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Testberichte und Bewertungen von Kunden für Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015




Produktdetails | 4 v. 6 Punkten aus 23 Kundentestberichten | Varianten (3) | Dieses Spiel im Spielernetzwerk
Eine eigene Bewertung für Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015 schreiben.
  • Reinhard O. schrieb am 11.08.2015:
    Titel: Broom Service

    Spielautoren: Andreas Pelikan und Alexander Pfister
    Spieltyp: Kartengesteuertes Sammelspiel
    Spieldauer: ca. 60 Minuten
    Spieleranzahl: 2 bis 5 Spieler ab 10 Jahren

    Spielidee:
    Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Sammlern, Hexen und Druiden und versuchen, möglichst viele Tränke herzustellen und diese dann im Reich auszuliefern. Dafür gibt es Siegpunkte. Sie wählen aus 10 Rollenkarten 4 aus und müssen sie in ihrem Zug entscheiden, ob sie mutig und riskant oder feige und sicher spielen. Nach sieben Runden endet das Spiel und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt

    Spielvorbereitung:
    • Der Spielplan wird mit der Vorderseite (Grundspiel – Burgen haben rötliche Banner) ausgelegt
    • (Rückseite: violett).
    • Tränke und Zauberstäbe und Spielübersichten werden bereit gelegt.
    • Die Wolkenplättchen werden verdeckt gemischt und auf die Felder des Spielplans offen ausgelegt.
    • Von den 10 Ereignisplättchen werden 7 ausgewählt und als verdeckter Stapel ausgelegt. Eine davon wird aufgedeckt.
    • Sind weniger als 5 Spieler im Spiel, wird der Kartenstapel einer nicht beteiligten Farbe aus Ausgleichsstapel *verwunschene Rollen* gewählt. D.h. je nach Spieleranzahl werden Karten von diesem Stapel aufgedeckt ( bei 2 Spielern 3, 3 / 2 und bei 4 / 1)
    • Jeder Spieler erhält, seinen Satz Rollenkarten, 2 Spielfiguren (kommen in die zwei Gebiete mit den Burgen), seinen Siegpunktemarker (kommt auf das Feld 10 der Siegpunkteleiste), 1 Trank pro Farbe, sowie 1 (Startspieler und letzter Spieler) oder 2 Zauberstäbe (alle anderen Spieler.
    • Der älteste Spieler wird Startspieler

    Spielablauf:
    Das Spiel verläuft über 7 Durchgänge. Jeder Durchgang besteht aus Runden (4 bis 10). Die Abfolge ist wie folgt:
    • Die Spieler wählen aus ihren 10 Rollenkarten 4 Karten aus und nehmen sie auf die Hand.
    • Der Startspieler wählt nun eine Karte aus und entscheidet sich, ob er für diese die mutige oder die feige Variante wählt
    • Der folgende Spieler (und dann reihum) muss, sofern er die Karte auf der Hand hat sie bedienen. D.h. er muss nun für sich entscheiden, ob er diese als mutige nutzt und sorgt somit dafür, dass der vorherige Spieler leer ausgeht, oder er nutzt sie feige und führt sofort die Aktion aus.
    • Der Spieler, der als Letzter mutig war, muss nun in der nächsten Runde als erster eine Karte ausspielen (egal ob er die Aktion nutzen konnte oder nicht).
    • Hat keiner der Spieler mehr eine Karte auf der Hand, endet der Durchgang.
    • Es wird eine neue Ereigniskarte aufgedeckt
    • Es werden die nächsten Karten der *verwunschenen Rollen* aufgedeckt
    • Die Spieler wählen wieder aus allen 10 Rollenkarten aus

    Zusätzliche Regeln:
    • Eine Aktion muss nicht ausgeführt werden
    • Eine Hexe darf in ein benachbartes Gebiet ziehen ohne dort etwas abzuliefern
    • Eine Hexe darf keinen Trank abliefern, sofern sie im Gebiet stehenbleibt. Sie darf aber stehenbleiben ohne auszuliefern.
    • Sind alle Spieler feige, bleibt die Ausspielpflicht beim dem Spieler der die aktuelle Karte ausgespielt hatte.
    • Hat ein Spieler keine Handkarten mehr, folgt der Spieler im Uhrzeigersinn mit dem Ausspielen der nächsten Karte
    • Spielt ein Spieler eine die bereits als *verwunschene Rolle* ausliegt, kostet ihn das sofort 3 Siegpunkte. Der Stapel *verwunschene Rollen* wird erst gemischt, wenn die Karten zum Auslegen nicht mehr ausreichen

    Spielende:
    Das Spiel endet nach 7 Durchgängen. Die Spieler erhalten noch Siegpunkte für:
    • die gesammelten Blitze
    • für je 4 verschiedene Ressourcen 4 Siegpunkte – für 3 verschiedene 2 Siegpunkte

    Fazit / Bewertung:
    Broom Service ist ein interessantes und durchaus gefälliges FAMILIENspiel. Die Spielanleitung ist umfangreich und man muss sich schon ein bisschen damit auseinandersetzen. Letztendlich erschließt sie das Spiel aber vollständig. Die Spieler versuchen ihre gebrauten Tränke auszuliefern und erhalten dafür Punkte. Die Wetterfee hilft die Wolken auf angrenzenden Gebieten zu vertreiben und zusätzliche Siegpunkte einzusammeln.

    Der zentrale Mechanismus ist das Ausspielen einer zuvor gewählten Rollenkarte. Jede Karte verfügt über eine feige und eine mutige Interpretation. Die feige sichert eine reduzierte aber sichere Aktion, die mutige verspricht eine umfangreichere Aktion (z.B. zusätzliche Siegpunkte, etc.), kann aber durch die nachfolgenden Spieler zunichte gemacht werden. An dieser Stelle ist die Interaktion mit den Mitspielern dominant und macht das Besondere in diesem Spiel aus.

    Und genau daraus resultiert der Spielreiz in diesem Spiel. Schätz man die Mitspieler falsch ein, hätte man möglicherweise viel mehr erhalten können, oder man denkt nicht, dass ein anderer Spieler ebenfalls die offensiv gespielte Rollenkarte gewählt hat und geht leer aus. Das ist insbesondere dann ärgerlich, wenn man eine gewisse Zugreihenfolge vor hatte und diese schon mit der ersten Karte zunichte gemacht wird. Hier entsteht ein durchaus wahrnehmbarer Ärgerfaktor, der sich aber meist im familienkompatiblen Bereich bewegt.

    Eine weitere sehr moderate taktische Komponente ist die Ereigniskarte, die gleichzeitig als Rundenzähler fungiert und für alle Spieler eine Orientierung gibt, worauf man sich in dieser Runde ausrichten kann (z.B. in welchem Gebiet gibt es Punkte etc.). Es ist manchmal ganz nützlich (vor allem wenn man Startspieler ist), wenn man diese Option zunächst nicht beachtet und nicht mit allen anderen im Mainstream landet.

    Ich finde das Spiel zu fünft ungleich besser als das Spiel zu zweit. Ist man nicht in Vollbesetzung werden verwunschene Rollen ausgelegt. Spielt ein Spieler eine solche Rollenkarte dann aus, erhält er Punktabzug. Im Spiel zu fünft entfaltet sich die feige bzw. mutige Spielweise deutlich spannender.

    Das Spiel beinhaltet zahlreiche Varianten:
    • Die Sturmwolken bringen zusätzliche Siegpunkte, oder man darf seine Figur versetzen oder einen beliebigen Trank liefern
    • Die Bergplättchen (Amulette) bringen ein Amulett (= 4 Siegpunkte) und zusätzliche Vergünstigung (Zauberstäbe, zusätzlichen Trank, zusätzliche Bewegung, einen beliebigen Trank ausliefern oder eine Wolke wegzaubern)
    • Die Waldplättchen bringen ein Upgrade von feige zu mutig, eine zusätzliche Handkarte oder Siegpunkte
    • Die Hügelplättchen zünden den Besenturbo, man darf sich in einen der angegebenen Steinkreise versetzen und man bekommt bei Lieferung seines Trankes Siegpunkte.
    In Kombination mit dem zweiseitigen Spielplan verfügt Broom Service damit über einen nicht zu verachtenden Variantenreichtum, der für Abwechslung und Spielfreude sorgt.

    Das Spielmaterial ist wertig und die Karten sowie der Spielplan sind sehr schön und farbenfroh gestaltetet.
    In meiner Bewertung ist Broom Service vier Punkte wert.
    Reinhard hat Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015 klassifiziert. (ansehen)
  • Michael S. schrieb am 11.05.2015:
    Ziel des Spiels
    Die Spieler übernehmen die Rollen von Druiden, Hexen und Sammlern. Sie sammeln Zutaten, stellen Tränke her und liefern diese gewinnbringend im ganzen Reich aus. In jedem der sieben Durchgänge wählen die Spieler immer 4 ihrer 10 Rollen aus, um sie dann auszuspielen und eine mutige oder feige Aktion zu machen. Eine feige Aktion geht dabei immer, eine mutige könnte aber vom nächsten Spieler vereitelt werden, wenn dieser die gleiche Karte hat. So muss man sich Karte für Karte entscheiden, ob man mutig ist und mehr Belohnung erhält, oder feige, aber eine kleine Belohnung sofort bekommt. Wer am Ende der sieben Durchgänge die meisten Punkte erspielt hat, ist der Gewinner.

    Aufbau
    Der Spielplan hat zwei Seiten. Auf der Seite mit den roten Fahnen an den Burgen spielt man, wenn man keine der Varianten verwendet. Auf der Rückseite muss man spielen, sobald man die Varianten mit ins Spiel bringen möchte. Dann erhält jeder Spieler 10 Rollenkarten in seiner Farbe, seine beiden Spielfiguren, die er auf die beiden Burgen stellt, einen Wertungsstein, der auf das Feld 10 der Wertungsleiste kommt, einen Trank je Farbe und einen Zauberstab, wenn es sich um Spieler 1 und 2 handelt und ab Spieler 3 zwei Zauberstäbe. Die restlichen Tränke und Zauberstäbe legt man neben dem Spielplan bereit. Die Spieler können sich eine der beiden Spielübersichten zur Hand nehmen. Darauf ist der Ablauf des Zuges beschrieben und auf der Rückseite die Endwertung. Von den 24 verdeckt gemischten Gewitterwolken werden 18 auf der Vorderseite des Spielplans bzw. 19 auf der Rückseite auf die markierten Felder gelegt. Diese sind manchmal gar nicht so einfach zu erkennen, aber sie sind da :)
    Von den 10 verdeckt gemischten Ereigniskarten werden drei Karten ungesehen in die Schachtel zurück gelegt. Die anderen sieben kommen neben den Spielplan und die oberste Karte wird aufgedeckt. Sie zeigt das Ereignis für den ersten Durchgang an.

    Spielen nur 2 bis 4 Spieler, kommt noch ein Rollenkartenstapel einer nicht gespielten Farbe ins Spiel.
    Die "verwunschenen Rollenkarten" werden gemischt und je nach Spieleranzahl dann Karten offen ausgelegt.
    Bei zwei Spielern sind das drei Karten, bei drei Spielern zwei Karten und bei vier Spielern eine Karte.
    Diese Rollen sollte man im folgenden Durchgang nicht verwenden. Warum wird weiter unten erklärt.

    Das restliche Material ist für die Varianten und kommt zurück in die Schachtel.

    Spielablauf
    Das Spiel geht über sieben Durchgänge. Zu Beginn jedes Durchgangs schaut man sich zuerst die Ereigniskarte an.
    Diese kann ein Ereignis zeigen, das vor der Runde, während der Runde oder am Ende der Runde zum Tragen kommt.

    Ereignisse sind zum Beispiel: Siegpunkte, wenn man mit beiden Figuren am Rundenende im gleichen Gebiet steht, wenn man weniger als vier Karten auswählt bekommt man Siegpunkte, wenn man eine Rolle feige spielt kann man sich auch Siegpunkte nehmen, statt die Aktion auszuführen, usw.

    Wenn man weiß, worauf man während der Runde achten muss, wählt man seine vier Rollenkarten aus.

    Rollen auswählen
    Jeder Spieler wählt verdeckt vor den anderen Spielern seine vier Rollenkarten, die er in dieser Runde spielen möchte.
    Dabei muss man auf die "verwunschenen Rollen" achten. Wählt man eine dieser verbotenen Karten aus und bringt diese ins Spiel, so verliert man sofort drei Siegpunkte.

    Die Rollen
    Es gibt vier Sorten von Rollen, die man den beiden eigenen Spielfiguren zuweisen kann.

    a) Sammler (3 Karten)
    Die Sammler sammeln neue Tränke oder Zauberstäbe ein.
    Wenn man diese Karte "mutig" einsetzt, so bekommt man mehr Tränke, als wenn man sie "feige" einsetzt.

    b) Druiden (2 Karten)
    Sie liefern Tränke an die Türme in dem Gebiet, in dem sie stehen, aus.
    Dabei darf jeder der beiden Druiden immer nur in zwei bestimmten Gebieten ausliefern.
    Wenn man diese Karte "mutig" einsetzt, bekommt man beim Ausliefern auch noch drei Siegpunkte extra.
    Liefert man "feige", gibt es keine Siegpunkte extra.

    c) Hexen (4 Karten)
    Machen das gleiche wie die Druiden, dürfen sich aber davor noch um ein Gebiet bewegen.
    In welches Gebiet sie sich bewegen dürfen, steht auf der Karte. Die Waldhexe darf nur in ein Waldgebiet fliegen, usw.
    Spielt man diese Karte "feige", so darf sich die Hexe nur bewegen und nichts ausliefern. Ausliefern darf sie nur, wenn die Karte mutig gespielt wird.

    d) Wetterfee
    Mit der Wetterfee darf man Wolkenplättchen verschwinden lassen.
    Die Wolken blockieren nämlich den Weg der Spielfiguren. Felder mit Wolken dürfen nicht betreten werden.
    Um eine Wolke verschwinden zu lassen, muss man angrenzend zu dem Gebiet mit der / den Wolken stehen und so viele Zauberstäbe abgeben, wie in dem Stern auf der Wolke steht.
    Die Wolken darf man dann an sich nehmen, denn diese bringen am Ende des Spiels noch eine Menge Siegpunkte.
    Wird die Karte "mutig" gespielt, so bekommt der Spieler zusätzlich zur entfernten Wolke auch noch drei Siegpunkte.
    Wird sie "feige" gespielt, so gibt es nur die entfernte Wolke.

    Hat jeder Spieler seine vier Rollen gewählt, spielt der Startspieler seine erste Rollenkarte aus.

    Rollenkarten ausspielen
    Der Startspieler legt jetzt eine seiner Rollenkarten offen auf den Tisch und sagt, ob er diese "mutig" oder "feige" ausführen möchte.
    Spielt er sie "feige" aus, so darf er die Aktion sofort ausführen.
    Spielt er sie "mutig" aus, so muss er warten, bis alle anderen Spieler auch an der Reihe waren.

    Der nächste Spieler im Uhrzeigersinn schaut sich jetzt seine Karten an. Hat er die eben gespielte Karte nicht auf der Hand, sagt er "weiter".
    Hat er die gespielte Karte ebenfalls auf der Hand, so MUSS er diese jetzt ausspielen.

    a) Hat der Spieler davor diese Karte als "mutig" gespielt, so ist er durch die gleiche Karte des nächsten Spielers übertrumpft und geht diesen Stich leer aus.

    b) Hat der Spieler davor die Karte als "feige" gespielt, passiert dem Spieler davor nichts, denn er hat seine "feige" Aktion ja gleich ausführen dürfen.

    Egal was der Spieler davor gespielt hat, muss nun der Spieler der die gleiche Karte hat, für sich entscheiden, ob er seine Karte "mutig" oder "feige" spielt.

    Ist er der letzte Spieler dieser Runde, so kann er die Karte natürlich gefahrlos als "mutig" spielen. Kommen nach ihm aber noch andere Spieler an die Reihe, muss er sich gut überlegen, ob er "mutig" ist. Denn auch er kann dann seine Aktion für diese Runde verlieren, wenn einer der nächsten Spieler ebenfalls die ausgespielte Karte auf der Hand hat.

    Waren alle Spieler an der Reihe und haben entweder die gleiche Karte zugegeben oder gepasst, ist der letzte "mutige" Spieler der Startspieler für die nächste Runde.
    Gab es keinen neuen "mutigen" Spieler, ist der alte "mutige" Spieler auch der Neue.

    Türme beliefern
    Um einen Turm mit einem Trank beliefern zu können, muss man natürlich einen Trank in der Farbe des Turmdaches besitzen.
    Es gibt aber zwei unterschiedliche Türme.

    a) Die runden Türme
    Liefert man einen Trank an einen runden Turm aus, so bekommt man sofort die Siegpunkte, die darauf abgebildet sind.
    Den gelieferten Trank legt man AUF den Turm, so dass jeder weiß, dass an diesen Turm nichts mehr geliefert werden kann.

    b) Die eckigen Türme
    Liefert man einen Trank an einen eckigen Turm aus, so bekommt man sofort die Siegpunkte, die darauf abgebildet sind.
    Der Trank kommt aber nicht auf den Turm, sondern zurück in den Vorrat. Somit kann man eckige Türme beliebig oft beliefern.

    Wichtige Regeln
    a) Es ist ausdrücklich erlaubt, eine Aktion auch dann zu wählen, wenn man sie nicht ausführen kann.
    Ebenso kann man auf das Ausführen einer Aktion verzichten.

    b) Hat ein Spieler keine Rollenkarte mehr auf der Hand, so muss er warten, bis auch alle anderen Spieler ihre Rollenkarten gespielt haben.

    c) Die gespielten Rollenkarten werden aufgefächert vor den Spielern ausgelegt. Somit kann man nachvollziehen, ob ein Spieler betrügen will, indem er in einer Runde nicht zugegeben hat.

    d) Bevor man nicht an der Reihe ist, darf man nichts zu seinen Karten sagen. Also ob man Passen wird oder zugeben kann.

    Nächste Runde aufbauen
    Sobald alle Spieler ihre vier Karten gespielt haben, beginnt eine neue Runde.
    Jeder Spieler nimmt wieder seine Karten an sich und es wird die nächste Ereigniskarte aufgedeckt.
    Dann werden auf die "verwunschenen Karten" neue Karten gelegt. Ist der Nachziehstapel leer, werden die Karten einfach neu gemischt.
    Der letzte "mutige" Spieler wird der Startspieler der neuen Runde.

    Spielende
    Das Spiel endet nach dem siebten Durchgang. Jeder Spieler hat nun bereits während des Spiels Siegpunkte gesammelt.
    Zusätzlich bekommen die Spieler jetzt noch Punkte für Wolken und übrige Tränke und Zauberstäbe.

    Es gibt Punkte für die Blitze, die auf den Wolken abgebildet sind:
    1 Blitz = 3 Punkte
    2 Blitze = 6 Punkte
    3 Blitze = 10 Punkte
    4 Blitze = 14 Punkte, usw.

    Und dann gibt es noch vier Punkte für jedes Set aus vier unterschiedlichen Ressourcen (drei Tränke plus ein Zauberstab) und drei Punkte für jeweils drei unterschiedliche Ressourcen.
    Diese Punkte zieht man ebenfalls noch auf der Siegpunkteleiste vorwärts und schon hat man den Gewinner des Spiels.

    Varianten
    Wenn man das normale Spiel ein paar Mal gespielt hat, so kann man nach und nach die Varianten ins Spiel bringen.

    Kleines Fazit
    Die Regeln von Broom Service sind ein bisschen verwirrend. Wenn man aber alles einfach durchliest, weiß man am Ende wie es funktioniert.
    Am Anfang hat man zum Beispiel eine Siegpunktezählung für die Wolken, wobei man noch nicht weiß, dass man später für die Blitze auf den Wolken auch noch Punkte bekommt. Das kann einen schon kurz verwirren, wenn man die Zählung nicht nachvollziehen kann. Aber wie gesagt, einfach alles lesen dann sind die Regeln klar. Das Spiel selbst ist schön aufgemacht. Die Illustrationen sind passend und auch der Spielplan sieht hübsch aus. Das Spiel funktioniert zu zweit zwar sehr gut, aber richtig spannend wird es erst mit mehr Spielern. Dann kommt die Mechanik mit "mutig" und "feige" besser zum Tragen, weil man sich auch als zweiter Spieler nicht sicher sein kann, ob der nächste nicht auch noch die gleiche Karte hat. Anfangs fand ich die "verwunschenen Karten" etwas nervig, aber man kann sie ja trotzdem legen, wenn man drei Siegpunkte opfert. Wir haben es auch ohne diese Karten gespielt und keinen großen Unterschied festgestellt, außer dass jeder Spieler jede Karte nehmen kann. Alles in allem ein sehr feines Spiel für die ganze Familie, dass sich durch die vielen Varianten immer mehr erweitert.
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    Die­ komplette Spielevorstellung inklusive Fotos und das Regelvideo findet ihr hier:
    http://www.mikes-gaming.net/spiele-komplettliste/komp­lettliste-aktuelle-spiele-alphabet/item/403-broom-service.ht­ml
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    Michael hat Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015 klassifiziert. (ansehen)
    • Andrea E., Dennis P. und 10 weitere mögen das.
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    • Timo A.
      Timo A.: Schöne Rezi zu einem schönen Spiel. War selbst ein bisschen überrascht, wie gut es mir gefallen hat. :-) Wer allerdings alles unter Kontrolle... weiterlesen
      11.05.2015-22:13:30
    • Michael S.
      Michael S.: Da hast du recht.
      Meistens hilft die beste Taktik nix :)

      12.05.2015-19:49:26
    • Ulrich H.
      Ulrich H.: Schöne Rezi. Ich hatte das Spiel eigentlich schon unter "Thema interessiert mich nicht" abgehakt.
      Werde es jetzt doch mal auf meine Merkliste setzen.
      01.06.2015-13:32:02
  • Sven S. schrieb am 19.05.2016:
    Broom Service setzt das Spielprinzip von Wie verhext konsequent fort, fügt ein Brett ein und lässt das Spiel so nun deutlich strategischer daher kommen. Was manch eine als glückslastig empfindet ist für mich einfach ein taktisches umplanen. Ich muss vorbereitet sein das mir Karten von anderen gezogen werden können, wenn ich Startspieler bin muss ich überlegen was mir nutzt und anderen schadet. Hier geht es nicht darum einen gradlienigen Weg zu finden sondern flexibel dem Puls des Spiels zu folgen. Dynamik ist alles.

    Ein Spiel das man dank seiner Module mit jedem spielen kann. Vom Wenigspieler bis zum Vielspieler hat hier jeder seienen Spaß. Ein Spiel das mich persönlich rundum begeistert und auch mit der Konkurenz von der Glasstraße gut mithalten kann.

    Einzige Anmerkung zum Preis, für mich wäre es eher das Spiel des Jahres denn das Kennerspiel des Jahres. ;-)
    Sven hat Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015 klassifiziert. (ansehen)
  • Pamela R. schrieb am 23.08.2015:
    Ich habe Broom Service erst einmal gespielt aber finde es entgegen meines ersten Eindrucks schön. Ob es der Auszeichnung "Kennerspiel" gerechnt wird würde ich aus dem Bauch heraus nicht sagen. Es gab schon einige andere Spiele die viel schwerer waren, mehr fesselten und auch nicht soviel vom "Glücksfaktor" abhängig waren. Dennoch ist es ein schönes Spiel und man sollte vielleicht nicht alles an einer Auszeichnung fest machen.
    Pamela hat Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015 klassifiziert. (ansehen)
  • André P. schrieb am 19.03.2017:
    Nachdem die Vorrezensenten die Regeln bereits mehrfach dargestellt haben, hier nur eine kurze persönliche Stellungnahme:
    Ein Titel wie "Kennerspiel des Jahres" kann eine hohe Bürde sein und genauso ist es in diesem Fall. Vom Optischen her erinnert mich das Ganze eher an ein Kinderspiel (Illustrationen, Namen der Karten, Spielfiguren, etc...) und dann hat es einen nicht zu leugnenden, immensen Glücksfaktor, der mir so noch bei keinem "Kennerspiel" untergekommen ist. Die Regel ist zwar nicht allzu lang, lässt aber Detailfragen offen (Wie passen Wassergebiete zu den Benachbart-Angaben?). Zu erwähnen ist noch, dass das Spiel überhaupt nichts für Harmoniefreunde ist, das ewige Überstechen bietet einen sehr hohen Frustfaktor, der sich schonmal lautstark entladen kann.
    Immerhin bietet das Spiel dann noch einige zusätzliche Varianten und wenn man erstmal die Regeln/Abläufe verinnerlicht hat, geht es recht flüssig von der Hand und bietet auch eine gewisse taktische Vielfalt, bei welcher aber nichts richtig geplant werden kann, weil die anderen vermutlich eh noch dazwischen pfuschen.

    Insgesamt bin ich ziemlich enttäuscht von diesem Preisträger. Lässt man den Jurypreis mal außen vor und denkt sich eine optimalere Spielrunde, dann könnte es vielleicht gefallen und ich würde zu vier Würfelaugen tendieren.
    Aber es ist wie es ist und es gibt so viele andere Spiele (da braucht man nur die anderen Kennerspiel-Preisträger durchgehen) die immer funktionieren, so dass ich harte (aber in meinen Augen angemessene) 3 Würfelaugen vergebe.
    André hat Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015 klassifiziert. (ansehen)
  • Markus S. schrieb am 11.04.2015:
    Was haben wir gelacht und Spaß gehabt bei Broom Service. Das Spiel hat fast kein Glückselement, aber die Entscheidungen der Mitspieler schätzt man manchmal total falsch ein. Im Gegensatz zu manch anderen Spielen optimiert und rechnet man hier nicht vor sich hin, sondern muss auch die Überlegungen der Mitspieler miteinbeziehen.

    Wie funktioniert es? Jede Runde wählt man 4 Rollen. So kann man Hexen oder Druiden oder die Donna Wetta und andere Charaktere wählen. Nachdem sich jeder entschieden hat, werden diese nun ausgespielt. Dabei kann man immer wählen ob man die Rolle mutig oder feige spielen will. Bei feige bekommt man die Aktion etwas abgeschwächt, aber dafür sicher. Bei mutig kann man überstochen werden und leer ausgehen. Mutig sollte man also nur dann wählen wenn man glaubt, dass kein anderer Spieler mehr diese Rolle auf der Hand hat. Genau dieses Spielprinzip hebt Broom Service von vielen anderen Spielen, wo man oft den besten Zug durchrechnen kann, ab. Hier eben nicht, denn hier muss man die Entscheidungen der Mitspieler einbeziehen. Will der Spieler hinter mir diese Runde in den Wald ziehen? Was hat er sonst noch vor?

    Das Spiel gefällt sicher nicht jedem, insbesondere jenen nicht, die gerne den besten Zug ausrechnen wollen. Aber wer neben Strategie auch Interaktion und Thema sucht, der ist hier richtig.

    Es gibt übrigens 2 Spielplanseiten und jede Menge Erweiterungen, die man dazunehmen kann, aber nicht muss. Somit ist viel Variabilität von Partie zu Partie gegeben.
    Markus hat Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015 klassifiziert. (ansehen)
  • Stefan K. schrieb am 07.12.2016:
    Ich wollte schon lange dieses sehr polarisierende Spiel spielen, um mir mal selbst ein Bild zu machen. Nun habe ich endlich ein paar Partien geschafft und möchte sogleich meinen Senf dazu geben. Da das Spiel hinreichend in Bewertungen beschrieben wurde, lediglich ein Fazit.

    Wir haben mehrere Partien zu fünft gespielt und hatten viel Spaß mit diesem doch etwas anderen Spiel. Die Mischung aus Stichspiel mit Poker(Psychobluff)Elementen sowie Bewegung auf dem Spielplan kam bei uns gut an.
    Allerdings sei gesagt, dass die Gruppe auch gut gemischt aus einem Vielspieler (ich^^), dessen Freundin (oftspieler) und drei Gelegenheitsspielern bestand - und genau für solche Gruppen ist das Spiel perfekt! Auch wenn ich eigentlich immer derjenige bin, der es nicht Leid wird allen zu erklären, dass "Kennerspiel" nicht Vielspielerspiel heißt, sondern für ambitionierte Familienspieler gedacht ist, so muss ich dennoch sagen, dass hier der Kennerspielpreis auf den ersten Blick verwundert. Das Grundspiel ohne Varianten ist definitiv nicht mehr als ein Familienspiel. Den Schritt zum Kennerspiel schafft das Spiel (und auch das könnte man diskutieren) erst mit allen Varianten. Aber das ist eine andere Baustelle.

    Zu einem häufigen Kritikpunkt, dass man abhängig von der ausgespielten Karte des Startspielers ist: ja, man wird in diesem Spiel auch teilweise gespielt und kann da nicht aus, aber das ist dann halt "wie verhext" *gg* und passt gut zum Thema! Man muss sich auf dieses Spiel und seine Seele einlassen, dann hat man wirklich viel Spaß. Für uns war gewinnen dann nicht an erster Stelle, wir haben schon herzlich über die toll vorgetragenen Sätze "Ich bin eine MUUUUTIGE Waldhexe" gelacht ;) Ich habe mich auch geärgert, dass mein so durchdachter Masterplan nicht aufging, letztlich bin ich aber auch zu viel Risiko gegangen (es gibt also immer Ausweichmöglichkeiten, eine große Stärke!).

    Für mich ist das Spiel alles in allem kein OberBurner, aber gelungen und durchaus eine Empfehlung, vor allem für Gelegenheitsspieler, die offen für Neues sind.

    Für uns manifestierte sich als größtes Manko, dass es sich mit Grübelspielern unnötig in die Länge zieht. Somit gute vier Punkte
  • Wolfgang A. schrieb am 29.03.2016:
    Ich habe Broom Service vor kurzem erworben und hätte mir eigentlich ein bißchen mehr erwartet, da es ja Kennerspiel des Jahres ist.
    Deswegen gebe ich nur 5 statt 6 Punkte.

    Wir haben es jetzt ein paarmal zu zweit gespielt und nur das erste mal mit der einfachen Variante und danach gleich mit allen zusätzlichen Varianten und dem rückseitigem Spielplan.

    Mir hat es sehr gut gefallen, vor allem auch dadurch, dass man sehr schnell loslegen kann. Ich finde die Anleitung recht gut und verständlich.

    Zu zweit kann man sich natürlich leichter darauf einstellen, was der andere für Karten haben könnte, wenn man schaut wo er steht oder wieviel Tränke und Zauberstäbe er noch hat.
    Ein bißchen taktieren kann man auch dadurch, dass man alse erster eine Karte feige ausspielt und dadurch versucht, anschliessend die mutige Aktion einer anderen Karte sicher zu haben. Mit Hexe und Druide kann man auch immer gut kombinieren.
    Es gibt also schon die Möglichkeit vorauszuplanen.
    Natürlich können die Pläne leichter durchkreuzt werden, weil man nicht so viele Optionen hat um an Siegpunkte zu gelangen, wie z.B. bei Mombasa.

    Für mich ist es aber nicht ein "Kennerspiel des Jahres". Ich finde in dieses Spiel könnten auch "wenig Spieler" schnell einsteigen und problemlos mitspielen.
    Wolfgang hat Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015 klassifiziert. (ansehen)
    • Axel B., Marina B. und 2 weitere mögen das.
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    • Wolfgang A.
      Wolfgang A.: Dann will ich auch nicht mehr meckern. ;)
      30.03.2016-08:45:02
    • Dennis P.
      Dennis P.: Man sollte unabhängig von irgendeiner Jury ein Spiel selbst kategorisieren.
      Broom Service ist weder ein Familienspiel noch ein Kennerspiel.
      Für... weiterlesen
      07.12.2016-13:27:20
  • Helga H. schrieb am 26.02.2016:
    Auf einem Spielbrett bringen die Spieler mittels zwei kleinen Hexenfiguren Tränke zu Türmen und erhalten dafür Siegpunkte.
    Nun... das wars !?

    Ihr merkt's, bei uns kam's nicht wirklich an.
    Wir hatten schon Probleme, Spielrunden zusammenzustellen:
    "Wollen wir das mal?" - "Ach, nein" "lieber nicht" "habt ihr eins von Splotter dabei?"

    Das Spiel war sehr enttäuschend. Während wir uns die Karten noch bei Glasstraße ganz gerne zusammensuchen und dabei zum Brett des anderen blinzeln, welche er wohl wählen wird, um glücklich eine Karte mit zwei Aktionen auszuspielen ("Ich bin der mutige Teichbauer, ich darf nicht nur einen Teich bauen, sondern erhalte pro Teich auch Sand"), misslingen die Möglichkeiten bei BS. In Broom Service fliegen die Hexen nur weiter und bringen Tränke. Sie brauchen weder Ingredienzen, um Tränke herzustellen, noch gibt es Gebäude, die dem ganzen Spiel etwas Schwung bringen. Sie dürfen ein paar Wolken wegzaubern, die ebenfalls SP bringen. Und da sind noch ein paar Ereignisse, die jede Runde aufgedeckt werden. Ein paar Amulette liegen herum (...toll...).

    Fazit:
    + zwei Spielplanseiten
    + Abwechslung durch Wolken, Ereigniskarten, (Hügel-/Wald-/Berg) Plättchen
    - zuwenig Abwechslung/Möglichkeiten für Vielspieler
    - glückslastiges Stichspiel

    Laut Packungsangaben "gut für 2-Spieler": was also ändert sich bei weniger Spieler?
    Es liegen pro Runde von einer nicht mitspielenden Farbe "verwunschene Rollen" aus. Wer eine derartige Karte wählt, verliert 3 SP.
    Ich habe in den Runden mehrmals absichtlich eine dieser Rollen gewählt und -gewonnen- (wie häufig). Nun warum? Weil ich bei den Karten die einzige war, und "mutig" alles erhielt, was ich wollte. Ob das Spiel deswegen zu zweit besser ist, vermag ich nicht zu beurteilen.
    Helga hat Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015 klassifiziert. (ansehen)
  • sascha Z. schrieb am 10.01.2016:
    Also Broom Service ist in erster Linie ein Spiel welches sehr vom Glück abhängig ist, aber auch gute Strategische züge beinhaltet. In kleineren Gruppen werden durch ,,die verwunschenen Rollen" Interessante Varianten eingefügt, die das Ausspielen der Karten nochmals spannender macht und so den Strategischen Faktor erhöht!

    Der Karten Mechanismus und die damit verbundende Wahl von Mutiger oder Feiger Aktion die man pro Karte zur Auswahl hat machen das Spiel durchaus Spannend. Dazu gibt das Spielbrett zudem mehrere Strategische Variationen vor.

    Das Spiel ist sehr verständlich und selbst für Einsteiger schnell zu erlernen und gut zu spielen!

    Außerdem bieten die Erweiterungsmodule auf der Spielplan Rückseite, weitere spannende Möglichkeiten und Varianten die Abwechslung in den Spielablauf bringen, um so einen langen Wiederspielreiz zu erhalten!


    Von mir eine klare Empfehlung zum Kauf, wer gleichermaßen Glück wie Strategie vereint in einem Spiel haben möchte, wird mit Broom Service nicht enttäuscht werden. Selbst die Spieleranzahl macht keinen Unterschied, das Kennerspiel des Jahres 2015 bietet mehrere Varianten an, welche sowohl als 2 Spieler, als auch in größeren Gruppen gleichbleibend spannend zu spielen sind!
    sascha hat Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015 klassifiziert. (ansehen)
  • Georgios P. schrieb am 08.04.2015:
    Wer die Launenhaftigkeit der Würfel bei Siedler von Catan schon immer für den wahren Spaßmotor gehalten hat, der wird mit Broom Service seine wahre Freude haben. Hier kann man - wie schon lange nicht mehr - planen, taktieren und strategisch tüfteln, nur um durch die Kartenwahl der Mitspieler alles über den Haufen werfen zu müssen. Man stelle sich ein Robo Rally vor bei dem die Reihenfolge der programmierten Bewegungen zufällig (bzw. vom Kartenspiel der anderen Spieler abhängig) bestimmt wird. Wer bei dieser Vorstellung in lautes Gelächer verfällt, dem empfehle ich meine Punktewertung mindestens zu verdoppeln.

    Der Aufhänger des Spiels, eine Art magischen Lieferdienst zu spielen und durch geschicktes Kartenspiel, neue Orte zu erreichen und mit Tränken zu beliefern, sowie durch andere Karten neue Tränke zum Ausliefern zu erhalten, hat durchaus etwas sehr ansprechendes an sich. Auch die unterschiedlichen Spielweisen je Karte laden dazu ein sorgfältig abzuwägen, welche Karte man in seine Hand "draften" möchte und wie man eine Karte ausspielen will, wenn man bedienen muss. Man sollte hier auch nicht zu unvorsichtig sein, denn sonst werden einem schnell mal Karten aus der Hand gezogen, die wirkungslos verpuffen.

    Dummerweise führt das jedoch auch dazu, dass der Kern des Spiel (das einem Stichspiel nicht unähnlich ist), sich spürbar in die Länge zieht und mit den schnellen Wendungen und Überraschungen eines Stichspiels nicht mehr konkurrieren kann.

    Sicherlich ist es möglich, dass dieses Zufallsmoment des Spiels mit ausreichend Erfahrung und Kenntnis der gängigen Strategien mit der Zeit zu bändigen ist. Deshalb nur 2 von 6 Punkten zu geben, ist da vielleicht willkürlich und ungerecht. Aber das ist Broom Service auch.
    Georgios hat Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015 klassifiziert. (ansehen)
  • Silke R. schrieb am 06.02.2017:
    Broom-service ist ein schönes Spiel, wobei das Spiel, das gerade den Preis für das Kennerspiel des Jahres erhalten hat, es nur für den einfacheren Modus bekommen hat.

    Dieser hat einfachere Regeln, die es für Gelegenheitsspieler attraktiv machen, für Vielspieler ist das Spiel mit den angebotenen Zusatzkarten und -Plättchen deutlich attraktiver.

    Grundsätzlich gilt: es gibt verschiedene Handkarten: drei Hexen für die unterschiedlichen Gebiete (Wald, Ebene und Hügel), drei Druiden (wie Hexen), drei Sammler (Kräuter, Blut und Gift), eine Wolkenfee (vertreibt Wolken und sammelt Blitze) und Gehilfen. Auch hier gilt: wer die meisten Siegpunkte sammelt, gewinnt. Siegpunkte holen die Hexen, indem sie Zaubertränke an die Burgen verkaufen. Je nach Gebiet und Güte der Zaubertränke erhält man Siegpunkte und Belohnungen. Die Zaubertränke müssen aber erst gebraut werden, daher müssen regelmäßig die Sammler losgeschickt werden. Druiden und Hexen dürfen nur dann gespielt werden, wenn man die dazu passenden Karten ausspielen kann, für eine Waldhexe benötigt man eine Waldkarte, wenn sie im Wald steht. Klingt einfach? Ja und nein, denn man muß sich vor Spielrundenstart für fünf Karten entscheiden. Nicht so schlimm? Wenn da nur die Mitspieler nicht wären... Der Startspieler spielt den Kräutersammler. Er kann sagen: "Ich bin der mutige Kräutersammler...) jetzt sehen die Mitspieler in ihre Handkarten. Sobald jemand ebenfalls den Kräutersammler hat, muß er diesen Spielen. Entweder spielt er ebenfalls den mutigen, dann geht der frühere Sammler leer aus. Oder er wählt die zweite Option:" Ich bin der feige Kräutersammler... ". Dann bleibt der erste mutige Sammler derjenige, der am meisten abkassiert, aber der feige erhält ebenfalls etwas. So geht es solange, bis jeder seine Handkarten ausgespielt hat. Derjenige, der eine mutige Handkarten gespielt hat, wird der nächste Startspieler. Die Wetterfee vertreibt Wolken und sammelt Blitze. Wer die meisten Blitze hat, bekommt Siegpunkte, allerdings muß man pro Blitz auf der Wolke Zauberstäbe abgeben. Diese kann man entweder als Belohnung bei der Zaubertrankabgabe an einigen Burgen erhalten, oder von Gehilfen anfertigen lassen.

    Bei den Zusatzkarten oder -Chips warten noch Zusatzaufgaben auf die Spieler. Diese machen das Spiel noch dynamischer, weil es durchaus passieren kann, daß man mit den Zusatzaufgaben die Punkte zusammen bekommt, die dann das Spiel entscheiden. Zum Beispiel, muß man sämtliche eigene Wappen sammeln, die jedoch arid dem Spielbrett verstreut liegen. Wenn Wolken über Seen und Flüsse liegen, können diese nicht überflogen werden. Gebiete, auf denen eine Hexe oder Druide der gleichen Art (= Waldwege) steht, sind versperrt. In der Zwischenzeit gewinnt vielleicht ein anderer und die Blockade ist Absicht...

    Ereigniskarten geben noch eine weitere Dynamik: mal Genen Karten Punkte, wenn sich die Hügelhexen sich in den Hügeln befinden oder im Wald, während sie in den Ebenen Punkte verlieren. Andere geben Minuspunkte, wenn z.B. Karten von entsprechenden Hexen, Sammler oder Druiden gespielt werden.

    Broomservice ist ein gut umgesetztes Brettspiel, dessen Vorläufer das Kartenspiel Wie verhext! ist.
  • Dennis P. schrieb am 20.11.2016:
    Broom Service ***

    ( * = Simplespiel, ** = Familienspiel, *** = gehobenes Familienspiel,
    **** = Kennerspiel, ***** = Expertenspiel)


    Topspiel! Wie ist der Spielepreis Kennerspiel des Jahres zu bewerten? Broom Service, welches diesen Preis 2015 gewonnen hatte, ist für mich eher ein gehobenes Familienspiel.

    Ein gelegentlicher Glücksfaktor und das weniger komplexe Spielsystem sorgen für einen nicht allzu schweren Einstieg in das Spiel. Was ich an diesem Spiel definitiv hervorheben möchte ist der spezielle Kartenmechanismus.
    Man kann sich entscheiden ob eine Aktion (durch 4 verschiedene Karten pro Runde) entweder "feige" oder "mutig" ausgeführt werden kann. Der Clou ist, dass bei "feige" die Aktion gelingt, bei "mutig" die Aktion zwar stärker ist, aber falls ein nachfolgender Spieler diese auch "mutig" spielt, die eigene "mutige" Aktion keine Wirkung zeigt. Das vorweg ist für mich unheimlich reizvoll, da man nur mit diesen Aktionen seine beiden Spielfiguren (Hexen) auf dem Spielfeld fortbewegen bzw. Aktionen mit diesen ausführen kann.

    Beobachtungsgabe ist also gefragt. Die Mitspieler wählen genau wie man selbst 4 von 10 identischen Aktionskarten aus. Durch die verschiedenen Positionen der Gegner auf dem Spielplan lässt sich in etwa einschätzen welche Aktionen sie planen. Dieser simple Ablauf ist einfach erlernt, über verschiedene Spielsituationen kann dadurch ein sehr spannender unberechenbarer Spielfluss entstehen mit einen nicht zu verachtenden lustigen Ärgerfaktor.
    Einige Varianten die das Spiel noch taktisch ansprechender machen sind ebenfalls im Spiel erhalten. Das Material ist sehr wertig und schön.
    Einmal verstanden kann man es öfter ohne erneute lange Regelerklärung wiederspielen.


    Im Großen und Ganzen ein sehr sehr rundes Spiel, habe kein vergleichbares Spiel bisher gespielt, außerdem hat es mich vom ersten Spiel an, was wenige zuvor geschafft haben, sofort gepackt.
    Zu weit spielt es sich noch ein wenig anders, aber durchaus genauso stark, eben anders. Es ist immer die Frage was man von einen Spiel erwartet. Das Cover lässt auf ein Kinderspiel schließen, die Auszeichnung Kennerspiel des Jahres wohl eher auf ein strategisch komplexeres Spiel.
    Broom Service ist aber weder das eine noch das andere. Es ist ein Spiel dass durch seine Einfachheit der Regeln, die verschiedenen Varianten durch Spielplan und seinen Aktionsmöglichkeiten, seinen spannenden Kartenmechanismus, und die immer wieder unterschiedlichen Wendungen die dadurch resultieren.
    Persönlich habe ich auch gern Kontrolle wenn ich Aktionen ausführe, aber das Bluffen und das Abwägen der Gegnerstrategien haben für mich auch was mit Können zutun, somit ist es nicht pures Glück wenn man dadurch erfolgreich ist.

    6 Würfelpunke bekommen nur Spiele mit ausgezeichneten Wiederspielreiz, bei Broom Service gibt es zwar immer dieselben Aktionskarten, der Ablauf ist aber immer verschieden und jedes Mal spannend aufs Neue. Hoher Spielspaß. Höchstwertung.
    Dennis hat Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015 klassifiziert. (ansehen)
  • Christian K. schrieb am 24.10.2015:
    Broom Service verführt uns in die Welt von Hexen, Druiden und Sammlern. Der Spielmechanismus ist in den anderen Rezensionen bereits hinreichend beschrieben worden. Eine Besonderheit dieses Spiels ist die Kombination von Brett- und Kartenspiel. Dabei wähle ich aus meinem Kartendeck (zehn Karten) vorab vier aus, mit denen ich dann Aktionen der Figuren steuere. Dabei gelten dann klassische Kartenregeln, z. B. Bedienen und Trumpfen.
    Die Gestaltung des Spiels ist gelungen, jedoch ist das Spielmaterial etwas einfach geraten; z. B. könnten die Zauberstäbe gerne etwas größer oder gar aus Holz oder Kunststoff sein. Die Spielkarten wirken auch etwas einfach.
    Gut ist, dass das Spiel in einer Grundversion und einer erweiterten Fassung gespielt werden kann.
    Warum ich nur vier Punkte vergebe? Das Spiel wirkt etwas überladen, was die Regeln betrifft. Es entsteht der Eindruck, dass eine Unwucht oder Ungerechtigkeit im Spiel immer wieder mit einer weiteren Regel ausgeglichen werden soll. Das wirkt insgesamt nicht stimmig und harmonisch.
    Christian hat Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015 klassifiziert. (ansehen)
  • Christian E. schrieb am 26.02.2018:
    Auch wenn wir das Spiel bisher noch nicht mit in den Erweiterungsmodulen gespielt haben, kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum dieses ohne Zweifel elegante und interessante Familienspiel nun ein Kinderspiel sein soll. Jedenfalls in das Grundspiel hatte unsere 6-Jähriger nach 3 Minuten Erklärung verstanden und kompetent mitgespielt. Für 2 Personen finde ich das Spiel eher uninteressant; ab 3 Spielern wird es lustig und ich denke, dass es mit noch mehr Mitspielern noch interessanter werden dürfte.
    Christian hat Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015 klassifiziert. (ansehen)
  • Marcus K. schrieb am 05.11.2015:
    Worum geht es?
    Auch Hexen und Zauberer müssen irgendwo ihre Zutaten für Ihre bösen oder guten Machenschaften herbekommen und nicht immer hat man Zeit in den Wald zu gehen und sich alle nötigen Kräuter zu pflücken. Zum Glück gibt es da die fleißigen Lieferhexen, die einem die Zutaten direkt bis in den heimischen Turm fliegen. Und da kommen wir in’s Spiel.

    Wie wird gespielt?
    Wir versuchen im Spiel also mit unseren 2 Hexenfiguren und unseren 10 Handkarten auf dem bunten Spielplan Tränke einzusammeln und diese lukrativ bei Türmen abzuliefern. Dazu haben wir einen Spielplan, der unterschiedliche Landgebiete darstellt, auf denen sich unsere 2 Figuren bewegen können.
    Das geschieht in 7 Runden, in denen jeder versucht schlußendlich die meisten Siegpunkte zu ergattern. Zu Beginn einer Runde wird ein Ereignis aufgedeckt, das für jede Runde noch eine Besonderheit beinhaltet. Nun sucht sich jeder Spieler 4 seiner Handkarten aus um diese dann, wie bei einem Stichspiel, auszuspielen. D.h. wird eine bestimmte Rolle (auf der Handkarte) ausgespielt, müssen alle nachkommenden Spieler, die unter ihren 4 ausgesuchten Karten ebenfalls diese Rolle haben, diese nun „bedienen“, also auch ausspielen. Als Besonderheit sei gesagt, dass man die Karte auf 2 unterschiedliche Weisen ausspielen kann, „Mutig“ oder „Feige“. Derjenige der eine Karte zuletzt mutig ausgespielt hat, darf die mutige Aktion ausführen, alle anderen die vorher diese Aktion mutig gespielt haben, gehen in dieser Runde leer aus. Spielt man eine Rollenkarte feige aus, darf man diese Aktion sofort ausführen. Aber dazu schauen wir uns die Karten genauer an: So gibt es 3 Arten von „Sammlern“, die uns Tränke und Zauberstäbe besorgen, dabei gilt, das bei „mutig“ mehr gesammelt wird, als bei feige. Aber auch 4 Hexen sind dabei, die uns erlauben die Spielfigur zu bewegen (feige) und als mutige Karte gespielt sogar noch einen Trank an einen Turm zu liefern. Eine weitere Hexe hat sich da eher auf das Wetter spezialisiert, die macht sich dann gerne daran und befreit blokierte Felder von ihren Wolken, wodurch man natürlich auch Siegpunkte bekommt. Oder man spielt einen der beiden Druiden aus, die auf unterschiedlichen Landfeldertypen Tränke ausliefern können und, wenn mutig gespielt, dazu noch Bonuspunkte bekommen.
    Wer dann nach 7 Runden die meisten Punkte auf der Zählleiste hat, gewinnt. Es befinden sich noch 4 Module direkt mit im Spielkarton, um das Spiel noch „interessanter“ zu gestalten, so kommen weitere Plättchen auf den Plan, die z.B. Sonderaktionen erlauben oder das Wegzaubern von Wolken etwas schwerer machen.
    Ein paar Feinheiten enthalte ich euch vor, aber so habt ihr zumindest einen Überblick was man denn da so „spielt“ bei Broom Service.

    Das Material
    Das Spielmaterial kommt in einem nicht kleinen Spielkarton daher, ungefähr die Größe eines „Burgen von Burgund“ aus dem gleichen Verlag.
    Was direkt auffällt, wenn man ihn öffnet….der Spielplan ist kleiner, als es der Karton erlauben würde und auch das restliche Spielmaterial verliert sich etwas in der Größe des Kartons. Da hätte man locker ein paar Bäume weiterleben lassen können und den Karton größentechnisch anpassen können…
    Die Tränke und Hexenfiguren sind aus Holz und gehen für mich so wie sie sind in Ordnung. Auch die Karten haben eine angenehme Größe und haben bei uns auch schon einige Spielrunden überlebt, sind so also auch von guter Qualität. Der doppelseitige Spielplan, sehr bunt durch die unterschiedlichen Geländefelder, Türme und was sonst noch so draufgedruckt ist, hat in meinen Augen eine angenehme Größe…(wie, ich hab mich doch eben über die Größe beschwert? Ja, die Größe des Spielkarton, den hätte man anpassen können)…da man ja vor sich auch noch Karten ausliegen hat, Tränke und Zauberstäbe lagert, kann man auch mit voller Besetzung angenehm an einem „kleinen“ Tisch sitzen, trotzdem leidet dadurch ein wenig die Übersichtlichkeit. Für mich aber verschmerzbar, geht für mich also so in Ordnung.
    Die Spielregel ist gut geschrieben und verdeutlicht die Regeln sehr gut und verständlich, da gibt es nichts zu meckern.

    Meine Meinung?
    Zuerst einmal sei gesagt, dass ich durch das bunte Äußere, sei es die Gestaltung des Kartons oder das Szenenbild auf der Kartonrückseite, im Geschäft sicherlich schnurstracks an diesem Spiel vorbeigegangen wäre. Und dann dieser Titel: „Broom (gut das heißt Besen) Service“…ah, das soll bestimmt ein Wortwitz sein (mit dem englischen „Room Service“…)…aaahhhh, naja, trifft nicht so meinen Geschmack, ich hätte aber auch keinen besseren deutschen Titel parat, daher geht der Titel für mich so auch in Ordnung.
    Hat man es dann aber einmal auf dem Tisch und auch gespielt, ändert sich die Meinung. 2015 zum Kennerspiel des Jahres gekürt, aus dem Hause alea, dem Vielspielerverlag von Ravensburger, der über die Jahre wirklich schon einige Vielspielerperlen auf den Markt gebracht hat, erwartet man ja schonmal was. Und dann kommt da sowas, das aussieht wie ein Kinderspiel….oder….sagen wir zumindest Familienspiel….und soll ich euch was sagen: In der Variante ohne zusätzliche Module kann man sich sogar mal mit Familienspielern (die aber schon gerne und viel spielen) dransetzen und Broom Service somit als Bindeglied der Viel- mit den Familienspieler oder Gernespieler sehen. Ob Broom Service den Geschmack jedes Vielspielers trifft, denke ich nicht. Ist es doch ein Problem, das eine gewählte Rundenplanung durch nur eine Karte des Gegner komplett zunichte gemacht werden kann. Aber das macht für mich den Reiz des Spieles aus. Ich muss die Gegner und deren Position auf dem Plan genau beobachten, mir überlegen, was sie tun wollen, und mir dann selber einen Plan für meinen Zug parat legen. Dazu wähle ich dann die Rollenkarten aus, und auch den Plan, sie mutig oder feige auszuspielen. Aber, Gegner können einen durchaus sehr überraschen und einem dennoch die Karte die man gerne als letztes gespielt hätte, schon früher aus der Hand locken.
    Interessant ist, das sich das Spiel je nach Besetzung ganz anders spielt. Bei 2 Personen (und man kann es zu zweit sehr gut spielen) kann man Rollen oft mutig spielen, was sich durch höhere Siegpunktständen bei Spielende darstellt, wobei die Konkurrenz bei mehr Mitspielern einen vorsichtiger agieren lässt. Ich mag es in allen Konstellationen.
    Wie zu Beginn dieses Abschnittes schon gesagt, ich hätte es mir wahrscheinlich nicht gekauft, hatte aber das Glück, durch eine Facebook-Aktion von Ravensburger ein Rezensionsexemplar zu „gewinnen“ und sage danke, sonst hätte ich Broom Service sicher verpasst. Ah, ich kann schon hören, das einige nun meinen, das meine durch durchweg positive Rezension daher kommt, das ich das Spiel somit ja nicht zahlen musste… denen sei gesagt: Wir haben viele Spiele zu Hause und jedes dieser Spiele habe ich gezahlt, daher weiß ich, welche Belastung ein Spielekauf einem Konto zufügen kann. Und mit diesen Gesichtspunkten habe ich mir das Spiel auch angeschaut und bewertet.

    Mein Fazit?
    Broom Service ist ein ordentliches Spiel, das den Spagat zwischen Gelegenheitsspieler/Gernespieler und Vielspieler schlägt, aber auch in einer reinen Vielspielerrunde gefallen kann und mit allen Modulen gespielt, diesen auch Genügend zum Grübeln gibt. Das Material ist ordentlich, der Karton jedoch zu groß, da hätte ich eine kleinere Variante besser gefunden. Das Spiel gefällt mir in allen Besetzungen gut und (für viele, wie auch mich, wichtig zu wissen) lässt sich mit 2 Personen hervorragend spielen.
    Ich weiß nicht, ob ich es mir zum Vollpreis kaufen würde, aber für 20-25 Euro gefällt es mir dann doch genug und hat definitiv einen Platz im Spieleregal verdient.
    Das Wegschnappen von Rollen und somit eventuell komplette Zerstören einer Rundenplanung des Mitspielers kann bei einigen Personen bitter aufstoßen und ist nicht jedermanns Geschmack, ich jedoch mag den Interaktionsanteil in dem Spiel und ich kann mich tierisch aufregen und verlieren kann ich sowieso nicht . Das Thema finde ich passend und es macht Spaß mit seinen Hexen über den Plan zu flitzen und Tränke an bedürftige Türme zu liefern. Es ist sicherlich nicht mein neues Lieblingsspiel, ich werde es aber jederzeit mitspielen wenn es vorgeschlagen wird und gelegentlich auch mal selber rauskramen.

    Von mir gibt es 4 von 6 Punkte
    Marcus hat Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015 klassifiziert. (ansehen)
  • Mirko J. schrieb am 31.05.2015:
    Vorsicht!!
    Wer das Spiel "Wie verhext" mag und glaubt hier hätte er das gleiche Spielprinzip mit großem Brett und noch mehr vielen schönen taktischen Möglichkeiten, der wird, so wie ich, schwer enttäuscht sein.
    Es fängt schon mit einem völlig unübersichtlichen Spielbrett an auf dem man sich selbst nach einer Stunde noch nicht gewöhnt hat. (Welche Gebiete aneinandergrenzen)
    Und wer glaubt, er könne seine Züge planen (wir sprechen hier von einem Spiel, was auf der Kennerspielliste steht, dann muss er das Spiel zu zweit spielen.
    Sonst geht es nämlich nicht.
    Ich spiele Kennerspiele aber lieber im Kreis von 4-5 Leuten und da läßt sich Broom Service nur schwer ertragen.
    Unverständlich wieso dieses Spiel auf der Liste gelandet ist, neben herausragenden Spielen wie Orleans oder Marco Polo.

    Mirko hat Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015 klassifiziert. (ansehen)
    • Dagmar S., Heike K. und 2 weitere mögen das.
    • Jörg L., Heiko G. und noch jemand mögen das nicht.
    • Einloggen zum mitmachen!
    • Steffen W.
      Steffen W.: Marco Polo ist leider nicht nominiert
      31.05.2015-23:05:29
    • Markus S.
      Markus S.: Bei Broom Service kann man seine Züge genauso gut oder schlecht vorausplanen wie bei Wie Verhext: Nämlich nur so gut wie man seine Mitspieler... weiterlesen
      03.06.2015-10:08:33
    • Stylianos K.
      Stylianos K.: Also wenn kennerspiel vom einstieg anspruchvoller heißen soll (=komlexe spielregeln) dann ist was verkehrt. Nur komplex sein ohne Grund soll ja... weiterlesen
      10.07.2015-19:34:41
  • Detlef S. schrieb am 17.06.2018:
    Die Wahl zum "Kennerspiel des Jahres" war sicher ein Segen für Verlag und Autoren, aber sicher nicht für die Spielergemeinde, weswegen das Spiel im Kreis der Spielefans oft für Bauchgrimmen gesorgt hat. Um die Details haben sich schon viele andere Rezensenten gekümmert, daher will ich hier eher auf die Problmatik des Spiels eingehen.

    Broom Service ist im Kern ein Bluff- und Pokerspiel. Es geht darum abzuschätzen, ob die Mitspieler die von mir selbst favorisierte Aktion wohl auch wählen wollen. Wenn ja, dann wähle ich die "sichere" Variante des Spiels, die mich auf jeden Fall etwas voranbringt. Wenn nein, dann kann ich die riskante Variante wählen, die mir mehr bringt, bei der ich aber auch ganz leer ausgehen kann, wenn die Mitspieler doch ebenfalls meine Aktion wählen (im Detail ist es doch etwas komplizierter, aber ich will hier ja beim Wesentlichen bleiben).

    Schätze ich die Aktionen der Mitspieler gut ein, dann kann ich meine Aktionen entsprechend so wählen, dass ich immer möglichst viel vorankomme. Natürlich versuchen meine Mitspieler mich ebenfalls einzuschätzen, was dann wieder in ihre Auswahl einfließt und von mir berücksichtigt werden muss.

    Und hier liegt die Krux: Ich weiß, dass Du weißt, dass ich weiß... führt letztlich dazu, dass niemand etwas weiß. Nur wenn man nach ein oder zwei "Iterationen" Schluss macht und dann seine Entscheidung wählt, funktioniert. Oder man halt direkt aus dem Bauch spielt. In dem Bereich funktioniert das Spiel sehr schön, ist angereichert mit diversen kleineren Details, einer "verschärften" Variante mit noch mehr Details, einem niedlichen Thema und bunter Grafik. Sozusagen ein Klischee-Spiel der leichten Unterhaltung.

    Gerne wird als "Kennerspiel" jedoch als "Planspiel" interpretiert, zumindes von vielen Hardcore-Spielern. Und das ist Broom-Service nicht, deswegen hat es sicher viele Spieler enttäuscht, vor allem solche, die so viel und gerne Spielen, dass sie sich auch die Mühe machen, Rezensionen zu schreiben.

    Dabei wird gerne vergessen, dass die Jury "spiel des Jahres" recht klare Vorgaben hat, was ein Preisverdächtiges Spiel ist, und dazu gehört - egal in welcher Variante - immer das Potzenzial, das Kulturgut Spiel auch Otto-Normal-Verbraucher schmackhaft zu machen. Auch wenn in der tatsächlichen Auswahl die Jury jährlich enormen Stimmungsschwankungen zu unterliegen scheint, an der Spiebarkeit für Noch-Nicht-spieler halten sie eigentlich immer ganz gut.

    FAZIT:
    Broom-Service ist ein Bluff- und Pokerspiel auf dem Brette. Haben meine Mitspieler noch die Karten auf der Hand, mir dazwischenzufunken oder eventuell schlicht kein Interesse an meiner Aktion? Setze ich alles auf eine Karte, und riskiere, leer auszugehen? Oder bin ich vorsichtig und bekomme auf jeden Fall ein bisschen? Das funktioniert ganz gut, aber man muss Freude daran haben, Risiken einzugehen und auch mal scheitern zu können.
    Wer ein durchplanbares Spiel sucht, der ist bei Broom-Service falsch.

    P.S.: Zu welchen Gebieten die Türme auf dem Spielplan gehören, hätte wohl wirklich besser gelöst werden können, aber gerade wenn man sich bewusst macht, dass der Turm mit der Basis und nicht mit der Spitze in einem Gebiet steht, gibt es da eigentlich keine großen Unklarheiten.
    Detlef hat Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015 klassifiziert. (ansehen)
  • Ambros T. schrieb am 17.06.2016:
    Ich finde das Spiel insgesamt etwas unübersichtlich und unnötig verkompliziert. Durch den sehr eigenwilligen Interaktionsmechanismus wird jede Planung zunichte gemacht. Aber während z.B. bei Colt-Express durch die Interaktion viel Spaß entsteht, entstand in unserer Spielrunde bei Broom-Service eher Frust: "Jetzt bin ich gezwungen diese Karte zu spielen, obwohl ich nichts damit anfangen kann." "Ich kann hier nicht spielen, sondern werde gespielt."
    Ambros hat Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015 klassifiziert. (ansehen)
  • Torsten F. schrieb am 19.06.2016:

    1. Einstiegslevel: 04/10
    2. Maximale Spieldauer: 60 Min.
    3. Verarbeitung des Themas: 70%
    4. Variabler Spielablauf: 70%
    5. Glück/Taktik/Interaktion: 40/30/30
    6. Grafik + Spielmaterial: 60%
    7. Spielspaß/Wiederspielreiz: 50%

    Das Spiel hinterlässt bei mir mehrere Fragen: Wo ist der Kennerspielfaktor? Wer interessiert sich für das Ausliefern von Zaubertränken? Wie kann so ein Spiel Spaß machen? Antwort: Nirgends - niemand - gar nicht. Gewiss ist der Kartenmechanismus kreativ und neu. Da kommt noch ein Funken Spannung auf. Aber ansonsten plätschert das Spiel so vor sich hin und keiner weiß eigentlich so recht wohin. Man hätte ein nettes Kinderspiel daraus machen können, aber noch nicht einmal das hat man hingekriegt. Schade.
    Torsten hat Broom Service - Kennerspiel des Jahres 2015 klassifiziert. (ansehen)

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