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Vor den Toren von Loyang
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Vor den Toren von Loyang wurde die folgende Auszeichnung verliehen:
  • Essener Feder
    Essener Feder
    2010
    beispielhafte Spielregel
Achtung: Nicht für Kinder unter 36 Monaten geeignet.

Vor den Toren von Loyang



China vor 2000 Jahren: Loyang steigt zur Hauptstadt der Han-Dynastie auf und wird damit eine der vier großen Hauptstädte des alten China. Der wirtschaftliche Aufschwung der nun florierenden Stadt erfordert eine bessere Versorgung mit Grundnahrungsmitteln. Diese wird durch die Bauern aus der Umgebung gewährleistet, die Weizen, Kürbisse, Rüben, Chinakohl, Bohnen und Lauch auf ihren Feldern anbauen.

Nach jeder Ernte finden sich die Bauern Vor den Toren von Loyang ein, um mit ihren Produkten Handel zu treiben. Sie beliefern ihre Stammkunden oder verkaufen die Waren gewinnbringend an Laufkunden. Die Waren können aber auch an Marktständen getauscht oder als Saatgut verwendet und neu ausgesät werden. Benötigen die Bauern Waren, die sie selbst nicht vorrätig haben, können sie diese im Dorfladen einkaufen.

Zwanzig verschiedene Helfer stehen den Bauern mit ihren individuellen Fähigkeiten zur Seite. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, vielseitige Strategien und Taktiken zu entwickeln.

Als erfolgreichster Landwirt erweist sich, wer in einem vorgegebenen Zeitraum am weitesten auf dem Wohlstandspfad voranschreiten kann. Diese Schritte kosten Geld - anfangs weniger, später mehr. Geld wird jedoch auch für Investitionen benötigt, so dass es hier gilt, die richtige Balance zu finden.

Vor den Toren von Loyang, ein Spiel für 1 bis 4 Spieler im Alter von 10 bis 100 Jahren.
Autor: Uwe Rosenberg

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5 v. 6 Punkten aus 15 Kundentestberichten   Vor den Toren von Loyang selbst bewerten
  • André Greco schrieb am 29.10.2010:
    Vor den Toren von Loyang - Ein weiteres Spiel von Uwe Rosenberg (Agricola, Le Havre), welches diesmal im fernen China vor 2000 Jahren angesiedelt ist. In der Rolle eines Farmers ist es hier das Ziel seine Waren so gewinnbringend wie möglich vor den Toren von Loyang zu vermitteln um mit dem erwirtschafteten Geld so schnell wie möglich auf dem Wohlstandspfad empor zu klettern.

    Wer vorher Spiele von Uwe Rosenberg gespielt hat und z.B. von der Schar an Spielmaterial die im Karton ist, erschlagen wurde, wird beim öffnen dieser Schachtel erst einmal etwas verdutzt schauen. Das Material wirkt sehr wenig, ist, wie sich noch rausstellen wird, aber vollkommen ausreichend.

    Zu Beginn des Spiels bekommt jeder Spieler einen eigenen Spielplan der wie ein unförmiges T aussieht. Einen Nachziehstapel für seine Felder, eine Stammfeldkarte, 10 Käsch, eine Lager/Karren Karte, einen Wertungsstein für den Wohlstandspfad und 11 Waren für den eigenen Laden (3xWeizen, 2xKürbis, 2xRüben, 2xChinakohl, 1xBohne, 1xLauch). Jeder Spieler darf sich zu Beginn eine Sorte aussuchen, die er auf seinem Stammfeld anpflanzen möchte (jede Sorte hat einen unterschiedlichen Wert; z.B. ist Weizen sehr günstig, Bohnen und Lauch sind teuer), doch muss man auch drauf achten, dass man nicht auf jeden Feld auch jede Gattung anpflanzen kann, so ist auf dem Stammfeld nur möglich Weizen, Kürbis oder Rüben anzupflanzen (je mehr Parzellen ein Feld hat, desto minderwertiger die Ware die angepflanzt werden kann).

    Nun beginnt das Spiel welches über neun Runden geht und jede Runde in drei Phasen gegliedert ist.
    1. Erntephase: Alle Spieler erschaffen gleichzeitig ein neues Feld indem sie eine der verdeckten acht Karten aufdecken und sie neben ihr Stammfeld legen. Dann darf man von jedem Feld (in der ersten Runde nur das Stammfeld) eine Ware ernten und in seinen Karren legen (ebenso alle vorher eingelagerten Waren im späteren Verlauf des Spiels). Wenn ein Feld einmal komplett leer ist (nachdem es einmal bepflanzt wurde) kommt die Karte aus dem Spiel es sei denn es ist ein Feld welches einmal eine Aktionskarte war, dieses kommt auf die Ablage der Karten.

    2. Kartenphase: Hier werden zuerst alle Karten die auf dem Ablagestapel gelandet sind, wieder in den Zugstapel gemischt und danach werden jedem Spieler 4 Karten ausgeteilt. Nun folgt die verworrenste Regel der Anleitung. Jeder Spieler (beginnend beim Startspieler der durch einen Marker erkennbar ist), legt eine der vier Karten die er bekommen hat offen auf den "Hof". Ziel dieser Runde ist es, dass jeder Spieler eine Karte aus der Hand (eine der vier erhaltenen Karten) behalten MUSS und eine Karte die in den "Hof" gelegt wurde behalten MUSS. Nachdem der Startspieler eine Karte gelegt hat, kann der nächste Spieler aussuchen, ob er eine seiner Handkarten mit auf den "Hof" legt, oder eine ausliegende Karte des "Hofes" UND eine seiner eigenen Handkarten behält (übrige Handkarten werden in den Hof gelegt). Dies geht so lange bis nur noch ein Spieler übrig bleibt welcher sich dann sofort entscheiden muss welche Karten er nimmt. Die Karten die man nun erbeutet hat werden an die passende Position des T-Spielplanes gelegt und sind nun "aktiv".
    Die Kategorien der Karten sind:
    a) Allgemeine Felder die gegen Käsch gekauft und als normales Feld genutzt werden kann.
    b) Marktstände die sofort einmalig mit Waren gefüllt werden. Nun kann man die dort angebotenen Waren gegen eigene eintauschen.
    c) Stammkunden welche beliefert werden wollen. Hier muss man vier Runden lang jedes Mal in der Aktionsphase eine bestimmte Kombination aus Waren liefern (z.B. eine Rübe und ein Kürbis). Jede Runde die dies glückt bekommt man dafür Käsch der sich mit jeder neuen Runde erhöht. Schafft man es zwei Mal nicht zu liefern muss man 2 Käsch Strafe zahlen.
    d) Laufkunden fordern eine bestimmte Anzahl an Waren die sie einmalig haben wollen. Wenn man gleich viele Stamm- wie Laufkunden hat bekommt man bei Auslieferung die angegebene Anzahl Käsch. Bei mehr Laufkunden bekommt man 2 Käsch weniger als abgedruckt und bei mehr Stammkunden bekommt man 2 Käsch mehr.
    e) Helfer sind Karten die einen gewisse Vorteile im Spiel verschaffen (z.B. auf einem Stand eines anderen Spieler Waren eintauschen etc.)

    3. Aktionsphase: Insgesamt gibt es acht unterschiedliche Aktionen die nun ausgeführt werden können, alle bis auf die letzte können beliebig oft genutzt werden. Beginnend beim Startspieler.
    a) Waren aus dem Karren können nun auf leere, vorhandene Felder gepflanzt werden. Setzt man z.B. ein Weizen aus seinem Karren auf ein leeres Feld, darf man die restlichen Parzellen dieser Felder mit Weizen aus dem allgemeinen Vorrat auffüllen.
    b) Waren aus dem Laden kaufen. Hier kann man eine Ware aus dem eigenen Laden gegen Käsch kaufen.
    c) Waren an den eigenen Laden verkaufen. Wenn im Laden eine Fläche frei ist, kann man Waren aus seinem Karren an den Laden verkaufen um Käsch zu bekommen.
    d) Marktstände nutzen um vorhandene Waren aus dem Karren gegen Waren des Marktes einzutauschen.
    e) Helfer einsetzen oder abwerfen um die Aktion der Karte einmalig zu nutzen oder Helfer die einem nichts bringen kostenlos abzuwerfen.
    f) Stammkunden beliefern. Die gewünschte Ware des Stammkunden auf seine Karte legen und Käsch dafür erhalten.
    g) Laufkunden bedienen um Käsch zu erhalten.
    h) Doppelpack kaufen (dies darf nur einmalig pro Runde und Spieler geschehen). Man zieht vom Ablagestapel der vorangegangenen Kartenphase zwei Karten und zahlt die Summe an Käsch der vorhandenen Lauf- oder Stammkunden (höhere Wert zählt). Er darf von diesen Karten 0,1 oder 2 Karten behalten und legt die restlichen wieder auf die Ablage. Bei zwei gewählten Karten müssen die Karten aufeinander gelegt werden und nur die obere ist aktiv. Der Spieler entscheidet welche oben liegt. Die untere wird erst aktiv, wenn die obere erfüllt ist.

    Nach Ende der Aktionen werden die Waren aus dem Karren ins Lager gebracht (ist das Füllvolumen erreicht müssen die restlichen verkauft werden (wenn noch Platz im Laden ist) oder sie vergammeln und werden in den allgemeinen Vorrat zurückgelegt. Jetzt darf jeder Spieler mit dem gesammelten Käsch seinen Spielstein auf dem Wohlstandspfad voransetzen. Wenn er in der Runde nur einen Schritt geht kostet es ihn auch nur ein Käsch, will er aber mehrere Schritte in der Runde vorangehen so muss er die Anzahl an Käsch zahlen die auf dem Feld steht auf das er ziehen will. Beispiel: Der Spieler steht auf Feld 5 und darf für ein Käsch auf Feld 6 ziehen. Will er nun aber noch weiter auf z.B. Feld 8 ziehen, muss er ein Käsch für Feld 6 zahlen, sieben Käsch für Feld 7 und dazu noch acht Käsch für Feld 8, macht zusammen 16 Käsch um von Feld 5 auf Feld 8 in einer Runde zu kommen.
    Es können übrigends jeder Zeit Kredite aufgenommen werden. Man erhält eine Karte und fünf Käsch. Am Ende des Spiels wird der eigene Spielstein auf dem Wohlstandspfad entsprechend der Anzahl der Kreditkarten um jeweils ein Feld nach hinten versetzt.
    Wer nach 9 Runden den Wohlstandspfad am höchsten erklommen hat gewinnt.

    Hier wieder die Positiv/Neutral/Negativ Kriterien:
    + • Sehr schön gestaltetes Spielmaterial
    + • Weniger ist hier mehr, auch wenn wenig im Karton ist, so ist es vollkommen ausreichend und man vermisst nichts
    + • Viele Möglichkeiten die das Spiel immer wieder unterschiedlich gestalten
    + • Anleitung erklärt alles bis aufs kleinste Detail genau und ist gut geschrieben, einzig die Kartenphase verwirrt anfangs etwas (mehrmals die Anleitung lesen hilft)0
    + • Zu zweit (und sogar allein) sehr gut spielbar
    + • Glück (Kartenphase) und Taktik liegen hier im ausgeglichenen Maß
    - • Aufteilung der Box ist hier nicht schön, wieder nur Plastiktütchen um alles zu sortieren
    - • Im Vergleich zu Agricola ist der Preis (42Euro) für die Ausstattung doch recht happig
    - • Kaum Interaktion mit den anderen Spielern, jeder führt nur seinen Hof, selten (Kartenphase oder durch Helfer) kann man in das Geschehen der anderen Spieler eingreifen.

    Fakten: 1-4 Spieler, ab 10 Jahren, ca. 60-120 Minuten Spielzeit

    Fazit: Auch wenn ich persönlich von der Thematik begeistert bin, spiele von Uwe Rosenberg liebe und mir dieses Spiel auch viel Spaß macht, kann ich keine volle Punktzahl geben, weil mich an diesem Spiel ein wenig stört, dass man zu sehr aneinander vorbei spielt und es wirklich sehr teuer ist. Nicht das man mich falsch versteht, vom Ablauf ist es wirklich schön gestaltet und es ist auch anders als Agricola oder Le Havre und es kommt auch immer wieder auf den Spieltisch. Und doch stören mich die beiden erwähnten Punkte hier arg (was bei Agricola z.B. nicht der Fall ist). Wenn für euch der Preis und auch die mangelnde Interaktion zu anderen Spielern nicht störend sind, dann vergebt "Vor den Toren von Loyang" gerne die volle Punktzahl. Wer weiß, vielleicht wird die fehlende Interaktion ja noch durch eine Erweiterung irgendwann ergänzt. Ich würde mich freuen.
    André hat Vor den Toren von Loyang klassifiziert. (ansehen)
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    • Totoro Tonari
      Totoro Tonari: Korrektur an dieser Stelle: ich finde nicht, dass man den Preis die Bewertung beeinflussen sollte. Ganz einfach, da dass Spiel eines Tages vlt. f... weiterlesen
      13.01.2011-16:50:01
    • André Greco
      André Greco: Auch wenn es für 20%u20AC erhältlich wäre, würde ich von meiner Stelle aus keine 6 Punkte vergeben. Die Thematik und auch das Spiel an sich sind ... weiterlesen
      14.01.2011-11:05:50
  • Heiko Weiß schrieb am 13.12.2010:
    Die Tore von Loyang sind das 3. Spiel der Ernte-Triologie-Reihe von Uwe Rosenberg. Aber es ist auch in der entstehung her vor Agricola anzusiedeln. Man könnte sogar sagen das es so etwas wie die Agricola Alpha Version ist. Genau das merkt man aber den Spiel an.

    Einige Spielmechanismen wirken etwas unfertig. In manchen Spielsituationen fragt man sich einfach: "Warum muss ich gerade das jetzt so machen? Warum gibt es diese Beschränkung" Nichts desto trotz macht das Spiel viel Spaß und ist gewohnte Rosenberg Kost.

    Der große Vorteil bei diesen Spielen liegt darin dass sie kein Direktes Konkurenzdenken kennen. Einige finden das Langweilig. Aber gerade in Spielerunden in denen Leute mitspielen die nicht Verlieren können ist solch ein Spiel Gold Wert. Man kann den Gegner nicht schlagen, nicht aktiv komplett behindern oder zurückstecken lassen. Also nichts was zu extremen Frust führt. Dadurch leidet die direkte Interaktion untereinander zwar. Aber es kommt zumindest kein Frustlevel auf ("Warum hast du das nun wieder gemacht, so macht das Spiel keinen Spaß mehr" Sätze hört man hier kaum). Die einzige Möglichkeit den Gegner zu beeinflussen ist durch Sonderfunktionen einiger Helferkarten. Damit kann man z.B. mit einen Händler den der Gegner ausgelegt hat Handeln, oder von seinen Marktständen kaufen.

    Markststand und Händler ist dabei das Stichwort. Im Grunde geht es darum Geld zu verdienen, auf eigenen Farmkarten baut man Gemüse an, welches man versucht gewinnbringend zu verkaufen (Jede Runde erhält man solch eine Farmkarte mehr auf die man ein weiteres Gemüse Anbauen kann: All das Kostenlos warum das so ist weiss niemand, genau solche Dinge sind es die das Spiel irgendwie "unfertig" wirken lassen). Wohin man das Gemüse verkauft kommt dann drauf an. Dazu muss man entsprechende Karten aus der Auslage ergattern.
    Wichtig sind dort z.B.:
    Stammkunden: Diesen kann man mehrere Runden lang zwei bestimmte Waren liefern. Damit sind Sie eine Permanente Geldquelle, jedoch mit Gefahren versehen. Denn Sie müssen jede Runde beliefert werden. Verpasst man das eine Runde lang, werden Sie unzufrieden. Jede weitere Runde wie man es verpasst sie zu beliefern, muss man Vertragsstrafe zahlen.
    Etwas einfacher hat man es da mit Laufkunden: diese wollen Einmalig verschiedene Waren haben und zahlen dafür.
    Zusätzlich gibt es noch Marktstände: Diese erlauben es eigene Gemüsearten gegen andere auszutauschen.
    Und Helfer: Diese Karten bieten irgendwelche Sonderaktionen an. (z.B. Tausch von Waren beim Händler eines Gegners u.ä.)

    Das Spiel lebt dabei von der Planung wie weit man gehen kann oder nicht: "Kann ich es mir leisten noch einen Stammkunden zu beliefern oder ist das Risiko zu hoch da ich sonst Vertragsstrafe zahlen muss?

    Der Spielspaß ist meiner Meinung nach wirklich gegeben. Jedoch kommt es meiner Meinung nach nicht an Le Havre heran.
    Heiko hat Vor den Toren von Loyang klassifiziert. (ansehen)
  • Nicole Schneider schrieb am 15.04.2010:
    Ein weiteres Optimierungsspiel von Uwe Rosenberg, das vor allem in der Solitärversion schnell süchtig macht. Am Anfang fühlt man sich etwas erschlagen von der Spielregeln und den vielen Karten mit Text. Doch schon nach wenigen Runden bekommt man Routine und kann dann die interessanten Spielmechanismen genießen. Im Gegensatz zu Agricola wird hier von vornherein nett gestaltetes Holzspielmaterial in Form von kleinen Kürbissen, Bohnen etc. mitgeliefert. Für Liebhaber von etwas komplexeren Spielen ein absolutes Muss.
    Nicole hat Vor den Toren von Loyang klassifiziert. (ansehen)
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