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Eine eigene Bewertung für Die Staufer schreiben.
  • Karsten F. schrieb am 20.05.2015:
    "Die Staufer" Ein sehr schönes Brettspiel und ein muss für jede Spielesammlung, ob Vielspieler oder Gelegenheitsspieler. Aber wie funktioniert das Spiel? Ganz ein eifach, wer an der Reihe ist, wird mit Hilfe einer Reihenfolge-Leiste festgestellt. Jeder Mitspieler hat drei Figuren auf dieser Leiste. Vor der ersten Runde werden diese wie in der Anleitung beschrieben aufgestellt. Im weiteren Verlauf ändert sich die Reihenfolge. Je nachdem für welche Aktion man sich entscheidet, stellt man seine Figur auf eine von zwei Aktionsleisten. Haben alle ihre drei Aktionen gespielt, werden die gesetzten Figuren so wie sie auf den Aktionsleisten stehen wieder auf die Reihenfolge-Leiste geschoben. Somit steht fest, wer wann dran kommt.

    Die beiden Aktionen sind ''Nachschub'' und ''Bewegen und Einsetzen''.

    Entscheidet man sich für ''Nachschub'' und hat eine seiner drei Aktionsfiguren auf die richtige Leiste gesetzt, wählt man ein Feld auf dem sogenannten Nachschubtableau. Auf diesem gibt es fünf unterschiedliche Felder bei denen man je nach Abbildung Nachschub bekommt. Unter dem Tableau können auch Truhen liegen, welche beispielsweise Spezialfähigkeiten oder extra Siegpunkte bringen können. Die Truhe unter dem gewähltem Feld darf man ebenfalls an sich nehmen.

    Bei ''Bewegen und Einsetzen'' darf ein Amtssitz in einer der Regionen mit einem Gesandten oder Adeligen besetzt werden. Diese Aktion wird in zwei Teilschritten ausgeführt.

    1. Bewegen:

    In einer der sechs Regionen steht immer die Königsfigur. Will man einen Amtssitz in einer anderen Region besetzen, muss man sich zuerst dort hin bewegen. Dazu setzt man in jede Region die durchquert wird eine Figur. In der sogenannten Königsregion muss keine Bewegung bezahlt werden.

    2. Einsetzen:

    Neben jedem Amtssitz steht eine Zahl. Soviel Figuren müssen bezahlt werden um diesen zu besetzen. Je höher die Zahl, desto teurer natürlich, aber umso höher ist auch der Einfluss den man bekommt. Auch unter den Amtssitzen liegen Truhen die genommen werden sobald man einen besetzt.

    Wie bei vielen Worker Placemant-Spielen ist auch bei Die Staufer ein häufiges Problem, dass zu wenig Figuren zur Verfügung stehen, um alle Aktionen auszuführen, die man gerne möchte. Ob man sich für Nachschub oder Bewegen und Einsetzen entscheidet fällt nicht leicht. Denn diese Entscheidung spielt auch eine Rolle wann man in der nächsten Runde an die Reihe kommt.

    Regionenwertung:

    Am Ende jeder Runde werden ein oder mehrere Regionen gewertet. Welche das sind hängt von den Rundenplättchen ab. Gewertet werden Regionen, in denen sich der König befindet, die meisten Amtssitze besetzt sind oder die wenigsten Truhen liegen. Wie viele Punkte man für eine Mehrheit in einer Region bekommt, variiert von Spiel zu Spiel. Vor Beginn werden Punkteplättchen auf die Regionen gelegt. Zusätzlich bekommt man bei der Wertung unterschiedliche Belohnungen. Das können Truhen, extra Siegpunkte oder zusätzliche Figuren sein.

    Aufräumphase:

    Außer nach der Endwertung gibt es nach jeder Wertung eine Aufräumphase. Alle Figuren aus den gewerteten Regionen werden zurück in die Provinz gelegt. Diese stehen den Spielern nicht mehr zu Verfügung bis sie wieder an den Hof geholt werden. Außerdem werden Truhen nachgelegt und der König zieht weiter.


    Fazit:

    Die Staufer ist ein klassisches Worker Placemant-Spiel mit innovativen Mechanismen und hohem taktischen Hintergrund. Durch die Rundenplättchen mit denen stets andere Kombinationen der Wertungsbedingungen zustande kommen und dem variablen Spielplan ist keine Runde wie die andere. Jedes Mal muss neu überlegt werden, welche Taktik zum Sieg führen könnte. Ein kleines Manko ist die große Menge an Bilderklärungen, die im ganzen Spiel zu finden sind. Sei es auf den Truhen, Privilegienkarten, Runden-Plättchen oder den Regionenboni am Spielplan. Bei der ersten Runde kann diese Menge an Informationen leicht demotivierend wirken. Bitte nicht abschrecken lassen!!!!!
    Ihr würdet einiges verpassen!!!!
    Karsten hat Die Staufer klassifiziert. (ansehen)
  • Klaus-Peter S. schrieb am 14.08.2016:
    Ich hatte dies Spiel gekauft, aber war bisher nicht zum Spielen gekommen, da ich einige Neuheiten zuerst spielte.
    Nun bin ich endlich dazugekommen und muß sagen, dass es mir sehr gut gefällt.
    Um gewinnend zu spielen bedarf es guter Vorausplanung und Einsatz der beschränkten Mittel. Das gefällt mir persönlich immer sehr gut.
    Die Planung der Züge ist wichtig, aber man kann hier anfängliche Fehler in den Folgerunden ausbessern.
    Dieses Spiel kann ich nur empfehlen und bei uns kommt es jetzt öfter auf den Spieltisch.
    Klaus-Peter hat Die Staufer klassifiziert. (ansehen)
  • Christian D. schrieb am 23.02.2015:
    Klasse Spiel. Eigentlich ganz wenig Regeln, nur die zu kaufenden Karten und Endwertungen machen es etwas komplexer. Allerdings dauert der Aufbau. Der und die Meneg an Material schrecken dann auch einige ab... Aber spielerisch klar zu empfehlen.
    Christian hat Die Staufer klassifiziert. (ansehen)
  • Petra D. schrieb am 30.11.2014:
    Das Spiel sieht komplexer aus, als es tatsächlich am Ende ist. Die Regeln sind leicht verständlich. Der Spielaufbau ist durch den verschiedenen Einsatz der Prestigekarten immer etwas anders. Auch die Lage der einzelnen Provinzen sowie die immer wieder neu sich zusammen setzenden Rundenmarker verändert jedes Spiel. Ein gewisses Maß an Taktik ist notwendig, auch wenn letzten Endes mehr Glück über den Ausgang des Spiels entscheiden. Das Spiel ist mit netter Grafik und hochwertigerem Material (Männecken aus Holz) ausgestattet. Mit 5 Runden ist die Spieldauer überschaubar und liegt um eine Stunde je nach Anzahl der Mitspieler. Das Spiel ist auch gut geeignet für Gelegenheitsspieler, das Material ist ebenfalls überschaubar und schreckt daher nicht ab. Ich kann es nur empfehlen.
    Petra hat Die Staufer klassifiziert. (ansehen)
  • Detlef S. schrieb am 30.11.2015:
    Idee:
    In der Rolle eines Fürsten reisen die Spieler mit Barbarossa durch das (abstrakt-)mittelalterliche Europa und bereiten Ankunft und Abreise den großen Stauferkönigs vor. Dabei versuchen sie natürlich vor allem die eigene Macht zu mehren und Prestigepunkte zu sammeln. Wer am Ende am meisten Punkte…
    Umsetzung:
    Durch sechs Landschaften reist der Stauferkönig. Auf jeder Landschaft sind einige Ratssitze zu erwerben, die – im Falle einer Wertung – je nach Mehrheit den Spielern Prestigepunkte bringen. Zufällig am Spielanfang ausgelegte Wertungsplättchen bestimmen, welche 1-2 Regionen in jeder der fünf Runden gewertet werden – und das müssen keinesfalls die Regionen sein, in denen sich der König aufhält (denn bei der Wertung geht es ja eben gerade um uns, die Fürsten). Ist ein Spieler am Zug, kann er einen Amtssitz für sich beanspruchen. Dazu muss er zunächst vom König aus dorthin reisen und für jeden Schritt (immer im Uhrzeigersinn!) eine Figur auf das Spielfeld legen. Das Besetzen des Ratssitzes kostet weitere Figuren, die ebenfalls über das Spielbrett verteilt werden. Das Einsetzen ist also sehr figurenintensiv, gerade da man nur mit fünf Figuren beginnt. Dafür erhält er als Belohnung aber auch eine (offene) Truhe (s.u.). Oder der Spieler kann Nachschub organisieren. Er erhält dann neue Figuren und ebenfalls eine Truhe. Die Truhen enthalten ganz unterschiedliche Boni: Siegpunkte, einmalig günstig Setzen, sie in dauerhafte Privilegien umtauschen (die einem das Leben ebenfalls leichter machen). Am Ende der Runde werden ein bis zwei Regionen gewertet und der König marschiert 1-3 Felder weiter. Dabei kommt er natürlich an vielen der Figuren vorbei, die die Spieler vorher durch ihre Reisen liegen lassen mussten und sammelt diese wieder auf, so dass das Einsetzen zwar eine teure Angelegenheit ist, man die bezahlten Kosten im Großen und Ganzen mit der Zeit aber wiederbekommt.
    Am Ende der fünften Runde gibt es noch einmal eine Endabrechnung. Hierfür erhält jeder Spieler drei Siegbedingungen, die er – geschickt eingesetzt – noch einmal in richtig viele Punkte verwandeln kann. Dass die Siegbedingungen mit den zuletzt gewerteten Landschaften nicht unbedingt harmonieren versteht sich von selbst ;-)
    Spielspaß:
    „Die Staufer“ ist ein Optimierungsspiel in der Art von „Russian Railroads“ oder „Auf den Spuren von Marco Polo“. Das Workerplacement-Prinzip ist hier nur noch mit Mühe zu erkennen und wird durch das Mehrheitenprinzip kräftig unter Druck gesetzt: Zwar möchte man gerne wegen einer (oder mehrere Truhen) diesen oder jenen Amtssitz zum Aktionsfeld degradieren, aber das passt gerade überhaupt nicht mit den in einer anderen Region benötigten Mehrheiten zusammen. Oder direkt vor dem König liegen nur mäßig interessante Boni. Aber vielleicht lohnen sie sich dennoch, da der König mit seinem nächsten Schritt die eingesetzten Figuren wieder an den Spielerhof befördert und uns damit einen punktelosen Schritt „Nachschub“ erspart. Ständig steht man vor solchen Dilemmata, sehr schön! Mit jedem Aufbau sieht der Spielplan auch anders aus, da sich die sechs Spielpläne jedes Mal neu zusammen setzen lassen, die Wertungsbedingungen jedes Mal neu ausgelost werden und die Truhen auch immer wieder neu verteilt werden.
    Dabei gelingt es dem Spiel jedoch nicht, dem Spieler eine Auswahl klar abgegrenzter Strategien in die Hand zu geben. Es gibt keine „Reisestrategie“ oder „Truhenstrategie“ oder „Mehrheitenstrategie“, am Ende läuft es immer auf eine Mischstrategie hinaus, bei der jeder Zug so auch genauso gut sinnvoll gewesen sein könnte, wenn man die letzten zehn Züge etwas ganz anderes gemacht hätte.
    So ist am Ende auch nicht so leicht zu sagen, wo man denn „optimaler“ hätte spielen können. Tatsächlich gepatzt haben die Designer bei der Wertungstafel mit ihren 25 Schritten. Nicht nur ist man im Kopf auf 10er Sprünge geeicht (23+8 = 31, also kommt der Wertungsstein nach dem Sprung auf die 1 gilt hier nicht), auch umkreist man das Scheibchen so oft, dass eine gewisse Einsetzdisziplin dazugehört; sonst taucht schnell der Dialog auf: „Hast Du mich schon vorgesetzt?“ – „Ja!“ – Aber ich war doch letzte Runde schon weiter – habe ich ein weiteres 25er-Plättchen bekommen?“ – „Ja..ääh…ich glaube?“.
    Ausstattung:
    Kräftige Pappe, schöne Illustrationen, stabile Karten, das ist schon einmal alles sehr schön. Der variable Spielplan mit seiner Tortenstück-Struktur verleiht dem Spiel zudem eine Besonderheit, die man sonst nicht so oft findet. Hier hat Hans im Glück wieder tolle Arbeit geleistet.
    FAZIT:
    „Die Staufer“ verbindet Workerplacement und Mehrheiten in ein Optimierungsspiel für Vielspieler. Die Balance zwischen „Ich will alle machen, kann aber bestenfalls die Hälfte“ ist gut gelungen. In der Spielmechanik fehlen dem Spiel klare Standardstrategien, die durchzuprobieren schon für Wiederspielreiz sorgt. Die in den Details jedes Mal ganz unterschiedlichen Start- und Siegbedingungen sorgen jedoch dennoch für Lust auf eine nächste Partie, wenn man sich auf diese Details einlassen kann. Durch seine Optik hebt es sich originell von anderen Spielen ab. Das Nischendasein, dass „Die Staufer“ zurzeit führt, hat es nicht verdient.

    Zielgruppe: Vielspieler
    Kernmechanismus: Work­erplacement­ und Mehrheiten
    Wertung (Tendenz): 5/6

    Einfluss: Glück vs. Planen
    O O O O X O
    Das Spiel meistern: Bauch vs. Erfahrung
    O O O O X X
    Anspruch: Unterhaltung vs. Ernsthaftigkeit
    O O O O X O
    Vorbereitung: gering vs. aufwändig
    O O O X O O
    Aufmerksamkeit: gering vs. hoch
    O O O X O O
    Interaktion: geringer vs. hoher Einfluss auf die Mitspieler
    O O X O O O
    Kommunikation: schweigen vs. sprechen
    X O O O O O
    Ausstattung: schlicht vs. üppig
    O O O O X O
    Spieldauer: kurz vs. lang
    O O O X O O
    Verwaltung: ein Handgriff vs. komplexe Bürokratie
    O O O X O O
    Wiederspielwert: immer wieder gleich vs. jedes mal anders
    O O O X O O
    Detlef hat Die Staufer klassifiziert. (ansehen)
  • Peter S. schrieb am 22.06.2017:
    Ein worker-placementS-piel bei dem man streng genommen nur zwei Möglichkeiten hat und in 5 Runden nur je dreimal am Zug ist.
    Dennoch ergibt sich bei "Die Staufer" eine tolle Spieltiefe und ein hoher Wiederspielwert.
    Durch die modulare Anordnung der sechs Regionen, die unterschiedlichen Spielziele, die jeder Spieler zusätzlich erhält und der sich ändernden Wertungen in den 5 Spielrunden muß man sehr vorausschauend spielen.
    Pro Zug kann man sich entweder Nachschub von seinen Gefolgsleuten holen oder mit seinen Leuten Amtssitze in den sechs Regionen besetzen. Nach jeder Runde werden ein bis zwei Regionen gewertet, die zweite bleibt in einigen Runden wirklich bis zum Schluß offen, was die Spannung erhöht. Möchte ich mit meinen Leuten die aktuelle Wertung beeinflussen, damit ich kurzfristig Punkte bekomme oder arbeite ich auf ein Endziel hin?

    Uns hat das SPiel zu dritt sehr gut gefallen. Es ist schnell zu lernen, dabei aber nicht zu einfach. Man muß auf einige Randbedingungen aufpassen und es hilft, voraus zu denken.

    Ein Spiel mit strategischem Tiefgang für die ganze Familie.
    Peter hat Die Staufer klassifiziert. (ansehen)
  • Nina M. schrieb am 19.12.2016:
    Ein sehr schönes, rundes Kennerspiel. Etwas ungewohnt, die worker auch als Zahlungsmittel zu verwenden. Allerdings eröffnet das auch viele schöne strategische Möglichkeiten. Außerdem ist es dadurch möglich, seine Strategie flexibel anzupassen, weil man ja nur eine "Ressource" braucht.

    Auch lustig zu zweit.
    Nina hat Die Staufer klassifiziert. (ansehen)
  • Jörn F. schrieb am 01.02.2015:
    Der Spielablauf ist hier nun schon oft beschrieben worden und eins ist klar: Das Thema ist hier völlig egal und kommt überhaupt nicht rüber!!Aber der Spielwert ist enorm, auch für mich eins der besten Spiele, der Messe 2014!Vom Prinzip her ein Einsetzspiel, ging es bei uns jedesmal knapp zu. Da weiß man nie mit welcher Truhentaktik man Sieger wird und versucht immer was anders..immer wieder. Und das sollte ein Spiel ja hergeben-neue Anreize, beim nächsten Mal alles anders zu machen und das nicht nur einmal. So wird es wohl ein dauerbrenner werden, auch wenn es für einen Anfänger schwer zu durchschauen ist. Gegenüber Profis, spielen die oft ins Leere rein und begreifen erst nach der zweiten Runde, oder dem ersten Spiel um was es geht. Aber auch hier hatte ich nur positive Kritiken, also unbedingt ausprobieren!
    Jörn hat Die Staufer klassifiziert. (ansehen)
  • Holger K. schrieb am 17.01.2015:
    Im Spiel Die Staufer von Hans im Glück reisen die Spieler als Fürsten im Gefolge von Heinrich VI. durch das Reich. Bei der Gelegenheit kann man schon auch mal eigene Interessen verfolgen und so versucht jeder durch Beanspruchen verschiedener Amtssitze in den unterschiedlichsten Regionen seinen Einfluss zu mehren. Und das ist keine einfache Sache, denn alle verfolgen das gleiche Ziel und setzen ihre sämtlichen Ressourcen, hauptsächlich in Form von Gesandten und einigen Adeligen ein, um die Konkurrenten dabei zu überflügeln.

    So thematisch eingebunden das ganze klingt, die Mechanismen sind doch eher abstrakt, und das wird schon beim Regelstudium recht schnell deutlich. Fünf Runden lang kommen die Spieler jede Runde insgesamt je drei Mal an die Reihe, um sich entweder Nachschub in Form von Gesandten oder Adeligen zu sichern oder diese einzusetzen um sich einen Amtssitze in einer der sechs Regionen zu sichern.

    Die Spielerreihenfolge ergibt sich dabei in jeder Runde durch die Reihenfolge, in der die Spieler in der Runde zuvor ihre Aktionen gewählt haben. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass in der Folgerunde die Familienmitglieder, die für Nachschub eingesetzt wurden immer vor denen, die für Amtssitze eingesetzt wurden an die Reihe kommen. Dabei gilt, dass man umso früher an die Reihe kommen wird, je früher man eine Nachschubaktion wählt aber umso später, je früher man sich einen Amtssitz sichert. Klingt verwirrend und kompliziert? Ist es aber nicht, denn für jede Aktionsmöglichkeit gibt es eine eigene Leiste, auf der die dafür eingesetzten Familienmitglieder der Reihe nach angeordnet werden. Auf der Nachschubleiste von oben nach unten, auf der Leiste für die Aktion "Sichern der Amtssitze" von unten nach oben, so dass später einfach diese beiden Leisten beginnend mit der Nachschubleiste auf der Leiste für die Spielerreihenfolge zusammengeführt werden müssen und schon hat man die neue Spielerreihenfolge.

    Das Ganze geschieht auf einem Aktionstableau im Zentrum des vor jeder Partie neu zusammengesetzen Spielplans. Um das Aktionstableau herum werden die sechs Regionen angelegt, immer mit der Seite oben, die der Mitspielerzahl entspricht, so dass sich letztlich ein runder Spielplan ergibt, der eine nicht zu unterschätzende Spielfläche benötigt.
    Auf den Regionen sind die Amtssitze zu sehen, die man dort besetzen kann, die Belohnungen unterschiedlichster Art, die man für Mehrheiten an Amtssitzen erhält, sowie ein Ablagefeld für ein Siegpunktplättchen, dass jedes Mal neu zugeordnet wird und die Siegpunkte auflistet, die den Spielern im Falle einer Wertung dieser Region winken, sofern sie die meisten, zweitmeisten oder drittmeistenen Amtssitze innehaben. Der obere Bereich einer Region ist der sog. "Bezahlbereich", in den Gesandte abgelegt werden, die für das Besetzen von Amtssitzen eingesetzt oder für Reisen in die Regionen aufgewendet werden müssen.

    Um nämlich den Amtssitz einer Region mit einem eigenen Gesandten besetzen zu können, muss sich Heinrich VI. mit seinem Gefolge entweder in der entsprechenden Region aufhalten, oder man muss zunächst in die gewünschte Region reisen. Dazu legt man im Uhrzeigersinn von der Region mit dem König ausgehend je einen seiner Gefolgsleute auf die "Bezahlbereiche" jeder Region, bis die gewünschte Zielregion erreicht ist.
    Ist das geschafft, müssen weitere Gefolgsleute abgegeben werden um den gewünschten Amtssitz, der natürlich unbesetzt sein muss, auch tatsächlich besetzen zu dürfen. Wie viele Gefolgsleute benötigt werden gibt eine Zahl bei jedem Amtssitz vor, die in der Regel umso höher ist, je weiter links sich der Sitz befindet. Je weiter links sich ein Amtssitz befindet, desto interessanter ist er in der Regel, da sie bei Gleichständen von Vorteil und damit zu Recht "teurer" sind. Der erste der abzugebenenden Gesandten wird auf den Amtssitz selbst eingesetzt, die übrigen einer nach dem anderen in die "Bezahlbereiche" der im Uhrzeigersinn folgenden Regionen. Ein Amtssitz, der also drei Regionen vom König entfernt ist und fünf Gesandte erfordert, für den müssen insgesamt acht Gesandte "bezahlt" werden, einschließlich des Gesandten, der letztlich den Amtssitz besetzt.

    Sowohl die Gesandten und Adeligen auf den Amtssitzen also auch diejenigen in den "Bezahlbereichen" der Regionen stehen den Spielern vorerst nicht mehr zur Verfügung, d.h. es gilt gut zu planen, um nicht im entscheidenden Augenblick handlungsunfähig zu sein. Zurück bekommt nämlich nur die Spielfiguren auf den "Bezahlbereichen" und zwar dann, wenn die Königsfigur, die jede Runde ein bis drei Felder weiterbewegt wird, eine Region durchzieht oder auf ihr stehenbleibt.
    Die Spielfiguren auf Amtssitzen verbleiben dort bis zur Wertung einer Region und werden dann in einen allgemeinen Vorrat gelegt, von dem aus die Spieler sie erst wieder durch eine Nachschubaktion "rekrutieren" müssen.

    Nutzt man eine Aktion für Nachschub entscheidet man sich für eine von fünf Nachschubaktionen auf einer Nachschubleiste. Dabei gibt es die Möglichkeit einen Gesandten und einen Adeligen, nur einen Adeligen, zwei Gesandte, nur einen Gesandten oder auch gar keine Gefolgsleute zu wählen. Warum auch diese letzte Aktionsmöglichkeit von Interesse sein bzw. werden kann ist die Tatsache, dass derjenige, der in einer Runde als erster eine bestimmte Nachschubaktion wählt auch die dazugehörige Truhe bzw. ggf. auch mehrere Truhen erhält. Wird nämlich eine Nachschubaktion einmal nicht gewählt, kommt jedesmal eine weitere Truhe dazu, bis schließlich auch diese Aktionen irgendwann mehr als nur interessant ist. Truhen bekommt man übrigens auch immer dann, wenn man einen Amtssitz besetzt und sie sind ein nicht zu unterschätzender Faktor, der das Spiel oftmals in entscheidender Weise beeinflusst.

    Einige der Truhen bringen ganz simpel Siegpunkte. Einige sofort, andere erst bei Spielende, dafür aber umso mehr, je mehr Truhen dieser Art man hat. Es gibt aber auch Truhen, die keine Punkte bringen dafür aber nicht zu unterschätzende Vorteile bzw. Vergünstigungen während des Spiels bedeuten. Da werden Reisen in die gewünschte Region zum Klacks oder ein Amtssitz kann mit deutlich weniger Gesandten als normalerweise erforderlich besetzt werden. Einige ermöglichen es sogar Amtssitze zu besetzen, die eigentlich bereits besetzt sind. Mit manchen lässt sich die Spielerreihenfolge beeinflussen oder man erhält Gesandte oder Adelige. Und setzt man sie nicht ein, sind sie bei Spielende immerhin noch je einen Siegpunkt wert.

    Zu guter Letzt gibt es dann noch die Truhen, mit denen man sich Privilegien sichern kann. Für zwei dieser Truhen darf man sich eine der sechs im Spiel vorhandenen Privilegien aussuchen und ihren Vorteil bis zum Spielende nutzen. Auch hier winken unter Umständen sofort Siegpunkte, oder aber sie erleichtern einem das (Spieler-)leben deutlich. Da kann beispielsweise ein Amtssitz kostenlos sofort mit einem zweiten Gesandten besetzt werden oder es sind immer nur eine bestimmte Zahl an Gesandten für das Besetzen eines Amtssitzes zu bezahlen usw.
    Welche Privilegien im Spiel zum Einsatz kommen hängt vom persönlichen Geschmack oder dem Zufall ab. Einige Zusammensetzungen werden in Abhängigkeit der Spielerfahrung aber auch im Beiblatt zur Spielregel vorgeschlagen.

    Bereits vor Spielbeginn steht fest, in welcher Runde welche Region gewertet wird, allerdings kann es durchaus sein, dass in manchen Runden auch zwei Regionen gewertet werden. Ob und wenn ja welche Region als zweite gewertet wird hängt davon ab, welche Region das für die laufende Runde vorgegebene Kriterium, beispielsweise die meisten besetzten Amtssitze oder die Region mit dem König usw., erfüllt. Ist dies die Region, die eh schon zur Wertung ansteht, dann wird nur diese eine Region gewertet, in allen anderen Fällen bringen zwei Regionen Punkte.

    Die Punkteverteilung gestaltet sich wenig dramatisch. Wer die Meisten, Zweitmeisten oder Drittmeisten Amtssitze in einer zu wertenden Region besetzt hält, der erhält die auf dem Punkteplättchen angegebenen Siegpunkte. Darüber hinaus gewährt jede Region noch einen Bonus, beispielsweise Truhen, Gesandte, Adelige oder zusätzliche Siegpunkte, der an die entsprechenden Spieler verteilt wird.

    Nach fünf Runden endet das Spiel und gäbe es nicht die Auftragskarten, könnte man in einigen Partien möglicherweise schon vor der Schlusswertung ganz gut abschätzen, wer vorne liegt. Die Aufträge sind in drei Kategorien unterteilt, und jeder Spieler erhält bei Spielbeginn von jeder Kategorie eine Auftragskarte. Der "Regionenauftrag" legt fest, wie viele Punkte man für eine ganz bestimmte Region erhält, wenn man dort nach Spielende die meisten bzw. zweitmeisten Amtssitze besetzt hält.

    Der "Musterauftrag" gibt vor, in welchem Muster zwei, drei oder vier Gesandte auf die Regionen verteilt Amtssitze besetzten müssen um die angegebenen Punkte zu erhalten. Beispielsweise kann es Punkte dafür geben, wenn man zwei Gesandte in zwei Regionen mit einer gemeinsamen Nachbarregion besitzt. Solche Muster können auch durchaus mehrfach erfüllt werden und bringen dann auch entsprechend viele Siegpunkte.

    Die letzte Auftragskategorie betrifft Amtssitze, die man bei Spielende kontrolliert. Beispielsweise bringen da 3er-, 4er- oder 5er-Amtssitze Punkte in Abhängigkeit davon, wie viele der entsprechenden Amtssitze man kontrolliert, oder alle Amtssitze bringen so viele Punkte, wie Gesandte für deren Besetzung erforderlich waren usw.
    Alles in allem können diese Auftragskarten noch eine satte Anzahl an Siegpunkten bringen und sollten auf keinen Fall unbeachtet bleiben.

    Die Staufer ist aus meiner Sicht eines der Highlights der vergangenen Messe in Essen. Trotz relativ einfacher Regel bietet das Spiel reichlich Tiefgang und eröffnet Raum für strategische Überlegungen. Wann nutze ich welche Aktion, damit mir niemand dazwischen funkt. Habe ich immer ausreichend einsatzbereite Gesandte und/oder Adelige um flexible genug auf Spielsituationen reagieren zu können?

    Die Mechanismen greifen wunderbar ineinander, insbesondere die Festlegung der Spielerreihenfolge auf Basis der in der Vorrunde gewählten Aktionen und deren Zeitpunkte ist genial. "Wertvolle" Aktionen sehr bald zu nutzen hat zur Folge, in der nächsten Runde erst spät an die Reihe zu kommen und das muss genauso berücksichtigt werden, wie die gewählte Aktion selbst und das verleiht dem Spiel noch mehr Tiefe als das eh schon der Fall ist.

    Die Ausstattung ist üppig, von guter Qualität und bis auf zwei Ausnahmen auch sehr funktional. Das Aktionstableau ist für meinen Geschmack etwas zu klein geraten, insbesondere bei größerer Spielerzahl. Berücksichtigt man aber, dass der Platzbedarf auf dem Spieletisch eh schon groß genug ist, kann man darüber auch vortrefflich streiten. Bem Tableau auf dem die Punkte festgehalten werden ist dies allerdings nicht der Fall. Dieses ist definitiv zu klein geraten und macht das Festhalten der Punkte nicht nur zu einer fummeligen Angelegenheit, sondern ist auch alles andere als übersichtlich.

    Diese beiden Punkte sind allerdings Meckern auf hohem Niveau, denn abgesehen davon hat man mit Die Staufer ein vorzügliches "Vielspieler-Spiel" auf dem Tisch, das erfolgreich den Beweis antritt, dass anspruchsvolle Spiele nicht unbedingt ein komplexes Regelwerk benötigen. Auch für Langzeitmotivation ist gesorgt, da die immer wieder anderen Auftragskarten und vor allem die vielen verschiedenen Privilegienkarten, die zum Einsatz kommen können, für ausreichen Flexibilität im Spiel sorgen.

    Obwohl die abstrakten Mechanismen trotz ansprechender Thematik während des Spiels "durchschimmern" hat mir Die Staufer sehr gut gefallen und wie so oft braucht sich auch diese Neuheit aus dem Hause Hans im Glück nicht hinter den anderen Messeneuheiten zu verstecken sondern gehört vielmehr zu den Highlights des Jahrgangs.
    Holger hat Die Staufer klassifiziert. (ansehen)
  • Mirko J. schrieb am 04.02.2015:
    Sorry, aber weder ich noch mein Spielerkreis können etwas überdurchschnittliches aus dem Spiel rausholen. Völlig überfrachtet mit Aktivitäten, die man mit einer einzelnen Aktion auslöst machen das Spiel schwer überschaubar und ziehen das Spiel in die Länge. Kann dann bei mehreren Spielern schon mal 10 Minuten dauern bis man wieder dran ist.
    Gelegenheitensspieler werden wohl schon beim Aufbau die Flinten ins Korn werfen.
    Weniger wäre hier deutlich mehr.
    Material ist gut gelungen.
    Bei mir kommt es nicht mehr auf den Tisch.
    Mirko hat Die Staufer klassifiziert. (ansehen)

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