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Testberichte und Bewertungen von Kunden für Descent - Die Reise ins Dunkel (dt.)




Produktdetails | 6 v. 6 Punkten aus 24 Kundentestberichten | Varianten (7) | Dieses Spiel im Spielernetzwerk
Eine eigene Bewertung für Descent - Die Reise ins Dunkel (dt.) schreiben.
  • Charley D. K. schrieb am 14.10.2010:
    Descent ist wohl meine Erwerbung des Jahres. Ich habe es bisher nur zu zweit gespielt und war froh, dass das wunderbar funktioniert hat - freue mich jetzt schon sehr auf eine größere Runde am Wochenende.
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  • Jean G. schrieb am 10.10.2010:
    Ein Dungeonspiel das in die Fussstapfen von Warhammer Quest tritt und den Vergleich nicht zu scheuen braucht.

    Der markanteste Unterschied bei Descent ist allerdings, das die Dungeons nicht zufällig gezogen werden, sondern in einem Questbuch beschrieben sind. Ein Spieler übernimmt die Rolle des Bösewichts und baut den Dungeon auf, lenkt die Monster. Dies ist wiederum ein Unterschied zu Warhammer Quest und macht es vergleichbarer mit HeroQuest.

    Es gibt viele vorgefertigte Charaktere, von Magiern über Bogenschützen zu Kämpfern die leicht individualisierbar sind. So zieht man Anfangs zufällig einige Sonderfähigkeiten, im Verlauf des Spiel kann man einige Eigenschaften leicht verbessern und größtenteils definieren sich die Charaktere dann noch durch ihre Ausrüstung.

    Die Guten gewinnen das Spiel sobald die Quest gelöst, der Bösewicht sobald die Guten alle Siegpunkte verloren haben, was unter anderem dadurch geschieht das sie sterben können. Sie sind aber auch in der Lage wieder Siegpunkte zurück zu erlangen.

    Kritikpunkte bei diesem Spiel sind das Fernkämpfer dadurch sehr stark sind das sie Monster schon töten können bevor diese auf Nahkampf an sie ran sind, was oft bei gut ausgestatteten Charakteren dazu führt das einfache Monster nur Kanonenfutter sind.
    Ausserdem führt das dazu das die meisten Spieler Fernkämpfer spielen wollen, es aber nicht so viele gute Gegenstände für diese gibt und schonmal ein Streit entbrennt.
    Noch ein Kritikpunkt ist die Ausgeglichenheit des Spiels zu Anfang im Gegensatz zum Ende. Zu Anfang sind die Guten schwach und können schnell vernichtet werden, zum Ende hingegen kann das schonmal so ausgehen das man ihnen nichts mehr entgegen zu setzen hat.
    Ein taktischer und moderater Bösewicht wird gefordert, der es schafft stetst Spass und Spannung für alle Beteiligten oben zu halten, am Anfang gewähren zu lassen und nicht zuviel Frust zu produzieren, aber später dann alle Trümpfe auszuspielen weiss.
    Es empfehlen sich auch die Addons die Monster mitliefern die auch gut ausgestatteten Charakteren etwas entgegenzusetzen haben.
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  • Frank N. schrieb am 15.04.2010:
    Komplexes Abenteuerspiel in den Fusstapfen von Heroquest. Allerdings viel komplexer.
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  • ole S. schrieb am 25.04.2007:
    Für das Spielmaterial hätte Descent 7 Punkte verdient. Auch wenn es schade ist, das das Spiel keine Möglichkeit bietet die vielen Teile zu ordnen.
    Ein bißchen mindert den Spielspaß, das die Helden oft so stark sind, das sie mit einem Schlag jedes Monster töten und der Overloard dazu verkommt das Spiel "künstlich" in die Länge zu ziehen, indem er immer neue Monster entstehen läßt und auf einen "lucky punch" hoft.
    Das ist allerdings die Meinung des Overloards, meine Spieler wollen immer, immer, immer mehr Descent.
  • Robert S. schrieb am 04.03.2007:
    Erinnert ihr euch an Heroquest? Nein? Heroquest war DAS Dungeoncrawling-Spiel der 90er Jahre. Aber hier geht es um Descent. Auch ein Tabletop-Dungeoncrawling-Spiel, aber eines, das eben die Fehler, die Heroquest damals hatte, vollkommen ausbügelt. Das Spiel ist großartig balanciert, durch optionale Regeln kann man jedoch immer wieder die Balance der Runde anpassen. Die Figuren sind von großartiger Qualität und das Spiel macht einfach Spaß. Der Preis von 49 € ist äußerst günstig für die Menge an Spielmaterial. Ein eindeutiger Daumen nach oben von mir.
  • Hartmut M. schrieb am 30.01.2007:
    Ein fast perfektes Spiel.

    Die Art wie man 20 Helden mit noch mehr Zusatzfertigkeiten zusammenstellen kann garantiert immer wieder neue Spielmoeglichkeiten.
    Ein taktisches Spiel, indem alle gemeinsam gegen den boesen Overlord spielen, der wahlweise mehr als Spielleiter aggieren kann, oder versucht die Helden moeglichst schnell zu besiegen.
    Einzig die Regel laesst einige Fragen offen, die man aber beim Heidelberger Spieleverlag durch zusaetzliche Informationen beantwortet bekommt. Dort gibt es auch weitere Szenarien zum herunterladen.
  • Simon K. schrieb am 31.08.2011:
    Als Fan vom guten alten HeroQuest hatte ich nicht mehr lange überlegen müssen, als ich was von Descent gehört hatte. Ein DungeonCrawler mit viel Würfeln und viel Vielfalt? Also einfach viel? Genau mein Fall!

    Als ich beim ersten mal die Box geöffnet hatte war ich erstmal begeistert von der Menge an Utensilien, doch schnell fehlte mir etwas Ordnung in dem Ganzen. Die Papp-Einlage flog direkt raus und auch wenn jetzt alles durcheinander fliegen kann müssen Tütchen für die Chips und Karten reichen.

    Die Regeln sind meines erachtens nicht zu lang, da ich auch Warhammer spiele weiß ich, was lange Regeln sind. Aber sie sind auch nicht zu kurz und damit hat meine eine schöne Mischung aus Detailtiefe und Verständlichkeit. Doch schon nach drei Spielen wussten wir in unserer Gruppe, das die Helden sehr schnell, sehr stark werden, es sei denn der Overlord schafft es sie vorher zu besiegen, was anfangs mit ein wenig Kartenglück schon fast nicht zu verhindern ist. Aber mit leichten Anpassungen und etwas Fair-Play des Overlords kann man einen schönen Spieleabend mit Descent verbringen.

    Jetzt rede ich schon so viel von den Erfahrungen und vernachlässige den eigentlichen Sinn des Spiels. Nun, Descent ist ein Dungeoncrawler. Also ein Spiel, bei dem es darum geht, dass eine Gruppe von Helden durch Höhlen rennt und gegen böse Monster kämpft. Letztere werden vom sogenannten Overlord gespielt. Jeder Dungeon hat eine Quest, also einen Auftrag, der erfüllt werden muss, damit die Helden gewinnen. In den meisten Fällen ist das leider das stumpfe umschubsens eines Endbosses. Unsere Erfahrung hat gezeigt, das der Endkampf nur 2 Optionen hat: Der Boss stirbt innerhalb eines Zuges der Helden oder der Entkampf findet garnicht erst statt, da der Overlord bereits vorher gewinnt.

    Auch wenn in meinem Text das Spiel etwas schade klingt, ist es doch der Favorit meiner Spielegruppe. Wir wechseln mit der Rolle des Bösen durch um mehr abwechslung zu bekommen und jeder Zug der Helden will genau geplant sein, damit das frühzeitife Ende hoffentlich nicht eintritt.

    Ich komme dann doch mal zu einem Fazit meines vlt. chaotischen ersten Testberichtes:
    Descent macht Spaß, auch nach 2h im gleichen Dungeon. Wenn man eine Spielergruppe hat, die sich regelmäßig trifft, dann ist Descent einfach genial, um die Abende zu füllen und Dungeon für Dungeon durch die nicht enden wollenden Massen an Monstern zu pflügen. Die Regeln benötigen etwas Anpassung (ich habe noch keine Erweiterung gespielt, aber die Grundregeln brauchen das), aber das kann jede Gruppe für sich selbst entscheiden und durchführen, aber man kommt schnell auf einen für beide Parteien spannende Partie.
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    • Stefan W., André G. und 4 weitere mögen das.
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    • Michaela K.
      Michaela K.: Sehr gut geschrieben! Triffst genau mein Empfinden! Ich liebe dieses Spiel einfach! :)
      31.08.2011-17:44:14
    • gelöschte P.
      gelöschte P.: Habe als ich halb so alt war ebenfalls gerne HeroQuest gezockt, danke für die Rezi. Hätte ich mir mal doch auf der Spielemesse mitnehmen sollen... :)
      03.11.2011-18:13:58
    • Stefan K.
      Stefan K.: Die Art von Spiel braucht doch immer ein Fairplay des Overlord, finde ich... ;^)
      15.10.2012-06:20:30
  • T. T. schrieb am 30.07.2011:
    Sehr gutes Rollenspiel. Lange Runden, hoher Schwierigkeitsgrad und absoluter Suchtfaktor. Allerdings etwas unbalanciert, wenn man einmal weiß, wie das Prinzip funktioniert.
  • Alexander S. schrieb am 22.03.2011:
    Nachdem ich das Spiel bei einem Kollegen im Norden Deutschlands mal gespielt hatte, habe ich mir das tolle Spiel gleich selbst gekauft.

    Das Spiel selbst ist zwar komplexer wie das gute alte Hero-Quest, allerdings auch mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Hat man den Dreh mal raus, so sind stundenlange spaßige Abende garantiert.

    Nur in meiner Gegend finde ich keine Mitspieler, weshalb ich das Spiel noch originalverpackt zum Verkauf anbiete. Bei Interesse kann man mich gerne kontaktieren.
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  • René B. schrieb am 18.12.2008:
    Einfach Klasse dieses Spiel!!!
    Sehr viel liebevoll- gestaltetes Material, dass nicht nur gut aussieht, sondern auch was aushält ( Ausnahme: die Heldenfiguren "könnten" etwas abkriegen wenn man sie unsanft behandelt ).
    Die Spielbalance ist super; am idealsten für 3 - 5 Spieler, die zudem auch "etwas" Zeit mitbringen sollten da eine Partie locker 3 Stunden und mehr dauern kann.
    In den 9 Quests ( plus 1 Zusatzquest ) ist nicht nur durch jede einzelne Quest an sich Abwechslung garantiert, sondern auch dadurch, dass ein und dieselbe Quest immer wieder anders verläuft ( durch zufällig gezogene Karten, verschiedene Helden usw. ) und dadurch selbst nach dem hundertsten Mal keine Langeweile aufkommt.
    Schade nur, dass die Helden sich in dem Kampagnenspiel nicht wirklich weiterentwickeln ( es gibt nur Miniboni wie bsw. 100 Goldmünzen mehr als in der Vorrunde und ähnliches ) und man quasi immerwieder, übertrieben gesagt, mit dem Holzstock in den nächsten Dungeon stürzt.
    Die Regeln selbst sind trotz des Spieleumfangs schnell verstanden und mit einigen Beispielen unterlegt.
    Für mich steht fest, dass ich mir auf jeden Fall auch noch sämtliche Erweiteurungen holen werde, denn dieses Spiel macht süchtig!!!
  • Stefan B. schrieb am 09.03.2012:
    Wer erinnert sich nicht gerne an Hero Quest? Der Klassiker aus dem Jahr 1989 zauberte Fantasyfreunden ein Lächeln ins Gesicht: Man konnte als tapfere Heldengruppe zig Verliese plündern und dabei Monstern den Garaus machen. Sechzehn Jahr später erschien mit Descent - Die Reise ins Dunkel eine ähnliche, aber wesentlich umfangreichere und vor allem ungemütlichere Variante des Dungeon-Crawlers von Kevin Wilson, die bis heute rege erweitert wird.

    Die Qual der Wahl:
    Barbar, Zwerg, Alb oder Zauberer? Nein, das war anno dazumal in Hero Quest - und das ist doch keine Auswahl! In Descent geht es schon vor dem Abenteuer in die Vollen, denn in der Taverne "Zum Salzigen Hund" warten satte zwanzig Helden inkl. Charakterkarte und Plastikminiatur auf ihren Einsatz: Soll es "Ker der Graue" sein, der aus der Distanz ein Meister ist und als besondere Fähigkeit jederzeit seine Aktion anpassen darf? Oder "Runenhexe Astarra", die tödliche Zauber wirkt und Glyphen schon aus der Ferne aktiviert? Oder lieber ein Kraftprotz mit Axt wie der Ork "Mordrog", der nach jeder Wunde noch ausdauernder wird? Man sollte sich hier gut als Gruppe abstimmen, denn in den Verliesen warten 24 Monstertypen vom einfachen Skelett über Höllenhunde und Oger bis hin zu Hexenmeistern, Dämonen und Drachen.

    Je nach Vorlieben hat man genug Auswahl zwischen mehreren Arten von Kriegern, Magiern, Schützen oder Mischklassen, die sich in der ersten Mission dem Riesen Narthak und seiner Brut stellen sollen. Alle Helden und Monster unterscheiden sich hinsichtlich Lebenspunkte, Ausdauer, Bewegung, Rüstung und Fähigkeiten - und je mehr Würfel sie in den Bereichen Zauber, Fernkampf oder Nahkampf werfen dürfen, desto mächtiger sind sie. Gesellige Fantasyfreunde können auch Charaktere mit Begleittier wählen wie "Vyrah den Falkner" oder "Ronan", der einen Waschbären auf der Schulter trägt. Diese Gefährten können mal Gegenstände tragen, mal zusätzliche Würfel aktivieren, das Vorfeld erkunden oder wie Boggs die Ratte sogar verhindern, dass in ihrer Sichtlinie neue Monster entstehen - was sehr praktisch ist.


    Kollektive Lebenspunkte:
    Bis zu vier Helden können sich in neun Quests dem Overlord stellen, der als gemeiner Spielleiter Monster, Fallen und natürlich fiese Magie entstehen lässt. Ziel der tapferen Abenteurer ist es, mit mindestens einem Questmarker das Dungeon zu verlassen - denn die Helden sind beim Tod im Dungeon nicht permanent erledigt, sondern kehren mit ihrer kompletten Ausrüstung in die Stadt zurück, verlieren die Hälfte ihres Geldes sowie die Anzahl an Questmarkern, die sie wert sind: "Runenhexe Astarra" ist quasi nur zwei, "Trenloe der Starke" wiederum vier Punkte wert, weil er wesentlich mehr austeilt und einsteckt. Helden verlieren aber auch dann die wichtigen Marker, wenn der Kartenstapel des Overlord einmal durch ist.


    Die Gruppe hat also je nach Zusammensetzung mehrere Versuche die Mission zu meistern und muss den Vorrat an Questmarkern, die man sich wie kollektive Lebenspunkte vorstellen kann, im Auge behalten. Erhöhen kann man diesen immer dann, wenn man im Dungeon die für Teleports nützlichen Glyphen aktiviert oder sie in Schatztruhen findet. Aber das ist kein Freifahrtschein für Harakiri oder lebensmüde Selbstmordattentäter: Zu Beginn eines Abenteuers haben die Helden meist nur fünf Questmarker - wenn da zwei Helden mit dem Wert von drei sterben, bevor man tief genug ins Dungeon vorgedrungen ist, um Glyphen oder Schätze zu finden, ist es endgültig aus. Erkundung ist also Pflicht!

    Die Macht des Overlord:
    Aber nicht nur die Helden müssen haushalten, auch der scheinbar übermächtige Spielleiter, der den Overlord übernimmt - und genau das macht das Spiel auch für ihn so interessant, was Taktik und Bosheiten angeht: Er bekommt so genannte "Drohmarker", mit denen er zusätzlich zu den für das Dungeon vorgesehenen Monstern weitere einsetzen oder Machtkarten für Ereignisse, Fallen und Zauber nutzen kann. Man kann also nicht beliebig Drachen beschwören oder Feuerwände durch den Kerker jagen, denn jede Aktion kostet etwas und will wohl überlegt sein. Will man für eine explodierende Tür neun Drohmarker ausgeben? Oder lieber eine andere der bis zu acht auf der Hand befindlichen Bosheiten?

    Wer einen Trupp Tiermenschen beschwören will, muss vier Drohmarker ausgeben. Wer Felsentrümmer auf ein Feld regnen lassen will, ist mit sieben dabei. Wer einen Helden in einen Affen verwandeln will, muss elf bezahlen - ohne Garantie auf Erfolg, denn es gibt einen Rettungswurf. Und eine kleine Armee aus zwei Tiermenschen, zwei Skeletten und zwei Mörderspinnen kostet z.B. achtzehn Drohmarker. Wie bekommt der Overlord neue? Er zieht immer zwei Machtkarten zu Beginn seines Zuges, kann vorhandene gegen ihren Drohwert eintauschen oder über Flüche in Schatztruhen an sie kommen. Und die Helden haben immer Blick, ob der Herr der Kerker gerade flüssig ist, denn die Marker liegen offen aus und er darf beschworene Monster nie in der direkten Sichtlinie platzieren - da kann man sich also taktisch klug postieren.

    gruss

    Stefan
    Stefan hat Descent - Die Reise ins Dunkel (dt.) klassifiziert. (ansehen)
  • Alexander T. schrieb am 22.02.2012:
    Descent hat mich von der ersten Stunde an fasziniert, und das nicht nur weil es mein erstes „großes“ (überdimensioniertes) Spiel war. Ob „Reise ins Dunkel“ oder „Journey in the Dark“, Descent weiß zweichsprachig zu begeistern. Mir gefallen besonders die plausible Rollenspielatmosphäre und das relativ simple Spielprinzip. Relativ im Sinne von: das Zusammenstellen der Ausrüstung und Wahl der Fähigkeiten dauert keine zwei Stunden, nur weil der doofe Messerwerfer nicht genug Geld für neue Dolche UND Rüstung hat, und daher eine spieltaktische Entscheidung treffen muss. Anfänger mögen an der Fülle von Spielmaterial und Regeln verzweifeln, aber wenn man sich ein wenig mit Rollenspielen (nein, nicht solche du Ferkel!) oder Abenteuern auskennt, dann erklärt sich mehr als die Hälfte des zwanzigseitigen Regelwerkes von selbst. Auch sollte man sich, gerade als Overlord-Spieler, nicht zu sehr von den Regeln einschränken lassen. Weiter unten habe ich einige Hausregeln aufgelistet die viel Frust vermeiden können.
    Nein, Descent ist nicht über die Maßen kompliziert, es ist in vielen Belangen gar zu einfach gestaltet. So können die Helden nicht in der Stufe aufsteigen, Erfahrungsgewinn spielt also keine Rolle. Nur Schätze und zusätzliche Talente, die man beide für entsprechendes Gold in der Stadt erwerben kann, verbessern die Fertigkeiten der Helden. Das ist jetzt nicht gerade klassisch, aber diese Mechanik sorgt für einen guten und spaßigen Spielfluss. Dabei kommt es eben weniger auf „Rollenspielerei“, sondern auf Taktik, Strategie und Glück an.
    Einer der großen Pluspunkte von Descent ist die komplett unterschiedliche Spielmechanik für Helden- und Overlordseite. Die Helden sind im Prinzip gedopte Spezialeinsatzkräfte die ein Piratenlager ausräuchern und dabei allerhand technische Gimmicks und Überwaffen finden. Der Overlord hat eine Doppelfunktion als Spielleiter und versucht die Helden so gut es geht aufzuhalten. Er rollt ihnen gruppenweise Monster entgegen, wirft mit Felsbrocken und lässt sie in allerhand unangenehme Fallen tappen. Bei diesem Rollenspiel „light“ kann es vorkommen, dass die Heldengruppe oder die Monstertruppe sich in einer einzelnen Runde beachtlich lichtet. In solchen unausgewogenen Momenten sollte man bedenken, dass große Momente zum Spielprinzip gehören und sich das Blatt ebenso schnell wieder wenden kann.

    Hier seien nun aber auch einige Kritikpunkte angemerkt: Wenn Warum zur Hölle verwendet Decent Quadrate als Grundmuster? Das sorgt in zahlreichen Situationen für Verwirrung. Wer mit Ernst und Konsistenz an Descent herangehen will, sollte daher in einer bedenklichen Situation klären, ob diagonal benachbarte Felder tatsächlich in jedem Fall als benachbart gelten oder ein direkte Schuss diagonal durch zwei Gegner hindurch vielleicht doch seltsam erscheint. Auch freie Bewegungen sehen auf dem Quadratbrett unnatürlich aus, da die diagonale Distanz wesentlich größer ist als die vertikale. Zugegeben, dies ist das Jammern eines geometrisch denkenden Zeitgenossen, aber „Overlord, wie ich Quadrate hasse“.
    Ferner gehört Würfelglück wesentlich zum Spiel und kann letzteres bisweilen unausgewogen erscheinen lassen. Auf Dauer gleicht sich das rein statistisch wieder aus, aber Sieg-orientierte Spieler könnten sich an Situations-unsensitiven Unglücksstränen stören.

    Das Regelwerk von Descent hat viele Schwachstellen, wie zum Beispiel die Verteilung von Schätzen, Ausweichen oder Falltürchen im Kampfsystem. Man muss nicht unbedingt auf Hausregeln zurückgreifen, kann durch sie aber den Spielverlauf wesentlich plausibler und unterhaltsamer gestalten. Hier meine persönlichen Favoriten.
    „Europäisches Finanzierungssystem“: wenn die Helden ihren letzten Questmarker verlieren, was manchmal durch Würfelpech gar zu schnell passiert, verlieren sie nicht automatisch das Spiel. Stattdessen legt der Overlord eine „Bad Bank“ an und gibt den Helden ein Minuskonto. Für gewöhnlich können jene sich schnell wieder durch Questmarker aus Schatztruhen und Teleportrunen erholen. Wer, wie ich, eine abschließende Spielanalyse für das persönliche Ego benötigt, kann dann am Ende immer noch die verbleibenden Marker zählen und sich freuen.
    „Feueratem“ und „Rundumschlag“ auszuweichen stelle ich mir in der Realität schwierig vor. Das mag eine persönliche kognitive Schwäche sein, aber ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, wie ein betroffener Held sich unter dem Feueratem eines Drachen duckt und ein nebenstehender Held vom selben Ausweichmanöver profitiert. Daher: gerade bei „Feueratem“ und „Rundumschlag“ gilt: jeder weicht für sich allein aus.
    Schätze werden direkt an den Schatzöffner verteilt. Sie fliegen nicht als zielsuchende Gegenstände quer durch den Raum und können auch nicht sofort beim unsichtbaren Händler direkt verkauft werden. Das heißt, der Öffnende erhält einen Schatz pro Spieler und muss dann entscheiden was er behält und was er wegwirft. Bei vier Helden kann es sich auszahlen nur halb so viele Schätze zu verteilen. Damit wird der Druck erhöht aus dem gelieferten Material wirklich alles rauszuholen.
    Weder Monster noch Helden können sich selbst angreifen (mit Ausnahme spezieller Fähigkeiten). Suizid ist nicht im Sinne des aufrichtigen Helden oder Overlord.
    Mata & Kata können Gold und Gegenstände aufheben, transportieren und weitergeben. Auch das Balegen von Gegenständen auf dem Dungeonboden sei erlaubt. Ganz allgemein machen die Begleiter mehr Sinn, wenn sie sich einmal pro Runde, aber unabhängig von ihrem „Besitzer“ bewegen.

    <b>Fazit:</b> Das Erkundungs- und Kampfsystem ist abwechslungsreich und sorgt für einige Spannung, aber am Ende ist es der Overlord der das Spieltempo und den Herausforderungsgrad bestimmt. Wer sich für Rollen- oder Taktikspiele begeistern kann, sollte hier zugreifen. Das umfangreiche Spielmaterial in Kombination mit den Online erhältlichen Szenarien bietet kurzweilige taktische Unterhaltung für einige Monate. Danach muss man dann entweder Englisch lernen, eine Erweiterung erwerben oder gar die eigene Fantasie bemühen. (Entsetzliche Vorstellung!)
    Auch wer ein reines Rollenspiel sucht, wird hier nicht direkt enttäuscht. Jener findet zwar nicht wonach er gesucht, erwirbt aber ein sehr unterhaltsames Strategiespiel mit einer lauen, aber wohligen Rollenspielatmosphäre.
    Und ja, ein Spiel kann zahlreiche Stunden dauern. Wer aber nach Begutachtung der Größe des Kartons eine Mau-Mau-ähnliche Spieldauer erwartet, sollte dringend seinen Grundschulabschluss nachholen. Wir haben in der Vergangenheit bereits eine gesamte Woche für eine einzelnes Spiel benötigt (ein bis zwei Stunden pro Tag), und ich kann versichern, dass Descent auch nicht schlecht wird, wenn man es über Nacht offen stehen lässt.

    <b>Hinweis zur deutschen Version:</b> vor dem ersten Spiel sollte man unbedingt die deutsche Supportseite auf Heidelbaer.de aufsuchen. Nicht nur um einige Fehler und Unstimmigkeiten zu beseitigen (die zum Großteil auch im englischen Original vorhanden waren). Vielmehr enthält die deutsche Version zu viele Overlordkarten, die für ein ausgewogenes Spiel vorerst entfernt werden sollten.

    Die <b>zweite Edition</b> von Descent ist bereits unterwegs und gestaltet das Spielgeschehen ein wenig flüssiger. Die Regeln, die Helden und das Kampfsystem wurden überarbeitet und sehen ein wenig mehr nach Rollenspiel aus. Optisch finde ich die erste Edition allerdings ansprechender. Tut mir leid, ich bin ein visueller Mensch, ich liebe die geriffelten Ränder der Kartenteile im Original.
    Alexander hat Descent - Die Reise ins Dunkel (dt.) klassifiziert. (ansehen)
  • Bastian T. schrieb am 23.04.2008:
    Sehr gelungenes Spiel !
    Als Freunde des Klassikers HeroQuest, konnten wir uns Descent natürlich nicht entgehen lassen... Ich hätte es sebst nicht gedacht, aber ich finde die Spielbalance gut, über die Qualität und schiere Anzahl der Figuren, Karten und Marker brauche ich wohl nicht mehr zu sagen: Hervorragend...
    Wir haben nun schon einige Zeit mit den Standardregeln verbacht und da wir besonders den Rollenspielcharakter mögen gehen wir immer weiter weg vom einfachen vernichten zahlloser Monster hin zu längeren Phasen in denen begleitende Geschichten um die verschiedenen Quests erzählt werden. Das hält Descent auch nach längerem Spielen interessant.
    Alles in allem ein wirklich gutes Spiel und eine klare Kaufempfehlung!
  • Lukas F. schrieb am 05.03.2012:
    Ein großartiges Spiel mit liebe zum Detail
    Hab es leider nicht geschafft es jemals fertig zu Spielen :(
    Man kann natürlich auch andere Helden erstellen und eigene Dungeons erfinden :)
    Einer meiner Top-Spiele :D
  • Andreas W. schrieb am 28.01.2008:
    Eins vorweg - ich bin KEIN Freund von kooperativen Spielen. Decent aber ist ein Hammer. Wir haben neulich 12 Stunden durchgehend gespielt und das in einer Runde, wo 4 Stunden am Stück spielen viel ist. ;-) Zum Spiel selbst ist schon etliches gesagt worden, das soll reichen. Zusätzlich Freude macht die Ausstattung, die Figuren sind schön (für Plastik), leider sind einige, filigrane Teile sehr empfindlich (besonders bei den Spielerfiguren). Hoffentlich kommen auch noch Zinnkameraden heraus. ;-) Freue mich auf alle Erweiterungen...
  • Jens H. schrieb am 20.11.2011:
    Wer Fantasy Spiele mag und Hero Quest geliebt hat, wird um dieses Spiel nicht herum kommen. Aber auch für alle anderen Spieler ist es empfehlenswert. Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall. Tolles Spielmaterial, großer Karton, gute Anleitung und tolle Erweiterungen warten nur darauf gespielt zu werden!
    Jens hat Descent - Die Reise ins Dunkel (dt.) klassifiziert. (ansehen)
  • Sebastian W. schrieb am 26.12.2014:
    Endlich ein Dungeon-Crawler-Brettspiel.
    Bis zu 4 Helden erkunden einen Dungeon um eine Aufgabe abzuschließen. Ein Overlord stellt sich ihnen entgegen und versucht ihnen das Leben schwer zu machen, indem er ihnen immer neue Monster vor die Nase setzt, die die Helden von ihrer Aufgabe ablenken. Denn auch die Zeit läuft gegen die Helden. Und so versuchen die Helden durch laufen, kämpfen und durchsuchen sich einen Weg zum Ziel zu bahnen und parallel ihre eigene Ausrüstung aufzubessern, um damit noch besser voranzukommen.
    Viele Figuren, schöne Dungeons, allerdings auch eine riesige Packung und ein dickes Regelwerk.
    Für mich allerdings ein Muss.
    Sebastian hat Descent - Die Reise ins Dunkel (dt.) klassifiziert. (ansehen)
  • Astrid W. schrieb am 29.08.2015:
    Ich als Mädel hätte am Anfang ja nie gedacht, dass mir dieses Spiel mit der Thematik je gefallen würde.

    Umso überraschter war ich nach der ersten Partie!

    Es dauert zwar megalang, oft 5 Stunden. Aber es ist und bleibt einfach super spannend. Und vor allem ist es so mega schwierg zu gewinnen. Und trotzdem spielt man es nochmal , weil man das Böse unbedingt einmal besiegen will :-)

    Die 2. Edition hierzu ist zwar ganz okay, aber noch lange nicht so gut wie das Original!

  • Tino K. schrieb am 04.10.2013:
    Super komplexes Strategie/Rollenspiel mit extrem großem Spielinhalt, macht mit mehreren Spielern am meisten Spaß. Die Regeln sind extrem komplex, aber dafür macht das Spiel - wenn man es einmal verstanden hat - richtig Spaß, vorausgesetzt man hat einen großen Spieltisch.
    Tino hat Descent - Die Reise ins Dunkel (dt.) klassifiziert. (ansehen)
  • Markus S. schrieb am 17.05.2012:
    Zu Descent braucht man wohl nimma viel sagn, außer, daß es wirklich a Hammerspiel is. Daher erspar i jedem an weiteren Roman dazu und würde wirklich jeden raten Descent zumindest mal Probe zu spieln ^^
    Markus hat Descent - Die Reise ins Dunkel (dt.) klassifiziert. (ansehen)
  • Christoph M. schrieb am 01.03.2012:
    Gutes Dungeon Crawl, bei dem man allerdings immer einen EInzelspieler (DUngeon Lord) braucht, und das sehr stark vom Glücksfaktor abhängt. Letzteres noch weniger im Spiel - da ist das bei dieser Art Spiel normal und in Ordnung - als vielmehr im Spielaufbau: die Kombination der Helden und Skills kann ein Spiel frühzeitig für die eine oder andere Seite entscheiden.
    Dazu kommt eine extreme Spieldauer.
    Grundsätzlich würde ich Descent als das aktuell beste Dungeon Crawl bezeichnen; mit einem Eigenerwerb aber auf die 2. Edition warten.

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