Eine eigene Bewertung für Destinies schreiben.
  • Wolfgang V. schrieb am 01.07.2021:
    Einleitung:

    Destinies ist ein Rollenspiel-Adventure im Brettspielformat, das ohne Spielleiter von einer App gesteuert wird. Neben einem Stand Alone Einführungsszenario gibt es vier weitere Abenteuer in Form einer Kampagne. Thematisch ist das Ganze im Fantasybereich angesiedelt, wo es zum Finale hin auf die Ankunft Abbadons hinausläuft, der besser als Engel des Todes bekannt ist. Doch ein bis drei tapfere Helden können dem Ende der Welt trotzen, indem sie sich ihren Schicksalen stellen und Erlösung über das ganze Land bringen.

    Ablauf:

    Zunächst wird die App zum Spiel heruntergeladen und die Spieler einigen sich auf einen Modus. Destinies kann in folgenden Varianten gespielt werden:

    • Normal (kompetativ) 2-3 Spieler
    • Herausforderer Solospiel
    • Entdecker Solospiel
    • Schicksalsschwestern 2 gegen 2 (d.h. zwei Duellanten steuern jeweils zwei Charaktere)

    In der App wählen die Spieler nun einen Charakter aus und erhalten einen Startgegenstand sowie eine Goldmünze. Auf ihren Spielertableaus stellen sie ihre Werte für Intelligenz, Geschicklichkeit und Stärke ein. Auf der Rückseite der Charakterkarte befinden sich zwei Schicksalsziele. Sobald ein Ziel erfüllt wurde, kann sich der Spieler seinem finalen Schicksal stellen. Im Verlauf einer Partie können auch beide Schicksalspfade verfolgt werden.

    Die App gibt die Startaufstellung der Orte vor, die durch quadratische Spielplan-Kartenkacheln ausgelegt werden. Weiterhin gibt die App sogenannte Scanpunkte vor. Das können zum Beispiel Personen oder Orte sein. Ein Spielzug besteht aus dem Erholen eines Anstrengungswürfels, gefolgt von einer Bewegung und dem Aufsuchen eines Scanpunkts. Jeder Spieler besitzt zwei Hauptwürfel, die er immer verwenden kann. Zusätzlich gibt es für jeden Protagonisten drei Anstrengungswürfel, die erschöpft werden, wenn sie bei einer Probe verwendet werden. Verdeckte Kacheln werden erkundet, danach endet die Bewegung und ein Scanpunkt darf besucht werden. Sollte es sich bei einem Scanpunkt um eine Person handeln, darf man sie befragen, bestehlen, ihr helfen usw. Alle Auswahlmöglichkeiten werden in der App angezeigt und dort ausgewählt. Auch Aktionen wie das Ziehen an einem Hebel o.ä. sind ggf. möglich. Für einige Auswahlmöglichkeiten müssen Proben durch Würfeln absolviert werden. Für viele Fragen, Aktionen etc. werden QR-Codes eingescannt. Die App gibt dann das Ergebnis bekannt.

    Im Laufe des Spiels können die Helden Gegenstände erhalten, schrittweise ihre Schicksalsziele erfüllen usw. Wer ein persönliches Ziel erfüllt hat darf sich seinem finalen Schicksal stellen. Wer als Erster dieses Finale geschafft hat, gewinnt das Spiel

    Meinung:

    Grundsätzlich lässt sich sagen, dass mir Destinies sehr gut gefallen hat und aus meiner Sicht definitiv eine Weiterempfehlung verdient. Aber neben viel Licht gibt es auch ein bisschen Schatten, und auf beide Faktoren will ich jetzt in diesem Meinungsblock eingehen.

    Fangen wir mit dem Positiven an. Destinies kommt sehr wertig daher und überzeugt mit schönen Illustrationen auf den Landschaftskacheln und mit feinen Miniaturen. Die Figuren sind zwar äußerst klein, aber genau diese Größe passt perfekt zu den Kacheln, und außerdem ist mit Abbadon ja auch eine beeindruckende Figur dabei, die von der Relation her die Größe eines Menhirs hat (Tainted Grail). Speziell bemalt sehen die Minis klasse aus, allerdings ist es nicht einfach, so kleine Figuren sauber anzupinseln. Aber es lohnt sich :-) Auch die Spielertableaus sind top und von bester Verarbeitung.

    Thematisch und spielerisch macht Destinies großen Spaß, allerdings sollte man unbedingt ein Faible für App-Unterstützung mitbringen. Denn die App ist äußerst dominant und beansprucht einen Großteil der Spielzeit. Lobenswert sind die verschiedenen Modi. Solitäre Story-Genießer können im Entdeckermodus gemütlich die Geschichte erleben, während Fans von Herausforderungen im gleichnamigen Modus ordentlich Gas geben müssen. Im kompetativen Mehrspielermodus kommt des Weiteren ein richtiggehender Wettlaufcharakter hinzu. Auf jeden Fall ist es schön, dass solch unterschiedliche Auswahlmöglichkeiten angeboten werden. Im Entdeckermodus ist Destinies übrigens einfach zu gewinnen, während man bei der anspruchsvollen Variante durchaus scheitern kann.

    Kommen wir nun zu den (wenigen) negativen Aspekten des Spiels. Diese betreffen ausschließlich die App bzw. die digitale Steuerung. Die Logik lässt teilweise zu wünschen übrig, und das ist meine Hauptkritik am Spiel. Bereits beim ersten Treffen von Personen sind zumeist Dialoge auswählbar, die nicht zum Spielfortschritt passen (z.B. weil man andere Charaktere noch gar nicht getroffen hat usw.). Es kann aber durchaus sein, dass ich als alter Point and Click Adventure Freund diesbezüglich verwöhnt bin. Zugegebenermaßen ist ein Vergleich mit klassischen PC-Rollenspiel-Aventures nicht ganz fair, weil PC-Adventures schließlich spezialisiert sind und ein ganz anderes Budget für die Entwicklung haben. Proben / Aktionen können am nächsten Tag einfach wiederholt werden. Auch das ist nicht immer logisch. Am meisten stört mich jedoch, dass das Ganze als „Kampagne“ deklariert wird. Normalerweise entwickelt sich eine Kampagne fortlaufend, aber die Destinies-Szenarien sind in sich abgeschlossen, bei den nächsten Szenarien stehen andere Charaktere zur Auswahl und es gibt keinen wirklichen Spannungsbogen in dem Sinne, dass die Abenteuer nicht schwerer werden und das Ende keine echte Herausforderung darstellt. Aus diesen Gründen reicht es für mich auch nicht ganz zur Höchstbenotung, obwohl ich (und meine Mitstreiter) beim Spielen von Destinies gut unterhalten waren und großen Spaß hatten.

    Fazit:

    Da wäre sogar noch mehr drin gewesen. Destinies überzeugt beim Material, dem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis und zum überwiegenden Großteil auch beim Spielspaß. Abzüge gibt es für die Kampagnenkonzeption und für kleinere Unplausibilitäten in der App-Geschichte. Insgesamt ist Destinies aber wie gesagt sicherlich eine Weiterempfehlung wert.

  • Fred F. schrieb am 07.06.2021:
    Habe jetzt mit zwei verschiedenen Charakteren ´Die Natur des Biests´ gespielt, im Zweispielermodus und allein.
    In den vorherigen Bewertungen wurde schon einiges zum Spiel selbst gesagt, ist für mich soweit alles stimmig.
    Für mich ist das Spiel überzeugend, flüssig zu spielen und macht Laune, gerade auch allein.
    Was mich zZ nervt (in der Hoffnung das dies nachgebessert wird) ist die APP, besser gesagt die Speicheurng des Spielstandes. In der Anleitung heißt es ´ Euer Fortschritt wird in der App gespeichert, sodass ihr jederzeit dort weiterspielen könnt, wo ihr aufgehört habt.´ Tja, das bezieht sich aber nur auf die Spielfeldauslage und die darauf befindlichen ´Ereignisse´, die Punkte der Fertigkeitenleiste, die Gegenstandsarten, die Erfahrungsmarker, das Geld, ... kann ich nicht angeben und somit muss ich es mir merken oder aufschreiben. Da wäre für mich Nachbesserungsbedarf.
    Sonst wie gesagt, cooles Spiel und definitiv 6 Punkte wenn die App nachgebessert wird.
    Fred hat Destinies klassifiziert. (ansehen)
  • Pascal V. schrieb am 08.12.2021:
    Review-Fazit zu „Destinies“, einem APP-gesteuerten Abenteuerspiel.

    [Infos]
    für: 1-3 Spieler
    ab: 14 Jahren
    ca.-Spielzeit: 90-150min.
    Autoren: Michał Gołębiowski und Filip Miłuński
    Illustration: Karolina Jędrzejak, Magdalena Leszczyńska und Irek Zielinski
    Verlag: Grimspire
    Anleitung: deutsch
    Material: deutsch

    [Download: Anleitung/Übersichten]
    dt., engl., frz., span., ital.: https://www.boardgamegeek.com/boardgame/285192/destinies/fil­es

    [Fazit]
    Düster,­ mittelalterlich, teils gruselig, auf jeden Fall spannend und quasi semi-kooperativ kommt mit „Destinies“ ein Abenteuerspiel ins Haus, das, in verschiedenen Szenarien per APP-Erzählung, auch einen gesunden Wettstreit fördert. Es gilt das eigene Schicksal zu erfüllen, aber auf dem Weg dorthin müssen sich die Spieler nicht mit böswilligen Absichten untereinander abgeben. Ein Monster hier, ein Rätsel da, wenn das jemand anders erledigt ist es auch ok, nur wenn zwei die gleichen Aufgaben haben, kommt es natürlich zu Überschneidungen und zu einem möglichen Wettrennen, wer zuerst Gegenstand X erhält oder Person Y überzeugt oder Monster Z erschlägt.
    Es wird also nicht wirklich gegeneinander gespielt, aber am Ende gewinnt, wer zuerst seine anfänglichen Spiel-Vorgaben erfüllt!

    Die Szenarien sind allesamt in Geschichten verpackt, die von der kostenlosen und zwingend nötigen APP erzählt werden. Dabei gibt es teilweise auch eine Vertonung zu hören, aber meist muss reichlich Text selbst (vor-)gelesen werden. Innerhalb der Geschichten gibt es dann viele kleinere Nebenstränge und Ereignisse, die die Spieler erleben und erfüllen können. Dabei gilt es auch abzuwägen, ob man lieber böse oder gut agieren möchte. Wenn z.B. einem alten Mann im Wald geholfen wird, nach Hause zu kommen, könnte er sich als Heiler entpuppen und später helfen. Überlässt man ihn seinem Schicksal oder raubt ihn gar aus, wird er nicht so froh sein, aber vielleicht erhält man dann einen dringend benötigten Gegenstand.

    Die jeweilige Hauptgeschichte erleben alle Spieler gemeinsam, aber sie passt sich i.d.R. dezent an die jeweiligen Spielercharaktere an, da diese ja unterschiedliche Schicksale (Aufgaben) zu bewältigen haben und „ihre“ Texte anders lesen. Die APP ist hierbei von den QR-Codes auf allen Karten abhängig, welche bei Bedarf immer gescannt werden können und so der APP mitteilen, was gerade geschieht bzw. geschehen soll(te). Die Spielwelt wird durch Landschaftsplättchen dargestellt und die Charaktere durch Miniaturen – und das ist hier sehr wörtlich gemeint, die Figuren sind wirklich extrem klein!
    Von einem Startort ausgehend wird die Gegend drumherum nach und nach erkundet und durch die APP wird vorgegeben, welche Landschaftsplättchen aus- bzw. angelegt werden sollen. Die Landschaft wird in der APP gespiegelt und dort sind dann auch Markierungen von besonderen Orten versehen, die durch Anklicken besucht werden. Hier gibt es dann weitere Geschichtsteile zu lesen, Informationen abzurufen, Gegenstände zu kaufen, Monster zu bekämpfen, usw.

    Neben den vorgefertigten Szenarien und diversen Erweiterungen zum Nachspielen, kann der geneigte Spieler auch per Editor eigene Szenarien entwickeln.

    Glücksbetont spielt es sich, da sogenannte Erfolge immer durch Würfelwurf entschieden werden – wobei hier u.U. durch Gegenstände Boni hinzukommen können. Das Ergebnis, gemessen an den eigenen Attributen, wird in der APP eingetragen und diese verfährt dann mit dem Geschehen weiter. Meist sollten mind. 3-4 Erfolge eingetragen werden, um voran zu kommen, gelegentlich, je nach Geschichtsstrang, reicht aber auch schon ein einzelner Erfolg, um eine Belohnung zu erhalten.

    Das Spiel verläuft so auf meist unterhaltsame Weise i.d.R. um die zwei Stunden pro Szenario. Dabei geben die Texte schon immer eine atmosphärische Stimmung wieder und man kann sich gut in das Geschehen einfühlen. Auch die vielen Interaktionen mit den Charakteren in der Spielwelt addiert sich hier zum stimmungsvollen Gefühl.

    Auf Dauer kann es jedoch dazu kommen, dass viele Texte nicht mehr in ihrer Gänze zu Ende gelesen werden, da man eigentlich nur noch auf der Ergebnis erpicht ist und so nach einem Satz schon weiterklickt, um zu erfahren, was passiert. Dies stellt sich oft so im letzten Drittel eines Szenarios ein, da sich die Spielzeit allmählich hingezogen fühlt und bei drei Spielern z.B. das ewige Vorlesen ermüdet. Auch ist der Ablauf gelegentlich unklar bis zufällig. Es kommt vor, dass die Aufgaben wie ein Selbstläufer eine nach der anderen simpel zu lösen sind (inkl. entsprechendem Würfelglück) und dann wieder weiß man gar nicht wohin und was tun, trotz der vielen, geführten Interviews mit Nichtspieler-Charaktere bzgl. des eigenen Schicksals. Dies kann fordernd-motivierend sein, weil man das Rätsel des Vorankommens lösen will, aber öfters kam es auch nur glücklich vor, weil genau die eine Kleinigkeit übersehen wurde und deswegen drehte man sich nur im Kreis.
    Im Solitär-Modus ist dies ganz anders, da kann man (mit evtl. Pausen) drauf losspielen, für sich alles lesen und niemand bremst oder kommt einem in den Weg. Da kann man dann ein Szenario, wie ein spannendes Buch geniessen.

    „Destinies“ ist dabei an sich ein schickes Spiel – abgesehen von den Plastikfiguren, die sind eher peinlich – und macht Spaß. Es hängt etwas mit der Spielbesetzung zusammen und den Szenario-Charakteren und deren Aufgaben versus Fortuna. Gut unterhalten wird man auf breiter Basis auf jeden Fall, aber für den gewissen Extra-Kick fehlt es hie und da noch etwas. Die vielen Erweiterungen können da vielleicht Abhilfe schaffen und das Spiel noch zusätzlich aufwerten. Die APP selbst ist bisher fehlerfrei und das System funktioniert gut mit einem „Brettspiel“. Mehr Vertonung wäre erfreulich!
    Wer also auf Lesestoff, Abenteuer und einer relativ intuitiven APP-Steuerung steht, sollte „Destinies“ schon auf jeden Fall ausprobieren!

    [Note lt. Kompetenz-Team]
    4.5 von 6 Punkten.

    [Links]
    BGG: https://www.boardgamegeek.com/boardgame/285192/destinies
    HP­:­ https://www.b-rex-entertainment.com/index.php?cmd=sh­owArticle&aid=1025901
    Ausgepackt:­ n/a

    [Galerie: 23 Fotos]
    https://www.heimspiele.info/HP/?p=30826
    Pascal hat Destinies klassifiziert. (ansehen)
  • Mark S. schrieb am 24.10.2021:
    Es ist ein hervorragendes Spiel für 1-3 Personen. Mit guter Wiederspielbarkeit.
    Die Variante für 4 Personen mit 2 Teams gefällt mir nicht so gut

    Mark hat Destinies klassifiziert. (ansehen)
  • Rouven P. schrieb am 06.09.2021:
    Diese Rezension wurde ursprünglich unter https://www.boardgamemonkeys.com/2021/08/destinies.html veröffentlicht (mit Bildern).
    Besucht uns auf www.BoardgameMonkeys.com für weitere Rezensionen oder folgt uns auf Facebook (https://www.facebook.com/realBoardgameMonkeys/) oder Instagram (https://www.instagram.com/boardgamemonkeys/).

    Ich bin ehrlich, ein großer Fan von Brettspielen die zwangsläufig eine App zum Funktionieren benötigen. Mich stört der Gedanke, dass ich auf ein elektronisches Gerät angewiesen bin, um ein analoges Spiel zu spielen. Dennoch erlebt die Brettspielwelt nun schon seit längerem einen kleinen Wandel in Richtung Digitalisierung. Appbasierte Spiele erfreuen sich wachsender Beliebtheit und bieten computerspielnahe Erfahrungen. Ich habe für die Rezension von Destinies meine Voreingenommenheit abgelegt und mich auf den Dungeoncrawler/Rätsel Mix eingelassen. Ob das Spiel meine Meinung ändern konnte, lest ihr hier.

    In Destinies schlüpfen bis zu drei Spieler in die Rolle eines Helden. Dabei hat jeder Held eine eigene Geschichte bzw. ein eigenes Schicksal, welches sich im Verlauf des Spieles nach und nach entfaltet und je nach Leistung des Spielers endet. Obwohl Destinies kooperativ ist und es in jedem Szenario eine übergreifende Story gibt, können und müssen die Spieler ihre eigenen Wege gehen, um am Ende den für sie vorgesehenen Ausgang zu erleben. Die Individualität der Helden spiegelt sich darüber hinaus in individuellen Boni und den Startwerten ihrer Attribute wider, die in die Kategorien Intelligenz, Geschick und Kampf unterteilt sind. Diese Werte bestimmen bei einer Probe, wie viele Würfel verwendet werden dürfen und können sowohl gesteigert als auch verloren werden, sollte eine Probe fehlschlagen.

    In Destinies gibt es auch kein klassisches Spielbrett, da jedes Szenario modular aufgebaut wird und die Weltkarte bzw. der Spielplan sich so aus kleinen Plättchen zusammensetzt. Vor jedem Szenario werden bestimmte Plättchen ausgelegt und zeigen die möglichen Wege, die die Helden begehen können. Manche dieser Plättchen liegen auf der unerforschten Seite, sodass man am Anfang nicht weiß, was einen dort erwartet. Betritt man ein solches Feld, sagt die App, welche Locations es hier zu entdecken gibt und welche NPCs sich hier aufhalten. In typischer Dungeoncrawler Manier gilt es nun die Geheimnisse der Welt zu lüften, Monster zu besiegen und Rätsel zu lösen, um so für das Ende des Szenarios, welches meist in einer epischen Schlacht mündet, gewappnet zu sein. Die App übernimmt dabei die Rolle des Dungeomasters, aber nicht nur das. Dank dem atmosphärischen Soundtrack und der Geräuschkulisse sorgt sie ebenfalls für eine dichte Atmosphäre und erleichtert sowohl den Aufbau des Spiels als auch die Abhandlungen der Spielzüge. Alles, was wir physisch vor uns sehen, sehen wir auch in der App auf dem Smartphone oder Tablet. Möchte man Informationen oder den bisherigen Verlauf erfahren, kann man dies im Logbuch der App tun.

    Ein weiterer Clou sind die QR Codes, die auf allen Karten abgebildet sind. Diese lassen sich einscannen und so erhalten wir Informationen zu Gegenständen, Orten oder Personen, aber auch zu unserem „Schicksal“. Letzteres gibt uns Hinweise zu unserem primären Ziel und lässt uns im Spiel vorankommen, vorausgesetzt wir bestehen die nötigen Proben. Anderenfalls müssen wir aufleveln bzw. Gegenstände kaufen und es immer wieder probieren.

    Ich hatte ja mal eine ganze Kolumne darüber geschrieben, warum ich kein Fan von App basierten Brettspielen bin, aber Mann o Mann hat mich Destinies eines Besseren belehrt. Die Atmosphäre beim Spielen war so dicht wie noch nie, dank der Musik und der Dialoge die aus meinem Smartphone ertönten. Auch das Erkunden der Map und der stetige Aufbau dieser, animierten zum Entdecken. Jeder Stein wollte umgedreht, jede Tür aufgebrochen und jedes Rätsel gelöst werden. So eine Immersion habe ich bisher nur in Videospielen erlebt. Der Aufbau eines Szenarios braucht zwar ein wenig Zeit, da man alle Kartenplättchen erst raussuchen muss und die sehr kleinen Miniaturen etwas schwer voneinander zu unterscheiden sind. Das ist aber Meckern auf höchstem Niveau, da die Miniaturen super hübsch sind und die Karte so, im Vergleich zu einem großen Spielbrett, dynamisch bleibt und voller Überraschungen steckt.

    Die treibende Kraft dabei, ist das Levelsystem und der Drang endlich eine schwere Probe zu meistern. Man möchte mächtiger werden und Gegenstände sammeln. Gleichzeitig ist aber auch die Story interessant, da sie mit Twists und einer Ernsthaftigkeit auftrumpft. Das Schicksalssystem geht derweilen total unter, da man früher oder später sowieso alles erkundet hat und den richtigen Weg findet. Das hat mich aber auch überhaupt nicht interessiert, denn dafür war der Rest viel zu gut. Wer ein Spiel sucht, das die düstere Atmosphäre eines alten Diablos mit Elementen aus dem Pen und Paper vereint und dabei immer noch eigenständig und innovativ ist, ist bei Destinies an der richtigen Adresse. Aber auch alle anderen, die Dungeon Crawler oder Rollenspiele mögen, sollten hier einen Blick riskieren. Für mich bisher mein Jahreshighlight.
  • Heinz H. schrieb am 23.08.2021:
    Das Spiel gefällt uns allen sehr gut. Einfache Regeln, flüssiger Spielablauf und eine sehr gut funktionierende App.
    Haben uns auch direkt die erste Erweiterung dazu geholt.
    Einziges Manko !! Die Spielfiguren sind, bis auf die ´Endgegner´, sehr klein und kaum erkennbar.
    Hierzu dient aber das Sheet von der Homepage wo diese nochmal größer und mit den dazugehörigen Positionen in der Schachtel, aufgeführt sind.
    Können das Spiel auf jeden Fall empfehlen
    Heinz hat Destinies klassifiziert. (ansehen)
  • Markus M. schrieb am 20.07.2021:
    Tolles Spiel. Einfache Regeln. Gute Umsetzung der App
    Markus hat Destinies klassifiziert. (ansehen)
  • Andreas S. schrieb am 18.07.2021:
    Ein stimmungsvolles und unterhaltsames Spiel, das ein hohen Suchfaktor besitzt.
    Wir haben es zu dritt über einen Beamer gespielt und dadurch die Atmosphäre gesteigert und macht dadurch noch mehr Laune. Kann es empfehlen wenn man auf eine gute Story steht und mit den Glücksfaktor Würfel klarkommt. Eine große Mechanik steht nicht in diesem Spiel aber dies Brauch es auch nicht, denn es dient zum erleben einer Geschichte und dadurch den Alltag zu vergessen. Grüße
    Andreas hat Destinies klassifiziert. (ansehen)
  • Jonathan W. schrieb am 27.06.2021:
    Diese Bewertung beruht rein auf Solo-Spielen.

    Besonders positiv finde ich, dass das Spiel sehr schnell aufgebaut ist, eine Solo-Partie mit 60-90 Minuten eine angenehme Dauer hat und das Spiel ein außerordentlich einfaches Regelwerk aufweist, sodass man auch das schnell wieder rein findet. Das Spiel lässt sich daher auch spontan auf den Tisch bringen.

    Nach mehreren Solo-Partien habe ich jedoch den Eindruck, dass der Brettspiel Teil lediglich ein passendes Beiwerk zu einer netten App ist. Mit mehreren Spielern mag der Eindruck ein Anderer sein, aber Solo weiß man auf welcher Kachel man gerade steht, und da alle Handlungen in der App stattfinden schaut man eigentlich nur aufs Handy/Tablet, statt auf das Spielfeld. Da alles in der App gespiegelt ist, sind die Figuren etc. auf dem Feld eigentlich überflüssig, neben dem Spielertableau wird das Spielmaterial nur für die Marktstapel und die Gegenstandsinteraktion gebraucht...
    Die eigene Figur benutze ich überhaupt nicht mehr, und wenn ich eine schnelle Partie spielen will, lege ich auf den Kacheln auch nur noch die Markt-Tokens auf.

    Dafür ist das Spiel dann leider etwas teuer. Als 5-8 € App Abenteuer hätte ich es besser bewertet, aber als Brettspiel würde ich das Geld nicht wieder ausgeben.
    Wie gesagt, mit mehreren Spielern mag der Eindruck anders sein (wobei auch da keine Interaktion zwischen Spielern vorgesehen ist?).
    Jonathan hat Destinies klassifiziert. (ansehen)
  • Steven S. schrieb am 16.11.2021:
    Kurz und knapp: Überproduziert und eintönig.

    In Destinies versuchen die Spieler, wie der Name schon sagt, Ihr ´persönliches´ Schicksal zu erfüllen. So wirklich persönlich ist dies alles jedoch nicht. Für jedes Szenario gibt es Option A,B und C um sein Schicksal zu erfüllen. Jedem der 3 pro Szenario zur Verfügung stehenden Charakteren sind 2 dieser Optionen zugeordnet, wobei sich jeweils eins der beiden mit dem eines anderen Charakters überschneidet. In allen Szenarien sind diese aber grundlegend identisch. Hilf den Bürgern, Wachen, etc. um deren Hilfe zu erhalten, Sammle 3x XY, oder töte diverse Kreaturen. Letzteres ist oft der einfachste Weg, da in der Regel klar ist wo sich diese aufhalten. Bei den anderen Zielen wird es häufig einfach nur anstrengend. Bürger, Wachen, etc. sind zwar schnell ausfindig gemacht, aber was man dann benötigt muss man häufig erst mühselig suchen. Dadurch entsteht schon mal ein großer Teil des Glücksfaktors im Spiel. Habe ich mehr oder weniger zufällig grad den richtigen Gegenstand bei mir mache ich schnell Fortschritte, andernfalls ist schon mal ein Zug verloren, da man nur erfährt was benötigt wird. Muss man dann erst lange nach dem richtigen Händler oder Ort suchen, dann vielleicht auch noch etwas anderes beschaffen usw. rennt man Ewigkeiten hin und her, während der andere vielleicht locker Fortschritte erzielen kann. Ein weiterer großer Glücksfaktor ist natürlich das Würfeln. Selbst mit besten Voraussetzungen bei den Attributen kann man hier einfach volles Pech haben und kommt ebenfalls nicht voran, selbst wenn man weiß was man machen muss. Von den (mickrigen) 5 Szenarien habe ich 4, meine Frau lediglich eine Partie(n) gewonnen. Bei 3 meiner siegreichen Partien war sie weit abgeschlagen und hatte gar keinen Spielspaß mehr. Einmal bin ich so durchgerushed das Sie noch nicht einmal einen Teil Ihrer Aufgabe erfüllen konnte. Die anderen beiden Partien waren ein knappes Kopf an Kopf rennen. Hier kommt der nächste Kritikpunkt. Durch den kompetitiven Charakter des Spiels kann nur einer gewinnen und auch nur dieser bekommt dann sein Ende der Geschichte erzählt. Mit Ausnahme des ersten Szenarios wird der andere Spieler bzw. die anderen Spieler nur in einem belanglosen Nebensatz erwähnt. Die ganze Arbeit war also umsonst, was sich natürlich in keinster Weise belohnend anfühlt. Da die Szenarien auch nicht zum erneuten spielen einladen haben wir die anderen Enden auch nie erfahren.

    Zu den Szenarien:
    Hier ist nur das erste wirklich gut. Die Schicksale sind tatsächlich mit einander verwoben und die Story< ist tatsächlich interessant. Es machte Spaß Ihr zu folgen. Das zweite Szenario ging noch. Alle anderen sind total 08/15 Storys ohne belang. Stellenweise fragten wir uns zum Schluss sogar ´Worum ging es hier eigentlich?´.

    Besonders schlimm finden wir hier jedoch die geringe Anzahl. Eine Unmenge an Materialien, aber nur 5 Szenarien. 10€ also pro Szenario. Passt zu solchen einmal Erlebnissen wie bspw. Exit Spielen, fühlt sich hier aber schlechter an.

    Die Proben:
    Auf 3 Leisten (Wissen, Geschick, Stärke), welche die Werte von 1 bis 12 zeigen, befinden sich an bestimmten Positionen Marker. Man würfelt, addiert alle Zahlen zusammen und schaut dann in der entsprechenden Leiste nach wieviele Marker auf dem erzielten Wert oder dem Wert dadrunter sind. Das ist das Ergebnis, welches man in die App eingibt. Leider scheint der Anspruch der Proben absolut random zu sein. So konnte man manchmal (Achtung, Ausgedachte Beispiele um Spoiler zu minimieren) einen Riesen mit nur einem Erfolg und der bloßen Faust töten, währen man mit 4 Erfolgen Salz nicht von Zucker unterscheiden konnte. Dies wurde besonders deutlich wenn eine Situation echt tricky/anspruchsvoll dargestellt wurde, ich mich gefreut habe 4 Erfolge zu haben und meine Frau dann mit einem Erfolg den selben Text bekommen hat. Auch gibt es manchmal vollkommen unerwartet Probenkaskaden. Man hat alles reingebuttert um etwas zu schaffen und dann kommt noch eine Probe. Selbst wenn man die dann noch schafft kommt dann sowas wie ´Du kriegst aber nur was wenn du grad 6 Gold (unserer Meinung nach nicht so leicht zusammen zu kriegen) oder zufällig grad eine Schaufel, ein Horn oder ein Taschentuch dabei hast!´. Absolut frustrierend und unbefriedigend. Das schlimmste aber, hat man dann alles zusammengesucht muss man wieder alle Proben erneut ablegen. Frust über Frust.

    Das Material:
    Das Spiel ist gnadenlos Überproduziert. Letztendlich könnte es ohne wenn und aber, mit leichten Anpassungen, auch vollständig als App laufen. Die kleinen Miniaturen sind auch kaum auseinander zu halten, so das man sich einen Wolf sucht. Da aber in der App eh alles angezeigt wird und auch dort angetippt werden muss haben wir auf den Aufbau weitestgehend verzichtet. Lediglich die Map und unsere Chars wurden hingestellt um die Position festzuhalten (daher man nur 2 Kacheln laufen kann). Hier hätten es auch Pappstandies o.ä. problemlos getan. Alles in allem ist das Material höchstens Blendwerk und nicht mehr. Dieses Spiel könnte auch problemlos als 20-30€ Titel angeboten werden, oder, wie bereits erwähnt, direkt als App für ein paar Euro.
    Für das, was es spieltechnisch ist, ist es definitiv überteuert.

    Die App:
    Lief, bis auf einen Absturz, tadellos bei uns. Bis Anfang November 2021 gab es jedoch den Inhalt der Mythen und Legenden Box noch nicht auf deutsch. Ob sich das bis heute geändert hat, keine Ahnung. Selbst die engl. Sprach-/Textausgabe wurde erst kürzlich hinzugefügt, was mich zum finalen, wenn auch für jetzige Käufer irrelevanten, Punkt bringt...

    Die Schmiedekamapgne:
    Wir haben den Fehler gemachtund neben dem Grundspiel (49€) noch Superfantasybrawl (125€) als Add-On dazu zu nehmen. Schwerer Fehler. SFB verspätet sich ja nun schon mehr als ein Jahr und Destinies wurde nicht versendet, trotz das es auf Lager war. Es ging zeitgleich in den Retail (49,99€). In diesem zeitraum gab es sogar eine 10% Rabatt Kampagne. Das spiel konnten also andere Leute, welche dies nicht durch eine (Vor-)Finanzierung ermöglicht haben, noch vor uns für 45€ in den Händen halten. Da die Mythen und Legenden Box immernoch nicht nutzbar ist und somit keinen Mehrwert liefert, haben wir hier noch einen weiteren Frustmoment bzgl. Destinies.

    Fazit:
    Überproduziertes und somit völlig überteuertes Produkt. Eintönig Aufgaben und belanglose Geschichten. Viel verschwendetes Potenzial und jede Menge Frustmomente (Beginnend bereits bei der Finanzierung/Auslieferung). 2/6 nur weil die erste Geschichte wirklich gut war und die zweite noch ganz nett. Wir haben das Spiel dann einem befreundeten Pärchen geliehen, welche schon nach Szenario 1 nicht weiter spielen wollten, da hier schon das Problem auftrat das einer nur so zum Ziel durchgerannt ist, während der andere einfach nicht voran kam. Wir werden zukünftig wesentlich genauer überlegen welche Projekte wir unterstützen.
    Steven hat Destinies klassifiziert. (ansehen)

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