.

    Die schon erwähnten Verzahnungen der vielen Aktionsmöglichkeiten sind wohl durchdacht und sehr gut umgesetzt, die Testrunden waren auch hiervon jedesmal hellauf begeistert!

    Das reichliche Material ist auch hübsch anzusehen und wertig produziert und die inkludierten Zipptüten fassen alles wunderbar ein, so dass nichts mehr lose herumfliegen muss.

    Reiner Stockhausen liefert hier also wieder ein gelungenes und unterhaltsames Spiel für ein breites Publikum ab, dass man gerne zum Spielen empfiehlt!
    Und das neue Lieblingswort nach dem Spielen lautet: "Gefolgsleutebeutel"! *G*




    weiterführende Hinweise:
    - Verlag: dlp games
    - BGG-Eintrag: https://www.boardgamegeek.com/boardgame/164928/orleans
    - HP: http://www.dlp-games.de/verlag/orleans/
    - Anleitung: deutsch
    - Material: deutsch
    - Fotos (und lesefreundliche Text-Formatierung): http://www.heimspiele.info/HP/?p=13365
    - Online-Variante: -
    Pascal hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
    • Andrea K., Rainer K. und 10 weitere mögen das.
    • Einloggen zum mitmachen!
    • Klaus-Peter S.
      Klaus-Peter S.: Ich nehme die übermächtige Badehauskarte aus dem Spiel, weil der Besitzer dieser Karte fast immer gewinnt. Das ist eine Karte, wie bei Monopoly... weiterlesen
      19.09.2015-08:45:58
    • Pascal V.
      Pascal V.: Huii, echt? Hm, nur eine 3....das find ich zu hart, aber gut, wenn man da eine Unbalance gefunden :) ....ging uns (noch) nicht so und es... weiterlesen
      19.09.2015-09:41:32
  • Andreas B. schrieb am 29.02.2016:
    Der Bag-Building-Mechanismus macht einfach Spaß. Jede Runde kommt der spannende Moment, welche Gefolgsleute man aus seinem Beutel zieht. Das ist zwar glückslastig, kann aber beeinflusst werden, indem man sich im Spiel um die richtige Mischung an Gefolgsleuten kümmert.

    Das Verteilen der Gefolgsleute auf den Aktionsfeldern macht ebenfalls viel Freude und erfordert knifflige Entscheidungen. Spätestens nach drei oder vier Runden kommt man in den Genuss drei oder mehr Aktionen auslösen zu können. Doch für welche soll man sich entscheiden? Hier wird viel hin und her jongliert, bis man die vermeintlich beste Kombination gefunden hat und möglichst alle Gefolgsleute sinnvoll genutzt wurden.

    Das Thema mag beliebig und austauschbar sein, weiß aber trotzdem gemeinsam mit der Optik zu gefallen. Auch die Qualität der Materialien geht in Ordnung. Allerdings hatte ich mir direkt ein Orléans-Fan-Kit mitbestellt. Dadurch konnte ich die Gefolgsleuteplättchen aus Pappe durch haptisch gefälligere Holzmeeple austauschen. Deshalb kann ich keine Aussage über die Dauerhaftigkeit der Gefolgsleuteplättchen treffen. Das Spielmaterial an und für sich ist aber gut.

    Orléans gefällt mir und meinen Mitspielern sehr gut und kommt regelmäßig auf den Tisch. Der Wiederspielreiz ist sehr hoch, da verschiedene Strategien möglich sind. Außerdem entsteht unter den Mitspielern ein spannender Wettkampf um Gefolgsleute, Kontore und Bürgerplättchen. Eine weitere Stärke des Spiels ist es, dass alle Spieler ihre Gefolgsleute gleichzeitig ziehen und verteilen können. Das minimiert Wartezeiten. Vorbildlich.

    Orléans empfinde ich als rundum empfehlenswert.

    Andreas hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Clev W. schrieb am 27.04.2016:
    Orleans ist ein Worker-Placement-Spiel. Das Glücks(oder Pech)Moment liegt darin, dass man im Stoffbeutel seine Worker ziehen muss. Eine sehr gelungene Innovation, finde ich. Es gibt einige Strategien zum Sieg und es macht mir immer wieder Spass, neue Wege im Spiel zu gehen. Da es verschiedene Strategien gibt und auch mehr Mitspieler am Tisch sind, gibt es keine Sieg-Strategie.
    Deshalb gefällt mir das Spiel so gut. Die Spielregeln sind leicht zu begreifen, und daher ist es auch für wenig geübte Spieler geeignet. Die Qualität des Spielmaterials ist gut. Ein Nachteil ist, dass Orleans viel Platz beansprucht.
    Clev hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Sandra H. schrieb am 27.03.2016:
    Ich spiele erst seit rd. 9 Monaten, konnte in der Zeit schon etliche Spiele kennenlernen und die eigene Sammlung erweitert sich stetig.

    Nun sollte Orleans in einer Spielrunde auf den Tisch kommen und ich wollte mich etwas vorbereiten, schaute also vorher das SO-Regelvideo an - da war ich schon so angetan vom Spiel, dass ich es umgehend bestellte, noch bevor die Spielrunde einige Stunden später stattfand. Als wir dann spielten, war ich vollends geflasht wie selten von einem anderen Spiel zuvor, obwohl mich viele begeistern.

    Orleans ist wahrlich ein Leckerbissen - ein bis dato für mich neuer Spielmechanismus auf wunderschönem Spielbrett mit tollem Spielmaterial (alles aus Holz, das Fan-Kit musste ich dann natürlich auch sofort bestellen). Ich empfand Orleans als sehr strategisch und bei aller spielerischen Leichtigkeit durchaus fordernd, aber die Zeit verflog nur so. Nach einer kurzen Orientierungsphase hat man das Spielprinzip schnell raus und kann sich ganz ins Spiel vertiefen.

    Spiele mit eigenem Spielertableau mag ich sehr, da einem da niemand in die Quere kommen kann. Ärgern kann man die Mitspieler dennoch ganz schön, vor allem wenn man die Spielerreihenfolge beachtet und mal eben ein segensreiches Werk beendet, das andere fleißig vorbereitet haben oder ein Kontor dort hinsetzt, wo der Spieler links von einem auch hin wollte *g*

    Zu den Regeln schreibe ich nichts, das haben andere schon besser getan als ich jemals könnte, aber das ausgelöste Spielgefühl wollte ich dann doch gerne in einer Rezension darlegen.
    Sandra hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Achim S. schrieb am 01.03.2015:
    Nachdem ich nun Orleans mehrere Male gespielt habe, muss ich sagen, das Spiel gefällt mir wirklich gut, hat mich aber nicht ganz so begeistert wie manch anderes, obwohl ich manche Nacht darüber gegrübelt habe, wie sich der Anfang (die ersten drei Züge) noch optimieren lässt.
    Die Möglichkeit sein "Kartenset", hier "Plättchenset" selbst zu gestalten ist an sich ja nicht neu, aber dass das in Verknüpfung der einzelnen Aktionen geschieht, ist wirklich neu und spannend und führt zu einem neuen Spielgefühl. Denn sich nur auf bestimmte Aktionen zu konzentrieren, führt schnell zu einer "einseitigen Beutelfüllung". Andererseits kann man diese Dilemma durch entsprechende Gebäude oder durch "Entsorgung im Rathaus" ganz gut lösen. Daher finde ich das Spiel wirklich "gut konstruiert". Auch die Interaktion auf der Landkarte ist interessant und man muss wirklich generell darauf achten, welche Zugmöglichkeiten sich die Spielpartner vor einem geschaffen haben, um nicht doch noch auf einen Zug verzichten zu müssen.
    Auch ein Glückselement kommt durch die Stundenkarten ins Spiel, die allerdings manchmal auch "sehr unglücklich" kommen. Aber generell ist eine "schlechte Plättchenhand" ja nicht sooo tragisch, da ja kein Zug verloren geht, sondern man einfach im nächsten Zug dann mehr Plättchen zur Verfügung hat.
    En gute Varianz des Spiels entsteht durch die zufällige Verteilung der Warenplättchen, so das man schon zu Spielbeginn schauen muss, welche der Gebäude sich evtl. (nicht) lohnen.
    Diskussionen gab es oft um das "Badhaus". Wir spielen das jetzt als 3-2-Version, d.h. 3 Plättchen nehmen, 2 zurücklegen. Dadurch wird der "Bauer" ähnlich wie Schiffer oder Lehrer mit dem entsprechenden Gebäude zum "Joker".
    Ein kleiner Kritikpunkt ist meines Erachtens, dass die Plättchen im Beutel fast "untergehen" und manches sich "am Rand versteckt". Ansonsten muss man die leicht eingängige Spielanleitung loben und das Spiel ist trotz seiner "Tiefe" recht schnell erklärt, da es keine "unnötigen Schnörkel" enthält.
    Für mich eines der besten Spiel dieser Saison und auf jeden Fall einen Kauf wert.
    Achim hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Christiane K. schrieb am 20.05.2018:
    Orleans ist ein Spiel, dass mich sofort beim ersten Spielen begeistert hat.
    Es hat eine wunderbare Struktur und man kann leicht in das Spiel einsteigen.
    In der Beschreibung ist alles verständlich und übersichtlich erklärt.
    Für mich sind es klare 6 Punkte :-)
    Christiane hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Andreas W. schrieb am 28.06.2016:
    Die ersten Runden Orléans sind gespielt (bisher nur zu zweit) und wir haben sie sehr genossen. Es hat ein wenig gedauert all das Material zu sichten und halbwegs den Überblick zu bekommen. Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen. Der Spieleinstieg ist nicht schwer und die Abläufe (Phasen) im Spiel sind schnell Routine. Orléans bietet viele Wege zum Sieg zu kommen. Dies in Verbindung mit der Möglichkeit die Lieblingsortsplättchen des Gegners aus dem Spiel zu nehmen, verhindert, dass man immer den "gleichen Stiefel" runterspielen kann, ohne sich mal auf neue Karten einzulassen.
    Orleans hat auch noch einige Schwächen, die an verschiedenen Stellen schon ausgiebigst besprochen wurden. Das sehen wir auch so, insbesondere auch im Zweierspiel. Diese sind aber nicht so gravierend, dass Orléans bei uns in die "Weg-Damit-Kiste" geflogen wäre. Das regt uns eher dazu an, eigene Varianten zu entwickeln und auszuprobieren.
    Ich finde Orleans ist ein schönes und spannendes Spiel. Besonders, wenn man Zeit hat, auch einige Partien hintereinander zu spielen. Möchte man nur mal eben eine Runde spielen, ist mir der Aufbau zu aufwendig.Bei uns wird Orléans jedenfalls noch öfter auf dem Spieletisch landen und ich hoffe, die Invasion ist bald wieder erhältlich.
    Andreas hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Martina K. schrieb am 23.12.2015:
    Orléans - zählt zu den Spielen, die ich dieses Jahr in allen Konstellationen (zu zweit bis fünft mit der Erweiterung) ausprobiert habe.
    Mir hat das Spiel von Anfang an sehr gut gefallen. Ich hab lange mit geliebäugelt und mir dann sogar die Deluxe-Variante mit Holzmaterial geleistet.
    Das Spiel hat in meinen Gruppen sowohl Gelegenheits- als auch Vielspielern Spaß gemacht. Bei Vielspielern schieden sich allerdings auch oft die Geister: Orléans hat aus meiner Sicht kleine Mankos, die es für mich nicht zu einem 6-Punkte-Spiel werden lassen (siehe unten bei Minus). Trotzdem wird es definitiv in meiner Sammlung bleiben, da ich immer wieder Spaß beim Ausprobieren von Strategien habe.

    Was mir gut gefällt:
    + Mechanismus an sich (Worker-Placement mit blindem Ziehen aus dem Beutel)
    + immer wieder neue Möglichkeiten durch große Auswahl der Ortskarten
    + an sich relativ einfache, eingängige Regeln für ein komplexes Spiel - d.h. in vielen Gruppen möglich
    + Material wertig (die neue Version hat verbesserte Plättchen ohne Farbabrieb)
    + gut aufgebaute Regel


    Was nicht so gelungen ist bzw. auch manche meiner Mitspieler stört:
    - Bevor ich das Spiel kannte, fand ich die Grafik eher abschreckend (ging mir z.B. auch schon bei Troyes so)
    - Spielaufbau nimmt zunächst viel Zeit in Anspruch - mit gutem Aufbewahrungskonzept geht´s besser
    - Ereignisse: Ich finde, irgendwie fühlen sie sich immer ein bisschen wie eine Krücke an - in der Basisregel sehr glückslastig: wir spielen mit der auf der Verlagsseite vorgeschlagenen Änderung, die Ereignisse in 6er-Stapel zu sortieren
    - Mächtigkeit von Ortskarten: Mir erscheint es auch, dass manche sehr stark im Vergleich zu anderen sind. Das Badhaus ist in der Neuversion allerdings so abgeschwächt, dass es bei uns keiner attraktiv findet.
    - Es gibt bestimmte Strategien, die besser funktionieren als andere: Mit geübten Spielern macht somit jeder in den ersten Runden mehr oder weniger das gleiche (Technikräder, Ritter,...), so dass man die gefühlt fast weglassen könnte. Auch das wird auf anderen Plattformen schon lebhaft diskutiert.
    - Anpassung des Materials: Das Vorkommen von Technikrädern unterscheidet sich nicht im Zwei- oder Mehrpersonenspiel. Das kann gerade zu zweit zu krassen Punktständen kommen, wenn man die Räder anfangs vernachlässigt.
    - Glückselemente: Einer zieht bei der Pest immer Mönche, der andere seine Startfiguren. Das kann sich im Spielverlauf auf die Wertung auswirken.


    Fazit:
    Den meisten Spaß hatten bisher an Orléans Spielerunden, die nicht jeden Zug von Anfang an mit Wahrscheinlichkeiten optimal berechnen, sondern auch mal aus dem Bauch heraus spielen und mit Gebäuden versuchen zu gewinnen, die bisher noch niemand ausprobiert hat.
    In anderen Runden fühlte es sich tatsächlich vor allem anfangs eintönig an, da es sich statistisch schon berechnen lässt, was die ersten zwei, drei Züge am wichtigsten ist. Meine Erfahrung zeigt auch, dass Spieler, die diese Ziele durchgängig verfolgen, am ehesten gewinnen werden.
    Insbesondere Vielspieler sollten daher nach Möglichkeit mal probespielen. Nicht jedem werden die Mechanismen gefallen.

    Ich selbst habe nach wie vor großen Spaß mit Orléans und denke lediglich über Varianten nach, die die Ereignisse betreffen. Vielleicht findet sich aber auch da noch etwas.
    Martina hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Uwe S. schrieb am 11.11.2016:
    Orleans ist ein Workerplacement-Spiel, bei dem mit vorhandenen Personen- und Technikplättchen Orte aktiviert und damit Aktionen ausführt werden. Durch diese Aktionen erhält man zusätzliche Plättchen und Entwicklungen (z.B. Ortskarten) sowie reist und baut mit einem Händler. Die je Runde zur Verfügung stehenden Personen werden glückslastig aus einem Beutel gezogen, wobei die Zusammensetzung des Beutels durch gezieltes Sammeln und Abgeben von Personen zu beeinflussen ist. Es gibt einen allgemeinen Händler- und "segensreiche Werke"-Plan sowie eigene Spielertableaus, was die Interaktion auf die allgemeinen Pläne reduziert.

    Fazit: Orleans ist trotz des glücksabhängigen Personen-Ziehens ein taktisches Spiel, bei dem es vorrangig darauf ankommt, das Beste aus den gezogenen Personen zu machen und den Inhalt des Beutels im Hinblick auf die eigene Taktik zu füllen. Einige der Ortskarten sind ein wenig schwach und andere zu stark. Da die restlichen Ortskarten relativ ausgewogen sind, kann man für die Ausreißer Hausregeln (schwächen, stärken, aus dem Spiel entfernen) vereinbaren.
    Uwe hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Sven E. schrieb am 06.01.2018:
    Habe es Silvester zum ersten Mal gespielt und es gefiel mir sofort, wird noch diesen Monat angeschafft. Ein schönes Workerplacement Spiel mit leichten und schnell verständlichen Regeln aber viel taktische Tiefe und durch den Bag Building Mechanismus noch das Element Zufall dabei was mir persönlich sehr gut gefiel bzw gefällt.
    Sven hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Jasmin D. schrieb am 05.07.2017:
    Eines meiner Lieblingsspiele auf dem Spieleabend. Eine Mischung aus Strategie und Glück mit mittelalterlichem Thema und ansprechend gestaltet. Ich mag solche Spiele, denn man hat viele verschiedene Möglichkeiten zu gewinnen und ein bisschen Glück gehört auch immer dazu.
    Jasmin hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Matthias H. schrieb am 12.06.2016:
    Wie Orleans funktioniert wurde schon hinreichend beschrieben, daher nur ein Fazit von meiner Seite:

    Das Material und die Optik des Spiels sind klasse, thematisch fühle ich mich als Euro-Gamer hier sehr wohl. Das Spiel wurde im Übermaß gelobt ehe ich es spielen konnte und meine Erwartungen waren sehr hoch.
    Orleans ist meiner Meinung nach ein gutes, aber kein Überspiel... irgendwie fühlt dich das Spiel für das was man macht doch etwas lang an. Der Bagbuilding Mechanismus funktioniert gut, wurde aber meiner persönlichen Meinung nach in Hyperborea wesentlich besser umgesetzt. Interessanter Weise erwartete ich bei Orleans einen Strategiehammer und bei Hyperborea ein eher seichtes Spiel aufgrund der Beschreibungen. Letztlich muss ich aber sagen, Hyperborea ist wirklich sehr gut Orleans stinkt im direkten Vergleich leider ab...

    Orleans ist ein gutes Spiel, meinem empfinden nach auf der Grenze zwischen gehobenem Familienspiel und Kennerspiel. Es bietet viele Möglichkeiten das Spiel zu spielen und hat große Varianz. Auf der anderen Seite steht die gefühlte Länge des Spiels und dass einfach der letzte Pfiff fehlt.

    Unterm Strich vergebe ich hier 4 Punkte
    Matthias hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Karl S. schrieb am 18.12.2015:
    Wir haben nun bald 500 Spiele in unserer Sammlung.
    Es sind wirklich sehr viele gute Spiele darunter, die man immer wieder gerne auf den Tisch bringt. Aber es liegt dann doch immer ziemlich viel Zeit dazwischen, bis man das gleiche wieder rausholt, da man ja die ganzen anderen Spiele auch nicht vernachlässigen will.

    Aber es gibt da so Ausnahmespiele, bei denen man es einfach nicht erwarten kann, es nochmal und nochmal wieder zu spielen.
    Der Drang, immer neue Strategien auszuprobieren packt einen noch, während die laufende Partie noch nicht mal zu Ende gespielt ist.
    Spiele, die so viel Spass machen, dass man einfach nur glücklich darüber ist, eines der schönsten Hobbys der Welt zu haben...

    ... und dazu gehört eben Orlèans!

    Es gibt sonst nur noch ein Spiel in meiner Sammlung, das auf diese Beschreibung passt, und das ist Terra Mystica.

    Wer gerne etwas komplexere Brettspiele mag und Orlèans noch nicht in seinem Besitz hat, der sollte das schleunigst nachholen. Sonst verpasst er einen Meilenstein in der Brettspielgeschichte.

    Wobei Orlèans von der Komplexität bei Weitem nicht mit Terra Mystica mithalten kann, beim Spielspass steht Orlèans aber dem Gewinner des Deutschen Spielepreises von 2013 in nichts nach.
    Mir ist wirklich schleierhaft, wieso Broom Service zum Kennerspiel des Jahres 2015 gekürt wurde und nicht Orlèans, aber die letzten Jahre haben gezeigt, dass man sich auf diese Auszeichnung nicht mehr verlassen darf. Der Deutsche Spielepreis ist viel aussagekräftiger, da die Rangfolge von den Leuten festgelegt wird, die die Spiele auch spielen, nämlich wir!
    Und da hat Orlèans ja einen stolzen 2. Platz belegt!
    (... und Broom Service hat es nicht mal unter die Top 10 geschafft...)

    Zum Spiel selbst:
    Ich denke, ich brauche nicht weiter viel darüber erzählen, da wie's funktioniert eindeutig im Netz beschrieben und auch videorezensiert wird.
    Neben dem Spielspass kann ich auch nur das Material loben und mir gefällt auch die Grafik richtig gut.
    Eben ein rundum gelungenes Spiel.

    Übrigens:
    Ich empfehle ebenfalls die Fankit-Erweiterung, da das Spiel mit den Holzfiguren noch schöner zu spielen ist und dadurch noch wertiger wird.
    Karl hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Mario L. schrieb am 22.05.2015:
    Es ist das erste Mal ,dass ich etwas zu einem Spiel schreibe. Es ist auch nicht mehr viel zu den oberen Rezensionen hinzuzufügen, da ist alles gesagt. Ich muss nur eins loswerden: Mich begeistert an diesem Spiel die Eingängigkeit der Mechanismen. Ich meine damit, dass es kein Problem ist, das Spiel nach mehreren Monaten mal wieder auf den Tisch zu bringen. Es Ist einem sofort wieder alles klar, ohne sich großartig vorher einlesen zu müssen. Und trotzdem gibt es unendlich viele Möglichkeiten, das Spiel anzugehen. Es macht einfach nur Spaß!
    Ich habe mir Orleans im Herbst 14 gekauft und bisher 5 mal gespielt. Zudem habe mir die neuen Holzfiguren gekauft, dadurch wird das Spiel nochmals aufgewertet, die Haptik ist im Gegensatz zu den dünnen Plättchen enorm verbessert.
    Mario hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • André P. schrieb am 10.07.2017:
    Top!
    Auch wenn es aufgrund der Fülle bisheriger Rezensionen eigentlich nicht nötig ist, so gebe ich dennoch kurz meinen Senf zu diesem Spiel ab.
    Bei Orléans handelt es sich um ein Vorzeigestrategiespiel mit einer Fülle an Material. Die Regeln sind überraschend zugänglich und einfach gehalten (jedenfalls im Vergleich zu anderen Schwergewichten in dieser Preis- und Leistungsklasse) und das Spiel geht nach kurzer Zeit recht flüssig von der Hand. Bei jedem Zug hat man eine ordentliche Auswahl an Möglichkeiten, die mit zunehmender Spieldauer stetig anwächst. Ein gewisser Glücksfaktor ist durch das zufällige Ziehen der Plättchen zwar gegeben, kann aber durch Joker-Mönche und vorsorgliche Planung beim Sammeln der Plättchen überschaubar gehalten werden.
    In meinen Augen hat das Spiel einen sehr hohen Wiederspielreiz und die Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten und Strategien wird es für lange Zeit spannend halten.
    Insgesamt sechs Würfelaugen!
    André hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Torsten F. schrieb am 19.01.2016:
    1. Einstiegslevel: 05/10
    2. Maximale Spieldauer: 60 Min.
    3. Verarbeitung des Themas: 50%
    4. Variabler Spielablauf: 70%
    5. Glück/Taktik/Interaktion: 40/40/20
    6. Grafik + Spielmaterial: 70%
    7. Spielspaß/Wiederspielreiz: 70%

    Bei Orleans fällt es mir schwer, einen Bezug zum Thema aufzubauen. Durch den Einsatz von Gefolgsleuten soll ich zu Ruhm und Ehre kommen. Und das schaffe ich, indem ich noch mehr Gefolgsleute gewinne... Die Vergabe der Siegpunkte erscheint mir auch etwas zu willkürlich, wie die Formel „(Kontor + Bürger) x Sterne“ zeigt. Die Grafik ist ansprechend, aber auch nicht überragend. Was aber bestechend gut ist, ist das Nachziehen der Gefolgsleute aus dem Beutel und die darauf folgenden Kombinationsmöglichkeiten. Das verleiht mir ein schönes Spielgefühl. Auch ist das Spiel doch erstaunlich schnell erlernt und auch gespielt, so dass es zu jedem Spieleabend passt. Kein Pflichtkauf, aber auch kein Fehlkauf!

    FAZIT nach 3 Jahren und einigen Spielrunden:
    Es bleibt bei meiner Einschätzung von 70% Spielspaß. Denn das Spiel macht wirklich Spaß. Aber ich lechze nicht gleich nach der nächsten Partie.
    Torsten hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Helga H. schrieb am 12.06.2015:
    Spielverlauf:

    Aus dem spielereigenen schwarzen Beutel, dem "Gefolgsleutebeutel", ziehen die Spieler Personenplättchen, die sie auf einen Ort ihres Tableaus legen, um später deren Aktion durchzuführen. Jeder Person ist dabei eine Entwicklungsleiste zugeteilt, die den jeweils erhaltenen Bonus und die Aktion beeinflusst.

    Ein großes Spielbrett zeigt Frankreich. Die Spieler starten in "Orleans". Mittels den Ortsaktionen wird Frankreich auf Wegen oder Wasserstraßen befahren, Waren vergeben und Kontore erbaut.

    Nach 18 Runden endet das Spiel - es folgt die übliche Punkteaddition.

    Fazit: tolles Spiel für Vielspieler
    Der Spielverlauf ähnelt "Sibiria" (selber Autor), nur dass hier jeder seinen eigenen Beutel hat.

    + Variabilität aufgrund unterschiedlicher Warenauslage und Ziehen aus dem Beutel
    + angenehmer flüssiger Spielverlauf, ohne dabei langweilig zu werden
    + gute Übersicht, funktionelle und eindeutige Grafik
    + passendes Preis-/Leistungsverhältnis
    + Einflussnahme auf die zu ziehenden Plättchen und damit auf die machbaren Aktionen, durch das Wählen der jeweiligen Orte oder dem Entsenden "unerwünschter" Personen ins Rathaus, dessen "segensreiche Werke" einen finanziell unterstützen.

    Als Spieler ist man dadurch immer in einer Zwangslage.
    Wieviele von den ... sind in meinem Beutel?
    Oder habe ich vielleicht zuviele von den ...? Brauche ich die Gelehrten noch, oder kann ich die ins Rathaus schicken, von wo sie nicht mehr herauskommen?
    Wie wahrscheinlich ist es, einen Bauern, einen Schiffer und einen Händler zu ziehen?
    Soll man die gerade gezogenen Plättchen in die Burg bringen, damit sie einem einen Ritter spendieren und man in der nächsten Runde ein Personenplättchen mehr aus dem Beutel ziehen kann?
    Oder kann ich das wahrscheinlich später auch noch tun, und sie jetzt besser auf Wegen oder Schiffen einsetzen, damit ich das so dringend benötigte Getreideplättchen bekomme?

    Gleichzeitig sollte auf das Ereignis der Runde geachtet werden. Wer z. B. viele Waren in einer Runde einsammelt, für die am Rundenende wegen des Ereignisplättchens Steuern gezahlt werden muss, kann in finanzielle Engpässe kommen. Es kann aber auch grad dann der richtige Zeitpunkt sein, diese Waren abzugreifen, bevor es die Mitspieler tun.
    Helga hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Manfred S. schrieb am 22.01.2019:
    Wir spielen es jetzt seit geraumer Zeit immer wieder im Spieleverein und es ist eins der derzeitig besten Spiele.

    Jeder hat eigentlich immer was zu tun und es kommt nie Langeweile auf. Das ist mir auch immer ganz wichtig. Bei anderen Spielen muss man teilweise ewig auf den nächsten Zug warten.

    Ich hab mir das Spiel jetzt auch privat geholt mit der Erweiterung für 5 Spieler (Holzmännchen). Dadurch wird das Spiel nochmal massiv vom Handling aufgewertet. Die Ortskarten sollten auch noch kommen so sie mal bei Spiele-Offensive eintreffen und weitergeschickt werden können. Bin gespannt :D

    Ob ich mir dann noch die anderen Erweiterungen besorge werde ich sehen. Bin da immer etwas skeptisch wenn an ein geniales Spiel noch was angehängt wird.
    Manfred hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Alexander S. schrieb am 26.07.2017:
    Momentan das meist gespielte Spiel in unserer Sammlung. Hat immer in allen Konstelationen spaß gemacht.
    Alexander hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
  • Markus S. schrieb am 17.07.2015:
    Was mir an Orleans gefällt:
    - Der Einstieg ist leicht. Auch nicht so spielerfahrene Spieler können bei diesem Spiel schnell reinfinden, weil es logisch ist: Ziehe X Plättchen und lege sie passend hin, dann für die Aktion aus.

    Was mir nicht gefällt:
    - Man muss alles machen. Schonmal eine Strategie mit wenig Ritter porbiert? Geht nicht. Schonmal nicht auf Bücher gespielt? Geht nicht. Das machts fad...
    - Geld ist im Überfluß da. Fühlt sich nicht richtig an. Ich finde es besser, wenn es knapp ist, man kämpfen muss darum. Hier ist das leider nicht der Fall.
    - Einerseits plant man gleichzeitig, andererseits sollte man nicht auf die Hinterspieler schauen was die machen. 18 Runden spielen sich sehr langweilig, wenn man hintereinander plant. Wenn man aber gleichzeitig plant, dann darf der vordere Spieler aber nicht auf den hinteren Spieler reagieren dürfen. Soll der nun absichtlich falsch legen um den vorderen in die Irre zu führen? Am besten wäre ein Sichtschirm. Das hat uns jedenfalls gar nicht gefallen.
    - Das Hauptproblem aber ist: Das Badhaus ist zu mächtig. Da will ich keine großen Worte darüber verlieren, hat der Verlag bereits eingesehen und eine Regeländerung bekannt gegeben. Aber leider das Badhaus nicht das einzige Problem: Die Personenplättchen werden bei weniger Spieler reduziert, aber nicht die Zahnräder. Damit erscheint mir das Labor bei wenigen Spieler sehr mächtig. Aber auch das ist nicht das einzige Problem: Wenn Geld verbraucht ist, wird in Spielreihenfolge ausbezahlt. Wer Pech hat und in den letzten Runden hinten sitzt, geht leer aus. Für ein Strategiespiel #!*+.
    - Bei der Pest wird eine PErson gezogen. Der eine Spieler: Ohh, bei mir stirbt niemand, weil eine Startperson gezogen wird. Der andere dagegen verliert einen Mönch. Dazu kommen die gezogenen Personen wieder in den Kaufbereich. Wer zufällig erster ist in dieser Runde, freut sich. Das ist einfach zuviel Glück und man fragt sich, was das Spiel sein will? Für ein Strategiespiel zu random, für ein Familienspiel zu wenig Spaß.

    Schade, das Spiel hätte gute Anlagen gehabt, ist aber in unserer Runde komplett durchgeflogen. Wir mögen entweder Spiele, die sehr strategisch sind oder Spiele, die auch einen gewißen Spaßfaktor haben. Orleans ist keines davon.

    Nachtrag: Es kam dann noch öfters auf dem Tisch und hat zunehmends besser gefallen. Es hat zwar seine Schwächen, aber ich habe es mal aufgestuft.
    • Carsten W. und Andrea K. mögen das.
    • Bernd W. mag das nicht.
    • Einloggen zum mitmachen!
    • Andreas H.
      Andreas H.: total andere erfahrung gemacht. kaum Geld und auch auf eine Strategie konzentriert hat funktioniert....
      01.12.2015-22:56:45
    • Karl S.
      Karl S.: Geld zu machen ist doch auch nur eine Siegpunkt-Strategie. Wieso sollte das bei dem Spiel rar sein, das würde doch gar keinen Sinn machen?!
      18.12.2015-00:13:44
    • Markus S.
      Markus S.: Ganz genau Karl. Vor allem: Es werden bei 2 oder 3 Spieler kein Geld rausgenommen, nur halt, dass es zu 4. mal ausgeht. Sorry, no-go.
      20.05.2016-12:58:15
  • Peter M. schrieb am 03.11.2014:
    Ein mal gespielt und ich musste es sofort haben. Alles andere hat die Denise schon sehr gut beschrieben.
    Dieses Spiel richtet sich definitiv an Vielspieler, ist recht komplex/anspruchsvoll!
    Peter hat Orléans klassifiziert. (ansehen)
    • Wolfram D. und Uwe S. mögen das.
    • Andreas F. mag das nicht.
    • Einloggen zum mitmachen!
    • Andreas F.
      Andreas F.: Ich zitier dich mal von Preator: "Übrigens bin ich der Meinung, sollten sich die Leute ihre Meinung klemmen, wenn sie ein Spiel erst ein oder... weiterlesen
      03.11.2014-13:10:54
    • Wolfram  D.
      Wolfram D.: Hier steht nicht wie oft es Peter inzwischen gespielt hat, nur das er es gleich gekauft hat. Grundsätzlich ist es natürlich immer von Vorteil,... weiterlesen
      05.11.2014-16:04:54

Eine eigene Bewertung für Orléans schreiben.

Orléans kaufen:


nur 41,99
inkl. MwSt.. Außerhalb Deutschlands zzgl. Versandkosten
versandkostenfrei in Deutschland

nur noch 2 Stück auf Lager
(Achtung: Nicht für Kinder unter 36 Monaten geeignet.)

Mit Orléans verbundene oder ähnliche Artikel:


Preise inkl. MwSt.. Außerhalb Deutschlands zzgl. Versandkosten

So geht´s weiter:


Weiter stöbern
Zur Startseite
Hilfe
Kontakt: Servicehotline: +49 (0) 180 50 55 77 5
(0,14 €*/min aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunktarife max. 0,42 €*/min)
  Bitte beachten Sie hierzu unsere Verbraucherinformationen zu entgeltlichen Mehrwertdiensten.*inkl. MwSt.
Startseite   Sitemap   Hilfe   Impressum   Kontakt   AGB & Kundeninfo   Widerrufsbelehrung   Datenschutz   Batterieentsorgung   Partnerprogramm   Pressebereich
Orléans
Preis: 41,99
inkl. MwSt., Versandkosten
auf Lager
1-3 Tage, max. 1 Woche
Brettspiele, Gesellschaftsspiele und Kartenspiele
0 180 50 55 77 5
Mo.-Fr. 10:00-18:00 Uhr
(0,14€/min, bei Mobilfunk max. 0,42€/min)
deutschlandweit
versandkostenfrei
(25€ Mindestbestellwert)
Suche: