Bewertet durch: Andreas Keirat
(Höchstpunktzahl ist 6)
Ausstattung: 102 Gargonkarten, 18 Bonuskarten

Aufmachung: Die Gargonkarten besitzen eine von sechs Farben und ein dazugehöriges Fabelwesen.
Die Rückseiten dieser Karten haben die gleiche Farben wie die Vorderseiten, jedoch kann man die
aufgedruckten Zahlenwerte, die zwischen 0 und 15 liegen, nicht erkennen. Neben den Ziffern besitzen
viele Gargonkarten noch ein oder mehrere Amulettsymbole.
Die Bonuskarten sind ebenfalls beidseitig bedruckt. Neben neutralen Bonuskarten mit dem Wert „+5"
auf beiden Seiten gibt es farbige Bonuskarten, deren Vorderseite mit „+10" bedruckt wurde, während
die Rückseite ebenfalls den Wert „+5" besitzt.

Ziel: Jeder Spieler versucht, durch geschicktes Ausspielen von Karten möglichst viele Punkte zu
erhalten.
Am Anfang werden die Bonuskarten aussortiert, da sie erst bei der Schlußabrechnung benötigt
werden. Die verbliebenen Gargonkarten mischt man gründlich. Jeder Spieler erhält zehn Karten, die
er auf die Hand nimmt. Die restlichen Karten werden in zwei Stapel aufgeteilt und dann in einer Reihe
aufgefächert. Dadurch sind die farbigen Rückseiten der Nachziehkarten während der Partie jederzeit
zu erkennen.
Das Spiel verläuft über mehrere Runden. Der jüngste Spieler wird zum Startspieler der ersten Runde.
Jede Spielrunde gliedert sich in zwei Phasen.
In der Ausspielphase beginnt der Startspieler und kann ein bis drei Karten verdeckt nebeneinander
vor sich auslegen. Beim Legen darf man jede Kombination von Farben verwenden, jedoch niemals
drei Karten einer Farbe ausspielen.
Reihum müssen nun die anderen Spieler bedienen oder passen. Will ein Spieler bedienen, muß er die
gleiche Kartenanzahl und das gleiche Verhältnis der Karten zueinander verdeckt ausspielen. Dabei
spielen die ausgespielten Farben keine Rolle. Nur der letzte Spieler einer Runde muß, wenn er bei der
folgenden Kampfphase dabei sein will, Karten in bereits ausgespielten Farben legen. Auch hier muß
die zuvor definierte Anzahl an Karten und ihr Verhältnis beibehalten werden.
Will ein Spieler passen, darf er sich anschließend drei Karten von einem der beiden Stapel nehmen.
Gezogen wird immer die oberste Karte eines Stapels.
In der nun folgenden Kampfphase sind nur Spieler involviert, die vorher bereits Karten ausgespielt
hatten. Nachdem alle Karten aufgedeckt wurden, beginnt der Startspieler und wählt eine seiner
ausliegenden Farben. Hat er alleine Karten in dieser Farbe gelegt, gewinnt er diese und kann sie
verdeckt beiseite legen. Haben mehrere Spieler jedoch Karten der ausgewählten Farbe vor sich
liegen, kommt es zu einem Kampf.
Hat ein Spieler zwei Karten in der aktuellen Farbe, zählt zunächst nur die stärkere Karte. Die
Kartenwerte der Spieler in der aktuellen Farbe werden miteinander verglichen und es gewinnt der
Spieler mit dem höchsten Zahlenwert. Er erhält seine am Kampf beteiligte Karten und legt sie für sich
beiseite. Die Verlierer erhalten reihum eine Karte von einem der beiden Nachziehstapel und müssen
ihre ausgespielte Karte auf einen Ablagestapel werfen.
Falls es nach dem Kampf noch ausgespielte Karten in der aktuellen Farbe gibt, folgt ein zweiter
Kampf nach gleichem Muster. Danach werden die anderen ausgespielten Karten der Reihe nach
abgehandelt. Wenn alle Kämpfe abgewickelt wurden, wechselt der Startspieler.

Spielende: Wenn die letzte Karte von einem der beiden Zugstapel genommen wurde, wird nur noch
die laufende Runde zu Ende gespielt. Danach ermitteln die Spieler ihre Punktzahlen.
Zunächst kommen die verbliebenen Handkarten auf den Ablagestapel. Anschließend sortieren die
Spieler ihre gewonnenen Spielkarten nach Farben. Für jedes Fabelwesen wird dann ermittelt, wer die
meisten Karten vor sich liegen hat. Dieser Spieler erhält die entsprechende farbige Bonuskarte mit
dem Wert „+10". Gibt es einen Gleichstand, erhalten die beteiligten Spieler jeweils einen „+5" Bonus.
Die Bonuskarten und die Anzahl der Amulette auf den gewonnenen Gargonkarten werden aufaddiert
und es gewinnt der Spieler mit der höchsten Gesamtzahl.

Kommentar: Das Stichspiel ist nett gemacht und reizvoll. In der Profi-Variante werden gewonnene
Spielkarten offen und sortiert ausgelegt, wodurch der aktuelle Punktestand jedes Spielers erkennbar
ist. Dies erfordert allerdings zusätzliche Rechenarbeit während der Partie.
Besonders gelungen ist unserer Meinung nach die Tatsache, daß man während der Partie anhand
der Rückseiten erkennen kann, wer welche Spielfarben besitzt. Dies erlaubt gewisse Taktiken beim
Ausspielen von Karten vor einem Kampf. Ferner kann man sehen, welche Karten beim Passen
genommen werden können, um bei einem späteren Zeitpunkt eingesetzt zu werden.
Der Wehrmutstropfen sind jedoch die teilweise schlecht zu unterscheidenden Farbtöne, die gerade
farbenblinden und farbschwachen Menschen ein Spiel fast unmöglich machen. Sie können zwar
anhand der Fabelwesen ihre Handkarten voneinander unterscheiden, aber durch das Fehlen der
Figuren auf der Rückseite ist eine Einbeziehung der gegnerischen Kartenhände nur schlecht möglich.

Fazit: Ein gutes Kartenspiel mit Farbschwächen.

Wertung: Mit 4 Punkten ist „Gargon" ein gutes Kartenspiel für Leute, die Spaß an Stichspielen
besitzen. Eine Abschwächung der Bewertung ist jedoch aufgrund der Farbprobleme erfolgt.

So geht´s weiter:


Weiter stöbern
Zur vorherigen Seite
Zur Startseite
Hilfe
Kontakt: Servicehotline: +49 (0) 180 50 55 77 5
(0,14 €*/min aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunktarife max. 0,42 €*/min)
Bitte beachten Sie hierzu unsere Verbraucherinformationen zu entgeltlichen Mehrwertdiensten.*inkl. MwSt.
Startseite   Sitemap   Hilfe   Impressum/Kontakt   AGB & Kundeninfo   Widerrufsbelehrung   Datenschutz   Batterieentsorgung   Partnerprogramm   Pressebereich
Gesellschaftsspiele und Kartenspiele
0 180 50 55 77 5
Mo.-Fr. 10:00-18:00 Uhr
(0,14€/min, bei Mobilfunk max. 0,42€/min)
deutschlandweit
versandkostenfrei
(15€ Mindestbestellwert)
Suche: