Bewertet durch: Andreas Keirat
(Hchstpunktzahl ist 6)
Ausstattung: 39 Auftragskarten, 53 Bohnenkarten, 15 Bohnenfeldkarten

Aufmachung: Die Auftragskarten haben die gleiche Rckseite wie die Bohnenkarten und zeigen dort ein Geldstck. Auf der Vorderseite ist ein Auftrag zu sehen, der durch zwei Zahlen, die mit einem Querstrich voneinander getrennt sind, angegeben ist. Die neuen Bohnensorten in dieser Variante sind die Kaffeebohnen, die Weinbrandbohnen, die relativ seltenen Kakaobohnen und die sehr seltenen Ackerbohnen. Wie beim Grundspiel gibt es auf den Karten eine Zahl, die der Gesamtzahl an Bohnenkarten der Sorte entspricht und am unteren Ende ein Bohnometer fr die zu erzielenden Geldstcke beim Anbau. Eine Besonderheit ist hier die Ackerbohne, da sie an einer Stelle anstatt einer Mnze ein Bohnenfeld zeigt. Die Bohnenfeldkarten sind als Erleichterung fr die Spieler gedacht, um deren drei Anbaufelder zu kennzeichnen. Whrend das Grundspiel nur zu sechst spielbar war, ist durch die Zugabe einer neuen Karte 3. Bohnenfeld" nun auch ein weiterer Spieler in der Lage, am Spielgeschehen teilzunehmen.

Ziel: Es gilt, durch geschickten Anbau von Bohnen und die Erfllung von Auftrgen mglichst viel Geld zu machen. Zunchst werden, abhngig von der Spielerzahl, einige Bohnensorten aus dem Grundspiel und der Erweiterung aussortiert und nehmen nicht am Spiel teil. Danach werden die verbliebenen Bohnenkarten grndlich gemischt und jeweils eine gewisse Anzahl auf die Hand gegeben. Die Spieler nehmen ihre Handkarten unbesehen in der Reihenfolge auf, in der sie sie bekommen und drfen sie nicht sortieren und umstecken. Anschlieend werden die Auftragskarten ebenfalls gemischt. Jeder zieht sich hiervon eine Karte und steckt diese als hinterste Karte in seine Kartenhand.
Nun verteilt man an jeden Spieler zwei Bohnenfeld-Karten, die dieser offen vor sich ablegt. Die 3. Bohnenfeld"-Karten kommen erst im Laufe des Spiels zum Einsatz. Bei einem Spiel zu dritt startet jeder bereits mit drei Bohnenfeldern. Hier sind die Ackerbohnen auch nicht im Spiel.
Ist ein Spieler am Zug, so mu er folgende Aktionen durchfhren: Bohnenkarte ausspielen, Handeln und Schenken, Bohnen anbauen und schlielich neue Bohnenkarten ziehen.
Im ersten Schritt mu der Spieler seine vorderste Bohnenkarte aus der Hand auf eines seiner Bohnenfelder ausspielen. Jeder Spieler besitzt zunchst zwei Bohnenfelder, auf denen Bohnen angebaut werden knnen. Durch Abgabe von einigen Mnzen kann man sich weiterhin ein drittes Bohnenfeld kaufen und vor sich auslegen.
Hat der Spieler eine Karte ausgelegt, darf er eine weitere Karte legen, wenn er dies mchte. Karten einer bereits ausliegenden Bohnensorte werden versetzt bereinander gelegt. Pro Feld darf nur eine Bohnensorte angebaut werden.
Mu ein Spieler eine Karte legen, die nicht auf einem eigenen Feld liegt, kommt es zum Zwangs-Verkauf von Bohnen. Dies kann man natrlich auch freiwillig in dieser Phase machen. Ein Bohnenfeld, auf dem nur eine Karte liegt, darf jedoch nicht abgeerntet werden, es sei denn, es befindet sich auf allen eigenen Bohnenfeldern nur jeweils eine Bohnenkarte. Je nach Anzahl der verkauften Bohnen darf der Spieler einige der Bohnenkarten umdrehen und als Geld vor sich ablegen. Die restlichen Bohnenkarten kommen offen auf einen Ablagestapel. Ist die vorderste Spielkarte ein Auftrag, wird die Karte neben die Bohnenfelder gelegt. Der Spieler mu nun trotzdem seine folgende Bohnenkarte auslegen. In diesem Fall darf er jedoch keine zweite Bohnenkarte spielen! Die zweite Aktion besteht im Handeln und Schenken. Man zieht zwei Karten vom Ziehstapel und legt sie offen aus. Diese Karten darf der Spieler behalten, mu sie allerdings auch sofort anbauen. Er kann sie jedoch auch teilweise oder ganz zum Tausch anbieten. Zustzlich darf er noch Karten aus seiner Hand mitbieten. Die Mitspieler ihrerseits drfen ebenfalls Angebote geben, die natrlich Karten aus ihrer Hand zum Inhalt haben mssen. Die Kartenhand darf aber zunchst nicht verndert werden, bis der Deal perfekt geht. Die angebotenen Karten wechseln dann ihren Besitzer und werden erst einmal beiseite gelegt, bis die Verhandlungsrunde beendet ist. Zu beachten ist, da die eingetauschten Karten nicht auf die Hand kommen. Der aktive Spieler kann seine Bohnenkarte(n) auch einem Mitspieler schenken, wenn dieser im Gegenzug dafr nichts abgeben will. Ein Geschenk mu jedoch nicht angenommen werden. Der dritte Spielzug besteht nun darin, da alle eingetauschten Karten sofort auf die Felder verteilt werden. Ist dies nicht mglich, so mu man erneut Bohnen verkaufen, um Platz fr die neue Sorte zu schaffen. Sollte ein neben dem aktiven Spieler ausliegender Auftrag auch nach dem Ende dieser Phase nicht erfllt werden knnen, kommt die Auftragskarte unter den entsprechenden Stapel. Abschlieend zieht der aktive Spieler in der vierten Aktion einzeln und nacheinander drei (bei vielen Personen sogar vier) neue Karten, die er hinter seine alten Karten steckt, ohne die Reihenfolge zu verndern. Hat der Spieler nun keine Auftragskarte, zieht er zum Ende seines Zuges noch eine neue Auftragskarte nach. Ein Auftrag kann zu einem beliebigen Zeitpunkt im eigenen Spielzug erfllt werden. Die Karte zeigt zwei Zahlen, die durch einen Schrgstrich voneinander getrennt sind. Die Zahlen geben die genaue Anzahl an Bohnen an, die auf den jeweiligen benachbarten Bohnenfeldern liegen mssen, damit der Auftrag erfllt werden kann. Die Bohnensorte ist dabei vollkommen egal. Hat ein Spieler drei Bohnenfelder, kann er einen Auftrag erfllen, wenn er die geforderte Kombination auf den Bohnenfeldern 1+2 oder 2+3 vorweisen kann! Eine erfllte Auftragskarte wird aus der Hand genommen und vorgezeigt, bevor sie der Spieler umdreht und als Taler auf seinen Geldstapel legen darf. Die Felder werden bei Erfllung eines Auftrags nicht abgeerntet.

Spielende: Ist der Kartenstapel aufgebraucht, so werden die abgelegten Karten neu gemischt. Ist der Aufnahmestapel zum dritten Mal leer, endet die Spielrunde. Die Bohnenfelder werden nun sofort umgewandelt, die Handkarten sind nutzlos und bringen keine Punkte. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Mnzen. Bei drei Spielern ist die Partie schon nach dem zweiten Umlauf vorbei.

Kommentar: Die Erweiterung ist spannend und bringt fr das Grundspiel neue Elemente in Form von Auftragskarten und der Bohnensorte Ackerbohne", die durchaus mehr Fluch als Segen sein kann. Die gewohnt witzigen Grafiken und der originelle Spielverlauf machen diese Bohnanza-Spielversion zu einem ganz eigenen Vergngen, obwohl die Spielzeit deutlich ansteigen kann, weil unserer Erfahrung nach noch mehr getauscht wird, um ja keinen Auftrag zu verschenken. Ein wenig frustrierend kann es allerdings schon sein, wenn einige Spieler nur leichte Auftrge bekommen und andere sich mit extremen Anbaumethoden beschftigen mssen.

Fazit: Ein gelungenes Add-On zum berhmten Kartenspiel.

Wertung: Mit guten 5 Punkten sollte die Erweiterung bei keinem Bohnanza-Spieler fehlen!

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