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Testberichte und Bewertungen von Kunden für Android Netrunner Kartenspiel




Produktdetails | 5 v. 6 Punkten aus 9 Kundentestberichten | Varianten (1) | Dieses Spiel im Spielernetzwerk
Eine eigene Bewertung für Android Netrunner Kartenspiel schreiben.
  • Patrick R. schrieb am 13.08.2015:
    Android Netrunner ist mit Abstand das beste Spiel welches ich jemals gespielt habe (und ich habe schon weit über 1000 verschiedene Spiele gespielt). Es ist allerdings zu sagen, dass die einstiegshürde extrem hoch ist und das Spiel viel Zeit beansprucht um es auf einem vernünftigen Level zu spielen. Wer dazu nicht bereit ist sollte besser die Finger davon lassen. Es empfielt sich außerdem, sich das Spiel von einem erfahrenen Spieler erklären zu lassen.
    Patrick hat Android Netrunner Kartenspiel klassifiziert. (ansehen)
  • SEBASTIAN B. schrieb am 26.06.2013:
    Hallo lieber (Mit-)Spieler.
    Android Netrunner in Deutsch ist da - und ich werd jetzt kein Wort zur Übersetzung verlieren! Da muss echt jeder selbst wissen, was er möchte und wer Übersetzung doof findet soll sich das Spiel in Englisch besorgen.

    Vorab: Das Spiel ist wegen seinem Spielprinzip echt genial!

    Wer gegen Wen?
    Zwei Seiten spielen gegeneinander: Runner gegen Konzerne
    Es gibt drei Parteien Runner und vier Parteien Konzerne im Grundspiel, dazu jeweils neutrale Karten.
    Deckbau?
    Da es sich hier um ein LCG handelt, kann man sich die Decks selbst basteln. Die Regeln dazu find ich einfach genug, dass es schnell geht und flexibel genug, dass es echt Laune macht.
    Man nehme eine Grundpartei, packe die Mindestanzahl an Karten der Partei, ergänze sie um neutrale Karten und bis zu einem bestimmten Punktwert Karten einer anderen Partei. Fertig, los.
    Spielprinzip?
    Die Züge des Runners unterscheiden sich von denen des Konzerns! Und die Karten auf der einen Seite finden sich nicht auf der anderen! Selbst die Spielbereich unterscheiden sich.
    Die Runner haben Programme, die Konzern ICE (entspricht dem Gegenspieler der Programme). Die Konzerne wollen mit Agendas Punkte machen, der Runner will das verhindern, indem er diese von den Servern (genannt Systeme) des Konzerns wegstiehlt. Dazu nutzt er die Programme und der Konzern verhindert das mit seinem ICE. Dazu scheffeln beide Credits wie sie können und verstärken ihre Computer mit Upgrades, Hardware, ... . Es gibt auch fiese Sachen, wie Markierungen, mit den der Konzern die Runner leichter aufspürt, oder negative Publicity, aus der der Runner GEld macht, weil der Konzern sich daneben benommen hat.
    Spiellänge?
    Kann sehr schnell gehen, wenn man wie ich im ersten Spiel 7:0 gegen meine Frau verloren habe. Kann länger dauern bei spezialisierten Decks und taktischer Rafinesse der Spieler.

    Und nochmal erwähne ich meine Frau: Also Science Fiction ist eigentlich nicht so ihr Ding - aber von Android Netrunner ist sie begeistert!

    Wer Shadowrun kennt und vielleicht auch das ein oder andere Buch gelesen hat wird dieses Spiel klasse finden!
    Aber auch ohne diese Vorkenntnisse wird das Spiel alle begeistern, die ein neues SPielprinzip erleben möchten und bereit sind, sich auf den Hintergrund dieser Cyberpunk Dystopie einzulassen.

    Wir sind auf viel weitere spannende Spiele gespannt und auch darauf, wie sich das Spiel weiter entwickelt!

    Fazit: 6 von 6!
    SEBASTIAN hat Android Netrunner Kartenspiel klassifiziert. (ansehen)
  • Philipp W. schrieb am 21.08.2014:
    Nun auch mal eine Rezension von mir zu meinem absolutem Lieblingsspiel Android: Netruner.

    Android Netrunner ist ein Deckbau, Living Card Game. ein Kartenspiel für 2 Spieler. ein Spieler übernimmt dabei die Rolle eines Hackers, der versucht einer bösen Corperation relevante Daten zu stehlen. Der andere Spieler spielt die Corperation. Die ihre Server mit Firewalls alias ICE versucht vor dem Runner zu schützen und versucht geschützt die wichtigen Punktekarten für sich zu gewinnen. Das Spiel ist dabei absolut assymetrisch, da sich beide Fraktion grundlegend anders spielen. Ganz davon abgesehen, dass es natürlich noch eine Vielzahl verschiedener Hacker und Corperations gibt.

    Die corperation beginnt jedes Spiel. Zunächst zieht der Spieler eine Karte, danach hat er 3 Aktionen. z.B.
    Ein Geld nehmen, um Karten bezahlen zu können.
    Eine Karte ziehen.
    Eine einmalige Operation spielen
    Eine Karte installieren wie Agendas (Punktekarten), Ice (um Agendas, die Hankaraten, das Deck zu schützen) oder auch Assets (die mehr Geld geben oder Fallen sind)
    für ein Geld eine Karte entwickeln (damit eine Agenda Punkte bringt oder um eine Falle tödlicher zu machen)
    Wichtig dabei ist, dass die Corperation dabei alle Karten VERDECKT spielt. Der Runner weiß also nie was eine Falle ist, wie gefährlich das Ice ist oder allgemein auf was die Corperation spielt.

    Der Runner hat dagegen jeden Zug 4 Aktionen, zieht dafür zu Beginn seines Zuges keine Karte, außer natürlich er verwendet eine seine vier Aktionen. Anders als die Corperation besteht das Deck des Runners aus Programmen (am wichtigesten davon sind die Icebreaker, die die verschiedenen Ice für Geld überwinden können) Hardware, die die Programme unterstützt und ebenfalls einmaligen Karten. Der Runner slebst hat keine Punktekarten im Deck und ist darauf angewiesen seine Punkte der Corperation zu stehlen. Zusätzlich zu den Aktionen der Corperation kann der Runner einen Run starten, also einen Server angreifen, entweder einen Nebenserver, in den die Corperation eine Karte gespielt hat, oder aber einen Hauptserver, wie die Handkarten oder das Deck der Corperation.

    Das Spiel endet sobald ein Spieler 7 Agendapunkte zusammen hat. Der Runner muss diese nur stehlen, die Corperation langwierig entwickeln. Sie also für ein paar runden auf dem Spielfeld liegen haben. Das Spiel endet auch wenn die Corperation keine Karten mehr im Deck hat oder der Runner Schaden bekommt der über seine Handkarten hinausgeht. Diese symbolisieren zugleich nämlich die Lebenspunkte des Hackers.

    Insgesamt ist das Spiel meiner Meinung nach das beste und tiefgründigste LCG/TCG/CCG das es momentan gibt und ich kenne so ziemlich jedes. nicht ohne Grund ist es auf boardgamegeek award Gewinner und in den Top 10 ALLER Spiele.

    Was macht dieses Spiel besser als andere LCG/TCG/CCG
    -Es ist sehr einzigartig. Allein schon, dass es kein neues Wort für das von magic lizensierte tappen gibt, zeigt das. Es gibt auch keine Monster mit Angriffswerten und Lebenspunkten. Man kann auch als Runner gewinnen ohne eine Karte zu spielen. Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen :-P
    -Das Spiel ist unglaublich wenig glückslastig, auch wenn man das schnell vermutet. Wenn man schlechte Handkarten hat, kann man seine Aktionen benutzen, um zu ziehen. Man bestimmt selbst, was man wie gut schützt. Anders als viele andere Kartenspiele habe ich noch nie durch ein schlechtes Startblatt verloren oder weil ich eine bestimmte Karte nicht ziehen konnte. Natürlich ist das mit den Agendas etwas Glückssache, aber wirklich nicht mit Magic etc. glück zu vergleichen.
    -Die Corperation spielt verdeckt. Das Spiel beinhaltet Bluff und das funktioniert wie in keinem anderen Spiel. Dazu kann man wenn man möchte als Corperation aber auch ganz darauf verzichten und sehr offensichtlich spielen, wie man will.
    -Karten sind unglaublich ausgeglichen. Es gibt zwar natürlich Karten, die wirklich schlecht sind. Das sind aber extrem wenige, wohingegen andere TCG/LCG oft ihre alten Karten ersetzen. durch die gleiche Karte, gleiche Kosten, nur ein Angriff mehr etc. -.-

    Ein paar Worte zum Grundset:
    Das Grundset ist sehr umfangreich und anders als bei vielen anderen Kartenspielen kann man allein mit dem Grundset ein Tunierfähiges Deck bauen. Dazu kommt, dass die grunddecks leider nur bedingt ausgeglichen und spielbar sind. Man sollte schnell eigene Decks bauen. Damit geht einher, dass der Einstieg leider etwas mühsam ist. Ich empfehle dringend das Spiel am besten vor dem Kauf von einem Veteranen erklären zu lassen. Ich selbst hab es auch nur so gelernt und noch nie die Anleitung benutzt. Meine Empfehlung danach sind ein Grundset pro Spieler und eigene Decks bauen. Man lernt wirklich schnell welche Karten zu was passen und welche Karten leider einfach nur Mist sind.

    Achja eines noch. Holt euch doch das spiel auf Englisch. (außer ihr habt wirklich noch nie auch nur ein paar Sätze Englisch gelernt) Ich habe davor auch nur deutsche Karten gespielt (außer die gab es einfach nicht), aber das Spiel mit einer Vielzahl von Begriffen aus der Computerwelt verliert viel Flair im Deutschen. Ist aber natürlich nur meine Meinung.

    Insgesamt 6/6 oder 10/10 für das beste LCG/TCG/CCG für 2 Spieler.
    Philipp hat Android Netrunner Kartenspiel klassifiziert. (ansehen)
  • Holger K. schrieb am 14.09.2013:
    Wir befinden uns in einer mehr oder weniger weit entfernten Zukunft. Riesige Megakonzerne beeinflussen nahezu alle Aspekte des täglichen Lebens und die vier größten unter ihnen, Jinteki, Haas-Bioroid, Weyland und NBN haben unter anderem mit umfassenden Mediennetzwerken das (Zusammen-)Leben regelrecht neu definiert. Das Netz bildet inzwischen das Rückgrat der modernen Zivilisation in dem die Konzerne versuchen ihre Firmenziele, die sog. Agandas, zu entwickeln und zu verwirklichen. Hier kommen die sog. Runner ins Spiel, Computerspezialisten, die über das notwendige Wissen und über die Hard- und Software verfügen um unter Einsatz ihres Lebens die aus ihrer Sicht untragbaren Machenschaften der Konzerne ans Licht zu bringen bzw. zu vereiteln.

    Die Spieler schlüpfen entweder in die Rolle eines Konzerns, der versucht seine Agendas zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, oder in die Rolle eines Runners, der genau das zu verhindern sucht. Dabei stehen beiden Spielern unterschiedliche Konzern- bzw. Runneridentitäten/-fraktionen zur Verfügung, die alle ihre ganz speziellen Vor- und Nachteile mit sich bringen bzw. auf jeweils andere Aspekte des Spiels fokussiert sind.
    So kommen beim Jinteki-Konzern beispielsweise häufig Hinterhalte und Fallen zum Einsatz, die von den eigentlichen Agendas ablenken und den Runner schädigen sollen, während die Schutzmechanismen, das sog. ICE, bei anderen Konzernen den Runner mitunter effektiver aus den Konzernsystemen fernhalten können. Auch die Runneridentitäten unterscheiden sich grundlegend in ihrer Ausrichtung. Die Runnerfraktion der Anarchos beispielsweise setzt im Gegensatz zu den anderen mehr auf Zerstörung und nutzt dabei gerne Viren, während die Fraktion der Kriminellen bei ihren Hackversuchen, den sog. Runs, auch gerne mal Bares mitgehen lässt und sich auf diese Weise finanziert. Die Fraktion der Gestalter hingegen versucht ihre Ziele durch Optimierung ihrer Hard- und Software zu erreichen und ist weniger destruktiv.

    Gespielt wird mit Karten, die sich im Falle des Konzerns immer in einem "System" befinden. Selbst der Nachziehstapel ist ein System, das sich "Forschung und Entwicklung" nennt und auf das der Runner versuchen kann Zugriff zu erhalten. Der Ablagestapel ist das System "Archiv" und die Handkarten werden durch die Fraktionskarte auf dem Tisch repräsentiert, die das System "HQ" darstellt. Weitere Systeme, die der Konzernspieler während seiner Spielzüge anlegen kann, sind externe Systeme in die Agendas, Hinterhalte usw. installiert, also ausgespielt werden können.

    Der Spielzug eines Konzernspielers beginnt immer mit dem Ziehen einer Karte vom Nachziehstapel (System Forschung und Entwicklung). Anschließend können drei Aktionen, Klicks genannt, eingesetzt werden um weitere Karten zu ziehen, das Startkapital von fünf Credits aufzustocken, Karten auszuspielen, Fähigkeiten bereits aktiver Karten zu nutzen, ausgespielte Karten - meist Agendakarten - zu entwickeln, unter Umständen Ressourcen des Runners zu zerstören und bei Bedarf Viren zu bekämpfen.

    Ein Konzern legt seine Karten zunächst verdeckt und damit kostenfrei aus. Einzig für die Installation von ICE-Karten, die Quer vor ein beliebiges System gelegt werden können um dieses zu schützen, fallen Kosten in Höhe von 1 Credit je bereits in diesem System installierten ICE an. Um eine Karte später dann tatsächlich nutzen zu können, muss sie geladen werden, und dafür fallen dann die auf den jeweiligen Karten angegebenen Credit-Kosten an.

    Agendas, aber auch einige Hinterhalte, können im verdeckten Zustand entwickelt werden. Erreicht eine Agenda dabei die auf der Karte angegebene Entwicklungsstufe, können die ebenfalls angegebenen Siegpunkte beansprucht und die entwickelte Agenda in die eigene Siegpunktzone gelegt werden. Erreicht der Konzern auf diese Weise seinen siebten Agendapunkt, hat er gewonnen.

    Hinterhalte lassen sich für den Runner von Agendas nicht wirklich unterscheiden. Erst wenn er auf einen Hinterhalt zugreift muss er statt Siegpunkten in der Regel Schaden hinnehmen und hat darüber hinaus oft etliche Credits investiert um den schädlichen Zugriff überhaupt erst zu ermöglichen. Eine ärgerliche Sache also und das ist unter anderem einer der Punkte, die Android: Netrunner so interessant machen. Das Einschätzen, das "Lesen" des Gegners, ähnlich wie beim Pokern, kann eine spannende Angelegenheit sein!

    Der Runner hat seine Karten nicht in Systemen liegen auf die ein Konzern versucht zuzugreifen, sie sind für einen Konzern erst im ausgespielten Zustand interessant, wenn sie also als Ressourcen oder als Hard- und Software offen auf dem Tisch liegen. Der Runner zieht während seines Spielzuges nicht automatisch zu Beginn eine Karte, hat aber dafür vier Klicks zur Verfügung, mit denen er Karten ziehen, Credits erhalten, Karten installieren, Ereignisse ausspielen, Markierungen entfernen und Hackversuche, sog. Runs, durchführen kann.

    Im Gegensatz zum Konzern muss ein Runner seine Karten immer sofort offen auslegen und auch sofort die angegebenen Credits bezahlen. Dafür sind seine Karten auch sofort aktiv und können eingesetzt werden.

    Herzstück eines Runnerspielzuges sind die Runs, die auf ein bestimmtes System nach Wahl des Runners durchgeführt werden können. Ziel des Ganzen ist es auf die Karten des gewählten Systems Zugriff zu erhalten. Im Falle des Systems "HQ" ist das eine zufällig gezogene Handkarte und beim System "Forschung und Entwicklung" in der Regel ebenfalls nur eine, und zwar die oberste Karte. In allen anderen Systemen erhält der Runner Zugriff auf alle dort installierten Karten.
    Im Idealfall ist unter diesen Karten eine Agenda, die der Runner dann dem Konzern stibitzt und in seine Punktezone legen darf und das bedeutet mit dem siebten Agendapunkt den Sieg. Oft erhält der Runner aber auch Zugriff auf andere Karten, Systemupgrades, Hinterhalte usw., die ein Symbol "Zerstören" in Verbindung mit einem Zahlenwert haben. In diesem Fall kann er die Karte(n) für Credits in Höhe des Zerstören-Wertes zerstören, so dass sie auf dem Ablagestapel landen und in der Regel nicht mehr vom Konzern genutzt werden können.

    Voraussetzung allerdings um auf die Karten eines Konzernsystems zugreifen zu können ist es an den möglicherweise installierten Schutzmechanismen, dem ICE, vorbeizukommen. Findet ein Run auf ein System statt, in dem ICE installiert ist, kann der Konzern dieses Laden, falls nicht bei einem früheren Run bereits geschehen, d.h. die Kosten bezahlen um das ICE offen auszulegen. Ungeladenes ICE stellt für den Runner kein Problem dar und kann einfach passiert werden, geladenes ICE hingegen kann dem Runner Probleme bereiten und ihn dazu nötigen die ihm schädlichen Subroutinen des ICE auszuschalten. Das ist jedoch oft leichter gesagt als getan und so kann ein Runner, abgesehen vom ersten ICE auf das er trifft, seinen Run auch jederzeit beenden, sich ausstöpseln.

    Stellt sich der Runner einem geladenen ICE, muss er entweder die Subroutinen "über sich ergehen lassen" oder diese deaktivieren. Letzteres wird immer dann zwingend erforderlich, wenn die Auswirkungen der Subroutinen dem Runner das Leben kosten oder den Run beenden würden. Damit die Subroutinen eines ICE deaktiviert werden können, benötigt der Runner ein passendes Programm, einen passenden ICE-Brecher. Es gibt verschiedene Arten von ICE, z.B. eine Barriere, oder Code usw., und natürlich auch dazu passende ICE-Brecher, wobei einige ICE-Brecher für jede Art ICE geeignet sind. Nur ein passender ICE-Brecher kann dazu verwendet werden um ein ICE auszuschalten und muss dazu den Stärkewert des ICE erreichen. Meist erreicht der Stärkewert eines ICE-Brechers nicht den des ICE, kann aber durch den Einsatz von mehr oder weniger Credits auf den notwendigen Wert gebracht werden. Ist das geschafft, gibt die Karte des ICE-Brechers an, wie viele Credits für das Abschalten einer oder mehrerer Subroutinen benötigt werden. Jede nicht deaktivierte Subroutine entfaltet seine Wirkung, bevor der Runner weiter ins System vordringen kann um am Ende Zugriff auf die im System installierten Karten zu bekommen.

    Unangenehm für den Runner ist durch ICE verursachter Schaden, wenn er nicht darauf vorbereitet ist. Kann Schaden nicht abgewendet werden, muss der Runner für jeden erlittenen Schadenspunkt eine Handkarte abwerfen und sollte das nicht (mehr) möglich sein, ist der Runner hirntot und der Konzern der Gewinner. Daher sollte sich jeder Runner jederzeit darüber im Klaren sein, dass seine Handkarten auch seine Lebenspunkte sind. Wer mal in die eine oder andere Jinteki-Falle gelaufen ist, der weiß dass man Runs nur mit ausreichend Handkarten unternehmen sollte.
    Ähnlich fatal, allerdings für den Konzern ist es, wenn keine Karten mehr im System Forschung und Entwicklung vorhanden sind und eine Karte gezogen werden müsste, denn in diesem Fall hat der Runner sofort gewonnen. Es heißt also auch für den Konzern-Spieler nicht an den Rosen zu riechen.

    Android: Netrunner ist für mich derzeit das beste LCG auf dem Markt und für alle Spielertypen geeignet. Wer tief in das Spiel einsteigen will und damit natürlich auch erst das gesamte Potential des Spiels ausschöpft wird aufgrund der kommenden Erweiterungen genau so auf seine Kosten kommen wie diejenigen, die nur gelegentlich in die Rollen von Konzern und Runner schlüpfen wollen oder können. Durch die unterschiedlichen Ausrichtungen der Fraktionen ist bereits das Spiel mit den vorgefertigten Starterdecks relativ lange interessant und auch Deckbau ist schon, wenn auch eingeschränkt, im kleinen Rahmen möglich.

    Ein weiterer Umstand, der neben dem Deckbau die Langzeitmotivation hochhält ist die Tatsache, dass sich Konzerne und Runner völlig unterschiedlich spielen. Selbst wenn man als Runner irgendwann glaubt alles (der Grundbox) gesehen zu haben, wechselt man einfach die Seiten und versucht sich als Konzern oder umgekehrt. Man steht dann zwar nicht wieder ganz am Anfang, muss aber dennoch gravierend umdenken und kann das Spiel ein zweites Mal entdecken.

    Als Konzern gilt es die drei für Aktionen zur Verfügung stehenden Klicks sehr überlegt einzusetzen. Für Klicks Karten ziehen sollte nur im Notfall in Erwägung gezogen werden, also beispielsweise wenn man einen Run auf sein schlecht geschütztes HQ befürchtet, eine (oder mehrere) Agendas auf der Hand hält und die Wahrscheinlichkeit reduzieren will, dass eine dieser Agendas beim Zugriff vom Runner gezogen wird. Meist ist der Klick in einen Credit besser investiert, denn Geld benötigt ein Konzern immer. ICE kann kostspielig sein und nutzt nichts, wenn es ausgespielt ist aber nicht geladen werden kann.

    Der Runner ist vielen Ungewissheiten ausgesetzt, schließlich erlangt er von den meisten ausgespielten Karten des Konzerns erst Kenntnis, wenn er auf sie trifft oder auf sie zugreift. Manchmal ist das gerade noch rechtzeitig, z.B. bei einer fast fertig entwickelten Agenda, oft aber auch schon zu spät, beispielsweise bei einem Hinterhalt. Trotzdem sind die Runs der einzige Weg für den Runner zu punkten und daher sollten auch so viele Runs wie möglich und aufgrund der finanziellen Lage halbwegs sinnvoll unternommen werden. Auch Runs auf geschützte Systeme ohne einen passenden ICE-Brecher können Sinn machen und erfolgreich sein, denn nur ICE mit Subroutinen, die dem Runner das Leben kosten oder den Run beenden würden, müssen wirklich deaktiviert werden.

    Runs auf das System Forschung und Entwicklung sind oft ganz besonders reizvoll, zumindest wenn in externen Systemen keine Agenda zu vermuten ist. Sie bringen Punkte, zerstören wertvolle Karten oder bringen zumindest die Kenntnis über die nächste Karte, die der Konzern ziehen wird, sind also bei Erfolg immer eine interessante Sache, insbesondere wenn und solange das System un- oder schlecht geschützt ist. Aber auch aussichtslose Runs auf Systeme, in denen man nichts wirklich Interessantes vermutet können Sinn machen, wenn der Konzern einiges an Credits für das Laden von ICE ausgibt um das System zu schützen. Credits, die noch im selben Zug bei einem Run auf ein weit wichtigeres System dann plötzlich fehlen.
    Man sieht, der Runner hat seinen Namen daher, dass nur Runs sein Weg zum Erfolg sind. Er muss auch mal was riskieren und sollte so oft es geht den Konzern mit Runs ärgern und zum Laden von ICE zwingen.

    Mit Fortschreiten einer Partie gewinnt das Bluffen immer mehr an Bedeutung. Wenn der Runner jeden Typ ICE-Brecher ausliegen hat und über ausreichend Credits verfügt um eigentlich jedes System zu knacken, dann werden Agendas auch mal in relative unsichere Systeme installiert und nicht gleich entwickelt um dem Runner in der Ungewissheit zu lassen, ob es sich nicht vielleicht doch um eine Falle oder einen Hinterhalt handelt. Oder der Konzern entwickelt eine solche ungeschützte Agenda sogar ein-, zweimal, weil er denkt, dass der Runner denkt, dass doch kein Konzern eine Agenda auf diese Weise spielt und es sich bestimmt um eine Falle handelt usw.

    Auch wenn die Spielregel eine gewisse Einstiegshürde darstellt, was durch den Umstand, dass es sich um ein asymmetrisches Spiel handelt, bei dem für die beiden Spieler teilweise andere Regeln gelten und diese völlig unterschiedlich vorgehen, noch verstärkt wird, ist Android: Netrunner den "Aufwand" mehr als wert. Ich für meinen Teil kann schon jetzt feststellen, dass die kommenden Data-Packs ganz oben auf meiner Einkaufsliste stehen.
    Holger hat Android Netrunner Kartenspiel klassifiziert. (ansehen)
  • Christian R. schrieb am 04.08.2016:
    Nähere Informationen inklusive vielen bebilderten Beispielen unter: https://spielstil.net/android-netrunner-heidelberger

    Fazi­t

    Was­ soll ich sagen? Ich LIEBE Android Netrunner! Fazit Ende.

    Okay… ich schreib doch noch ein wenig darüber. Warum gefällt mir Android Netrunner denn so? Es zieht einen während dem Spiel voll in seinen Bann. Ein ständiges Katz und Maus Spiel, bei dem jeder Spieler immer das Gefühl hat, dass der Gegner im Vorteil ist. Nie ist man sich wirklich sicher. Man erwischt sich dabei, dass man während dem Spiel eine gewisse Paranoia entwickelt. Wo blufft mein Gegner nun, welche Karte ist wirklich wichtig. Und was kann ich tun, um das Ganze in meinen Vorteil zu verwandeln?

    Dabei hat es mir bisher genügt mit dem Grundspiel und den darin enthaltenen Decks zu spielen. Aber ich lechze bereits nach mehr. Ich brauche die Erweiterungen. Klar könnte ich auch Deckbau betreiben, worauf das Spiel auch ausgelegt ist, aber das ist nicht mein Ding. Zumindest bisher nicht. Vielleicht stelle ich mir nach meinem Urlaub mal selbst ein Deck zusammen, wir werden sehen.

    Aber Android Netrunner ist und bleibt ein Spiel, das ich immer und immer und immer wieder spielen könnte. Ich hatte bisher noch keine einzige langweilige Partie. Im Gegenteil. Mit der Erfahrung beider Spieler steigt auch die Spannung, denn nur, wenn jeder sein Handwerk beherrscht, sind die Aktionen entsprechend abgestimmt, um den Gegner in Bedrängnis zu bringen. Für mich ist Android Netrunner fast schon ein Ausnahmespiel, das seinesgleichen sucht. Aber nun Schluss mit den Superlativen. Ich weiß, die nerven mich auch, wenn ich einen Text lese, aber hier muss ich sie einfach platzieren.

    Nun gehe ich lieber wieder einen Konzern schröpfen… Ich habe da noch eine Rechnung offen…
  • Johannes G. schrieb am 15.11.2013:
    Ich hab mir das Spiel, dank der vielen positiven Bewertungen hier und auch anderswo im Netz für unseren Sommerurlaub geholt und mich sehr darauf gefreut... selten bin ich so enttäuscht worden. Dazu muss ich sagen, dass ich begnadeter Thunderstone/Dominion Spieler bin, d.h. durchaus etwas Erfahrung mit Deckbauspielen habe.
    Die Anleitung ist, wie anscheinend typisch für den Heidelberger Spieleverlag grottenschlecht. Einen schlimmeren Erguß hab ich bisher nur beim Herr der Ringe Kartenspiel über mich ergehen lassen müssen, welches vom selben Verlag ist. Ich musste mich zweimal durchquälen, bevor wir uns an die erste Partie wagen konnten.
    Diese verlief dann alles andere als flüssig, dadurch das jede Seite sich anderst spielt, verdoppelt sich auch die Zeit, die man braucht um im Regelwerk Detailsfragen zu finden bzw diese eben nicht erklärt zu finden.
    Spielfluss gleich null... wir habens noch zwei mal probiert mit dem frustrierenden Ergebnis, dass wir wieder die Hälfte der Zeit im Regelwerk geblättert haben und am Ende uns einig waren das Spiel in dem Urlaub nicht mehr auf den Tisch zu bringen.
    Habs daheim mit einem Kumpel nochmal probiert...selbes Ergebnis.

    Mein Fazit daher: Finger weg, wenn ihr über keine hohe Frustrationstoleranz verfügt, die Anleitung ist der pure Horror.
    Zum eigentlichen Spiel kann ich zugegebenermaßen wenig sagen, weil wie gesagt wir mehr am nachschlagen waren. Spielfluß kam keiner auf und wenn dann hat sichs nie wirklich befriedigend angefühlt. Ich hatte immer das Gefühl dass da immer noch was nicht stimmt.
    Johannes hat Android Netrunner Kartenspiel klassifiziert. (ansehen)

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