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Eine eigene Bewertung für Kingsport Festival schreiben.
  • Detlef S. schrieb am 29.10.2015:
    Idee:
    Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Kultisten aus H.P.Lovecrafts Horrorromanen und versuchen in Kingsport am meisten Macht (=Siegpunkte) zu erlangen. Die Alten Götter, die sie dazu anbeten, statten sie mit Ressourcen und Zaubern aus, die die Spieler nutzen, um ihren Einfluss in Kingsport auszubreiten und ihre Widersacher, die Ermittler, abzuwehren.

    Umsetzung:
    Der Spielablauf ist recht simpel: Jeder Spieler würfelt mit 3 Würfeln und kann die Zahlen nutzen, um die durchnummerierten „Alten“ anzubeten. Dazu setzt er einen oder mehrere seiner Würfel auf den entsprechenden Gott und blockiert ihn für die Mitspieler (Ähnlichkeiten zu Kingsburg sind nicht zufällig, einer der Autoren hatte da schon mitgewirkt). Götter mit kleinen Nummern belohnen die Huldigung mit kleinen Geschenken, die großen sind spendabler – allerdings auch furchterregender, denn je mächtiger der Gott, desto mehr „geistige Stabilität“ verliert der Spieler. Geschenke sind vor allem Ressourcen, aber auch Magie.
    Danach breiten sich die Spieler in Kingsport aus. Ausgehend vom Starthaus können die Spieler in jeder Runde einen weiteren (angrenzenden) Ort besetzen und verbrauchen hier die eben gesammelten Ressourcen. Die Orte sind groß genug für alle Spieler – man kommt sich hier also nicht ins Gehege. Neben Siegpunkten gewähren sie dauerhafte Vorteile (z.B. beim Kampf gegen die Ermittler, Zauberpunkte oder Erleichterungen beim weiteren Ausbreiten).
    Viermal im Spiel treten den Spielern (zufällig gezogene, stärker werdende) Ermittler entgegen. Gelingt es, deren Stärke zu überwinden, erhält man eine Belohnung, ansonsten wird man in seinen Bemühungen zurückgeworfen. Nach 12 Runden (Monaten) ist das Spiel zu Ende und es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.
    Wer das Spiel schon kennt, kann den Ablauf in Details durch „Szenarien“ verändern.

    Spielspaß:
    Zunächst einmal muss man sagen: Das Spiel funktioniert. Man muss planen, welche Ressourcen man wie benötigt, welche Orte man am besten in welcher Reihenfolge einnimmt und auf welche man verzichten kann. Beim Beschwören muss man beachten, welche Würfel die Mitspieler haben, damit diese wichtige Alte nicht für sich beanspruchen. Außerdem muss man die erworbenen Vorteile im Kopf behalten, weil man sonst schnell mal einen vergisst und sich das Leben unnötig schwer macht.
    Spielmechanik und Thema passen aber nicht so richtig zusammen. Man erwirbt Ressourcen und gibt diese dann wieder für dauerhafte Boni und Siegpunkte aus und am Ende gewinnt halt, wer am besten gesammelt und ausgegeben hat. Statt mächtiger Beschwörungen zum Sammeln hätte man auch einen Einkaufswagen durch den Baumarkt schieben können, und statt verschiedenen Orte in Kingsport einzunehmen hätte man auch Ratssitze in einer Gilde erwerben können.
    Tatsächlich wäre letzteres sogar passender. Denn wenn alle schlecht spielen, dem Wahnsinn anheimfallen und jeden Ermittlerkampf verlieren, hat immer noch der mit den meisten Siegpunkten gewonnen (das sind dann halt nicht so viele).Das Spiel sieht es gar nicht vor, dass die Kultisten richtig „verlieren“ können. Selbst der Wahnsinn fehlt, denn wer keine „geisteige Stabilität“ mehr hat, verliert statt dessen halt Kultpunkte (was zugegeben teuer ist, aber mehr auch nicht).
    Dann gibt es da noch die Zauber, die insgesamt eher enttäuscht haben: Es gibt drei Zauberarten (Kampf, Bauen, Punkte), und innerhalb dieser drei Kategorien viele Zauber mehrfach. Da zieht man schnell dreimal hintereinander den gleichen Zauber. Und es bleibt der fade Nachgeschmack, ob der Aufwand für das Beschaffen der Zauber durch seine Wirkung gerechtfertigt ist. Zu guter Letzt, nach dem Ende des Spiels, fällt es auch sehr schwer zu sagen, ob ein Spieler besser gefahren wäre, wenn er hier einen anderen Alten beschworen hätte oder dort doch lieber einen anderen Ort besucht hätte.
    Dieser letzte Punkt verführt dann auch zu einem langen Grübeln: Jeder Ort, jeder Gott bietet seine Vorteile, aber es gibt keine wirklichen „Hauptstrategien“, die man verfolgen und verbessern kann. Man muss überall mitmischen und Grüber neigen dann dazu, alle Varianten gedanklich abzuklappern und durchzuspielen. Daher ist das Spiel vor allem für Spieler, die Wert auf Atmosphäre legen und aus dem Bauch spielen, zu empfehlen. Wer das Spiel „beherrschen“ und durchplanen möchte, wird seine Frustmomente erleben und die Stärken des Spiels nicht auskosten können.
    Ausstattung:
    Auf der reinen Spielebene ist die Ausstattung solider Standard. Großer stabiler Plan, Holzmarker, Karten. Nur die „Tafeln“ der Alten hätten gerne etwas dicker sein dürfen.
    Auf der Lovecraft-Ebene haben sich die Designer sehr in Zeug gelegt. Das Artwork stimmt mit dem auch sonst üblichen Artwork überein und schafft Wiedererkennungswert, überall findet man Zitate, die Ermittler sind mit Lebensläufen ausgestattet und zu den Großen Alten gibt es auf der Rückseite ebenfalls längeren Text. Sehr schön, hier unterstreicht das Spiel seinen Anspruch, vor allem Atmosphäre schaffen zu wollen.

    FAZIT:
    Eigentlich ist „Kingsport Festival“ ein sehr schön aufgemachtes und stimmungsvolles Spiel. Die Spielmechanismen (Ressourcen sammeln und dann für Siegpunkte und Dauerboni ausgeben) trägt die Stimmung aber leider nicht mit. Daher ein Spiel vor allem für Lovecraft Fans, denen die Stimmung wichtiger ist als die Spielmechanik und die gerne aus dem Bauch heraus spielen. Und vor allem natürlich, die endlich mal selbst Kultist sein wollen!

    Zielgruppe: Fantasy-Spieler (Lovecraft)
    Kernmechanismus: Ressourcenmanagement
    Wertung:­ 4/6

    ­
    Einfluss: Glück vs. Planen
    O O X X O O
    Das Spiel meistern: Bauch vs. Erfahrung
    O O O X O O
    Anspruch: Unterhaltung vs. Ernsthaftigkeit
    O O X X O O
    Vorbereitung: gering vs. aufwändig
    O O O X O O
    Aufmerksamkeit: gering vs. hoch
    O O O X O O
    Interaktion: geringer vs. hoher Einfluss auf die Mitspieler
    O X O O O O
    Kommunikation: schweigen vs. sprechen
    X O O O O O
    Ausstattung: schlicht vs. üppig
    O O O O X O
    Spieldauer: kurz vs. lang
    O O O X O O
    Detlef hat Kingsport Festival klassifiziert. (ansehen)
  • Holger K. schrieb am 08.11.2014:
    In der Welt des H.P. Lovecraft konnten sich (Brett-)Spieler ja schon des Öfteren tummeln, beispielsweise in Arkham Horror oder beim Spiel Der Hexer von Salem. Bisher aber immer als Ermittler auf der Seite des Guten und damit bestrebt das Böse aufzuhalten. Diesmal jedoch, in Kingsport Festival aus dem Hause Kosmos, ist alles anders. Die Spieler sind Kultisten, also Anhänger des Bösen, die in der Stadt Kingsport nach Macht für ihren Kult streben, an okkulten Feierlichkeiten teilnehmen und sich dabei auch an der Beschwörung "Großer Alter" und deren Handlanger versuchen. Ermittler gibt es zwar immer noch und auch in Kingsport, doch die tauchen nun in Form von Karten auf, machen den Spielern das Leben schwer und werden daher bekämpft, wann immer sich einer von ihnen zeigt.

    Der Spielplan zeigt den Ort Kingsport mit den unterschiedlichsten Gebäuden und auf diese müssen die Spieler Einfluss erlangen, denn sie bringen nicht nur die am Ende spielentscheidenden Kultpunkte, die auf einer Leiste rund um den Spielplan festgehalten werden, sondern auch schon nicht zu unterschätzende Vorteile und Vergünstigungen während des Spiels. Einige helfen im Kampf gegen die Ermittler, von denen je nach gewähltem Szenario einige während der 12 Spielrunden auftauchen, andere verhelfen den Kultisten zu Zaubersprüchen oder Magiepunkten usw.
    Einfluss auf die Gebäude in Kingsport zu haben ist also wichtig, aber dafür werden in den meisten Fällen Ressourcen benötigt, die sich Übles, Tod und Zerstörung nennen. Sie werden durch lila, schwarze bzw. rote Holzwürfel dargestellt und sind in erster Linie als Belohnungen für die Beschwörung "Großer Alter " zu bekommen, von denen 20 in Form von Tafeln im Spiel vorhanden, mit einer Ziffer versehen und aufsteigend rings um den Spielplan angeordnet sind.

    Je höher die Ziffer auf einem der "Großen Alten"-Tafeln ist, desto grösser ist in der Regel auch die Belohnung, aber umso schwerer ist es auch, sie zu beschwören. Dazu werden nämlich Würfel benötigt und kombiniert, deren Werte genau den Wert des begehrten Alten erreichen müssen. Drei Würfel in seiner Farbe wirft daher jeder Kultist zu Beginn einer Spielrunde und kann damit bis zu insgesamt maximal drei Kreaturen beschwören (Kingsburg lässt grüßen). Doch die Würfel haben noch eine weitere Funktion, sie legen die Spielerreihenfolge fest. Der Spieler mit der geringsten gewürfelten Gesamtaugenzahl wird Startspieler. Je früher man also am Zug ist, desto weniger Möglichkeiten hat man "effektive" "Große Alte" zu beschwören, aber es kommen einem ggf. weniger Mitkultisten in die Quere. Grundsätzlich kann nämlich jeder "Große Alte" in jeder Runde maximal ein Mal beschworen werden und das bedeutet wer zuerst kommt, malt zuerst.

    Einer der "Großen Alten" stellt eine Ausnahme in jeder Hinsicht dar. Er darf in jeder Runde mehrmals beschworen werden, theoretisch sogar vom selben Spieler, und man kann jeden Würfel dafür verwenden. Auf seiner Tafel ist daher auch keine Ziffer sondern ein X zu sehen und er sorgt dafür, dass man mit jedem seiner Würfel zumindest irgendetwas machen kann, wenn auch nicht viel, denn über diese Kreatur ist lediglich geistige Gesundheit zu bekommen.

    Die geistige Gesundheit der Kultisten/Spieler wird ebenfalls auf einer Leiste auf dem Spielplan festgehalten, genauso wie die Magiepunkte der Kultisten und der Spielfortschritt. Die "Grossen Alten" sind eben üble Kreaturen und je mächtiger, desto übler. Sie zeigen sich zwar erkenntlich und gewähren Belohnungen, jedoch ist es für die Kultisten nicht gerade gesundheitsförderlich ihnen zu begegnen. Viele dieser Kreaturen, insbesondere die mächtigen, fordern ihren Tribut in Form von geistiger Gesundheit. Sollte diese bei einem Kultisten auf null sinken, müssen ab sofort Kult- und damit Siegpunkte abgegeben werden und spätestens da hört der Spaß auf.

    Kurz vor Ende einer Spielrunde wird geprüft, ob der Rundenmarker eine Position mit Begegnungsmarker erreicht hat. Die Begegnungsmarker werden gemäß der Vorgabe auf der Szenariokarte vor Spielbeginn auf der Spielfortschrittsleiste abgelegt und in den Runden, in denen der Rundenmarker einen Begegnungsmarker erreicht hat, kommt es zunächst zu einem zufälligen Ereignis das alle Kultisten gleichermaßen betrifft und anschließend zu einer Auseinandersetzung mit einem Ermittler. Diese werden von Mal zu Mal stärker, bringen teilweise spezielle Fähigkeiten mit und müssen zumindest in Schach gehalten werden, um keine negativen Auswirkungen hinnehmen zu müssen. Erreicht ein Kultist durch Gebäudeeffekte und/oder Zauberkarten eine größere Stärke als der Ermittler, erhält dieser eine vom besiegten Ermittler abhängige Belohnung (bei doppelt so großer Stärke sogar die doppelte Belohnung). Ist die Stärke geringer, müssen die auf der Ermittlerkarte angegebenen Nachteile in Kauf genommen werden und bei einem Stärkegleichstand geschieht nichts weiter.

    Nach 12 Spielrunden, die immer nach dem gleichen Schema ablaufen (Spielerreihenfolge erwürfeln, Kreaturen beschwören, Belohnungen für die Beschwörungen kassieren, Ausbreiten in Kingsport und evtl. Kampf gegen einen Ermittler) gewinnt der Kultist mit den meisten Kultpunkten.

    Wer schon Kingsburg mochte und/oder die Lovecraft-Thematik mag, der hat mit Kingsport Festival definitiv seinen Spaß. Zwar ist die Auswahl an verschiedenen Zaubersprüchen insgesamt recht überschaubar und sie wiederholen sich daher für meinen Geschmack etwas zu schnell und auch der Spielmechanismus ist bereits aus Kingsburg bekannt - wen wunderts, es handelt sich um das gleiche Autorenteam - aber nichts desto trotz wurde dieser bewährte Mechanismus in ansprechender Form thematisch neu und stimmig eingekleidet. Als erfrischend habe ich es auch empfunden, mal die böse Seite zu verkörpern, aber möglicherweise habe ich bei Descent auch zu oft den Overlord spielen müssen und fühle mich dadurch auf der "dunklen" Seite genauso zu Hause.

    Die Spielregel ist für ein Spiel dieses Genres angenehm kurz ohne aber wie die Light-Version eines "größeren Bruders" daher zu kommen, wie das beim Hexer von Salem der Fall war, der eindeutig als Arkham Horror-Light bezeichnet werden kann. Die Ausstattung und Optik unterstreichen das Lovecraft-Feeling und auch taktisches Verständnis wird gefordert, wenn es gilt das Beste aus der aktuellen Spielsituation und den Würfeln herauszuholen.

    Die Ermittler sind schwer einzuschätzen. Anfangs sind sie natürlich relativ leicht zu besiegen aber später muss man sich auf einen Kampf so richtig vorbereiten. Manchmal fallen die negativen Auswirkungen im Falle einer Niederlage kaum ins Gewicht und ein anderes Mal kann ein verlorener Kampf den Sieg kosten, wenn man beispielsweise den Einfluss auf ein Gebäude und damit auch die damit verbundenen Kultpunkte wieder verliert.

    Kingsport Festival bietet also nicht unbedingt viel Neues, funktioniert aber bestens und hat alles, was ein Spiel braucht. Der Einstieg ins Spiel und das Lovecraft-Universum sollte keinen vor größere Probleme stellen und die angegebene Spieldauer von um die 90 Minuten überfordert auf der einen Seite nicht, verschreckt aber auf der anderen Seite auch diejenigen nicht, die ansonsten gerne mal einige Stunden in Arkham zubringen.
    Holger hat Kingsport Festival klassifiziert. (ansehen)
  • Martina K. schrieb am 01.11.2014:
    Vorab: Ersteindruck nach einem Spiel; Fokus auf Vergleich zu Kingsburg

    Wir haben gestern zu dritt Kingsport Festival (KF) das erste Mal getestet.
    Wir wollten das in dieser Runde zuerst versuchen, da genau in dieser Konstellation Kingsburg (KB) eines unserer absoluten Top-Spiele ist und wir es viele Male mit allen offiziellen Erweiterungen und Szenarien gespielt haben. Für Kingsport Festival war die Messlatte daher schon etwas höher, umso spannender für uns das Ergebnis des Abends.
    Die Regeln hatte ich zuvor schon gelesen und mir kam vieles daraus bekannt vor. So war auch KF in dieser Runde innerhalb weniger Minuten erklärt. Für den Spielaufbau sollte man schon einen entsprechend breiten Tisch haben, denn um den Spielplan herum werden größere Karten mit den zu beschwörenden Kreaturen ausgelegt.

    Da kommen wir doch hier gleich mal zu den Veränderungen gegenüber Kingsburg:

    KB: Die Berater sind auf den Spielplan aufgedruckt.
    KF: Diese entsprechen den Kreaturen, die jetzt um den Spielplan herum gelegt werden.

    KB: Die Spieler haben vor sich ein Tableau mit Gebäude-Entwickungsleisten (linear).
    KF: Dies findet sich nun zentral auf dem Spielplan wieder; es gibt jetzt auch verschiedene Wege, um an ein bestimmtes 3er- oder 4er-Gebäude zu kommen (vernetzt).

    KB: Es sind für die Berater Felder mit Würfelsummen 1-18 vergeben.
    KF: Es gibt 20 Kreaturen-Karten. Ein Feld mit Würfelsumme 19 und eins mit X. Das X-Feld ist das einzige Feld, das immer von mehreren Spielern einmal genutzt werden darf und gibt „Geistige Gesundheit“ (s.u.). Auf 19 Würfelaugen kommt man durch ein Gebäude oder die Verwendung von Zaubersprüchen (s.u.)

    KB: Um einen Berater zu nutzen, reichte in der Regel das Besetzen des Feldes aus.
    KF: Je höher der eingesetzte Würfelwert, desto höher zahlt man die Beschwörungskosten in sogenannter „Geistiger Gesundheit“ (entsprechende Leiste auf dem Spielplan).

    Neu bei KF: Ich kann durch Würfeleinsatz Magiepunkte und Zaubersprüche erhalten. Magiepunkte können vielseitig verwendet werden, um z.B. Zauber zu wirken (gezogene Zauberspruchkarten) oder auch die eigene Stärke in der Angriffsphase zu erhöhen. Auch für die Magiepunkte gibt es eine entsprechende Leiste.

    KB: Erster in der Zugreihenfolge ist der Spieler mit dem geringsten Gesamtwert der Würfel.
    KF: Dies ist hier auch so, bei Gleichstand werden allerdings die Würfel Wert für Wert verglichen, um die Reihenfolge zu ermitteln. Der Spieler, der jetzt an 1. Position steht, erhält zusätzlich 2 Punkte Geistige Gesundheit, der 2. 1 Punkt.

    KB: Man spielt pro Runde 3 Würfelphasen (Jahreszeiten) durch, im Winter muss man dann jeweils einem Angriff standhalten
    KF: Auch hier gibt es Angriffe durch Ermittler, allerdings können diese entweder zu vorgegebenen regelmäßigen Zeitpunkten stattfinden oder die Zeitpunkte durch eine zu Spielbeginn gezogene Szenarienkarte gesetzt werden.

    KB: Mit der Erweiterung gab es die Möglichkeit, zu Beginn eines jeden Jahres zufällig eine Ereigniskarte zu ziehen, die Einfluss auf die Runde hatte.
    KF: Zu Spielbeginn kann eine Karte gezogen werden, die Einfluss auf das gesamte Spiel hat (z.B. Veränderungen von Regeln/ Siegpunkte am Ende des Spiels).

    KB: Die Angreifer haben bestimmte Stärken.
    KF: Bei jedem Angriff gibt es zunächst eine Ereigniskarte und dann wird der Ermittler aufgedeckt, der bestimmte Effekte hat (z.B. für Spieler mit geringer Geistesstärke)


    Soweit mal das wichtigste zusammengefasst. Wie spielt es sich aber jetzt?
    In Summe kann ich sagen, dass wir uns nach einem Spiel noch keine richtige Meinung bilden konnten, ob es für uns jetzt besser oder schlechter als Kingsburg ist. Definitiv ist es ein Spiel, dass den Weg zeitnah sicher noch einige Male auf den Tisch finden wird, um mal verschiedenes auszuprobieren. Kingsport Festival hat absolut Spaß gemacht und war daher ein guter Kauf. :-)

    Ich fasse unsere Ersteindrücke zu Kingsburg-Festival daher hier auch mal in einer Liste zusammen mit + (Positives) , - (Negatives) und ? (Hier sind wir uns noch nicht sicher, was wir davon halten.)


    + Die Grafik ist top!
    + KF ist absolut atmosphärisch gestaltet und mit viel Liebe zum Detail produziert (z.B. haben die Rückseiten der Kreaturenkarten allesamt Beschreibungen auf den Rückseiten, die sich lesen wie Auszüge aus den Romanen).
    + Obwohl sehr vieles Kingsburg ähnelt, ist das Spielgefühl hier schon etwas anders. Dazu tragen viel die Effekte der Zauberspruchkarten bei, die sehr hilfreich sind. Hier kommt auch ein gewisser Glücksanteil ins Spiel.
    + Regeln übersichtlich geschrieben, ebenso mit vielen Zusatzinfos aus der Lovecraft-Welt
    + Wiederspielreiz definitiv gegeben (weitere Szenarien sind wohl in Planung, auch für 2 Spieler)


    - Die Kreaturenkarten sind relativ dünn. Ich werde sie mir mal lieber laminieren für häufigere Einsätze.
    - Ebenso verhält es sich mit den Karten (Ereignisse, Zaubersprüche, Ermittler); ich habe bei der Qualität einen ähnlichen Eindruck wie z.B. bei Space Alert, … Bei häufigerem Spielen weisen die Karten schnell Abrieb auf, die Sleeves werden von mir sicher bald bestellt.
    - Sehr unschön auf dem Spielplan ist, dass die Erklärung der Gebäude auf dicke Pappplättchen gedruckt ist, die man auf die grafisch toll gestalteten Gebäude legt. Somit sind diese fast komplett abgedeckt.
    - die verwendeten Schriften sind teilweise recht klein und schlecht lesbar; gilt sowohl für die Karten als auch für die Anleitung


    ? Spielbalance: Effekte durch die Szenarienkarten/Zauberkarten können jemandem schnell mal ein paar Siegpunkte schenken oder wegnehmen; mal sehen, wie viel Einfluss auf Dauer da ist
    ? Ersteindruck ist: Wer auf Dauer schlecht würfelt, kommt auch hier schlechter weg.
    Wir haben uns die Frage gestellt, weil es z.B. ein Gebäude gibt (Ruine), das den Effekt hat, dass man nochmal würfeln darf, wenn die Summe größer ist als die Geistige Gesundheit (GG). Meine GG nimmt jedoch eher dann ab, wenn ich hoch würfle und hoch einsetzen kann. Habe ich eher schlechte Ergebnisse, steigt meine GG noch an, weil ich dann eher erster in der Zugreihenfolge bin.
    Ich werde so gesehen eigentlich „bestraft“. (?)
    ? Größe der Kreaturenkarten: Das Spiel nimmt so immens viel Platz ein; andererseits kommen die Grafiken gerade durch die Größe sehr schön zur Geltung. Die Alternative hierzu wäre evt. ein Begleitheft gewesen.
    ? Wir denken, dass Kingsburg den leichteren Zugang bietet. Gerade durch die Effekte der Karten wird das ganze für Neulinge wahrscheinlich doch eher unübersichtlich.
    ? Wir sind sicher, dass manches so wie es jetzt gelöst ist, viel Raum für kommende Erweiterungen liefert (z.B. sind ja die Beschreibungen der Gebäude durch Plättchen schnell austauschbar). Wir sind gespannt. :-)


    Fazit: Eigentlich würde ich noch keine Punktzahl geben wollen, weil ich mir noch nicht sicher bin, was ich nach mehreren Partien zum Spiel sage. Momentan würde ich 4-5 Punkte vergeben und wähle daher vorläufig die 4. Anpassung der Wertung wird dann in Zukunft sicher erfolgen.
    Martina hat Kingsport Festival klassifiziert. (ansehen)
    • Sarah R., Dagmar S. und 2 weitere mögen das.
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    • Sarah R.
      Sarah R.: Zum schlecht würfeln und geistiger Gesundheit sei gesagt das wir bei der ersten Runde direkt mit Szenariokarten gespielt haben, und diese dafür... weiterlesen
      01.11.2014-12:48:35
    • Martina K.
      Martina K.: stimme dir definitiv zu mit der "angemessenen Darstellung", da ist schon was dran ;-)
      01.11.2014-12:50:35
    • Sarah R.
      Sarah R.: Es hätte mich überrascht wenn wir uns da nicht einig wären ;-)
      01.11.2014-12:56:37
  • Heiko W. schrieb am 13.10.2014:
    Ich kann die hier bisher getätigte "gute" Kritik nicht uneingeschränkt teilen. Das Spiel ist Inhaltlich wirklich ein Kingsburg 2.0, das Prinzip trägt also gut. Die Zauber fügen sich hervorragend ins Spielprinzip ein und bieten somit eine Spannende neue Komponente. Auch die Geistige Gesundheit tut ihr Übriges für den Spielspaß, man muss auf mehr achten.

    Nun aber zu den Kritikpunkten:
    1. ) Wer ist auf die Saudumme Idee gekommen die Beschwörungen (die genau genommen maximal 3 Würfel aufnehmen müssen, in seltensten Fällen ein paar mehr) auf extra Spielplänen zu machen auf denen man Problemlos die drei Würfel + eine Kaffeekanne und einen Würfelbecher stellen kann. Was soll das? Damit verbrauchen nur die Beschwörungskarten mehr Platz als der Spielplan (der auch nicht gerade klein ist), ohne das die größe durch irgend etwas gerechtfertigt ist. Da hätten es die einfache Spielkartengröße auch getan und nur ein drittel des Platzes verbraucht.
    2.) Der aktuelle Preis ist meines erachtens überteuert. Durchschnittspreise sind zwischen 40-50€ für 35€ kann mans kaufen, darüber ist es einfach vom Inhalt nicht das Wert was man bekommt. Daher nur für wirkliche Fans zu empfehlen. Kingsburg in der Erstauflage war ähnlich teuer. Das ganze ist für mich daher ein Kriterium für das ich ein wenig Abwerte.
    3.) Die Festivalkarten bringen ein wenig zuviel Zufall ins Spiel. Es gibt kaum Möglichkeiten vor Spielende die Karte einzusehen die zum Schluss Extrapunkte verteilt. Man kann sich nichtmal grob in eine Richtung entwickeln die ggf. am Schluss Siegpunkte bringen könnte. Man weiß einfach nicht was zum Schluss Sonderpunkte bringt. Damit kann es sein das jemand noch sehr stark aufholt weil er einfach zufälligerweise das Richtige gesammelt hat. So könnte man auch gleich noch zum schluss ein W6 Würfeln und auf die Siegpunkte aufaddieren. Hier sollte man ggf ein paar Hausregeln einführen die das abmildern (z.B. eine aus drei bekannten Festivalkarten zufällig auswählen damit Spieler eine grobe Richtung haben.)
    Hier hätte man deutlich besser abliefern können. Ich will das Spiel nicht kleinreden. Inhaltlich ist es wirklich Spaßig und für Lovecraft Fans sehr zu empfehlen (ich würde da die 5 Punkte geben) aber diese drei, meiner Meinung nach größeren Mängel muss ich Ankreiden und gebe daher nur die 4.
    Heiko hat Kingsport Festival klassifiziert. (ansehen)
    • Steffen M., Sven F. und noch jemand mögen das.
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    • Ronny W.
      Ronny W.: Das die Karten zusammen mit dem Spielplan verdammt viel Platz brauchen stimmt natürlich. Ich habe schon einen großen Tisch und der Platz reicht... weiterlesen
      20.10.2014-22:33:15
  • Jörn F. schrieb am 11.10.2014:
    Das Spiel selbst hat PAscal schon ziemlich gut beschrieben und ich werde das ganze nicht noch mal wiederholen. Zumal es ja im Prinzip das gleiche wie Kingsburg ist! Wenn man beide vergleichen würde, ist das andere eher die Lightversion und dieses hier die Krönung. Hier wird nach dem selben Prinzip eingesetzt, nur das auch nicht passende Würfel, trotzdem ihre Ablage zum abstauben haben. In dieser Version kommen noch Zaubersprüche und Magiepunkte sowie die geistige Gesundheit dazu! Das Spiel bleibt das gleiche nur das es in der Welt Arkham Horrors spielt! Das sieht gut aus, nur leider sind diesmal die Ausbauplättchen der Plan, so das man nicht alles lesen kann. Bei Kingsburg hat jeder sein Tableau der Gebäude vor sich zum Nachlesen, hier dreht jeder den Kopf, denn zum Merken und alles zu durchschauen sind viele Partien nötig.
    Der Spielreiz ist so ziemlich der selbe, nur greife ich lieber zu der Version, wo ich alles vor mir lesen kann!!Daher 5 Punkte.
    Jörn hat Kingsport Festival klassifiziert. (ansehen)
  • Sebastian W. schrieb am 25.12.2016:
    Kingsport Festival ist ein Würfelspiel im Lovecraft-Universum, das mechanistisch stark an Kingsburg erinnert.
    Jeder Spieler würfelt 3 Würfel. Mit diesen werden Große Alte beschworen, die den Spieler mit verschiedenen "Gütern" belohnen. Diese wiederum muss man ausgeben um seinen Einfluss auf der Karte auszubreiten. Jeder neue Ort gibt zusätzliche Fähigkeiten (z.B. Stärke erhöhen). Die Orte sind über Linien verbunden, denen man beim Ausweiten folgen muss, so dass die Gebäudereihenfolge nicht beliebig ist.
    Mit der Kraft müssen dann Ermittler bezwungen werden, die sonst den Einfluss zurück drängen oder die Abgabe von "Gütern" erzwingen.
    Da jeder Ort am Ende Siegpukte bringt, ist das Ziel sich möglichst weit auszubreiten.
    Sebastian hat Kingsport Festival klassifiziert. (ansehen)
  • Gerald R. schrieb am 12.08.2015:
    Ich muss hier mal ein Gegengewicht zu den m.E. viel zu überschwänglichen Bewertungen zu Kingsport Festival abgeben.

    Wie schon mehrfach geschrieben, ist KF eine Art Neuentwicklung von Kingsburg. Ich selbst bin großer Kingsburg Fan mit vielen Dutzend Partien auf dem Buckel. Gerade deshalb hatte ich mich sehr auf Kingsport Festival gefreut, umso mehr als dass ich das Cthulhu Thema ganz großartig finde.

    Leider sind meine Erwartungen in Kingsport Festival größtenteils enttäuscht worden und zwar sowohl hinsichtlich des Materialkonzepts, als auch im spielerischen Bereich. Fangen wir mit dem Material an:

    In Kingsburg gibt es ein großes Brett, auf dem wir zusammen unsere Würfel/Worker einsetzen und viele kleine Tableaus, auf denen wir unsere Provinzbauten errichten. In Kingsport Festival ist es anders: Das riesige Brett ersetzt die individuellen Spielertableaus, die Orte für die Würfel/Worker sind zustzlich drumherum angeordnet. Dies hat zwei gravierende Nachteile: Erstens ist der Platzverbrauch auf dem Tisch enorm. Und zweitens ist das Bauen auf dem zentralen Brett viel unübersichtlicher als auf einem eigenen Tableau. Wir brauchen also einen größeren Tisch nur um anschließend weniger Übersicht zu haben. Die durchgängig grau-blau-grüne Farbgestaltung hilft da auch nicht weiter.

    Meine eigentlichen Kritikpunkte richten sich aber an das Spiel selbst. Ganz zentral: Die Gebäudevielfalt ist viel schlechter: KF hat 16 verschiedene Gebäude, Kingsburg 20, mit Erweiterung sogar 28. Das alleine ist schon schade, wird aber richtig ärgerlich dadurch, dass gewisse Gebäude in KF einfach Pflicht sind: ohne die drei Gebäude, die einen Kampfbonus gegen die Ermittler gewähren, ist das Spiel m.E. nicht gewinnbar. Man ist in seiner Baustrategie von vornherein viel mehr festgelegt und nach hinten hinaus weniger variabel.

    Auch das Handling der Magiekarten ist für meinen Geschmack misslungen. Die Magiekarten sind wie schon o.g. Bauten zentral im Kampf gegen die Ermittler. Ohne geht es kaum. Dummerweise liegen sie ausschließlich auf ungeraden Werten (5,9,13) so dass ich aufgeschmissen bin, wenn nur gerade Werte fallen. Da ist dann auch mit noch so geschicktem Kombinieren nichts zu machen.

    Ein letzter Kritikpunkt ist die Balance zwischen hohen und niedrigen Worker-Feldern. Zwar kosten die hohen Felder mehr geistige Gesundheit, sind ansonsten viel besser als die niedrigen. Während man bei Kingsburg auch bei hohen Würfen immer geschaut hat, ob man anderen Spielern einen ggf. niedrigen Einsetzort weg nimmt gilt bei KF: wenn ich hoch würfle, nehme ich auch den hochwertigen Ort. Das nimmt der Einsetzphase viel Spannung und reduziert die Interaktion.

    Alles in allem:
    KF ist das schlechtere Kingsburg. Finger weg.
    Gerald hat Kingsport Festival klassifiziert. (ansehen)
    • Mahmut D. und Dagmar S. mögen das.
    • Heiko G. mag das nicht.
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    • Dagmar S.
      Dagmar S.: Wir besitzen beide Spiele und ich kann die Kritik ein Stück weit nachvollziehen, aber nicht uneingeschränkt teilen. Bei uns ist es ebenso wie... weiterlesen
      25.12.2018-23:39:54
  • Mirko J. schrieb am 30.07.2018:
    Ich mag Lovecraft und ich mag Kingsburg. Und dann schnappe ich mir die große schwere Schachtel, werfe einen Blick in die Anleitung und lege das Spiel wieder ins Regal.

    Wer sich diese Anleitung ausgedacht hat, sollte verklagt werden. Wenn man Augenkrebs bekommen könnte, dann vom studieren der Anleitung.

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