Eine eigene Bewertung für Fantastische Reiche schreiben.
  • Uwe S. schrieb am 05.04.2021:
    Fantastische Reiche ist ein Karten-Zusammenstellspiel bei dem die Spieler mit 7 Karten ihr eigenes Reich aus 53 unterschiedlichen Karten zusammenstellen. Die einzelnen Karten haben jeweils einen Eigenwert und bieten in Kombination mit anderen Karten Boni und/oder Mali. Ausgehend von den 7 zufällig verteilten Karten baut sich jeder Spieler seine Hand zusammen indem er entweder eine verdeckte Karte vom Stapel zieht und eine Karte in die Auslage legt oder indem er sich eine Karte aus der Auslage nimmt und wieder eine zurücklegt. Sobald 10 Karten in der Auslage liegen, werden die Kartenhände gewertet.\r\n\r\nFazit: Fantastische Reiche ist ein Spiel für zwischendurch mit erheblichem Glücksfaktor. Allerdings überwiegt der Spaß die fehlende Strategie und es kommt darauf an, die Kartenhand langsam anhand der gezogenen/ausliegenden Karten zu entwickeln, sich nicht zu schnell auf ein ´Reich´ festzulegen sondern stets auf ´Sicht zu fahren´ (schön, die Plattitüde kann man auch bei Spielen benutzen). Zur Wertung gibt es eine wunderbare App (sogar auf deutsch).
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  • Svea A. schrieb am 06.07.2021:
    Ich habe in meinen Leben schon die verschiedensten Kartenspiele gespielt, wobei mich meistens die „einfacheren“ am meisten gefesselt haben. Die Regeln von Phase 10, Ligretto und The Game mögen zwar einfach sein, aber die Spiele bringen umso mehr Spaß. Komplizierte Kartenspieler sind meistens nichts für mich - wenn ich es komplex haben möchte, spiele ich zumeist Brettspiele. Fantastische Reiche siedelt sich irgendwo dazwischen an. Das Spiel ist prinzipiell recht kurz gehalten (Phase 10 dauert da definitiv länger) und die Regeln sind schnell erklärt, aber die Karten des Spiels interagieren miteinander in einer Art und Weise die über Zahlen und Farben weit hinausgehen.

    Wie der Name es schon vermuten lässt, liegt der thematische Schwerpunkt in Fantastische Reiche auf Fabelwesen und dem Aufbauen eines mächtigen Reiches. Mit 50 individuellen Karten aus 10 Kategorien sowie 3 Joker-Karten ist es das Ziel, sein perfektes Deck aus 7 Karten zu erstellen. Dafür werden Karten wie bekannt entweder vom verdeckten Stapel gezogen oder vom Abwurf. Nur gestaltet sich der Abwurf im diesem Spiel etwas anders: Statt übereinander werden die Karten nebeneinander offen abgelegt und können beliebig aufgenommen werden (also nicht nur die oberste/neuste Karte). Wenn 10 bzw. 12 Karten offen da liegen, ist das Spiel jedoch beendet. Welche Karten man sammelt, hängt in Fantastische Reiche wie bereits erwähnt nicht von der Farbe oder Zahl ab, sondern davon, wie die Karten miteinander interagieren. Jede Karte hat zwar einen Basiswert (0-40), aber durch bestimmte Karten kann dieser noch gestärkt oder geschwächt oder sogar blockiert werden, sodass die Kombination der Karten besonders wichtig ist und schwache und mittelstarke Karten in einer guten Konstellation auch zu extrem starken werden können. Angenehm ist auch, dass man nicht direkt gegen seine Mitspieler spielt. Die Karten auf dessen Hand haben keinen Einfluss auf die eigenen. Trotzdem spielt man gegeneinander und versucht die höchste Punktzahl zu erreichen - dabei hilft es auch, die offenen Karten und die Mitspieler im Auge zu behalten, um ihnen nicht das Desert auf dem Präsentierteller zu servieren. Die Auswertung erfolgt per Hand mithilfe des Wertungsblocks oder einfacher per WizKids Game Companion App.

    Ich liebe Fantasy-Bücher, -Filme und -Serien, aber ich muss ehrlich gestehen, dass die meisten Spiele in diesem Genre mich nicht ansprechen. Die Karten in Wizard finde ich beispielsweise extrem hässlich und würde sie liebendgerne gegen cleane Zahlen, Farben und Joker austauschen. Fantastische Reiche stellt da aber eine Ausnahme dar. Die Karten sind schön und übersichtlich zugleich gestaltet, sodass man sie gerne ansehen mag. Je 5 Karten in 10 unterschiedlichen Kategorien (Armee, Anführer, Zauberer, Waffe, Artefakt, Bestie, Land, Wetter, Flut und Flamme) sowie 3 Joker-Karten (Gestaltenwandler, Doppelgänger und Spiegelung) haben alle individuelle Namen und Graphiken, während sie zugleich einem einheitlich strukturierten Schema folgen und somit nich überladen wirken. Die Karten sind dezent nummeriert und richtig hilfreich finde ich auch, dass die beeinflussten Karten farblich markiert sind (unterstrichen bei spezifischen Karten, fett markiert bei einer gesamten Kategorie). Lediglich die Spiele-Box gefällt mir nicht ganz so gut, da diese viel zu groß für die paar Karten ist und diese ohne Inlay kreuz und quer herumfliegen können. Aber so ist immerhin noch reichlich Platz für die noch nicht erschienen Erweiterung bestehend aus drei neuen Kategorien (Untote, Außenseiter, Gebäude), einigen aktualisierten Spielkarten und einem neuen Spielinhalt (verfluchte Gegenstände) - die Erweiterung soll im Winter herauskommen und ich freue mich jetzt schon tierisch auf die neuen Kategorien.

    Zusammenfassend kann ich das Spiel also nur loben und es für einen Schnäppchenpreis von knapp 14€ jeden Kartenspieler ans Herz legen. Es ist nicht ohne Grund zum Kennerspiel des Jahres 2021 nominiert. Apropos: Das Symbol für die Nominierung auf der Schachtel fehlt, obwohl es auf den Produktbildern ja so abgebildet ist.
    Svea hat Fantastische Reiche klassifiziert. (ansehen)
  • Torsten F. schrieb am 27.03.2021:
    1. Einstiegslevel: 06/10
    2. Maximale Spieldauer: 30 Min.
    3. Verarbeitung des Themas: 80%
    4. Variabler Spielablauf: 80%
    5. Glück/Taktik/Interaktion: 40/40/20
    6. Grafik+Spielmaterial: 70%
    7. Spielspaß/Wiederspielreiz: 75%

    Ja, das Spiel macht Spaß. Spielprinzip und Kartenmanagement sind erfrischend. Auch die Spieldauer ist angenehm. Und dennoch bleibt der Wehrmutstropfen, dass man gerne noch so vieles hätte anders machen wollen. Dadurch bleibt bei mir nach jeder Partie ein leicht unzufriedenes Gefühl zurück. Dennoch in jedem Fall kaufenswert!
    Torsten hat Fantastische Reiche klassifiziert. (ansehen)
  • Lena F. schrieb am 07.03.2022:
    Ein super kurzweiliges und schnelles Kartenspiel, bei dem es bei uns nie bei einer Runde bleibt. Sehr zu empfehlen ist neben der ´Draftvariante´ die Auswertungsapp, die leider nur für das Grundspiel funktioniert.
    Lena hat Fantastische Reiche klassifiziert. (ansehen)
  • Ralf S. schrieb am 13.12.2021:
    Nettes Kartendeck optimierungs- Spiel mit recht hohem Glücksfaktor. Angenehm kurze Spieldauer. Eignet sich auch wegen seiner Größe für den Urlaub.
    Unbedingt zur Auswertung die webbasierte App nutzen.
    Ralf hat Fantastische Reiche klassifiziert. (ansehen)
  • Sebastian B. schrieb am 12.12.2021:
    Dieses Spiel brilliert dadurch, dass man aus den verfügbaren Karten immer versuchen muss das beste zu machen ohne die Mitspieler zu bevorteilen. Jede Karte reagiert mit anderen Karten und das muss gut kombiniert werden. Da das Spiel in eine kleine Schachtel passt, ist es perfekt zum mitnehmen geeignet.
    Sebastian hat Fantastische Reiche klassifiziert. (ansehen)
  • Jan B. schrieb am 04.03.2021:
    In Fantastische Reiche ist man der Herrscher über ein Königreich aus 7 Karten, die sich gegenseitig thematisch stimmig ergänzen oder behindern. So gewährt einem der Berg Schutz vor Fluten, der Wald bringt Bonus für jede Bestie und der Drache bringt Minuspunkte solange kein Magier in der Nähe ist.
    In den ersten fünf Partien mag dies teilweise noch etwas verwirrend sein, aber sobald man die meisten Effekte einmal gesehen hat, spielt sich das Spiel extrem flüssig.
    Die Spielmechanik ist denkbar einfach, man nimmt sich eine Karte aus der gemeinsamen Auslage (die auch das Spielende bestimmt) oder vom Nachziehstapel und legt dann eine Karte ab. Mehr nicht, das kann jeder. Aber da die Auslage sich stetig verändert, wird man immer wieder in Versuchung geführt, den anfangs gefassten Plan umzuwerfen und in eine andere Richtung zu sammeln. Insgesamt ist Fantastische Reiche eine sehr variable und offene Setcollection mit starkem Suchtpotential. Wir haben in der ersten Woche 20 Partien gespielt, die Spielzeit hat sich dabei von 25 auf 10 bis 15 Minuten (mit Auswertung) reduziert. Ein Ende des Spielspaßes ist für mich noch nicht in Sicht :).

    Das Material ist sicherlich sehr übersichtlich, 53 Karten und die Anleitung, dafür ist der Spaß grenzenlos. Meine beiden Jungs (9 und 11) haben die Karten nach den ersten Partien studiert und versuchen die Schlafengehenszeit nach hinten zu verlängern. Okay, dass machen sie öfter, aber selten rennen sie damit so offene Türen bei uns ein, wie mit diesem Spiel.

    Wir sind echt begeistert.
    Jan hat Fantastische Reiche klassifiziert. (ansehen)
  • Andreas J. schrieb am 31.01.2022:
    Das Spiel ist sehr einfach zu erlernen und eine Partie geht schnell. Damit ist es super geeignet, um auch Wenig-Spieler an den Tisch zu bekommen. Das Spiel zu beherrschen ist dagegen relativ schwer, man muss die Kartentexte wirklich sehr genau lesen, um nicht wichtige Details bei der Kartenmechanik zu übersehen. Dadurch hat es einen hohen Wiederspielreiz, man denkt jedes Mal: Das bekomme ich nächstes Mal noch besser hin. Klare Empfehlung.
    Andreas hat Fantastische Reiche klassifiziert. (ansehen)
  • Rouven P. schrieb am 01.03.2021:
    Diese Rezension wurde ursprünglich unter https://www.boardgamemonkeys.com/2021/02/fantastische-reiche­.html­ veröffentlicht (mit Bildern).
    Besucht uns auf www.BoardgameMonkeys.com für weitere Rezensionen oder folgt uns auf Facebook (https://www.facebook.com/realBoardgameMonkeys/).

    Eher selten nimmt die Beliebtheit eines Karten- oder Brettspiels so einen komischen Verlauf wie Fantasy Realms von Bruce Glassco, ursprünglich erschienen bei WizKids. Es hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel und immer wieder konnte man es in Toplisten aufblitzen sehen, doch leider gab es keine deutsche Version und die wenigen Importe waren stets schnell vergriffen. Nun aber hat sich endlich jemand ein Herz gefasst und uns die deutsche Version beschwert: Fantastische Reiche bei Strohmann Games ist nun endlich im Handel und wir wollen mal schauen was es mit diesem Hype so auf sich hat.
    Das Spiel ist für 2-6 Spieler ab 10 Jahren und eine Partie dauert so ca. 15-30 Minuten.


    [MATERIAL & ANLEITUNG]

    Das Material würde ich in erster Linie überschaubar nennen. Wir finden 53 Karten, ein Block und eine Anleitung in der Schachtel. Da mag der aufgerufene UVP von 20€ schon etwas viel wirken, wenn man ähnliche Ausstattungen eher zum Preis von 8-12 € gewohnt ist. Zumal die Kartenqualität dann auch nicht wirklich die beste ist. Da gibt es im Preis-Leistungs-Segment auf jeden Fall noch Luft nach oben, man muss aber auch bedenken, dass ein kleiner Verlag wie Strohmann sicherlich in anderen Auflagenhöhen arbeitet als ein Amigo.

    Die optische Aufmachung ist in einem erwachsenem Comic-Look, der mich generell überzeugt aber auch nicht vom Hocker reißt. Den Block hingegen find ich unnötig. Zunächst ist er relativ kompliziert aufgebaut und erleichtert kaum das Punktezählen am Ende. Ich würde wirklich JEDEM dazu raten, die Punkte mit Hilfe der WizKids-App auszurechnen, hier gibt es inzwischen auch eine deutsche Version.

    Die Anleitung ist gelungen und vermittelt einem alles was wichtig ist. Da gibt es nichts auszusetzen.


    [THEMA & MECHANIK]

    Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines Herrschers, der am Ende der Partie mit den 7 Handkarten das wertvollste bzw. punkteträchtigste Reich aufbauen will. Dabei kommt alles zum Einsatz was die Fantasy-Welt so hergibt. Ork-Armen, Zauberer, Artefakte und so weiter und so weiter.

    Kurz gesagt handelt es sich bei Fantastische Reiche um ein Handkarten-Management-Spiel und in gewisser Weise auch Set-Collection.

    In einer Partie ab 3 Personen erhält jeder Spieler 7 Handkarten. Die Karten sind generell eingeteilt in verschiedene Gruppen, wie z.B. Anführer, Armeen oder Artefakte. Die meisten Karten bringen einen gewissen Basispunktwert mit sich und geben dazu noch Möglichkeiten den Wert zu erhöhen, wenn man die dargestellten Bedingungen einhält. So bringt z.B. eine Kerze 2 Punkte in der Basis, wenn man aber dann noch ein bestimmtes Buch, den Glockenturm und ein Magier hat, kommen noch 100 Punkte dazu! Es gibt auch Negativ-Bedingungen, so gibt es eine Sumpf-Karte, die in der Basis 18 Punkte bringt, aber mit jeder Armee und Flamme verliert man jeweils 3 Punkte.

    Die Kombinationsmöglichkeiten sind hier schier unendlich.

    Eine Runde läuft nun so ab, dass der Spieler entweder eine Karte vom Nachziehstapel zieht oder eine der offen ausliegenden Karten nimmt (sofern vorhanden). Danach MUSS er eine Karte offen in die Auslage legen. So geht es reihum weiter bis insgesamt 10 Karten offen ausliegen, dann endet das Spiel SOFORT. Nun wertet jeder die 7 Handkarten die er noch hat und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Aufgrund der vielen Bedingungen und Schlagworte, ist das Auswerten mit der App wirklich ein Segen. Es geht sicherlich auch analog, aber tendenziell wird man da mal schnell etwas übersehen.

    Bei 2 Spielern gibt es eine Änderung. Hier startet man ohne Karten auf der Hand und zieht zu Beginn immer zwei Karten vom Nachziehstapel und legt eine Karte ab. Oder man nimmt eine Karte aus der Auslage. Sobald jeder 7 Handkarten hat, geht das Spiel normal weiter, also nur noch eine Karte vom Nachziehstapel. Das Ende wird erreicht sobald 12 Karten ausliegen. So wie ich es vernommen habe, ist diese Variante ohne Handkarten zu starten bei manchen Spieler sehr beliebt und wird auch bei größeren Gruppen angewandt. Das ist sicherlich möglich, hab ich aber nicht probiert. Wollte es aber dennoch erwähnen.


    [FAZIT]

    Fantastische Reiche kann aus meiner Sicht dem Hype standhalten, WENN man sich darauf einlässt, dass es ein leicht zu lernendes und schnell gespieltes Kartenspiel ist. Nicht mehr. Ich vermute aufgrund der Aufmachung und des Themas erwarten manche Spieler mehr. Aber genau in dieser Leichtigkeit liegt die Stärke des Spiels.

    Ja, ich gebe zu, die ersten Runden verlaufen etwas träge, denn jeder liest zunächst sämtliche Bedingungen auf den Karten und überlegt daraufhin auf welche er sich konzentrieren wird. Dank der intelligenten Farbgebung und Schriftgestaltung geht das mit jeder Partie aber immer besser und schneller. So sind die Zusammenhänge schnell erkennbar.

    Die Mechanik selbst ist natürlich sehr simpel. Ich nehme eine Karte und lege eine wieder ab. That’s it. Aber genau das hat man in fünf Minuten erzählt, man verweist dann noch auf eine oder andere Bedingung und schon kann es losgehen. Und mit jeder Partie wird man sicherer und schneller und dadurch dass es so schnell geht, spielt man schnell natürlich mehrere Partien. Schnell kommt ein “ich will eine Revanche!” Für mich sicherlich nicht abendfüllend, aber ein herausragender Opener für den Spieleabend.

    Leider ist der Preis für diese Art von Spiel zu hoch, auch wenn ich nachvollziehen kann wodurch das zustande kommt. Es ändert aber nichts an der Enttäuschung 20€ auszugeben und man öffnet die Schachtel für ein kleines Päckchen Karten und einem Block, den man eigentlich nicht braucht.

    Zum Abschluss aber doch ein Lob. Erstmal für den Mut von Strohmann Games, dieses Spiel doch ins Deutsche zu bringen und ich denke der Mut wurde belohnt. Zweitens an den Autor. Es ist kaum zu glauben wie gut diese 53 Karten aufeinander abgestimmt sind und somit eine Balance entwickelt, die man erstmal nicht für möglich hält. Chapeau.


    [FÜR WEN IST DAS SPIEL?]

    Kinder: 1 von 5 (die vielen Bedingungen und Wörter überfordern selbst Erwachsene. Aber mit ein wenig Hilfe kann man sie zumindest mitmachen lassen)

    Familie: 4 von 5 (laut Verlag die Kerngruppe, von der Mechanik auf jeden Fall richtig, aber die Komplexität wird doch so manchen Famillienspieler überfordern zu Beginn)

    Kenner: 3 von 5 (die Grundmechanik ist eigentlich zu einfach, aber aufgrund des tollen Zusammenspiels der Karten und diese zu erkunden, auch was für Kenner)

    Experte: 1 von 5 (da fehlt es etwas an Fleisch am Knochen und das ganze Spiel ist zu wenig planbar, ich weiß schlussendlich nicht, wann welche Karte kommt bzw. ob sie überhaupt kommt)
  • Martin T. schrieb am 25.07.2022:
    Tut mir leid, wenn ich da jetzt den Schnitt nach unten ziehe, aber ich mag das Spiel leider gar nicht. Ich habe es mir zugelegt, weil mein YT Brettspieler des Vertrauens es auch sehr mag und hyped - leider konnte es mich überhaupt nicht vom Hocker reißen.
    Die Zeichnungen sind gut gemacht, bei den Kombinationsmöglichkeiten geht es aber bereits los, dass mir da viiieeel zu viel los ist, was man kombinieren kann und was gleichzeitig noch soooo viel mehr negiert und Punkte verhindert.
    Wir haben es zu zweit gespielt und ich wollte gern mal diese oder jene Taktik ausprobieren und hatte doch immer eine spezielle Karte auf der Hand, mit der ein riesen Punktegewinn zu machen war und man schon doof wäre, nicht darauf zu gehen. Also hab ich 3x die selbe Taktik gespielt, da das Mischen es einfach so ergeben hat. Es gibt viel zu viel bei jeder einzelnen Karte zu beachten und immer wieder muss man alle Karten durchkramen, ob da nun mehr positives oder negatives dabei ist, andauernd ist man nur am Rechnen und kommt mit dem nächsten Zug nicht voran. Am Ende rechnet man nochmal alles zusammen und darf ja keinen Effekt vergessen mit einzubeziehen.. das landet in meinem Spieleschrank in der hintersten Ecke, in die frühestens in 2 Jahren wieder mal nachgeschaut wird =(
    Martin hat Fantastische Reiche klassifiziert. (ansehen)
  • Martin M. schrieb am 16.01.2022:
    Schnelles Card Collection Spiel, das man gut als Warmup oder Absacker spielen kann. Man kann es schnell erklären und es ist auch für Gelegenheitsspieler gut zugänglich. Man sollte aber unbedingt die App von Wizkids dazu nehmen, da so das Auszählen der Punkte enorm vereinfacht wird.
    Martin hat Fantastische Reiche klassifiziert. (ansehen)
  • Cindy F. schrieb am 08.01.2022:
    Wunderbares Spiel. Es war ein Geschenk und kam super an. Leicht zu erlernen und hoher Suchtfaktor.
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  • Gerhard T. schrieb am 07.04.2021:
    Eines meiner absoluten L i e b l i n g s s p i e l e

    „Fantastische Reiche“ ist die deutsche Umsetzung des bekannten Spiels „Fantasy Realms“. Es ist ein reines Kartenspiel und eignet sich für 2 bis 6 Spieler ab ca. 10 Jahren.

    Das Spiel beinhaltet 53 einzigartige Karten, d.h. jede Karte hat ihren individuellen Namen und eine eigene Funktion bzw. Wirkung. Je 5 der Karten lassen sich den 10 Kategorien Anführer, Armee, Artefakt, Bestie, Flamme, Flut, Land, Waffe, Wetter und Zauberer zuordnen. Ferner gibt es 3 Joker (Doppelgänger, Gestaltwandler, Spiegelung) mit speziellen Sonderfunktionen.

    Der genaue Spielablauf zu Beginn hängt davon ab, ob nur 2 oder aber ob 3 oder mehr Spieler beteiligt sind. Hat jedoch jeder Spieler erst mal seine 7 Startkarten auf der Hand, geht es ab diesem Zeitpunkt nur noch darum, seine Kartenhand zu optimieren, damit sie am Ende des Spiels möglichst viele Punkte zählt.

    Wer am Zug ist, hat genau 2 Möglichkeiten. Entweder er zieht eine Karte vom verdeckten Nachziehstapel oder er nimmt eine Karte aus der offenen gemeinsamen Auslage. Am Ende seines Zuges legt er dann wieder eine (in der Regel andere) seiner Handkarten in die gemeinsame Auslage zurück. Danach kommt der nächste Spieler an die Reihe (1 Karte ziehen, 1 Karte ablegen). Dies geht so lange reihum, bis die 10. Karte in die Auslage gelegt wird, dann endet das Spiel. Nun ermittelt jeder Spieler die Punkte für seine Karten auf der Hand. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

    Der Clou des Spiels ist, dass die Wirkungen der einzelnen Karten voneinander abhängen und sich die Karten gegenseitig stark beeinflussen. So gibt es beispielsweise Boni, wenn man am Ende bestimmte Karten gemeinsam auf der Hand hat (z.B. Zauberstab und Zauberer). Ebenso erhält man aber auch Strafen für Kombinationen von Karten aus bestimmten Kategorien. Diese können einmalig oder mehrfach pro Karte sein. Eine Strafe kann auch darin bestehen, dass eine Karte bestimmte andere Karten „blockiert“ (d.h. deren Wirkung komplett aufhebt). Ferner gibt es Karten, die wiederum Strafen oder Blockierungen anderer Karten aufheben usw.

    Das alles klingt weitaus komplizierter als es im Spiel tatsächlich ist. Denn man entwickelt schon nach den ersten Proberunden ein Gefühl dafür, welche Karten gut zusammenpassen und welche Kombinationen man eher meiden sollte. Manchmal muss man seine Strategie auch während des Spiels anpassen oder gar komplett umschmeißen, wenn man z.B. sieht, dass die frei verfügbaren Karten in der Auslage erheblich attraktiver sind als die nur mäßig miteinander harmonierenden Karten auf der eigenen Hand (vom Prinzip her erinnert das Kartenoptimieren durch Tausch ein bisschen an „Schnauz“). Es ist dabei nicht nötig, ständig den eigenen Punktestand (hoch-)zurechnen. Es reicht völlig, wenn man mit der Zeit ein Gefühl dafür entwickelt, was passt gut zusammen und was bringt mir am Ende voraussichtlich die meisten Punkte.

    Das Zusammenrechnen der Punkte am Spielende von Hand mit Stift und Wertungsblock ist einigermaßen mühsam. Hierfür empfehle ich dringend die Nutzung der kostenlosen WizKids Companion App. Diese ist genial gut gemacht und intuitiv zu bedienen. Pro Spieler einfach dessen jeweilige Handkarten per Drag&Drop auswählen, alles Weitere erledigt die App. Perfekt!

    Glück und Taktik halten sich bei „Fantastische Reiche“ die Waage. Manchmal läuft‘s einfach und ein andermal passt irgendwie gar nichts zusammen. Trotzdem wird natürlich jemand, der nur willkürlich „aus dem Bauch heraus“ seine Karten wählt, auf Dauer eher das Nachsehen haben. Ein gewisses Maß an taktischer Planung ist unabdingbar und auch die mit zunehmender Spieldauer immer bessere Kenntnis der einzelnen Karten und ihrer Funktionen hilft natürlich ungemein. Durch die extrem hohe Zahl an möglichen Kartenkombinationen (bei 53 unterschiedlichen Karten) verläuft letztlich jede Partie ein wenig anders, was einen hohen Wiederspielreiz garantiert.

    Fazit:

    Jeder in unserer Familie hat eigentlich sein eigenes Lieblingsgenre, was Brett- und Kartenspiele angeht. „Fantastische Reiche“ hat aber nun etwas geschafft, was eher selten bei uns vorkommt. Denn ausnahmslos alle bisherigen Mitspieler waren begeistert und jeder wollte gleich nochmal von vorne spielen. Die überschaubare Spieldauer von lediglich 15 bis 20 Minuten pro Partie tut ihr übriges dazu, dass es selten bei nur einer Partie bleibt. Das Spiel funktioniert übrigens auch sehr gut für nur 2 Spieler.
    Gerhard hat Fantastische Reiche klassifiziert. (ansehen)

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