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  • Jörn F. schrieb am 06.12.2020:
    Eigentlich müsste man sagen: Schon wieder ein Escapespiel, das hört ja nie auf. Das was vor Jahren begann, scheint kein Ende zu nehmen und es gibt mittlerweile die unterschiedlichsten Varianten. Vom Live-Spiel über das zerstörte Spiel, dem Kartenspiel und ganzen Folgen ist der Markt übersät davon. Nun kommt ein Escapespiel, das gleich mit einem Preis (Toy Award) aufwarten kann und irgendwie schon anders aussieht. Wie immer bei solchen Werken ist die Gefahr des Spoilerns groß und somit werden hier keine Tips verraten. Nur so viel dazu: Beide zu spielenden Geschichten drehen sich um Kinder und sind vom Anspruch her ähnlich. Das heißt, wir können schon im Grundkasten mehr als einmal spielen. Wenn es gut läuft, sind da noch einige Geschichten draus zu machen und die dritte steht auch schon in den Startlöchern. Ich schaue bei einer meiner Gruppen sogar nur zu beim wiederholten Levelspiel und betätigte das Handy, um mehr Eindrücke zu bekommen.
    Eine neue Idee, die ich sehr ansprechend fand, ist alleine der Aufbau. Nach Koordinaten sortiert müssen wir Wände und Fenster je nach Spiel in das Mystery House stecken. Dabei sollte man es vermeiden, die Sachen innerhalb des Hauses schon anzusehen, aber selbst bei Nachfrage wird uns die App mitteilen, dass es nicht möglich sei. Da haben wir es wieder: Eine App gilt es runterzuladen und ehrlich - ich bin kein Fan von App-unterstützen Spielen. Aber hier ergibt das Sinn. Die App gibt uns zu den betreffenden sichtbaren Wänden immer Hinweise, die wir erkennen und deuten müssen. Da gilt es, Gegenstände zu benutzen oder verschiedene Codes herauszufinden. Machen wir dabei einen Fehler, werden uns auf das Zeitkonto der App jeweils 30 Strafsekunden aufgeschlagen. So öffnen wir nach und nach immer mehr Türen und immer mehr Gegenstände, Zahlen oder anders Nützliches wird für uns sichtbar. Normalerweise gilt es, das Spiel in 60 Minuten zu schaffen. Wenn das letzte Rätsel gelöst ist, zeigt uns die App das Spielergebnis an.
    Viel hatte ich schon darüber gelesen, dass man im Innern des Hause wegen Spiegelungen nicht alles sehen kann, aber das kann ich nicht bestätigen. mit einer Handytaschenlampe kann man bis in die letzten Winkel alles erkennen. Allerdings auch nur bei Tageslicht, denn am Abend blendet es schon ein wenig, wenn alles über Lampenlicht läuft. Da ist es zu empfehlen, Mystery House bei Sonnenlicht zu spielen.

    Das Konzept hat was: Atmosphäre! Allerdings sind vier Personen schon das höchste der Gefühle, denn irgendwie wollen ja alle etwas erkennen. Vom Rätselniveau her war es nicht überfordernd und alles schlüssig. Ich bin eher der Typ, der gerne zu Hilfen greift, aber auch das war hier nicht oft nötig. Einige meiner Mitspieler wollten immer die Türen rausziehen, was das Erkennen erleichtert. Aber gedacht ist es so nicht, denn gerade das Um-die-Ecke-gucken und Ausleuchten gibt einem ein spannendes Gefühl.

    Wir haben in beiden Geschichten allerdings niemals die angegebenen 60 Minuten erreicht. Zweimal 80 und einmal 90 Minuten standen bei uns zu Buche, sodass es keine Sterne als Belohnung gab. Auch mit einer anderen Gruppe blieb es bei dieser Zeit. Aber das war Nebensache.

    Für alle war Mystery House so fesselnd, dass jeder für eine neue Partie zu haben ist und schon auf neue Geschichten wartet. Diejenigen, die Escapegeschichten nichts abgewinnen können, werden in einer großen Gruppe hier vielleicht auch Probleme bekommen, da Leerläufe durch das Suchen entstehen können. Man kann schlecht mit fünf Spielern gleichzeitig suchen, daher ist für mich mit vier Personen das Maximum erreicht. Und das Gute: Hat man es durchgespielt, kann man es Freunden ausleihen. Denn sobald die nächste Erweiterung erscheint, geht man wieder ins Haus. Also echt ein Escapeerlebniss für länger.

    Mal sehen, wie lange Schmidt Spiele uns mit weiteren Abenteuern beglückt. Aber durch dieses Mystery House wandere ich immer wieder gerne, wenn neue Geschichten auftauchen. Erhältlich ist mittlerweile auch die nächste Story. Leider ist das Niveau stark abgefallen. Kleine Fehler in der App sorgen für Irritation und ich hoffe, in der hoffentlich erscheinenden vierten Geschichte packt man wieder ein paar bessere Momente rein. Aber ich kam nicht umhin, diese Erweiterung zu kaufen, dazu fasziniert mich das Mystery House zu sehr.
    Jörn hat Mystery House klassifiziert. (ansehen)
  • Anette S. schrieb am 15.10.2020:
    Eigentlich ein schönes Spiel mit teilweise, doch unlogischen Rätseln. Bemängeln muss ich aber, daß die Hinweise auf den Koordinatenkarten zu klein sind und, da man mit einer Taschenlampe oder der Handylampe Leuchten muss, die Oberfläche der Steckkarten blendet, sodass man nichts erkennen kann. Soll als Kritik, bzw. Denkanstoss an den Hersteller sein. Ansonsten haben wir das Spiel genossen.
    Anette hat Mystery House klassifiziert. (ansehen)

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