Wieder mal ein tolles Brettspiel in der kleinen Schachtel von Winningmoves. Ist es mal ausgepackt hat man ein großes Brettspiel vor sich mit schönem Spielmaterial aus Holz. Besonders nett fand ich, dass sogar ein kleiner Gummiring beigefügt war um die Karten zusammen zu halten, nach dem entfernen der Folie. Winningmoves denkt wirklich an alles!
Bei Trans America ist es das Ziel eines jeden Spielers seine Städte, die er auf der Kartenhand hat quer durch Amerika zu verbinden. Das Spielbrett ist in 5 Bereiche unterteilt. Jede Kartenfarbe zeigt einen Bereich an. Die Karten welche auf der Vorderseite eine Stadt anzeigen (mit Namen und Markierungspunkt auf der Landkarte wo diese Stadt zu finden ist) und auf der Rückseite 5 unterschiedliche Farben zeigen, werden zu Beginn einer jeden Runde gemischt und verdeckt auf dem Spielbrett verteilt. Jeder Spieler nimmt sich nun von jeder Kartenfarbe (blau, rot, grün, gelb und orange) eine Karte vom Spielbrett.
Wenn man seine Karten sieht denkt man zu Anfangs, oh je, wie soll ich das schaffen, ist ja alles so weit auseinander. Durch geschicktes Legen seiner Schienen kann man jedoch seinen Schienenstrang mit dem der anderen verbinden und dieses Schienennetz ebenfalls mitbenutzen um schneller an sein Ziel zu kommen. Natürlich können die anderen Spieler dann ebenso das verlängerte Schienennetz für ihren Weg nutzen. Die Eisenbahnloks in den Spielerfarben werden auf das Startfeld der Zählleiste gestellt. Auf die Barriere am Ende der Zählleiste wird eine Schiene quer gelegt.
Beginnend mit dem Startspieler (dieser hat eine Startspielerkarte vor sich ausliegen) werden die Startfiguren irgendwo auf den Plan gesetzt und die ersten Schienen daran angelegt. Natürlich stellt man die Startfigur so, dass man seine Städte von dort aus möglichst gut erreichen kann. Ist ein Spieler am Zug, kann er entweder 1 bis 2 Schienen auf ebenem Gelände ablegen oder auch nur 1 Schiene um Gebirge zu bewältigen oder als Brücke über Flüsse (jeweils durch eine Doppellinie gekennzeichnet). Hat ein Spieler alle Städte welche seine Karten anzeigen durch ein zusammenhängendes Schienennetz miteinander verbunden, so muss er dies durch vorzeigen seiner Handkarten beweisen. Dann wird abgerechnet. Jeder Weg, der zur Erreichung der noch nicht angebundenen Städte eines Spielers zurück gelegt werden müsste gilt als Minuspunkt (ebene Strecken: 1 Minuspunkt, Wege über Flüsse und Gebirge: 2 Minuspunkte) und muss auf der Zählleiste nach vorne gegangen werden. Dabei wird der günstigste Weg berechnet. Je weiter eine Lok auf der Zählleiste vorne ist, umso weniger Punke gibt es. Wenn nach dem 2. Durchgang der Spieler mit den wenigsten Punkten (also derjenige, dessen Lok am weitesten vorne steht) noch 4 oder mehr Punkte hat, wird die Barriere (das zu Beginn gelegte Gleisstück) um 2 Felder nach vorne (in Richtung der Loks) geschoben. Das Spiel endet wenn eine Lok die Barriere überfährt.
Eigentlich kann ich Eisenbahnspiele nicht leiden. Transamerica jedoch ist ein schönes interessantes Spiel, dass mir auf Anhieb gefallen hat. Ich spiele regelmäßig und viel, manchmal auch mit Leuten die eher selten spielen und viele meiner Spiele zu komplex finden und manchmal deswegen recht schnell abblocken und lieber was anderes spielen wollen. Das schöne an Transamerica ist, dass es auch für Wenigspieler und Familien gut geeignet ist und auch mir Spaß macht. Es ist nicht schwierig und schnell erklärt. Die Anleitung ist gut verständlich und kurz gehalten. Daher gibt's von mir gute 5 Sterne mit Tendenz zu 6 Sternen.