Bei diesem Spiel kommt selbst ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Muffel wie ich "Voll in Fahrt": Auf einem liebevoll gestalteten und sehr stabilem Spielplan sollen Lokomotiven eingesetzt und über drei verschiedene Schienenstrecken zum Ziel gefahren werden.
Jedes Spielkind bekommt 4 Lokomotiven.. Es gewinnt, wer 3 davon zuerst ins Ziel und auf die Abstellfelder gebracht hat. Der Clou sind u.a. 3 Rangierbrücken in den Farben gelb, rot und blau, die zu Beginn des Spieles in drei von vier Lücken auf den Spielplan gelegt werden. Der Startspieler würfelt mit drei Würfeln - zwei Zahlenwürfel, ein Farbwürfel. Entsprechend der Farbe auf dem Farbwürfel schiebt er eine Rangierbrücke in die freie vierte Lücke. Danach setzt er eine seiner Lokomotiven auf einem der drei Startfelder ein und zieht sie vorwärts. So geht es reihum. Würfeln, Rangierbrücke verschieben, Lokomotive einsetzen oder weiterziehen.
Die gewürfelte Augenzahl muss voll gezogen werden. Sollte die Lok zu einer Stelle fahren, an der die Rangierbrücke fehlt oder an der ein Prellblock steht, gibts einen Rangierunfall und die Lok wird vom Plan genommen. Sie kann beim nächsten Mal neu eingesetzt werden. Wenn die Gleisstrecke von anderen Lokomotiven blockiert wird, wird geschubst! Das heißt, der aktive Spieler zieht seine Lok, soweit er kann hinter die davor stehende Lok (es kann auch eine weitere eigene sein). Diese muss für die restlichen Würfelaugen weiter gezogen werden. Steht davor noch eine Lok, wird auch diese weiter gezogen (geschubst). So können evtl. zusätzliche Rangierunfälle entstehen, wenn eine Lok in eine Lücke oder gegen einen Prellblock geschubst wird.
Zieht eine Lok über das Zielfeld hinaus, wird sie auf den Ablageplatz gestellt. Eine über das Zielfeld geschubste Lok erleidet einen Rangierunfall und wird vom Plan genommen .... ärgerlich ....
In der Spielvariante bekommt ein Spieler bei einem Rangierunfall ein Reparaturplättchen. Mit diesem kann man den Farbwürfel auf eine beliebige Seite drehen und so Einfluss auf die zu verschiebende Brücke nehmen. Wir spielen ausschließlich MIT den Reparaturplättchen.
Amigo ist ein schönes Familienspiel gelungen. Hier spielen groß und klein gern zusammen. Bei drei bis vier Spielern herrscht ein ziemliches Gedränge auf dem Plan und es wird geschubst und gerangelt und eifrig versucht, trotzdem als erster seine drei Loks ins Ziel zu bekommen. Kaum steht der Sieger fest, heißt es: NOCHMAL! Ich finde es für ein Spiel dieser Art klasse und würde sogar mit meinem Schwager eine Runde spielen, wenn er dafür sein Mensch-ärgere-dich-nicht im Schrank lässt.