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Eine eigene Bewertung für La Cosa Nostra schreiben.
  • Philipp K. schrieb am 21.10.2015:
    Moin!
    La Cosa Nostra habe ich letztes Jahr kurz vor Weihnachten nach einem Artikel in einer Zeitung zum ersten Mal zur Kenntnis genommen. Da mir das Setting und das Artwork so gut gefallen haben, habe ich mir das Spiel auch direkt bestellt. Kurze Zeit später wurde mir das Spiel dann auch nach Hause geliefert. Sofort begann ich, die Anleitung zu studieren. Sie ist gut strukturiert und lässt keine Fragen offen, da auch viele Beispiele genannt werden.
    Meine Spielgruppe wollte LCN auch sofort testen und nach kurzer Regelerklärung ging es auch fix los. Jeder Spieler bekommt seine Bosskarte und Startgangster auf die Hand, zudem in jeder Runde neue Auftragskarten. Diese unterscheiden sich in Aufträge und Angriffe. Mit Aufträgen wird hauptsächlich Geld verdient. Angriffe sind, wie der Name schon verrät, dafür da, um Geschäftsleute, Betriebe und Agenten vom Gegner auszuschalten. Jeder Auftrag hat aber Voraussetzungen, die man für eine erfolgreiche Erledigung haben muss. Darum wird man fast schon gezwungen mit seinen Kontrahenten Geschäfte zu machen. Dafür werden Dealmarker ausgetauscht. Diese Dealmarker sind aber auch die einzigen Abmachungen bei LCN, die bindend sind. Alle anderen Absprachen sind frei und können auch jederzeit gebrochen werden! Und genau das macht den Reiz des Spiels aus! Man kann sich nie sicher sein, ob die Anderen sich an die Absprachen halten oder nicht. Genauso sollte man sich auch gut überlegen, ob man sich den Ärger der Mitstreiter auf sich ziehen will. Nach vier Runden ist das Spiel aber auch schon vorbei und wer am meisten Kohle gescheffelt hat, ist der größte Gangster und gewinnt das Spiel.
    Fazit: La Cosa Nostra ist ein schönes, atmosphärisches Kartenspiel für 3-5 Spieler. Das Feeling der Mafiaszene kommt sehr gut rüber. Auch das Material weiß zu überzeugen. Negativ ist eigentlich nur, dass es ab und zu zu Downtimes kommen kann, wenn die anderen Mitspieler Grübler sind. Auch muss man es abkönnen vom Gegner gemobbt zu werden, da man sich schon sehr ärgert, wenn man einen wichtigen Auftrag nicht ausführen kann, weil einem der Geschäftsmann umgenietet wurde.
    Philipp hat La Cosa Nostra klassifiziert. (ansehen)
  • Stefan K. schrieb am 07.12.2016:
    Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten mal eine kurze Bewertung, mit der alles gesagt sein sollte!

    Einzigartig! Unglaublich! Intensiv! Anstrengend! Episch! Sucht! Beziehungskrise! Trotzdem Kaufen!!!

    wers unbedingt länger braucht: Ich kenne kein Spiel, das derartig perfekt ein Thema umsetzt! Man fühlt sich wirklich kriminell in der - und das ist wichtig - richtigen Runde! Was anderes als klare sechs Augen kommen hier nicht in Frage!
  • René B. schrieb am 29.01.2017:
    Eines der geilsten Spiele überhaupt. Das Spiel verbindet Taktik, Würfelglück, Bluff und Kommunikation auf so eine unglaubliche Art und Weise. Das Thema "Mafia" ist so kongenial umgesetzt, dass man sofort in der Materie drin ist. Es gibt eigentlich keinen negativen Punkte: Regeln, Spielmaterial, Box sind alle in einem sehr gutem Zustand.
    Ich sag nur, kauft es und spielt es. Das Spiel ist eine Perle.
    René hat La Cosa Nostra klassifiziert. (ansehen)
  • Sebastian S. schrieb am 04.06.2015:
    Willkommen in der Familie!

    La Cosa Nostra entführt die Spieler in die gefährliche Welt der Mafia, eine Welt voller illegaler Geschäfte, Betrug und Gewalt, aber auch eine voller Geld und an genau dieses Geld wollt ihr rankommen. Koste es was es wolle.

    Als Boss einer Mafiabande baut ihr eure Geschäfte auf, verdient mit ihnen Geld und schickt eure Gangster los um Jobs zu erledigen und den anderen Mafiabossen zu schaden, indem ihr ihre Gangster erledigt, ihre Gebäude in die Luft jagt, Mittelsmänner abwerbt oder ihnen ganz einfach das Geld klaut.

    Durch Zusammenarbeit könnt ihr größere Gewinne einfahren, aber am Ende gewinnt nur einer und das ist der mit der meisten Kohle!


    Aufbau

    Das Spielfeld von La Cosa Nostra besteht aus zwei dünnen Kartenfeldern, einem für die Einfluss- und Jobkarten und einem für die Business- und Monopolkarten. Die Jobkarten werden nach ihren Rückseiten sortiert, gemischt und dann auf die entsprechenden Felder gelegt. Jeder Spieler erhält die Einflusskarten Informant, Intrigant und Handlanger. Die restlichen Einflusskarten werden gemischt und auf das zugehörige Kartenfeld gelegt. Die Geldscheine werden entsprechend ihren Werten sortiert und neben das Spielfeld gelegt. Es gibt drei Monopolkarten, diese werden offen auf das entsprechende Kartenfeld gelegt.


    Das Spielfeld

    Dann sucht sich jeder Spieler einen Boss aus und legt die mit Start-Gangster beschrifteten Gangster in beliebiger Reihenfolge neben seinen Boss. Die restlichen Gangster werden unter den Boss gelegt und können im Laufe des Spiels angeworben werden. Jeder Spieler erhält die für ihn vorgesehnen Businesskarten und legt diese offen vor sich aus, die restlichen Businesskarten werden gemischt und auf das entsprechende Kartenfeld gelegt. Vier Businesskarten werden offen nebeneinander auf das Kartenfeld gelegt und bilden den sogenannten Markt. Hier kann man neue Geschäftsmänner anheuern und Unternehmen kaufen. Dann erhält jeder Spieler 2000 $ Startkapital und die Dealmarker seiner Farbe.

    Der Spieler, der zuletzt eine Straftat begangen hat wird Startspieler und legt die entsprechende Karte vor sich aus.


    Der Boss zieht die Fäden

    La Cosa Nostra wird in vier Runden gespielt und jede Runde ist in die folgenden Phasen unterteilt:

    Karten ziehen
    Planungsphase
    Aktionsphase
    Zahltag

    Die Spieler befinden sich immer zusammen in einer Phase. Erst nachdem alle Spieler ihre Aktionen abgehandelt haben, beginnt die nächste Phase.

    Mit jeder Runde werden die Auftragskarten stärker, lukrativer, aber auch aggressiver. Nach der vierten Runde erfolgt dann die Endauswertung und der Boss mit dem meisten Geld gewinnt das Spiel.

    Während der Karten ziehen Phase, ziehen die Spiele eine vorgegebene Anzahl Karten vom Auftrags- und vom Einflussstapel. In der nächsten Phase, der Planungsphase, werden dann Jobs geplant indem man jedem Gangster verdeckt eine Auftragskarte zuweist oder aber eine Karte vom Marktplatz nimmt und diese offen auf einen der Gangster legt. Man gibt damit einem Gangster den Auftrag einen Geschäftsmann anzuwerben oder ein Unternehmen zu kaufen. Aufträge werden einzeln und reihum erteilt, bis alle Gangster einen Auftrag haben. Dann geht es in die nächste Phase, die Aktionsphase, über.

    Jede Gangsterkarte hat eine Anzahl von Waffensymbolen. Jedes Waffensymbol steht für einen Würfel, den man zur Erfüllung eines Auftrages werfen darf, oder für die Mindestwurfhöhe, die man erziehlen muss falls man diesen Gangstern ausschalten möchte. Im Gegensatz zu Auftragskarten erfordert das Anwerben von Geschäftsmännern und das Kaufen von Unternehmen keinen Mindestwurf. Dementsprechend ist es sinnvoll den Gangstern mit wenig Waffensymbolen den Einkauf zu überlassen und den Gangstern mit vielen Waffensymbolen die Aufträge zu erteilen.

    Während der Aktionsphase werden die Aufträge, die in der letzten Phase den Gangstern zugeteilt wurden, nacheinander aufgedeckt und ausgeführt. Die Reihenfolge ist dabei egal, aber auch hier wird immer nur ein Auftrag zur Zeit ausgeführt und dann ist der nächste Spieler an der Reihe, solange bis alle Aufträge ausgeführt wurden oder abgelegt wurden, wenn der Spieler den Auftrag nicht ausführen kann oder möchte. Somit kann man zum Beispiel erst einen lukrativen Job erledigen um dann, sobald man wieder an der Reihe ist, eine Disco zu kaufen, obwohl man in der Planungsphase erst die Disco auf seinen Gangster gelegt hat und danach erst den Auftrag.

    Aufträge haben Vorraussetzungen, so benötigt man zum Beispiel für den Auftrag Autodiebstahl eine Werkstatt. Hat man diese nicht, kann man den Auftrag nicht ausführen und müsste ihn eigentlich ablegen, aber genau hier wird es interessant. Fehlt einem Spieler zur Erfüllung eines Auftrages ein oder mehrere Geschäftsmänner und/oder ein oder mehrere Unternehmen, so kann man mit den anderen Spielern verhandeln oder sie sogar unter Druck setzen, ihnen Drohen oder was einem Gangsterboss noch so einfällt. Haben die Spieler sich schließlich geeinigt, legt der Spieler, der an der Reihe ist einen oder mehrere seiner Dealmarker auf die entsprechenden Karten seines Gegenspielers und kann diese nun einmalig für einen seiner Jobs nutzen. Nimmt er dies in Anspruch so werden die Dealmarker wieder entfernt und der Job kann durchgezogen werden. Man muss seine Dealmarker nicht sofort einsetzen, man kann die entsprechenden Unternehmen und Geschäftsmänner auch für einen späteren Job nutzen und die Dealmarker dementsprechend erst später entfernen. Absprachen können jederzeit getroffen werden.

    Auch so kann und muss viel miteinander gesprochen werden, es wird gedroht, verhandelt, bedroht und sehr oft werden Absprachen nicht eingehalten, denn schließlich ist sich jeder Boss selbst der Nächste. Die einzige Absprache, die wirklich bindend ist, ist ein Dealmarker auf einer Karte. Alles andere was besprochen wurde, muss nicht eingehalten werden und genau dies wird dem ein oder anderen Gangsterboss sauer aufstoßen und er wird sich definitiv dafür rächen wollen.

    Sind die Spieler am Anfang noch recht nett zueinander und helfen sich gegenseitig, so wird der Ton mit jeder Runde rauer und die Aktionen werden immer hinterhältiger und brutaler.

    Nach der Aktionsphase folgt schließlich der Zahltag. Jeder Geschäftsmann und jedes Unternehmen bringt dem Spieler Geld. Hat ein Spieler mindestens zwei Geschäftsmänner einer Kategorie und mehr als alle anderen Spieler zusammen, so erhält er ein Monopol und eine entsprechende Entlohnung. Nun können weitere Gangster angeheuert werden und diese erlauben den Spielern weitere Aufträge auszuführen.

    Während der Endabrechnung zählen die Businesskarten doppelt, der Spieler, der die meisten Gangster hat erhält 15000$ extra, hat man Gangster umgebracht so erhält man auch hierfür Geld.

    Die Karten

    Auftragskarten werden den Gangstern verdeckt zugewiesen und stellen u.a. Geschäfte dar, die abgewickelt werden um an Geld zu kommen oder Angriffe gegen andere Spieler, wie zum Beispiel Diebstähle und Auftragsmorde. Auftragskarten haben Vorraussetzungen, die erfüllt werden müssen und Mindestwürfe, die erzielt werden müssen um sie erfolgreich abzuschließen. Andernfalls geht man leer aus oder wird sogar selbst zum Ziel des Bosses dem man eigentlich schaden wollte.

    Geschäftsmanner und Unternehmen können erworben werden und stellen die Vorraussetzungen dar um bestimmte Aufträge ausführen zu können. Außerdem bringen diese dem Boss Geld ein und wenn er mindestens zwei Geschäftsmänner eines Typs hat und insgesamt mehr hat als alle anderen Spieler, so erhält er ein Monopol, das ihm zusätzlich Geld einbringt. Geschäftsmänner und Unternehmen werden durch Gangster erworben und es muss kein Wurf ausgeführt werden um sie zu erhalten. Man muss nur den aufgedruckten Preis bezahlen.

    Einflusskarten sind Aktionskarten, die man zu bestimmten Zeitpunkten im Spiel spielen kann. Die jeweiligen Vorraussetzungen sind auf den Karten angegeben. Mit ihnen kann man u.a. die Aufträge der gegnerischen Gangster einsehen, den Mindestwurf oder die Anzahl der zu werfenden Würfel verändern oder einen weiteren Zug vor allen anderen durchführen.

    Monopole erhält ein Spieler wenn er zwei Geschäftsmänner des selben Typs besitzt und insgesamt mehr Geschäftsmänner dieses Typs hat als die anderen Spieler zusammen. Monopole verschaffen dem besitzenden Spieler ein zusätzliches Einkommen.



    Der Erklaerpeer meint…

    La Cosa Nostra setzt stark auf die Interaktion zwischen den Spielern und sobald diese erstmal warm geworden sind, gibt es kein Halten mehr. Es wird betrogen, gelogen, bestochen, erpresst, ausgeschaltet und in die Luft gejagt. In diesem Spiel wird kein Blatt vor den Mund genommen und dementsprechend sollte die Altersempfehlung ab 16 Jahren auch unbedingt beachtet werden.

    Wenn man sich mit der Mafia beschäftigt, muss man sich auch zwangsläufig mit dem Thema Gewalt auseinandersetzen. La Cosa Nostra bildet da keine Ausnahme, aber die Gewalt wird nie übertrieben dargestellt, sondern alles fügt sich sehr stimmig zu einem Gesamtbild zusammen.

    Solltet ihr allerdings ein seichtes Gemüt haben oder dazu tendieren die Stimmung während eines Spiels auf die Wirklichkeit zu übertragen, dann solltet ihr die Finger von La Cosa Nostra lassen. Allen anderen kann ich das Spiel nur wärmstens empfehlen. Ehe ihr euch verseht zieht euch das Spiel tief in seinen Bann und lässt euch so schnell nicht wieder los und das ist gut so. La Cosa Nostra, eines meiner Highlights 2014.



    La Cosa Nostra ist ein Kartenspiel für 2 bis 5 Gangsterbosse ab 16 Jahren und bietet Spielspaß und Intrigen für ca. 90 Minuten. Erschienen ist es bei Hard Boiled Games.

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    Den­ Ganzen Artikel findet ihr auf:
    www.erklaerpeer.de/spiele/vorgestellt-la-cosa-nostra
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    Sebastian hat La Cosa Nostra klassifiziert. (ansehen)

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