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  • Jörn F. schrieb am 16.06.2020:
    Also, an sich faszinieren mich Legacyspiele ja, aber keines der letzten Jahre hat mich bis zum Ende durchhalten lassen. Sei es Charterstone, Gloomhaven oder auch Sea Fall. Ich hatte immer Spaß dran, aber irgendwie stieg immer jemand aus, war nach ein paar Partien genervt oder es gab eben immer etwas Besseres. Ist ja auch nicht einfach mit einem Team immer das gleiche zu spielen, wenn der Markt so schnell mit neuen Sachen überschwemmt wird. So stehen viele Legacyspiele bei mir im Regal und warten darauf, wieder in Angriff genommen zu werden. Da taucht dann plötzlich wieder ein neues Spiel auf und ich beschließe, es erst mal ausschließlich mit meiner Freundin zu spielen. Corona macht's möglich! Denn für sie ist es die erste Erfahrung mit einem Legacyspiel, und meine Vorsicht ist groß, denn ich will ja auch mal eins zu Ende spielen. Und so kam das Brettspiel My City von Reiner Knizia (Kosmos) zu uns auf den Tisch.
    Nun ist es ja nicht einfach, das Spoilern zu unterlassen, aber My City ist das erste Legacyspiel, was ich gespielt habe, das in seiner ganzen Einfachheit zu überzeugen weiß. Es gibt vier Spielpläne, acht Briefumschläge mit jeweils drei Leveln in ihren Kapiteln, Karten und Legeplättchen, die wie Tetris daher kommen. Und genau das ist es dann auch.
    Man zieht die oberste Karte des Kartenstapels und sieht ein Legeteil. Wir haben dabei alle die gleichen 24 Teile in drei unterschiedlichen Farben vor uns liegen. Das abgebildete Teil legen wir auf unseren Spielplan ohne wirkliche Komplikationen. Das allererste Teil müssen wir immer an den Fluss des Spielplans legen. Die darauffolgenden Legeteile müssen dann jeweils an ein bereits liegendes Teil angelegt werden. Nichts darf später im Level verändert werden und natürlich dürfen wir auch passen; das führt uns aber in der Siegpunktleiste immer einen Punkt zurück.
    Soweit der Anfang. Am Ende des Levels bekommt man Punkte für Bäume auf seinem Plan, Abzüge für Steine und freie Felder. Der Sieger bekommt auf einer seperaten Fortschrittsleiste für das ganze Spiel dann zwei Punkte und der Zweite einen Punkt. Meistens bekommt der Sieger dazu auch noch einen Malus und der Unterlegende einen Bonus. Da wird aufgepasst, das niemand zu weit fortschreitet und der Sieg im Spiel schon frühzeitig fest steht.

    Soweit so leicht. Natürlich verändert sich der Plan per Umschlag mit jedem neuen Kapitel. Schließlich müssen wir kleben und verändern. Auch die Bedingungen für den Sieg verändern sich, aber es bleibt alles immer nah am Grundkonzept. Wir bauen Brunnen, erforschen Goldminen, bauen an der Industrialisierung und kommen dann irgendwann im Wohlstand an.
    Ca. acht Stunden haben wir zu zweit gebraucht, dann waren wir mit My City durch. Was blieb? Ein tolles Legacyspiel, das es einem einfach macht, es bis zum Ende zu spielen. Ein paar kleine Ungereimtheiten in der Anleitung ließen uns manchmal grübeln (Wieso ist ein Gebäude eine Gruppe?), aber wir kamen immer wieder korrekt zusammen. Bei der zweiten Partie war es etwas schwieriger, denn die Aufkleber sind nur für eine vollständige Runde gedacht - zu zweit, dritt oder viert. Aber nicht zweimal zu zweit. Da fehlt es an genügend Steinaufklebern. Schade denn es waren auf den Aufklebersätzen noch genügend Plätze frei. Also das volle Vergnügen gibt es wirklich nur einmal, dann aber richtig. Beide Mitspieler wollten immer weiter und weiter und so war ich in beiden Fällen immer nach zwei Tagen fertig.

    Das war das einzig Traurige am Spiel. Es hätte noch weiter gehen können: vom Wohlstand bis zur Zukunft oder sowas! Was das ewige Spiel betrifft, das man auf der Rückseite der Pläne findet, füllt dieses nicht mehr so die Lücke. Man fühlt sich um viele Situationen zurückversetzt, da es im Mittelteil des Legacyspiels auftritt. Da wird es zum reinen Legespiel, dessen Reiz nach wenigen Spielen nachlässt. Alles in allem bekommt man hier ein paar Stunden ein tolles Brettspiel serviert. Der Spaß war für mich bisher durchaus größer als bei manchem Klassiker.

    Berechtigterweise ist My City zum Spiel des Jahres 2020 nominiert worden. Und gerade in seiner Schlichtheit ist es das erste Legacyspiel, das den Preis auch verdient hätte. Das bekommt wirklich die ganze Familie, vom Opa bis zum Enkel hin.Und von Kosmos bekam ich dann sogar noch die Steinaufkleber als PDF geschickt!!!
    Jörn hat My City klassifiziert. (ansehen)

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