Für die Funktion unseres Onlineshops sind Cookies unerlässlich (z.B. für die Warenkorbfunktion) und werden daher automatisch gesetzt. Zusätzlich möchten wir mit Ihrer Erlaubnis aber gern auch das 'Facebook-Pixel' von Facebook für statistische Zwecke verwenden. Dadurch können wir mit Hilfe eines Cookies feststellen, wie unsere Marketingmaßnahmen auf Facebook wirken und diese ggf. verbessern. Über Ihr Einverständnis hiermit würden wir uns sehr freuen. Informationen zum 'Facebook-Pixel', zu Cookies und dem Ihnen zustehenden Widerspruchsrecht erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. akzeptieren ablehnen
Eine eigene Bewertung für Arler Erde schreiben.
  • Tom G. schrieb am 18.03.2016:
    Uwe Rosenberg ist ja nicht bekannt dafür, sparsam mit Spielmaterial umzugehen, und diesem Grundsatz bleibt er auch in Arler Erde treu. Wer das Spiel auf die Waage legt, wird etwas über 2 Kilo als Ergebnis bekommen. 2 Kilo voller Tiere, Bekleidungsmarken, Fuhrwerken und Spielbrettern. Doch was bekommt der Spieler dafür?

    Die Spielgeschichte:

    Wir spielen in den kargen Landschaften Ostfrieslands, irgendwann vor der großen Zeit der Industrialisierung. Das Wasser mit seinen sumpfigen Mooren, das Leben im Einklang mit Jahreszeiten, die Produktion von landwirtschaftlichen Gütern und die Verarbeitung von textilen Rohstoffen prägen den Alltag. Aufgabe der Spieler ist es in den Monaten Juni bis November (Sommer/Herbst) sowie Dezember bis Mai (Winter/Frühling) seine Familie und den Hof mit seinen Tieren zu ernähren, Moore trocken zu legen, den Hof zu erweitern und mit Waren/Textilien Handel in die Städte Ostfrieslands zu betreiben. Gespielt wird in 9 Halbjahren, und in jedem Halbjahr gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, seinen Hof zu erweitern oder für Ernährung zu sorgen.


    Meine Wertung:

    Material, Design und Verpackung: 6 Punkte

    Das Material ist – wie von Feuerland und Uwe Rosenberg gewohnt – von sehr hoher Qualität. Die Materialschlacht ist für ein 2 Personenspiel schon fast episch. Wir spielen Arler Erde immer Sonntagmorgens zum Frühstück und es dauert schon 10 Minuten alles aufzubauen. Auch sollte man ausreichend Platz einplanen, da jeder Spieler – neben dem schmalen, aber langem – Spielbrett noch 2 eigene Tableaus hat, und ein weiteres Tableau für die Waren und Fuhrwerke aufgebaut wird. Das Design, die Spielgeschichte und die Betonung auf ein autobiographisches Spiel kommen sehr stimmig rüber, und wenn man sich die Mühe macht, die Beilage zur Geschichte Ostfrieslands zu lesen, eröffnet sich ein wunderschönes Spiel in dem nicht Könige und Götter die Hauptrolle spielen, sondern einfache Bauern, die sich in den rauen Landen Ostfrieslands im Einklang mit den Jahreszeiten um das Wohl von Hof und Familie sorgen.

    Die schon erwähnte Beilage zur Geschichte Ostfrieslands, die Aufmachung der Spielregeln, die Materialplättchen, die Tiere, die Spielertableaus und das Spielbrett sind graphisch und inhaltlich sehr schön. Ein Kompliment an Uwe und sein Team für die hervorragende Arbeit. Meiner Meinung nach das optisch schönste Spiel von Uwe Rosenberg. Zu einer entspannten Sonntagmorgens Partie ist Arler Erde perfekt geeignet.


    Spielreiz: 6 Punkte

    Stefan Feld Spiele sind super, ich bin immer für eine Partie offen. Was Stefan Feld aber fehlt ist die Emotion im Spiel (Trajan, Burgen...), der Moment in dem einem das Herz aufgeht und man nach dem Spiel sagt „Hier war `ne Menge Herz im Spiel“. Anders bei Arler Erde: Eine wunderbar abgestimmte Mischung aus Historie, Spiel und authentischem Handeln. Jedes gebaute Gebäude hat seine berechtigte Historie, jeder Entwicklungsschritt ist perfekt aufeinander abgestimmt. Es gibt nicht die eine Siegstrategie und kein eindimensionales Handeln garantiert den Sieg. Trotzdem ist Arler Erde nicht zu kopflastig, es strengt nicht an sondern spielt sich angenehm und leicht. Die vielfältigen Möglichkeiten die sich dem Spieler bieten, verleiten dazu, es sofort noch einmal zu spielen, da man beim nächsten Spiel unbedingt was anderes ausprobieren möchte. Für mich ist der Spielreiz auch nach etlichen dutzend Partien ungebrochen hoch. Die Interaktion mit dem Mitspieler hält sich allerdings in Grenzen, jeder spielt ein wenig vor sich hin. Man sollte jedoch die Spieltaktik des Gegners im Auge behalten und wissen, welche Gebäude als nächstes wohl gebaut werden. Durch das rechtzeitige „Wegschnappen“ eines Gebäudes kann man den Mitspieler ganz schön ärgern, und wenn man die gleiche Strategie spielt, kann es manchmal ganz schön frustrierend werden, im letzten Moment ein entscheidendes Gebäude / eine entscheidende Aktion nicht durchführen zu können, aber grade dann ist der Spielreiz für eine neue Partie noch höher.


    Glücksfaktor: Keiner

    Jeder Spieler hat die gleichen Startvoraussetzungen, es gibt keinen Startspielerbonus, und im Laufe des Spieles besteht durchaus die Möglichkeit seine Strategie dem Gegner anzupassen, oder die Strategie des Mitspielers zu durchschauen und dieser entgegen zu wirken.

    Preis / Leistung: 6

    Ganz klare Kaufempfehlung! Wer gerne friedliche strategische 2er Spiele spielt, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Die Spieldauer ist auf der (großen) Spielschachtel mit 60 Minuten je Spieler angegeben, aber wir spielen Arler Erde mittlerweile in knapp 50 Minuten.

    Meine Wünsche an das Spiel:

    Eine Erweiterung, die nicht planbare Ereignisse mit einbezieht, bspw. könnte Feuerland ein Kartendeck entwickeln, die Ereignisse am Ende einer Jahreszeit auslösen. In Ostfriesland hat es immer wieder Unsicherheiten durch Wetter, kriegslüsternde Wikinger, Krankheiten und ähnliches gegeben. Es sollte nicht all zu schwer sein, hier ein entsprechendes Kartendeck zu erarbeiten. Uwe, falls du das liest: Ich bestell schon mal eins :)
    Tom hat Arler Erde klassifiziert. (ansehen)
  • Lutz W. schrieb am 20.11.2016:
    Ein sehr schönes Strategie- oder Workerplacement-Spiel.
    Hier gilt es ein ausgewogenes Verhältnis der einzelnen Aufgaben zu schaffen. Es genügt nicht, eine der Aufgaben zu perfektionieren und alles Andere zu vernachlässigen.
    Es gilt Moore zu entwässern, Deiche zu verlegen, Vieh zu züchten, Wagen und Kutschen zu "beschaffen", Reisen zu wagen um zu Handeln und Handwerksfähigkeiten zu verbessern. Alles muss im Auge behalten werden. Man bekommt schnell das Gefühl, man hat was vergessen, weil die Zeit knapp ist bzw die Rundenzahl immer höher wird und man nicht mehr genügend Runden zur Verfügung hat um alles zu erledigen, was man vor hat. Und dann kann auch noch der Gegenspieler einen Strich durch die Rechnung machne.
    Lutz hat Arler Erde klassifiziert. (ansehen)
  • Andreas F. schrieb am 26.03.2015:
    Arler Erde ist das neueste Spiel von Uwe Rosenberg zum Thema Landwirtschaft, erschienen 2014 beim Feuerland Verlag. Arler Erde ist für 1-2 Spieler konzipiert, meine folgenden Gedanken beziehen sich allerdings nur auf das reine Solitärspiel.

    In Arler Erde geht es darum innerhalb von 9 Runden, die sich in Sommer- und Winterhalbjahr unterteilen möglichst viele Siegpunkte zu erreichen. Alternativ kann man auch versuchen eine neue Strategie zu entdecken und einfach ein schönes Spielgefühl haben. Um Punkte zu sammeln bietet das Spiel einem viele Möglichkeiten:
    1. Landausbau mit dem verschieben seiner Deiche
    2. Landtrockenlegung und dem gewinnen von Torf
    3. Reisen und damit Waren liefern und Nahrung erhalten
    4. Gebäude errichten
    5. einen Fuhrpark aufbauen
    6. Waren veredeln

    Der Spielaufbau ist immer gleich, variiert dabei aber mit verschiedenen Gebäuden in verschiedenen Bereichen.

    Pro Halbjahr habe ich vier Arbeiter um damit 4 Aktionen aus jeweils 15 verschiedenen Möglichkeiten auszuwählen. Insgesamt gibt es also 30 Aktionsfelder! Der einzige Unterschied zwischen Solospiel und Zweipersonenspiel ist, dass ich hier keine Aktion aus dem anderen Halbjahr nutzen darf. Die Stärke einer Aktion steht dabei in Abhängigkeit zu den Werkgeräten, die ich im Laufe des Spieles nach oben leveln kann. Keine Aktion dabei ist es, mit einem Gebäude mit gelben Pfeil Rohstoffe umzuwandeln und auf Reisen zu gehen.

    Am Ende einer Aktion werden Rohstoffe gesammelt, Tiere vermehren sich, man lehrt seine Fuhrwerke und muss Ernähren und heizen. Diese Schritte variieren zwischen den beiden Halbjahren.

    Nach 9 Runden endet das Spiel und es wird abgerechnet. Rosenberg gibt dabei an, dass ein Ergebnis von 110 Punkten als überragend gilt.

    Ich habe Arler Erde nun innerhalb kurzer Zeit 12 Mal gespielt, dass sollte für den Wiederspielreiz sprechen. Nach anfänglichem rumgedümpel bei 80 Punkten, schaffe ich die 110 Punkte mittlerweile recht leicht, mein Rekord liegt bei 128 Punkten. Und da liegt nun der große Reiz des Spieles für mich, es geht nicht um Punkte, sondern einfach zu schauen, wie sich die unterschiedlichen Wege und Strategien spielen:
    Versuche ich es nur mit einem Fuhrwerk?
    Will ich alle drei roten Gebäude bauen?
    Will ich es über die Tierzucht versuchen?
    Oder doch in die Kleidungsindustrei einsteigen?
    Woher bekomme ich eigentlich viel Nahrung wenn ich gar nicht Reise?
    Mal auf das verbessern der Handwerksgeräte verzichten?
    Will ich mal ein unerreichbares Gebäude bauen, was 10 Flachs zum bauen braucht?
    Oder doch mal viele Felder anlegen?

    Ihr seht: Das Spiel gibt sehr viele Möglichkeiten es zu spielen und man schneidet eigentlich immer gut ab mit den Punkten, ja und wenn nicht, dann weiß man was man das nächste Mal anders machen könnte.

    Vielleicht noch ein paar Worte zur Spieldauer. Ich benötige für eine Partie ungefähr 45 Minuten. Damit liegt Arler Erde gut in der Mitte zwischen Die Glasstraße (ca 25 Minuten) und Le Havre (ca 2 Stunden).

    Insgesamt kann dieses Spiel nur 6 Punkte für Freunde der Solitärspiele erhalten!

    Klare Kaufempfehlung meinerseits.
    Andreas hat Arler Erde klassifiziert. (ansehen)
  • Timo A. schrieb am 09.12.2014:
    Arler Erde - mal wieder ein Bauernhofsiel von Uwe Rosenberg :-)

    Arler Erde fühlt sich an wie ein Best of aus Glasstraße (Gebäude), Ora et Labora (Landgewinnung) und Agricola / Caverna (Workerplacement, Ackerbau und Viehzucht).

    Wirkliche Innovation sucht man in Arler Erde vergebens, aber einige Änderung finden sich dann doch: Neu ist das Element, dass mit der Hilfe von Fuhrwerken Grundprodukte zum Aufwerten geschickt und andere Städte bereist werden können. Neu ist ebenfalls, dass die Stärke einer Aktion vom Entwicklungsstand der Handwerksgeräte und einiger Arbeitsgeräte in der Scheune abhängt. Sehr gelungen finde ich auch die Einteilung in Sommer und Winterhalbjahre, in denen gänzlich andere Aktionen zur Verfügung stehen, die thematisch auch zu den Jahreszeiten passen.

    Verglichen mit Rosenbergs Ernte-Trilogie bietet Arler Erde die meisten Freiheiten und die wenigsten Zwänge. Die Ernährung der eigenen Arbeiter bleibt immer gleich und stellt keine große Herausforderung dar, wichtiger ist es, im Winter die Sachen effektiv zu verarbeiten und zu veredeln, die man im Sommer bereits produziert hat. In den ersten Partien mag man noch ein wenig unentschlossen vor sich hin spielen, aber es macht Spaß, über viele Partien hinweg verschiedene Spielweisen auszuprobieren.

    Das Material ist top und liebevoll gestaltet, die Regel verständlich geschrieben und die Begrenzung auf zwei Spieler hält Downtime und Gesamtlänge des Spiels (2 Stunden) sehr in Grenzen. Interaktion entsteht zwar nur durch die Wegnahme von Aktionsfeldern auf dem Spielplan, aber das Spiel ist so gut gelungen, dass es (mich persönlich) wenig stört. Und selbst wenn ein Aktionsfeld blockiert wird, gibt es zumeist eine oder mehrere sinnvolle Alternativen. An Herausforderungen mangelt es dennoch nicht, denn man hat viel zu erledigen, aber nur vier Aktionen pro Halbjahr zur Verfügung, dazu kommt das Flächenmanagement in der Scheune und auf dem Heimatplan.

    Arler Erde ist komplex, vielschichtig und doch recht flüssig, wenn nicht sogar fast schon fluffig zu spielen. Verglichen mit dem harten Kampf um die Siegpunkte bei Agricola ist Arler Erde das reinste Wohlfühlspiel. Absolut gelungen!

    Timo hat Arler Erde klassifiziert. (ansehen)
  • Achim S. schrieb am 27.11.2014:
    Nachdem Bernd und Pascal diese Spiel wirklich treffend und ausführlich beschrieben haben, brauche ich zum Ablauf und Mechanismus nicht allzu viel erwähnen. Es ist halt ein typischer "Rosenberg", mit Elementen aus den schon bekannten Spielen und doch irgendwie en wenig anders. Auch wenn der Preis für ein Zwei-Personen-Spiel ein wenig abschreckt: Wenn man das Spiel in die Hand nimmt, merkt man schon am Gewicht, das da "was drin" ist. Tolle Holzfiguren mit Aufklebern, jede Menge Plättchen ... für meinen Geschmack schon fast ein wenig zu viel von jedem, aber gut je nachdem wie jemand spielt, kann schon das ein oder andere knapp werden.

    Also zu Bewertung der Reihe nach:
    Das Material ist absolut toll, schön gestaltet und hochwertig! Die Spielregel ist gut lesbar und genial ist das Blatt mit der Kurzspielanleitung, in dem auch die Start-"Aufstellung" beschrieben ist, die ich sonst so oft in der Anleitung suchen muss. Das Spiel selbst bietet vielfältige Möglichkeiten eine Strategie zu entwickeln, um an möglichst viel Punkte zu bekommen. Es hat bis auf die Tatsache, dass einem der Gegner vielleicht das angestrebte Feld belegt, keinen Glücksfaktor. Und genau darin werden sich die Geister scheiden. Das Spiel hat kaum Interaktion, ist ein reines Optimierungsspiel. Ich selbst mag das. Es hat für mich einen gewissen Suchtfaktor, doch immer ein bisschen erfolgreicher zu sein als beim letzten Mal. Irgendwie meint man am Ende auch, man hat noch so viel Platz und Möglichkeiten - man könnte durchaus noch 2 Halbjahre dranhängen. Aber das ist ja durchaus auch machbar.
    Aber wie gesagt, man muss sich dessen bewusst sein, dass es doch immer ähnlich abläuft und nur wenig Zufallskomponenten gibt.
    Was ich auch toll fand, dass Uwe Rosenberg hier die Geschichte seiner Heimat abbildet und das im Beiheft wirklich toll beschrieben ist. Es macht echt Spaß nach 2-3 Partien da zu lesen und die Hintergrundgeschichte zu kennen.

    Mein Fazit: Für einen stolzen aber durchaus gerechtfertigte Preis bekommt ihr hier ein 2-Personen-Optimierungsspiel mit toller Atmosphäre und Suchtpotential.





    Achim hat Arler Erde klassifiziert. (ansehen)
  • Stefan B. schrieb am 17.12.2015:
    Tolles Ein-/Zweispielerspiel mit Tiefgang:

    Kaufentscheidung:

    Da viele Zwei-Spieler-Spiele sich relativ einfach spielen und auch vom Material her meist weniger zu bieten haben, als Mehrspieler-Spiele, habe ich mich für den Kauf von Arler Erde entschieden.

    Unboxing/Material:

    Als das Spiel ankam, war ich wirklich überrascht, denn meine Erwartungen an das Material wurde deutlich übertroffen. Ich war ertmal eine halbe Stunde damit beschäftigt, die Plättchen auszutrennen, die aber wirklich sehr gut gestanzt waren und sich sehr gut aus den Papprahmen lösen ließen. Auch die verchiedenen Spielsteine, wie Tiere oder Marker und die zugehörigen Aufkleber sind toll verarbeitet. Das wäre normalerweise eine 5 Punkte Wertung, aber die 6/6 in dieser Kategorie bekommt das Spiel dann, weil die Spielsteine aus Holz und nicht, wie heute viel zu oft, aus Plastik sind. Holz spielt sich einfach schöner! 6/6 Punkten.

    Künstlerische Gestaltung:

    Was soll man sagen, Arler Erde ist wirklich ein Hingucker! Ich hatte bisher noch kein Rosenberg-Spiel gespielt und kann daher keinen Vergleich zu seinen anderen ebenfalls im Landwirtschaftssektor angesiedelten Spielen ziehen, aber man merkt dem Spiel einfach an, dass da jemand mit viel Erfahrung und Liebe gearbeitet hat.Auch hier wären es eigentlich "nur" 5/6, aber für das beiliegende Infoheft über Arle, das Ostfriesland und verschiedene historische Hintergründe, würde ich am liebsten 5 Bonuspunkte vergeben! Ohne Frage ebenfalls 6/6 Punkten.

    Aufbau (mit Tipps):

    Der Aufbau dauert bei den ersten 2-3 Spielen schon eine Weile, aber bald weiß man sich zu organisieren und ist in unter 10 Minuten damit durch. Wer sich am Anfang vom Spielmaterial erschlagen fühlt, sollte zunächst heraussuchen, welcher Spieler welches Material braucht und das gesamte Material für Spieler Eins mit dem orangen Jahreszeitenmarker in einen Zippbeutel geben. (Den orangen Marker braucht man auch in der Ein-Spieler-Variante, daher ist er mit in dieser Tüte) Für Spieler Zwei verfahren wir genauso, geben allerdings die beiden Leuchttürme noch mit in die Tüte, so hat jeder Spieler am Anfang des Spieles genau das Material, das er braucht und man kann schnell aufbauen. Ein weiterer kleiner Tipp: Wenn der Spielplan nicht wie vorgegeben auf den Tisch passt, kann man sich auch dazu entscheiden, sich nebeneinander zu setzen. Der Spielplan wird so ein wenig mehr in die Breite gezogen und dürfte auf jedem mittelgroßen Esstisch Platz finden. Einen weiteren Vorteil dieses Aufbaus sehe ich darin, dass nun kein Spieler den Spielplan auf dem Kopf lesen muss. Wir verwenden nur noch diese Variante und es ist uns keineswegs unangenehm beim Spielen nebeneinander zu sitzen, da wir das von diversen Koop-Spielen gewohnt sind. Da der aufbau immer mit der Komplexität des Spielmaterials korreliert, hat diese Kategorie keinen Einfluss auf die Wertung. Organisation ist alles.

    Spielerfahrung:

    Zweispielervariante:

    In den ersten Partien mussten wir schon noch oft in die Regeln schauen und das schiere Ausmaß an Möglichkeiten bereitet am Anfang auch noch einiges Kopfzerbrechen. Aber was ssolls, wir haben einfach drauf los gespielt und mit grottenschlechten Punktwerten abgeschnitten. Trotzdem hat uns das Spiel die ganze Zeit über Spaß gemacht und man fühlt sich nie gelangweilt. Kommen einem die neun Halbjahre am Anfang noch sehr lang vor, kann man gegen Ende gar nicht glauben, dass die Zeit schon vorüber ist, da man ja noch so viel zu erledigen hat! Im nächsten Spiel, in dem wir die Regeln nun schon deutlich seltener bemühen mussten, wurden dann auch unsere Punktzahlen besser und scheinen sich nun irgendwo zwischen 95 und 105 Punkten einzupendeln. Wir haben bei Weitem noch nicht jede Strategie ausprobiert und freuen uns immer neue Szenarien zu testen. Auch der Halbjahresmechanismus mit Sommer- und Winterhalbjahren stellt einen schonmal vor Schwierigkeiten und lädt zum Grübeln ein.
    Die Siegpunktauswertung läuft dank des mitgelieferten Auswertungsblockes flüssig und übersichtlich. Viel Interaktion gibt es in diesem Spiel nicht, da man keinen direkten Einfluss auf das Dorf des Gegners der dessen Ressourcen nehmen kann. Die einzige Möglichkeit seinem Gegner (bzw. eher Mitspieler) ein Schnippchen zu schlagen besteht darin, ihm/ihr Arbeiterplätze wegzuschnappen. Diese Möglichkeit kann man schon auch zu seinem Vorteil oder zum Nachteil des Gegenübers einsetzen, nur muss man sich stets entscheiden, ob man jetzt den eigenen Aufbau vorantreibt oder dem Gegner dazwischenfunkt. Ein richtiger Konkurrenzkampf kommt nur dann auf, wenn beide Mitspieler dieselbe Strategie zur Generierung von Siegpunkten verwenden sollten, aber ich will nicht zu viel vorwegnehmen. Alles in allem kann man sagen, dass das Spielgeschehen Geschmackssache ist. Wer auf harten Konkurrenzkampf und die Möglichkeit dem Gegner eins auszuwischen steht, sollte sich für ein anderes Spiel entscheiden (eventuell bringt da ja eine Erweiterung frischen Wind). Wer die etwas ruhigeren Eurogames mit klassischem Worker-Placement steht, der sollte auf jeden Fall zugreifen; das Konfliktpotenzial ist niedrig und die Freude am eigeneen Aufbau ist hoch, auch dann, wenn man mal nicht der Maximalpunktzahl entgegenstrebt und einen neuen Weg ausprobiert.

    Einspielervariante:

    Als jemand, der gerne Solitär spielt und diese meditative Art zu spielen schätzt, muss ich sagen, dass mich die Einspielervariante durch und durch begeistert! Die Variante unterscheidet sich nur unwesentlich vom Zweispieler-Spiel und man kann sich wirklich Stundenlang damit beschäftigen, wenn man will. Ganz ohne Langeweile. Wer also schon ewig nach einem Einspieler-Spiel sucht, das nicht am PC stattfindent, oder das einfach mal ausprobieren will, der sollte UNBEDINGT zuschlagen.

    Das Spiel ist in sich stimmig und erfüllt die Erwartungen. Wer harten Konkurrenzkampf sucht, sollte zu einem anderen Titel greifen, wer sich mit dem Thema identifizieren kann und klassiches Worker-Placement schätzt, kommt hier voll auf seine Kosten. Die Einzelspieler Variante überzeugt und macht dieses Spiel zu einem must-have, da es so etwas analog meines Wissens nach einfach in dieser Komplexität noch nciht gibt. 6/6 Punkten.

    Fazit:

    Arler Erde überzeugt in allen Kategorien und erreicht eine makellose Gesmatwertung von 6.0 Punkten im Durchschnitt. Absolute Kaufemppfehlung.

    Stefan hat Arler Erde klassifiziert. (ansehen)
  • Yannick R. schrieb am 25.05.2015:
    "Kannst du schonmal aufbauen, ich komm' dann in einer Viertelstunde."

    In Arler Erde spielen wir zu zweit oder alleine auf einem ostfriesischen Grundstück. Wir ziehen Flachs und Getreide, erweitern unser Gelände, indem wir Moore entwässern und Torf stechen, oder den Deichbau vorantreiben. Wir kaufen Tiere und lassen sie sich im Stall vermehren und nicht zuletzt bauen wir Gebäude um all das noch besser zu können.
    Achja, Reisen können wir auch. Bei den Reisen veredeln wir Rohstoffe oder wir tauschen alles Mögliche gegen Nährwerte ein, die wir in typischer Rosenberg-Manier zur Ernährung unserer Familie benötigen.

    In Arler Erde können wir alles machen, aber eigentlich doch wieder nichts, denn wir haben nur 9 * 4 Aktionen (5 Sommer, 4 Winter) und dann ist das Spiel vorbei. Ob das dann Solo passiert oder mit Mitspieler ist letztendlich egal, denn wirklich beeinflussen tun wir uns nicht. Klar, man kann dem anderen eine Aktion wegnehmen, aber schließlich kann dieser mich immer noch nachahmen (gut, das kostet ein bisschen, aber nicht viel) und einer von uns darf immer auch die Aktionen des anderen Halbjahres nutzen. Und einen Plan B, C und D habe ich sowieso immer, da ich immer mehr machen will, als ich kann.

    Nur die Tiere sind diesmal nicht so wertvoll, jedenfalls in der Endabrechnung zum Bau von Fuhrwerken oder zur Erzeugung von Nährwerten oder Rohstoffen, wie Wolle, brauche ich sie auf jeden Fall. Aber letztendlich reichen auch einige wenige Tiere, um immer noch gut spielen zu können.

    Arler Erde fühlt sich auch zu zweit wie ein reines Solospiel an. Das wäre es auch fast. Beeinflussen tut man sich eigentlich nicht gegenseitig. Man spielt so vor sich hin und das ist alles. Ich optimiere für mich selbst und mein Mitspieler tut das selbige. Wir müssen nicht interagieren, außer um festzustellen, wer dran ist, wenn man denn mal wieder im Grübeln vertieft war.
    Bei der Auswertung zählen wir aus wer gewonnen hat, aber meistens sieht man das schon ganz gut zwei bis drei Runden vor Ende.

    Und dann müssen wir das Spiel abbauen. Nochmal eine Viertelstunde.

    Arler Erde ist ein gutes Spiel, aber man spielt eben für sich. Und man muss viel aufbauen. Es ist ein klassisches Worker-Placement-Spiel zur Optimierung der eigenen Ressourcen, aber entfesselt nicht den gleichen Reiz wie ein Agricola oder Caverna, die doch noch mehr Flexibilität (und Zufall) bieten.
    Wer gerne seinen eigenen Hofstaat aufbaut wird an Arler Erde viel Spaß haben. Wer hingegen Interaktion, miteinander spielen und ein wenig mehr Zufall als 9 austauschbare Gebäude möchte, der wählt besser ein anderes Spiel.
    Yannick hat Arler Erde klassifiziert. (ansehen)
  • Alexander S. schrieb am 26.07.2017:
    Schade das ich keine 7 Punkte vergeben kann. Für uns das beste 2 Personen-Workerplacementspiel. Ein würdiger Rosenberg in unsere Sammlung.
    Alexander hat Arler Erde klassifiziert. (ansehen)
  • Martin G. schrieb am 08.02.2016:
    Sehr schönes Spiel, auch wunderbar Solo spielbar!
    Martin hat Arler Erde klassifiziert. (ansehen)
  • Peter M. schrieb am 04.11.2015:
    Ist schon toll, aber nichts Neues.

Eine eigene Bewertung für Arler Erde schreiben.

Arler Erde kaufen:


nur 47,99
inkl. MwSt.. Außerhalb Deutschlands zzgl. Versandkosten
versandkostenfrei in Deutschland

nur noch 1 Stück auf Lager
(Achtung: Nicht für Kinder unter 36 Monaten geeignet.)

So geht´s weiter:


Weiter stöbern
Zur Startseite
Hilfe
Kontakt: Servicehotline: +49 (0) 180 50 55 77 5
(0,14 €*/min aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunktarife max. 0,42 €*/min)
  Bitte beachten Sie hierzu unsere Verbraucherinformationen zu entgeltlichen Mehrwertdiensten.*inkl. MwSt.
Startseite   Sitemap   Hilfe   Impressum   Kontakt   AGB & Kundeninfo   Widerrufsbelehrung   Datenschutz   Batterieentsorgung   Partnerprogramm   Pressebereich
Arler Erde
Preis: 47,99
inkl. MwSt., Versandkosten
auf Lager
1-3 Tage, max. 1 Woche
Brettspiele, Gesellschaftsspiele und Kartenspiele
0 180 50 55 77 5
Mo.-Fr. 10:00-18:00 Uhr
(0,14€/min, bei Mobilfunk max. 0,42€/min)
deutschlandweit
versandkostenfrei
(25€ Mindestbestellwert)
Suche: